Turnen, Sport und Spiel
für
Die
den
21. Fortsetzung.
Nachdruck verboten.
er
handelt sich hier, wie ausdrücklich festgestellt wird, nicht um ein Privatunternehmen mit irgendwelchen geschäftlichen Interessen, sondern um eine Veranstaltung des Gewerbes selbst, das in den Innungen und Verbänden organisatorisch zusammengefaßt ist. Der Hauptzweck der Veranstaltung wird in erster Linie der sein, zu zeigen, wie ganz moderne Betriebe nach dem heutigen Stand der Industrie eingerichtet und vor allem wie vorhandene Betriebe leicht modernisiert werden können, so daß sie den Anforderungen des Publikums, die heute andere sind als je, entsprechen. Mit der Gastwirts- mesie ist eine große gastronomische Schau und eine Kochkunst aus st ellung verbunden. Man beachte die gestrige Anzeige.
.nein/ ich kennen ja Euer verfluchtes Maulwerk." und er bornierte mit seinem schweren Stock so auf den Küchentisch, daß es einer anderen wie der Lena vor Schrecken die Sprache verschlagen hätte.
Die aber war nicht so ängstlich, sie l»erteidigte sich wie eine angegriffene Löwin: bei ihrer ewigen Se- ligk^t, nie war sie dem Mädchen zu nahe getreten, im Gegenteil, die Maria eher ihr/' Aber man könnt der ja gar nix Übelnehmen, die is lustig und jung." Sie hatten nie ernsttich was miteinander gehabt. Aber wenn der 5)err Dousemont meinte, es wäre doch so, dann konnte sie ja gleich gehen, und der Herr Dousemont konnte die Maria behalten. Die Lena ivehrte mit ihrer Baßstimme so energisch die ungerechte Beschuldigung ab, daß Herr Dousemont auf seinen Herrenberg floh.
Mtvern glückte es noch viermal, erfolgreich einzusenden, um es dadurch auf 5 Tore zu bringen. Alles in allem kann der Mtv. Gießen auf diesen Sieg besonders stolz sein, da er mit besonderer Zähigkeit erzielt wurde.
Tb. Wehlar II — Td. Heuchelheim I 1:3.
Geräiewetturnen im 3. Bezirk Gau Hessen O. T.
Arn Sonntag fand in A i d d a, zum ersten Male in der sehr geräumigen neuen Turnhalle, das oben bezeichnete Turnen unter Leitung der Bezirksturnwarte Z e s ch k h und Reitz statt. Die Meldungen dazu blieben erheblich hinter denen des Vorjahres zurück, was Wohl einesteils an der Mwicrigen finanziellen Lage manches Landvereins liegt, der in gemieteten Wirtssälen turnen muß, größtenteils aber an den immer zahlreicheren Veranstaltungen und Vergnügungen für die Jugend. In turnerischer Zucht und Ordnung und ohne den geringsten Anfall wickelte sich das Turnen ab. Schon um 2.30 Ahr konnte die Siegerverkündigung durch den Dezirksver- treter Wolf nach einer werbenden Ansprache vorgenommen werden. Wir lassen unten die drei ersten Sieger jeder Stufe folgen.
Rachmittogs waren die Kampfrichter und die Wetturner vollzählig der Einladung des Brudervereins Ridda zu einem in der Turnhalle stattfindenden Militärkonzert der Reichswehrkapelle Gießen gefolgt, die zu Ehren der Turner in ihrer Vortragsfolge auch Turnerlieder und -Märsche vorgesehen hatte.
Turner stufe (Reunkampf). 18 Teilnehmer, 16 Sieger. 1. Kurt Katz, Hungen, 161 Punkte; 2. Wilhelm Brandenburger, Hungen, 155 Punkte: 3. Willi Meyer, Gebern, 149 Punkte.
Jugend - Ober stufe (Neunkampf). 10 Teilnehmer, 10 Sieger. 1. Gustv Bausch, Langsdorf, 151 Punkte; 2. Werner Glitsch, Hun- gen, 150 Punkte; 3. Karl Immelt, Freienseen 139 Punkte.
Jugend-Unterstufe (Siebenkampf). 27 Teilnehmer, 26 Sieger. 1. Wilhelm Ulrich, Nidda, 119 Punkte; 2. Heinrich Schlößinger, Hungen, 118 Punkte; 3. Otto Graf, Villinaen 117 Punkte. y ’
Schuler (Siebenkampf). 55 Teilnehmer, 49 Sieger. 1. Heinrich Naumann, Gedern, 126 Punkte; 2. Fritz Emmerich, Hungen, 118 Punkte; 3. Paul Dender, Langsdorf, 115 Punkte.
Handball der D. T.
Tb. Wetzlar I — Mtd. Gießen I 3:5.
3n Wetzlar spielt man einen guten Handball. Mancher Verein hat es schon erfahren müssen, daß in Wetzlar nicht leicht Lorbeeren zu pflücken sind. Um so überraschender war es, daß die Wetzlarer am Sonntag Zeuge eines schönen Sieges der Gästemannschaft werden mußten. Die heimische Elf mußte sich der stärkeren des Mtv. Gießen mit 3:5 Toren beugen. Die Mannschaft des Tv. Wetzlar stand in Erwartung des ernsten Kampfes in völlig einheitlicher Besetzung ihrem Gegner gegenüber, der in letzter Minute auf seine beiden Verteidiger verzichten mutzte. Die Umkrempelung bei Gießens Mannschaft machte sich gerade in der ersten Halbzeit stark bemerkbar. Läuferreihe und Verteidigung der Gießener hatten alle Hände zu regen, um den flinken Sturm der Wetzlarer nicht zum Erfolg kommen zu lassen. Wetzlar ging nach einem flotten Durchbruch in Führung. Schon gegen Ende der Halbzeit kam aber der Mtv. merklich auf und konnte durch seinen Linksaußen den Ausgleich erzwingen. Nachdem die Seiten gewechselt waren, beherrschte die Elf des Mtv. das Feld. Zweimal zwangen die Wetzlarer noch gültige Tore, um auf drei zu erhöhen. Aber den
Am Sonntag trafen sich diese .Mannschaften zu einem Gesellschaftsspiel in Heuchelheim. Da der vom Verband bestimmte Schiedsrichter nicht erschien, übernahm ein Heuchelheimer Spieler das Amt, doch der ganze Spielverlauf litt am Nichterscheinen des Schiedsrichters. Mit 2:1 "" Heuchelheim wurden die Seiten gewechselt. Platzmannschaft konnte das Ergebnis noch um ein Tor erhöhen und verließ als Sieger t ... Platz.
gMenen Berße.
Vornan von Clara Viebig.
Copyright 6t) Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart.
gefunden. Der Staat-präftbe nt von Hessen hat des Protektorat über die Gastwirtsmesse übernommen. Dem Ehrenaus- s ch u ß, dessen endgülttge Konstituierung in Kürze erfolgt sein wird, gehören alle führenden Persönlichkeiten der Behörden, der wirtschaftlichen Organisationen und des Gewerbes an. Der hessische Staat hat sein Interesse dadurch bekundet, daß er goldene und silberne Medaillen für die Aussteller zur Verfügung stellte, desgleichen die Stadt D a r m st a d t, die die Ehrenplakette der Stadt für die besten Leistungen verleihen wird. Außerdem ist eine große Anzahl von Ehrenpreisen zur Verfügung gestellt worden.
Die erste Süddeutsche Gastwirtsmesfe findet vom 5. bis 10. M ai in Darmstadt statt.
gung 1900 bedeutet es gerade tm Augenblick des Abschiedes eine besondere Genugtuung, ihr« Arbeit von Eugen Eldracher in dieser Weise belohnt zu sehen.
Spielabteilurig des L.-L.-Gymnasiums.
Die 1. Handballmannschaft spielt am Samstag gegen die 1. Jugendmannschaft desMännerturn- Vereins das Rückspiel. Die Spielstärke beider Maimschaften ist ziemlich gleich, so daß ein spannen» des Spiel zu erwarten ist.
Westdeutsche Fußball-Meisterschaff.
Rach zwei schweren Spielen gegen Preußen Krefeld und Köln-Sülz, die zugleich Niederlagen für unseren Dezirksmeister bedeuteten, dürften die Kasseler Kurhessen Gelegenheit haben, am kommenden Sonntag gegen den Südwestfalenmeister Hagen 7 2 erstmalig Sieg und Punkte einzuheimsen. Das Spiel findet in Hagen statt. Wir müssen im allgemeinen Kuichessen für die bessere und durchschlagskräftigere Elf halten, ohne Damit .sagen zu wollen, daß ein Kurhessensiea sicher ist. Die westfälische Zähigkeit wird den Hessen ganz bestimmt schwer zu schaffen machen.
ferner tritt am Sonntag auch der 6.6. 0 3 erstmalig in Tätigkeit, in der Runde der Z w e i - t en, und zwar gegen den Rheinbezirksvertreter, den V. f.R. Köln in Koblenz. Für die 03er bedeutet das ein schweres, aber nicht hoffnungsloses Zusammentreffen. Bei kompletter Elf rechnen wir sogar mit einer evtl. Punkte- teilung. m. w.
tlm den Aufstieg zur 1. Bezirksklasse Hessen-Hannover.
Mit einem so glatten 6:1-Sieg des Lahnkreis- Meisters V.f.B. Kurhessen Marburg ge- gen den Kasseler Vertreter, B. V. 0 6. Satte man nirgends gerechnet. Aber die Marburger Mannschaft Hal sich tatsächlich derart herausgemacht, daß man in ihr den Sieger sehen muß. Am kommenden Sonntag setzen die Marburger die Aufstiegsspiele auf eigenem Platz fort. Hessen Hersfeld ist der nächste Gegner, der wohl ebenso wie die vorhergehenden die Marburger als die besseren anerkennen wird. Man geht nicht fehl, wenn man die beiden aufsteigenden Mannschaften in Marburg und 06 Kassel sieht, wahrend Hersfeld und Northeim auf der Strecke bleiben werden. m. w
Süddeutsche Fußballmeisterschaft.
Am nächsten Sonntag sind in der Runde der Me i st e r wieder alle Vereine im Kampfe. Als wich, tigstes Spiel ist das in Karlsruhe zu betrachten zwischen dem K. F. V. K a r l s r u h e und der Eintracht Frankfurt a. M., weil es sich hier um den weiteren Verbleib der Frankfurter auf dem zweiten Tabellenplatz handelt, sofern ihr ein Sieg gelingt. Dieser wird ihr jedoch nicht leicht werden. Etwas leichter sollte es die S p i e l v e r e i n i g u n g F ii r t h auf eigenem Platze gegen Wormatia Worms haben. Sportverein Waldhof hat in Mannheim die Stuttgarter Kickers zu Gaste, denen er trotz aller Anstrengungen Sieg und Punkte wird überlassen müssen. Noch weniger Aussicht auf ein günstiges Abschneiden fjat der Fuß. balloerein Saarbrücken gegen den Tabellenersten Bayern München, der seine Spitzenstellung in diesem für ihn im voraus schon gewonnenen Spiel befestigen wird.
In der T r o st r u n d e tritt Rot-WeißFrank- furta. M. Saarv5Saarbrücken gegenüber. Die Frankfurter werden des vorigen Spiels eingedenk fein, das ihnen mit 1:1 nur ein Unentschieden gebracht hat. B o r u s s i a N e u n k i r ch e n hat auch einen Gegner, von dem sie sich beim erstenmal unentschieden trennte. Diesmal aber werden die Ise n° Burger beide Punkte für sich in Anspruch nehmen. Das wichtigste Spiel der Gruppe veranstaltet der F. Sp. V. 0 5 M a i n z auf eigenem Platze gegen den V. f. L. Neckarau. Der Stärkeunterschied zwischen den beiden Parteien ist nicht allzu groß. Deshalb kann möglicherweise ein Unentschieden entstehen.
In der Gru ppe Südost sind nur zwei Spiele ungefeöt. 1860Munchen tritt gegen den deutschen Meister, den 1. F. E. N ü r n b e r g, an. Es ist kaum anzunehmen, daß ihm ein Sieg gelingt, ebensowenig wie damit zu rechnen ist, daß der 1. F. E. Nürnberg weiterhin sich Punkte abnehmen läßt. Ein Sieg der Nürnberger darf also als ziemlich sicher erwartet werden. Union Böckingen empfängt im S.C. Freiburg einen gleichwertigen Gegner, der ihm
T.u.Sp. Butzbach — Tb. Eschersheim 2:9.
Die kombinierte Mannschaft unseres Hessengaumeisters mußte sich mit dem hohen Ergebnis 9:2 von einer kombinierten Mannschaft des Tv. Frankfurt-Eschersheim als geschlagen bekennen.
Die Kreiv Meisterschaft.
Bei den Endspielen um die Kreismeisterschaft des Mittelrheinkreises, die in Langen stattfanden, konnte bei den Männern der Tv. Malstatt - Saarbrücken zum zweiten Male, bei den Frauen die Turngem. Eintracht Frankfurt zum sechsten Male Kreismeister werden.
Turnverein von 1846.
Zum fälligen Rückspiel fährt die 1. Mannschaft am Sonntag nach Wetzlar zum Turnverein. Ob es den Gießenern gelingen wird, die vorige Schlappe wettzumachen, ist fraglich. Die Wetzlarer sind ein äußerst gefährlicher Gegner und werden alles daransetzen, den Sieg an sich zu reißen. Auch die neugegründete 2. Mannschaft fährt nach Wetzlar, um gegen die gleiche des dortigen Turnvereins anzutreten. Der Spielausgang ist offen.
Gau Lahn-Oünöberg A. O. T.
Gangcrätcivctmrnett.
D Am Sonntag fand in W i e se ck das Gerote- wetturnen das Gaues statt. Die Teilnah-ine war sehr gut, denn aus allen Teilen des Gaues waren die Turner und Turnerinnen erschienen, um in friedlichem Wettkampf ihre Kräfte zu messen. Den ganzen Vormittag herrschte in zwei Lokalen reger Turnbetrieb. Die Nachmittags- Veranstaltung, die eine Werbeveranstaltung war, nahm einen schönen Verlauf. Nach einigen De- grüßungsworten durch den Vereinsvorsitzenden Euler (Wieseck), sowie durch Vortrag eines Begrüßungsliedes durch die Gesangsabteilung des dortigen Turnvereins brachten alle Vorführungen des reichhaltigen Programms Hervorragendes. Diese Veranstaltung bot jedem Besucher immer wieder Neues; man kann hiernach sagen, daß in den Gauvereinen auf jedem Gebiet der Körperpflege und Volksgesundheit intensive Arbeit geleistet wird. Nach verschiedenen Ein- lagen ergriff der Vorsitzende des Gaues, Herr Daupert (Wieseck), zu einer kernigen Ansprache das Wort, worauf der Derbandsvor- fthende des Südwestdeutschen Turnverbandes, Lehrer Zöller (Hausen), Grütze des Verbandes entbot. Nach einigen weiteren anfeuernden Worten des zweiten Derbandsvorsihenden, D a u - jr» (Wieseck), gingen die Gauturnwarte Keller (Krofdorf) und Förster (Dorlar) zur Preisverteilung über.
Oberstufe (Neunkampf): 1. Dieser mit 153 Punkte Ludwig Hettche
ihren Schatz ins Haus zu lassen, das war gerade falsch gewesen. Ins Haus hätte er kommen müssen n>ie ein anständiger Freier, anstündig auf genommen werden; unter seinen Augen mußten die veiden fein, bann wäre es nie und nimmer dazu gekommen, bafc der junge Mann über den Zaun stieg, lüstern nach verbotener Frucht und die pflückte.
Herr Dousemont bedauerte seinen Mißgriff lebhaft, er war ganz alteriert. Und daß er, der so gern lecker speiste, nicht nur feinem Gaumen, auch seinen Augen etwas Gutes antat, nun dieses schöne Kind mit der unbefangenen Heiterkeit, die so wirkte wie freundliche Sonne, fortab nicht mehr nm sich haben sollte, das wollte ihm gar nicht in den Sinn. Ihn grauste, wenn er an das Gesicht der Lena dachte.
Und was der Heinrich wohl dazu sagen würde? Der kam, ehe er zu seiner Hochzeit nach Berlin fuhr, noch einmal hierher zurück, freilich nur kurz, aber gerade, weil es nur kurz war, hätte er dem Sohn das Vaterl-aus gern noch einmal im besten Licht gezeigt, es dem so recht behaglich gemacht, und wie konnte er das mit der alten, übellaunigen Person und einem noch uneingeschulten Trampel, der in nichts Bescheid wußte? Und wenn er bann dem jungen Paar bei feiner Ankunft das große Essen gab, zu dem alle Honoratioren gelaben wurden, ein tfeft, wie nochmals eine Hochzeit, wie sollte bas bann werben mit all seinen Vorbereitungen, wenn bie Maria ihm nicht dabei half? Wegen dieser leidigen Geschichte ihm davonging?!
Wie hilfesuchend blickte der Alte um sich; da sah er im Berg die vielen Reben, ein warmer Wind hob das grüne Weinlaub und der Wind kroch darunter und küßte die schwellenden Beeren. Und da waren die Berge, da war der Strom, und der Berg drüben neigte sich auch und küßte im Spiegel die Mosel — alles strebt zueinander, vereint sich. Nur der bleibt einsam, der abgängig ist und greises Haar hat.
Herr Dousemont fühlte es heute auf einmal, daß er schon alt war; mit steifen Beinen ging er den Weinbergspfad abwärts. Noch heute wollte er mit ber Maria sprechen, vielleicht, daß er sie bereden konnte, vorderhand wenigstens doch zu bleiben; e» eilte ja noch nicht ...
Fortsetzung folgt.)
^ich gehn gleich mit." Er drängte hinter ihr her. ,..Aie war erschrocken; nicht daß sie sich gefürchtet hatte, ihn hereinzulassen, aber wenn sie nun drinnen Licht anmachen mußte, und wenn er sie bann im Hellen sah?! Aber Gott fei Dank, sie fand auch ohne Licht alles, es stand wohlgeordnet im Schrank beisammen, sie brauchte cs ihm nur in die Stube zu tragen. Da saß er schon im Sofa und wartete ausgehungert. Er aß mit hastig malmenden Zäh-
€r kaum genug. Sie saß, an ihn gelehnt, jttu neben ihm auf dem Sofa und freute sich, une gut es ihm schmeckte. Keiner von ihnen wollte — sahen sie denn so nicht genug?
D (Bott, nur kein Licht! Nettchen schauderte.
Wik nun fertig gegessen: das hatte aber mal gut geschmeckt! Wahrhaftig, er war dem Mädel von .^)erzen dankbar, ein gutmütiges Sing! Wenn er nur Wasser hätte zum Waschen.
-J™"™ ^örte sie's so lief sie auch schon. Sie holte ichnell Wasser, Seife und Handtuch. Sie hatte in ihrem ganzen Leben noch nid/ts Liebes gemafdien, meber Mann noch Kind, nun wusch sie ihm der vor Wohlgefühl stöhnte, das Gesicht und bie Hände. Sie tat es geschickt, so geschickt im Dunkeln, als fei es im Hellen; ihre liebevolle Sorgfalt leuchtete ihr. Dann kniete sie nieder, ob er auch widerstrebte — o weh, wenn sie seine zerrissenen Schuhe jetzt fühlte, die durchlöcherten Strümpfe! - stellte feine brennenden Fuße m die Schale mit Wasser und kühlte sie: das tat ihnen wohl, o die armen Füße! Und bann trocknete das Mädchen sie ihm. Es erschien Nettchen wonnesam, atyo dienend auf den Knien au liegen. °
gofepf) empfand eine große Erleichterung, bas Brennen hatte gleich aufgehört; und als sei mit den Schmerzen der Sohlen auch anderes verschwun- den, bas ihn geschmerzt hatte, so war es ihm. Er Me sich auf einmal ganz frei, ganz leicht. So schlimm war das am (Eu.be doch nicht, daß er nun nach Afrika mußte, er hatte sich bas viel, viel fchlim- mer gedacht. Auch dort gab es Mädchen, und wenn
Hier oben im Weinberg hörte er wenigstens nicht bas empörte Grollen der gereizten Löwin, aber ge= 'nutlich war es ihm doch nicht. Was war mit der Kleinen passiert, daß sie Hals über Kops Ijeim wollte? Er machte sich allerlei Gedanken, er kam sich gewissermaßen verantwortlich vor für das junge Kind, das der Bremm ihm ins Haus gegeben hatte. Fernand anderem hätte der feine schöne Tochter vielleicht gar nicht anvertraut. Wie stand er vor dem ehrlichen Mann nun da? Der Alte vom Berge saß lange oben auf der Bank unterm Kreuz und dachte nach. Nie war die Maria mit jemand an- berem ausgewesen, als mit dem jungen Menschen aus ihrer Heimat, der sie zuweilen besuchen kam. Er hatte nichts dawider gehabt, der Mensch machte einen sel)r guten Eindruck, hatte so treuherzig seine Hand hingestreckt, als er die beiden einmal traf und die Maria ihn ihm vorstellte. Und sie war aud) fo unbefangen dabei gewesen; er hatte kein Arg gehabt. Aber freilich, junge Leute fo allein beieinander — ach, ach! Und der Alte gedachte auf ein- mal schmunzelnd der eigenen Jugendzeit: konnte man von dem jungen Menschen denn erwarten, daß er nicht zugriff bei einem fo schönen Mädchen? Die Mana war ein zu goldiger Schatz. Ach, ach! Herr Dousemont wurde plötzlich gatu traurig: es wäre doch ein Jammer, wenn dieses Mädel, gerade dieses Mädel sich verplempert hätte! Und er machte sich Vorwürfe, denn nun schien ihm kein Zweifel mehr, warum die Maria von hier fort wollte. Was war er doch für ein Schafskopf gewesen, für ein alter, kurzsichtiger Tor! Daß er der Maria verboten hatte.
einer jung ist und versteht, sie zu nehmen, bann sind fte auch freundlich. (Er fühlte sich wieder ganz wohl- gemut. Das liebe Nettchen! Das hatte ihm wirklich viel Gutes getan. Und das gute Mädchen würde ihn auch nicht ganz oergeffen. Er lächelte: so blieb denn doch noch ein Erinnern an ihn in der Heimat zurück. Er zog sie von den Knien auf und fetzte sie sich auf den Schoß.
(Ein Gefühl unendlicher Seligkeit überdauerte Jlettdjen, sie mackste ihre Augen fest zu und ließ den Kops an feine Schulter sinken. Wie im Traum suhlte sie feine streichelnde Hand. Tiefe Dimkelheit und tiefe Nachtstille, die kein Ruf von draußen kein Laut unterbrach; sie hörte nur den Atem des Mannes und den ihren, der rasch und zittrig ging. Qonft nicht!—. Und doch, was war das? Was war das?! Es dämmerte ihr etwas auf, es drängte schnell näher und näher, es überfiel sie und hielt sie fest. Mit der Schnelligkeit eines Himmel und Erde durchzuckenden Blitzes war es gekommen — ein Gedanke.
Und dieser Gedanke überwältigte Nettchen. Sie Zitterte unter ihm.
Aber ber Joseph ließ sie jetzt von seinen Knien hcrabgletten: „Nettchen, lebwohl!" Er stand auf. Er ftanb ungern auf, aber die hier war bock) zu schabe, baß er sie ins Gerede brachte, die war keine von denen, die man bezahlt — er hätte sie ja auch nicht bezahlen können — darum war es besser, daß er jetzt ging. Er tastete sich zum Ausgang.
Sie jedoch sprang ihm nach, mit einem Satz mar fie wieder bei ihm, sie packte ihn mit Armen, die auf einmal eine Kraft besaßen, die niemand ihnen zu- getraut hätte. Sie hatte den Blitz gesehen, der alles erhellt, der ihr Leben vor ihr erleuchtete: jetzt wußte sie, was sie wollte. Und jetzt wußte fie auch, was fie tun mußte — ja, mußte.
Den Mann vom Ausgang wegzerrend, hielt sie ihn fest mit eisernen Armen.
11. Kapitel.
.Maria Bremm hatte Herrn Dousemoitt gekündigt Der Alte war sprachlos: dieses Mädchen, das er gehalten hatte wie zugehörig, wie ein eigenes Kind fast, das wollte fort?! Der mußte doch irgend je- manb etwas zuleide getan haben, es konnte gar uldsts anderes fein. Er nahm sich die alle Lena vor: „Ihr ward sicher zu grob — nä, sag nit
(Lollar) und Otto Dender (Nodheim); 2. Sieger 150 P. Albert Drescher (Lollar) und Ludwig Lepper (Waldgirmes); 3. Sieger 148 P. Wilh. Schmidt (Waldgirmes), Heinrich Römer (Wieseck); 4. Sieger 147 P. Carl Agel (Lollar); 5. Sieger 146 P. Wilh. Ferber (Waldgirmes).
Turner sinter stufe (Siebenkampf): 1. Sieger 133 P. Walter Bierau (Lollar);
2. Sieger 117 P. Ludwig Knortz (Ahbach);
3. Sieger 116 P. Willi Feldmann (Wißmar); 4. Sieger 114 P. Waldemar Grote (Lollar), Karl Rupps (Garbenheim); 5. Sieger 113 P. Willi Bauber (Waldgirmes).
Turnerinnen Ober stufe (Siebenkampf): 1. Sieger 126 P. Paula Hildebrand (Wieseck); 2. Sieger 116 P. Anna Bernhardt (Wieseck); 3. Sieger 114 P. Emilie Schmidt (Wieseck); 4. Sieger 111 P. Clara Bremer (Wieseck); 5. Sieger 108 P. Gertrud Verlach (Wieseck).
Turnerinnen Unterstufe: 1. Sieger 85 P. Emma Lotz (Wieseck); 2. Sieger 79 P. Ottilie Schreiner (Wieseck), Anna Pausch (Wieseck); 3. Sieger 78 P. Emma Schreiner (Wieseck); 4. Sieger 77 P. Minna Seibert (Wieseck); 5. Sieger 76 P. Martha Röhl (Wieseck), Lina Erb (Wieseck).
(Sauwaldlauf
Gießen—Wehlar (W.G.V.)
Die ursprünglich für Sonntag, 25. d. Mts., in drei Gruppen im Gau angesetzte Gauwaldlaufmeisterschaft ist auf den 1. April verlegt worden. Der Lauf wird getrennt nach Leichtathleten, Fußballspielern und Jugend ausgetragen.
Handball in Hessen-Hannover.
Der Bezirksmeister Kurh. Pol. Kassel setzt am nächsten Sonntag seine Spiele um die westdeutsche Meisterschaft fort, und zwar trifft er diesmal auf die stärkste aller Mannschaften des Westens, den B. f. B. 0 8 Aachen unter der Leitung des besten deutschen Handballschiedsrichters R ö t h m a n n, Barmen. Kurhessen hat hier gar keine Möglichkeit, sich durchzusetzen. Die Aachener sind eben im Westen säst eine Klasse für sich, und für die Kurhessen wird es sich nur darum handeln, die sichere Niederlage nicht zu hoch werden zu lassen. — Erwähnenswert ist noch das gute Abschneiden des V. f. L. Wetzlar gegen die beste Frankfurter Mannschaft, H a n d - ball sp. -Ve r. Frankfurt. Wetzlar holte ebenso wie in Wetzlar ein Unentschieden, diesmal mit 2:2 Toren heraus.
Handball der Gp.-Vg. 1900.
B. Die HandbctNabteilung der Sp.-Vgg. 1900 hat sich für nächsten Sonntag einen Gegner nach frier verschrieben, der eine gewaltige Steigerung der Anforderungen notwendig macht. Es ist dies der Pvlizeisportverein Butzbach. Nachbarstädter haben gerade in den letzten Wochen besonderes Interesse auf sich getentt, gilt es doch für sie, sich für die Ligatlasse des Frankfurt-Darmstädter Bezirkes zu gualifizieren. Die 1900er gehen in Anbetracht eines sich in Hochform befindlichen Gegi'.ers mit etwas gemischten Gefühlen in den Kampf. Wenn die Mannschaft seither in stärkster Aufstellung ge- spielt hätte und das auch am nächsten Sonntag tun könnte, wäre mit einem energischen Widerstand zu rechnen gewesen. Trotzdem sind die Spielvereinigungsleute einer erfolgreichen Gegenwehr fähig, vorausgesetzt, daß sie sich nicht zu Anfang überrumpeln lassen.
Leichtathletik der Sp.-Vg. 1900. Eldracher startet für „Eintracht"Frankfurt.
ö. Wenn auch seit geraumer Zeit mit dem Weggang des hervorragenden 1900er Sprinters und Olympiakandidaten Eldracher gerechnet wurde, so muß doch die Tatsache, daß er sich in Frankfurt a. M., wo er sein Studium sort- setzen wird, in der kommenden Saison betätigt, nicht nur bei der Gießener, fonbeim auch bei öer gesamten westdeutschen Sportgemeinde das Gefühl eines Verlustes auslösen. Vor einem Jahre noch kaum über die Grenzen seiner engeren Heimat bekannt, hat dieser ausgezeichnete Spvrtsmann im Verlause der vergangenen Saison die Aufmerksamkeit der deutschen Sportwelt auf sich zu lenken vermocht. Die Anerkennung ist ihm durch die Einreihung in die Olym- Piatändidatenliste und die Verleihung der Zehn- Besten-Nadel der Deutschen Spvrtbehörde für Leichtathletik geworden. Für die Spielvereini-
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Wtlag- vorn i*Äi« ®’-t «ute Spieler er B'gts jch, voran- in Aastrelen hc S-eßen v-rtrrkn ° grQ "d °Moerem |d)° Stirn*» Toren.
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nnb fernes ausgeze ba beide Mhmder! gebend für den Sp her die ffrfbftnW t über NaMe oer ihr eigen nennen.
Das LchEpiel bi 1900s gegen w Zutzbach.
Die 1. Fußball Siplomfpiek durch c fort, wobei man den Ersatzleute, wenig G
Um 6am8tagnad Mspiel zwischen d ritztervereini her Siebener C gung statt. Beide zusMmengestellt.
Die Ligaman Sonntag hier gege zu einem Gesellscha in der vergangen Lahnlreisliga und durchaus leine schl Mannschaft spielst durch ihren Eifer Elf tritt bis auf licyster Aufstellung einen Karen Sieg letzten Spiel auf zumachen.
Die Clgarefe ÄerbvrnS als (? W nach ebenfalls «n MV Arsu
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