Ausgabe 
21.4.1928
 
Einzelbild herunterladen

»«h'A ak Di?1 für

«FZ KrS

**»k A ö'ai'An» ie s£2 'tflot- s y*ni<t- LLZ itsÄ

, 4 Moni* ? Die Aeci-, " M»lL :tla«i iSQ-

Bulgarien. b»Ä ?>' ? letzten Kdbrbr7 ^.W in den m°btg ver ch»nt stcrn abend rief unpen hnvsr, truheren Dar, Einwohner.

, ersten Erdstoß >e, waren kein« Vv ist ein wich« iftrit

mUn all.

btt Innsbrucker rohnheizer Anion dienstlich au| der italienischen 'm Milstärgerichi-. n, weikeronMich Zallbeomlei zur )azu verlautet, hat richischen Bertreier mit entsprechenden

bericht über rb.

)erWatin be* Wen «he ba3 der Wolchi.

A W«R VW rKa^chntz vor* uttatenal nicht nben Meschi» n tonne. Der De- rding- noch nicht Gerücht bestätigt der vom Doster« j eine ergän«

L

je.

.0

0

JO

0

U'rJiS

®5nrf

*s®s S'SxL i-iaf

irmllNg- go grab

W^rbtem^ ni^^iJ1®146 : Honnt"'

Mtel-

.Mutter, aber jetzt müssen wir Wirklich

fort

über

schon

wenn

Unb bie

&

Blumenkohl

jedenfalls freuen

ihnen nur

Gießen an

<02*

ddß man

U*£ut£

20 biS 100

30 Pf. da»

WP Dbt SP ioi C»i hi

Diese .Wunderkinder" einigen Wochen.

o 1840 17H 0 28«

D 101 23*7

Heber gang Arbeit so

[ontnien? spät, ich gebe

Wahner, den neuen Rücken tragend. uiD er mit leinrr Mutier antritt. Poetisch lagt

Bund.

Vornotizeu

UND ZURUCK 25. April 1928

P BP 0

1950 21U6 2210 22» 17» 10» 2100 21iO

Aus der provinziashauptstadt Stehen, den 21. April 1928. Der Anfang

Auc langsam, langsam, wir haben noch eine Stund« 3*jl , ,.

.Wenn wir ober zu spat QBtt kommen nicht zu

ab Gießen an an Ffm. ab

acht."

Da steht er. der kleine Schulranzen stolz am d-m kann «S nicht erwarten, bi« ben ersten Schulgang man wohl' ,®r will d-n ersten Schritt rnS

Pfarrer Heumanns Heilmittel

itet« .orrltig in der Niederlage Hirsch-Apotheke

Gießen, frankfurter Straße Nr. 4 Das Pfarrer Heumann-Boch 272 Seiten. 150 Abb Munger, er- hilf jeder Leser volletAndlg umsonst und portofrei von Ludwig Heumann b Co., Nürnberg M 613. >210

TS kosteten aus dem heutigen Wochenmarkt: Butter ISO biS 200. Matte 33 btS 35. Wirsing 35 biS 45, Weihkraut 30, Rotkraut 45. gelbe Rüben 30. rote Rüben 23. Spinat 25 bi« 40, Unter-Kohlrabi 23. Grünkohl 30, 6e dsalat 150, Tomaten 130, Zwiebeln 30, Meerrettich 40 biS 100 Schwarzwurzeln 63 biS 90. Rhabarber 30 bis' 40. Kartoffeln 4 biS 5. Aevsel 12 bis 30, Birnen 10 bis 12, Dörrobst 25, Honig 45 bi« 53, Suppenhühner 100 bi« 120 Pf. da« Pfund, Ääfc (10 Stück) 63 bis 140 Pf: Eier 10 bi« 11, Blumenkohl 60 biS ISO. Salat 20 bis 35. Salat- gurken 100 bis 130, Lauch 10 bi« 30, Sellerie -- - -- das Stück: Radieschen 15 bi«

Ffm. ab 25« 23« 23<7 M' Meeiantwehe znro Vorverkaufeprela bei S. Loeb, Gießen, Bahnhofstr. 02a

ersten vchuliahre« bemüht sich, den vom kind.iwen Spiel zur ernsten freundlich wie nur möglich au gestalten. Die Arbeitsschule, wie sie beute ja genannt wird, führt unaufdringlich, fast spielerisch in die Anfänge der Wissenschaften ein. dah die Kinder zunächst gar nicht merken, baß sie etwa- lernen. Sie brauchen gar nicht mehr so still zu sitzen und nur zu horchen. Sie sollen sich ihre Kenntnisse e r a r b e i t c n. Es ist deshalb ganz verkehrt, wenn ängstliche Eltern sich auf» regen, dah die Kleinen nicht gleich Hausaus­gaben bekommen. Ober wenn die Rinder erzählen, wie sie geknetet, gemalt und gespielt haben. DoS geschieht alle« zum Besten der Kinder, und am Ende de« Schuljahre« ist man doch am Ziel.

Eine andere Frage tritt tn diesen Tagen an unS heran

.Wie wird unser Kind tn der Schule voran- kommen? Wird ihm das Lernen leicht fallen, oder wird e« ihm Aut P age werden?" Ruch ba sei man nicht gleich faisu.rgSlo» wenn es viel­leicht im 21.sang etwa» ha >ert. Manche Kinder entwickeln sich lehr langia.n.

Wichtig ist auch bari wir da« Inttrelfe. 6a« wir in den ersten Woch-n der Schule un> ihrer Arbeit entgegenbringen, auch w e i t e r h i n wach» halten und unS um unsere Kinder bekümmern, dah wir Freud und Leid der Schule mit ihnen teilen.

Elternhaus und Schule sollen Hand» n-Hand ar­beiten. nicht nur im ersten Schuljahr sondern während der ganze., Schulzeit.

Ls ih doch so. bai Eltern und Lehrer dasselbe Ziel haben. Au« den Kindern wahrhaft gute Menschen zu erziehen! L.

Talk« für Lonntag 22. April

Sonnenaufgang 4 51 Uhr, Sonnenuntergang 19.07 Uhr. Mondaufgang 6.10 Uhr, Monduntergang 22.30 Uhr

1073: Papst Gregor VII., der Große, führt da» Zölibat ein; 1418: Ende de» Konzils von Aon- stanz. 1724 der Philosoph Immanuel Kant zu ftonigsberg geboren; 1766: die Schriftstellerin Germaine von Slael-Hostttin in Pari» geboren; 1S61 der ungarische Staatsmann Gras Stephan I Tisza in Budapest geboren.

Baicn für Montag, 23. April

Sonnenaufgang 4 49 Uhr, Sonnenuntergang 19.09 Uhr Mondausgang 6.44 Uhr, Monduntergang 23 54 Uhr.

1616. William Shakespeare In Stratford on Avon geftorben; 1616 der Dichter Miguel de Cervantes oaaoebra In Madrid geftorben; 1828: König Sibert V. von Sachsen in Dresden geboren; 1848: die Preußen schlagen die Danen bei Schleswig. 1855: der Schriftsteller Ernst von Wolzogen in Bres­lau geboren; 1878: der Müler Friedrich Preller I in Weimar geftorben; 1924: der Politiker Karl chelfserich In Bellinzona geftorben.

Giessener Wochcnmarktpreise.

Das Großflugzeug ,Hermann Köhl^ in Kranlfurt.

WER- Frankfurt a. M . 20. April. Da« vor kurzem auf den Ramen de« Ozean- flieget« ..Hermann Köhl" getaufte Großflugzeug 0.31 traf am Donner «:aa- abend 6 Uhr au« Berlin auf dem Frank­furter Flugplatz ein, um hier während der Messetage zwischen Frankfurt in' Dari« Melsegästc zu te ordern Gl ble bl während der Messe h.er ftationiert. Da« Fiugz^». ist votl- lommen au« Metall he.gestellt und mit drei Motoren versehen. Dal Innere ist wie ete O-Zug-Wagen eingerichtet. Da« Groß­flugzeug ist da« erste F.ugzeug. da« Schlaf­kabinen enthält, und daS bequem zum Trans» Port von Kranken verwendet UKtOen kann. Für Passagiere können außer den elr * len Sitzen noch weitere fünf Sitze eingebaut w rd: i, so daß im ganzen mit der Besatzung 2 0 Personen befördert werden können, eute morgen star­tete da« Flugzeug zu feinem ersten F-ag nach Paris. Der Abllug sollte um 11 Uh. erfolgen, um die aus 2.45 Uhr festgesetzte Ankunf: in Pari« nicht zu überschrei en. Der Start verzögerte sich um eine Viertelstunde, ging aber dann mit wunderbarer Leichtigkeit vonstatten. Schon nach ganz lutAcm '2üüauf erhob sich die Aielen- inaschine, die außer dem Piloten ech« Passagiere an Bord hatte, und in toeni icn M.nuten war sie in westlicher Richtung verschwunden. Die Rei >- dauer war auf 3/* Stunden vv gesehen, so taß das Flugzeug infolge des verzögerten C a .« mit vierlclstündiger Derfpätung in Pari« hät.« eintreffen müssen. Unlerwcg« konnte e» aber die versäumte i'eit aucholen und traf fo pünktlich um 2.45 ilbr in Pari« auf dem Flugplatz I Le Dourget ein Zum Empsang hatten sich dort als Vertreter des deutschen Botschafters Le- gationSfekretär Dr. L 1 ob > u «, sowie zahlreiche Vertreter deS französischen Luftfport« eingefui»» den. Das Flugzeug wird morgen die Rückreise I nach Frankfurt aniteten und Qnbt April regel­mäßig den Dienst De r l i nFranks urtPa-

I r i « versehen.

fGr wenig Geld etwas sehr Gutes auf den Kaffeetisch bringen kann?

Nundann probieren Sie dodi mal](athrejneT$ Malzkaffeel Das ganze Pfundpaket kostet nur 55 Pfg. und ergibt---120 Tassen!

Tragen oie doch auch mal

GuteS Voraussagen, besonder« den ängstlichen Kindern. Denn c« ist doch so: Jeder Lehrer de«

TageSkalender für SamStag. Stadttheater, 8 U&r: Denefizvorstcllung .Der fröhliche Weinberg" (Snde nach 10 Uhr). - Siebener Freiwillige Feuerwehr, 8 Uhr, »Frank­furter Host': Mitgliederversammlung. A.-D. 1878/1928, Caf4 Leib: MonatSverfammlung. M.T.D., Restaurant Faulstich: MonatSverfamm­lung. Bund der Kolonialfreunbe: MonatS- Denammlung. Lichtspielhaus Bahnhofstrahe .Die Sache mit Schorrfieael". Astorra-Licht- fpiele: .Der geheimnisvolle Rächer."

TageSkalender für Sonntag. Stadttheater, 6 Uhr: .Sin besserer Herr" (Snde 8 Uhr). Gernbardtscher Zither- und Mando- linencbvr. 11 Uyr vorm. bei Senkler (Frank­furter Straße): Generalversammlung. Licht­spieltheater wie SamStag«.

DolkSkonzert in der DolkShalle. Dom Arbeiterkulturkartell Dieben wird un« ge­schrieben: Rur selten ist Gelegenheit geboten, grobe Lonwerke bedeutender Meister zu hören. Um so anerkennenswerter ist e«, daß e« da« Arbeiterkulturkartell unternommen hat, am Sonn­tag. 29. April, nachrn. 3 Uhr. in der hiesigen DolkShalle .Das Lied von der Glocke" von Friedrich von Schiller, ein Oratorium, komponiert von A. 2. Romberg, zur Aufführung zu bringen. 3n erster Linie ist eS jedoch da« Verdienst der Vereinigten Arbeitergesangvereine .Eintracht" Giehcn, .Hängerkranz" Wieseck und .Germania" Lllten-Duseck. unter Leitung ihre« strebsamen Chorleiter« Heinrich Meher - Wieseck, dah die

1 Ausführung dieses Tonwerkes ermöglicht werden konnte. Dre Arbcitersänaer und -sängerinnen haben in monatelangem fleißigen Studium keine Mühe und kein Opfer gescheut, um bei diesem Dollstonzerl in Ehren bestehen zu können. Reben dem Männer- und Frauenchor der Arbeller- fänger wirkt noch der aus 40 Wann bestehende Orchefterverein 1908 von Gießen mit. dessen sehr beachtliche Leistungen anläßlich des Schubert-

I SinsonielonzertcS rwch in angenehmer Erinne­rung find. Als Solisten sind gewonnen: Fräulein Diesela Wanner (Sopran) Dieben, Frau Lu Kramer (2111) Frankfurt a. M., Herr Ludwig Schmidt (Tenor) Frankfurt a. M und Herr Otto flbclmann (Bah) ebenfalls auS Frankfurt a. M. Da« Kulturkartell hat e« sich zur Aufgabe gemacht, kulturelle und künstlerische Veranstaltungen von hohem Wert zu ermöglichen, die ein einzelner Verein der Arbeiterfchaft durch- zusühren nicht in der Lage ist. Die Ausführung dieses großen Thorwcrke« durch die Vereinigten Arbcitergesangvereine bedeutet zweifellos ein seltenes Ereignis auf dem Gebiete de« Gesanges. Gs sollte daher kein Musikfreund und kein Freund deS Desanges den Besuch diese« Konzertes ver­säumen.

" 30 umbükt von mütterlicher Liebe und Angst konnten d e Kleinen bi« jetzt dah nleben, spielen und wied r spiele ». Sie waren elgentllch vollständ g Herr ihrer Zeit, soweit e« die Eltern erlauben. Run a?er tritt der Staat auf und lagt .Von h.ute ab mußt du in die Schule!" Sin ganz neuer LebenSa.'schn tt beginnt.

2lb:r meisten« wird viel zuo,el Aufhebens davon gemacht Schon lange vor Der Schulzeck seufzt die Mutier .Wie soll da» du erst elnma. in der Schule bist Großmutter bdtäiigi Das arme K,rchl" Ist ; b:r Junge recht toi 0 ermah ck der Dater .Wart nur wenn du in d.e Schule kommst, da merkst du den Smit bei Gebe i«r Rur der klug? Onkel lagt .La ck ihn nur wie er ist! Der wird mit d r Schule schon sert'.tz. Außerdem schadet da« dem Lausbuben gac nicht«."

Gott fei Dank, ist wohl die Unsitte so ziem­lich verschwunden, daß man den Kindern Angst macht vor d.r Schule. Aber so hier und da hört man doch noch .V3enn du mal in der Schule bist, dann kriegt du jeden Tag einen Abzug." Od.r ..Der Lehrer wird dir da» schon ab gewöhn eu." Da« find unsinnige Redensarten.

Sorgen wir 3ltcm doch lieber dafür, daß da« Kind wenigsten« einigermaßen selbständig in kleinen Arbeiten wird Richt so. daß e« schon schreiben kann, wenn e« zur Schule kommt. Gott lxhütel Do« wünscht kein Lehrer. Rein, sie sollen gelernt haben, wie man Kleide auf- unb zu- kuäpst. wie man den Ranzen aujhängt usw. Da« ist viel wichtiger, al» wenn sie wissen 3x4=12. Dem Lehrer sind bie frischen, von keiner Wisfen- schast berührten Kinder die liebsten.

Ganz sinnloS ist eS natürlich, ttxmn die ftoUc OHutKr mit den Kenntniffe« ihr.« Ätnbc« prahlt: .Da« kann et schon, und schreiben tonn er auch! Denn er so weit^mracht. muß er studieren!" Durch solch: Redeiisarten schädigt man nicht nur fein Kind, das auf aa 13 falsche Gedanken kommt unb sich nun allen fe.n.m Mitschülern überlegen fühlt, sor.drrn man macht sich auch lächerlich. " ~~ *' * " versagen meist schon nach

ein. I

Goldene H 0 chzei t. Der Lehrer i. 9t. Wil­helm M e nz unb Frau, Edelstrabe 3 wohnhast, I können am Montag. 23. «pri(, das Fest ihrer golde­nen Hochzeit begehen. . .

Schausenster-Gtnbruch. 2kn der letz­ten Rächt wurde daS nach der Roonstraße zu gelegene große Schaufenster der LudwigSvlatz- Drogcrie von H a n S R 0 11 von Sieben mittel« eines großen Steine« zertrümmert und daraus das Schaufenster zum Teil auSgeraubt. Die Tat ist gegen 4 Uhr geschehen. Geraubt wurden fol­gende Degenstände: 1 Leica-Kamera Rr. 2775, I Agfa-Zsolar-Kamera 404 0 Tompur 6>',x9cm, Kamera-Rr.) ober Y 103/214 027, 1 Sontessa- Rettel Locarette 5x8 cm, 207, Derval N, (Rüm­mer noch unbekannt). 1 Ömern ann Hcag Ul. 9X12 cm, Doppelanastigmat in Lronos-Verschlub A 141 043/1 313 304. Die Kriminalpolizei ist mit der Aufklärung de« Vorfalls beschäftigt. Die Polizei fordert auf. etwaige Wahrnehmungen, die zur Ergreifung der Diebe und zur Wiederbe- fchassung des gestohlenen DuwS dienen können, sofort bei der Kriminalabteilung zu melden. Dor ] Ankauf der gestohlenen Sachen wird gewarnt.

Lichtbildervorträge für junge Mütter. Wan berichtet un«: Am 16. und 19. Avril fanden im Singfaal der Oberrealschule auf Veranlassung des VerbandcS kaufmännischer Be- rufSlrankenkasfcn. OrtSauSschuh Sieben, zwei sehr gut besuchte LichtbildervortrLge über die Ur­sache der Säuglingssterblichkeit und deren Be­kämpfung, bie Ernährung der Mutter und des Säuglings, sowie übet bie Pflege de« gesunden und des kranken Kinde« statt. Dte leicht verständ­lichen unb äußerst beachtenswerten AuSs-ührungen de« vortragenden Arzte«. Dr. med. A Hof­mann (FachatAt für Säuglings- unb Kinder­krankheiten), haben u. a. gezeigt, welche Fehler auf diesem Gebiete leider noch zu häufig gemacht werden und wie leicht eine aufgeklärte und gut unterrichtete Mutter in der Lage ist, eine Er­krankung ihres Kinde« zu verhindern. Bemerkens­wert ist, dah Dr. Hofmann die Pflege de« Säug­ling« an Hand praktischer Vorführungen feiten« einer Säuglingsschwester unter Verwendung einer durch da« Provinzial-Kinderheim zur Verfügung gestellten kompletten SäuglingsauSrüstung und eineS lebenden, prächttgen Säugling« erläuterte. Zusammenfassend kann man mit Bestimmtheit sagen, dah die Veranstaltung chr hohe« Ziel nicht verfehlt hat. Die mit großem Beifall auf genommenen Ausführungen des Arzte« be­sitzen für jede aufmerksame Zuhörerin einen nicht zu unterschätzenden praktrschen Wert. Zhven Abfchluh soll die Veranstaltung durch den Film Seine Majestät das K i n b'. der am Montag, 23. April, abend« 8 Ubr In den Palast- Lichtspielen vorgesührt wird, erfahren. Zu dieser Vorführung können auch Richtmitglieder S'm- tritt erhalten. (Siehe heutige Anzeige.)

ilebergeben wir also ruhig der Schule unsere Kinder, unb sorgen wir dafür, daß ihnen die Freude be« Schulbeginn« nicht gestört wird. Die Kinder finden sich von selbst in daS neue Geben, unb je weniger man davon spricht, desto besser wird e« gehen.

Wohl aber ftunnen auf un« Dltern einige neue Sorgen ein. .Wie wird sich unser Kind in der Schule einleben? Wird e« sich nicht einsam fühlen unter den vielen fremden Ge­sichtem?^

.Ach waSl" sagt der Vater. ..das kann dem Kleinen nur nützlich sein, wenn er auch mit Kindern au« anderen Kreisen in Berührung kommt. 3m Leben ist e* genau so. Der Staat weih schon, warum er alle Kinder zwingt, bie Grundschule au besuchen."

Aber manche besorgte Mutter hat doch Angst um chr _Do blind'. SS. wird vielleicht .böse Wörter" hören. Vasscnsitten annehmen ufw. Da« ist alle« nicht so schlimm. Sind doch .richtige" Kinder nicht nur in der Stube gewesen, sondern haben auch schon vor ihrer Schulzeit auf bet Straße mit anberen gespielt. So sollte eS wenig­sten« fein. Der Kindern sind bie vielen neuen Kameraden sicher sehr toilUommen. Sie können sich ja ihre Freunde aussuchen.

Die Fvlgeir des Umgang« mit .bösen Buben" werden meisten« üderlchätzt. Die paar wenigen Stunden, bie unsere Kinder in bet Schule finb, können unmöglich die Wirkung baden wie die häusliche Erziehung. Wenn es also einmal nicht stimmt, bann schlage man zunächst an bie eigene Brust, komme aber nicht mit ber alten Phrase: ,DaS haben unsere Kinder von den .andern" ge­lernt!" Sorgen wir boch lieber bafür, baß bie häusliche Erziehung so ist. daß äußere Einflüsse ohne Schaben an den Kindern abprallenl

LU. SonbtrConbfSunlDerHtSt Gie­ßen. Dem Ehrendoktor unserer Universität Hugo Junkers hat ber Rektor au« Anlaß be» Ozeans luge« bie herzlichsten Glückwünsche der LandeSuniverlität ausgesprochen. Hierauf ist an Seine Magnifizenz folgende Drahtantwort cmgelaufen: .Herzlichen Dank für freundlichen Sluckwunlch. Der von den tapferen Fliegern ergebe Erfolg wird uM zu weiterer Arbeit anfpornen. Hugo Junkers"

A I 5 Dramaturg an bas Gießener Stabttheoterderufen. Der Intendant unsres Stadtthealers, Dr. Pro Ich, bot als Dramaturg Dr Karl Ritter oem stiemen Theater in staffel an tos hiesige Stadttheater berufen. Dr. Ritter wird fein Engagement mit Beginn ber Sommerspiel zeit antreten.

Schulbeginn. Am lommenben Rlontag nimmt ba« neue Schuljahr seinen Anfang. 3n ben Volksschulen finben am Montag noch An­meldungen dec bisher nicht onganelbelen schul­pflichtig werbenden K.nder. außerdem Prüfun­gen usw. statt. Der Unterricht selbst beginnt in allen Schulen der Stadt, also in ben Dolks- unb auch in ben höheren Schuten, am Dien « - tag, unb zwar für bie schon eingeichukten Kn der um 7.45 Uhr, für bie Abc-Schützen um 10 Uhr vormittag«.

Der Sommerluftverkehr aus uns«, rer Flug st reck« FrankfurtGießen staffelHannover beginnt, wie die Lusioer- kehrs A -G Lberhcsten-Lahngau Im heuttgen An- zeigenteil betanntnibt, am kommenden Montag, dem 23 April. Der Start in Richtung KastelHannover erfolgt auf dem hiesigen Flugplatz um 13.15 Uhr, der Start in Richtung Franlsurt a.M um 14 30 Uhr | Flugpassagierc werden, wie schon im Lorjahre, mit | einem Zudringerauto ab Ludwigsplatz zum Start­platz befördert. Der neue Flugplan stellt nach den vertchiedensten Richtungen des Inlandes und nach dem Auslände günstige Lnschlußmäglichkeilen her. Man beachte die heutige Anzeige.

Straßensperre. Wie der Oberhessi'che Automobilklub Gießen mitteilt, wird die Landstraße HerbornHachenburg Zwischen Kilometer 35,7 unb 32,6 ab 23. April bis 2 Mai gesperrt. Umleitung über RothSchimbachArndorf.

Gin Anlagen konzert der Militär­kapelle findet bei günstiger Witterung am morgi­gen Sonntagoormittag von 11 bis 12 Uhr in der Südanlage statt.

Vom Oberhessischen Sängerbund. In einer tn Großen-Linden im Gasthaus »Zur Linde" stattgehabte Vorstandssihung deS Oberhess. Sängerbundes wurde einstimmig ber Beitritt zum Hessischen, sowie zum Deutschen Sängerbund be- l'chlossen. Der Oberhessische Sängerbund wirb den fünften Bezirk des Lahngaue« de« Hessilä-en Sängerbundes bilden. Der Sängertag be« Ober­hessischen ©ängerbunbe« in Rödgen bei Gießen inbet nicht, wie I. Z. berichtet, am 30. Mai, andern am 13. Mai statt unb bürste auch ür Richt-Bundesmiiglieder von großem Interesse

22.-

0 P 0 0 5*3 638 710 soo 652 900 910

Jedenfalls freuen sich bie Kleinen, wenn sie nächsten Montag Aum ersten Male zur Schule geführt werden. Und diese Freude soll ihnen nicht vergällt werden. Man soll !C