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liche Stimmung unb die fest« Lenden- der Heu» Yorker Dorf«, die sich neuerdings einftethe. tonnte sich günstig auswirken. Verschiedentlich wollte man wissen, daß sich das Ausland und die Privatkundschaft wieder etwas stärker am Ge­schäft beteiligt hätte, was dazu beitrug, dah sich die Spekulation genötigt sah, zu Rückkäufen zu schreiten, waS sich jedoch nur bet den bevorzugten Werten auSwirken formte. So waren vor allem am Kalimarkt Kali Aschersleben und Westeregeln mit je pluS 7 Prozent gefragt. Das Geschäft nahm hier zeitweise einen stürmischen Charakter an, was noch dadurch verstärkt wurde, dah sich immer größer werdender Materialmangel bemerk­bar machte, der hauptsächlich durch doS in Aus­sicht stehende günstige Dezugsrecht bei den Kali­werten hervorgerufen wurde. Auch Salzdetfurth tonnten im Einklang damit, da hier in der näch­sten Zeit eine Kapitalserhöhung vorgenommen werden soll, 3,5 Prozent gewinnen. Am Danken- markt konnten Reichsbank mit plus 0,75 Prozent, nach einer vorübergehenden starken Abschwächung, bei lebhafterem Geschäft, anziehen. Die übrigen Danken lagen dagegen vernachlässiigt und bis 3,75 Prozent schwächer. Am Montanmarkt blieb doS Geschäft durchweg klein, die Kursverluste betrugen bis zu 8 Prozent, Gelsenkirchen da­gegen konnten 1 Prozent gewinnen. Am Elektro- marlt waren AEG., Tchuckert und Siemens stärker vernachlässigt, 2.-G-Farben waren an­fangs wenig beachtet, doch konnten sich die Kurs- Verluste im Verlaufe wieder auSgleichen, da die aeplante Einführung der Farbenbonds zur amt­lichen Aotiz an der Berliner Börse anregend Wirkte, und das Geschäft bei gut behauptetem Kurs recht lebhaft wurde. Am Automarkt stan­den im Vordergrund deS Interesses Daimler, die immer gut gefragt blieben und bis 2 Prozent gewinnen konnten. Adlerwerke blieben dagegen nach ihrer kräftigen Steigerung in der vergange­nen Woche vernachlässigt und angeboten. Schwach lagen noch Zellstoff Waldhof mit minus 8 Pro­zent. Devorzugt und stark gefragt waren Deutsche Erdöl, die 9 Prozent anziehen konnten. Auch Antgerswerke waren daraufhin bis 2 Prozent ge­bessert. Am Maschinenmarkte bestand für Voigt & Häffner, die in der vergangenen Woche nur wenig umgeseht wurden, bei einem Gewinn von 15 Prozent lebhafteres Interesse. Frankfurter Maschinen konnten 3 Prozent anziehen. Am Dauunternehmungsmarkte gaben Wayß & Frey- tag bis 4,5 Prozent nach Am Rentenmarkt blieben die Umsätze begrenzt. Deutsche Anleihen lagen nur eine Kleinigkeit niedriger, während von Ausländern Zolltürken und Vagdadferien erheblich schwächer lagen. Anatolier blieben da­gegen gut behauptet. Zum Wochenschluß wurde das Geschäft sehr klein und beschränkte sich nur noch auf vereinzelte Werte, da die Meldungen über die Versuche Muller-Frankens zur Re- gierungsbildung wenig Aussicht auf Erfolg boten und geschäftshemmend wirkten Tagesgeld war zum Sah von 5 Prozent weiter flüssig. Am Devisenmarkt erfuhr London gegen Madrid mit 29,92 eine starke Abschwächung Auch Paris war etwa- angeboten und leicht abg^schwächt. Die Mark dagegen hatte wieder eine Erholung zu verzeichnen.

Wochenbericht

vom Zrankfurter produktenmarkt.

In der letzten Woche war die Stimmung am Scanffuttet Produktenmarkt weiter lustlos, 1 die schwächeren AuSlandnotierungen bei den Händlern größere Zurückhaltung auslösten. DaS Geschäft bewegte sich in kleinem Rahmen und beschränkte sich im wesentlichen nur auf ein­zelne Getreidesorten. Roggen blieb in der Preisgestaltung von den schwächeren Holicrungcn l deS Auslandes ganz unberührt, da sich hierin »etwa- Deckungsbegehr von feiten des Exports * bemerkbar machte: auch daS Angebot in Roggen 7 pon Inlandsei te war sehr klein. Weizen da­gegen war billiger angeboten, dem jedoch kaum Nachfrage gegenüberftanb. Ungünstig beeinflußt wurde Der Markt durch die schlechte Ver­fassung des Mehlgeschäftes. Besonders Weizenmehl war stark vernachlässigt und von der zweiten Hand sehr stark angeboten. Rog - gen mehl hatte im Einklang damit einen größeren Verlust aufzuweisen. Aus diesen Grün­den bekundeten die Mühlen ebenfalls starke Zu­rückhaltung, und nahmen nur in den dringendsten Fällen Deckungen vor. Am Futtermittel- markt war Mais für Futterzwecke, da schein­bar die Landwirtschaft mit Futtermittln ge­nügend eingedeckt zu fein scheint, stark vernach­lässigt, was vielleicht auch mit den Sommer­monaten in Zusammenhang zu bringen ist In Mais für andere Zwecke zeigte dagegen die Industrie vereinzelt Bedarf, aber auch das Ange­bot aus der Provinz blieb Nein, so daß sich der Preis hierfür gut behaupten konnte. Auch Rog-

Igenfteie war bei kleinen Umsätzen eher etwas schwächer. Om allgemeinen konnten sich di« schwachen Auslandnotierungen nicht besonders auswirken und die Grundtendenz blieb ziem­lich widerstandsfähig, was aber scheinbar noch mit dem geringen Angebot in Verbindung zu bringen ist. Auch das kleine Geschäft lieh ein weiteres Sinken der Preise nicht zu, da sich zum Wochenschluh an den überseeischen Märkten eine allgemeine Erholung der Tendenz durch­setzen konnte. Tic Stimmung wurde etwas freund­licher das Geschäft blieb jedoch klein, da die Händler weiter vorsichtig find Die Unterneh­mungslust der Mühlen und des Konsums blieb nach wie vor gering. Für Weizenmehl machte sich etwas mehr Interesse bemerkbar.

3m Vergleich zu den Rotierungen der Der- gangenen Woche gaben Weizen 0,25 Ml.. MaiS für Futterzwecke 0.50. Hafer 0.25, Weizenmehl 0,75. Roggenmehl 0,50 und Weizenkleie 0.10 Mk. im Preise nach. Dagegen konnten sich Rog­gen. Mais für andere Zwecke und Roggenkieie gut behaupten. Die Woche schloß zu folgenden -Kotierungen: Weizen 26.50 Mk.. Roggen 28,50. Haler 27.5028,25 Mais für Futterzwecke 24.50. Mais für andere Zwecke 25. Weizenmehl 36,75 bis 37,25, Roggenmehl 38.75 39,25. Weizenkleie 1414,15, Roggenkleie 16,50 Mark.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt. Am Frankfurter Schlachtoiehmarkt war die Hal­tung in der verflossenen Woche ruhig. Der 'An­trieb genügte den Änforderimgen, es verblieb sogar noch an den einzelnen Märkten Ueberstand. Obwohl der Auftrieb in Schweinen kleiner war, verblieb ein größerer Ueberstand. Am Hauptmarkt waren Rinder lebhafter gehandelt. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1381 Rindern, darunter befanden sich 246 Ochsen, 68 Bullen, 626 Kühe, 330 Färsen, ferner 1777 Kälber, 150 Schafe und 5304 Schweine. Im Vergleich zum Auftrieb der vergangenen Woche waren 180 minder, 23 Schafe und 1000 Schweine weniger angetrieben, während 50 Kälber mehr zum Verkauf standen. Bezahlt wurde pro Zentner Le­bendgewicht: Ochsen A l 60 bis 64, II 55 bis 59, B I 51 bis 54, II 45 bis 50; Bullen A 55 bis 57, B 50 bis 54. Kühe A 48 bis 52, B 42 bis 47,

C 37 bis 41, E 25 bis 36; Färsen A 61 bis 63,

B 57 bis 60. C 52 bis 56; Kälber B 75 bis 79,

B 70 bis 74, D 60 bis 69; Schafe wurden infolge

des geringen Antriebes an den beiden Markttagen nicht notiert; Schweine B 66 dis 70, C 68 bis 72, D 6.7 bis 71, E 60 bis 65 Marl.

Im Vergleich zu den Notierungen der ver- gangenen Woche zogen Rinder bis 2 Mark an; Kälber waren bis zu 3 Mark billiger; Schweine erfuhren eine Steigerung von 6 Mark.

* Allgemeine Elektrizitäts-Ge­sellschaft. In der gestrigen Aufsichtsrats­sitzung der Ql($® berichtete dir Direktion über die ab gelaufene erste Hälfte des am 30. Septem­ber endenden Geschäftsjahres. Der Beschäfti­gungsgrad wurde als befriedigend bezeichnet. Der Auftragsbestand ist gut.

Si ebenprozentige Gvldpfand- briefe bet Frankfurter Hypotheken­bank. Die Bankfirmen Mendelssohn & &o und Pierson & Go. zu Amsterdam unb R. Mees en Zonen zu Rotterdam werden am 28. Juni einen Betrag von 4 Millionen Mark siebenprozentige hypothekarisch gesicherte Goldpfanbbriese der Frankfurter Hypothekenbank zu Frankfurt a. M. zum Kurse von 96,5 Prozent Amsterdamer Usance zur Zeichnung auflegen.

* D i e Preußische Central-Boden- kredit-A G. zu Berlin legt, wie aus dem Heu tigen Anzeigenteil ersichtlich, bis zum 14. Juli d. I. 8 000 000 Goldnmrk 8-o.H.-Central>Goldpfandbriefc vom Jahre 1927 zur öffentlichen Zeichnung auf. Diese bilden einen Teilbetrag der neuen Emission, die an den Börse von Berlin und auch in Frank­furt a M, Hamburg, Köln und Leipzig bereits amtlich notiert wird. Letzthin war der Börsenkurs 98,50 v H. Der Prospekt gibt an, daß das ein gezahlte Grundkapital der Gesellschaft 18 200 000 Reichsmark betragt und am 31. März 1928 ein Be­stand von 223 608 937 Goldmark erworbene Hypo­theken vorhanden war, wogegen 221 022 065 Gold­mark Central-Pfandbriefe sich im Umlauf befinden.

* 6 i n Draunkohlengaswerk für die Stadt Kassel. Dis Braunkohlengas G. m. b. H. in Berlin und die Stadt Kassel haben einen Vertrag abgeschlossen, nach dem ein vollständiges Braunkohlcngaswerk errichtet wird. Hm die Ar­beiten so zu fördern, dah die wirtschaftliche Aus­wertung möglichst bald Tatsache wird, hat sich die Dubiag mit der Stettiner Chamotte-Fabrik A. G. vorm. Didier in Berlin und Dr E. Otto & (So., in Bochum zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen, der auch die Deutsche Erdöl

A.-G. beigetreten ist. Die Firmen Huben dann als gemeinsames Organ die Braunkohlengas G. m. b. H. gegründet. Die Braunkohlengasanlage ist die erste Anlage, die vollkommen auf dieBraun- koblengaSerzeugung abgestellt ist. Mit dem Bau ist begonnen; die Inbetriebsetzung soll noch in birtem Jahr erfolgen.

«Frankfurter Börse.

Berlin, 23. Juni. Nachdem die Tendenz gestern gegen Schluß der Börse und abends in Frankfurt lebhafte Bewegung gehabt hatte, war es zum heu­tigen VormiNagsverkehr und zum offiziellen Be­ginn eher wieder freundlicher. Ein Grund hierfür war eigentlich nicht erkennbar. Neuyork war zwar nach einem uneinheitlichen Verlaufe erhöht, aber sonst lagen irgendwelche anregende Momente nicht vor. Daß die Löwenstein-Anleihe perfekt ist, mar gestern schon bekannt, und die Meldungen über die Regierungsbildung und die Zustände auf dem Bal­kan waren eher Unsicherheitsfaktoren. Das Geschäft war heute gleich Null. Die Geschäftslosigkeit be- wirkte, daß ein größerer Teil der Papiere zu den ersten Kursen nicht notiert waren. Sobald eine No­tierung zustande kam, lag sie auf gestrigem Kurs- Niveau Rückgänge von mehr als 3 v. H. hatten selbst die schweren Papiere nicht aufzuweisen. (Kali- werte hatten 2 bis 3 o. H. und flunftfelberoerte etwa 3 o. H. verloren.> Siemens eröffneten 2 n. H. höher, im Zusammenhang mit der Gründung einer Unter« gesellsä)aft der Photomaton-Corporation in London. Wie immer an Börsen, wenn etwas perfekt gewor­den ist, was taadang eine Anregung bot, hatte heute das Interesse für die gestern vom Reichsrat zum Terminverkehr genehmigten Papiere nachge­lassen. Deutsche Anleihen behauptet. Ausländer ge­schäftslos. Anatolier etwas gesucht. Dagegen Bos­nier im Verlaufe 0,50 bis 0,25 v. H. schwächer im Zusammenhang mit den Balkanunruhen. Der Pfand­briefmarkt lag unübersichtlich. Roggenpfandbriefe eher wieder fester. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld 6 bis 7,5 v. H., aber etwas knapper. Der heute von den Banken festgesetzte Satz für Report- gefb durfte kaum eine Aenderung erfahren. Im Ver laufe schrumpfte das Geschäft, wenn das überhaupt noch möglich mar. weiter zusammen. Die Kurse bröckelten zumeist etwa 1 v. H. ab. Ziemlich lebhaft und widerstandsfähig lag nur der Farbenmarkt

Berliner Börse.

Frankfurt a. M... 23. Juni. Tendenz: ge- schäftslos. Die im vorbörslichen Verkehr beste­hende freundlichere Stimmung konnte sich aus An­laß der immer noch ungeklärten Lage in der Reaie- rungsbilbung nicht lange halten. Zu Beginn des offiziellen Verkehrs machte sich wieder eine größere Unsicherheit und Lustlosigkeit bemerk­bar. Da auch die Beteiligung des Auslandes und der Bankenkundschaft weiter klein war, kamen Um fätze nur In einzelnen Spezialpapieren zustande, die aber nur zeitweise etwas lebhafteres Geschäft hatten. Da auch Gerüchte von einer Erhöhung des Reportgeldsatzes bekannt wurden, schritt die Spekii lalion zu Abgaben. Das herauskoinrnende Material das nur zögernd ausgenommen wurde, erlitt zumeist Kursverluste bis zu 1 v. H. Die feste Haltung zum Schluß der gestrigen Neuyorker Börse und die wei­tere Besserung in der deutschen Außenhandelsbilanz regten dagegen etwas an, und der Grundton der Dürfe war im Zusammenhang damit ziemlich wider­standsfähig, so daß in einigen Werten verschiedent­lich kleine Kurserhöhungen zu verzeichnen waren. Am Bankenmarkt waren Reichsbank mit minus 3,5 vom H. stärker angeboten. Commerzbank blieben dagegen gut behauptet. Am Schiffahrtsmarkt be­stand einiges Interesse für Hapag, die 0,50 v. H. ge­winnen konnten, mährend Nordlloyd mit minus 0,75 v. H. vernachlässigt waren. Etwas bevorzugt waren am Montanmarkt Gelsenkirchen mit plus 0,50 vom H. und Rheinstahl mit plus 0,25 v. H. Arn Chemiemarkt konnten I.-G.-Farben 0,75 v. H. unb Scheideanstalt 0,25 v. H. anziehen.. Am Markte der Elektrowerte waren Schuckert und Chade-Aktien gut behauptet, Licht & Kraft dagegen 0,50 o. H. er­höht. Vermehrtes Interesse bestand noch für Zement Heidelberg mit plus 1 v. H. Am Rentenmarkt kamen Umsätze kaum zustande. Ausländer eher etwas schwächer. Im Verlaufe wurde die Börse völlig leb­los; Umsätze kamen kaum noch zustande. Die Kurse blieben im allgemeinen gut behauptet. Rur Sie­mens konnten eine Kleinigkeit anziehen. Der Satz für Tagesgeld wurde auf 5,25 v. H. ermäßigt. Am Devisenmarkt war die Haltung unverändert. Man nannte Reichsmark gegen Dollar 4,1850, gegen Pfund 20,412, London gegen Kabel 4 1780, Paris 124,19, Madrid 29,52, Mailand 92,78, Holland 12,1013.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 22. Juni. Der festere Schluß der über­seeischen Terminbörsen und die Erhöhung her No­tierungen in Liverpool gaben dem hiesigen Markte ein festeres Gepräge, zumal das herrschende ungün­

stige Wetter Befürchtungen wegen em er wetteren Verzögerung der (Ernte aufkommen läßt. Rach längerer Zeil war heute der kanadische jarmerpool mit Weizenoffenen wieder im Markte, die Forde- rungen entsprechen etwa denen der freien Ablader, die gegenüber gestern erhöht waren. Auch Plata- weizen wurde zu etwas höheren Preisen offeriert. Inlandangebot von Weizen zurückhaltender bei etwa 2 Mark höheren Forderungen, Kauflust jedoch werter ziemlich gering. Roggen vom Auslande zu etwa gestrigen Preisen angeboten, Offertenmaterial ron SnlanDroggen knapp, in der Hauptsache weiter ilauf- Interesse von Prooinzmühlen zu beobachten. Am Lie- ferungsmarfte wirkte sich vor allem der festere ©er­lauf Liverpools in einem Anziehen der Weizen preise aus/ Roggen zeigte nur geringfügige Preisoerönde- rung. Mchlgcfchäft bei gestrigen Preisen ruhig. Haferangebot ist sehr klein geworden, höhere For­derungen werden, wenn auch zögernd, bewilligt. Rege Nachfrage macht sich für Futterweizen geltend, für den frei Berlin 258 bis 260 Mark erzielt werden Es wurden notiert (1000 kg): Weizen, märkischer (74-kg hl (Beroidjt, östliche Stationen über Notiz), 251 bis 253 Mark, Juli 268 dis 268,75 bis 268,25, September 264,50, Oktober 265 (fester): Roggen, märkischer (69,5-lcx Hi-Gewicht, östliche Stationen über Notiz), 270 bis 272, Juli 268, öe^fember 251, Oktober 251,25 (stetig); Sommergerste 245 bis 265 (ruhig); Hafer, märkischer, 253 bis 263, Juli 259 bis 259,50 (Geld fester): zollbegünstigter Futtermais 240 bis 242 (stetig); (100 kg): Weizenmehl 31,25 bis 35,50 (etwas fester); Roggenmehl 35,25 bis 38,25 (behauptet); Weizenkleie 16 (still); Weizenkleie- melaffc 16,75 bis 17,25; Roggenkieie 18 bis 18,25 (stetig), Viktoriaerbsen 50 bis 62.

Kunst und Wissenschaft.

Interessante Junbe in Kloster Lorsch.

Die Ausgrabungen im Kloster Lorsch haben m den letzten Wochen die lang gesuchten Entscheidun­gen gebracht unb die Baugeschichke der berühmten Kirche geklärt. Wie Professor Dr. Fr. Behm mit­teilt, hat man in der Michaeliskapelle auf dem un­tersten Putz interessante Wandmalereien aus der Karolingerzeit entdeckt, eine im oberen Geschoß an allen vier Wänden umlaufende Schein- " Architektur aus jonischen Säulen auf einem hohen Sockel aus quadratischen Feldern. Regelmäßig mech. seit eine blaue mit einer roten Säule ab. lieber der Tür im südlichen Treppenturm ist eine Inschrift entdeckt worden, aber noch nicht entziffert. Die Wandmalerei steht ohne Vergleich und verdient größtes Interesse. Die Untersuchungen der Kirche selbst ergaben sehr interessante Aufschlüße. Am Glockenturm wurden die in Deutschland höchst fei- tenen freistehenden Campanile und Batistenen für damalige Taufzwecke entdeckt. Weiter ergab sich aus den Ausgrabungen, dah die um 774 erbaute karo­lingische Kirche die gleiche Frontlösung wie die ffl- banskirche in Mainz besitzt. In großer Tiefe fanden sich unter der weiter östlich stehenden kleinen Kirche mit halbrunder Apsis prachtvolle Quadern und ein Stück der Grundmauer, wohl der ehemaligen Krypta. Oestlich der Apsis stieß die Ausgrabung in den letz­ten Tagen auf ungeheure Mengen von karolin­gischer Stuck malerei in leuchtend bunten Farben, geometrische Muster, Darstellungen van Pflanzen und vor allem bedeutende Reste figürlicher Darstellung. Der Wert dieser Zeugen frühester Bildkunst auf dem Boden unserer Heimat ist un- schätzbar. Es spricht alles dafür, daß hier die Ecclesia varia, die ..Bunte Kirche" gefunden wurde, die 822 als Gruftkirche des oftfarolingi- scheu Königshauses erbaut wurde, die damals durch ihren bunten, ungewohnten Schmuck allgemeines Aufsehen erregte. Hier war der gegebene Platz für die Sarkophage der Fürstlichkeiten, von denen man um 1800 noch eine ganze Anzahl steinerner Särge gefunden hat.

Hochschulnachrichten.

Danziger Schulungstagung der Deutschen Lands- Mannschaft.

Die Deutsche Landsmannschaft, die zu Psingsten in Eoburg ihr 60 ja fori ge8 Bestehen als Verband feierte, plant im Juli eine großangelegte Schu­lungstagung in Danzig. Die Tagung wird sich namentlich mit Fragen des Grenz- und Au»- landdeulschtums. insonderheit deS OftenS. sowie der Hochschulpolitik befassen, deren Erörterung angesichts des Ende Juli in Danzig stattsindenden Studententages eine befonbere Bedeutung ge­winnt. Aus dein Programm find besonders der Vortrag des deutschen FraktionSsübrerS im polni­schen Sejm, Landrats a. D. Dr. Raumann über Das Deutschtum im Gebiet des polnischen Staate« and die Pflichten des deutschen Landsmannlchaf- ters gegen daS ausländische VolkStum' .sowie eine Grenzlandwanderung durch da- Gebiet der bedrängten deutschen Ostmark zu nennen.

Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Hohe der zuletzt beschtostenen Dividend« an. Reichsvanldiskont 7 Prozent, LombardzmSfuß 8 Prozent.

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