ligten Stellen nur ungenügend erfolgende Kursregulierung verschiedener Werte, deren starte Kurseinbußen den gesamten übrigen Markt ungünstig beeinflußten. An erster Stelle erfuhren die Daimleraktien wieder eine scharfe Abwärtsbewegung auf die Nachricht, daß mit dem belgischen Interessenten van Roggen eiye Einigung über die Bedingungen der Hebernahme des Schapiroschen Daimlerpaktes nicht erzielt werden konnte. Stärker angeboten waren ferner die Schifsahrtsaktien, nachdem der Abbruch der Cini- gungsverhandlungen zwischen der Hapag und dem Norddeutschen Lloyd mitgeteilt wurde. Man knüpfte hieran verschiedentlich Befürchtungen über die wahrscheinlichen Auswirkungen des nun wieder einsetzenden Konkurrenzkampfes der beiden Reedereien. Schließlich traten noch größere Kursrückgänge am Cffektenmarlt ein, namentlich für Schuckert und Siemens, da über das voraussichtliche Ergebnis der Aufsichtsratssitzungen der beiden Hnternehmungen am 20. und 21. Dezember Unsicherheit herrschte und von manchen Kreisen befürchtet wurde, daß die Siemensdividende unverändert bleiben werde. Späterhin aber wurde die Stimmung wieder optimistischer, zumal sich für diese Besorgnisse keine Anhaltspunkte ergeben hatten. Bom Elektromarkt ausgehend, an dem größere Deckungskäufe stattfanden, wurde die Haltung allgemein etwas freundlicher, wobei sich für I.-G.-Farben, Elcktrowerte, Schiffahrtsaktien und Autowerte zeitweise eine gewisse Belebung des Geschäftes durchsetzen konnte. In der Hauptsache dürfte es sich hierbei aber nur um Deckungen gehandelt haben, während das 3n* teresse von außenher weiterhin gering blieb. Ber- schiedentlich wollte man auf einigen Märkten Interventionskäufe kleineren Hmfanges beobachten. Die Besserung der Stimmung wurde unterstützt durch die feste Haltung der Reuhorker Börse und die am dortigen Geldmärkte eingetretene Entspannung. Am hiesigen Geldmarkt blieb Tagesgeld zum Satze von 7 Prozent nach anfänglicher Erleichterung gesucht, Heber die voraussichtliche Gestaltung des Iahresultimos war man sich meist noch im unklaren. An den Rentenmärkten war das Geschäft in deutschen und ausländischen Werten wieder äußerst gering bei meist nachgebenöen Kursen.
Wochenbericht
vom frankfurter Produktenmarkt.
In der neuen Woche war die Haltung am Frankfurter Produktenmarkt ziemlich ruhig, die Tendenz konnte jedoch als etwas freundlicher bezeichnet werden, und die Preisgestaltung nahm allgemein nach oben gerichtete Formen an. Die Händler traten etwas aus ihrer gewohnten Zurückhaltung heraus, da d e festeren ausländischen Dotierungen eine Anregung bot.m. Das Angebot, von Inlandware war sehr gering, da die bestehende Frostgefahr die Beschickung der Märkte stark beeinflußte, doch wurde den Anforderungen durchweg volllommen Rechnung getragen. Infolge der bevorstehenden Weihnachts.eiertage machte sich vermehrte Nachfrage nach Weizen und Roggen geltend. Auch Mehle waren im Zusammenhang damit vorübergehend etwas lebhafter verlangt. Bevorzugt war von Exportseite und Mühlen Weizen, der im Laufe der Woche beträchtlich anziehen tonnte. Roggen, der anfangs vernachlässigt lag, wurde gegen Ende der Woche ebenfalls lebhafter begehrt, und zwar stärker von Konsumseite. Sonst machte sich noch einiges Interesse für inländischen Ha er bei anziehendem Preis bemerkbar. Am Mehlmarkt war das Geschäft nur zeitweise reger, die Preise blieben jedoch gut gehalten. Am Futtermittelmarkt waren die Umsätze gering. Auch zum Wochenschluh konnte das Geschäft keine besondere Belebung erfahren. Die Tendenz blieb jedoch verhältnismäßig fest. Die weiter erholten Auslandnotie- runcen wurden günstig vermerkt, und die wenig an den Markt kommende Ware wurde glatt aufgenommen.
Verglichen mit den Notierungen der vergangenen Woche zogen Weizen 0,30, Roggen und Hafer je 0,25 Mark an. Die übrigen Getreidesorten blieben vollkommen unverändert. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Weizen 22,90, Roggen 22,25, Hafer, inländischer, 22,75 bis 23, Sommergerste 23,75 bis 24.
* Betriebseinschränkung a u f der Main-Weser-Hütte. Lollar. Wie uns von den Buderus'schen Eisenwerken mitgekiÜ toi d, muß der Betrieb der Main-Weser-Hütte in Lollar mit Rücksicht auf die durch die Iahres^eit bedingten Berhältnisse am H.izungsmarkt wahrend der Wintermonate eingeschränkt werden. Bon der ursprünglich beabfich'toten, dem Demo- bilmachungskommissar bereits angezeigten Entlassung von etwa 350 Mann wird zunächst abgesehen und versuchsweise auf einige Zeit unter
Entlassung von nur 50 Mann eine Feierschicht Samstags eingelegt
• Spareinlagen im DeutschenReiche im Oktober. Ende Oft)5er 1928 belief sich der Stand der Spareinlagen bei den deutschen Sparkassen auf 6546,9 Mill. Ml., gegen 6371,7 Mill. Mk. Ende Septenrber 1928. Der Zugang im Berichtsmonat beträgt mithin 175,2 Mill. Mk. Tie Scheck-, Giro-, Kontokorrent- und Despositen- einlagen beliefen sich Ende Oktober au, 1344,5 Mill. Mk. gegen 1337,0 Mill. Mk. am Ende des Monats September.
• Erhöhung des Privatdiskonte s. An der gestrigen Berliner Börse wurde der Privatdiskont für beide Sichten um 1/3 Prozent von 6' i auf 63/s Prozent erhöht.
• 8-Prozent-Goldpfandbriefe der Landeskreditkasse Kassel. Wie WTD.- Handelsdienst erfährt, ist es der Verwaltung der Land:skreditkasse Kassel gelungen, aus ihrer Serie 10 der auf Feingold abgeftellten 8pr^zenti- gen Goldpfandbrie.e in Höhe von 10 Millionen Mk. an ein Berliner Konsortium von Banken unter Führung der Preußischen Staatsbank (See- handlung) einen Betrag von fünf Millionen zu verkaufen. Damit dürste vorerst der größten Realkreditnot im Kasseler Bezirk, die vereits zu einer Drosselung des Pfandbrief kredites und zu einer Sperre in der Annahme von Darlehens anträgen seit etwas länger als drei Monaten geführt hatte, gesteuert sein. Dieser neue, auf Feingold ab- gestcllte 8prozentige Pfandbriestyp, Serie 10, in Höhe vor insgesamt 10 Millionen Mk. ist bis zum 1. März 1934 ohne Tilgungssatz vorgesehen, wird aber vom 1. März 1934 ab mit jährlich 1 Prozent g.tilgt werden. Die einzelnen Landes- rentcreien im Regierungsbezirk Kassel siird gestern von der Zo: ralverwaltung der Landeskreditkasse Kassel angctoiefen worden, Anträge auf Gewährung von Hypothekarkrediten zur Weiterbearbeitung durch die Zentrale in Kassel wieder anzunehmen.
• D ie Außenhandels st ati st ik von Frankreich. Rach der vorliegenden Statistik über den Außenhandel Frankreichs in den ersten elf Monateir des Iahres 1928 betrug in diesem Zeitraum die Einfuhr 44 865102 Tonnen im Werte von 48 235 353 000 Franken, was gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres eine Verminderung der Tonnenzahl um 467 243, jedoch eine Vermehrung des Wertes um 563 091 000 Franken ausmacht. Die Ausfuhr in den ersten elf Monaten des Iahres 1928 belief sich auf 37 818 216 Tonnen im Werte von 46 613 704 000 Franken, was gegenüber dem Vorjahre eine Erhöhung der Tonnenzahl um 3 245 484, aber eine We rtverm in derung um 3 235 805 000 Franken bedeutet.
* Geschäftsabschlüsse im Siemen^» konzern. Deb Aufsichtsrat der Siemens & Halsle-A.-G. Berlin beschloß, aus einem Reingewinn von 18,45 (i. V. 18 85) Mill. Mark eine Dividende von 14 Prozent (i. D. 12 Prozent) vorzuschlagen, 2 5 (5,0) Mill. Mark der Sonder- rücklage zu überweisen und 2,68 (2,52) Mill. Mark auf neue Rechnung vorzutragen. — In der Aufsichtsratssihung der Siemens-Schuckert- A.-G. wurde beschlossen, aus einem Reingewinn von 16,56 (i. V. 14,78) Mill. Mark eine Dividende von 10 Prozent (i. V. 9 Prozent) vorzuschlagen, der Sonderrücklage wieder 3 Mill. Mark zu überweisen und 1,15 (0,98) Mill. Mark auf neue Rechnung vorzutragen.
* Eisenwerke Gaggenau A.G. in Gaggenau. Der Bür eravsschuß der Gemeinde Gaggenau hat einstimmig 6 schlos en, für die Ausnahme eines Darlehens von zwll Millionen Mark durch dir Eisenwerke Gaggenau eine Aus'attbprgschall von 503 000 Mar* unter der Bedingung zu übernehmen, daß in Zukunft nur Arbeiter aus der Gemeinde ©aggenau beschäftigt werden. Durch die Arbei e entlassangen bei den Eisenwerken Gaggenau lind rund 1100 Mann betroffen. Man rechnet aber damit, daß diese Maßnahme nur vorübergehend fein wird.
„Torpedo" Fahrräder und -Schreibmaschinen Weilwerke QL-®., Frankfurt a. M. -Rodelheim. Der Aufsichtsrat beschloß, der auf den 17. Januar 1929 einzuberufenden G. V. aus dem nach 78 992 (65 245) Mark Abschreibung m verbleibenden Reingewinn von 123 693 (152 764) Mark 6 (8) Prv'ent Dividende auf 1,60 Mitt. Marc Aktienkapital vorp schlagen. Die restlichen 27 693 Mark sollen vorgetragen werden.
• Damag-Meguin QI.-®., Berlin. Die G.-V. der Bamag-Meguin QI.-©., Berlin, genehmigte den dividendenloien Qlbschluß für 1927/ 1928. Auf Anfrage wurde mitgeteilt, daß die Gesellschaft gerade in letzter Zeit in größerem Maßstabe Anlagen zur Aufbereitung unö Verbrennung von Hausmüll, namentlich im Auslande, bearbeitet. Ferner habe sie für das In-
und Ausland Kokerei- und Sttckstoffanlagen im Bau. In das neue Geschäftsjahr sei sie mit einem großen Auftragsbestand eingetreten, dem aber bald ein gewisser Rückgang gefolgt sei. Die allgemein rückläufige Bewegung auf dem Gebiet des Maschinenbaus habe die Gesellschaft ziemlich hart betroffen, doch könne in den letzten Wochen eine gewisse Besserung festgestellt werden, so daß die Werke für Anfang 1929 mit der Ausführung größerer Aufträge gut beschäftigt seien. Hefter die Aussichten könnte jedoch noch nichts gesagt werden.
FEant.urter Börse
Frankfurt, 22. Dez. Tendenz zurückhaltend. Die heutige Wochenschluß- und letzte Börse vor den Weihnachtsfeiertagen eröffnete in ruhiger Haltung. Die Tendenz zeigte Neigung zur Schwäche, und die Spekulation bekundete große Zurückhaltung und Lustlosigkeit. Der feste Verlauf der gestrigen Börse in Neuyork blieb ganz ohne Einfluß und wurde kaum beachtet. Das Geschäft war sehr minimal und beschränkte sich nur auf ganz vereinzelte Werte. Orders sollen nur in ganz geringem Umfange eingetroffen sein. Der gestrige knappe Bericht des Siemens-Konzerns entsprach nicht ganz den Erwartungen der Börsenkreise, obwohl eine Dioidendenerhöhung zur Verteilung kommt, und übte eher eine Verstimmung aus. Das an den Markt kommende Material wurde verhältnismäßig leicht aufgenommen, die Kursverluste gegenüber der gestrigen Abendbörse waren nur klein und gingen selten über 2 v.H hinaus. Auf der anderen Seite machte sich jedoch Deckungsbedürfnis geltend, allerdings nur für vereinzelte Werte. Diese Werte konnten eine Kleinigkeit gewinnen. Stark angeboten und vernachlässigt waren Siemens mit 4,5 und Schuckert mit 2 v.H. Einige Nachfrage bestand für Cyade-Aktien mit plus zwei Mark, J.-G.-Farben bei relativ kleinsten Umsätzen 1,25 o. H. höher. Die übrigen Werte waren knapp gehalten, eher etwas schwächer. Bankwerte behauptet. Renten bei geringen Umsätzen eine Kleinigkeit gebessert. Im Verlaufe tarnen Abschlüsse kaum noch zustande. Die Spekulation schritt in etwas größerem Ausmaße zu Abgaben, was sich besonders am Elektromarkt auswirkte. So traten an diesem Markt für Schuckert und Siemens erneute Abschwächungen bis zu 3 v. H. ein. AEG. waren dagegen gut gehalten. Chade-Aktien waren weiter etwas gefragt und erneut 1 Mark höher. Am Geldmarkt trat eine Erleichterung mit 7 v. H. ein. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1940, gegen Pfund 20,36, London gegen Kabel 4,8540, gegen Paris 124,03, gegen Madrid 29,79, gegen Mailand 92,65, gegen Holland 12,08.
er Börse.
Berlin, 22. Dez. Der offizielle Börsenbeginn war nicht so fest, wie man im Vormlttagsverkehr und an der Dorbörse erwartet hatte. Das Geschäft war wieder sehr gering, da Orders außenstehender Kreise nicht vorlagen. Mit der erhöhten Dividende von 14 v.H. für Siemens und 10 v. H. für Schuckert hatte man in den letzten Tagen schon gerechnet. Siemens lagen zum ersten Kurse bei etwas größeren Umsätzen 4 o. H. schwächer. An sonstigen vorliegenden Momenten wären noch zu erwähnen die trotz erhöhten Tagesgeldsatzes feste Neuyorker Börse und der Rückgang der Maklerdarlehen, der Monatsbericht der Deutschen Bant, der ziemlich zuversichtlich lautete. Das Hauptgeschäft war in Svenska, in denen anscheinend Auslandskäufe aus England und der Schweiz Vorlagen und den Kurs um fast 4 Mark erhöhten. Montan- werte waren meist etwas fester. Der Schiedsspruch wurde noch lebhaft erörtert und veranlaßte die Börse zu kleinen Käufen. Schlesische Bergbau lagen 3 o. H. fester. Beeinflußt von der Abschwächung bei Siemens, waren auch die übrigen Elektrowerte me ft etwas schwächer. Fester lagen Chade-Aktien und Deutsche Ton- und Steinzeug. Eine gewisse Beunruhigung herrschte auf Betrachtungen über die Entwicklung des Geldmarktes zum Ultimo, da heute eine weitere Versteifung zu bemerken'ist. Tagesgeld war mit 6,5 bis 8,5 v. H. gesucht, Monatsgeld mit 8,75 bis 9,50, eher aber mit 9 bis 9,50 befeftigt. Warenwechsel etwa 7 v. H., ohne Umsatz. Deutsche Anleihen waren kaum verändert. Ausländer eher schwächer. Im Verlause schrumpfte das Geschäft noch stärker zusammen, da aber die Spekulation vereinzelt kleine Deckungen vornahm, setzte sich zum Teil eine Kurserhöhung von 1 v. H. durch. Otavi und Mansfelder lebhafter und fester. Siemens 1,5 v. H. erhöht, Chadeaktien weitere 2 Mark höher.
Amtsgericht Gießen.
Als der Fahrweg der Bahnhofstraße m der Nähe der QCi estratzr s iner^eit info gr von Crd- arb'.iten u. dgl. eingeengt waren, fuyr auf demselben ein Postbeamter mit seinem Fahr:ad nach dem Bahnhöfe zu, und zwar vorschriftsmäßig auf der rechten Seite neben den Stein- bzto. Erd
haufen her. Er mag deshalb, zumal dort Steigung vorhanden war, etwas unsicher ge ahren sein. Ein Auto kam hinter ihm her; es überholte ihn und streifte das Rad. so daß der Fahrer zu Falle kam und Berl tzurgen davon rüg. Der Anze'lagte crJ-rte, der hin und herschva.krnde Rad ahrer sei durch eigene Schuld wider das Q'uto gefallen. Tie beiden Tat e gm widcrspra en dieser Annahme. Das Gericht war der Ansicht, daß gerade der geschilderten Hmstände we en brr Autoführer b im He'erholen tu besonderer Vorsicht verp lichtet gewesen ist und unbedingt einen größeren Zwischenraum zwi chen sich und dem Radfahrer hätte las en müllen, wozu Gelegenheit noch vorhanden war. Immerhin tbar die Situation eine etwas schwier g,'. und der Angeklagte erhielt wegen fahrlässiger K'rperver- letzung desha'b nur eine verhältnismäßig geringe Geldstrafe.
Wer in ärgerniserregender Weise Tiere boshaft auält und roh mißhandelt, wird wegen Tierqucl rei bestraft. Dies erfuhr ein heuiiger Angellagter. we'cher eine Katze, der eine neben ihm wohnende al einsteßende Frau beson e s xu- getan war, mittels einer Mistgabel von ihrem erhöhten Standorte in den Hof herunterstieß, wo sie nicht «in und aus konnte und von einem Hunde, den der Angeklagte auf sie gehetzt ha t«, in die Eng? ge rieben und übel zuger chtet wurde. Sie erholte sich nur wieder durch die liebevolle Pflege ihrer Besitz rin; dem Angeklagten trug aber, da sch noch Sira erschwer'u-g'grü de her- ausst'l ten. s in Verhalten der Kitze gegenüber eine Geldstrafe von 30 Mark ein.
Schon int vor'gm Iahre wurde ein Familien- Wohnwagen von einer'den Insas en feindlich gesinnten, irhiilirt'.tocig'en Familie a s willkommenes Angriffsobfett auserfrhen. Die Fenster des Wagens wurden zertrümmert, wider die Wende wurde mit Backsteinen g we- en und mit Knüppeln in den Wagen^.ein'.udrinzen versucht u. dgl. m. Otts die Po i'>et erschien, mußte die e sich gar viele Wider etzlich eiten und De'eidi- gungen von der angriffslusti en Familie gefa len las en. Tie Angreifer erhielten ihre wohlverdienten Strafen. Sie waren schwer zu'ammenzubrin- gen; es fanden deshalb mehrere Haupt erhand- lungen statt. Heute hatte sich die letzte noch jug ndliche und unbestrafte Angeklagte zu ver- an.tootten; sie war die offensichtlich am wenigsten belastete; wengstcns konnte ihr nur die Beteiligung an den Würden fester Gegenstände tri er den Wagen nachgewiesen werden; sie erhielt eine mäßige Geldstrafe.
Kunst und Wissenschaft.
Der Kleist-Preis 1928.
Der Klei st-Preis für das Iahr 1928 ist, tote aus Berlin gemeldet wirb, von dem Vertrauensmann der Stiftung, dem Dramatiker Hanns Henny I a h n n, an die 28 Iahre alte Anna Segyers in Berlin für die beiden Novellen „Aufstand der Fischer von St. Barbara" und ..©rubetsch" verliehen tootben. Ferner hat Iahnn den folgenden jungen Autoren eine „ehrenvolle Erwähnung" zuerkannt: Beter Martin L a m p e l. Hermann Kesten, HanS Reiser, Boris Silber, Wolfgang Weyrauch, Ernst G l a e s e r und Peter Werder,
Oer Reichsgerichwpräsideni besteht auf seinen Rücktritt.
Berlin, 22. Dez. (TU. Drahlmeldung.) Der Reichspräsident empfing heute vormittag 11 Uhr den Reichsgerichtspräfidenten Dr. Simone zu einer Aussprache über den zwischen dem Staaksgerichrshof und der Reichsregierung entstandenen Konflikt. Au der Besprechung nahmen ferner der Reichskanzler, der Reichsjustizminister und Staatssekretär Dr. Meißner teil Am Schluß der Aussprache erklärte Reichsgerichtspräsident Dr. Simons, ec sei zwar nach den Darlegungen des Reichspräsidenten, des Reichskanzler» und de» Reichsjustizministers überzeugt, daß die Absicht einer Nichtachtung de» Staatsgerichtshofes und feiner Entscheidung seitens der Reichsreg erung nicht o o r tä g e, mü'fe aber dennoch mit Rücksicht auf die von ihm von Anfang an eingenommene grundsätzliche Stellungnahme auf seinem Abschiedsgesuch beharren. Gleichzeitig erklärte sich der Rcichsgerichtspräsident auf Wunsch des Reichspräsidenten und der Reichsreg erung und im hinbl ck auf die Geschäftslage des Reichsgerichts bereit, fein Amt bis 3 u m April kommenden wahres weiterzuführen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben, die frohe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — ReichSdankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.____________________
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