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Aus der Provinzialhauptsiadt.
Dietzen, den 22. 3un( 1928.
Ein Vermächtnis für die Stadt Giehen
Don Prof. Helmte, Direktor der städtischen Museen.
Den Museen der Stadt Ift in diesen Tagen ein Erbe zugei allen, da« für sie nicht nur eine Bereicherung an hohen Werten bedeutet, sondern auch ein schöne« Zeugnis dankbaren Dedenkens eines Gießeners an seine Heimat bildet. Der Dewerberat L L Dr. phiL Ludwig Aböls Vvruck, geb. am 30.März 1858 In Dietzen, gelt auf dem Dampfer ..Saarbrücken" auf der Löhe von Setzlon iw Mai 1628. hat einen Teil feiner Hinterlassenschaft der Stadt Gehen ver- mach». Dr Übte als Junggeselle in Hamburg- Wands Keck und bal sein Heim mit feinem Äunft- gefühi und Kunstverständnis ausaestattei Diele wertvolle Gemälde bedeutender Maler schmückten die Wände seines Hauses, und eine besondere Lifbc brachte der Verstorbene den Kunsterzeug- ntssen Japans entgegen. Gerade aus letzlerem Gebiete fammelte er mit grotzem Interesse, das er durch Weltreisen jede- Jahr belebte und vertiefte.
Schon vor einigen Jahren, als er die Gräber feiner/ Dltern und Großeltern auf dem alten Friedhof auf suchte, teilte er dem Dersasser btefct Keilen mit, datz er einen leII seiner Samm- uingvn unserem Museum vermachen wolle, er betonte, datz er dadurch die Erinnerung an leine in ® eben hvchangesehene Famllie wach- hallen, aber auch feiner Anerkennung und Freude darüber Ausdruck geben wolle, datz Die Stadl durch Den Ausbau Der QDu’een für Die Pflege der Heimat Hebe ihrer Bürger so Drspietzliches leiste. Dun ist er fern der Heimat gestorben, aber er wird auf dem alten Friedhof bei seinen Dltern Me letzte Hube finden Uno sein Andenken wird durch seine Schenkung an das Museum in besonderer Art erhalten bleiben.
Was der verstorbene uns an »unftgegenftänben hinterlassen hak verfällt in zwei <9nippen; Die erste umfaßt eine Reihe Dclgemälbc, unter denen sich nutzer den Bllbern des Stifters und feiner Großeltern folgende llerfferbilher befinden: A o. Keller: „Der Land'^aftsmaler" und „Römerin am Doster'; Mnger.eger: ,J3ornel)me Leute'; E v Gebhard: „Tstnischer Bauer'; f). Kaulbach: „Schuster in der Derkstotte'; H. W Gchweikert: Italienische Landschaft mit Pser- den' und „Italienis.'e La 'dschast mit Kühen'; tL Ä b a m : „Gros Pappenheim laßt sich die Reitpferbe vor seinem Palai» oorfsthren'; C. Albrecht: ^Qnlcrieur* T» sind im ganzen 13 Gemälde von £um Teil hohem Wert Die andere Gruppe enthält japanische Kunstgegenftände, unter ihnen eine große Zahl wertvollster Statuen astatischer Gottheiten und Priester aus ftnh. Bronze und Porzellan, dazu kommen jroci bemalte Satsuma-Tempelvasen von 1 Meter Hohe und eine Reihe kleinerer Stücke.
,fi liegt in der Natur der Sache, daß die 6amm- lung meaen Ihrer verschiedenartigen Zusammensetzung nicht geschlossen beieinander bleiben kann, datz vielmehr ein Teil Im Dölkermuseum aufgestellt werden mutz Um ober Gelegenheit zu geben, einen Kesamteindruck zu vermitteln, hoben wir im Mu- seum im Alten Schloß (21m Brandoloh) vorläufig ein Ausstellung aller Gegenstände, der Oefqemälbe und Der Japansachen, veranstaltet und hoffen, bah recht viele Gießener von dieser Möglichkeit Gebrauch machen werden. Sie befindet sich in dem Raum neben dem Universttätszimmer, eine Treppe hach, und ist am nächsten Sonntag (24. Juni) zwischen 11 und 1 Uhr zu besichtigen.
Das schöne Sprucksche Vermächtnis ruft nun folgerichtig einen weiteren Gedanken hervor: Sollte sich nicht in der Gießener Bürgerschaft noch einer ober der andere finden, der In seinem Testament der Unkrftaht in ähnlicher Weise gedenken möchte? Und sollte nicht das 5ysährige Jubiläum, dos der Oberhessische Geschichtaoerein nm Samstag und Sonntag feiert, so ma chem den Anstoß geben, bei dieser Gelegenheit dem mit dem Geschicht,verein eng verbundenen und von ihm gegründeten Museum eine besondere Stiftung zuzuweisen^ Ss ift eine wahre Freude, zu sehen, wie dem Historischen Museum in Frankfurt, Da» eben dos gleiche fteft feiert, von allen Seiten Spenden in r» ichem Maße zusließen; die Ausstellung dort beweist ni*t nur, wieviel Werte in den alten Familien noch vorhanden sind, sondern auch, wie freudig diese Famillen für dos Wachsen ihrer Museen sorgen. Uns wird so viel angeboten, wo» geeignet wäre, im Museum zur Erhaltung alter Trachten, Sitten und Gebräuche, Hausrat ufw aufgestellt zu werden; ober die Mittel dazu fehlen meisten«, chier könnte sich der echte Gießener Bürger
sinn in schönstem Sinne betätigen, mag m nun durch Vergabe solcher Gegenständ«, mag e» durch die Stiftung von Mitteln zu ihrem Erwerb sein.
taten für Samstag 23 Juni
Sonnenaufgang 3 44 Uhr, Sonnenuntergang 2010 Uhr.h—. Äonbaufgang 10 04 Uhr, Monduntergang 1804 der Industrielle Johann Friedrich August Borstg in Breslau geboren (gestorben 1654). — 1828 der Bildhauer Johanne» Schilling in Mittweida geboren (gestorben 1910); — 1916: der Bolksschriststeller Heinrich Hansjacob b- Haslach in Baben gestorben (geboren 1*27); — 1919: Deutschland nimmt die Friedensbedingungen an. — 1925: der Mathematiker Felix Aletn in Göttingen gestorben (geboren 1849).
Gonnwendseier
der Gießener Studentenschaft.
älnter lebhafter Anteilnahme weiter Xtetle bet Bürgerichatt beging gestern abend die Gietzener Studentenschaft ihre Sonn» w e n b f e l e r, die, wie bisher, wiederum beün Bismarckturm ftatifanb Äun nach 830 Uhr erfolgte bet Abmarsch des langen 3ug<4 der Studenten in Wichs und mit Fahnen von der Universität aus. an der Spitze des ZugeS fuhr In einem Wagen S. Magnisizrnz der Rektor Pros Dr. Rosenberg mit dem Dorstand ber Studentenschaft. Unter den Klängen flotter Marschmusik durchschritten Die Studenten die von einem zahlreichen Publikum besetzten Stratzen und gelangten, ebenfalls von einem vielköpfigen Publikum begleitet, gegen 9.15 Uhr vor dem Bis- mardturme an. Rachdem die Jünger unterer
mater Ludovidana in weitem Halbkreis aufmarschiert waren, leitete der Vorsitzende der Studentenschaft, »tud, SchmiDt. die 5 ter mit einer kurzen Ansprach? ein, in bet er dem Wunsche Ausdruck gab, daß gleich Dieser Som. mersonnenwende auch unserem schwergeprüften Daterlande baldigst eine Schicksalswende belebte- Den fein möge, unb in der er mit treffenden Worten die Stellung deS Akademiker- im Staate unb die Bedeutung der studentischen und der Korvorationserzlehung an dem akademischen Rachwuchs sür das Blühen und Gedeihen des BaterlondeS hervorhob. Seine Ansprache schloh er mit einem begeistert auf genommenen Hoch auf das deutsche Vaterland Anschließend wurde das L- »: .DerGott, ber Eisen wachsen liest. gesungen Sodann wies S. Magnifizenz der Rek- tor Professor Dr. Rosenberg auf die hohe Symbolik dieser Feier hin, die heute der deutschen Sehnsucht nach dem Wiederaufstieg unsere- Da- terlandeS zu der früheren stolzen Höhe Ausdruck fiebe. 3n Dem hingehenden Dienst am (Batet- anb begegne sich das Denken unb Fühlen ber Deutschen mit tvm oröstten deutschen Staats- mann und treuesten Diener seines DvlleS. Dem Altreichskanzler Fürsten BISmarck 3n bet Erinnerung an diesen größten Deutschen und in dem Glauben an Deutschlands große Zukunft, sowie im Hinblick auf die Ermahnung des ReichSpräfidenten von Hindenburg .Treue ist da» Mark der Ehre forderte ber Redner <nis zu festem Derfrauen unb zu hingebender Rrbelt am Baterlande. zur Druderliebe gegen den deutschen Bruder unb zur Einigkeit aller Dolksgen offen. Am Schlüsse der Ansprache loderte di« Flamme an dem mächtigen Holzstoß empor, der in wenigen Minuten zu einem weithin in die nächtliche Landschaft leuchtenden Fanal wurde. Da- Flammenlied, aus vielen hundert Kehlen mit Begeisterung gelungen, schloß sich der Rede deS Rektor- an. Als dritter unb letzter Redner ergriff cand. jur. Reufch nunmehr das Wort zur 'Feuerrede.
«in ber er u. a. beton'.«, da- Studium, die Arbeit und da- ganze Sein der deutschen Studenten gehöre Ihrem Dolke, keiner von ihnen sei nur für sich selbst da. sondern alle leien dem Dienste für da- Gesamtwohl un'eres Bo!ke5 verpflichtet. Der Redner bedauerte Die Zerklüftung unsere- Dolles durch Parteigeist und K as eiwe'en, eine Zerreißung, die auch unter den Akademilern bedauerlicherweise zu bemerken sei. Gerade der Akademiker habe d'e Pflicht, alle Ä:ä tq Dafür einzusehen, daß Die Kluft in unserem Dolke sich wieder schließe und unser Bolk zu einer wahren DolkSgemeinschast komme. AIS Dorbild der Kommilitonen müsse stets das bo6« unb opfedrcuHge Beispiel der im Är ege ge a lenen Kommllitonen gelten. Eine weitere Pflicht der Akademiker sei es auch, an ihrem Teile in unermüb'lcher Arbeit darauf hinzuwirken, daß der unter Wortbruch unserer Kriegsgegner zustande gekommene Schmachsrieden von Dedail'eS baldigst revidiert werde und dem deutschen Volke innerhalb der
ReichSgrenzen sowohl, v« auch den deutschen Brüdern bi« heute als Minderheiten unter fremder Herrfcha't leben, die Freiheit als Äultumatton wiedergegeben werde. Mit der Aufforderung an feine Kommilitonen, allezeit hrer hohen Pflicht gegen Volk unb Vaterland eingedenk zu sein und alle Kräfte zum Wohle und Diederausstteg Deutschlands unermüdlich und tatfroh cin.5u’cber., schloh ber Redner leine Ansprache. Der gerne infame C?<- ’ang des Deutschlandliedes bildete den Abschluß ber Feierstunde beim lodernden Feuer am Bis- marckturm. Anschließend bewegte sich ein imposanter Fackelzug der Studenten vom Bismarck- turm auS durch zHlreiche Straßen der Stadt, irotz der späten Rackitftimbc von einer zahlreichen Menicheiuncnge mit freundlicher Svmpatbie be- -rüßi Der Fackelzug endete erst unmittelbar vor Mitternacht mit dem Zusammenwerfen der Fackeln aus Oswaldsgarten. wo bte schöne Veranstaltung mit dem Gelange der Lieder „Gaudeamus igitur“ und ..Burschen heraus' genau um die Mitter- nachtszeit ihren Ausklang fand.
Boruoti;en.
— tagetfalenber für Freitag Eng- l'sche« Seminar ber Universität: Vortragsabend von 5rL E Heepe, London (Englische Nezitationen in Prosa und Vers von Shakespeare bl« Älpling), 20 Uhr in der Neuen Auto ber Universität. — Schubert-ilbend Der Deutschen Lolkspartei: 8.15 Uhr Im ©ingfaal des Realgymnasium«. — Abonnements- konzett der Reichswehrkapelle unter Leitung von Vbcrmusikmeister Löber. 20.15 Uhr auf Der Liebig«- hohe. — Lichtspielhaus, Babnhofftrafor „Das Er- wachen des Weibes'. — Aftoria-Lick-tspiele: „Der UeberfaQ in Der Silberschlucht'
— Englisches Seminar der Universität. Heute abc.ib 8 Llhr in der Reuen Aula Rezitationen in englischer Sprache von Frl. ö. Heepe aus London.
— Reichsbund der Kriegsbeschädigten und Kriegerhtn'erbliebenen. Sonntagnachmittag auf der Liebigshöhe öslent- liche Versammlung. (Siehe heutige Anzeige.)
•’ Fahrpianänderungen bei der Reichsbahn. Ab Sonntag. 1. Juli, hält der Beschl. Pz. 402 Dietzen — Limburg — Koblenz. Dietzen ab 8.09, auch in Stockhausen (Lohn'. Stockhausen an 8.43, ab 8.44. Weilburg an 8.54, ab 8.55, Limburg an 9.23, ab 925. 3m übrigen bleibt ber Fahrplan unveränbert.
e*_6in Anlagenkonzert unserer Militärkapelle sand gestern nachmittag am Liebigdenkmal statt. Das Konzert Halle nur einen schwachen Besuch aufzuwei en. AIS Ur'ache hierfür Darf man wohl Die Tatsache an'ehen, datz da- Konqert vorher in unseren Spalten nicht ange- lundiat war. Lins war allerdings am Dienstag eine AnkündigungSnotiz für b:e Mitiwockau-aabe übermittelt worden, jedoch wurde diele Roiiz bald darauf durch die mahgebende Sle'le der MUitärkapelle wieder zurückgezogen mit dem Bemerken, da- Konzert finde nicht statt.
" Das städtische GaS- und Wasserwerk fünbtgt bn heutigen Anzeigenteil eine Reuordnung deS Wasserpreifes und die Einführung einer DaSmessermiete an. Die Bekanntmachungen seien der Aufmerksamkeit unserer Mitbürger empfohlen.
•• PersonaIie. In den Ruhestand tritt auf Grund de« rlltersgrcnzegeseßes der Lehrer Otto Dom m an der Volksschule zu Nidda mit Wirkung ab 1 Juli.
3u der Beschwerde über einen SpelseeiSverkaus, bte vor einigen Tagen in einem Eingesandt aus unserem Leserkreise vorgebracht wurde, wird un8 von Max. Ernst und Kurt Walldorf mitgeteilt, daß eingehende Rachprüfungen oei ihren Verkäufern ergeben haben, daß der in jenem Dinges-ncht bemängelte Vorgang nicht an den Dalldorsschen Wagen zu verzeichnen war.
" Gastspiel Otto Reutters in Bad- Ra u h e . m. Man schreibt uns: Die Kurverwaltung Bad-Rauheim hat sich wegen des sensationellen GrsolgeS, den da- Gastspiel Otto ReutterS am 5. Juni hatte, veranlaßt gesehen, den Künstler für ein nochmaliges Gastspiel zu verpflichten, das am SamStag. 23. 3uni, abends 8 il^r tm grotzen Bühnensaal deS Kur- baufes stattsinden wird. Otto Reutter wird an diesem Abend wiederum im Rahmen eines „Bunten Abend-" mit einer Kette weiterer erstklassiger Kunstkräfte auftreten und mit zum Teil neuem und selbstversahtem Repertoire. Die rnusi- kalische Begleitung liegt in den Händen des .^uiHausorchester-, unter Leitung des Kapellmeisters Fr. Schmidt. Man beachte die heutig« Anzeige.
* 8ln« Gesellschastsfa tzrt zum Viervaldstädter See veranstaltet das Reisebureau der Hamburg-Amerika-Ltnie bt Frankfurt a. M vom 1. bis 13 Juli. Wie tm
gen teil bereit* be!anntgegcb?n. werden Anmeldungen hierzu bis zum 26 Juni von der hiesigen H arx: g - Vertretung (Xcilchureau Löb) ent gegen genommen.
berliner Börse.
Berlin, 22. 3unl (WTB. Funkspruch ) 3m heutigen Frühverkehr konnte sich das GeschLst noch nicht entwickeln. Die Tendenz bleibt unsicher und abwartend Man schätzt die .Kurse etwa aus gestriger Spätabenddasis.
Kirchlicbc Tlacknchten.
Jsraelitischc Rdlglon»grmdnbc. Gottesdienst in der Synogogc (Sudanlage). Samstag, den 23. Juni. Vorabend 7.45 Uhr morgen» 8 30, abends 9 und 9.40 Ubr
Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 23 Juni. Freitag abend 7.45 Uhr; Samstag vormittag 8, nachmittag» 4.30; Sabbatausgang 9 40. — Wochengottesdienst: morgen» 6.15; abend» 7.15.
Vüchettisch.
— Maria SverS: Die Mutter. 82 S. 8° unb 8 Bilder in Kupsertiefdruck. Büttenurn- fchlaa 125 Mk. Verlag .Ars sacra" Josef Müller, München 23. - Was hier in Fon, von Briefen der Freundin an eine junge Mutter lieft gibt, ist In Wahrheit eine religiöse Dichtung auf Frauen würde und heilige Mutterschaft. Der Empfang, die Pflege und erste Drzlehung unb schließlich das. was man .Aufklärung" nennt unb was für echte Frauen fn>ic hier) doch etwas ganz anderes, unvergleick ltch Reines und Hohes ist daS find die Despra>, fernen, über die sich Freundinnen austauschen. MnD auch der Mana sollte das Büchlein lesen, um die Gattin In ihrem tiefsten Smvfinden und Wollen zu verstehea und desto lieber zu haben. 25?
— 3 oftn ®. Brandon: Chiffre I. j. Kriminalroman. Cnaelhorns Romanbibliothek Band 1020/21. Broschiert 2 Mk.. Leinen 3.50, Halbieder 5 Mk. — Line 7'arbrecherftanbe macht einen grobangclegten Srprcsiungsueriuch an einem Londoner Deldmagnaten. Sie'er kann aus besonderen Gründen Die Polizei nicht zu Hilse rufen unb stellt daher ein Fähnlein ehemaliger Offiziere zur Abwehr des Anschlags in seine Dienste. Der Kamps d efer Iportlufagen Amateur- detektive mit den Verbrechern, woran sich schließlich — durch 3ufaII hiacingcAogcn — noch zwei richtige Deleltive beteiligen, ift packend und zugleich amüsant geschildert. Drei Liebespaare unb die Gestalt eines entzückenden kleinen Jungen geben der atemlos dahinjagenden Handlung einen eigenen Reiz. 2Z1
— .DaS Theater' (Herausgeber: Arthur Kürschner. Verlag Berlin-Schöneberg) besaht sich in seinem zweiten Mai-Hest u. a. mit dem Umbau der Berliner Opernbühne und bringt Interessante Berichte über Uraufführungen in Berlin, Weimar. Gotha, Budapest, Karlsruhe, Königsberg. Koblenz usw. Unter den übrigen Theaterbriefen fällt einer auS Ulm besonders auf. Da steht es zu lesen, daß das Ulmer Stadt- tbealer in ber Karwoche .Faust" In modernen Gewändern aufsühren ließ. 5er Doethesche Titelheld taucht als ordentlicher Universität-prvsessor auf, indessen Gretchen al« Kontoristin erscheint. Hamlet im Stad macht Fortschritte
- Walther Boehmer: M i t Gott für Trust und Dividende. Pietätlose Schilderung selbsterlebter Tatsachen und zwangSläusige Konsequenzen aus dem Weltwirttchaftskrieg 1919 bi- 1927. (Victoria Verlag 21.-®. Wien I V. Preis geh. 3,60 Mk.) 270
Wie 6a» Salz zur Suppe
gehört zum ®obnenfaffee
Sevliys M*#e Kaffer-Sus«».
Essenz. ”
Ihr Kaffee Duftet einfach herrlich, mundet voll und könnte nicht besser fein! Din Verfuch überzeugt!
CrtaMbeH *U ba ("ro'.muatt «I Dk».
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erzählt weiter x
Als ich in meine Vaterstadt zurückgekehrt war. konnte ich nicht zur Ruhe kommen. Statt mich von den Strapazen auszuruhen und mich meines neuen Reichtums zu erfreuen, packte mich von neuem die Abenteuerlust. Schließlich rüstete ich ein großes, eigenes Schiff aus, belud es mit vielerlei Waren und fuhr ins Meer hinaus. Nach einigen Tagen guter Fahrt trafen wir eine Insel von unbeschreiblicher Schönheit. Während meine Geehrten staunend umhergingen, legte ich mich unter eine Palme und schlief ein. Aber wie groß war meine Bestürzung, als ich aufwachte, und sowohl das Schiff wie auch die Freunde verschwunden waren.
Verzweifelt irrte ich umher, biner meine Reiselust bereuend.
Ihr würdet mich nicht beneidet haben, liebe Brüder. Bevor ich weitererzähle, Ia5t uns die Sorgenbrecherin und Vertreiberin aller quälenden Gedanken genießen. Nehmt, liebe Freunde, eine „
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