Ausgabe 
23.3.1928
 
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M.ri Drittes Blatt

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Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)

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Zreitag, 23 März (928

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Wirtschaft.

Von der internationalen Rohstahlgemeinschaft.

Auf der jüngsten Tagung der internationalen Rohstahlgemeinschaft ist die deutsche Ausfuhrbe- schräntuno insofern gemildert worden, als das Ausfuhrkontingent für Deutschland um 50 000 Tonnen monatlich erhöht worden ist. Diese Maßnahme hat sich wegen des gestiegenen Ausfuhrbedürfnisses der deutschen eisen erzeugen­den Industrie als notwendig erwiesen. Trotz der Beibehaltung der Ermäßigung Der Strafabgabe für Deutschland ist auch jetzt noch die Belastung je Tonne Rohstahl nicht unerheblich: sie wiro deshalb als besonders unangenehm empfunden, weil sie in der Praxis vornehmlich Frank­reich (also einen der schärfsten Konkurrenten der deutschen Eisenindustrie) zugute kommt und für dieses Land eine Art indirekte Ausfuhr­subvention aus Kosten Deutschlands darstellt. Reue Länder sind der internationalen Rohstahl­gemeinschaft nicht beigetreten. Don einem Bei­tritt Englands ist es ziemlich still geworden. Polen macht seinen Anschluß davon abhängig, daß ihm nicht nur sein Inlandmarkt geschützt, sondern daß ihm darüber hinaus auch noch für die Ausfuhr ein ziemlich hohes unveränderliches Kontingent zugebilligt wird, Bedingungen, die dem in einer vernünftigen Regelung der Pro­duktionshöhe liegenden Sinn der Rohstahlge­meinschaft widersprechen und die deshalb für die anderen Länder nicht in Frage kommen. Die Bildung internationaler Derkaufsverbände für Walzerzeugnisse kommt nicht recht vom Fleck, wenn auch nicht zu verkennen ist, daß namentlich in Frankreich, das in der Zwischenzeit für Trä­ger und Halbzeug Derkaufsverbände gebildet hat, die Stimmung solche:: Verbänden gegenüber besser geworden ist: allerdings sind mit Bel­gien die Schwierigkeiten noch ziemlich groß. Hauptdifscrenzpunkte liegen hier in der Quoten­frage, da fast alle beteiligten Länder Quoten verlangen, die über die bisherige Produktion weit hinausgehen und die deshalb als vernünf­tige Derhandlungsgrundlage nicht zu betrachten sind.

Seit Bestehen der Rohstahlgcnneinschaft ist immer klarer geworden, daß Deutschland in der Q^vtenfrage deshalb besonders be­nachteiligt ist, weil dem Umstand feine Rechnung getragen wurde, daß die deutsche Eisenindustrie die entwicklungs- fähigste war. Don dem Zeitpunkt des Ein­tretens stärkerer Rachfrage an mußte d e deutsche Eisenindustrie deshalb gewissermaßen zwangs­läufig ihre Quote überschreiten und dadurch in Zahlungsverpflichtungen geraten. Als zweites wesentliches Moment hat sich die Tatsache er­geben, daß für die westeuropäischen Eisenländer, in denen schon seit langer Zeit wirtschaftliche und finanzielle Stabilisierung herrscht, mit wesentlichen Selbstkostencrhöhmrgen nicht zu rech­nen ist: die Hoffnung, daß durch sie der auf dem Welteisenmarkt liegende Druck (namentlich in bezug auf die Preise) sich mindern werde, kann daher nicht mehr gehegt werden. Aus dieser Entwicklung heraus muh Deutschlands Be­streben zunächst dahin gehen, daß bei den nächst­jährigen Verhandlungen über die Erneue­rung der R oh st a h l ge mein sch af t die deutsche Quote seiner tatsächlichen Leistungsfähig­keit angepaht wird, damit nicht der ungerechte Zustand bestehen bleibt, daß Deutschland zwangs­läufig seine Quote überschreiten muh und damit in Strafe gerät, während Frankreich seine Quote bisher noch nie hat ausnuhen können. Weiter muh die deutsche Eisenindustrie den größten Wert darauf legen, daß die deutsche Zoll- und Handelsvertragspolitit so gestaltet wird, dah Ueberraschungen durch die Konkurrenz des west­europäischen Eisens ausgeschlossen sind. Die deutsche Eisenindustrie hat auf einen derartigen Schuh um so mehr Anspruch, als sie in ihren Selbstkosten nicht nur wegen der natürlichen Derhältnisse (z. B. infolge des billigen lothrin­gischen Erzbezuges) über denen der westeuro­päischen Länder liegt, sondern weil darüber hin­aus durch die Art der staatlichen Wirtschafts­politik die Selbstkosten unnötigerweise weiter her- aufgesetzt werden. Wie diese Wirtschaftspolitik des Staates auch indirekt auf die Eisenindustrie zurüctwirkt, zeigt mit Deutlichkeit die Tatsache, daß die Reichsbahn schon vor einiger Zeit ihre Aufträge weitgehend hat stoppen müssen, weil die für sie bereitgestellten Beträge infolge der

staatlichen Eingriffe zu anderen Zwecken haben verwandt werden müssen.

*

* Deutschnationale Versichcrungs- A k t.- (9 e s. in 5) a m b u rg. Die Geschäftsentwick­lung im Jahre 1927 ist als sehr gut zu bezeichnen. Es wurden Lebensversicherungen mit rund 90 Mil­lionen Mark Versicherungssumme abgeschlossen. Der Bestand betrug am Ende des Jahres rund 195 Mil­lionen Mark Versicherungssumme. Der günstige Sterblichkeitsverlauf und befriedigende Prämienein­gang läßt wiederum eine nennenswerte Vermehrung der Gewinnrücklagen für die Versicherten erwarten. Das laufende Geschäftsjahr läßt sich sehr gut an.

* Julius Berger, Tiefbau - A. - G.. Berlin. Nach den: Geschäftsbericht für 1927 ist die Julius Berger, Tiefbau A.-G., Berlin, mit den im vergangenen Jahre vergebenen Bauarbeiten aus dem In- und Auslande und den im laufenden Jahre neu hinzugekommenen Bauaufträgen noch auf meh­rere Jahre hinaus gut beschäftigt. Wegen Ueber- nahme weiterer Arbeiten in Deutschland und dem Auslande sind aussichtsreiche Verhandlungen ein­geleitet. Die Verwaltung hofft, auch für das lau­fende Jahr eine zufriedenstellende Dividend« in Aussicht stellen zu können.

teresse zeigte sich im Verlaufe für Mannesmann, Dessauer Gas (plus 2 Prozent), Glanzstoff (plus 6 Prozent) und für Elektropapiere, die 1 bis 2 Prozent anzogen. Berger blieben ebenfalls gefragt, ohne sich aber im Kurse zu verändern.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M.. 23. März. Die Marktlage ist unverändert fest. Besonders Roggen steigt im Preise. Braugerste wird nicht mehr angeboten. Hafer bleibt gesucht und äußerst fest. Das Mehlgeschäst, besonders für Roggenmehl, ist belebt. Alle Futtermittel liegen fest. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs 26,75, Roggen 27,25 bis 27,50, Sommergerste für Brauzwecke 30 bis 31,50, Hafer, inländischer 27 bis 27,50, Mais (gelb) für Futterzwecke 24,50 bis 25, Mais (gelb) für andere Zwecke 25,50 bis 26, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 38 bis 38,50, Roggenmehl 37,75 bis 38.50, Weizenkleie 14,60 bis 14,75, Roggenkleie 15,50 bis 16.

Letzte Nachrichten.

Geständnis eines Muttermörders.

Limburg, 23. März. (WSR. Eigene Draht- rneldung.) Arn Abend des 14. März wurde, wie schon gemeldet, in Niederzeuzheim die Ehefrau des Landwirts Ludwig Horn im Stalle t o t aufgefunden. Die Vermutung, daß nicht ein Unfall, sondern ein Verbrechen vor­liegt, wurde durch die Untersuchung der Staats­anwaltschaft schon am nächsten Tage bestätigt. Unter den: Verdacht, die eigene M u tter getötet zu haben, wurde darauf drei Tage später der 19jährigeSohn, Anton Horn, verhaftet, der allerdings hartnäckig leugnete, feine Mutter ermordet zu haben. Unter der Wucht der bclaitenöen Momente hat Anton Horn nun in der vergangenen Rächt dem Untersuchungs­richter ein volles Geständnis abgelegt, die Mutter mit einem Beil nach einem vorhergegan­genen Streit erschlagen zu haben.

em gehört das Achilleion?

FranLfurLer Börse.

Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".

F r a n t f u r t a. 'DL, 23. März. Tendenz: unein­heitlich. Im Zusammenhang mit dem immer näher heranrückenden Ultimo eröffnete die Börse heute wieder in zurückhaltender Stimmung. Die Tendenz neigte etwas zur Schwäche, da die Spekulation zu Nealisationen schritt, doch wurde das nur in geringem Umfange herauskommende Material leicht aufgenommen. Die Kursentwicklung war uneinheitlich. Ueberwiegend angeboten waren Elektrowerte, von denen Gesfürel und Siemens je 2 v. Sy und AEG. 1 v. H. einbüßten. Auch am Farbenmarkt herrschte Angebot. J.-G.-Farben gaben 2,75 v. H. nach, Bonds waren bis auf 139,25 v. H. gedrückt. Am Montanmarkt verloren Buderus 1 d. Sy, Harpener 0,5 v. Sy, Phönix und Rheinstahl je 1 v. Sy Stark gefragt waren dagegen Mannesmann, die 2,75 o. Sy anzogen. Auch Rheinbraun konnten im Verlaufe 1,5 v. H. gewinnen. Zellstoff Waldhof eröffneten 2 v. Sy niedriger. Schiffahrtswerte lagen still und wenig verändert. Am Bankenmarkt war die Haltung geteilt. Commerz und Deutsche minus je 1 v. H.,' dagegen Danat plus 1 v. H. Rach den ersten Kursen' konnte sich die Tendenz allgemein etwas bessern. Die lebhafte Nachfrage nach Mannesmann und Interventionen am Farbenmarkte regten an. Die Kurse waren bis zu 1 d: Sy erholt. Bon heimischen Anleihen lagen Ablösung ohne Auslosung schwächer. Von Ausländern waren Anatolier lebhaft gefragt und fester. Im Ver­laufe wurde das Geschäft außerordentlich still, und die Kurse brodelten wieder etwas ab. Nur Karlstadt weiter gefragt (plus 4 v. H.). Am Ge l d m a r k t war Tagesgeld etwas knapper, der Satz stellte sich auf 6 5 v. H. Am D e v i s e n m a r k t notierte die Reichs- mart gegen Kabel 4,1819, gegen London 20,414. Paris gegen London 124,02, Mailand 92,40, Madrid 28,97, London gegen Kabel 4,8820.

Bcrlinc. Börse.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers".

Berlin. 23. März. Obwohl von der Geld­marktseite heute keine allzugrohe Ueberraschung sein dürfte, so ist doch der herannahende U l - timo der Hauptgrund für die Geschäfts- stille und den mangelnden Orderseingang. Rur einige Spezialwerte, bei denen Dividendenanre­gungen Vorlagen, fielen aus dem Rahmen. So konnten Berger 6,75 Prozent anziehen, Stolberg- Zink plus 4 Prozent, Karlstadt auf die Kapital­erhöhungsabsichten plus 3 Prozent, Hugo Schnei­der auf den erhöhten Dividendenvorschlag plus 5,25 Prozent. Anderseits lagen Deutsche Ma­schinen minusminus. Sonst hielten sich die Ab­weichungen in den engsten Grenzen. Glanzstoff stark schwankend, aber eher fester. Heimische Anleihen ruhig. Ausländer gehalten. Bosnier und Macedonier 0,5 Prozent höher. Pfandbriefe still und zumeist behauptet, teil­weise sogar etwas fester. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld 5 bis 7 Prozent, Monatsgeld 7,5 bis 8,5 Prozent, Warenwechsel 7 Prozent. Bei der Festsetzung des Reportgeld­satzes rechnet man mit einer Erhöhung um 0,25 Prozent. Rach den ersten Kursen wurde die Haltung zunächst etwas nachgebend, später, durch I Spezialbewegungen angeregt, konnte sich die Ten- I denz allgemein wieder erholen. Größeres In­

Schicksale eines Kaisersitzes.

Von Or. Georg Häfner.

Die seit mehr als einem Jahrzehnt um­strittenen Besihverhältnisse des Achilleions auf Korfu sollen nun endlich geklärt wer­den. Der griechische Minister für Volks­wirtschaft hat den Wert des Schlosses, das ehemals Wilhelm 11. gehörte, auf 28 Millionen Drachmen beziffert.

Geblendet steht der Reisende, der aus unseren Breitengraden nach dem Süden reist, um den Frühling einige Wochen früher zu begehen, an den Gestaden des Mittelmeeres: leuchtend blau wölbt sich der Himmel über den meerumspülten Inseln, rot und braun glänzen die Felsen, weißer Gischt entquillt dem blauen Meer. Kaum aber ist der kleine Dampfer in den Hafen von Korfu eingelaufen, so vergißt der noch an die Stille des Meeres, die Einsamkeit des großen Wassers gewöhnte Reisende wenigstens für einen Augen­blick die zauberhafte Schönheit, die gerade dieses Gefilde der Seligen erfüllt, er bemüht sich ver­gebens, seine Aufmerksamkeit auf jenes kleine Eiland zu lenken, das Arnold B ö ck l i n als Vorbild zu seinem berühmten GemäldeDie Toteninsel" gedient haben soll, und unmittelbar vor Korfu liegt. Er wehrt sich nur noch gegen die aufdringlichen Händler. Fremdenführer, Ge­schäftsleute, die alle zu billigem Preis so be­haupten sie wenigstens eine schnelle Besichti­gung des Achilleions ermöglichen wollen. Denn natürlich haben die erfahrenen Korfioten sofort erkannt, daß es sich um einen Deutschen handelt, und was kann ein Angehöriger dieses Volkes, so denken die Korfioten, anderes auf der Insel des Odysseus zu sehen wünschen, als das Achilleion, dieses märchenhaft gelegene Schloß, das von 1907 bis 1914 Wilhelm II. gehört und auf dem sich der ehemalige deutsche Kaiser immer wieder für einige Wochen der Erholung aufgehalten hat.

Ist man endlich zur Besinnung gekommen, so bietet sich ein Panorama von unvergleichlicher Pracht: malerisch schieben sich die Häuserblocks übereinander, wie ein Labyrinth erscheinen die engen, gewundenen Straßen der Stadt, Straßen, die dem Weltenbummler reizvolle Spaziergänge bieten, in denen aber der Mitteleuropäer um keinen Preis wohnen möchte. Vor allen Dinge:: wegen einer erschreckenden Erscheinung, die der Mittelmeerreisende schon im Vieux Port von Marseille, im Hafenviertel und besonders auf dem Fischmarkt von Reapel und natürlich auch in den sizilianischen Häfen feststellen :i:ußte: ganze Stadtteile strömen einen durchdringenden, unangenehmen Geruch aus. Gerade an einer Stelle, an der wohl alle Fremden vorbeikom­men, fließen die Abwässer der Stadt ins Meer, und der dort entstehende Geruch, das ist eine Schattenseite des paradiesisch warmen, sonnigen Klimas, übertrifft alles, was man in anderen Mittelmeerhäsen gewohnt ist. Dann aber flüchtet man sich in das Auto und eilt ins Innere des Landes, zum Achilleion, das die Korfioten Achillion" nennen, mit dem Ton auf der zweiten Silbe. Ueberraschend die hervorragend angelegte Straße, ein Weg, wie man ihn sonst nicht in Griechenland finden wird. Zu beiden Seiten

erblickt man das übliche Gewirr subtropischer Pflanzen, dem Mittelmeerreisenden schon aus Sizilien und in bescheidener Menge sogar von der Riviera bekannt, aber doch immer wieder durch die bizarren Formen ausgezackter Kakteen, meterhoher Agavenblüten, putziger, wie aus dem Spielzeugkasten hervorgeholter Zypressen über­raschend. Run ist man in dem Bergdorf Gasturi angelangt, hat die kleinen, unscheinbaren Hütten hinter sich gelassen und klimmt zu dem Schloß empor, das noch nicht einmal 40 Iahre steht und doch schon eine abwechslungsreiche Ge­schichte besitzt.

Kaiserin Elisabeth von Oesterreich ließ sich diese mächtige Villa im Stil althelleni- scher Paläste in den Iahren 1890 und 1891 er­bauen; sie erwarb zu diesem Zweck die Kuppe von Gasturi, südwestlich von Korfu, das d:e Griechen Kerkyra, die Römer! Korkyra nannten. Der italienische Architekt Raffaele Carito hat dort das Schloß für die unglückliche vorletzte Kaiserin Oesterreichs erbaut, für jene Frau, die einige Iahre darauf einem Attentat zum Opfer fiel. Run stand das Haus verwaist, und bald darauf begann der Handel um das Besitztum. Ein amerikanischer Millionär wollte unbedingt den Palast mit den marmornen Treppen, den vielen Statuen, Hallen und herrlichen Gärten, die für den Rordeuropäer unvorstellbare Blüten­pracht erwerben: schon damals tauchte auch der Plan auf, das Schloß an eine Kasinogesellschaft zu verkaufen und in ein zweites Monte Carlo zu verwandeln. Ein belgisches Kon­sortium beabsichtigte, dort ein Sanatorium für Lungenkranke einzurichten und dem Unternehmen ein Palasthotel anzugliedern. Alle diese An­gebote lehnte der österreichische Kaiser im Ramen seiner Tochter, der Prinzessin Gisela von Bayern, die das Achilleion geerbt hatte, ohne lange Erörterungen ab. 12 Millionen Mark soll seinerzeit der Bau des Schlosses verschlun­gen haben; ein erheblicher Teil dieser Summe ist für die herrlichen Parkanlagen verwendet worden. Run konnte man nicht erwarten, daß ein Privatunternehmen diesen großen Betrag für die Besitzung zahlen würde: aber auch Wilhelm II., dem das Schloß dann über­lassen wurde, soll nur einen verhältnismäßig geringen Bruchteil der Baukosten vergütet ha­ben. Dann begann ein großer Umzug: das per­sönliche Eigentum der Kaiserin Elisabeth wurde nach der Wiener Hofburg zurückbefördert, und in ungeheuren Kisten allein die Verpackung soll 35 000 Mark gekostet haben traf das Mobiliar des neuen Besitzers ein.

Zu den Gegenständen, auf die man in Wiener Hofkreisen wenig Wert zu legen schien, und die deshalb im Achilleion zurückgelassen wurden, gehörte auch das vielumstrittene Heinedenk- mal, das die Kaiserin Elisabeth in ihrem Be­sitztum aufgestellt hatte. Sie liebte diesen Dichter, dessen Werken sie in ihrer Bibliothek einen Ehrenplatz neben Homer, Goethe, Byron, Shake­speare einräumte. Aber das Heinedenkn.al mußte verschwinden und wurde erst sehr viel später in einem versteckten Winkel Hamburgs auf»

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Datum:

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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

Berlin. 22 März

Geld

Brief

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Holländische Noten ...

Italienische Noten......

167,91

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168,59

22,26

Norwegische Noten......

111,28

111,72

Deutsch-Qcstcrr., a 100 Kronen

58,64

58,88

Rumänische Noten......

2,61

2,63

Schwedische Noten......

111,88

112,32

80,37

80.69

69,98

70,26

Tschechoslowakische Noten . .

12,35

12,41

Ungarische Noten - -

72 75

<3,05

SeDüenmarti Berlin

Frankfurt a. 2H.

Telegraphische

Auszahlung.

F auksurt a. M

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

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Kurs '

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Datum

22 3.

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Datum:

22. 3.

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Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

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Buen. Aires

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Brss.-Amw

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69 99

70,13

70.27

Javan - -

1.963

1.967

1,969

1,973

'Rio de Jan Wien in D--

0,5035

0.5055

3.502

0.504

Ceft abgest

^8,80

58.92

38.80

68,92

Prag

12,382

12,402

12,382

12,402

Belgrud

7,35j

t ,367

7,353

7.367

Budapest. Bul arten

73,01

.3,15

72,99

73,13

3,019

3,025

3,019

3,025

Lissabon

17,08

17,12

17.23

17,e7

Daiv.g. .

81,56

81,72

81,56

81,73

»oiiftinttn.

2,123

2,127

2,121

2,125

Alben. . .

5,554

5,666

5,554

5,666

Canada

M79

4,187

| 4,180

4,188

Um uao .

4,326

l 4,334

4,326

4,334

6*e . . -

20.923

20.963

l 20.923

20.963

Berlin. 22 März

| Geld

Brie,

Amerikanische Noten.....

Belgische Noten......

Dänische Roten ......

Englische Note» .......

4,169

58.12

111,73

20.357

4,189

58,36

112,17

20.437