Ausgabe 
21.9.1928
 
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Aus aller Welt

Die LtinneSasfäre.

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Die Llmgesialtung des ^eichsbaus

Kinanzminister Höpker-Aschoff über seine Resormpläne.

auf bi« Besehuna der rheinischen Provinzen", die TIemenceau, Lloyd George und W i l s o n am 16. Juni 1919 unter­zeichne ten und auf die der Reichskanzler bei den DHeinlandverhandlungen in Genf die alli­ierten Delegierten aufmerksam gemocht hat. In dem Olblomnien heißt es u. a.: Di« alliierten asso­ziierten Mächte beabsichtigen nicht, die

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den Einfluß ausgeübt hat. Seit Monaten fiebern unsere Jungen in Erwartung der Erfüllung ihres Wunsches. Dun ist der große Tag wirklich erschienen. Haben Sie tiefen Dank.IDit alten Wahlstätter wissen, was preußische Treue ist", schrieben Sie unter ein Bild, bai unsere An­stalt zeigt. Wir jungen Wahlstätter wollen ver­suchen, uns Ihrer Treue würdig zu erweisen. Doll jubelnder Freude und tiefer Ehrfurcht rufen wir:Herr Reickspräsident, er lebe hoch!"

Darauf nahm der Deichspräsident das Schau­turnen der Zöglinge der Anstalt entgegen unb richtete an si« folgend« Worte:Liebe Jungens l Es ist mir ein« große Freude, in diesen Dau­men und auf diesen Plätzen, wo ich vor siebzig Jahren mich einst tummelte, euch und eure tur­nerischen Vorführungen gesehen zu haben. Was ich hier sah, ist mir ein Beweis, daß di« vater­ländische Gesinnung, der Geist der Pflichttreue und der Wille auch zur körperlichen Ertüchtigung in dem alten Hause auch in seiner neuen Form und Gestalt noch weiter leben. Haltet an dieser alten Lieberlieferung fest; das wird euch helfen, im Leben tüchtige Männer zu werden und für das Vaterland von Duhen au sein. Ich wünsch« euck allen recht erfolgreiche Arbeit und eine glückliche Zukunft. Nochmals meinen besten Dank." Der Reichspräsident er­hob sich später nochmals und sprach mit erhobener Stimme, zu den Schülern gewandt:Denkt immer an di« große vergangen« Zeit und immer an bie

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Llntersuchungsbehörden haben beschlossen, erst am kommenden Dierrstag in bi« Prüfung der Frage einer Haftcntlassuna Hugo StinneS' einzutreten, weii bis zu die'em Zert- §unkt in der gesamten Kriegsanleiheaffäre die rmittlungen abgeschlossen fern werden. Dach- dem bereits vor längerer Zeit da» sogenannte Pariser Kriegsanleihegeschäft in sei-

Der Kamps um die Muttersprache In Südtirol.

Zn Ankunft Pfarramtlicher ReligiouS- unterricht in den Kirchen.

Innsbruck, 20. Sept. (XU.) In dem so­eben erschienenen Diözesanblatt deS Bistums Brixen erläßt der bischöfliche Kanzler In Form eine» Hirtenbriefes einen Aufruf an die Gläu­bigen der Diözese, in dem diesen mitgeteilt wirb, daß es wegen d«S Verbots des Schul­unterrichtes in der Muttersprachig den deutschen Seelsorgern nicht mehr möglich fei. den Deligionsunterricht in den Schulen so zu erteilen, wie es von altershrr Brauch war. An Stelle des Religionsunterrichtes in den Schulen trete nun der pfarramtltche R e - liigivnsunterricht. der von den Seelsor­gern im Pfarrhaus oder im Anschluß an den Gottesdienst in der Kirche erteilt werden wird. Im Diözesanblatt wird ferner der ganze Schriftwechsel zwischen dem Ordinariat und der italienischen Schulbehörde in der Frage deS Re­ligionsunterrichtes veröffentlicht. Daraus geht hervor, daß daS deutsche Bistum Brixen s i ch gegen die Einführung deS Reli­gionsunterrichtes in italienischer Sprache energisch verwahrt und sich sogar in einer Denkschrift an den Papst ge- wandt hat. von wo ihm die Antwort zuteil wurde, daß in der Frage deS Schulunterrichtes der Vatikan kein« Abänderung der behörd­lichen Verfügung treffen könne, daß aber vom Heiligen Stuhl die Einführung des pfarramt­lichen Religionsunterrichtes in der Mutter­sprache sehr gern gesehen werde.

Die .Innsbrucker Dachrichten" schreiben dazu: Dem Inhalt und der Sprache nach sind die Verlautbarungen des bischöflichen Ordinariats in Briren bedeutungsvolle Dokumente. Sie bewei­sen. daß der deutsche KleruS in Südtirol den Kampf um die deutsche Muttersprache mannhaft führt und daß die Geistlichkeit sich ihrer hohen, kulturellen Aufgaben voll bewußt ist.

ziierten Mächte beabsichtigen nicht, die Besetzung auf rech tzuerhälten. bis die Repara­tionsklauseln vollständig auSaeführt wordensind, da sie annehmen, daß Deutschland sich verpflichtet fühlen wird, jeden Beweis seines guten Willens und jeder notwendigen Garantie vor Ablauf der ISjähriqen Zeit zu neben. Wenn Deutschland zu einem früheren Datum Beweise seines guten Willen» und befriedigende Garan­tien gegeben hat, di« Erfüllung seiner Der- pslichtungen zu sichern, werden di« alliierten und assoziierten Mächte bereit sein, untereinander zu einem Abkommen über eine frühere Beendigung, der O k k u p a t r o n S p e- riod« zu gelangen." DerVorwärts" weist darauf hin, daß dieser Vertrag am 3. Juli 19 19 von Lloyd George dem englischen Unter-

Länder genannt. Diese würden unter Lei­tung eine» O b e r p r ä s i d e n t e n stehen, deren Ausgabe die Polizei- und Kommunalauf­sicht, bie innere Schulverwaltung, die Bauver­waltung und die Verwaltung deS Staatsver­mögens fein würde. Außerdem würde in diesen nordischen Ländern eine Selbstverwaltung bestehen unter einem Landeshauptmann nach der Art der preußischen Provinzialverwaltung, aber in ihrem Wirkungskreis weiter ausgebaut.

3n Güddeutschland

sind schon heute dieselben ReichLsonderbehörden vorhanden, wie in Dorddeutschland. die allge­mein« Verwaltung und die Äaatsverwaltung. Aber sollte «8 nicht möglich sein, wenn die all­gemeine Verwaltung in Dorddeut chland Deichs­verwaltung würde, gewisse Gebiete der Verwal­tung in Süddeutschland als DeichSauf- tragSverwaltung nach den Anweisungen der Reichsregierung zu führen und so die Untcr- ßhicde zwischen norddeutschen und süddeutschen Ländern allmählich auszugleichen? Die Selbstverwaltung der norddeutschen Länder ist in Süddeutschland als Staatsverwaltung vor« Händen und würde bestehen bleiben. Der ReichSrat würde in Zukunft aus Vertretern der norddeutschen und süddeutschen Länder zu­sammengesetzt fein, deren Zahl durch di« Be­völkerung bestimmt würde. Die vorgefchlagen« Umgestaltung müßt« dann aber auch zu einer Aenderung deS parlamentarischen Systems in den süd- und mitteldeutschen Län­dern führen. Sie müßten auch dann die Re­gierung bilden, also Wahl auf Zeit. Zum Schluß betonte der Minister, daß man sich vor allem von der Erkenntnis leiten lassen müßte, daß wir nur «in Da terlan d haben und nur ein DolkStum in Deutschland seien und daß auch di« deutsche Wirtschaft eine Einheit darstelle. Das wesentliche aber fei, daß die Entwicklung des deutschen Volke« ein: st a r k« Willensbildung vorauSsetzt, daß sie nur möglich ist. wenn bie Grenzen zwilchen starker Reichsgewalt und ausgedehnter Selbstverwaltung vernünftig gegliederte Länder finden wird.

Dun hat ibn das Schicksal doch ereilt, der langjährige Lhes der Relcksrnarincleltung. Ad- miral Zenker, hat fein Abschiedsgesuch e ngereicht und wrrd Ende des Monats von feinem Posten scheiden. Schade um ihn. Sr war nicht nur em tücfciqer Offizier Er war eine stark? P.-rsönsich. leit, die grrade für die parlamentarischen De» Handlungen alle Voraussetzungen miebrach:' Trotzdem war et nicht länger zu halten. Er ist gefallen als ein Op'er seines übergroßen Der-

Reichswehrminister hat in seiner ersten Rede im Reichstag bereits ausgesprochen, daß feiner Meinung nach auch das gan^e System ein gut Teil der Schuld trug, und für das System war der Leiter der Marineabteilung verantwortlich, der damals schon die Konseguenzen ziehen wollte. Gr ist aber geblieben, bis bie Phoebusaffäre ab­gewickelt war, und teilt mm mit dein General von Seeckt das Schickfal, daß seine Laufbahn ein vorzeitiges Ende findet aus Gründen, die seinem Eharatter alle Ehre machen.

meraden. deren Damen hier an den Wänden stehen. Ein Volk, das seine Helden vergißt, ent­ehrt sich selbst."

Oer Reichspräsident an den Flottenchef.

Admiral Zenker nimmt Abschied von der Mariae.

Kiel, 20.Sept. (WTD.) Die Herbstver- ban dsübungen der ReichSmarine haben am heutigen DoimerStag nach über Utägiger Dauer ihr Ende erreicht. In der Kieler Bucht nahm der mit dem hutiaen Tag aus dem Dienst der Reichsmarine scheidende Chef der Marine­leitung. Admiral 3enf.*r, bie Parade ab Sodann lief di« Flotte mit vier Linien­schiffen, drei Kreuzern, einer Minensuch-Halb- flotikle und Torpedobooten in den Kieler Ha- f e n ein. Die Einheiten der DordseestreitkÄfte werden sich voraussichtlich am Freitag nach ihren Heimathäfen in Marsch setzen. - Der Reichs - Präsident richtete heute mittag folgenden Funkspruch an den Chef der Marine- leitung:

»Am heutigen Tage, an dem Sie Ihre Flagge auf der Flotte niederholen, geben?« ich Ihrer auf­opfernden Tätigkeit im Dienste 7« Vaterlandes. ge- denke v hr r hervor.ag n:enllei ungen n u..b Frieden, gedenke vor allenSingen Ihre: großen, unvergeßlichen Verdienste um den Wiederaufbau unserer Flotte. Ein Lehrmeister im Frieden, ein Führer im Ärieg. ein Organisator nach dem Zusammenbruch. Mit Stolz und tiefer Befriedigung dürfen Sie bei Ihrem Ausscheiden auf Ihre Lebensarbeit zurück« schauen. Ich danke Ihnen im Damen b:» Vater­landes und wünsche Ihnen alles Gute für Ihren fernerer. Lebensweg. Ich bitte, der Marine, die beute ihren langjährigen Chef verli.rl. d.efe Ab- schiedsworte bekanntzugeben und meine besten Grüße zu übermitteln."

n«n Drundzügen völlig klargestellt wer­den war, Haven nunmehr auch die Wiener Ermittlungen zu einer völligen Klärung der so­genannten rumänischen Geschäfte geführt. Infolgedessen wird am Dienstag bei Hugo Stin­neS eine DerdunkelungSaefahr nicht mehr vor- Kegen, fo daß bie zuständigen Stellen keine Deoenken Habben dürften, der Haftentlas­sung von Hugo StinneS gegen eine beträchtliche Si<t>«rheitsl«istung zur Abwendung einer Flucht­gefahr zuzustimmen. Heber d«n Stand deS Ver- tahrenS ist noch zu berichten, daß di« örmitt- lungen sich in bet Hauptfach« um die Frag« drehen, wann StinneS von der Ungesetz­lichkeit der De'chäfte erfahren hat und wa» er dann getan hat, um die bereit» cingeieitetai Geschäfte rückgängig zu machen. StinneS er­klärt. daß er niemals küese Geschäfte gemacht hätte wenn ihm bekannt gewesen wäre, daß sie ungesetzlich feiex. DaS oabc er aber erst

München, 20. Sevt (WD.) Anläßlich der Tagung deS Aeichs^crbandLs des deutschen Groß- unb Uebcrfe;banct[» führte ber preußische Fi- nanjminifter Hbpker-Aschosf in ber AuS- schußfitzung zu dem Thema .Einheitsstaat unb Rationalisierung ber Verwaltung" u. a. aas: Die Mängel bt» brütigen Zustandes liegen klar zutage. Zunächst die Zersplitterung des Reich». Aber auch die Verwaltung lei­det unter der großen Zersplitterung, hier vor allem die ö t e u c rverwaltung. Dies« Zersplitte­rung wird dadurch noch größer, daß daS Reich nach unb nach ohne jebes System versucht, Verwaltungen an sich zu ziehen. Dies führt dazu, bah neben der allgemeinen Verwaltung ber Länder neue KreiSverwaltungen entstehen unb bie Verwaltung immer um­fangreicher unb unübersichtlicher wird. Daß auf vielen Gebieten bie Gesetzgebung beim Reich, bie Verwaltung bagegen bei ben Länbern liegt, hat schädliche Auswirlungen zwi­schen Reich und Länbern und auf manchen Ge­bieten einen heftigen Kvmpeten »streit gezeitigt. Wir brauchen, so fuhr der Minister fort, eine barte Re i chSg ewalt und eine vernünf tige Gliederung deS Reiches, damit große, wohl abgerundete Verwaltungs­bezirke für die Wittelbehörden und für eine starke Selbstverwaltung entstehen. Bei der Bil­dung dieser Bezirke muß man Anknüpfung an bie preußischen Provinzen, mit mit denen bie kleinen norddeutschen Länder zu vereinigen wären, und an süddeutsche und mittel­deutsche Mittelländer suchen. Es würde sich dann folgender Aufbau ergeben:

Zn Norddeuischland

würden die ßdnberregierungen in der Reichsre­gierung auf geben. Die Post-. Eisenbahn-, Reichswehr-, Reichsfinanz- unb ReichsarbeitS- verwaltung unb auch die Reichsjustizverwaltung würden stärker zu einer Reichs Verwaltung aus­gearbeitet werden. Dann würden die Behör­den bet allgemeinen Verwaltung aus den preu­ßischen Provinzen unb bie aus ben norddeut­schen Ländern gebildeten Bezirke im Westen

später erfahren. Die UntersuchungSbehdv- ben sind dagegen der Ansicht und suchen es nachzuweisen, daß S:innes sehr bald von der älngesetzlichkeit der Kriegsanlechekäuf« er­fahren hätte, jedenfalls schon zu einem Zeitpunkt, al» «s chm noch sehr wohl möglich gewesen wäre, von ben Geschäften zurückzutreten.

Der Mörder hopp ieffgenommen.

Mainz, 21. £ept. (DTB. Funkspruch.) Gestern abend konnte vor dem Kastel er Bahnhof ber Mörder Emil hopp, der den Direktor der Delmen­horster Margarinewerke, Rordmann, in dem Ellzug AltonaBremen überfiel und beraubte, f t ft ge­nommen werden. Er wurde in da» Landgerichts­gefängnis eingdiefert

Auf der Spur des Putbuser Srjtmörbcra?

In Stralsund konnte der l7jährige frühere Fürsorgezögling K o l b c r g verhaftet werden, der bic-her IS Ginbruchdiebstähle in Mlltd- unb Dorbdeutschland, besonders auf ber Ins«! Rügen, zugegeben hat. UebercII drang er durch das Fenster in bie Wohnräume ein unb eittwen- bete übten und Gelb. Die Krimincupckkt^ei ist damit beschäftigt, festzustellen, ob Kolbetg auch als Täter für bie am 27. Juni begangene Mord­tat an bem Arzt Dr. Brandenburg in Putbus auf Rügen in Frage kommt. Damals war gleichfalls von dem durch daS Fenster ein- gestiegenen Mörder Ühr und Geld geraubt worden.

3m Bärenjrolnget überfallen.

Madrid, 21. Eept. lWTB. Funkspruch^) Im. Zoologischen Garten fiel gestern ein SiSbär über einen Wärter her bet den Bären­zwinger säubern wollte unb verletzte ihn schwer. Aus di« Hilferufe des Bedrängten eilten ander« Wärter herbei, bie ihn befreiten. In ber Xif- rcaung vergaß er aber ben Zwinger zu schließen. Der Bär gelangte ins Freie unb wurde von ben tzerbeigrci.ten Wär'.ern durch 30 Schüsse niedergestrcckt. Der verletzt« Wärter bürste kaum mit bem Leben davon- kvmmen.

vergebliche» Suchen nach Lmnndjen.

Dec Leiter b«S PolarsorschungSschisse» .Pour- quoi-paS", Dr. Charcot, frrr Nachfor­schungen nach Amundsen unb Guil- baut angestellt hatte, hat nach seiner Rückkehr in ben Heimathasen erklärt, daß bie Kreuzfahrt im Polarmeer infolge des herrschenden Debels sehr schwierig gewesen sei. Er selbst sei einen Monat lang nicht au» ben Klei­dern gekommen. Er habe im Treibeis von Grönland Dachforschungen angestellt, aber kei­nerlei Spuren von den Vermißten finden können. Die wissenschafllichcn Arbeiten hätten unbeschadet der Dachforschungen zu inter­essanten Ergebnissen geführt.

Ein Auto von einem Auge ersaßt.

3n älngarisch-Hradisch wurde ein LsiUo. in i\.n ein Arzt mit seiner Frau und rwch ein anderer Herr sahen, beim Passieren eine» nicht geschlossenen Bahnübergang«» Don einem Güterzuge erfaßt. Der Arzt tourlK unter bie Räder des ZugeS geworfen und sofort ge­tötet. Seine Frau dagegen wurde nur leicht verletzt. Der dritte Insasse wurde so schwer ver­letzt. daß er nach feiner Ueberführung in da» Krankenhaus verstarb.

Da» Opfer betrunkener Autofahrer.

3n Koblenz wurde ein 19 Jahre alte» Mäd­chen, da» in der Augustastraße vorschriftsmäßig auf der rechten Straßenseite fuhr, von einem Auto a n gerannt, vom Rade geworfen und eine Strecke mitgeschleift. Das unglückliche Mädchen erlitt so schwer« Verletzungen am ganzen Körper, daß e» in besorgniserregendem Zustande ins strankenhau» übergeführt werden mußte und zur Zeit noch besin­nungslos ist. Die Autofahrer, die betrunken waren, wurden von der Polizei verhaftet.

Aum Fall Drückner.

Zu ber Angekcgenh.'it Dr. Brückner, ber be­zichtigt würbe, sich an seiner Dicht« vergangen zu haben, worauf sich biefe vergiftet habe, ver­öffentlicht ber Vorsitzende dc - Brückner- fchen Familienverbandes Probst Brück­ner eine längere Erkläruna, in Der er u. a. ausführt: Gs ist fallch. daß Dr. Brückner den Täter erkannt hat. B«' feiner großen Kurz­sichtigkeit unb nach Zertrümmerung feiner Brille ist da» tooM begreiflich Eine Schuld des Angeklagten soll durchaus zugegeben toerben, aber ein Mizbrciuch nach Paragr ipb 176, Absatz 2 unb Paragraph 177 be» St G. B. bat nicht ftattgefunben. Diese lieberjeugung. b;t sich mehr unb mehr in mir aefeftiqt. Auch hätte nach einem Gewaltakt Die bet reffende Dichte nicht so glüh:nde Li:b?sbrie e geschrieben, wie sie vorliegen. Weiter sei sefigestellt, daß Dr. Bruckner gleich, nachdem er Kenntnis von der Anzeige erb alten hat, sich zum Oberstaats­anwalt begeben unb mit chm Rücksprache ge­nommen unb bann erst seine Wohnung ver­lassen hat.

Der Schweriner Oberstaatsanwalt Hen­nings, ber aufgrunb ber Strafanzeige gegen Dr. Brückner die älntersuchung In ber Ange­legenheit in bis Hanb nahm unb ber auch ben Winisterialbire tvr Dr. Brückner sofort nernom» men hat, erklärt entgegen anderslautenden Ge­rüchten, daß ein Haftbes «hl gegen Dr. Brückner weder erlassen fei noch in nächster Zeit erlassen werde. Das rätselhafte Ver­schwinden Dr. Brückners bedeute allo nicht, daß er sich einer gerichtlichen Bestrafung ent­ziehen wolle. Der Oberstaatsanwalt ist au» diesem Grunde fest überzeugt, daß Dr. Brück­ner sich sortbegeben hat in der Absicht. Selbst­mord zu verüben

Degerunruhco Im Unmeltergeblet von Florida.

Ein von Okeechobee l Florida) an b:» Reu- Yorker Rote Kreuz gelangter unbeftäii ;ter Bcr.cht besagt, daß hun verte von obdachlosen Regern in dem gänzlich zerstörten Pakoks« an- fangen, widerspenstig zu toerbm. Die Unrub« brach aus. als zah.reich« bei dem Orkan um» Leben gckonunenr Reger tnsolge Fehlen» von Särgen verbrannt wurden. waS von ben Ucberfebenb.'n übel ausgenommen wurde 8mc Abteilung Rationalgarde befindet sich bereits in Pakokee Da die äleb rrschwernmung ber Um» gegenb anhält, ist bie Stabt nur durch Boot« erreichbar.

lunntg will heiraten.

Üer Schwergewichtsmeister Xunnet), ber sich in» Privatleben zurückziehen will, be- ab' Ixigt, sich mit ber MlllionärStochter Iosefine 2 a u ' c r in Sorrent bei Reapel zu verheiraten.

Hindenburg besucht Wahlstatt.

Der RcichSPräfideni in feiner alten Schule.

D r e S l a u. 20. Sept. (TU.) Der Besuch Hin­denburg» In Wahlstatt gestaltete sich zu einem persönlichen Erlebnis besonderer Art. Als der Reichspräsident durch die Pforte der alten Äa- dettenanstalt schritt, traten ihm bie Tränen in die Augen und er sagte: .Hier habe ich viel Unsinn gemachtI" Im Hose hatten sich die ehe­maligen Schüler der Anstalt aufgestellt, unter ihnen zwei Zimmerkameraden Hindenburgs. Ex­zellenz von Paczinski und Srzelienz von Han stein, mit denen sich ber Reichspräsident längere Zeit unterhielt. Der Reichspräsident durchschritt bann bie alten Räume der Anstalt und erzählte von seinen Iugenderinnerunaen. Im Hinbenburgzimmer hängt unter bem Bilde bt3 General e dmarschalls eine W ebcrgabc des Briese», ben ber Reichspräsident 1914 al« Generaifeldmarschall übet den Geist der Jugend­erziehung an bie Anstalt gerichtet hat. In dem Zimmer, das er früher bewohnt batte, unterhielt er sich mit ben beiden Stubenkaineraden längere Zeit allein. Daraus wurde der Reichspräsident nach ber Aula geleitet, unb dort von dem Leiter ber Anstalt, Oberstudienb rekior Daniel, mit einer Ansprache begrüßt, In ber er u. a. auS- fiibrte: .Seit Jahren ist es unter aller Wunsch, daß Sie. Herr Reichspräsident noch einmal diese Anstalt im neuen Gewände sehen möchten die Ihnen in Ihrer Jugend > Vie! war unb bie auf Ihr Leben einen so en^che d. --

Handlungen, die schon vorher politische, Festlegungen bringen, sind nicht als Verhand­lungen zu bezeichnen. Wie kommt es, daß der fron« zostsch? Außenminister mit Bezugnahme auf den Artilel 213 des Versailler Vertrages schon von einer bestehenden Kontrolle spricht? Stimmt diese Aeuherung mit der amtlidjen deut, schcn Verlautbarung überein, daß die Rheinland- koMrolle im Grundsatz« zu gestanden wäre und daß nun über ihre Dauer verhan­delt werden müsse? Wie steht e» mit dem Rechts­anspruch auf die Räumung, der als Folge von Locarno bezeichnet wurde? Wenn die Räumung jetzt einen Preis hat, bann bedeutet das eine voll­ständige Kehrtwendung der deutschen Politik.

Woraus sich der'umungs- anspruch gründet.

DieBersailler Erklärung derGroyenTrei".

Berlin. 21. Sept. (TU.) DerVorwärts" veröffentlicht den Wortlaut ber ..Erklärung der Regierungen der Vereinigten Staaten von Arne- rila. Großbritannien unb Frankreich in bezug

Hause vorgelegt wurde.

Oie Abrüstungssaboiage.

Keine Aussichten für den deutschen Antrag.

Senf, 20. Sept. (TU.) Zu den Verhandlungen des am Mittwoch von der Abrüstungskommilsion eingesetzten Redaktionskomitee wird auf deutscher Seite nach wie vor darauf hingewiesen, daß in den Fricdensverträgen bie Verpflichtung für allgemeine Abrüstung klar ausge­sprochen unb von ben Slgnatarftaatcn ange­nommen worden ist. (Eine weitere Hinauszöge rung der Abrüstung werde von der öffentlichen Meinung der ganzen Welt nicht mehr als tragbar empfunden werden und würde zu einem unmittel­baren Fiasko der gesamten Abrüstungsarbeit des Völkerbundes führen. Aus dielem Grunde sei in dem vom Grafen Bernstorfs in der Kommission ein- gcbrachten Entschließungsentwurs klar ausgespro' chen, daß die Dölkerbundsoersammlung den Zu­sammentritt für die erste Abrüstungskonserenz auf das Jahr 1929 nunmehr vorbehaltlos f e st s e tz e n müsse. Es besteht jedoch keine Aus­sicht, daß dieser deutsche Vorschlag zur Annahme kommen wird. Von englischer unb französischer Seite wirb mit Unterstützung zahlreicher anderer Ddegatlonen dem deutschen Antrag schärfster Widerspruch entgegengesetzt. Auf französischer Echte will man in keinerlei Bindungen verglich des Zusammentritts der Abrüstunaskonfe- resz cingchcn unb lehnt es entschieden ab, jetzt be­reits endgültige Beschlüsse zu fassen. Von englischer Seite wird hervorgehoben, daß über bie Grund­fragen der Abrüstung heute noch keinerlei Klarheit aeschofsen fei unb daß zunächst zwi- schen den Großmächten sowohl in ben Flot­ten- wie auch in ben Landabrustunassragen eine Einigung erzielt werden müsse, ehe man an einen Zusammentritt der Abrüstungskonferenz den­ken könne. Mit dem Zusammentritt der Vorbereiten­den Abrüstungskommission zum Januar 1929 erklärt mau sich auf englischer Seite einverstanden

Die Stellungnahme der deutschen Delegation auf Grund dieser Lage erscheint außerordentlich schwie­rig. Es ist zu erwarten, daß ber deutsche Delegierte, Gras Bernstorfs, bei ber kommenden allgemeinen Aussprache in der Vollversammlung in einer Rede nochmals den deutschen Vorschlag begründen unb hierbei eindrinasich auf bie in den Friedensoer- trägen festgesetzte Abrüstungsverpslich- tung der Signatarstaaten Hinweisen wird. Man erwartet, daß bie Derhanblungen in der dritten Kommiision in der Richtung verlaufen werden, daß eine allgemein gefaßte Entschließung angenommen wird, in der in vagen Formulierungen der Wunsch auf den baldigen Zusammentritt der allgemeinen Abrüstungskonserenz zum Ausdruck ge­langt. Don deutscher Seite wird jedenfalls eine ber- artiae Entschließung grundsätzlich abgelehnt werden.