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Gegen Staub ----ein Mittel nur O Oe dar Mop und Politur.
Zwei Arbeiter
von einem Steinblock zerquetscht.
][ Gladenbach, 18. Oft. 3n einem Stein- bruch bei dem am Hünstein gelegenen Dorfe Rachelshausen ereignete sich gestern nachmittag ein schweres M n g t ü d. Bei der Fortbewegung eines 20 0 Zentner schweren Stein- blodes kam dieser plötzlich ins Rutschen und begrub zwei Arbeiter namens Koch und Dittmann unter sich. Die Rettungs- arbeöten gestalteten sich sehr schwierig. QÜan brachte die beiden Derunglüdten, die schwere Quetschungen und Knochenbrüche davongetragen hatten, in die Marburger Klinik, wo sie aber gleich nach ihrer Einlieferung verstärken. Koch i-st jung verheiratet und hinterläßt Frau mit Kind.
Sie tönnen Oie WlMleil Mer MW nprlnnflprnl vermeiden Sie alle scharfen Wasch. UclIUlHIIrlU! mittel und benutzen Sie nur Nau« niann'S weiße .Qernfctfe „(Srirnfeme -Dimlitni". Die vielen Millionen kleiner Sellenbläschen sind Heinzel« männeben, die den Schmutz lösen, leichtes Nach« waschen macht die Wäsche schneeweiß. [3593V
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SPART ZEIT UND MÜHE -W/.
Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 19. Oktober 1928.
Oie Einrichtung der petrusgemeinde.
Bei der Volkszählung des Jahres 1925 hat sich herausgestellt, daß die vier Gießener evangelischen Kirchengemeinden erheblich an Seelenzahl zugenommen hatten: so umfaßte die Lukasgemeinde damals rund 9600 Seelen. Auch wenn man hiervon die nicht zur Gemeinde gehörenden Kranken abrechnet, die sich am Zahltage in den K.inilen befanden, so bleibt doch noch eine Zahl zurüd, die weit über die Seelenzahl einer Rormalyemeinde hinausgeht. Dazu kam, daß viele Gemetndeglieder weit entfernt von der Johanneskirche und dem Gemeindesaal, der sich in der Liebigstraße befindet, wohnen. Aus diesen Gründen wurde der Südteil der Gemeinde von der seitherigen Lukasgemeinde abgezweigt und unter dem Rainen „Petrusgemeinde" als besondere Gemeinde zusammengefaßt. Für diese neugebildete Gemeinde wurde ein eigener G e i st l i ch e r, zunächst ein nicht definitiv an- gestrlltcr, Berufen. Eine weitere Frage, die au lösen blieb, war die, für die Petrusgemeinde eine gottesdienstliche Stätte zu beschaffen. Ursprünglich Hatto man daran gedacht, einen Gemeindesaal und später eine Kirche auf dem am Wartwege gelegenen Gelände zu erbauen, das die Kirchengemeinde gegen Ergäbe eine- Grundstüdes an der Axtsmündung der Klinikstraße von der Stadt ausgetauscht hat. Bekanntlich soll in dem K iniksgelände nahe der Gaffkystraße ein Krankenhaus für Giiederbeschä- digte errichtet werden, und aus diesem Grunde hauptsächlich ist der erwähnte Tausch vollzogen worden. Erwägungen, die man angestellt hat, er» Saben jedoch, daß die Kirchengemeinde auf dem tolände an dem Wartweg nur ein Gebäude errichten konnte, das sich architektonisch in die Umgebung eingliedert und bei dessen Erbauung von vornherein schon auf die zukünftige Kirche Rücksicht genommen werden muß. Auch aus straßenbaultchen Gründen könnte hier nur ein Gebäude Platz finden, das hohe Kosten verursachen würde. Hierzu ist aber die Kirchengemeinde nicht imstande, um so weniger, als die Kirchensteuer nicht erhöht werden darf, auch nachdem der Landrskirchentag, der erst kürzlich zusammen- getveten war, die Gehälter der Geistlichen aus Mangel an Mitteln um 10 Proz. gekürzt hat. So war man darauf angewiesen, mit geringeren Kosten das Ziel zu erreichen. Seit Pfingsten wird in dem Saale der Elisabeth-Klein- kinderschule im unteren Teile des Wetzlarer Weges Gottesdienst gehalten. Diese Einrichtung hat den Beifall aller Glieder der Petrusgemeinde gefunden, namentlich der Alten in der Gemeinde und der auch am Sonntag vielbeschäftigten Frauen, die die entfernt liegenden Kirchen nicht besuchen können. Run reicht aber selbstverständlich dieser Saal nicht aus, an manchen Sonntagen war er überfüllt, so daß die Besucher des Gottesdienstes noch im Hausflur und in einem kleinen Seitenraume standen. Deshalb mußte die Kirchengemeinde daran denken, eine geräumigere gottes- dienstkiche Stätte zu beschaffen. Das ist jetzt durch den Ankauf des Grund st üdes, das neben der Kleinkinderschule liegt, geschehen. Sobald es die Mittel erlauben, wird hier ein einfacher Saal erbaut werden: er wird gerade in dem am dichtesten bevölkerten Teile der Petrusgemeinde liegen. Gleichzeitig galt es, eine Wohnung für den zukünftigen Geistlichen und die Gemeindeschwestern herzurichten. Die e Frage hat ihre Lösung durch den Ankauf des Ge -
die anderen Jungen dieser Richtung, Krenek, Weyl u. a. Er untermalt diskret und dabei doch farbig die Dichtung.
Taten für Samstag, 20. Oktober 1928.
Sonnenaufgang 6.31 Uhr, Sonnenuntergang 16.58 Uhr. — Mondaufgang 13.31 Uhr, Monduntergang 20.40 Uhr.
1808: der Geograph Karl Andree in Braunschweig geboren (gestorben 1875); — 1892: der Afrikaforscher Emin Pascha (Eduard Schnitzer) wird bei Kibongo in Afrika ermordet (geboren 1840).
Sammlung
zur Kriegergräber-Schmückung.
Die Ortsgruppe Gießen des Volks- bundes Deutsche Kriegsgräber-Fur- sorge läßt vom kommenden Montag ab durch beauftragte Sammlerinnen in den Hausern unserer Stadt eine Geldsammlung vornehmen, deren Ertrag zur Schmückung der im ehemaligen Feindesland befindlichen Krieger-Sammex- gräber bestimmt ist. Die Sammlerinnen, die dieser Aufgabe bis zum 15. Rovember obliegen werden, find mit einem polizeilichen Ausweis versehen und mit Sammellisten ausgerüstet, in welche die Spende der Geber einzuschreiben ist. Man kann von der Erfüllung einer f e 16 ft- verständlichen Ehrenpflicht gegenüber unseren aefaUenen Brüdern sprechen, zu Der hier vom Volksbund aufgerufen wird, und man darf wohl der Erwartung Axxsdrud geben, daß durch diese Sammlung ein recht ansehnlicher Betrag zusammengebrachl wird, der es der Gießener Ortsgruppe ermöglicht, in weitem Umfange die Schmüdung der Sammelgräber unserer Gefallenen vornehmen zu lassen. Da im Hinblid auf die nahe bevorstehenden katholischen Feiertage Allerseelen und Allerheiligen möglichst rasch Geldmittel zu dem Gräberschmud gebraucht werden und auch im Hinblick auf den Totensonntag eine baldige Uebersicht über den Umfang der verfügbaren Mittel notwendig ist, giü hier das Wort: Doppelt gibt, wer schnell gibt! Mögen sich sehr viele Spender für diesen edlen Zweck finden!
Zuugdeuische Erneuerungsarbeit.
Die Bruderschaft Gießen des Jungdeutschen Ordens veranstaltete am Mittwoch im Hotel Köhler einen Vortragsabend, der von den Schwestern und Brüdern des Ordens aus Gießen und Umgegend sehr zahlreich besucht war. Thema des Abends war eine Betrachtung über Rach- bar s cha f t und Gemeinschaft nach den Grundsätzen des Jungdeutschen Mani- festes. Der Großmeister der Bruderschaft Gießen, Studienrat Dr. Gebhardt, eröffnete den eindrucksvollen Abend mit einer von starrer Begeisterung für jungdeutsches Wollen durchglühten Ansprache, in der lauterer und ernster Wille zum selbstlosen Dienst an der Volksgemeinschaft erkennbar war. Ueber das Thema des Abends sprach dann Posttnspektor Wiederholt »Siegen in etwa einstündiger, fesselnder Rede. Der Redner wies einleitend auf die grundlegenden Ausführungen im Jungdeutschen Manifest hin und betonte dann in eindrucksvoller Weise den hohen sittlichen und vollsaufbauenden Wert eines guten Verhältnisses zwischen den Rachbarn. An interessanten Beispielen aus dem Ruhrgebiet wußte der Vortragende überzeugend klarzumachrn, wie wertvoll eine solche gute Rachbarschaft über alles sonst Trennende hinweg für alle Beteiligten ist, und wie von hier aus, als enger Keimzelle des Volkslebens, reicher Segen für den Wiederaufbau unseres ganzen deutschen Volkstums ausgehen kann. Denn die gute Rachbarschaft müsse jeden einzelnen auch zur regsten Mitarbeit am Staate anregen und dadurch wertvolle Kräfte für das Stoa sganze mobil machen. Boa dem heutig:n Parteiwesen sei diese Emeuerungsarbeit nicht zu erwarten, weil eben der Parteigeist seine zersetzende Kraft wirksam mache, ilnfer Volk müsse befreit werden von der Herrschaft der Demagogie, unter der es bedauerlicherweise vielfach immer noch stehe. Der edle Geist der deutschen Bruderliebe, der aufrichtigen und ehrlichen Rachbarschaft unter den auf engem Raume zusammenwohnenden deutschen Brüdern und Schwestern und die immer weitere Ausdehnung dieser Rachbarschaften mit ihrem hohen idealen Gehalt würden eine Wendung zum Besseren, zum Glücklicheren für unser Volksleben bringen. Die Wege hierzu seien im Jungdeutschen Manifest gewiesen. Allerdings sei zur Erreichung dieses hohen Zieles auch die Bildung von Gemeinschaften als größerer Zusammenschluß aller Gesinnungsverbundenen notwendig. 3n der Gemeinschaft seien alle Menschen gleich, Unterschiede des Standes oder der Klasse hätten hier keinen Raum. Derartige Gemeinschaften seien in der Rot des Krieges an der Kampffront lebendig gewesen. Dieser gute Frontgeist müsse in weiten Bevölkerungskreisen wieder ertoedt und gestärkt werden, damit seine segensvollen Ausstrahlungen für den Wiede raufbcm unseres Volkes lebendig werden könnten. Der Zwed dieses Aufbaues sei die Schaffung, Erhaltung uni) Verteidigung eines wahren Volksstaates, der beruhe auf dem hohen Idealismus und der starken Kraft des deutschen Brudergeistes, der die deutschen Volksgenossen auf einer wahrhaft seelischen Grundlage wieder zusammenbringe. Das deutsche Volk habe die sittliche Kraft zur Bildung einer solchen Gemeinschaft in sich. An dieser Aufgabe müßten die Bünde mit aller Hingabe arbeiten. Der Jungdeutsche Orden werde jedenfalls in dem Streben nach diesem Ziel nicht nachlassen. Die Ausbreitung und Vertiefung des Willens und Sinnes zur Gemeinschaft mit dem Ziele der Aufrichtung des wahren Vollsstaates, des dritten Reiches, werde zum Besten unseres Volkes die
hiesigen Städtischen VersicherimgSamtS im Stadthaus, Gartonstvaße, anzumelden. Die allgemein üblichen Haftpflicht-, Unfall-, Kasko- usw. Versicherungen bei privaten DerNcherungsgefellschaf- ten befreien in keinem Falle von der Reichsunfallversicherung.
*• Der Deutsche Ostbund, Ortsgruppe Gießen, hatte feine Mitglieder dieser Tage zu einer Hindenburgfeier geladen. Für jeden der zahlreich Erschienenen war dieser Abend ein starkes Grieben, und er dürfte den jetzigen, nach Erledigung der Entschädigungsfragen mehr kulturellen Bestrebungen des Deutschen Ostbunde« besonders gedient haben. Eingeleitet unb umrahmt wurde die Feier durch Musikvorträge deS Mitgliedes O h l h. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Vortrag des 1. Vorsitzenden, R.Rautenberg, über Hindenburg, der in ausgezeichneter Rede ein Bild unseres allver- ehrten Reichspräsidenten, des Ehrenvorsitzenden des Deutschen Ostbundes, entwarf. Dem begeisterten Hoch auf Hindenburg schloß sich das Deutschlandlied an. Im Verlaufe des Abends übermittelte der Gründer der hiesigen Ortsgruppe, Professor Dr. Specht (Frcmllurt a. d. Oder-, telephonisch herzliche Grüße und spendete zur Weihnachtsbescherung für bedürftige Mitglieder einen größeren Geldbetrag. Frau Dr. Steinreich, die rührige Leiterin der Frauengruvpe, konnte die Unterftühungskasse durch Sammlung wesentlich stärken. Dadurch dürfte der Gabentisch zum Weihnachtsfeste reichhaltiger als bislang werden, besonders erfreulich, nachdem der Kassierer, K. Steiger, mitteilte, daß die Einnahmen aus Beiträgen ganz für die Aufgaben der Ortsgruppe notwendig sind. Die Mitglieder waren einige Stunden gemütlich beisammen.
*♦ Der Evangelische Arbeiterverein veranstaltete am Sonntag im Schützenhaus eine Familienzusammenkunft. Neben musikalischen Darbietungen erfreute die Gesangsabteilung des Vereins unter Leitung von Frau M. Schäfer durch eine Reihe gut zum Vortrag gebrachter Lieder. Im übrigen trugen die Herren Deibel, Roth und Schnabel durch ihre Darbietungen wesentlich zum guten Gelingen der Veranstaltung bei.
Kirche und Schule.
T R i dd a, 18. Oft. In Anwesenheit des Superintendenten von Oberhessen, Obeidirchenrat Wagner (Gießen) fand hier eine Konferenz der Geistlichen des Dekanat« R i d d a statt. Die Tagung wurde durch Schriftlesung und Gebet von Pfarrer Müller (Eichelsdorf) eröffnet. Rach Erledigung einiger amtlicher Angelegenheiten durch den Vorsitzenden. Dekan S c r i b a, wobei auch die bevorstehenden Wahlen der Kirchenvorsteher eine sehr wertvolle Aussprache brachten, hielt Pfarrer Müller (Eichelsdorf) einen Vortrag über das Thema: „Der Konfirmandenunterricht, Ziel. Stoff und Anordnung". Der ausgezeichnete Vortrag hatte eine sehr rege Aussprache über die mannigfachen Fragen des Konfirmandenunterrichts, wie der Konfirmation überhaupt zur Folge. Bei der Wichtigkeit der durch das Referat behandelten Fragen wurde die Fortsetzung der Aussprache auf der nächsten Konferenz beschlossen.
Berliner Börse.
Berlin, 19. Okt. (WTB. Funkspruch.) Auch der heutige Frühoerkehr hatte wieder sehr ruhiges Geschäft. Die Stimmung war aber weiter eher freund« lieber und besonders für Spezialwerte bestand In« teresse. Die sog. Sofina-Papiere blieben gefragt. Gessürel 274,5 v. H. (Geld) und Chadeaktien 525. Sonst nannte man etwa gestrige Abendkurse, Sie« mens 393,5 zu 394,5 v. H. und Farben 254,5 v. H.
finde rschule untergebracht ist, gefunden. Für den Preis von 35 000 Mark hat die Kirchengemeinde dieses Gebäude von der Baugenossenschaft 1894 gekauft. Als besonders wünschenswert erschien es schon seit langer Zeit, daß die Gemeindeschwestern inmitten «des Bezirkes, in dem sie zu arbeiten haben, wohnen, da das Evangelische Schwesternhaus in der Johannesstrahe von dem Endpunkte der Frankfurter Straße zu weit entfernt ist. Sobald m dem neu angekauften Hause eine Wohnung frei wird, sollen die Gemeindeschwestern der Lulas- und Petrusgemeinde diese beziehen, nachdem die Gemeindeschwestern der Matthäus- und Markusgemeinde bereits seit einem Jahre von dem Schwesternhause in eine besondere Wohnung in der Sandgasse umgezogen sind. Durch Maßnahmen dieser Art wird der Verkehr der Gemeindeglieder mit den Gemeinde- fchwestern sehr erleichtert, diese formen in Krankheitsfällen viel schneller zur Stelle sein als bisher. Alle diese Pläne haben nach eingehender Beratung die einstimmige Billigung des Gesamtkirchenvorstandes und der Gesamt- «meindevertrctung, sowie die Genehmigung des Landeskirchenamtes gefunden.
Zremdenvorstellung im Stadttheater Gießen.
Am Sonntag, 21. Oktober, 18 Uhr, wird als zweite Fremdenoorstellung „Das K i r s ch b l ü t e n f c ft" von Klabund gegeben. „Ich war gut" — „ich war schlecht" — „ich war schön und häßlich, liebreizend und entsetzlich, feige und tapfer, herrisch und knechtisch", schreibt Klabund in seiner Selbftbio« raphie ... „aber ich liebe die Menschen", fährt er fort. Ein Spiel von Menschen, von japanischen Menschen, ist „Das Kirschblütenfest". Jüngst erst ist er geftorben, dieser Dichter, der die Welt so geliebt hat. Zu seinem Gedenken wird „Das Kirschblütenfest", eine seiner letzten Dichtungen, aufgeführt. Die Musik zu dieser Dichtung schrieb der in Mannheim lebende Komponist Ernst T o ch, der unter den modernen Musikern eine führende Stellung einnimnu. Trotz starker Impression ist er nicht so radikal wie
•* Kommunalpolitischer Abend im Rordo st viertel Auf Einladung des Vorstandes des Bezirksvereins Rordost fand gestern abend im Cafe Leib eine Versammlung statt, die der Besprechung von kommunalpolitischen Röten und Wünschen des nordöstlichen Stadtteils diente. Die Versammlung war von etwa 250 Pc^cmen, zum weitaus gr ßt.mT Lena ür ichBe- wohnern des Rordostviertels, besucht. Die Stadtverwaltung war durch den Beigeordneten Dr. Hamm vertreten, ferner wohnten noch Stadtbaurat Gravert und zahlreiche Stadtverordnete aller Fraktionen den Verhandlungen bei. In dem einleitenden Referat, sowie in Diskussionsreden wurden die kommunalen Schmerzen des Rordostviertels dargelegt. Beigeordneter Dr. Hamm nahm in längeren Ausführungen zu den kritischen Reden des Abends Stellung. Er gab dabei zur großen Genugtuung der Versammlung Grllärungen ab, die für das Rordostviertel befriedigende Aussichten eröffnen. Auch seitens der Stadtverordneten wurde eine verständnisvolle Würdigung der Wünsche des Rordostens bekundet. Am Schluffe der interessanten Versammlung wurde eine Entschließung einstimmig angenommen, in der die Wünsche dieses Stadtteiles zusammenge- faht sind. Wir werden morgen über die Versammlung eingehender berichten.
** Ein Oberhesse an Bord des „Graf Zeppelin". Wie uns mitgeteilt wird, befindet sich ein geborener Klein-Lindener, der Werkmeister Philipp Lenz, unter der Besatzung des „Graf Zeppelin" auf der großen Fahrt nach Amerika. Lenz, der als Elektromonteur die gesamten elektrischen Anlagen im „Graf Zeppelin" mit eingebaut hat, war schon vor dem Kriege auf der Zeppelinwerft tätig.
** Reichs gesetz liche Unfallversicherung von Kraftfahrzeug-, Gespann- und Reittierhaltungen. Im Interesse aller Beteiligten sei darauf hingewiesen, daß nicht nur die gewerbsmäßigen, d. h. lohnfuhr- mäßigrn, sondern auch alle nicht gewerbsmäßig betriebenen Fahrzeug- und Reittierhaltungen der reichsgesetzlichen Unfallversicherung unterliegen, sofern hierbei Arbeitnehmer, wie Ärafttoagen» fühver, Wagenreiniger, Kutscher, Pferdepfleger, Trainer, Jockeys, Stalleute, oder sonstige Hilfspersonen, wenn auch nur gelegentlich oder zeitweise beschäftigt werden. Versicherungspflichtig sind ferner, was besonders zu beachten ist, kaufmännische Angestellte, die ihnen zur Verfügung gestellte Kraftfahrzeuge selbst fahren oder in* standhalten. Hierunter fallen Direktoren, Ge- schästssühver, Prokuristen und andere leitende Persönlichkeiten kaufmännischer oder gewerblicher ilntornehmungen, Reisende, Vertreter und Du- reaupersonal jeglicher Art. Richt gewerbsmäßig gehalten im Sinne des Gesetzes werden alle Kraftfahrzeuge (auch Motorräder, sofern sie von versicherungspflichtigen Personen selbst gefahren oder in standgehalten werden), Kutschgespanne und Reittiere, die zu privaten, sportlichen, geschäftlichen, beruflichen oder wissenschaftlichen Zweden Verwendung finden. Die Halter solcher Fahrzeug^ oder Pferde haben bei Vermeidung von Ordnungsstrafen bis zu 1000 Mk. ihre Haltungen binnen einer Woche nach Inbetriebnahme der Fahrzeuge usw. bei der zuständigen Genossenschaft für Reichsunfallversicherung der Fahrzeug- und Reittierhaltungen durch Vermittlung deS
Revolution deS 20. Jahrhunderts werden. Dann könne man die wahre Volksgemeinschaft erreichen, die eine neue Bewertung des Mitmenschen bringe, wobei nicht nach Stanö und Rang, nach Kaste und Geld, sondern einzig und allein nach dem sittlichen Werte des deutschen Bruders zu messen sei. Aus dieser Bewertung der Dolls- genossen dürfe man eine neue, gerechte Gesellschaftsordnung und eine geistige Wiedergeburt unseres Volles erwarten. Im Anschluß an den Vortrag, der bei den Ordens Mitgliedern und auch bei den Gästen einen starken Eindrud hinterließ und der Anlaß zu ernstem Rachdenken über die von der jungdeutschen Gedankenwelt beleuchteten Probleme gibt, wandte sich der Großmeister Dr. Gebhardt noch mit einem kurzen und starken Appell an die Versammlung. in dem er zum Durchdenken und zur Deherzigung der Ausführungen des Redner- ermahnte. Eine kurze Aussprache, in der betont wurde, daß auch in Oberhessen der Rachbargedanke in Form von Markgenossenschaften usw. lebendig sei, beschloß den 2Dend.
Vorirotizcn.
— Taaeskalender für Freitag. Stabt« theater: „Unter Geschäftsaufsicht". Anfang 20 Uhr, Ende nach 22 Uhr. — Lichtsvielhaus, Bahnhofstraße: „Pot unb Patachon". — Astoria-Lichtspiele: „Der Wolkenreiter".
— Stadttheater Gießen. Am Sonntag, 21. Oktober, ist die letzte Vorstellung der Klabund- Gedenkfeier. Die Vorstellung beginnt um 18 Uhr und dauert zwei Stunden.
— Wartburg-Verein. Am nächsten Sonntag veranstaltet der Wartburg-Verein zur Feier seines Stiftungsfestes einen Familien abend mit reichem Programm in der Turnhalle. Schauspielerische und musikalische Darbietungen der Wartburgjugend, sowie Lieder eines gut geschulten Frauenchors versprechen viel Schönes. (Siehe heutige Anzeige.)
— Konzert in der Aula des Real» ghmnasiums. Am Samstag, 27. Oktober, findet in der Aula des Realgymnasiums ein Konzert, veranstaltet von Fvau Cläre Schlesier- Altmann, Lore Michaelis-Sander, Ernst Schneider und Marie Edhardt, statt. Interessenten seien auf die heutige Anzeige besondevS hin- gewiesen.
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Da» früh«r *o beliebte „Oetker'» Schalkochhudi". Ausgabe C, Ist in völlig neuer Bearbeitung wieder erschien«. i-t —u -i
Kodi-, Bade- and Einmache-Reeepten ein guter Ratgeber für die gesamte Hau»haltjührang Da» 150 Seilen starke Bach körtet 30*Pfo und ist. wenn nicht ,a haben, gegen Einsendung von Marken oon mir direkt sa beeiehen ,8‘
Zubereitung» Die Bat ter rührt man schaumig, gibt Zacher. Eigelb. Mehl, dieses mit dem Badcln gemischt und gesiebt. Milch hi neu und saletzt die Korinthen. Zitronat. Rosinen, Zitronenöl and den Eier- echnee. Die Masse füllt man in die gefettete Ferm and beseht den
Käthen bei Mütclhitse V^ Stunden. - Meinem neuen farbig illustrierten ReseptbuHi, Ausgabe F entnommen, aus dem Sie aach Näheres über den vorzüglichen Bade-, Koch- und Brat- apparai „Küchenwunder" erfahren. Das Buch ist für 15 Pfg in allen einsdtligigen Geschäften erhältlich, wenn nicht vorrätig, gegen Einsendung von Marken von
Dr. August Oetker, Bielefeld.
Zutaten » 500 g Mehl, 250g Korinth»». 50 g Zitronat (Sukkade), 100 g Rosinen. 250 g Butt.r, 200 g Zacher. 3—6 Eier, etwa 1 Tasse Mildk. 1 Päckchen Dr Oetker's Backin-Backpulver, 1 Fläschchen Dr. Oetkers Backöl Zitrone.
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