Ausgabe 
22.6.1928
 
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Sieger stand; H Bouteiler vvm Männer- turncerein, der 1917 in der Unterstufe den ersten Platz einnahm. 1820 holte sich der Turnverein 184ti zwei erste Siege auf dem Heldbergfeit G. Daun war Bester in der Oberstufe, Karl R e u t e r in der Unterstufe.

Das SS. Gauturnfest der O.T. in Buhbach.

Ter vorgesehene Feftverlauf.

Die alte Turnerstadt Butzbach, die seit 1902 kein Bau turnfest in ihren Mauern gehabt, nimmt in den Tagen vom 3 0. Juni bis 2. Juli diese- Jahres die Hessenturner der D. T. zu ihrem 55. Tauturnfest auf. Die Feststadt sieht auf eine abwechselungsreiche Turngeschichte zurück; in ihrer Bevölkerung lebt noch der alte Turnergeist der einstigen Turner- führcr Weidig, M. Kuhl und Wämser, die in Butzbach gewirkt und von dort den Turn- aedanken durch Tat und Wort hinausgetragen haben in die hessischen Lande. Die Turner des Hessengaues kennen die Turneriradition der alten Hessenstadt und erwarten von ihr ein besonders würdig zugerüstetes Gauturnfest.

Die im Einvernehmen mit der Gauleitung ge­troffenen Vorbereitungen der äußerst rührigen Festausschüsse, hinter denen einmütig die ganze Bevölkerung der gastlichen Stadt steht, werden das Taufest zu einem Höhepunkt turnerischen Er­lebens gestalten, nicht nur nach der turnerisch- technischen Seite hin, sondern auch in Hinsicht auf die Pflege turnerischen Gemeinschaftslebens. Wenn die Turner des Gaues durch Massenbesuch die Fiele des festgebenden Vereins unterstühen helfen, dann wird daS 55. Gauturnfest wirklich va? werden, was man im besonderen von Butz­bach crtoortct: eine eindrucksvolle Kundgebung für die deutsche Turnsache und das Jahnsche Turner- und Volkstum, eine würdige Vorschau für das große deutsche Turnertreffen Ende Juli in Köln.

Der Festvrrlauf erhält ein besonderes lokale- Gepräge und weicht dadurch etwas ab von dem üblichen Programm der Dauseste. Der Samstag wird nachmittags die üblichen turntechnischen Sitzungen und abends die feierliche Eröffnung des Festes auf dem alt­ehrwürdigen Marktplatz bringen. Schon der Rah­men, der den Ecoifnungsakt durch das wunder­schöne Marktbild gegeben ist, wird dafür sorgen, daß der Auftakt deS Festes eine wirkliche, er­hebende Feierstunde wird. Der sich anschließende Kommers auf dem selten schönen Festplahe wird den Turnern und Festgästen Gelegenheit bieten, sich an den bekannten trefflichen Leistungen der Gaubesten an den Geräten zu erfreuen. Dem Meisterschaftsturnen folgt unmittelbar als etwas ganz Reues die Ausführung eineS FestsPiels in der großen Festhalle. Es dient der Verherrlichung der hohen Turnerziele.

Der Festsonntag steht ganz im Zeichen turnerischer Arbeit. Hunderte von Hessenturnern treten zu den Wettkämpfen schon in früher Morgenstunde an. Der Fest zu g am Rach­mittag, der ein besonderer Glanzpunkt der Ver­anstaltung werden soll, wird sich den besonderen Aufgaben anpassen, die ihm die Turnerstadt stellt. Rach Ankunft auf dem Festplah» sollen die allgemeinen Freiübungen ein Höhe­punkt turnerischen Erlebens werden. Die Gau­riege für Köln, die seit Monaten fleißig bei der Arbeit ist unb sich unter Leitung des ©au- vberturnwarts W. Will trefflich zusammenge­funden hat, wird anschließend mit ihrem reifen Können erfreuen, und die auf die Ausbildung der Massen bedachtnehmende Vereinsarbeit kann sich beim Turnen der Musterriegen vor einer größeren Öffentlichkeit zeigen. Die Sie­gerverkündigung findet eine besonders würdige Gestaltung dadurch, daß sie aus dem nicht ganz zu vermeidenden Festtrubel heraus- gcnommen und auf dem historischen Marktplatz den ihrer Bedeutung angemessenen Rahmen er­hält. Die festlich illuminierte Stadt wird am Abend de- FcstsonntagS den Turnern, die schon .die Heimfahrt antreten müssen, einen besonders schönen Abschiedsgruß bieten.

Der Festmontag gehört den Volksturnern des Gaues, die Gelegenhüt haben, in den ein­zelnen Uebungsarten nm die Gaumeisterschaft zu kämpfen.

Handball im Turngau Lahn-Oünsberg.

Grohen-Linden Großen-vuseck (Jugend) 3:4 (2:3).

Am Sonntag trafen sich die Mannschaften zu einem Gesellscha'tsspiel auf dem Busecker Sport­platz. Rach wechselvollem Sviel stand der Kamps bei HalX>eit 3:2 für Großen-Duseck. Rach der Pause sah man ausgeglichenes Spiel. Durch

Leichtsinn des Bufecker Tormanns kam Grohen- Linden zum Ausgleich. Jeyt setzte Grvßen-Bu'eck alles daran, um als Sieger aus dem Treffen yervorzugehen, was ihm auch durch ein viertes Tor vergönnt war.

Aebeiter-Turn und Sportbund.

Der kommende Sonntag bringt noch einige rüctständige Spiele der Vorrunde. Wiesecks erste Mannschaft fährt nach Alsfeld. Fährt die Mannschaft mit festem Siegeswillen nach Alsfeld, so dürfte sie Sieger bleiben, jedoch ist das Gegenteil nicht ausgeschlossen.

Raunheim I hat Heuchelheim I zu Gast. Die Gäste werden sich lehr anstrengen müssen, wenn sie eine empfindliche Riederlage vermeiden wollen.

Lollar I tritt auf dem Trieb gegen Gießen Ib an. Es dürfte den Gästen schwer fallen, einen leichten Sieg zu erringen.

In der zweiten Klasse treffen sich in Raunheim Raunheim kl-Beil st ein I. Der AuÄgang dieses Spieles ist ungewiß.

Hungen I hat Hachborn I zu Gast und wird sich anstrengen müssen, wenn es eine Rieder­lage verhindern will.

Burkhardsfelden I fahrt nach Als­feld, um sich gegen die dortige zweite Mann­schaft zwei wertvolle Punkte zu holen.

Wiesecks zweite Mannschaft geht nach Lol­lar, um ein Freundschaftsspiel gegen die dortige zweite Mannschaft auszutragen. Ob es ihr ge­lingt. auch diesmal den Sieg zu erringen, steht in Frage.

In der Jugendklasse treffen sich Groh- See lheim Raunheim. Leun Heuchelheim, fe- weils auf dem Platze des erstgenannten Ver­eins. Die Jugend-Mannschaft Gießens geht nach Klein-Linden, um gegen die dortige Jugend ein Freundschaftsspiel auszutragen, bei dem die Gäste Sieger bleiben werden.

Gießener Tennisklub 1922 e. B.

Große Erfolge von Werner und Kirchner. Werner gewinnt in Frankfurt das ßerren-Einzel-ö. Kirchner Zweiter.

Auf dem großen internationalen Tennistur­nier in Frankfurt a. M. war der Gießener Klub durch seine besten Spieler, Kirchner und Werner, vertreten. Jedem der beiden ge­lang pS, in seiner Hälfte durchzukommen und die Schlußrunde des Herren-Einzels B zu einer rein Gießener Angelegenheit zu gestalten. Wenn man bedenkt, daß 64 Teilnehmer in der @uuel- konkurrenz vertreten waren, Größen wie Halber­stadt, Dr. Fuchs, Daub. Th. Schmidt, Krafft, Alvenna. Kirchholtes usw., so ist die Leistung der beiden Gießener Herren geradezu erstaunlich.

In der oberen Halste blieb Werner ziemlich leicht Sieger über Krumm und Berger, schwe­rer dann über Kirchholtes und Gabrilowicz, und traf dann auf den gefährlichen Frankfurter Th. Schmidt. Letzterer hatte in einem 3 Satz- Kampfe mit viel Glück gegen Krafft. Darm­stadt, gewonnen. (Krafft führte im 3. Satz 5:2, hatte 7 Matchbälle und verlor 15:17.) Vorher hatte Krafft den Sicherheitsspieler Halber­stadt ausgeschaltet. Werner verlor den 1. Satz gegen Schmidt 7:9, gewann jedoch zur allgemei­nen üleberraschung durch frappante Sicherheit und glänzende Lauftechnik die beiden nächsten 6:2, 6:3 und kam durch diesen Sieg in die Schluß­runde.

In der unteren Hälfte hatte K irchner gleich in der 1. Runde einen sehr schweren Gegner in Deutler. Darmstadt, konnte diesen jedoch mit 3/6, %, 6/< aus dem Rennen werfen. Mit einem w. o. kam er weiter über »Lila", schlug dann Schlichtermann (1880 Fsm., 6:1,7:5, Vogel, den Spitzenspieler von »Heimgarten". Fsm., 6:0, 6:3, und traf dann auf Daub, der vorher Klein- logel uno Dr. Fuchs geschlagen hatte. Zwar ver­lor Kirchner den 1. Satz knapp 6:8, hatte aber mit seinen stets abwechselnd folgendendrives undchops seinen Gegner so außer Atem ge­bracht, daß dieser nach dem 1. Sah zurückzog.

Das Echlußrundenspiel zwischen Kirchner und Werner war vollständig ausgeglichen. Werner war Oer Glücklichere: das Spiet wurde dadurch zu seinen Gunsten entschieden, daß Kirch­ner am Reh unsicher war, oft aber auch mit seinen an und für sich sehr gut gesetzten Bällen Pech hatte. Mit Dem Resultat 3:6, 6:3. 6:3 be­wies Werner erneut, daß er während des Frank­furter Turniers in Hochform war.

Auch im Herren-Doppel konnte Kirchner mit Gabrilowicz. Ffm., und Werner mit Kleinlogel, Darmstadt, als Partner bis in die Schlußrunde durchdringen. Werner quali­fizierte sich sogar durch einen 6:4. 6:1 Sieg über Alvenna-Kirchholtes für die Schlußrunde, die am Dienstag nachmittag in Frankfurt a. M. noch nachzuspielen ist. Th.

Wirtschaft.

Oie deutsche Reichsbahn ten Mai.

Der Güterverkehr im Mai hielt sich au, der gleichen Höhe des Vormonats. 3m April 1928 wurden bei 23 Arbeitstagen insgesamt 3 438 742 und aroeitstäglich 149 511 Wagen ge­stellt. 3m Mai betrugen die entsprechenden Zif­fern bei 25 Arbeitstagen 3 738 153 bzw. 149 526. Der Verkehr wickelte sich ohne Schwierigkeiten ab, die erforderlichen Wagen wurden ohne Ver­zögerung restlos gestellt.

Der Fahrplanwechsel zum 15. Mai brachte eine Vermehrung und Beschleunigung der Besörderungsgelegenpeiten. Der Expreßgut» unb Eilgutverkehr belebte sich durch den all­mählich einsetzenden Versand von Frühgemüse unb Lebensmitteln aller Art.

Der Personenverkehr war bei Ein- sehung fast des gesamten Wagenparks bei dem guten Wetter an den Pfingsttagen sehr stark. Insgesamt wurden im Mai einschließlich Pfing­sten 8362 überplanmäßige Züge gefahren, gegen 4637 im April und 3268 im Mai 1927.

Der Personal st and hat sich von ins­gesamt 669 297 Köpfen im März auf insgesamt 694 511 Köpfe im April wegen der Durchfüh­rung der Sommerurlaube und der Einstellung von Zeitarbeitern bei der Bahnunterhaltung er­höht.

Die C i n n ab m e n betrugen im April ins­gesamt 403,3 Mill. Mk.. denen an Ausgaben insgesamt 414,3 Mill. Mk. gegenüber Reben. Diese zerfallen in Aufwendungen für Betrieb und Unterhaltung sowie Erneuerung mit 345, für Reparationsaufwendungen mit 54L und für Rückstellungen für feste Lasten mit 14,4 Mill. Mk. Die Gesamteinnahmen blieben gegen März um 25 MM. Mk. zurück. Bei den Ausgaben entstanden vermehrte Aufwendmtgen infolge der am 1. April eingetretenen Erhöhung der Ar­beiterlohne Da die Einnahmen zur Ausgaben- deckung nicht ausreichen, muhten 11 Mist. Mk. vorerst aus der Rückstellung vom Jahre 1927 entnommen werden.

* Gelsenkirchener B e r g w e r k s - A- G. 'Aus dem Reingewinn von 21,7 Millionen Mark kommt nach Abschreibungen in Höhe von 1,5 Mill. Mark eine Dividende von 8 v. H. zur Verteilung. 6,2 Mill. Mark werden auf neue Rechnung vor­getragen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. Ti., 22. Juni. Tendenz: lustlos. Die freundliche Haltung, die noch im heutigen Bor- mittagsocrkehr zu erkennen war, mußt« zu Beginn des offiziellen Verkehrs einer größeren Lust­losigkeit weichen, da immer noch keine Fort­schritte in der Regierungsbildung zu verzeichnen waren. Auch wirkte die unsichere Haltung der gestri­gen Reuyorker Börse und die Feststellung der Kon­junkturforschung. in der gesagt wird, daß zwar die Arbeitslosigkeit weiter etwas nachgelassen hat, aber daß die Aufnahmefähigkeit der Wirtschaft für Ar- beitskräfte beträchtlich zurückgegangen ist, verstim- menb. Es machte sich daher eine größere Lustlosig­keit bemerkbar, da noch hinzukam, baß von einer Beteiligung bes Auslanbes am Geschäft nichts zu spüren, bie Spekulation somit wieber auf sich selbst angewiesen war nnb verschiebenstich zu Abgaben schreiten mußte. Das Geschäft konnte kein größeres Ausmaß annehmen unb beschränkte sich im allge- meinen auf verschiebene Spezialpapiere. Aber auch bie in ben letzten Tagen immer noch verlangten Werte hatten heute unter bem Druck ber Ge­schäftslosigkeit zu leiben. Gegenüber gestern Abenb blieben bie Kursabweichungen jeboch zumeist sehr klein, unb im (Brunbton ber Tenbenz war eine ge­wisse Widerstanbsfähigkeit nicht zu verkennen. Die Kursverluste gingen nur selten über 1 v. H. hinaus. Etwas Interesse bestanb für Commerz-Bank mit plus 1,75 v. H., für Deutsche Bank mit plus 0,50 vom H. Bis 1 v. H. schwächer Ingen bagegen Me­tallbank, Dresbner Bank unb Reichsbank. Am Mon­tanmarkt waren Rheinische Braunkohlen mit minus 3,5 v. H. stärker vernachlässigt. Trotz ber Zulassung zur amtlichen Notierung waren Fnrben-Bonbs we­nig verlangt, bis zu 1 o. H. schwächer angeboten. Scheibeanstalt verloren 1,75 o. H. Stärker vernach­lässigt waren am Elektromarkt Gesfürel mit minus 2,25 o. H. Siemens verloren 2 o H., Licht & Kraft 1,5 v.H. Schuckert bagegen gut behauptet. Don Kaliwerten konnten sich Äschersleben gut behaupten, währenb Westeregeln unb Salzbetfurth mit je 1,5 vom H. bevorzugt waren. Am Bauunternehmungs- markt waren Holzmann mit plus 0,50 unb Wayß unb Freytag mit plus 0,25 v. H. bevorzugt. Am Rentenmarkt eröffneten Deutsche Anleihen etwas niebriger. Auslänber still, nur Anatolier gut be­hauptet. Im 'Verlaufe verstärkte sich bie Unsicherheit, ba auch eine Anspannung bes

Geldmarktes eintrat. Das Geschäft blieb sehr klein unb bie Kursverluste betrugen erneut 1,5 o. H. Der Satz für Tag es gelb würbe auf 5,5 v. H. erhöht. Am Devisenmarkt nannte man: Mark gegen Dollar 4,1853, gegen Pfund 20,48, London gegen Kabel 4,8775, Paris 124,19, Spanien eher schwächer 29,50, Holland 12,0975.

Berliner Börse.

Berlin, 22. Juni. Trotz bes unregelmäßigen Verlaufs ber gestrigen Neuyorker Börse blieb bie Stimmung für Effekten im heutigen Vormittags, verkehr noch recht freunblich Man wollte wissen, baß bie Aussichten für bie Große Koalition befier geworben feien unb baß bie Volksparte! jetzt geneigt fei, sich in ber Preuhensrage mit einer Re­gelung im Herbst zu begnügen. Teilweise waren auch schon bie Zahlen ber Außenhanbels- b i l c n 3 bekannt. Die Einfuhr ist um 88 Millio­nen, bie Ausfuhr um 29 Millionen zurückgegangen. Zu Beginn ber Börse würbe bie Stimmung aller- bmgs schon wieber etroas unsicher, ba bas Geschäft auch heute äußerst klein roar; es bestanb auch heule nur für einige Spezial werte Inieresie. Die ersten Kurse waren jeboch im allgemeinen b c tjauptet. Abweichungen von nT?br-a.fs 1 v. H. waren fehr selten. Fest lagen Glanzstoft, Oberkoks, Felbrnühle unb Ealmon-Asixst. Der stark rückgän­gige Ruhrkohlenabsatz im Mai verstimmte am Mou- tanmarkt. Schwach lagen Rheinische Braunkohle» mit minus 6 v. H., wahrscheinlich auf bie Presse- melbung, bah man vor einem Antrag auf Erhöhung ber Braunkohlenbrikettpreise stehe. Deutsche An­leihen behauptet. Ausländer sehr uneinheitlich. Ana­tolier 0,75 v. H. fester, nach den elften Kurfen weiter gesucht. Auch Türken eher freundlich, Ana­tolier eher schwacher unb etwa 1 d. f) niebriger. Pfandbrief markt still. Roggenpfandbriefe eher etwas fester. Heute werben Farben-Bonbs erftmolig amtlich notiert werben. Geldmarkt unoeränbert. 3m Verlaufe wirkte sich bie Geschäftslosigkeit wieder stärker ans, unb bie Kurse brodelten um 1 bis 3 vom H. ab. Glanzstoft minus 7 v. H., Salzbetfurth minus 5 o. H. Rumänen wieber fester. Auck An­leihen wieber lebhafter. Es traten auch Befürch­tungen auf, bah zum Ultimo Reportgekbeinfchrän- tungen vorgenommen werden könnten.

Frankfurter Lrcis.börte.

Frankfurt a. M., 22. Juni. Der Frankfurter Probuktenmarkt verkehrte zum Wochenfchluß bet äußerst geringer Geschäftstätigkeit in stetiger Hal- tung. Die Preise konnten sich ganz unoeränbert hatten. Es würbe notiert: Weizen 26,50 Mark. Roggen 28,50; Hafer, inländischer, 27,50 bi» 2S,25; Mais (gelb) für Futterzwecke 24,50; Mais (gelb) für andere Zwecke 25; Weizenmehl, süddeutsches (Spe­zial 0) <36,75 bis 37,25; Roggenmehl 38,75 bis 39,25; Weizenkleie 14 bis 14,15; Roggenkleie 16,50 Mark. Tendenz: stetig.

Letzte Nachrichten.

Oie Große Koalition gescheitert.

Berlin, 22. Juni. (111. Drahtbericht. Vie Der- hanblungen über bie Bildung einer neuen Reichsregierung auf ber (Brunblagc ber Großen Koalition find gescheitert, ba ber Abgeordnete Scholz im Romen bet Deut­schen Dolf spartet an der Forderung auf sofortigen Baubeginn des Panzerkreuzer», bet Wahl eine» anderen Tages al» des N. August als National­feiertag und die Zusage für sofortigen Beginn der Umbilbnngsverhandlungen der Preußischen Regie­rung. unb zwar bis zum Juli, sesthicll, unb der Abgeordnete Müllet- Franken diese Forderungen In der Sitzung ber sechs Fraktionsführer abkehntr. M ü 11 e r - Franken Ist nun an blc Fraktionen des Zentrums, ber Demokraten unb der Bayrischen Volkspartei herangetreten, um den versuch der Reubilduug ber Regierung auf ber (Drunbtage bet Weimarer Koalition zu machen.

Oie Eisenbahnkatastrophe in Schweben

Stockholm, 22. 3unL (MTB. Funkspruch.) Die Katastrophe bes Lappland-Expreß bei Bollnö». bie, wie bereits berichtet, vierzehn Todes­opfer gefordert hat, ist wohl darauf zunidzu- führen, daß das Geleise an ber Ungtüdsflelle i n beiben Richtungen befahren wurde Vie Einzettokomotioe, die den Zusammenstoß herbei­geführt hak. sollte die Strecke in ber Fahrtrichtung von Korben nach 5üben benutzen, sie hat aber au» Ursachen, bie noch nicht aufgeklärt sind, j« früh Starterlaubnis erhallen, ehe bet nordwärts gehende Schnellzug vorbei roar.

Bantnoten.

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Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. Reicbsbankbiskvnt 7 Prozent, LombardzinSfuß 8 Prozent.

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