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timfl tes Sp'el- und Sportwartes Willy Schölte statt. Rach seinen Ausführungen über den jetzt etngetrelenen erhöhten ^Ievungobe:rieb wurde be­schlossen, daß em Ausschuß die Richtlinien für die weitere Arbeit und die nötig werdenden Aemter ausarbeiten und der nächsten Versamm­lung vortragen solle. Einige Herren erklärten sich bereit, an dem Schiedsrichterlehrgang für Handball teilzunehmen, um dem großen SchiedK- richtermangel abzuhelfen. Ein Antrag auf Bil­dung einer Schneelauf- und Eislauf-Riege wurde von der Versammlung sehr begrüßt und der Wunsch geäußert, daß der Verernsvorstand diese Gründung genehmige, da diese Sportarten heute in der D. L. schon eine große Anhängerschaft gefunden haben. Der zweite Vorsitzende Man- g o l d, der zugleich zweiter Vorsitzender des hie­sigen Sli-Ktubs ist, erklärte, daß der Ski-Klub es nur begrüßen würde, wenn auch in den Reihen der Turner der schöne Wintersport Verbreitung fände und wünsch.e ein gutes Zusammenarbeiten beider Vereine.

' Obst - und Gartenbauverein Gie­ßen. Die Versammlung am Sonntag im Saale des Kaustn. Dereinshauses war sehr gut besucht. Der Vortragende, Unioersitäts - Gartenbauinspektor a. D. R e h n e l 1 (Gießen), gedachte einleitend in kurzen Worten des Leipziger Arztes Daniel Gottlieb Schieber, dessen Todestag sich vor einigen logen jährte, als dem Begründer der Schrebergärten-Be- wegung. Hierauf wurden die mancherlei Mängel und Fehler alter und neuer Kellerräume, dos Ein­wintern der verschiedenen Wintergemüse, des Obstes, der Dahlien und anderer Knollen- und Zwiebelge­wächse und die Kellerbehandlung der Obst- und Beerenweine besprochen. Zum Garten übergehend berührte der Vortraaende die wichtigsten Herbst- und Winterarbeiten, die Anlage und Führung der Wege, den verschiedenen Wert der Einfriedigungen bei Neu­anlagen, Dor- und Nachteile von Düngemitteln und ihre rechtzeitige Anwendung, besonders die von Torfmull als Ersatz für Stalldünger, und schließlich auch des Kalkes und dessen Einfluß auf den Genuß- wert der Gemüse. Er wies auf den Wert der Herbst- pflanzung bei Beerensträuchern hin und ging hierauf zur Schilderung des Winterkampfes gegen tierische Feinde der Odstbäume über, unter denen Schildläuse und Blutlaus als die gefährlichsten und häufigsten bezeichnet wurden. Die Haupt Richtlinien, die bei einer erfolgreichen Blumenpfleae während der Win­termonate maßgebend sein müssen, konnten der vor­gerückten Zeit wegen nur kurz gestreift werden. In der lebhaften Aussprache, die sich daran anschloß, kamen noch mancherlei wertvolle Winke und Rat­schläge zum Ausdruck. Den Schluß der Versamm­lung bildete eine Verlosung von Blumenzwiebel- paketen und Nistkästen, die aus Vereinsmitteln be­schafft waren. Ein Mitglied hatte einige junge Pfir­sichbäume dazu gespendet.

Austrieb zum heutigen Frank- surter Schlachtviehmarkt: Kälber 950, Schafe 679, Schweine 478.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

* Klein-Linden, 20. Rov. Der SP a r- und Darlehenskassenverein Raiff­eisen hatte seine Mitglieder dieser Tage inS Turnerheim zur diesiährigen ordentlichen Herbstgeneralversammlung eingeladem Der Vorsitzende, Lokomotivführer Loh, gedachte zunächst in ehrenden Worten des im Geschäftsjahr verstorbenen Vereinsdieners Philipp Deibel. Für den von seinem Amt ausscheidenden Rechner, Heinrich Luh, wurde Landwirt Karl Glaum einstimmig als Rachsolger gewählt. Zu Aufsichts- ratsmitgl'.edern wurden Lokomotivführer Heinrich Geiß und Christoph D ö ck i n g durch Wahl be­stimmt: Heinrich Geiß wird außerdem ab 1. Ja­nuar 1929 zweiter Vorsitzender des Aufsichtsrates.

Aus dem Geschäftsbericht des ersten Vor­sitzenden war zu entnehmen, daß die Geschäfts­lage durchaus zufriedenstellend ist. Reun 2tu6= tritten aus dem Verein stehen neun Reuanmel­dungen entgegen, so daH sich die Mitgliederzahl auf ihrer alten Höhe von 231 gehalten hat. Qln Warendividenden wurden zum 1. Oktvoer 4856,39 Mark ausbezahlt. Die zum 1. Rovcmber gefertigte Zwischenbilanz weist einen Reingewinn aus, der den Verein in die Lage verseht, auch für die Warenbezüge des gegenwärtigen Dividen^enge- schäftsjahres 7 Prozent Divid nde zur Auszah­lung zu bringen. Für den Erwerb des naien Anwesens in der Kirchstrahe sind im ganzen, einschl. aller Ihr - und Reubauten, 12 763,29 Mk. verausgabt worden. Für die vermietete Woh­nung gehen jährlich 252 Mk. an Miete ein. Der« bandsrcvisor I o l t (Gießen), der die Rechnung geprüft und für richtig befunden hat, ergänzte die Ausführungen des Vorsitz nden. Geschäftsführer Haack (Gießen) überbrachte die Grüße des Hauptverbandes und berichtete über den gegen­wärtigen Stand .des G wollenschastswesens. Er widmete herzliche' Dankesworte dem seitherigen, freiwillig ausscheitenden Dereinsrechner Heinrich Luh. Eine eingehende Aussprache war dann den beiden Formen des Genossenschaftswesens, nämlichmit beschränkter" und mitunbeschränk­ter Haftpflicht'. Der Dorsihrnte schloß hierauf mit Dankesworten an alle Mitarbeiter die Ver­sammlung.

ck. Heuchelheim, 21. Rov. Das am Sonntag in der Turnhalle für den Bund der erblin­deten Krieger, Ortsgruppe Gießen, veran­staltete Konzert hatte einen vollen Erfolg zu verzeichnen. Die Turnhalle war überfüllt. Der Vorsitzende der Ortsgruppe Gießen, Lehrer Kranz von der Blindenschule Friedberg, be­grüßte die Erschienenen und dankte allen, die in selbstloser Weise zum Gelingen des Abends beitrugen. Besonderen Dank sagte er der Kapelle ehemaliger Militärmusiker Gießen, die unter der Leitung von Dirigent Krengel 22 Mann kosten­los zu Verfügung stellte, ferner den hiesigen vier Gesangvereinen, der Gemeindevertretung Heuchel- heim, die auf die Vergnügungssteuer verzichtete, sowie dem Turnverein Heuchelheim, der den Saal kostenlos zur Verfügung stellte. Die Frei­willige Feuerwehr Heuchelheim, die in diesem Jahre ihr 50jähriges Bestehen festlich begehen tonnte, hielt jetzt ihr diesjähriges Winter­fest ab. Als Anerkennung für die Unterflütjung, welche der Feuerwehr bei ihrem Feste von den hiesigen Vereinen zuteil wurde, hatte sie die Vor­stände sämtlicher Vereine zu dem Festabend ein* geladen. Kommandant Gorr hielt die Be­grüßungsansprache. Einige Theaterstücke und Se- sangsvorträge verschönten den Abend, der mit Tanz abschloh.

st) Coilar, 21. Rod. Am Samstagabend ver­anstaltete der Turn- und Gesangverern Lollar im dicht besetzten SaaleZum Schwanen" einen Theaterabend. Den Hauptanziehungs­punkt der wirkungsvoll verlaufenen Deranstäl- tung bildete die Aufführung des Theaterstückes Glockentürmers Töchterlein. Die Darstellung war in allen Teilen ansprechend. Der große Beifall war der beste Beweis für die wohlge­lungene Aufführung, die durch Mitglieder des Vereins und deren Angehörigen erfolgte. Die Gesänge wurden begleitet von der Kapelle Lhncker (Lollar); die Gesamtleitmrg lag tn Händen des Dirigenten, Lehrers Eberle. Aus Wunsch hat sich der Verein entschlossen, am ersten Dezembersonrrtag eine Wiederholung stattfinden zu lassen.

V Mainzlar, 21. Rov. Den Reigen der diesjäh igen Winterveransta't^ngen der hiesigen Vereine eröffnete der Radfahrverein Vorwärts" im Müllerscten Saale. Rach einem Eröffnungsmarsch der Kapelle Burger

hieß der 1. Vorsitzende Hrch. Krug die zahl­reich erschienenen D.r.insangeh.r'.gen, sowie die ®ä|.e toi.kommen, dankte den a.tioen Mi glie­dern für die im ver lossenen Sommer demD..ein errungenen Siege und forderte zu weiterer tat­kräftiger Pflege des Radsportes auf. Zwei von Dereinsmitgl etern flott gespi lte Thea e.stücke ernteten verdienten Beifall, während eine losung allerlei nützlicher Gegenständ? die Be­sucher tote auch die Ver?inska,'se zu.riedenstel te. Der gemütliche Teil verging bei sehr giter 3n- strumentalmusil viel zu schnell. Der Verein ist vor einiger Zeit dem Oberhessischen Rad;ahrer- bund beigetreten.

L Saasen. 21. Rov. Bei der Reuwahl unseres Kirchenvorstandes wurden die vier Mitglieder deS letzten Kirchenvorstandes, Bürgermeister Wilh. Schmitt VI., Lehrer Herber, Johann Schepp und Heinrich Hetterich-Bollnbach, wiedergewählt. An Stelle der zwei durch Tod ausgeschiedenen Mitglieder wurde Heinrich Wil­helm und Wilhelm Schmitt V., Beigeordneter, neugewählt. Missionar E ch m o l l-Hersfeld, früher in China, hielt in der Kirche auf dem Veitsberg einen Licht b il de r v o r t r a g über das Misfionswerk der Basier Mission auf Bor­neo. Der Vortrag war gut besucht. An Missions- ga&en gingen zirka 17 Mk. ein. Von einem Missionsfreund wurde noch eine Sondergabe im Wert von 20 Mk. geschickt.

6 Harbach, 21. Rov. Don den seitherigen Mitgliedern des Kirchenvorstandes wur­den wiedergewählt: Johannes Schmitt I., Bürger­meister Schomber; diese beiden zugleich Mitglieder des Gesamtkirchenvorstandes Wirberg. Ferner Johannes Wenzel, Georg Müller II. Reugewählt wurden Ludw. Schäfer II. und Heinrich Münch V. Lehrer Faber hielt hier im Herzbergerfchen Saal einen Vortrag über die Fremden­legion. Das zeitgemäße Thema hatte eine zahl­reiche Zuhörerschaft angelockt. Auch die Bild- reche, die den Kindern am Abend vorher gezeigt wurde (Bilder von Wilhelm Dusch) fand eine dankbare Zuhörerschaft. Für den Lichtbildavparat der Schule verblieb nach Abzug der nicht un­erheblichen älnkosten noch ein Betrag von zirka 13 Mk., den noch ungebedten Rest der Anschaf- fungssumme hofft man bei der Weihnachtsfeier der Schule tilgen zu können.

LJ Queckborn, 21. Rov. Bei vollbesetztem Hause tagte hier im Saale von Görnert der diesjährige Dele g ie r te n ta g des Volks- s ängerbundesChattia". Rach dem Be­grüß ungschor des GesangvereinsJugendtreu" bewillkommnete dessen Vorsitzender die Erschie­nenen. Hierauf begrüßte der Dundesvorsitzende O p p e r die Versammlung. Der Jahres- und der Kassenbericht wurden erstattet. Dem Ge­sangvereinGermania" (Harbach) wurde für 1929 in Anbetracht seines 35jährigen Bestehens das Bundes, est zugesagt. Rach einer Rede des Leh­rers Gengnagel (Grünberg) trat der Volks - sängerbundChattia" dem Hessischen und somit denr Deutschen Sängerbund bei. Alle übrigen Punkte der Tagesordmung wurden glatt erledigt. Die Verhandlungen waren umrahmt von stim­mungsvollen Choren des Gesangvereins3u- btreu (Queckborn), sowie einigen Musikstücken hiesigen Kapelle.

b. Grünberg, 21. Rov. Dieser Tage fand im Sihungssaale des Rathauses unter dem Dor­sitz des Dekans Schmidt eine Sitzung der Kirchengemeindevertreter statt. Rach- dem die neugewählten 03ertretet durch Hand­schlag verpflichtet waren, wurde der Doran­schlag für 1929 in der Fassung des Kirchenvor­standes einstimmig genehmigt. Zweiter Punkt der Tagesordnung war die Wahl des Kir- chenvorstandes auf sechs Jahre. Da Grün­berg über 2000 Einwohner hat, mußten acht Kirchenvorstandsmitglieder gewählt werden. Wie­

dergewählt tourten die alten Mitglieder Metzger Zöckler, die Landwir.e Ehr. Trinkaus, Konrad Trinkaus, Anton Ritter, Oberforstmeister Schneitet, Scrnitätsrat Dt. Fritz und Bürger­meister Jöckel. Reugewählt tourte Rektor Bender.

V Watzenborn-Steinberg, 21. Rov. Im Doll5cirrten Saale des GasthausesZum Löwen' in Watzenborn fand der erste Ge­meindeabend unserer Kirchenge­mein oe für diesen Wi t?r statt. Wi? immer tourte er verschönt durch Lieder un eres Ki.chen- geiangvcreins, die gewohnten Beifall ernteten. Im Mittelpunkt stand ein von 100 farbenpräch­tigen Lichtbildern un erstütztet Dor trag von Pfarrer Staubach üret Sven H d ns Reise nach Tibet auf Grund fei es BuchesTrans- himala a". Pfarrer Staubach sprach auch die Eingangs- und Schlußworte des Abends.

* ® rüningen, 21. Rov. 2n der nächsten Woche wird hier eine Evangelisation un­ter Mitwirkung einiger Gemeinschaftschöre aus Rachbarorten stattfinten.

T L i ch, 21. Rov. Aus Anlaß des 90. Jubi­läums'csi res des Männergesangvereins Cäcilia" fand am Sonntag im Rahmen teS Hauptgrt'esdkn'es eine würdig verlaufens kirchliche Feier statt. Dieser Sonntag tourte gewählt, da in die er Woche, am 22. Rovember (Cäcilientag). ter Detern f:inen 91. Geburtstag feiert. Unter Dorantragen ter drei DereinS- fahnen, worunter d'e älteste aus dem Jahre 1841 stammt, und ter Dereinsstandarte marschierte ter Derein geschlossen zum Festgottesdienst. Rach dem üblichen Altardienst eröffnete der Verein mit dem machtvollen Bachschen ChorDir, dir Jehova..." die FeierlichkeiL In seiner Predigt gedachte Dechant Kahn der Geschichte des Ver­eins. Rach ter Predigt tourte von dem Derein die Schubertsche MesseHeilig, heillg ist ter Herr..." zum Vortrag gebracht. Auch den Rach- mittagsgotteSdienst verschonte der Verein durch seine Mitwirkung. Die Leistungen des Vereins unter der Leitung seines Dirigenten, Lehrer Sor­in e r, fanden allgemeine Anerkennung.

J) L ich, 21. Rov. Der Gesangverein Rothscher Mannerchor veranstaltete in Steins Saalbau bei vollbesetztem Hause fein dies­jähriges Wintervergnügen. Im Mittelpunkt tes Abends stand ein dreiaktiges Lustspiel, das unter ter Regie des Herrn K a m b e i h vorzüglich gespielt wurde. Die Darbietung war umrahmt von ausyewähl'en Chören des Vereins, unter ter Leitung des Lehrers Stein, die erkennen ließen, daß ter Verein gesanglich auf beträchtlicher Höhe steht. Sämtliche Darb'ett'ngen fanden den leb­haften Beifall. 3m übrigen tourte fleißig dem Tanz gehuldigt. Zusammen'assend ist zu sagen, daß ter Abend als wohlgelungen und in jeder Weise befriedigend bezeichnet werten kann.

Berliner Börse.

Berlin, 22. Nov. (WTB. Funkspruch.) 3m heu­tigen Dormittagsverkehr kann sich das Geschäft durch die gestrige Unterbrechung noch nicht voll entwickeln. Die Tendenz ist abwartend. 3m Moment scheint weiter Realisationsneigung in Anbetracht des nahen­den Ultimos und der noch immer ungeklärten Lage im Eisenkonflikt zu bestehen. Man taxiert Farben 259 zu 260, Siemens 405,5 zu 405,13.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 24. November. Vorabend 4.30 Uhr; morgens 9; abends 4.45 und 5.25 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 24. November. Freitag abend 4.10 Uhr, Samstag vormittag 8.30; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 5.25 Uhr. Wochengottesdienst morgens 7; abends 4 Uhr.

Bekannfmartinng.

Die übliche Vernichtung der Schnaken- brüt in den stehenden Gewässern, Wasser­tümpeln usw. hat nur Zweck, wenn die in Kellern und Ställen überwinternden Schnaken vertilat werden, ehe sie ausflie­gen und ihre Eier ablegen. Die Stadtver- wattung wird deshalb demnächst die Schnaken in Ställen und Kellern durch zu- verlässige Leute vertilgen lassen. Die Ein- wohner werden gebeten, den beauftragten Leuten entgegenzukommen und sie zu unterstützen. 10228C

Gießen, den 19. November 1928.

Der Oberbürgermeister. 3. B.: Dr. Hamm.

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Gießen, den 16. Oktober 1928.

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