Ausgabe 
23.4.1928
 
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Wirtschaft.

Oer deutsche Außenhandel im März.

Der deutsche Außenhandel zeigt im März im reinen Warenverkehr einen Sinfuhrüber- schuh von 208 Mill. Mark, gegen 306 Mill Mark im Vormonat.

Die Einfuhr im reinen Warenverkehr ist im März gegenüber dem Vormonat um 18,6 Mill. Mark zurückgegangen. Der Rückgang ist bei der Einfuhr von Rohstoffen und halbfertigen Waren erhebnch stärker, nämlich 54,5 Mill. Mk, während die Einfuhr bei den übrigen Gruppen zugenommen hat. Die Ausfuhr zeigt gegen­über dem Vormonat wiederum eine Zunahme, und zwar von fast 80 Mill. Mark. Tie über­schreitet in diesem Monat erstmalig 1 Milliarde. An der Zunahme sind alle Gruppen, in erster Linie aber die Fertigwaren mit 70,7 Mill. Mk.. beteiligt.

Die Einfuhr von Gold ist um 10 Mill. Mark, die Ausfuhr nur unbedeutend ge­stiegen.

DaS Sinken der Gesamteinfuhr, ein besonders starker Rückgang der Einfuhr an Rohstoffen und Halbfertigwaren, und erhebliche Zunahme der Gesamtausfuhr um fast 80 Mill. Mark, hervor­gerufen besonders durch eine Steigerung der Fertigwarenausfuhr um rund 71 Mill. Mark, diese Tatsachen kennzeichnen am stärksten die Bilanz des deutschen Außenhandels im Monat März. Damit tritt die von uns bereits erwar­tete Klärung der Verhältnisse im deutschen Außenhandel ein, in Verfolg der Konjunktur und Saisonbewegung. Die Ergebnisse der vor­hergehenden Monate kennzeichneten wir dahin­gehend, daß die gesunde Tendenz, welche die GntwiÄung des deutschen Außenhandels Ende des vergangenen Jahres zeigte, erhal­ten geblieben ist. Dies wird durch die März­bilanz im vollen Maße bestätigt.

Betrachten wir zunächst die Ziffern der Ein - suhrfeite, so lassen sich bereits hieraus ver­schiedene Rückschlüsse auf den Einfluß der Saison und auch der Konjunkturlage ziehen. Abgesehen von der Wirkung der im Januar uni) Februar vorgenommenen Eindeckungen mit Rohstoffen, vor allem von feiten der Textilindustrie, die zu der Verminderung der Einfuhr führte und die Ge­samteinfuhr trotz Steigerung der Lebensmittel­einfuhr und der Fertigwareneinfuhr sinken ließ, hat zweifellos der vielfach, auch seitens des In­stituts für Konjunkturforschung festgestellte Rück­gang des Tätigkeitsgrades in manchen Jndustrie- gruppen besonders der Produktivgüterindustrie zu dieser Verminderung beigetragen. Auffällig ist allerdings die Steigerung der Lebensrnittel- einfuhr und die Wiederkehr in der Steigerung der Fertigwareneinfuhr, nachdem die Erhöhung des Importes von Fertigwaren im Januar durch die Steigerung der Fertigwaren im Februar so gut wie ausgeglichen war. Trotzdem bleibt die eingetretene Wendung nach der günsti- g e n Seite bestehen, die sich auf der Cinfuhr- seite in den nächsten Monaten noch verstärken dürfte.

Was die Ausfuhrseite anbelangt, so be­trachten wir die Steigerung der Zahlen, die sich übrigens auf alle Gruppen verteilt, als einen durchaus normalen und der Entwicklungstendenz entsprechenden Vorgang, der allerdings bis zu einem gewissen Grade in den Einflüssen einer gedämpften Jnlandkonjunktur Unterstützung fin­det. Daß dies der Fall ist, zeigt ohne Zweifel eine gesonderte Untersuchung der Außenhandels­bilanz für die Textilindustrie, die ja bereits in den Vormonaten eine beachtliche Rolle in der l Entwicklung des deutschen Außenhandels gespielt hat. Die Textilbilanz beeinflußt diesmal auf ' der Ausfuhrseite besonders stark das Rechnungs­ergebnis, da Textilfertigwaren für sich eine Zu­nahme um insgesamt 15,8 Millionen Mark auf­zuweisen hoben. Es sind von uns am Ende des Vorjahres einmal Befürchtungen ausgesprochen worden dahingehend, daß es der deutschen Textilindustrie anscheinend nicht leicht werden würde, im Falle eines Rückganges der Jnlandkonjunktur sich auf den Export infolge chrer hohen Preisbildung umzustellen, was natür­lich bei der Bedeutung der Textilindustrie als Veredelungsindustrie für den deutschen Außen­handel eine nicht unerhebliche Rolle spielen würde. Diese Befürchtungen scheinen sich jedoch nicht zu erfüllen. Das gleiche gilt für die deutsche Eisenindustrie, die zum ersten Male wieder seit längerer Zeit eine Steigerung der Ausfuhr um rund 8,5 Millionen Mark aufzuweisen hat. im wesentlichen wohl darauf zurückzuführen, daß sich die Preise am Welteisenmarkt beträchtlich gebessert haben. Auch die Maschinenindu­strie beginnt sich mehr im Exportgeschäft zu be­tätigen, denn sie weist eine weitere Zunahine

des Auslandabsatzes im Werte von 6,3 Millionen Mark auf. Die chemische Industrie konnte ihre Ausfuhr um 14 Millionen Mark steigern.

Die Rohstoffeinfuhr bleibt, verglichen mit den Vorjahren, trotz des Rückganges immer noch auf c.nen verhältnismäßig hohen Stand. Da der Einfuhrüberschuß im März auf 208 Millionen Mark gesenkt werden konnte, der im Monatsdurchschnitt 1927 327 Millionen Mark be- iragen hatte, so muh die Außenhandelsbilanz im Monat März, im ganzen betrachtet, ein günstiges Urteil finden, um so mehr, als sich in ihrer Gestaltung die gesunde Tendenz der Gesamtentwicklung kündbar macht.

Wochenbericht

vom frankfurter Produktenmarkt.

Der Frankfurter Produktenmarkt der ver- slosfenen Woche eröffnete in sehr fester Haltung. Eine günstige Wirkung ging vor allem von den weiter steigenden amerikanischen Votierungen und den Meldungen über den schlechten Saatenstand in Vordamerika aus. Die Händler mußten daher aus ihrer Zurückhaltung heraustreten, da sich auch neuerlich große Ma­terialknappheit bemerkbar machte. Hinzu tarn noch, daß von Seiten des Auslandes größere Kaufaufträge eingingen, denen aber nicht immer voll Rechnung getragen wer­den konnte. Die Mühlen und der Konsum be­teiligten sich wieder stärker am Geschäft. Das Angebot in allen Getreidesorten war sehr gering, daß aus diesem Grunde das Geschäft eher eine Hemmung erfuhr. Roggen war besonders lebhaft verlangt. Hauptsächlich trat hier Polen als Käufer auf. Die hohen geforderten Preise wurden glatt bezahlt. In Weizen konnte sich nicht so reges Geschäft entwickeln, nur Weizen für Futterzwecke wurde in größeren Posten um- geseht. Trotz der weiter steigenden Preise gab die Zweite Hand immer noch keine Ware an den Markt, wahrscheinlich in der Hoffnung, immer noch größere Gewinne erzielen zu können. Im Verlaufe machte sich immer stärkerer Bedarf von seiten der Mühlen bemerkbar, was sich auch auf alle Fälle auf den Mehlmarkt günstig auswirken tonnte. Größeres Interesse bestand besonders für Roggenmehl, hier wurden bei beträchtlich erhöhtem Preis, Abschlüsse in großem Rahmen getätigt. Auch Weizenmehl erfuhr dadurch eine Belebung. Hafer hatte ebenfalls beträchtliches Geschäft aufzuweisen. Mais für Futterzwecke war vernachlässigt. Mais für an­dere Zwecke lag dagegen fester, auf Deckungen aus Jndustriekreisen. In Futterartikeln konnte sich nur langsam etwas Geschäft ent­wickeln. Auf schwächere Auslandsmeldungen kam im Verlaufe etwas mehr Ware an den Markt, was hier jedoch keinen nachteiligen Einfluß aus- üben konnte. Zum Wochenschluh wurde die Stim­mung sehr fest, da wieder ein stärkeres Anziehen der amerikanischen Votierungen festzustellen war. Doch war eine gewisse Zurückhaltung bei den Händlern festzustellen, was wohl auf die vorüber­gehende Abschwächung der Auslandsmärkte zu- rklckzuführen war. Das Geschäft konnte sich daraufhin nicht mehr so lebhaft gestalten. Auch ließ das Interesse der Mühlen und des Aus­landes etwas nach.

Im Vergleich zu den Votierungen der vorigen Woche zogen Weizen, Hafer und Weizen­mehl je eine halbe Mark an. Mais für andere Zwecke und Weizenkleie konnten je eine halbe Mark gewinnen. Mais für Futterzwecke gab dagegen eine halbe QHarf nach. Roggen zog 1,25 Mark und Roggenmehl 1,50 Mark an. Die Woche schloß zu folgenden Äotterungen: Weizen 1 27,50, Roggen 29,50, Hafer inl. 27,50 bis 28,25, Mais für Futterzwecke 2424,25, Mais für andere Zwecke 2525.50, Weizenmehl 38,50 bis 39,50, Roggenmehl 3940,50, Weizenkleie 15,25, Roggenkleie 16,25-16,50.

Die amtliche Großhandelsindex­ziffer. Die auf den Sttchtag des 18. April berechnete Großhandelsindexziffer des Statisti­schen Reichsamts ist mit 139,6 gegenüber der Vor­woche (139,0) um 0,4 v. H. gestiegen. Don den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrar­stoffe um 1,2 v. H. auf 134,1 (Vorwoche 132,5) angezogen. Die Indexziffer der Kolonialwaren war mit 133,4 unverändert. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren hat sich mit 133,8 (133,6) und diejenige für industrielle Ferttgwaren mit 157,7 (157,6) leicht erhöht.

Abermalige Erhöhung des Pri­vatdiskonts an der Berliner Börse. Der Privatdiskontsatz für lange Sichten ist am Samstag in Berlin um Vs Prozent auf 6^4 Pro­zent erhöht worden, so daß nunmehr beide Sich­ten einheitlich 88/* Prozent notieren.

Adlerwerke, vorm. Heinr. Kleyer A-G., Frankfurt a. M. Wie wir von Der- waltunasseite erfahren, sind die Gerüchte Wer Kaditaterhöhungsabsichten vollkommen unzutres- feno. Es fänden keinerlei Verhandlungen statt.

Süddeutsche Jinmobiliengesell- schäft A-G., Frankfurt a. M. Einschließ­lich des Vortrages von 21-096 ergibt sich ein Reingewinn von 256 992 (171 000) Mark, woraus 8 (5) Prozent Dividende verteilt werden sollen. Generalversammlung am 22. Mai.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 23. April. Tendenz: Ruhig. Die Börse begann die neue Woche in äußerst lustloser und zurückhaltender Stim­mung, und viele BörseWesucher schienen die Hausfeperiode der vergangenen Woche nunmehr als abgeschlossen zu betrachten. Bei fast voll­kommenem Ordermangel von seiten des privaten Publikums, wie auch des Auslandes bewegte sich die Llmsahtättgkeit in den allerengsten Grenzen. Die Spekulatton war besttebt, die noch bestehenden Engagements abzuweisen, so daß die Kurse über­wiegend etwas abbröckelten. Ungünstig wirtten die Vierteljahresziffern des Stahl­vereins. die einen Umsahrückgang anzeigen. Andererseits befriedigte die wieder etwas er­höhte Ruhrkohlenförderung. Die ge­belferte Auslandbilanz für März konnte auch heute kaum eine Wirkung ausüben. Der Geldmarkt war weiter leicht. Bei der ersten Votierung waren gegen die Schluhkurse vom Samstag meist 12prozenttge Kursbesserungen zu verzeichnen. Am Chemiemarkt eröffneten I.-G. > Farben knapp behauptet, gaben im Verlauf jedoch etwa 1,5 Proz. nach. Scheideanstalt konnten ein Prozent anziehen. Elektrower te verloren etwa 1 bis 2 Proz. Siemens blieben knapp behauptet. Am Montan martt lagen Rhein- st a h l mit minus 2,25 Proz. etwas stärker ge­drückt. Don Banken war Danatbank mit minus 3,75 Prvz. angeboten. Reichsbank konnten da­gegen erneut 1,5 Proz. anziehen. Zellstoff Waldhof büßten 1,5 Proz. ein. Don Bau - unternehmungen büßten WahßS Frey- t a g 2 Proz. ein. Deutsche Anleihen lagen stlll. Don ausländischen Renten Zolltürken etwas fester. Für Rumänen bestand etwas stärkeres Interesse. Im Freiverkehr lagen die ameri­kanischen Kunstseidewerte heute etwas ruhiger. Amerikanische Enka 75,50 bis 75,75 Dollar. Im wetteren Verlauf blieb zwar das Geschäft ziem­lich still, vereinzelte Deckungen bewirkten jedoch, daß sich die führenden Werte etwas im Kurse erholen konnten. So erreichten J.-G.-Farben wie­der die Anfangskurse. Interesse zeigte sich für Schuckert mit plus 1,5 Proz. Der Geld­markt war wenig verändert. Tagesgeld 4,5 Prozent. Am Devisenmarkt nennt man Reichsmark gegen Dollar 4,1880, gegen Pfund 20,419, Londvn-Kabel 488,20, Paris 124,06, Mailand 92,60, Madrid 29,11, Holland 12,11.

Berlins Börse.

Berlin, 23. Aprtt. Voch vorbörslich hatte es so ausgesehen, als ob es, von Spezialwerten ausgehend, fester werden wollte. Das sehr ruhige Geschäft und das Fehlen neuer Auf­träge drückte sich in den anderen offiziellen Kursen wieder starker aus. Eine Einhritlich- keit in der Kursentwicklung war nicht festzu­stellen. Die Abweichungen gegen den Samstag- schluß 'waren im allgemeinen nur gering. Ver­einzelt konnten sich die leicht erhöhten Vachbörs- kurse von Samstag behaupten. Anderseits hatten einige Papiere, wie Essener Stein­kohle, Rhein stahl, Salzdetfurth, Schuckert & Balzer und Schlesische Zink 35 prvzentige Abschwächungen zu ver­zeichnen. Kanada, Reichsbank, Holz- mann, Rheinische Braunkohlen und Akkumulatoren fanden etwas Beachtung und waren bis 3 Prozent erhöht. Bei Glanz- st o f f ist heute der Dividendeabschlag von 16,2 Prozent zu berücksichtigen. Deutsche An­leihen ruhig. Ausländer geschäftslos. Bosnier bis 0,25 Prozent schwächer. Pfandbriefe still. Farben- Bonds 145 bis 145,50 Prozent. Geld war eine Kleinigkeit leichter. Tagesgeld 5 bis 7 Prozent und darunter. Monatsgeld 7,25 bis 8,50 Prozent. Warenwechsel 6.95 bis 7 Pro­zent zirka. Auch im Verlaufe war das Geschäft sehr still. Es wurden Ueberlegungen angestellt, wie man eine Belebung erzielen könnte. Die so nötigen Auslandaufträge fehlen im Moment. Anscheinend bietet das Kursniveau augeWlicklich nicht den nötigen Anreiz. Die Abschaffung der M e d i o l i q u i d a t i on, um eine Ermäßigung der Spesen zu erzielen, wurde erneut vorge­schlagen. Vorübergehend schwächer, konnte sich im Verlaufe wieder eine Erholung durchsetzen. Das Geschäft belebte sich etwas, und die ersten

Kurse wurden fast Werall wieder erreicht und noch überschritten. Fest lagen Rheinstahl und Zellstoff Waldhof mit zirka 2 Prozent über Anfang.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M.. 23. April. Aus die schwä­cheren Liverpooler Meldungen eröffnete der Frankfurter Produktenmarkt die neue Woche in schwacher Haltung. Die Händler Wien größere Zurückhaltung, so daß Umfälle nur in beschei­denem Rahmen getätigt wurden. Roggen weiter bei Reinem Angebot verlangt. Mehle lagen ru­higer. Veuerdings bestand größeres Interesse für Kleie. Die Preise gaben ^irchschntttlich, haupt­sächlich für Weizen und Roggen etwas nach. Auch Mais lag etwas schwächer, bei nachgeben­den Preisen. Es wurden notiert: Weizen 1. gut. gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs 27 bis 2725. Roggen 29,25, Hafer, inländ. 27,75 bis 28,25. Mais (gelb) für Futterzwecke 24 bis 2425. Mais (gelb) für andere Zwecke 25 bis 25.50. Weizenmehl, südd. Spezial 0 38 25 bis 39.50. Roggenmehl 39 bis 40.50. Weizenkleie 15.40 bis 15,50. Roggenkleie 16,50 bis 1625. Erbsen, je nach Qualität, für Speisezwecke 32 bi8"6?. Linsen, je nach Qualität, für Speisezwecke 55 bis 110, Heu. süddeutsches, gut. gesund, trocken 8. Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreht 4.50. Weizen» und Roggenstroh, gebündelt 3.25. Treber, getrocknet 18,50 bis 18,75. Tendenz ruhig.

Frankfurter Lchlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M , 23. April. Auftrieb: 1466 Rinder (darunter 369 Ochsen. 83 Dullen. 578 Kühe. 382 Färsen). 566 Kälber. 78 Schafe, 5991 Schweine. Es wurden notiert: R inder (Ochsen): Dollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 60 bis 63 Mt., (ältere) 56 bis 59; sonstige vollfleischige (jüngere) 51 bis 55, (ältere) 48 bis 50; fleischige 44 bis 47. (Bullen): Jüngere, vollfleischige, höchsten Schlacht­werts 50 bis 55; sonstige vollfleischige oder aus- gemäftete 45 bis 49. (Kühe): Jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachttoerts 44 bis 50; son­stige vollfleischige oder ausgemästete 39 bis 43; fleischige 34 bis 38; gering genährte 25 bis 33. (Färsen Kalbinnen, Jungrinder): Doll­fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 60 bis 63; vollfleischige 55 bis 59; fleischige 49 bis 54. Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 70 bis 75; mittlere Mast- und Saugkälber 63 bis 69; geringe Kälber 54 bis 62 Mk. Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 48 bis 50; vollfleischige von etwa 240 bis 300 Pfund 49 bis 51; von etwa 200 bis 240 Pfund 50 bis 52; von etwa 160 bis 200 Pfund 51 bis 53; fleischige von etwa 120 bis 160 Pfund 47 bis 50; Sauen 40 bis 46 Mk. Marktverkauf: Rinder, mittelmäßig, nahezu ausverkauft. Kälber, ruhig, ausverkauft. Schafe des geringen Auftriebs we­gen nicht notiert. Schweine schleppend, lieber- stand.

Kunst und Wissenschaft.

Reger-Fest 1928.

Das 6. Reger-Fest in Duisburg (7. bis 10. Juni) bringt an Orchesterwerken die beibat re­präsentativen Hauptwerke des Meister-, die ur­sprünglich so heftig umstrittene und dann jahre­lang vernachlässigteSinfonietta" op. 90 und das 100. Werk, die Hiller-Dariationen. Es schien geboten, an Stelle der nunmehr ganz volkstüm­lich gewordenen Mozart-Variationen gerade diese beiden Werke, deren Bedeutung jetzt erst recht bekannt wird, erneut zur Diskussion zu stellen und ihren inneren Reichtum blobzulegen. An kombinierten Werten mit Orchester bringt das Fest die bekannte Suite im alten Stil in der von Reger selbst bearbeiteten Orchesterfassung (Violin- solo: Georg Kulenkamps f). das Klavier­konzert, das ja schon als Sinfonie mit Klavier bezeichnet wurde (Klaviersolo: Edwin Fischer), und die Chorwerke mit OrchesterDer Ein­siedler",Requiem" undDer 100. Psalm".

Letzte Nachrichten.

Glückwünsche für Geheimrat Planck.

B e r l i n. 23. April. (WTD. Funkspruch.) Der Reichspräsident hat dem Geh. RegierungS- rat Universitätsprofessor Dr. Max Planck in Berlin zu seinem 70. Geburtstag den Adler­schild des Reichs verliehen und In einem Begleitschreiben die außerordentlichen Ver­dienste des Gelehrten auf dem Gebiete der Physik gewürdigt. Der Reichskanzler hat Prof. Dr. Planck durch den Staatssekretär in der Reichskanzlei, Dr Pünder, seine Glückwünsche aussprechen lassen.

LombardzinSfuh 8 Prozent.

Berlin. 21 Avril

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Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent

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Drtal. ohne Auslos.-Rechten l*!e ftrantf Hop-Bl-To^ps unkündbar dis 1932 . .

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