Ausgabe 
23.8.1928
 
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ReMagseMiW der 3nftn>ar!amenfarif6en Union

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Hilf» eilten, wurden ebenfalls g c

Die Wetterlage.

Oie englische Regierung schweigt.

t>em gestellt sehen.

Stell« die nut tM«t.

Aus öfter Welt.

Otconjluq vou Rlftiq und .Zimmermann?

'Jlarf) bisher unverbürgten Berichten beabsichtigen bi< beiden Innker-slieger 91 i ft t c 5 und 3 i ni m ermann, die kürzlich mit einer Junker»- maj.tiine d.-n Weltrekord im Dauerslug ausgestellt haben, mit einem gleichen Typ. mit dem Hauptmann stähl seinen Ozeanslug ausführte, einen fr 111 g n a rt) Amerika zu unternehmeu.

tzungen zu. Das Nach- crmeisters o d) ö h wurde lUftönbig

Wie ou» Moosbach (Vbervfalz) gemeldet wird, brach in der Scheune des Drechslermeisters ®all aus bisher unbekannter Ursache ß c u e r aus, das sich mit rasender Schnelligkeit über das ganze An­wesen verbreitete. Die Ibsährlge Tochter des Gall erstickte im Rauch und konnte nur als Leiche geborgen werden. Ein etwa dreijähriges Äind de» Gall erlitt schwere Brandwunden. Frau Gall zog sich beim Abspringen aus dem oberen Fenster schwere Berletzu na e n zu. Das Nach- baranwesen des Schuhmachermei,..

ebenfalls von den Flammen erfaßt und vollständig

der Leitung getroffen wurden, waren auf bet

* " tot. Zwei weitere Personen.

Svwjetruhland wieder im Schmollwinkel.

Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers'.

Berlin, 23. Aug. Roch im Laufe der letzten Woche schien es. al» ob Sowjet-Rußland in letzter stunde oersuchen würde, in di» Liste der Unterzeichner bei Kellogg-Paktes hercinzukommen. Dieser Versuch oder Absicht war aber, auch wemi sie wirklich ernst gemeint sein sollte, trab zumindest zweifelhaft erscheint, von vornherein ziemlich aussichtslos Ei bleibt allo den Russen nur die Möglichkrsi offen, nach­träglich den Pakt zu unterzeichnen. Wie man aber in gut unterrichteten Streifen dort, scheint man in Moskau überhaupt von einer Unterzeichnung des An ti krieg Spaltes abfeben zu wollen. Schon jetzt wird die Parkte auö^e- gebcn daß der Kellogg Pakt etne Ange legenheil der fa pi t a l i ft > f chc n Machte fet

und sich sogar gegen Rußland richte. Mit diesen Parolen scheint man in Moskau die Richtunterzeichnung des Paktes vor­bereiten zu wollen. Zweifellos spielt dabei auch für die Moskowiter die Frage des P r e - stiaeS eine große Rolle: man mag sich als nachträglicher Unterzeichn-er nicht auf eine Stufe etwa mit Spanien oder anderen kleineren Län-

Den Regierungen in London und Parisist es fichtltzch unangeneh m, daß die interna t;t>» nale Deoatte über bat geheimnisvolle Flottenkonrpromih sich zu einer scharfen Ruse,nandersetzung mit den Amerikanern auszu­wachsen droht, Insolgedesfen soll sich P v t n - t ar 6 den amerikanischen ©taatfcfefretarxc l- logg in der nächsten Woche einmal beiseite neh­men und ihm auseinandersetzen, daß dieses Äom- promiß eine gänzlich belanglose Angelegenheit ist, terrch die sich Amerika nicht beunruhrgi zu suhlen brauche. Enasische Marinesachtterständige werden an dieser Ünterhalwng teilnehmen und dem französischen Ministerpräsidenten Htlfost-l. lung leisten. Es soll aber nicht nur der omerrta- nische Staatssekretär bearbeitet werden, viel wich­tiger ist eine Tinte rb in düng der Dis­kussion inderWeltpresse über die neue englisch-französische Politik. Die Regierungen tn London und Paris verfügen über einen so aus­gezeichneten Propagandaapparat, daß es ihnen nicht schwer werden wird, einen guten Teil deS überraschend schnell empor geschossenen Mißtrauens wieder zu beseitigen. In Amerika durfte daS wohl kaum gelingen, da auch die Regierung In Washington weiß, tote sie sich zu verhalten hat, um bat Interesse der amerikanischen Oeffentlrch- keit an den Dingen, die sich in Europa vorbe- reiten und deren Spitze gegen Amerika gerichtet ist. wach zu halten Mag der .Tempo noch so sehr den Wert des Flottenabkommens verkl ei - nern. daß er am 3. August schrieb, ©nglanb habe dem französischen Alliierten das Recht zuerkannt, seine Flotte auf he n Stand der englischen zu bringen.

schlagenen Verhandlungstermine a b l e h n t, findet in der Warschauer Presse eine sehr schlechte A u s n a h m e. Die offiziöseE p 0 k a zieht aus der Note den Schluß, daß Woldemaras keine Verständigung mit Polen wolle und deshalb die Verhandlungen ewig verschleppe. Unter diesen Bedingungen müsse die polnische Regierung prüfen, ob die Fortsetzung direkter Verhandlungen mit Woldemaras überhaupt noch zweckmäßig sei. Das PilsudskiblattGlos Prawdy" meint, Polen müsse vom V ö l k e r b u n b » r a t die Ergrei­fung praktischer Maßnahmen fordern, um Litauen zur Achtung der Empfehlungen des Völker- l'undes zu zwingen. Der die Regierung unter­stützendeExpreß Poranny" ist ebenfalls der Auf- sassung, daß der Bälkerdundsrat zum Schutze des eigenen Anlehens Woldemaras bewegen müsse, sei­nem törichten Mampfe ein Ende zu machen.

Reue Unkerschlagungen bei der Kreissparkasie Saarlouis.

Saarlouis. 23. Aug. (WTV- Funkspruch.) Rachdem erft etwa vor einem Iahr bei bet Kre-ssparkaste SaarlouiS bw Unterschla­gung einer großen Summe befanntgttoorben war, ist gestern wegen neuer Veruntreu­ungen an derselben Kasse der 23jährig« Svar- kalsenangeltellte Peter Fine feft genommen worden Genauer« Angaben lallen sich zur Zeit noch nicht machen, doch soll es sich um größere De trüge handeln.

Schwere Gewitterschäden in Schleswig Holstein.

*5:n am Dienstag über oerlchiedene Zette Schleswig-Holsteins medergegangervs auber- ordenrltch schweres Gewitter hat. Hamburger Meldung zufolge, berrächll chen Schaden anger chtet. In Kirchbarkau schlug der Dlitz in das Wohnhaus «mH 2anN Wirtes. Das Wohnhaus mit der gesamten Krnte wurde em Raub der Flammen. In Iütz- büttel im Dithmarschen wurde ein Pachthof vom Dlitz getroffen und mit der ganzen Heu­ernte erngeäschert. In Sarzbüttel fuhr der Dlitz in einen Birnbaum, unter dem Xmbcr Schutz gesucht hatten, unb -t Me te bte neunjährige Tochter des Landmanns 5t u e b I.

Schwere Gewitter in Oderi lallen.

Wahrend es in Rom feit dem 11. Ttai nicht mehr geregnet hat, und die Hitz« und Trockenhett auf da» höchste gestiegen ist, treffen au« Nord- Italien Bericht über heftige Gewitter ein. So tobte gestern inE 0 m 0, nach demOior- nale d Italia", ein starkes Gewitter, da« die Stra­ßen und die Bahnen überschwemmte. Auf der Strecke Mailanddomo ist der Eisenbahn- verkehr durch einen großen Erdrutsch u n - terbrochen worden In Florenz wurden von den heftigen Riederschlä^en viele Fensterschei­ben zertrümmert und die Stuhle der Kaffeehäuser aus den Straßen durcheinander geworfen. Eine. Frau wurde verwundet. Troß des Gewitter« ist die Temperatur in Florenz jedoch kaum ge­sunken.

Strandung eine« deutschen Dampfet«.

Haiti, 23. Lug. (WTD. Funkspruch) Der deutsche DampferÄ m a s s i a", der auf dem Wege von .Kingston, Jamaika nach Santiago de Euba war, lief bei der Einfahrt in den Hafen von Haiti auf eine Sandbank auf. Zur Erleichterung des Schiffes wird die Ladung teilweise entfernt.

Erdbeben in persten.

Teheran, 23. Aug. (WTB. Funkspruch) I» N i s h a p u r und S h i r m a n in der Provinz EHo­rasan Hal sich gestern abend 11 Uhr ein schwere» Erdbeben ereignet. In Nishaour wurden zehn Personen getötet, einige Häuser wurden be­schädigt.

Fünf Petfonen durch Starkstrom getötet

Aus Phönix (Arizona) wird gemeldete Durch Sturm wurde in der vergangenen Rächt eine elektrische Hochspannungsleitung her­untergerissen. Drei Personen, die von

Berlin. 22. August. (WB.) Der Neigen der I mit der 2 5. 9nterparlamentar Ifd) en Konferenz in Verbindung stehenden Festlich­keiten wurde am Mittwochabend eröffnet durch einen Empfang, den die deutsche (Br u p p e der Inter parlament arischen Union den auslandstchen Gasten in den festlich geschmückten Räumen des Reichstages bereitete. Erschienen waren Reichskanz­ler Hermann Müller, die Reichsminister v. Gusrard und Dietrich, denen spater noch weitere Minister folgten. Weiter bemerkte man die Staatssekretäre Sautter und Zweige r, den Reichspressechef Dr. Zechlin und als Vertreter der Stadt Berlin Oberbürgermeister Dr. B ö ß. Die Parteien des Reichstage« mit Ausnahme der Kom­munisten und Nationalsozialisten waren durch zahl­reiche Abgeordnete vertreten. Fast vollzählig waren hie Mitglieder der ausländischen Gruppen erschie­nen. Diele mit ihren Damen. Von Gruppenführern eien erwähnt. Senator Edge (Vereinigte Staaten), Dr. Drexel (Oesterreich), La Fontaine (Belgien), Nikisorosf (Bulgarien), Minister des Aeußeren Dr. Moltesen (Dänemark», Stebenfreund (Danzig), Quissi Wassef Bey (Aegypten), Dr. Merlin (Frank- reich», Albert Berzeviczy (Ungarn». O'Farell (Ir- land), di Stefani-Reapolitani (Italien), Sanstaka Ilahijo (Japan), Minister Dr. Heemslerk (Holland), Dembinski (Polen), Djuoara (Rumänien), Iooa- nowitsch (Jugoslawien), Hallin (Schweden), Dr. Stuber (Schweiz), Dr. Brabec (Tschechoslowakei) und der deutsche Vertreter beim Informat ions- bureau des Völkerbundes, Dr. Beer: ferner der (Beneralfetretär der Interparlamentarischen Union, Dr. Lange (Norwegen), und der derzeitige General­sekretär der Interparlamentarischen Union Dr. Boissier (Schweiz).

^eichsiagSpräsidettt Loebe

begrüßte bic zahlreichen Gäste mit folgender Ansprache: Es gereicht mir zur besonderen Freude und Ehre. Sie namens der Interparla­mentarischen Union und als Hausherr in Deutsch­land, in Berlin unb in diesem Hause der deut­schen Volksvertreter herzlich zu begrüßen. Wir danken besonders den verehrten Abgeordneten au» den fremden Ländern daß sie unfern Rufe, di« IubiILumskonferenz in unserer Hauptstadt abzuhalten, so zahlreich und auS allen Teilen der Srde gefolgt sind. Diele hochverehrte Mit­arbeiter und Mitkämpfer seh« ich in deren Kreis. Es drängte mich wohl, sie einzeln zu benennen I und zu begrüßen, aber ihre große Zahl verbietet mir das. So darf ich mich deshalb darauf be­schränken. besonders die Veteranen unserer De- toegung, Herrn Senator L a Fontaine und Herrn D a r t h 0 l d t aus Rord-Amerika, unseren langjährigen Mitarbeiter Stefani-Reapolitani aus Italien, Herrn Derzeviczy aus Ungarn, sowie Herrn Senator Dandurant aus Ka­nada, der den weiten Weg niemals scheut, an unseren Beratungen teilzunehmen, zu begrüßen. In diesen wenigen Hamen, meine Damen und Herren, fühlen Sie sich all« begrüßt, die Rach- barn von rechts und links, unsere französischen Freunde unter Führung des Herrn Senators Merlin, und unsere polnischen Freunde unter Führung des Herrn Dembinski

Die Mrbdten, die vor un» liegen, werden ge­tragen sein von dem Geiste des guten willens, den von un» vertretenen Völkern zu dienen und sie vor der Geißel des Kriege« zu bewahren.

den Stand der englischen au bring; ist noch nicht vergessen. Auch der Pellt Pansi deutet an, daß teabsichtigt fei. Frankreich zu einer Seemacht ersten Ranges zu machen, was übrigens daraus hervorgeht, daß in den letzten Iabrcn nicht weniger als 120 Einheiten auf Stapel gelegt worden sind, von denen bereite 60 Kriegsschiffe an den jüngsten Marönemanovern teilnehmen konnten. Im neuen französischen Haushaltsplan, der soeben veröffentlicht wurde, ist der Marineetat um eine Mil­liarde erhöht worden, die restlos Neu­bauten zugute kommen soll. Es ist gewiß für die Engländer gefährlich, das französische Ru- stungSsieber ungch.rmpft zu lassen. Aber England braucht zunächst einen Dundesgenossen zur See. der bereit ist, seine Flotte restlos in den Dienst der englischen Sache zu stellen. Selbstverstcmdlich nicht ohne Gegenleistung, tote der frühere Mini­sterialdirektor im Auswärtigen Amt. 3aques Setzdouk. kürzlich ausdrücklich fefrftedte. Auf Grund ausgezeichneter Informationen eiUärte er, daß England die Herrschaft über die Meere haben, aber Frankreich das zweite Kolonialreich der Welt werden nmsse. Unfl ar ist allerdings, tote sich Frankreich die Ver- toi rflÜbung der Kolonialpläne denkt. Sollte man sich mit der Absicht tragen, seinen Landhun- gcr auf Kosten Amerika« zu befriedigen?

Monate hlnaus die Operationen der deutschen Truppen praktisch unmöglich gemacht werden^ die den Rhein überschreiten und die Richtung nach 0 französischen Grenze einschlagen sollen.

Das englisch-französische Jloiienabkommen

Die Dorbereltungen sind bereit« so weit gediehen, daß am Ende der Woche mit einem Start nach Irland, von wo der Flug ausgehen soll, gerechnet werden kann. Die beiden Flieger haben bereits in diesen Tagen bei den zuständigen Behörden die notwendigen Unterlagen erhalten und insbesondere auch die Pässe besorgt, da sie sich, falls der fnug glücken sollte, längere Zeit in Amerika aufzuhalten gedenken.

Lin riesiger Halbedelstein.

Bei der Firma Rudolf Leyser in Oberstein (Rahe) ist ein brasilianischer Amethyst von ganz besonderen Ausmaßen zur '.Bearbeitung eingetroffen. Es Han- beit sich um den größten Halbedelstein, der jemals der Oberstein-Zdaer Industrie zuaeleitct wurde. Der Kristall hat ein Gewicht von W Kilogramm, ist 63 Zentimeter hoch, 52 Zentimeter breit und 30 Zentimeter dick.

Schweres Vrandunglück.

eingeäschert.

Lin Sul«l)os durch Dranbftiffuna vernichtet.

In Bernterode bei Staffel stand gestern mor­gen gegen 4 Uhr plötzlich die Scheune des Gutshoss der Witwe Joses Fick in Flammen. Die Besitzerin versuchte, den Brand zu bekampsen und erlitt dabei schwere Brandwunden. Das ganze Gehöft wurde eingen|d)ert, das gesamte Inventar, Erntevorräte und.Kleinvieh wurden ein Raub der Flammen: nur das Großoieb konnte gerettet werden Die Feuer- wehren der Umgegend mußten sich darauf beschrän­ken, den Brand von den Rachbarhäusern abzuhalten, was auch dank der in dem Bergdörfchen gelegten Wasserleitung gelang, tt* wird mit großer Wahr- scheinlichkeit angenommen, daß der Brandstifter ein vor acht Tagen von der Gutsbesitzerin entlassener Gutseleve ist, der gedroht hatte, den Gutshos an.zu- stecken. Man vermutet außerdem, daß auf sein Konto mehrere Diebstähle, die in den letzten Tagen be­gangen wurden, zu buchen sind. Bis jetzt fehlt von dem Brandstifter jede 6pur.

Der stampf gegen den Cäre der Motorräder.

Auf Veranlassung de» Berliner Polizeipräsiden­ten wurden gestern abend an seckzs verschiedenen Stellen Berlins an den Hauptausfallstraßen die strastradfahrer daraufhin kontrolliert, ob ihre Maschinen Lärm verursachten. Di« mit knot­ender Maschine ankommenden Fahrer rourben_ an« gehalten. Den Polizeibeamten deigeaebene Sach­verständige entschieden ab ein Rad beschlagnahmt werden sollte oder weiterfahren durste. Eine groß« Anzahl Räder wurde den Fahrern abgenommen und wird aus dem Verkehrramt untersucht. Der gestrigen Kontrolle werden in den nächsten Tagen weitere Prüfungen folgen.

'L^ettervoraussage.

In der Furche tiefen Drucke», di« sich vom Itian- lischen Ozean über die britischen Inseln nordost­wärts nach Skandinavien und Finnland hin er­streckt, gewinnt das neue Fallgebiet weiter an Aus­dehnung im nordeurooaischeit Bereich. Infolgedessen werden wärmere Luftmassen an der Südseite bei uns die Temperaturen wenn auch nur vorüber­gehend zum Steigen bringen. Weitere Rieder- schlage sind dabei zu erwarten. Aach SorüberAug der warmen Lustwelle folgen kühlere ozeanische Luftmassen, die im Laufe de« «amstags un­ruhiges Detter, begleitet von leichten Schauern und stellenweise Gewttter Hervorrufen werden.

Voraussage für Freitag Zunächst wechselnd tooUNj. dann vorwiegend bedeckt, vor­übergehend wärmer, zettweife Atederschläge. süd- toestliche Winde.

Voraussage für Samstage Wechselnd wolkig mit Tiulbeitctung. allmählich etwas kühler. Regenschauer, zum Leit gewitterhastev Art, west- liche Wlndc

Lufttemperaturen am 22. Atmust. mittag» 18,4 Grad Ifelfhi», abends 14,7 Grad Celsius, am 20. August- morgens 14,1 Grad Celsius Äarimuwi 18,5 Grad Celsius, Minimum 11,2 Grad Celfw«. Erdtemperaturen in 10 an Tiefe an 22. August: abends 17,2 Grad Celsius, am 23. August: morgens 14,9 Grad Celsius. Niederschlag 1 mm sonnen- f(Weinbauer 61 Stunden.

Für die Sicherung des Frieden« aber möchten mir nicht nur den guten Dillen, sondern jene praktische Institution vorbereiten, den Frie- denswillen zu einer gesetzmäßigen Organisation führen, die n-cht mehr zerbrochen werden kann. Am Anfang unserer Bewegung stehen unsere unvergeß- lichen Vorkämpfer Randale Cremer und Frede- ric P a s s y , die diese Garantie in den Schtedsver- trägen zwischen den Staaten sahen Dir schätzen und fördern diese Verträge heute noch an erster Stelle. Aber wir dehnen unsere Bemühungen aus auf die vielen anderen Gebiete des Zusammen­lebens und der Verständigung der Volker, auf die Gesetze des Völkerrecht«, die Ab­rüstung, den wirtschasllichen Wiederaufbau, die Bekämpfung sozialer Rot. Einige dieser Fragen stehen auch auf der Tagesordnung der Berliner Konferenz, und mit dem Dank für Ihr Erscheinen verbind« ich den Wunsch, daß diese Beratungen den von uns vertretenen Volkern dienen mögen. Unsere hochwillkommenen Gäste aus allen frctifbcn Län­dern werden jetzt von der

unzwelselhaflen, tief wurzelnden Jrieöeneliebe de« deutschen Volkes

sich überzeugen können. Im Geiste dieser Friedens- liebe rufe ich Ihnen zu: herzlich willkommen!

Die Begrüßungsworte des Reichstagspräsidenten wurden mit herzlichem Beifall aufgenommen. In geselligem Meinungsaustausch vereinigten sich dann die Gaste aus den verschiedenen Rationen. -

Jür besseren Minderheitenschutz.

Berlin, 22. Aug. (WB.) lieber die Sitzuna der Kommission für Kolonial- und Min­derheitenfragen der Interparlamentarischen Union wurde der amlliche Bericht in französisch» Sprache festgestellt, in dem es heißt:

Die Kommission beschloß, eine Unterkommission von fünf Mitgliedern einzusetzen mit dem Auftrage, etwaige Verbesserungen im Minderhel. tenoerfahren vor dem Dölkerbutd zu studieren. Bei dieser Gelegenheit erinnert die Kom Mission an die Resolutionen der Konferenzen von Wien, Kopenhagen, Washington-vttawa, welche eine ständige Minderheitenkommission beim Völkerbund Dorgefeben, und in denen die Interparlamentarische Union die Ausdehnung des Minderhei - tenschutzsnstems aus alle Staaten befür­wortet harte. Die Kommission ersucht ferner bte Unterkommission, die Entwicklung des materiel- len Minderheitenrechtes nicht au» den Augen zu verlieren und bei ihren Arbeiten die m verschiedenen Staaten schon bestehenden kulturellen Garantien zu berücksichtigen."

Ein Protest entifoszistischer Italiener.

-Berlin, 22. Aug. (WV.) Sine Reihe ehe­maliger italienischer Abgeordnet er, di« im Auslände leben, hat an die in Berlin tagende Interparlamentarische Union em Schreiben gerichtet, in dem diese Abgeordneten ausführlich chre Auffassung begründen, daß die Mitglieder des italienischen Parlamen­tes nicht alS Vertreter deS Volkes und einer die Regierung Italiens kontrollierenden Kammer arlzusehen seien, sondern alSAgenten und Be- mrtte dieser selben Regierung". Die im Ausland« lebenden italienischen Abgeordneten bitten, ihre Protestkundgebung der Versammlung zur Kenntnis zu bringen.

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erbeten und erhalten, seitdem habe kein weiterer Rotenwechsel stattgesunden. Zu den Dariser Rach- richtcn über ein Wiederaufleben der e n t e n u c 0 r d i a I e wurde im Staatsdeparte­ment erklärt, es sei nicht anzunehn,en. daß zwischen den beiden Ländern irgendein gehei­mer Pakt abgeschlossen worden sei, der mit der Satzung des Völkerbundes, di« di« Deröfsenb- Uchuvg aller derartigen Abkommen vorschreib«, unvereinbar wäre.

Warschau, 22. Aug (WTB) Die litau­ische Antwort aus die polnische Note, in dcr W 0 ldcmara « die ihm polnischerseits vorge-

London. 22. Aug ($11.) Wi« der poetische Direktor des ..Svening Standard" von be* rufenster Seite hört, enthalte daS Flotkenab- kommen zwischen (Arohbritarmlen und grant- I reich keine D e h e i m k 1 a u s e l n oder Vor­behalte irgendwelcher Art. Den Zeitpuntt 9 der Verösfentlichung des Abkommens könne das Foreigir Office vorläufig noch nicht bestimmen. ' Zu den au stehen er regenden Mitteilungen des .Manchester Guardian", wonach das F l 0 11 e n k v m P r 0 m i ß nur gegen das eng- lische Zugeständnis auf Richtelnbeziehung , , ,

ausgebildeter Reserven in das Kon- XeittraeTluH Ott

tingent der für die Landabrüstung heranzuzie- > .2,

bcnOen Streitmacht erreicht worden le» totrh vor- t)Olnifu)5lnOUnd)Ctt ©tCHJC läufig amtlicherseits leine Stellung 0< V f °

noinmen. ..Svenmg Standard" weist Mittwoch- K 0 w n 0. 22. Auy. (WTV.) An der De m a r- abend daraus hin. daß ein weiteres SullschweiAeu kationslinie tm Grenzvezirk des KreiteS der Londoner Regierung nur ungünstige Folgen Trokiai feuerten am 20. OIu^Ü. einer Vlät- baben könne. Der augenblickliche Zustand der termeldung zufolge, p 0 l n i f che So l d ate n aus Vermutungen bilde nur die Vrutstätte für jede einem Versteck auf den lltauis chen Grenz- Art von Mißtrauen und Unsicherheit. Polizisten. Am Abend desselben Tages wurde Seine weiteren Mtteilnngen an Stmerilc. I Grenzposten beschossen? In der daraufsolgenden

Washington. 22. Aug. (WTV.) Gegen- Rächt kam es sodann zu einem regelrechten über den heurigen Londoner Meldungen über an- Feuergefecht zwischen den polnischen und gebltche beruhigende titrflänmgen. die die briti- litauischen Grenzpolizisten. Die Polen über­sche Regierung in Washington über fielen die lita uische Grenzwache, btc da» englisch-franzöl ische Mar ine ab- sich vor der polnischen lleberma^t wrui^ieben kommen abgegeben haben soll, wurde im mußte. Als am Morgen die litauische Grenz- Staatsdepartement festgestellt, daß die britische wache Verstärkungen erhalten hatte und toteber Regierung in den letzten Wochen keine toei- zur Demarkationslinie vordrang, hatten sich die ttre Mitteilung über diese» Thema an die Polen zurückgezogen. Vor ihrem Rückzug hatten amerikanische Botschaft in London, oder an daS sie «inen Greirzpfahl weit in das litauische Ge- Staatedepartement gerichtet habe. Rach Smpsang biet hineingerückt. Der Pfahl wurde an d,e ter britischen Rote, die cm Resümee des In- alte Stelle gebracht.

halte» der englisch-französischen Verständigung rilO Völkerbund

enthielt, habe die amerikanische Regierung in | XUOrfCPOU FUfi uc,n 'WlterPUiiv. London Ausklarung über gewisse untlare Punkte

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