rungsbezirk Düsseldorf und den Regierungsbezirk Münster zur Lösung. Sowohl für die Städte wie für die Landkreise soll erreicht werden, daß die neuen Gemeinwesen eine für ihre Entwicklung vollkommen ausreichende Größe und finanzielle Leistungs- f ä h i g k e i t besitzen. Diese Reformen werden kontinuierlich durch ganz Preußen fortgesetzt werden. Rach einer oberflächlichen Schätzung dürften durch die vorliegenden Gin und LlmZemeindungs- vorschläge etwa 1 0 0 0 Kommunal beam- tcn eingespart werden. Wesentlicher noch ist die Vereinfachung des Dcrwaltungs- ganges. Die Fragen hinsichtlich der Enklaven und Exklaven liegen schwieriger, da die Enklaven das dreifache der Exklaven Preußens betragen und die Ablösungen und Kompensationen erhebliche Schwierigkeiten bereiten werden. Die Beibehaltung der Oberpräsidenten hält der Minister für notwendig.
Lohnkamps in der mitteldeutschen Metallindustrie.
Eigene Drahtmeldung des »Gießener Anzeigers"
Berlin, 23. Jan. In der mitteldeutschen Eisenindustrie ist es zu einem Kampf gekommen, der rund 50 000 Metallarbeiter trifft. Die Lohnbewegung geht schon seit vielen Wochen, aber alle Bersucbe, eine Verständigung zu finden, sind bisher gescheitert. Schon bei den Verhandlungen, die der Schlichter für Mitteldeutschland führte, kam es zu recht lebhaften Auseinandersetzungen. Am 12. Januar fällte dann der Schlichter einen Spruch, der den Metallarbeitern eme Zulage von 3 Pf. in der Stunde und in der Spitzengruppe geben sollte. Die Metallarbeiter, deren Forderungen unvergleichlich viel weiter gingen, sie verlangten eine Erhöhung bis zu 17 Pf., lehnten diesen Schiedsspruch als vollkommen ungenügend ab. Es kam zu Verhandlungen im Reichsarbeitsministerium, die vergangenen Donnerstag ergebnislos abgebrochen werden mußten. Obgleich der Verband der Metallindustriellen eine Verbindlichkeitserklärung des Spruches verlangt hat, hat der Reichsminister diesem Wunsche nicht entsprochen. Der Verband der mitteldeutschen Metallindustriellen hat nun die Aussperrung der mitteldeutschen Metallarbeiter beschlossen, und zwar mit Wirkung von Dienstag, den 24. Januar ab. Heute streiken bereits 25 000 Arbeiter, während von der Aussperrung noch weitere 25 000 aus den Werken betroffen werden.
Tanfkündigung im Ruhrgebiet.
Dochum. 22. Ian. (WD.) In einer Konferenz von etwa 700 Delegierten des alten Berg- arbeiterverbanbes aus dem ganzen Ruhrbezirk wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, in der unter Hinweis auf die zu niedrige Entlohnung und die erhöhten Anforderungen an die Kräfte der Bergarbeiter durch die Mechanisierung und das Antreibersystem eine bedeutende Erhöhung der Löhne und eine Verkürzung der Arbeitszeit gefordert sowie die Organisationsleitung beauftragt wird, zum 30. April die Kündigung des Lohntarifs und des Mehrarbeitsabkommens auszusprechen. Der Reichstagsabg. H u s e m a n n, wies darauf hin. daß der Reallohn für die Gesamtbelegschaft nur 97 Prozent, für die Hauer sogar nur 93 Prozent des Friedenslohnes beträgt und dah in der Entlohnung die Bergarbeiter an fünfzehnter Stelle von insgesamt vierunbzwanzig Berufen stehen. Mit freiwilligen Zugeständnissen sei nicht zu rechnen. Die Arbeiterschaft müsse sich deshalb mit dem Gedanken des Streik- vom 1.Mai ab vertraut machen.
Alle Parteien gegen das Knegsschädenschtußgeseh. Berlin, 22. Ion. Im Reichstagsausschuß für Entschädig un gsf rag en wurde die Generalaussprache über das Kriegsschädenschluhgesetz beendet. Die letzten Redner, Abg. BaherS- d ö r f e r von der Bayrischen Volkspartei und 2lbg. Holz am er von der Wirtschaftlichen Vereinigung erklärten in ÄebeveinstimmMg mit allen vv.hergegangenen Rednern, dah die Regierungsvorlage ganz unzureichend sei und nicht als Schluhgesek gelten könne. Die Geschädigten mühten vielmehr die Möglichkeit be- h-alten, bei günstigerer Finanzlage des Reichs angemessener entschädigt zu werden. Am Dienstag wird sich die Regierung zu den Bedenken der Redner im Ausschuh äußern.
Bue aller Welt.
Grotzfeuer in Güstrow.
Am Samstagnachmittag wurde die Stadt Güstrow in Mecklenburg von einem verheerenden Brande heimgesucht. In der gegenüber dem Dahnhos gelegenen Ausstellungshalle war Feuer auSgebrochen, das mit rasender Schnelligkeit um sich griff. Das ganze Gebäude ^vurde bis auf die Llmfassungsmauern ern Raub der Flammen. Die Feuerwehr muhte sich auf den Schuh der Rachlarhäuser be- schränken. Außer den großen Sachwerten, die sich auf über 60 000 Mk. belaufen, sind auch dreWohnungen zweier Familien mit Dem Inventar vernichtet worden. Lieber die Entstehungsursache kann bisher noch nichts festgestellt werden.
Geständnis eines Brandstifters.
Der der Brandstiftung verdächtige Mitinhaber der Firma Emil Schulz L Eo. in K i e l, Ludwig Fed- deni, hat ein Geständnis abgelegt. Der Entschluß zu der Tat, in seinem Geschäftshaus Feuer anzulegen, fei ihm erst gekommen, als die Deckanzeige der Versicherung eintraf, die bekanntlich am 19. Januar, dem Tage nach dem Brande, ablief Die Versicherung war mit 95 000 Mark abgeschlossen. Zur Vorbereitung des Brandes hatte Feddern ungeheure Mengen Benzin, Automobilöl, Karbid und Putz- baumwolle so verteilt, daß eine Riesenexplosion hätte erfolgen müssen, über deren Folgen er sich im Unklaren war.
Die älteste Frau Deutschlands gestorben.
Im Alter von 107 Jahren starb in Embsen «Kreis Lüneburg) die Landwirtswitwe Johanna Prigge. geb. Schellhammer, die älteste Frau Deutschlands.
Schweres Autounglück.
Aus Flinsberg wird über ein schweres Autounglück an einem ungesicherten Bahnübergang bei Friedeberg (Reumark) berichtet. Ein von einer Veranstaltung des Allgemeinen Deutschen Automobilklubs von Flinsberg zurückkehrendes mit vier Personen besetztes Auto wurde bei dem
Nachklänge zur Länderkonferenz.
Württemberg und die Reichsreform.
Eigene Drahtmeldung des „Gießener Anzeigers"
Berlin, 23. Ian. Im Zusammenhang mit dem Vortrag des württembergischen Staatspräsidenten Bazille auf der Berliner Länderkonferenz ist von der sozialdemokratischen Fraktion des Württembergischen Landtags eine grohe Anfrage eingebracht worden, in der der Satz festgehalten wird, nach welchem der Staatspräsident in Bestrebungen zur Schaffung des Einheitsstaats eine „unmittelbare Gefahr für den De st and des Reiches" und in „diesem Spiele mit dem Feuer" die Gefahr erblickt, den ganzen Kontinent in Brand zu st ecken. Die Anfrage stellt fest, dah diese Erklärung in allen politischen Kreisen Erstaunen und Entrüstung hervorgerufen habe und dah man darin eine Drohung Württembergs erblicke, für den Fall einer weiteren Fortentwickelung der Einrichtungen des Reiches in der Richtung zum Einheitsstaat vom Reiche abzufallen, vielleicht sogar einen europäischen Brand zu entfesseln. Llnter Hervorhebung der Reichstreue des württembergischen Volkes wird gefragt, ob die Rede des Staatspräsidenten in Berlin ihrem Wortlaut nach der württembergischen Gesamtregierung vorgelegt und von ihr gebilligt worden sei, falls nicht, ob die erwähnte Erklärung Bazilles die Zustimmung der gesamten württembergischen Regierung finde.
Man darf einer kleinen rednerischen Entgleisung, auch wenn sie von einer so verantwortlichen Persönlichkeit und bei einer so verantwortlichen Gelegenheit zustande kam, nicht allzuviel Gewicht beimessen. Lind man würde es durchaus verstehen, wenn der württcmbergische Staatspräsident den sozialdemokratischen Angriffen den Boden dadurch entzöge, dah er seinen Berliner Erklärungen eine harmlose Deutung gäbe. Llm so mehr muh es freilich überraschen, wenn er nunmehr selbst in der Süddeutschen Zeitung das Wort ergreift, um seine angefochtene Erklärung
fast mit denselben Worten aufrecht zu erhalten und zu wiederholen: „Wer durch Abstimmungen nach Mehrheit zum Einheitsstaat zu gelangen hosft, gefährdet den Bestand des Reiches mit allen dann unvermeidlichen europäischen Folgen." Zwar gibt er diesem lapidaren Sah eine etwas mildere Deutung als die sozialdemokratische Interpellation sie seinen Berliner Ausführungen unterlegt. Er sagt dämlich, dah eine Lieberspannung des Einheitsstaatsgedankens zu einer Verkümmerung der Länderfinanzen und damit schliehlich zu „ungeahnten Wirkungen" unbeabsichtigter Ratur führen könnte.
Aber damit wird keine klare Antwort auf die Frage nach dem Sinn seiner Redewendung erteilt, und es wird im Gegenteil eher der Charakter dieser Ausführungen als einer Drohung unterstrichen. Man darf deshalb gespannt sein darauf, was die w ü r t t e m b e r gi f che Regierung als Ganzes auf die Interpellation erwidert. Ohne daß man sich mit der sozialdemokratischen Beweisführung zu identifizieren braucht, wird man es bedauern dürfen — und hat man es auch in allen andern Lagern bedauert — daß das Oberhaupt eines anerkannt reichs- und verfassungstreuen deutschen Landes, aus dem so viele vorbildliche Leistungen für die Reichseinheit seit den Tagen Uhlands yervorgegangen sind, in so unglücklicher Form einen mindestens bedenklich parti- kularistischen Gedankengang öffentlich vertritt. Das. ist keine Parteisache, sondern eine Frage der Reichsgesinnung. Man darf hoffen, daß die württembergisthe Staatsregierung in diesem Punkt zu einer Korrektur ihres dienstältesten Kabinettskollegen gelangt, die geeignet ist, diesen unerwünschten Eindruck in der Öffentlichkeit zu verwischen und der' sachlichen Auseinandersetzung über di« künftige Gestaltung ber Reichsstruktur den Stachel zu nehmen, den eine offenbar nicht einmal unbedachte Aeußerung Bazilles in diese Diskussion hineingetragen hat.'
Der Wechsel im Reichswehrminislmum.
Minister Gehler übergibt die Geschäfte.
Berlin, 21. Jan. (WTB.) Minister Dr. G e ß - l e r verabschiedete sich heute vormittag von den leitenden Offizieren und Beamten des Ministeriums. Er gedachte des Tages, an dem er vor acht Jahren in das Ministerium gekommen fei, allein und als Fremder. „Wo wir alle," fuhr Dr. Geßler fort, „bedrückt waren von der Sorge um den nächsten Tag, um die Erhaltung unseres Vaterlandes, dein damals, wie heute noch, von einem großen Teil unserer' früheren Gegner höchstens soviel des Lebens gelassen wird, daß wir die Lasten, die uns der Vertrag von Versailles aufgezwungen hat, leisten können. Dor uns stand die ungeheure Aufgabe, die tragische Aufgabe, die Auflösung des alten Heeres. Tausend« von pflichttreuen Soldaten, Offizieren und Beamten mußten ihren Abschied nehmen, die in der Inflation einem sehr unsicyeren Schicksal entgegengingen, Männer, die das Gefühl und das Recht hatten, zu sagen, daß sie in der schwersten Zeit Deutschlands mehr als ihre Pflicht getan haben. Die Jahre gingen hin: jedes Jahr hat uns neue Sorgen, neue Probleme gebracht. Ich bitte, es nicht unbescheiden zu nennen, daß ich das Gefühl habe, daß mich auch jedes Jahr mehr mit denen verounden hat, die ich hier als meine Mitarbeiter in diesem Hause gehabt habe, daß uns das Gefühl geeinigt hat, an einer großen Aufgabe mitzuarbeiten, das Gefühl, daß wir alles Persönliche zurückstellen und uns selbstlosindengroßen Dien st unseres deutschen Vaterlandes zu stellen haben. Und wenn ich heute aus Ihrem Kreis« scheide, so scheide ich nicht als Fremder, sondern im Gefühl der Waffenbrüderschaft, der Freundschaft und Kameradschaft, die mich mit meinen Mitarbeitern verbindet. Das beruht auf Gegenseitigkeit, und auf dieses Gefühl glaube ich stolz sein zu können. Kann es für einen Mann etwas Köstlicheres geben, als wenn er aus dem Amte scheidet mit dem Gefühl, seine besten Kräfte hingegeben zu haben. Wenn er aber auch die Ueberzeugung hegen darf, daß sein Werk gefördert ist, dessen Grundstein er gelegt hat."
Reichswehrminister Groener
dankte Dr. Geßler, bat ihn. ihm die langjährige Freundschaft zu bewahren, und gab seiner Lieber- zeugung Ausdruck, daß jeder Angehörige des Heeres und der Marine ihn auch in Zukunft als einen Kameraden ansehen würden. Minister Groener fuhr dann fort: „Meine ganze Liebe galt immer unserer Wehrmacht bis zum heutigen Tage und von heute an erst recht. Es ist keine Kleinigkeit für mich, aus dem beschaulichen Dasein des halben Gelehrten wieder in die Oeffentlichkeit und in die Politik einzutreten. Ich tue es aber gern, weil ich berufen bin durch das Vertrauen unseres Herrn Reichspräsidenten, unseres allverehrten und geliebten Generalseldmarschalls. Das ist der Boden, auf dem ich stehe: Das Vertrauen Hindenburgs! Herr Minister Geßler hat schon an das Vertrauen appelliert, daß Sie mir entgegenbringen werden. Wir werden uns kennenlernen, wir wollen gemeinsam unsere Schuldigkeit tun und Vertrauen zueinander haben in voller Offenheit, und ich bin überzeugt, daß wir die gute Grundlage, die in der Zeit meines Herrn Amtsvorgängers geschaffen worden ist, weiter ausbauen, weiter Erfolge erzielen werden, wenn
wir geradeaus den Weg der Pflicht gehen. Außerdem drängt es mich, Ihnen zu sagen, daß Sie mich als Kameraden betrachten sollen, und aus dem Gefühl der Kameradschaft heraus wird manche Schwierigkeit, die entstehen könnte, leicht überwunden werden."
Dann ergriff Admiral Zenker als dienst- ältester Offizier des Ministeriums das Wort und dankte dem scheidenden Minister mit warmen Worten für alles, was er für die Wehrmacht und jeden einzelnen seiner Untergebenen getan habe.
An die Wehrmacht.
Berlin, 21. Ian. (WD.) Der scheidende Reichswehrminister hat an die Wehrmacht folgenden Erlaß gerichtet:
„An die WehrmachtI
Der Herr Reichspräsident hat mir auf meinen Antrag den Abschied bewilligt, und ich scheide mit dem heutigen Tage aus dem Amte. Fast acht Jahre habe ich die Ehre gehabt, an der Spitze des Reichswehrministeriums zu stehen, und es waren schwere Iahte, denn in ihnen war die deutsche Entwaffnung nach dem Versailler Vertrag zu vollstrecken. Wir konnten in diesen Jahren aber auch a u f b a u e n und die gesetzliche und organisatorische G r u n d- lage für die junge deutsche Wehrmacht schaffen. Deutschlands Heer und Flotte sind wieder verwendungsfähig und im In- und Auslande geachtet. Dieses Ziel wäre nicht erreicht worden, hätte ich nicht in der hingebenden Arbeit aller Angehörigen der Wehrmacht so treue und unermüdliche Llnterstühung gefunden. Dafür in diesen Stunden Dank zu sagen, ist mir Pflicht. Die besten Kräfte zogen wir alle aus der großen militärischen Lieberlieferung, die zu pflegen ich mich berufen fühlte besonders aus der Lieberzeugung heraus, baß es Aufgabe des Soldaten ist, über alle Parteien hinweg, niemanden zu leide und niemand zu lieb, nur dem Vaterlands zu dienen. Stolz bin ich darauf, so lange Jahre Reichswehrminister gewesen zu fein, aber am stolzesten darauf, daß ich in diesen Jahren c i n festes Dand des Vertrauens mit Offizieren und Soldaten, Beamten und Angestellten knüpfte, das, so hoffe ich, unzerreißbar ist.
Heer und Marine rufe ich zum Abschied zu: Deutschland über alles!
Der Reichswehrminister.
gez. Dr. G e ß l e r."
Ein Erlaß des Reichswehrministers Groener an die Wehrmacht lautet:
„Durch das Vertrauen des Herrn Reichspräsidenten an die Spitze des Reichswehr- Ministeriums berufen, habe ich heute die Amtsgeschäfte übernommen. In der festen Lleberzeu- guna, dah unsere gemeinsamen Arbeiten von rückhaltslosem gegenseitigen Vertrauen getragen sein werden, rufe ich allen alten und jungen Kameraden ein herzliches Glückauf! zu.
Berlin, 20. Januar 1928.
Der Reichswehrminister: gez. G r o e n e r."
dichten Schneegestöber von dem aus Greiffenberg kommenden Zug bei Lleberque- rung der Bahnstrecke erfaßt und fast bis zum Bahnhof Fricdeberg mitgeiästeift. Der Fahrer, ein Fahrradhändler aus Goldberg und ein neben ihm sitzender Herr wurden getötet. Die beiden anderen Insassen haben schwere Bein- und Knochenbrüche erlitten.
Wieviel Milch
gibt es in Deutschland an einem Tage?
Deutschland be itzt zur Zeit rund 10 Millionen Milchkühe, dietäglichetwaöOMillionen Liter Milch liefern. Dies entspricht einem Iahreswert von ungefähr 3,6 Milliarden Mark. Auf Grund der angestellten Erhebungen kann man annehmen, dah diese Milchmenge im wesentlichsten wie folgt verwertet wird: 50 Pro».
I werden zu Butter verarbeitet, 7 Proz. finden
bei der Kälberaufzucht Verwendung und 3 Proz. werden zur Herstellung von Käse verwendet, während 40 Proz. dem unmittelbaren Verkehr als Trinkmilch dienen.
vierzig Schafe von Hunden zerrissen.
In Köppern fand man In dem dicht bei einem Wohnhaus befindlichen Schafpferch des Besitzers Röder zirka 40 Schafe tot vor. Die Tiere wiesen schwere Verletzungen und Bißwunden auf, so daß anzunehmen ist, daß in der Nacht wildernde Hunde eingedrungen sind und die Tiere zerrissen haben.
Bergfon Kandidat für den Nobelpreis.
Die Philosophisch« Fakultät der französischen Akademie für Politik und moralische Wissenschaften hat beschlossen, der Königlich Schwedischen Akademie den Philosophen Henri B § r g f o n als Kandidat für den Nobelpreis zu bezeichnen.
Noch zwei weitere Todesopfer der vötklinger hochofen-Lxplosion.
Saarbrücken, 23. Ian. (WTB. Funkspruch) Die Dölklinger Hochofen-Explosion hat zwei weitere Todesopfer gefordert. In der Rächt zum Montag sind der Betriebsführer RikvlausH aa s und der Hüttenarbeiter Heinrich Schmidt ihren Verletzungen erlegen. Die Zahl der Toten erhöht sich damit auf 13. Mit dem Ableben eines weiteren Schwerverletzten wird gerechnet.
Beim Bobtennen gestürzt.
Bei den Dobrennen in Schierke kam es zu einem schweren Llnfall. Infolge zu starken Bremsens wurde ein Cßtyb aus der Dahn geschleudert und stieß gegen einen Daum. Der Führer und ein Fräulein Brauns aus Berlin wurden schwer verletzt, der Bremser und zwei weitere Desahungsmannschaften trugen leichtere Verletzungen davon.
Mord.
Die amtliche Llntersuchung der Leiche des dieser Tage im Flußbett der hochgehenden. Jude zwischen Eschw,ei 1 er und Stollberg tot aufgefundenen Arbeiters Peter Schmitz hat ergeben, daß dieser ermordet worden ist. Rach Bekundungen eines Kameraden des Schmitz, wurden beide auf dem Heimweg von einem Fußballspiel von einem Llnbskannten überf allen. Er habe flüchten können. Schmitz wurde seitdem nicht mehr gesehen.
Zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt.
Wie erinnerlich, war der praktische Arzt Dr. Josef B r ö ch e r in Köln wegen Mordes, begangen an dem Architekten Bruno Oberreuter, durch Urteil des Schwurgerichtes in Köln vom 2. Juni 1927 zum Tode verurteilt worden. Durch Erlaß des preußischen Staatsministeriums vom 18. Ja« nuar d. I. ist nunmehr die Todesstrafe im Gnadenwege in lebenslängliches Zuchthaus umgewandelt worden.
Eine Schule für 3000 Kinder.
Der größte Schulbau Deutschlands, eine Einheitsschule nach Entwürfen von Bruno Taut, wird das Berliner Bezirksamt Reukölln in dem Ortsteil Köllnische Heide errichten. Diese neueste Berliner Schule wird einen Sportplatz, ein Schwimmbad und sechs Turnhallen erhalten. Der Llnterricht soll vom ersten Volksschuljahr bis zum letzten Jahr der höheren Schule erfolgen. Die Schule, ein Flachbau von 450 Meter Länge, soll zunächst 2100, später dann 3000 Kinder ausnehmen.
Studentische Ausschreitungen in Lemberg.
In Lemberg veranstalteten polnische nationalistische Studenten eine Strahenkundgebung mit dem Vorhaben, den ukrainischen Studenten ihre bunten Verbindungsmützen, die angeblich durch Farbe und Form das polnische Rationalgefühl verletzen, mit Gewalt abzunehmen. Da sich aber kein ukrainischer Student auf der Straße zeigte, zogen die polnischen Studenten vor ein jüdisches Kaffeehaus und warfen dort die Scheiben ein. Die gleichen Auftritte wiederholten sich vor dem Lokal einer jüdischen Gesellschaft. Die herbeigeeilte Polizei stellte die Ruhe wieder her. Sechs Personen wurden durch Steinwürfe schwer verletzt.
Line Richtigstellung.
Wie uns von authentischer Seite mitgetevlt wird, entspricht die Meldung aus Rio de Janeiro, nach der dem früheren König Ferdinand von Bulgarien die Genehmigung, im Hafen von Rio an Land zu geHen, nicht erteilt worden sei, nicht den Tatsachen.
Oie Wetterlage.
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Wettervoraussage.
lieber Holland lag heute morgen ein Teilwirbel, der sich zwar weiter auffüllen wird, aber beim Vorübergang auf unserem Gebiet vereinzelte Niederschläge bringt Im Raume von Island hat ein neues Tief an Ausdehnung gewonnen und bereits über den britischen Inseln zu erneutem Temperaturanstieg und Niederschlägen geführt. Gleichzeitig ist über Frankreich der Luftdruck kräftig angeftiegen.
Wettervoraussage für Dienstag: Wechselnd wolkig mit Aufheiterung, wenig Aende- rung der Temperaturen, jedoch zunächst wieder kühler, später Bewölkungszunahme und Neigung zu vereinzelten Niederschlägen.
Witterungsaussichten fürMittwoch: Wolkiges Wetter mit vereinzelten leichten Niederschlägen.
Lufttemperaturen am 22. Januar: mittags 1,9 Grad Celsius, abends 3,1 Grad Celsius; am 23. Januar: morgens 4,2 Grad Celsius. Maximum 4,4 Grad Celsius, Minimum —0,4 Grad Celsius. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 22. Januar: abends 1,7 Grad Celsius; am 23. Januar: morgens 1,9 Grad Celsius. — Niederschläge 0,8 Mil limeter.


