Ausgabe 
22.3.1928
 
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Nr. 70 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)__Donnerstag, 22. März (928

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Wirtschaft.

Rückgang der Außenhandelspassiviiät im Februar.

Wir hatten bei der Betrachtung der Zahlen der deutschen Außenhandelsbilanz für den Monat Januar, der eine Passivität in Höhe von rund einer halben Milliarde Mark gebracht hatte, auf die saisonmäßigen Einflüsse hingewiesen und dabei fest gestellt, daß das zahlenmäßig verschlechterte Januar­ergebnis des deutschen Außenhandels zu irgend­welchen Befürchtungen grundsätzlicher Art keinen An­laß geben konnte. Die gesunde Tendenz, welche die Entwicklung des deutschen Außenhandels Ende des vergangenen Jahres zeigte, ist, wie das E r g e b n i s des Monats Februar zeigt, erhalten ge- blieben, da im Januar eine Erhöhung der Passivität infolge der Belastung durch die Terminabrechnungen (Wolle, Kaffee usw.) eintreten muß.e.

Untersucht man im einzelnen die Ursachen der Verringerung der Passivität im Fe­bruar, so kommt man dabei zu Schlüssen, die an sich keine Aeberrafchung bilden können und infolgedessen, so erfreulich sie sind, auch nicht überschätzt werden dürfen. Die Passivität be­trägt 308 Mill. Mark gegen 498 im Januar und rund 325 Mill. Mark im Monats­durchschnitt des abgelaufenen Jahres. Der Rück­gang der Belastung ist einmal auf die um nicht weniger als 133 Mill. Mark verringerte Einfuhr an Lebensmitteln zurückzufüh­ren. andererseits auf die nicht unbeträchtliche Erhöhung der Ausfuhr, die in Fertig­waren allein um rund 60 Mill. Mark gestiegen ist. Der Rückgang der Lebensmitteleinfuhr dürfte sich im nächsten Monat fortsehen, so daß von dieser Seite eine weitere Besserung eintreten wird. Auffällig ist die wiederum, und zwar um 33,7 Mill. Mark gestiegene Einfuhr an Rohstoffen, die fast ausschließlich auf Wolle entfällt. Änterkucht man die Zusammensetzung der Rohstoffeinfuhr des weiteren, so zeigt sich hier eine nicht ganz einheitliche Entwicklung, und unmittelbare Folgerungen bezüglich der Kon- junkturlage lassen sich aus der Tatsache einer Rekordrohstvffeinfuhr, die höchste in der Rach- kriegszeit, nicht ohne weiteres ziehen. Spielt die Textilbilanz auf der Einfuhrseite eine Rolle, so ist dies auch bei der Verminderung der Importe an Fertigwaren der Fall, die ausschließlich auf Textilerzeugnisse sich erstreckt. Auch bei der Fertigwarenausfuhr stehen Textilerzeugnisse im Vordergründe. Die Textilbilanz zeigt mit­hin eine Besserung, die sich in den nächsten Monaten fortsetzen dürfte. Gewisse Anzeichen da­für, daß die Jnlandkonjunktur, wenn auch nicht einen Rückgang, so doch eine merkbare Dämpfung erfahren hat, sind in der Außen­handelsbilanz des Monats Februar zu finden. Denn es mehren sich die Tatsachen, die auf eine abflauende Geschäftstätigkeit in ein­zelnen Industriezweigen hindeuten (Rachlassen der Cisenerzeinluhr usw.).

Alles in allem genommen ist die Erhöhung des Importes von Fertigwaren im Ianuar durch die Steigerung der Fertig­warenausfuhr im Februar vollkommen ausgeglichen. Cs ist eine Wendung, wie nicht anders zu erwarten war, eingetreten, die sich in den nächsten Monaten noch verstärken wird, so daß wir zu dem Ergebnis einer rela­tiv g ü n st i g e n Beurteilung der Februarbilanz des deutschen Außenhandels kommen, wenngleich der Passivsaldo immer noch eine für Deutsch­land bedrohliche Höhe aufweist. Eine grundsätz- liche Aenderung zugunsten Deutschlands, die nur möglich ist, wenn es uns gelingt, in wichtigen Industriezweigen mit Erfolg die Amstellung auf den Export vorzunchmen, um dadurch die Mittel zur Abdeckung unserer hohen Zins­verpflichtungen an das Ausland und darüber hinaus noch Kapital zu gewinnen, liegt noch in weitem Felde. Wesentlich für den Augenblick ist die Frage, ob einmal ein Anfang in der Rich­tung einer starken Steigerung des deutschen Fertigwarcnexports gemacht werden kann. Ob dieser Anfang bereits gemacht ist, das laßt sich bisher nach den Ziffern unserer Außenhandels­bilanz nicht fcststellen.

Der Arbeiisniarkt.

Rach dem neuesten Reichs-Arbeitsmarkt-An- zeiger bietet die Gesamtlage in großen Zügen dasselbe Bild wie in der Vorwoche: Still­stand der Aufwärtsbewegung bei ver­minderter Beschästigungsmöglichkeit infolge des

herrschenden Frostwetters, das teilweise die offe­nen Bauten sowie die in Angriff genommenen Erdarbeitrn wieder stillegte. Vereinzelt schritten auch Ziegeleien, die die Arbeit bereits wieder ausgenommen hatten, zu Stillegungen. Daneben hält eine gewisse Ansicherheit der Bc - schäftigungslage, besonders im Bergbau und im Metallgewerbe an. Der Anteil der arbeitslosen Bau ach- und Bauhilfsarbeiter an der Gesamtzahl der Arbeitsuchenden ist unver­mindert groß. In der Textilindustrie ist die Beschäftigung noch immer gut, obgleich die Rei- gung zur Abschwächung wenn auch noch in geringem Ausmaß hier und da beuL^er zu werden scheint. Merklich gebessert hat sich die Beschäftigungsloge im Bekleidungsgewerbe. Die chemische Industrie hat weiterhin günstigen Be- schästigungsgang. In den übrigen industriellen Berufszweigen hoben sich wesentliche Verände­rungen im Beschäftigungsgrad nicht ergeben. Die Landwirtschaft hatte nicht so stark unter den Einflüssen des Frostwetters zu leiden.

* Reue Devisenankaufsbedingun- gen der Reichsbank. Im Devisenverlehr der Reichsbank sind folgende Aenderungen ein­getreten: Beim Ankauf von Wechseln und Schecks auf das Ausland, welcl)e über Reichsmark lau­ten, wird von jetzt ob stets der Reichsbanl- distont gerechnet, auch wenn der ausländische Diskontsatz höher ist. Beim Ankauf von Wechseln und Schecks auf Ja, an werden bis auf weiters mindestens 28 Tage Zinsen (anstatt bisher 42 Tage) gerechnet. Der zu berechnende Zuschlag für nicht akzeptierte Wechsel, welche eine be­stimmte Zeit nach Sicht zahlbar sind, wird bis auf weiteres auf 35 Tage (bisher 47 Tage) herabgesetzt.

Di e Frankfurter Inlandanleihe. Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, wird vom Magistrat der Stadt Frankfurt a. M. die An- nahnie des Angebots von zwei unter Führung der Seehandlung und Mendelsohn stehenden Bankenkonsortien voraussichtlich beschlossen wer­den. Cs sollen zunächst von den bewilligten 20 Millionen Mark 10 Millionen Mark fünf­prozentige Schahscheine mit dreijähriger Lauf­zeit begeben werden. Diese Schatzscheine sind umtauschbar in eine siebenprozentige feste länger­fristige, aber kurz kündbare Anleihe. Die Schah­scheine werden mit einem zeitlich abgestuften, hohen Rückzahlungsagio von grundsätzlich 8 Pro­zent ausgestattet. Zu einer Beteiligung eines unter Führung der Frankfurter Bank stehenden Konsortiums, das dieserhalb heute eine Sitzung abhielt, kommt es jedoch nicht.

* Die Unterbringung der Farben- Teilschuldverschreioungen. Der den Aktiv, nären in Höhe von rund 200 Millionen Mark an- gebotene Teil der 250 Millionen Mark Farben-Teil- schuldverschreibungen ist, wie von zuständiger Seite mitgeteilt wird, glatt untergebracht worden. Auch ausländische Kreise haben sich an den Käufen be­teiligt. Das Bezugsrecht muß bis zum 23. März ein- schließlich ausgeübt werden.

* Franks urterBank. Wie dem WTB.-Han­delsdienst bestätigt wird, erwägt die Verwaltung der Frankfurter Bank die Reduzierung der Dividende von 8 auf 7 v. H. Die Bilanzfitzung findet Ende März statt. . , _

* Frankfurter Hypothekenbank. In der Aufsichtsratssitzung wurde beschlossen, aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres 1927, nachdem im Vor­wege neben sonstigen Rückstellungen der Pensions- anstatt 100 000 Mark überwiesen werden sollen, eine Dividende von 9 v. H. in Vorschlag zu bringen.

* Frankfurter Brauhaus e. G. m. d. H., F r a n k f u r t a. M. Der gestrigen Mitglieder- Versammlung lag ein Angebot der Bank für Brau- industrie vor, die Genossenschaft käuflich zu er­werben. Das Angebot bewertete das Unternehmen abzüglich der darauf lastenden Hypotheken mit 1,2 Millionen Mark. Rach einem auf Grund des Ange­bots aufgestellten ßiquioationsftatus würde das für den einzelnen Anteil eine Auszahlung von 140 v. H. ergeben, worüber hinaus noch 308 800 Mark zur Verfügung der Genofsenfchast ständen. Rach stun­denlanger Diskussion, in der besonders zum Aus­druck gebracht wurde, daß der genoffenschastlick)e Gedanke nicht zugunsten der Expansionspolitik der großen Konzerne geopfert werden dürfe, zumal eine Rotwendigkeit für eine Auflösung der Ge­nossenschaft gar nicht vorliege, wurde das Angebot mit großer Mehrheit ab gelehnt. Auf Grund des vorgelegten Jahresberichtes wurde beschlossen, aus 0,26 Mill. Mk. Reingewinn 10 v. H. (i. V. 12 v. H.) Dividende zu verkeilen. Von den 688 000 Mark Außenständen der Bilanz betragen, wie erläutert

wurde, 600 000 Mark Darlehen, die größtenteils I hypothekarisch gesichert jini.

* Brown Boveri L Co. A-G., Mann- h e i m. Rach dem jetzt vorliegenden Bericht der Gesellschaft über das Geschäftsjahr 1927 hat dieses in allen Teilen einen befriedigrnven Ver­lauf genommen. Der auf den 30. März ein­berufenen Ge:eralversammlung wird vorge­schlagen, die von der Gesellscha t im Mai 1926 an die Altbesihgläubiger für ihre Teilschuld- verschreibuugen von 1907 bis 1914 abgegebenen GenußrechtSurlunden durch Barab ösung zu til­gen. Das Altienlapital der Gesellschaft soll außerdem um 10 Millionen Ml. erhöht werden. Aus dem Reingewinn von 1 466 542 Mk. sollen bekanntlich auf die Sta nma'tien 9 Prozent Divi­dende (8 Prozent) verteilt werden, während zum Vortrag auf neue Rechnung 20 555 Mk. (26 347) verbleiben.

* Bayerische Motorenwerke 21.®., München. In der AufsichtsratLsihung wurde über das Ergebnis des Iahres 1927 be ich et. Rach Abschreibungen von 925 893 Mark (i. V. 516 313) verbleibt ein Reingewinn von 1 835 969 Mark (i. V. 685 748), wozu der Vortrag aus dem Vorjahre mit 75 956 Mk. kommt. Der auf den 20. April einberufenen G.-V. soll vorgeschlagen werden, nach Dotierung der ordentlichen Re­serve mit 282 290 Mk. (i. D. 50 000), wodurch diese auf 1,2 Mill. Mark gebracht wird, eine Dividende von 14 Proz. (t. V. 12 Proz.) zu verteilen und 156 662 Mk. auf neue Rechnung vorzutragen. Heber das lausende Geschäftsjahr wurde mitgeteilt, daß die Bestellungen für Flug- motore und Motorräder, insbesondere auch aus dem Auslande, durchaus befriedigend eingegangen sind. Die Motorradabteilung sei bereits für das ganze Iahr 1928 mit Aufträgen versehen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 22. März. Tendenz: Lebhaft. Zum Beginn der heutigen Börse war die Stimmung allgemein feste r und zu­versichtlicher, wenn auch auf den meisten Marktgebieten eine Belebung nicht eintreten konnte, da weiterhin von einer Beteiligung des Privatpublikums nicht die Rede sein kann. Die Spekulation wurde angeregt durch die Mitteilung, daß die bis jetzt angebotenen 200 Millionen Mark Farben Bonds glatt untergebracht worden sind. Ferner befriedigte es, daß am Geldmarkt infolge der umfangreichen Vorbereitungen zum Ultimo Tagesgeld noch ziemlich leicht blieb. Demgegenüber trat die Verstimmung über die immer noch unklare Lage zwischen Deutsch­land und Rußland und die verschiedenen Lohn­bewegungen etwas in den Hintergrund. Die all­gemeine Tendenz wurde jedoch vor allem günstig beeinflußt durch die außerordentlich lebhafte Rachfrage nach Farbenbonds, die mit 138 Proz. eröffneten und schließlich bis 139 bis 139,25 gesteigert waren. Bezüge 10,4 bis 10,5 Proz. verlangt. I.-G.-Farben selbst waren um 1,75 Prozent gebessert, doch nytfi der Abgang des Dezugsrechtes in Betracht gezogen werden. Bei den ersten Rotterungen überwogen die 1- bis 2prozentigen Kursvesferungen, doch war die Kursentwickelung nicht ganz einheitlich. Am Montanmarkt waren die reinen Kohlen­werte bevorzugt. Rheinbraun plus 1,5 Prozent, Riebeck plus 2 Prozent, Mannesmann, Gelsen­kirchen und Buderus 1 bis 1,5 Prozent höher, während Harpener nur knapp behauptet blieben. Am Elektromarkt waren die Veränderungen nur gering, gelten plus 2 Prozent. Am Ban­kenmarkt gewannen Danat 2 Prozent, Reichs­bank 1 5 Prozent. Von Autowerten gaien RSA. 15 Prvzenttnach. Scheideanstalt konnten 1,5 Pro­zent anziehen. Am heimischen Anleihe­markt waren Reubesitz leicht erhöht. Aus­ländische Renten still. Rur für Anatolier bestand etwas Interesse. 3m weiteren Verlaufe bröckelten die Kurse auf Realisationen etwas ab. Rur I.-G.-Farben-Bonds blieben verlangt und konnten bis zu 140 Prozent anziehen. Im Frei­verkehr bestand für Glanzstoff Interesse. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 6Pro­zent. Im Devisenverkehr konnte sich der Dollar etwas befestigen, bagegm gab das eng­lische Pfund leicht nach. Die Reichsmark stellte sich gegen Kabel auf 4,1821, gegen London auf 20,413. Paris gegen London 124,02, Mailand 92'40, Madrid 29,12. London gegen Kabel 4,8815.

Berlins Börse.

Berlin, 22. März. (Eigener Drahtbericht des Gießener Anzeigers.) In Rachwirkung der ge­besserten Handelsbilanz und nachdem das be­

unruhigende Moment der Farben-Transaktion anscheinend zur Zufriedenheit der Verwaltung seine Erledigung gefunden hat, war die Stim­mung des Vormitlaqsverlehrs allgemein zu­versichtlicher. Spezialwerte warm besonders gefragt. Die Festigkeit des vorbörslichen Ver­kehrs konnte sich aber bei den ersten Rolicrungen nicht überall behaupten, da die Spekulation zu Gewinnmitnahmen neigte. Die Ansicht'n über die Bilanzziisern bei Harpe ter sind g.teilt, sie find zwar nicht so sch echt, daß die Dividenden­reduzierung eine Erklärung findet, inan war aber über die Höhe des Bankgut a^ens ent­täuscht. Im allgemeinen ergaben sich zu den ersten Kursen 1- bis 2proze.tige Kursge­winne. SPSzialwerte waren stärker befestigt, Glanzstoff. Be.nberg, Waldhof. Polyphon, Ber­ger, Karlstadt usw. zogen 3 bis 7 Prozent an. Dagegen lagen Schadeaktien mit minus 7,50 Marl erheblich gedrückt. Heimische An­leihen ruhig. Ausländer überwiegend etwas fester. Anatolier bis 0.75 Prozent höher. Renten still. Pfandbriefe weiter gesucht. Am Geldmarkt war Tagesgeld unverändert 5 bis 7 Prozent, Monatsgeld 7,50 bis 8,50 Pro­zent. Warenwechsel ca. 7 Prozent. Bei kleinem Geschäft war die Haltung im Verlau.e zunächst schwächer. Diese Kurse gaben durchweg 0,5" bis 1 Prozent nach. Später wurde es aber, von Spezialwerten ausgehend, wieder lebha ter und fester. Berger, Karlfiadt, Glanzstoff und Berliner Maschinen bevorzugt.

Frantfurrcr Getreidebörse.

Frankfurt a. M.. 22. März. Weizen liegt bei anziehenden Preisen ruhiger, dagegen Roggen außerordentlich fest bei anziehenden Preisen. Das Geschäft in Braugerste flaut vollständig ab, da Angebot nicht mehr vorhanden ist. Hafer nach wie vor fest. Mais unverändert, für spätere Lieferung etwas leichter. Weizenmehl weiter ruhig. Roggenmehl fest und entsprechend dem Roggen im Steigen begriffen. Kleie ist nicht mehr ganz so gesucht wie in den letzten Tagen. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs 26,75, Roggen 27.25 bis 27,50, Sommergerste für Brauzwecke 30 bis 31,50, Hafer, inländischer 27 bis 27,50, Mais (gelb) für Futterzwecke 24,50 bis 25. Mais (gelb) für andere Zwecke 25,50 bis 26, Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 38 bis 38,50, Roggenmehl 37,50 bis 38.50, Weizenkleie 14,60 bis 14,75, Roggenkleie 15,50 bis 16.

Frankfurter Schlachwiehinarkt.

Frankfurt a. M., 22. März. Auftrieb: 103 Rinder, 1291 Kälber, 413 Schafe, 417 Schweine. Kälber: Beste Mast- und Saug­kälber 75 bis 80 Mk.", mittlere Mast- und Saug­kälber 65 bis 74; geringe Kälber 56 bis 64. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 51 bis 56; mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 45 bis 50. Schweine: Vollfleischige Schweine von etwa 200 bis 300 Pfund Lebendgewicht 54 bis 56; von etwa 160 bis 200 Pfund Lebend­gewicht 52 bis 56; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 52 bis 54 Mk. Marktverkauf: Kälber und Schafe an­fangs lebhaft, zum Schluß abflauend, ausverkauft. Schweine mäßig rege und geräumt.

Letzte Nachrichten.

Zwölf Todesopfer

des Lawinenunglücks geborgen.

Salzburg, 22. März. (WTD. Funkspruch.) Eine alpine Gendarmerie-Abteilung ist um 5.30 Ahr früh nach Aeberwindung ungeheuerer Schwierigkeiten an der Stelle angelangt, wo gestern die dreizehn Wiener Skisahrer von einer Lawine verschüttet worden find. Eine Turner­abteilung aus Taxenbach traf ungefähr zwei Stunden spater ein. Den vereinten Temühungen ist es bis 10 Ahr gelungen, zwölf von den Verschütteten als Leichen zu bergen. Ein Demnzlückter wird noch vermißt.__________

Sprechstunden der Redaktion

12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittag». Samstag nachmittag geschloffen

Jüt unverlangt eingefandte Manuskripte ohne beigefügte? Rückporto wird keine Gewähr übernommen

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Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt befchlostenen Dividende an.

Devissrunarkl BerlinFrankfurt a. 2 Telegraphisch« Auszahlung.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Retchsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinssuß 8 Prozent.

frranzoniche Noten.....

Holländische Waten ..... Italienische Noten......

Norwegische Noten.....

Demsch-Qcsterr., a 100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten ...... Schweizer Noten.......

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