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Rasenspiele L i ch und am zweiten Weih- nachtsjeieriag die erste Mannschaft vom Rasen portvercin 1920 Wommelshausen (Kreis Biedenkopf). Beide Gegner sind gut? Ver­treter der ersten Gautlasse (früheren^ K a se). die den Gießenern, trotz Vorteils des eigenen Platzes, den Sieg nicht leicht machen werden. Das Vorspiel in Wommelshausen verloren die 1900er.

1900s dritte Els hat mit zwei Derband- neulingen Ge'ellschasis p'.e'e abgeschlo's n. Am Sonntag tociü diese Mann chaft in Garben­teich, um sich mit der ersten Els des Sport­vereins 1928 Garbenteich zu messen. Voraus­sichtlich am zwcilen Weihnach ssci.rtog w'rd dann die erste Elf vom Dallspielclub 19 2 8 Oberbiel (Kreis Metz ar) hier auf dem Sport­platz an der Lirbigshohe antreten. Auf Grund der größeren Wettspieler'ahrung dürften ti D.au- weitzen jedesmal als Sieger hervorgehen.

V. f. B.

Am kommenden Sonntag sind sämtliche Mann­schaften außer derDritten" spielfrei. Diese hat auf eigenem Platz Grohen-Busecks Erste in einem Gesellschaftsspiel zwn Gegner, gegen die die Ligareserve vor vierzehn Tagen verhältnismäßig knapp mit 4:2 gewinnen konnte. DieDritte" wird olles daransehen müssen, um gegen die stark ausgekommenen Dusecker, deren Stärke in ihrer Schnelligkeit und Ausdauer ließt, ebenfalls einen Sieg herauszuholen. Andererseits werden auch die Gäste bemüht sein, die kürzlich erlittene Riederlage wieder wettzumachen.

Während am ersten Feiertag der Fußball- betrieb im V.f.B. ruht, sind für den zweiten Feiertag die Liga-Reserve und die dritte Mannschaft zu Gesellschaftsspielen nach aus­wärts verpflichtet. Die Ligamannschaft fährt nach Mühlheim a. M., um gegen die dortige Kickers-Viktoria" anzutreten. Die Gast­geber gehören der Südmain-Kreisliga an und zählen dort zu den führenden Vereinen. Die Mannschaft hat sich in den diesjährigen Der- bondsspielen sehr gut geschlagen und steht nun, nachdem sie lange Zeit Tabellenerster war, an zweiter Stelle. Die D.f.B.-Elf wird sich schon gewaltig anstrengen müssen, wenn sie ein einiger­maßen günstiges Resultat mit nach Hause brin­ge will.

Ligareserve und Dritte stehen in Gr.- B u s e d dessen Erster bzw. Zweiter gegenüber, Dem Stärkeverhältnis nach sollte V.f.B. in bei­den Spielen gewinnen können, jedoch hat Buseck durch seinen kleinen, für fremde Mannschaft un» gewohnten Platz einen nicht zu unterschätzenden Vorteil. Ein Doppelsieg des Platzvereins liegt durchaus im Bereich des Möglichen.

Fußball in Güddeutschland.

Soweit bei den ihrem Ende zuneigenden Der- bandLsPielen der süddeutschen Bezircsliga nicht bereits in den einzelnen. Gruppen die Meister, die Placierten und die Absteigenden festgestellt sind, werd n am kommenden Sonntag wichtige Klärun­gen dieser Fragen zu erwarten sein. 3m

Bezirk Main-Hessen.

benötigt in der Gruppe Main die Frankfur­ter Eintracht nur noch einen Punkt, um endgültig Main-Meister zu sein. 3n ihrem Spiel In Aschaffenburg gegen die dortige Viktoria sollte sie beide Punkte erringen können. 3n drr Frage der Placierten wird sich vorläufig noch keine wesentliche Aenderung ergeben, da die nächstbe- rechtigtcn Anwärter vermutlich siegreich bleiben werdm. Dies darf man namentlich vom Fußball- sportvercin Frankfurt in seinem Kampfe gegen die Spielvereinigung 03 Fechenheim und von Kickers Offenbach, die gegen die Sp.Vgg. 60/94 Hanau aitreten, erwarten. Auch Union Rieder­rad wird Wohl auf eigenem Platze Germa?io Bieber besiegen können. Rur das ebenfalls nicht unwichtige Tressen in Hanau zwischen dem 1. F.E. 93 und Rotweiß Frankfurt wird Derrnut» einen der Beteiligten aus der Dewerberliste end- gül.tg verschwinden lassen.

3n der Gruppe Hessen steht der Meister- schastsanwärter Wonnatia Worms vor einet sehr heiklm Aufgabe, da er den Tabellenzwei.en, F.Sp. 05 Mainz, auf eigenem Platze schlagen soll. Der V.f.L. R-u-3senourg wird sich mi seinem Spiele gegen die Sp.Gem. Höchst endgültig den dritten Tabellenplatz sichern. Bei der Begegnung Alemannia Worms Sp.V. Wiesbaden handelt es sich nur um eine Prestigefrage. Dagegen wird F.C. Langen Hassia Bingen vielleicht in Ab­stiegsnöte drängen könnm.

Bezirk Bayern.

Hier hat die Gruppe Rordbahern nur das eisen A.S.V. Rürnberg gegen den l.F. C. Rücmöerg auf dem Programm. Beide Vereine gehören zu den endgültig Placierten ihrer

Gruppe. Der 1. F.E Rürnberg will jedoch durch einen Sieg mi der Sp.Vgg. Fürth noch punkt­gleich werden, um di.' Meisterschaft von Rord- bayern in einem Entscheidungsspiel auszutragen. Aller Voraussicht nach wird derClub" seinen Vorsatz zur Durchführung bringen.

Die Gruppe Südbahern ist am kommen­den Sonntag fpiclfrei.

Universität $ranffurf Technische Hochschule Darmstadt 5:0 (2:0) 3m Vorschluhspiel um die Fußballmeisterschaft der südwest/eutschen Hochschulen standen sich am Dicnstagnachmittag auf dem Frsthnllen-Sport- plah in Frankfurt a. M. die Mannschaften bet Univer'ität Frankfurt und der Technischen Hoch­schule Darmstadt gegenüber. Rachdem die Frank­furter Studenten bis zur Pause bereits eine 2:0- Führung oorgelegt halten, konnten sie in der zweiten Hälfte das Ergebnis auf 5:0 stellen. Die Universität Frankfurt hat sich somit für das Endspiel qualifiziert.

Casmir kämpst in Frankreich.

Der deutsche Fechtmeister Erwin CaSmir (Frankfurt a. QU.) hat eine Einladung erhalten, am 26. Dezember in Cannes einen Florett­kampf gegen den hervorragenden französischen Fechter C a t t i a u auszutragen. Falls beide Ver­bände zustimmen, dürfte damit der erste deutsch» französrsche Fechtkampf in Frankreich vonstatten gehen.

Wirtschaft.

* Der neue3ndustriervhstoff (Bill- willer-Verfahren). Rach langen Versu­chen, die bis auf den März d. 3. zurückgehen, ist es nunmehr gelungen, eine Erfindung auszu­bauen, die, wenn sie sich wirtschaftlich bewährt, berufen ist, die Rohstoffbasis Deutschlands be­deutend zu erweitern. Rach einem von Dipl.- 3ngenteur Dillwiller erfundenen Verfahren ist es jetzt möglich, aus minderwertigem Rohstoff Stroh usw., fpinnfäfige Te-'til afern herzustellen. Ferner ist es jetzt möglich, die Erzeugung von Zellstoff bedeutend zu verfeinern und zu ver­billigen. Zur Verwertung dieser Erfindung ist, wie bereits gestern gemeldet, in Zürich eine Ge­sellschaft für Faser und Zellstoff mit einem Ka­pital von vorläufig 800 000 nicht wie gestern gemcldet 500 000 Schweizer Franken gegrün­det Word n. Der Ausbau der Erfindung ist in Karlsruhe bei der Maschinenbaugesellschaft er­folgt, mit der aber feine kapitalmäßige Bindung irgendwclcher Art besteht.

D ie Konsolidierung in der Loko- motivindustrie. Die zwischen der Berliner Maschinenbau A.-G. vorm. L. Schwartzkopsf, Ber­lin und der Sächsischen Maschinenfabrik vorm. Rich. Hartmann A.--G.. Chemnitz geführten Ver­handlungen über die Aufgabe des Lokomotivbaues von Hartmann zugunsten von Schwattzkopff haben zu einer Verständigung geführt. 3m Rahmen dieser Verständigung wird sich Schwartzkopsf an der Kapitalerhöhung von Hartmann durch lieber- nähme von 1 Million Mark Aktien beteiligen. Cs wird sonach der jetzt einzuberufenden Hart­mann-Generalversammlung vorgeschlagen werden, das Kapital nach der Zusammenlegung statt auf 10 Millionen auf 11 Millionen Mark wieder zu erhöhen. Durch diese Verständigung ist ein wei­terer Schritt auf dem Wege der Konsolidierung innerhalb der Lokomotivindustrie getan worden. Für Hartmann bedeutet er eine weitere wichtige Rationalisierungsmaßnahme, von deren Auswir­kung die Verwaltung greifbare Vorteile erwartet. Für Schwartzkopsf bedeutet er eine Erweiterung seines Arbeitsanspruches auf dem Gebiet« des Lokomotivbaues um rund ein Drittel.

Abkommen zwischen Karstadt und einem Pariser Warenhaus. Ti? Pari er Warenhaus,irrnaße g and Magazin de P in° temps" hat mit der Karstadt A.-G. in Hamburg einen Vertrag abgeschloffen, nach weichem Kar­stadt den Cintauf sämtlicher deutschen und tfchcchi- schrn Waren für die französische Firma über­nimmt.

* Deutsche Gold- undSilber-Scheide- anstalt vorm Roeßlec, Frankfurt a. M. Nach dem Bericht habe auch das abgelaufene Ge­schäftsjahr 1927 28 wieder gezeigt, daß die aus der Vorkriegszeit geläufigen Vorstellungen und Erfah­rungen über Konjunkturentwicklungen sich stark ge­wandelt haben. Man beobachte besonders in dem wirtschaftlich führenden Lande, den Vereinigteil Staaten, eine früher ganz ungewohnte Gleichmäßig­keit der Entwicklung, und ferner die Tatsache, daß ein Abflauen oder Ansteigen auf einem Gebiet nicht gleiche Erscheinungen auf anderen Gebieten zur un­bedingten Folge habe. Im eigenen Lande liege es nicht anders. Auf den wichtigsten Gebieten der Ge­

sellschaft Edelmetalle und chemische Spezialpro- butte habe sich die Aufwärtsbewegung des Be­darfs noch fortgesetzt. Der Umsatz habe sich durchweg erhöht, und daher sei es möglich gewesen, trotz der allgemein sinkenden Preise und UmarbeUungs- spannen, fteigenber Fabrikationskosten, einer wei­teren Ste aerung der öffentlichen Abgaben und der Zinssätze für Leihgelder wieder ein befriedigendes Ergebnis vorzulegen. Der Produktionsapparat soll auf eine möglichst große Leistungsfähigkeit gebracht und die schon fest längerer Zeck unternommenen Umbauten und Ausbauten in beschleun gtem Maße fortgesetzt werden. Der vorliegende Status erscheint inso.gedessen noch ziemlich angespannt. Zum ersten Male nach der Inflation ist deshalb bekanntlich am 30. Oktober 1928 e.ne Kapitalerhöhung von 22,4 um 6,6 auf 29 Mill. Mark beschlossen worden. Die Ein­gänge aus dieser Kapitalerhöhung und die aus Amerika zu erwartenden Freigabebeträge würden die Durchführung des großen Programmes der Ge­sellschaft ermöglichen. Von den vor der Goldumstel­lung geschaffenen Dorratsaktien waren bei Beginn des Geschäftsjahres noch 588 Stück vorhanden. Da­von wurden im Jahre 1927/28 477 Stück auf Grund eines mit der Metallbank im Jahre 1924 abgeschlos­senen Optionsabkommens zu pari begeben. Der Er­lös floß in den gesetzlichen Reservefonds Die ver­bliebenen 111 Stuck Vorratsaktien sind in der Bi­lanz nicht bewertet. Es wurde ein erhöhter Rohge­winn von (alles in Mill. Mark) 9,963 (9,126) er­zielt, wozu sich der Vortrag aus dem Vorjahre in Höhe von 0,106 (0,104) gesellt. Andererseits stiegen Unkosten, Versuche, Steuern und Vergütungen auf 6 471 (5,748) und die Abschreibungen auf 1,025 (0,938), so daß ein nur wenig erhöhter Reingewinn von 2,573 (2,545) verbleibt. Hieraus werden be­kannt! ch wieder 9 v. H. Dividende auf 22,4 Stamm- unb 6 v. H. auf 0,600 Vorzugsaktien verteilt und 0,110 vorgetragen.

* Hessische und H e r k u l e s - Bier­brauerei A.-G., Kassel. Die Generalversamm­lung setzte die Dividende auf 11 o. H. (10 v. H.) für die Stamm- und 6 v. H. für die Vorzugsaktien fest.

8-raiu.urtcr Börse

Frankfurt a. M., 21. Dez. Tendenz: geschäfts­los. Zu Beginn der heutigen Börse war die Stim­mung zurückhaltend und l u st l o s. Die bevor­stehenden Weihnachsfeiertage und die damit ver­bundene Unterbrechung des Börsengeschäftes ließen keine lebhaftere Stimmung auftommen. Die Speku­lation übte im Zusammenhang mit dem unregel­mäßigen Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse und der stark angespannten Geldmarktlage infolge des bevorstehenden Jahresultimos große Zurückhaltung. Das Geschäft bewegte i"h in engsten Grenzen und beschränkte sich nur auf vereinzelte Werte, in denen Deckungen vorgenommen wurden. Das Fehlen jeg­licher Orders machte sich stärker fühlbar. Auch war das Angebot nicht besonders groß, so daß gegenüber der gestrigen Abendbörse die Kursverluste selten über 1 v. H. hinausgingen. Zur ersten Notiz kamen nur wenige Abschlüsse zustande. Etwas stärker an- geboten waren die Elektrowerte. Hier verstimmte immer noch die heute zu erwartende Erklärung der Siemensgesellschaft, die die Hoffnungen auf eine Dividendenerhöhung zunichte machen dürfte. Sie­mens eröffneten 1,5 v. H., Schuckert 2,25 v. H. nied­riger. Montanwerte vernachlässigt und bis 1 v. H. schwächer. Nur für Mannesmann bestand bei plus 1 v. H. etwas Nachfrage. Autowerte bis 1 v. H. rückgängig. Banken durchweg gut behauptet. Reichs- bank verlangt und 3 v. H. gefragt. Einiges Interesse bestand nur noch für J.-G.-Farben bei gut behaupte- tem Kurse. Scheideai'stalt nachgebend. Schiffahrts­werte niedriger. Die Grundstimmung war im allae« meinen nicht unfreundlich. Am Rentenmarkt machte sich für Ablösung ohne Option bei anziehenden Kursen einiges Interesse geltend. Ausländer still. Im Verlaufe wurde es vom Elektromarkt ausgehend allgemein fester, da der bekanntgewordene Schieds­spruch des Ministers Severing günstig aufgenom- men wurde, und die Svekulation zu Deckungen schritt. Am Elekttomarkt bestand Nachfrage, und es nmr- ben hier Jnteressenkäufe vorgenommen. Das Kurs­niveau konnte sich allgemein heben. Bei lebhafter Nachfrage waren Siemens plus 4,25 v. H., Licht & Kraft plus 2 5 v. H., und Schuckert plus 3 v. H. er­höht. J.-G.-Farben waren dagegen nur wenig be­achtet, jedoch ebenfalls etwas gefragt. Am Tages- geldmarkt erfuhr Tagesgelb zu 2,5 v. H. eine wei­tere Verknappung. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 41933, gegen Pfund 20 355, London gegen Kabel 4,8550, gegen Paris 124 04, gegen Madrid 29,79, gegen Mailand 92,65, gegen Holland 12,08.

Be niner Börse.

Berlin, 21. Dez. Wie zu erwarten war, eröff­nete die heutige Börse bei minimalsten Umsätzen in ab wartender Haltung. Der erste offizielle Schiebungstag machte sich natürlich fühlbar, und der Geldmarkt zeigte weitere Anspannungsneigung. Die für heute vorliegenden Momente wurden nicht

einheitlich beurteilt Besonders die Berichte der Re­paration-: kommissare fanden geteilte Aufnahme. Auf der Plus-Seite sind die Berhandlungen J.-G.- Farben-Enka und der Zuwachs der Spareinlagen im Oktober zu buchen, auf der Minus-Seite die Neuyorker Börse mit ihrem auf Geldoersteifung abflauenden Schluß, die Berichte des Stahloereins und die Ermäßiguna der Kunstseidepreise um 10 o. H. Viel zu der Zurückhaltung der Spekulation trug bei, daß der Schiedsspruch Severings, als auch die Erklärung der Siemensgesellschaft über ihre Di­vidende noch ausstehen. Die Kursentwicklung zeigte daher zu Beginn keine einheitliche Tendenz. Einiges Interesse inachte sich für J.-G.-Farben, Soenska, Reichsbank, Montanwerte und Schiffahrisaktien geltend. Dagegen lag der Eleitromarkt oernach- lästigt und vis 3 o. H. schwächer. Im allgemeinen gingen die Abweichungen selten über 2 o. H. hin­aus. Bemderg verloren 4 v. H, Berger 3 v.H. und Chade, anscheinend weiter auf Schweizer Käufe, gaben 6,75 v. H. nach. Deutsche Anleihen etwas fester. Ausländer geschäftslos, im Verlaufe etwas höher. Rumänen eher gefragt. Pfandbriefmarkt fast geschäftslos. Geldsätze etwas höher. Tagesaeld 6 vis 8 o.H, Monatsgeld 8,75 bis 9J5 v.H., Waren­wechsel etwa 7 v. H. Der Verlauf war weiter recht geschäftslos und eher schwächer. Lebhafteres Ge­schäft erzielten nur Reichsbank und Elektrowerte unter Führung von Siemens und Schuckert bei Kurssteigerungen von 2 bis 3 v. H. Auch Soenska waren 3 Mark erhöht. Anleihen hatten ebenfalls bei 0,20 bis 0,25 Mark höherem Kurse etwas stär­kere UmsatztatiAkeit. Als bekannt wurde, daß der Schiedsspruch Severings gefällt und die Entschei­dung eher zugunsten der Arbeitgeber ausgefallen ist, wurde die Tendenz allgemein etwas lebhafter und fester.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurta. M., 21. Drz. Der Frankfurter Prcduktenmarkt verkehrte zum W7ch2nschluß in ruhiger Haltung. Die älmsähe waren sehr gering, Preisverändrrungen tra en nicht ein. Rur ver- rinzeltrs Interesse bestand für Weizen und Roz- gen. Anregungen fehlen vollkommen. Es wurden notiert: Weizen 22.90; Roggen 22,25; Sommer­gerste für Brauzwecke 23,75 bis 24; in! Hafer 22,<5 bis; 'Mais (gelb) für Futterzwecke 22 bis 22.25; Weizenmehl, niederrheirchsch^ Spe­zial 0, 32 bis 32,50; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 32.25 bis 33; Roggenmehl 29,25 bis 30; Weizenkleie 13,75; Roggenkleie 13,85. Ten­denz: befestigt.

Düchertisch.

3ames Brauch Cabell: Jürgen. Eine ÄamSbie um d e Gerechtigkeit. Roman. 3m Jnsel-Vcr ag zu Le pzig. (715) Janes Ca eit ist ein Dichter, der in Amerika einen sch- großen Ramen Hal. Sein Meisterwerk ist dies; G.schichte eines armen Pfandlei^rs, b?r darch Zauber ver­jüngt wird, so daß ihn die abenteuerlichsten, komischsten und zum Teil gewagtesten Er ebnisss widerfahren können. Sie sind eine Mischung von Legende, Mychos und spannender Romantik, die in ihrer Art ganz neu ist und als so kühn auf- fiel, daß die erste Auflage des Duch.s in Ameri in­ner boten wurde. Jetzt hat man dort längst er­kannt, was man an Cabell und an .Jürgen" besitzt.

Letzte Nachrichten.

Der Schiedsspruch im Arbeitskonflikt Nordwest.

Berlin, 21. Dez. (TU. Drahlmeldung) Reichs- inneumlnister Severing verkündete heule im Ar­beitskonflikt Rordwcst einen sieden Druckseiten lan­gen Schiedsspruch, in dcm es u.a. heißt: Für die Zeit von der Wiederaufnahme der Arbeit b i s zum 31. Dezember 1 9 2 8 regelt sich die Lnt- lohnnng nach dem für verbindlich erklär­ten Schiedssprup, vom 27.Oilober 1928. Mil Dirkuu-z vom 1 Januar 1929 erhalten die fm reinen Zeitlohn beschäftigten Arbeiter im Aller von über 21 wahren einen nicht akkordfahtgcn Zusatz nach Maßgabe einer besonderen XabeUe, in der die Zulagen von 1 bis 6 Pf., je nach den bisherigen Zeitlöhnen, gewährt werden. Die sozialen und tariflichen Zulagen werden durch diese Regelung nicht berührt. Die Arbeitszeit für alle Ar­beiter, die 60 Stunden arbeiten, iff auf 57 Stun­den in der ID o lj e verkürzt. Vie Arbeitszeit ist in den verschiedenen Spezialbetrieben, wie Gieße­reien. Schweißereien usw., nach besonderer Vereinbarung geregelt, die im Schiedsspruch feftgelegt ist. Maßregelungen aus Anlaß des Lohu- flreifes sind nicht zulässig.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höbe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

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