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Aus der Provinziashauptfiad^
Gießen, ben 23. 3uni 1928.
Dämpfungen.
Don Reinhold Scann.
Dir !warnen all« aul bei großen Dell und ihrer Dächte Überresten! Licht und tuchen Duntelhett Das uns gebricht, iß Schalt.ntiefe rote bet Wald lic HU.
Jnta von Datzdors-B»-choft.
Dun hängt bi« t^eimglürflaiem« vor ber Türe unlcte* Itetnen Äaulef, oltväteklich anftcimelnb. *ai Licht mit einer leinen Gedänpftheit fpcn- ßmb. Cie verfinndildlicht das Trauft-une un- rerei Hilligenleis. Die L'iebfte schrnkte sie mit s_;n öeburtel g D tum Ift fic mir doppelt Werl $o grüben mich Li.be und ®lüd
Kürzlich tarn ich von einer metner Da oder, ebnen du.ch deutsches Land Heun. Die Liebste tu le. toinn ung.-ähr in bet Dacht ich daheim 'ein könnte. Cie stand um jene Stunde auf und chattete bas Licht der Laterne ein. damit es eich grüb< wenn ich ben Wez heran'käme Dar rtr bas eine Freude, als ich das seine Licht rblidte. Die ganze Wohligkeit me nc6 Heim» VÜdS rann durch mich.
Die Laterne schien mir gleichsam yi künden: Hier kommst du wieder zur Duhe. 6ter fannft u wieder einsinken in die ®naben gedämpfter SlunbenT Wahrend ich dies schreibe, laßen mir vuei Abend« aus einer der testen Fahrten ein. ier eine Ueberblenbete tteppigkcll eines reichen Haulcs, bte Dülte des Abenb» sormvolllte Leusterlichkeit. entsprechend den Gastgebern. Es 16a etwas hartes, Geschraubtes in den Stunden. Blendung flutete allenthalben. Schrie ohne Rrrn war Iriumtb Und dann der andere Abend Ge
mütlich bescheidenes Eigenheim, wahre Wenlchen- qemeinsamkeit. durch zarten Lampenschirm schenkte ii) beruhigendes Licht. O diese tiefe Stunde Jeik# Dort voller HerzenscchtheU. behutsam qdcb nlt. unbewußt behutsam wie eine reise, 4öne Frucht. GebümpUheit walte:«, darum 'chenkte sich lebte, segnende Diese, bte das Drelle
I scheut 3a. es iß ein Wunder um die Dämpfung ic zartesten Schwingungen werden fühl- und hörbar.
Menschen. die an Waldquellen brüllen und ichchheien. find zu bedauern. Die Melodie jeder ITiefe will schweigend ober behutsamen Deiens voll gen off en werden. Menschen aber, die noch He Dämpfungen lieben und um die Äunft ringen. ■ fit immer wertvoller zu gestalten, wissen um ten wahren Deicht um. 3e leerer einer wirb, hefte mehr liebt er das Drelle. Ueberbuntc, baib<*Saitk
Dte reine Triebhaftigkeit schreit förmlich nach Deteung Gelockt will sie werden Schrillheit :6a ist immer noch das Zeichen jeher un- ■ ichöpferilchen aelft- und seelenarmen Zeit ge- »<1en. Virtuosität bet Uebcrlteigetung steht am ochsten im Jtur* auf allen Gebieten Sinnlosig- - feilen machen sich am besten bezahlt!
Ls gilt, tatsächlich einen täglichen Kampf aegen das alles zu führen, um nicht selbst ein Opfer ter alles zeig teilenden Zeit zu werden. Degen- levichtserschrinungen im eigenen Leben tun not, irr stark, gesund, schaffen-froh zu bleiben, um ichl dem Sinn feines Lebens untreu zu werden. | Dämpfungen zu erleben, ist geradezu eine mebi- Nische Angelegenheit! Denn Dämpfungen bedeuten heute Medizin für Körper. Deist und «elel Laßt einmal bte Brandungen hinter euch! Selb einmal bte Einfalt frommer Daldkapellen!"
"Geltet euch mit ganzer Seele in die Dohligkeit ti»es echten, bas Feine und Tiefe liebenden Ellenschenkveifes. Duht aus in den Behutsamkeiten (dknbiget Kunst. Lernt wieder bte Andacht in firrein leben-ökonomifckcn Dort erkennen. Baut IBän«, hinter denen der Friede wohnt uni) die tret beit der Seele. Lieb« und Traum, und wo bt gütet das Land der starken, reinen Quellen!
Tapferkeit müht ihr immer wieder holen... 1* diesem Lande hinter den Wällen! Unb mor- jct wieder mutig in die Brandung!
Vas Glockenspiel.
ii» war in einer Drotzstabt des DHeinlandes. Da iil’e um die Mittagszeit in der verkehrsreichsten ttrabe einen Menfchenauflauf. Darum? Ein Uhr- nocher hatte an feinem Hause — neben der großen leflameubr — ein Glockenspiel anbringen afen. Kurz vor zwölf Uhr standen nun dort Lcharcn von Menschen und schauten hinaus nach dem hrnise: Marktfrauen mit ihren leeren Korden, La- leimadchen, eilige Hausfrauen, Briefträger, Kauf- «Ute, Dienstmädchen, daneben und dajwiichen viel linber und ganz alte Leute Bl» bann die Zeiger rxl Zwölf standen, wurde e» ganz still auf der sonst r lebhaften Kratze. In wohlklingenden Akkorden irfänten die Glocken und Glöcklein und zeigten die kicktagszeit an. Dann aber folgte ein Volkslied ,8eb Heimatland', zwei Strophen ... Me standen rtr in der Kirche ...
Der letzte Ton war verhallt, das Stimmengewirr wieder ein, Stufe wurden laut, und bald hatte let Lärm des Alltags wieder alte umfangen.
Nachdenklich fetzte ich meinen Weg fort. War'» ur Neugier, die die Menschen dort auf einige lugenblirfe stillstehen lieh, ober war's doch mehr? In den folgenden Tagen konnte ich dasselbe Schau- rtel erleben, wieder viele, viele Menschen. E» rurbe dasselbe Lieb gelpiell.
€♦ ist doch merkwürdig, bah sich Menschen der lrohstodt, die heute Radio, Grammophon und alle» i ö,stiche haben, minutenlang hinstellen, um ein ein- ishe» Dolksliedchen zu hören. Za, es ist nicht nur 1 »jgler, e» ist die Sehnsucht nach einem Augenblick rerer Sammlung, innerer Andacht. Eine innere •c mme — vielleicht unbewußt — ruft: „Steh und terchef
tiefes Glockenspiel in der Grohstadt gleicht einem lt cpunh in dem rastlosen Auf und Ab des tag- if n Leden». Denn es auch nur für kurze Zeit ist, Ic Menschen brauchen einmal eine solche :r mme, die die Hetzjagd der Stadt übertönt Das i»i mir das Glockenspiel gezeigt.
Sein Klang kam sozusagen aus einer anderen tklt. In diesem Häusermeer, fern vom rauschenden Selbe, der Ruhe der Heide und der Unendlichkeit «s Meere», verlangt das menschliche Herz nach nntrer Sammlung, nach einem Augenblick der An tccht. Ich bin überzeugt, baß das kleine Volkslied .Lied Heimatland" vielen eine Freude bereitet hat, tefe aber die reinen Glockentöne noch lange nach ■üttrn und so mit helfen, über bte Alltäglichkeit hin- 3ij wieder etwas aufzuatmen und nach innen zu irrten. Gerade der Klang der Glocken stimmt ja h; Menschen zu andächtigem Lauschen, und manches Mnnerungsbllb aus fernen Tagen wird bei solchen längen in unserer Seele lebendig. Seien es freudige t« traurige Stunden gewesen, die Glocken haben
m tgriunfen, in Freud' gefubelt oder im Seid er- schüUert
Wohl dem. der von Zeit zu Zett diese fernen Glockentöne vernimmt Mf
Beisetzung der $rou Stadtverordneten
Biermann.
Gestern nachmittag wurde auf dem Denen Frtedhof bte Kcrbl'He -Lite der Stadtverordneten Frau iimma Bi er m an n. geb. Dem- bürg, zur stillen Duhe gebettet.
Pfarrer Bechtolsheimer legte feiner ge- daokenveichen Grabrede das Dori aus dem 4o- los erbries zu Grunde .Dlleö. was ihr tut in Dorten oder in Werken, da» tut im Damen des Herrn 3efu, und bautet Gott und dem Tater durch ihn." Er schilderte, wie die tief- religiöse Frau alle ihre guten Taten in der Stille vollbrachte, einem inneren Zuge folgend, ohne auf Dani und Anerkennung von auhen zu rechnen. Das Bewuhtsein, recht zu tun oder getan zu haben, war ihr innere Befriedigung genug. 3n ihrer Ehr hatte Ne veiles Samihcn- glöck gefunden, aber schwere Lchicksalsschlüge waren chr auch nicht er!pari geblieben. Sie sah den teuren (hatten ins Grab 'inten, und einen hollnungsvollen Sohn op'erte Ne auf dem Altar des Daterlandes. Als nach dem Krieg« bte veränderten Berhältniste den grauen das passive Wahlrecht verliehen, mürbe sie in bte Stadt- verordnetenversammlung berufen und wirkte mit reger Anteilnahme mit an den sozialen Aufgaben der Stadt.
3m Damen der Stadtverwaltung und der Ltadtoerordnetenveriammlung legte Oberbürger* meister Dr. Keller zwei Kränze nieder. Er danll« un Damen der Stadt der Verstorbenen für ihre erfolgreiche Mitarbeit hn Thealeraus- 'chuh. der Dohlfahrtsdrputation und dem Kuratorium der Ltudienanftalt. Kreisschulrat Fischer sprach im Damen der demokratischen Stadtverordneienfraktion und der Demokratischen Partei. Er hob hervor, daß die Derblichen« nahezu ein Jahrzehnt In vorbildlicher Weise in der Fraktion mitgearbeitet habe. Zu bewundern an chr war, dah fte, die au- den ersten Kreisen der Deichshauptstadt hervorgegangen war, einen freiheitlichen Desenszug mitbrachte und ein tiefes, soziales Verständnis und Derant- wvriungsgefühl zeigte, baS ihr bei allen Anre- gunaen und Abstimmungen stets den rechten Weg gezewt habe. Zum Dank und als Anerkennung für ihre treue Mitarbeit legte er einen Kran§ in den Deichsiarben nieder und versicherte, daß ihr Andenken bei der Demokratischen Partei unvergeßlich fei. Auch Vie sozialdemokratische Stadtverordnetenfraktion ebne das Andenken der liebenswürdigen und sszialdenkenden Frau durch eine Kranzspende. Ebenso ließ der QUIgcmeine Deutsch« Frauenverein, dessen Mitglied und eifrige Förderin die Verstorbene war, ihr zu Ehren einen Kran» niederlegen und durch Frau Bürgermeister Dr. Selb ihr Dank und Anerkennung aussprechen.
Gchubert-Abend der Frauengruppe der Deutschen Bolkspartei.
Die Frauengruppe der Deutschen Bolkspartei hatte ihre Mitalteber unb Freunde gestern zu einem Schubert gewidmeten Abend in ben Singsaal des Realgymnasiums empdaben. Der starke Besuch bewies, daß die Absicht her Veranstalterin, sich an einem Abenb einmal von der Politik sreizumochen, um nur der Muse zu huldigen, zum (Erfolg führte. Die statistische Feststellung, die Professor Kraus- müll er in seinem Schlußwort machte unb wonach im Verhältnis zur Große be» Saales mehr Zuhörer anwesend seien, al» in ber Wahlversammlung im Täte Leib, kann diese Ansicht nur bestätigen.
Line große Anzahl von Mitwirkenden hatte sich in liebenswürdiaer Weile mit ihrem Können zur Verfügung gestellt, unb so konnte ber Abenb einen wohlgelungenen verlaus nehmen. Der 23. Psalm für vier Frauenstimmen eröffnete bte Bortragsfolge. Der mit Klavierbegleitung fingenbe Chor bestand au» etwa 15 Mitgliedern der Frauengruppe. Dieser Auswkt war bereit» eine achtbare Leistung. Es wurde gut ausgesprochen und rein intoniert, auch an ben schwierigsten Stellen. Al» zweites kam ber Zweite Satz aus dem B-Dur - Trio zum Vortrag. Herr Dinge(bet) (Violine), Herr Richter (Ria. vier) unb Herr Birnbaum (Cello) zeigten sich Ihrer Aufgabe sehr gut gewachsen. Die langen Gesangsstellen bes Cellos wurden mit schöner Tongebung unb feinem Empfinden gebracht, tzm An- schluß daran lang Frau Müller..Leutert drei Lieder („Fischerweite". ..Trockene Blumen" und ^Liebeslauschen"), sehr mustkalisch unb ausgeglichen im Vortrag. Die anfangs etwas kräftige Begleitung ließ manche Feinheit nicht immer voll zur Geltung kommen. Dann spielte Frau Dr. Fischer (Klavier) bte B-Dur-Variationen. Dies war vom technischen unb musikalischen Stanbpunkt aus eine sehr gute Leistung. Frau Fischer wußte jebe Variation in fein, fühlender Weise zu charakterifieren. unb e» gelang chr besonder» die Steigerung in der V. Variation unb der leise verklingende lieber gang zum Thema. Dberftubienbkeltor Baur vermochte durch die reife Wiedergabe von „Wegweiser", ..Ständchen" unb „Die Forelle" ebenfalls recht verdienten Beifall zu ernlen. Al» nächstes lang Frau Echudt ben Sreilengesang" unb „Sarujmeb". Dieser wirklich nicht leichten Aufgabe wurde sie voll und ganz gerecht. Ihr Vortrag trägt den Stempel oornebmer Auffassung, unb ihr sehr trag'ähiges Organ läßt fte alle Schwierigkeiten mühelos überwinden. Zum Schluß fernen bann noch zwei Polonaisen für Ria- vier vierhönbig (Frau Cläre Schlesier-Alt- mann und Frau Dr. Fischer) zu Gehör. Beide Damen konnten dem scharfen Rhythmus unb Schwung einerseits unb der weitgelchwungenen Schubenichen Rantilcne andererseits beredten Ausdruck verleihen. Ein au»gezeichneter Ausklang.
Als Begleiter der Gefänp- betätigten sich Frau Luley, Frau Professor Bolos f und grau Schlesier-Altmann, alle mit durchweg feiner Empfindung unb guter Anpassungsfähigkeit. Der nach jeder Nummer sehr starke Beifall bewies die dankbare Anerkennung ber wirklich guten Leistungen. Frau ÄfillerwSeutert sowie Frau Schudt wurden zu j« einer Zugabe genötigt. Die gefagt: Ein erfolgreicher Abend.
Gtctzcner ELochcnmarktpreise
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butt« Pfd. 1.30; Matte 30 bis 35; Käse 60 bis 1,40; Wirsing 17 bi» 20: Weißkraut 17 bis 20; gelbe Düben 15 bis 40: Stinat 30; Dbmrich- kohl 20; Srccgd 70 bis 1 20; Srb'en 40 b:8 50: Mi'chgemü'e 20; Tomaten 80 bis 1.20; Zwiebeln 18 bis 20; Rhabarber 20: Kartoffeln 5 bis 6; Aopset 35 bis 60: Kiriche-. 50 bis 80- Heidelbeeren 90: Stachelbeeren 25 bis 30: Erdbeeren 80 bis 1.20: junge Höhnen 1.00 bis 1.20: Suppenhühner 1,00 bis 1,20; Eier Stück 12 bis 13;
Blum«rkohi 30 b<s 1.20; Mat 5 brs 10: Salat» guderi 30 bis 70: Ober-Kohlrabi 10 bs 15; Dettich 10 ba 20; Aad^schcn Bund 10 bis 15.
tairn für Louutag. 24 3unt.
Sonnenaufgang 3.44 Uhr, Sonnenuntergang 30.20 Uhr — Mondaufgang 11.16 Uhr, Monduntergang 0Ü8 Uhr
1226: Kaiser Friedrich II. auf dem fünften Kreuz zug. im (Befolge 'hkiUbcr von Der vogciweide. — 1777: der Entdecker be» mognet.sch«n -tordpoi», John Koß. in Wintownshire geboren (gestorven 1856). — 1922. ber Minister Walther Kathenau in Berlin ermordet (geboren 1867)
Taten für Montag, 25. 3unt
Sonnenaufgang 3.44 Ubr^Son ne nunter gang 20 20 Uhr — Mondausgang 12 27 Uhr, Monduntergang U23 Uhr.
1530. Verlesung ber Augsburgischen Konfession auf dem Reichstage zu Augsburg; — 1822 der Dichter E 1. A. Hoffmann in Berlin gestorben (g-- Horen 1776); — 1842: der Dichter Heinrich Seibel tu Berlin in Mecklendura geboren (gestorben 1906); S64: der Physiker ®altrr Nernst In Briefen geboren: — 1904: der Dichter Wllhelm Jordan in Frankfurt a M gestorben (geboren 1819), — 1912: der Maler Lawrence Alma Tabema In Wiesbaden gtftorben (geboren 1836); — 1926: ber Staatsrecht»- lehrer Eduard Kofent Hal tn Jena gestorben (geboren 1854).
Voraotizeu.
— Tageskalender für Samstag. Ober» hessischer Gelchichtsoerein. 50-Iahrseier, 8.15 Uhr, icsellige» Beisammenfein im .^Hindenburg". — Erste leich»kurzfchrlftaesellschast „(Babelsberger' und Da- menableilung Gießen: 8.30 Uhr Deretnsabend tn der „Stadt Cid)'. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Da» Erwachen de» Weide»'. —Astoria-Lichtspiele: „Der UebcrfaU in der Silberlchlucht .
— Tageskalender für Sonntag. Ober- hessischer Geschichtsoerein: 50 Zahrseier, 10 Uhr vormittags, Besuch de» Museum» Im Allen Schloß. 3 Uhr: Ausflug nach dem Schiffenberg. Treffpunkt Universität» Bibliothek. — Rcich»bund der Kriegsbeschädigten unb Kriegerhinterbliebenen: öffentliche Versammlung, 3 Uhr, „Llebigshohe". — Wassersport- verein „Hellas" Gießen: Regatta be» Sübdeulfchen Rudkrverbandes, 9.50 unb S Uhr Hauptrennen. — Evangelische Stabtmfssion: Christliches Daibfest, 3 Uhr, Laibhütte, Licher Straße. — Lichtspielhaus, Bahnhofftraße: „Das Erwachen bee Dteide» . — Astoria-Lichtspiele. „Der U«verfall in ber Silberschlucht".
— Wartburg-Derein. Wi« aNjährlich, macht der Dartbulg-Veretn am öontuagnad)' mittag seinen Familienfpazlergang nach Annerod. Darbietungen der Äugend und Spiel der Kinder werden dort den Teilnedmern viel Freude bereiten. (Siehe heutige Anzeige.)
*• Der 8 re i»tag bee flreife» Gießen wirb sich in seiner orbentlichen Sitzung am 30. Zuni, vormittag» 10 Uhr im Regierungsgedäube zu Gießen beginnenb, mit folaenber Tagesorbnung bt> fchaftigen: 1. Diensteinweisung eine» Krei»1ag«mit- giiede». 2. Rechnung der Kreiskasie unb Verwaltungsbericht be» flreteausfchusfe» für Rj. 1926. S. Voranschlag des Kreise» Gießen für Rj. 1928. 4 Tätigkeitsbericht ber Bezirksfürsorgestelle unb de» Rreisfugenbamle» für Rj. 1927 unb Bericht bes Schularztes für 1927. 5. Erhebuna einer allgemeinen Wertzuwachssteuer in ben felbftdnbigen Gemarkungen für ben Kreis Gießen; hier: terlafo einer Kreis- fahung
Die Stadt a lS Erbe. Von dem ver- ewigten Dewerberat 121. Dr. Spruck hrt di« Stadt Gießen außer dem gestern bereits gemeldeten 2)ermächtni- von Kunstgegenständen noch einen Grundbesitz tm Umfang von etwa 7 Morgen als Erbteil erhalten. Die Aecker liegen zwischen dem Pbilofophenwald und derMarburger Straße, sie stellen die früheren Universitätsversuchsselder im Wtesecktal bar.
OberhessischeS Schwurgericht. Das Schwurgericht her Provinz Oberhes^en hält in der nächsten Woche in Dießen wiederum Sitzungen ab. Am Dienstag, 26. 3uni, wird gegen Ioh. Zeintnger von Dießen wegen Meineids verhandelt. AnklagevertreterStaatSanwalt Fischer, Verteidiger Rechtsanwalt Rothenberger in Dießen. Am Mittwoch. 27. 3uni, kommt eine Anklage gegen Heinrich Seipel von Staden wegen Brandstiftung zur Verhairdlung; Anklagevertreter StaatSanwalt Fischer, Berteidiger Rechtsanwalt Schröder in Friedberg. Der letzte Derhandlungstag am Donnerstag, 28. 3uni. ist einer Anklage gegen Wartha Kirchhofs von Ober-Schmitten wegen Kindestötung getoibmet; Anklagevertreter StaatSanwalt Dr. Eckert, Ber- teidiger Rechtsanwalt Schiink in G eßen.
•• Rechtsanwaltschaft in ber vierten Generation. Dem Gerichtsassessor Dr. Kurt Rosenderg, Sohn des Recdtsanwalls unb Rotor» Zuftizrat Dr. Ernst Ludwig Rosenberg in Gießen, ist bie Zulassung zur Rechtsanwallschafi bei bem Landgericht ber Provinz Oberhessen erteilt worben. Wie wir hören, wirb die Rechtsanwallschaft (Advokatur) durch Dr. Kurt Rosenberg damit in ber vierten Generation in ber Familie in ununterbrochener Folge austzeübt werden, ein Fall, ber gewiß in Hessen unb tm Reich zu ben Seltenheiten gehören wirb.
*• Bestandene M us iki«h r e c p rü- fung e in« 6 erbli ndeten Musikers. Di« Prüfung als MusMehrer für die höheren Schulen Preußens bestand Emil Freund, der erblindete Sohn des Dostwirts E. Freund. Herr Freund, der alS staatlicher Musiklehrer an der Blindenanstall in Marburg tätig ist, hat hier durch feine Pianist ischen Leistungen die Aufinerte lamfeil auf sich gelenkt.
" Personalie. 3n den Ruhestand verletzt wurde der Oberoffiftent bei dem Amtsgericht Hunoen. Otto Schmalz auf Aachsuchen mit Wirkung vom 1. Oktober d. I. ab.
•• Fahrplanverbesserung bei der Reichsbahn. Der Pz. 569 Gießen -Grünberg. Abfahrt 22,46. verkehrt vom Samstag. 23. Juni, ab an den Tagen vor Sonn- und geicrtagen, sowie 20. Rovember 24. Dezember 1928, 28. März und 8. Mai 1929 bis Mücke.
' Uraufführung im Stadtlheater Gießen. Man schreibt unS: Als erste Uraufführung bringt daS Stadttheater Gießen am Dienstag. 26. d. HL, .Tänzer im F a - f ch i n g . Komödie von Richard D u s ch i n s k h , heraus. Der Autor ift ein zukunftsreicher, junger Veriiner Schauspieler. Die Intendanz wird in diesem Stück den Theaterbesuchern das nun vollkommene Ensemble z.igen können. I?. zw i Hauptrollen sind die neue Salondame Maria Koch und ber erste jugendliche Held Franz Arzdors beschäftigt. Die Komödie wird zu aleicher Zell alS Uraufführung un Frankfurter Schauspielhaus
hermrSgebracht werden. Die Gießener Ausführung beginnt um 19 * Uhr. um den auswärtigen Mjhm Aelcgenhell zu geben, nach der MMtaM die Theaterzuge zu erreichen. — Zn der darauffolgenden ersten Iullwvche findet keine Bvrltel- lung statt.
* Wohltätigkettskonzert unserer RelchSwehrlapelle. Eine freudig« Heber- roichung wurde den Patienten der Hess. HeUstLtt« für Aervenkronk« am MiNwvchw.ittag zutet^ Unter der vortrefflichen Leitung des Ob<nr.uftl- mcisters Löder konzertierte bi« btefige Reichs- wehrtapelle tm Garten der Heilstätte. Das zu Gehör gebrachte Programm löste bei allen Patienten orosFreude und n ^xn Beifall aus. 3n der Hoffnung auf eine kilbige Wtederdvlung dankten me '3atunicn der Kapelle herzlichst.
" Straßenbauarbetten. Rachdem der PlaUe>tbelag auf dem -st idwn Bürgersteig der Roonstraße vollendet ist. wird auch der west- kicke Bürgeistsig mit Blatten belegt. Gleichzeitig tottt) das morsch gewordene Geländer am >ußvei entlang her Wiefeck erneuert. Dort werden anstelle ber Holzpiosten Betvnpfeiler eingesetzt. da» etwa» erhöhte Geländer ähnllch wie das alte wieder tn geschälten S chenlnuppeln au»g«!ührt — Dor den c:chwar-s«tzen Kolo- nadendauten in der Bahndo ftrahe werden die Bäume entfernt, wodurch eine alleibingi nur bt» zum Gelände der Anaioinie reichende Verbretterung des Bürgersteiges einteitt.
•• Srwtschtc Biumendiede. Trotz aller Ermahnungen und Warnungen konnten vier junge Leute ihre Zingec nicht von d m Blumenschmuck In den städtilchen Anlagen laffai. Die Burschen stcch.en In den letzten Rächten »u verschiedenen Zeiten Deranienstocke auS den Blumen- bceten der Anlagen, wurden dabei aber erfreulicherweise von dem Autfich:vb«rsonal der Siabt- verwaltung, das zum Schuss der Anlagen ietzk auch narbt 18 Dienst tut, erwi'cht. Die ölet llebev täier hatten die Blumenstöcke jedesmal in Aktentaschen gesteckt, und he erklärten den Aufiichts- beamten, ft« hätten mit den Blumen nur ihre Fenster schmücken wollen. Für diese ungewöhnlich« Art der Blumendescha fung hallen die An- lagenhüter natürlich nicht das geringste Verständnis. sondern sie brachten die dreisten Burschen zur Anzeige, so daß ihnen nunmehr ein« streng« Bestra ung sicher ist. Um künftig Schandtaten dieser Art soweit wie möglich zu verhindern, wird al» eventuelle Straiverschärsung noch in» Auge zu fassen sein, daß bei uxitertn Diebstählen in den Anlagen die Ramen der ermittelten Uebeltäter durch öffentliche Bekanntmachung zur Kenntnis der Bürgerschaft gebracht werden.
•• Ein Verkehrsunfall ereignete sich gestern mittag kurz vor 12 Uhr in der QtorD- anlag« vor der Pestalo-zischule. Dort wollte «in acht Jahre alter Schuler der Pestalozzischule nach beendetem Schulunterricht den Fahr da mm überschreiten, alS im gleichen Auaenblick ein Auto und ein Radler angefahren kamen, wobei der Radler den Kraftwagen Überboten wollte. Da# Bübchen wurde von dem Radler angesahren und zu Boden gerissen, wobei das bedauernswerte Kind derartige Verletzungen im Gesicht erlitt, baß feine Leberführung durch öle nahegelegene Feuerwache mittels des städtischen Sanitats- autos nach der Ehirurgischen Klinik erforderlich wurde.
•• Die Deutsche Flugspende teilt mit, daß die zu Ehren der TranSozeanslftger eingeleitete Sammlung durch gemeinsamen Beschluß der D-Banken mit dem Beitrage von 50 000 Mark eröffnet worden ist. Die Erträgnisse der Deutschen Flugspende sollen vor allem dazu dienen, minderbemittelten jungen Leuten bie Ausbildung zu Sporisliegern zu ermöglichen.
•• Zuchtviehversteigerung in Alsfeld Wie auS dem heutigen Anzeigenteil ersichtlich, findet gelegentlich des PrämlenmarkteS in Alsfeld am 9. 3ult, vormittags 11 llhr, eine Zuchwtehversteigerung de» Landwirilchafts- kammer-AuSschuftes für Oberhessen statt. Gemeldet sind für die Versteigerung 50 Bullen und 2 Rinder der heft. Fleckviehrasie, sowie 4 Eber deS veredellen Landschweins. Die Bullen stammen zum größten Teil au» den besten Zuchten der Provinz.
Der Prozeß Drescher in Wetzlar.
2Im nächsten Montag beginnt vor dem ö r - mtt le r len Schöffengericht We ylar die Berhandlung gegen den früheren Bank- Vorsteher Drescher in Wetzlar. Bekanntlich ift Drescher zur Last gelegt, als Geschäftsführer ber DolkSbank G m. b tz in Wetzlar, welche Stellung er feit dem Iah« 1920 bekleidete, durch Veruntreuungen die Bank in schwerste BedränaniS gebracht zu haben. Die Höhe dcS burch die angeblichen Machenschaften Drescher« der Dank erwachsenen Schaden- — es sollen 91 000 Mk. fein — zwana die GeTwssenschaft damals zu gaju außerordentlichen Maßnahmen Durch Beschfuß der Generalversammlung wurden die ursprünglich 100 Wk betragenden Geschäftsanteile der Genossen anfangs auf 300 Wk. und tn einer weiteren Generalversammlung auf 603 Mk. erhöht. Die Halttumme wurde auf 800 Wk. sestgesetzt Mitte 21pril d. 3. sand bereit« eine zwei tägige Verhandlung vvr demselben Gericht statt, doch konnte diese nicht zu Ende geführt werden, da daS Gericht Vertagung und Herbeiziehung einer ganzen Wenge weiteren Beweismaterials beschloß. Gs wurde ferner die Ernennung einet- wetteren Sach- verftändigen an geordnet, da der bis dahin al« Sachverständiger fungierende DerbandSrevllsr Schneider aus Darmstadt, der bte Verfehlungen des Drricher aufgedeckt hatte, von ber Verteidigung als befangen abgelehnt worden to»r. und daS Gericht diesen Antrag der Ver- teibigucig stattgegeben hatte. Die Anklage lautet auf Urfunbenfäl14ung. Untreue. Betrug, Bilanzverschleierung unb Unterschlagung. Die Ber- ‘cibigung liegt in den Händen des Rechtsanwalts Dr. Leopold Katz in Gießen. Für die Dauer der Verhandlung ist eine Woche in Aussicht genommen.
Berliner Börse.
Berlin. 23.3unt (WTB. Funkspruch) Bei sehr ruhigem Geschäft tonnten sich die Kurse gegen tk.n gestrigen Späiabendverkehr wieder eine Kleinigkeit erholen. (S-.emens 349 bis 350 I.-G.-Farben 27250 bis 273.) Die Xenbau ift aber Weller sehr unsicher, da die Frage der Regierungsbildung immer noch nicht geklärt ist. Am DeviseTvnarkt nennt nun Paris 124,19 zu 20^ Mailand 92,70. Spanien 29 55, Amsterdam 12,10 ca.. das Pfund 487,80, den Dollar 4,1840 zu 45 unb den Pen 46,50 zu 55.


