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role: Afrika den Afrikanern, fit von außen hereingetragen

Danz gewiß haßt der Schwarze generell den Weißen, unabhängig von ungezählten Fällen äußerster Anhänglichkeit der Eingeborenen an ihre weißen Herren. Qlbcr in ihrer Mehrheit nehmen die Aeger die weihe Herrschaft doch als etwa- gegebenes, unvermeidliche-, nicht anders al- sie früher die Araberherrfchaft oder da- Regiment anderer Stämme oder die Despotie ihrer eigenen Tyrannen Hinnahmen. Das Beispiel der Südafrikaner zeigt ja auch, wie eine kleine weiße Oberschicht durch die Jahrhunderte hin­durch die Schwarzen, xum Teil sehr tüchtige und kriegerische Böller, fast in gleicher Botmäßigkeit halten konnten.

Ich glaube, daß durch eine zielbewußte Ein- gcborenenpolitik, welche den Schwarzen euro­päische Bildung nur in beschränktem Maße zuteilt und sie nicht über einen gewissen behaglichen Wohlstand kommen läßt, dos ^Er­wachen der Sphinx" noch um ein Jahrhundert hinausgescboben werden kann. Eine solche Politik braucht keineswegs mit Sklaverei und Zwangs­arbeit identisch zu sein. Unter sorgfältiger Scho­nung der Sitten und Gebräuche, der Tradition und Stammesbildungen kmrn ein« solche Politik für die Schwarzen glücklichere Lebensverhältnisse schaffen al- eine sortierte Zivilisation und In­dustrialisierung Afrikas.

Dies« Zurückhaltung in der Erschließung de- Kontinents, den man noch vor kurzem den dunklen zu nennen beliebte, würde zwar das Kapital um eine rasche und nahe Gewinnchance bringen, aber Europa würde nicht schon mit afrikanischen Problemen belastet, während eS noch mitten in Konsolidierung und Aeugruppierung ftebt, und während die großen wirtschaftlichen und politischen Auseinandersetzungen mit Amerika und Asien noch nicht ausgetragen sind.

Sozialdemokratische Wahlerversammlung.

Die zweite Wählrrversammlung der Sozial­demokratischen Partei sand gestern abend im Eafs Leib statt.

TtaatLpräsibcitt Adelung

als erster Redner ging zu Anfang seiner Rede aus die Koalitionsarbeit der Rechtsparteien in den letzten vier Jahren ein. Er betonte die Rotwendiglcit der Parteien, da der einzelne zu schwach iei, sich durchzusehen, aber daß jetzt so viele Splitterparteien auitreten. sei verderblich. Tie Splitterung sei staatspolitisch ein Rachteil. Ter Parlamenta i-mu- sei früher nicht verächt­lich gemacht worden. Die Rechtsparteien wollten nichi die Demokratie, sondern die Diktatur. Ihr Ziel sei die Monarchie. Lieber die Gefahren, die der Staatssorm drohen, seien wir noch nicht hinaus. Der Staat müsse durch die Demokratie regiert werden, nicht durch diejenigen, die die Republik gar nicht wollen. Unverkennbar sei das Bestreben der Deutschnationalen, große Telle des Bolle- von der Wohl fernzuhalten durch Beschneiden des Wahlrechts. Daß der Bauern­bund eigene Listen ausgestellt habe, beweis«, daß die Bauern kein Dertrauen mehr zur Deutsch­nationalen Partei hätten. Was die Schule be­treffe, deren simultaner Eharaktcr sich in Hessen bewährt habe, so glaube er nicht, daß die ober- hessischen Bauern für die Konfessionsschule zu haben seien. Das die Konfessionsschule propa­gierende Zentrum vereinige alle Schichten der ' BevöKrung, zusammeng halten durch die angeb­liche Bedrohung der Religion. Die als religions- * feindlich bezeichnete Sozialdemokratie habe di-e religiöse Freiheit geschaffen, aber für sie gäbe es kein Kompromiß über die Konfessionsschule, 5 die Kirche könne auch unter gemein­samer Schule gut auskommen. Die Deutsche BolkSportei sei zum großen Teil bemokratiefeindlich, mit ihr habe Stresemann seine liebe Rot. Die Demokratische Partei ringe zwischen sozialer und kapitalistischer Einstellung. Redner zog dann die Widersprüche in den Be­strebungen der Kommunisten unter Hinweis dar­auf. daß Rußland deutsche kapitalistische Finnen beschäftigt und Kapitalien im Ausland suche, in den KreiS seiner Betrachtungen und forderte Füllung der Slaatsform mit sozialem Geiste und Teilhastigwerden der Reinen Landwirte und Handwerker an den Segnungen der sozialen Fortschritte. Er richtete zum Schlüsse an die j -*- - rielten die Bitte, zur Wahl zu gehen mit dem Borsatz«, alles zu tun, womit dem Volke ein teuft erwiesen werden könne.

Rcichötagökandidat G. Bcckmanu

behandelte im allgemeinen das Programm der Eozialdemolratie, unterzog die Politik der bis- berigen Koalition einer scharfen Kritik, besprach Die Haltung der Deutschnationalen in der Auf­wertungsfrage. empfahl den Bauern, daß sie sich umstellen sollten durch Verbindung mit den Konsumgenossenschaften. Weiter empfahl er Ab­striche am Etat der Reichswehr. In der Sozial­politik habe die Sozialdemokratie ihre Schuldig­keit getan. Di« Zeit, in der der Sozialismus zur Tatsache werde, sei noch nicht abzusehen, aber da- Ziel zu erkämpfen sei Pflicht der Wähler am Wahltage.

Da sich niemand zum Wort meldete, wurde die Bersammlung um 11 Uhr geschlossen.

Rundfunkprogramm.

Sonntag, 20. Mai.

8 biS 9 llfir: Morgenfeier. 11 bi- 12: Dom M-nnheimer Besprechungsraum: Eello Konzert. 12 bis 12.30: Di« Elternstunde. 15.30 bis 16.30: Di« stunde der Iugend. 16.30 biS 16: Konzert deS Rundfunkorchester-: Richard Wagner (geb. 20. Mai 1813). 18 bis 19: Stunde deS Rhein- Malnischen Verbände- für VolkSbttdung. 19 bi- 19.30: Sportnachrichten. Ab 19.33 werden viertel­stündlich Frankfurter b;w. Kasseler Tellresultate der Wahlen durchgegeben. 20.30: Bon Berlin Wiener Abend. 22 biS 23: Don Berlin: Wahl» ergebniffe aus dem ganzen Reich. Die örtlichen Ergebnisse werden von den Stationen Frankfurt a. M. und Kassel gegeben. In den Pausen Tanzmusik.

Montag. 21. Mai.

15.45 biS 16.45: Studien-Mulik. 16 30 bis 17.45: Konzert des Rundfunkorchesters: Di« Oper der Woche. 17.45 bi- 13.05: Die Lesestunde 13.30 bi- 19: .Reuhorker MomentaufnahmenVortrag von Erwin R. Ioseph. 19 bis 19.30: Die Schach, stunde. 19.30 biS 19.15: Englische Literaturproben. 19.45 bis 20.15: Englischer Sprachunterricht. 20 15: Konzert. Anschließend: Schallplatten-Konzert: »Dom Rhein zur Donau".

Winke zur Reichstagswahl.

Am morgigen Sonntag loll das wahlberechtigte deutsch« Volk wieder einmal von seinem h ö ch st e n Staatsbürgerrecht, dem W o h l r e ch t. Ge­brauch machen. In unserem hessischen Reichs- tagswahlkreis stehen nicht weniger als ünfzehn Listen zur Entscheidung der Wähser- chaft. Das ist reichlich viel, dazu kommt aber noch, > auch durch die nach Geschlechtern ge­trennte Abstimmung die Wahlhandlung nicht gerade vereinfacht wird. Um unseren wähl- berechtigten Lesern Die Stimmabgabe etwas zu er­leichtern, geben wir nachstehend einige Wink« über die wichtigsten Bestimmungen, die beim Wahlakt zu beachten sind.

Wahlberechtigt sind nur diejenigen Perso­nen, deren Namen in der Stimmkartei enthalten sind, oder die als Auswärtige einen Stimmschein besitzen.

Die W a h l z e i t dauert von 8 Uhr vormit­tags bis öUhr nachmittags: vor 8 Uhr darf

Namen und übergibt, sobald der Schriftführer den Namen in der Srimmkartei aufgefunden Hot. den Umschlag dem Wahlvorsteher, der ihn Dann in bk Urne wirft. Auf Erfordern hat sich der Stimm­berechtigte dem Abstimmungsoorftand gegenüber über seine Person auszuweisen. Inhaber von Stimmscheinen nennen dem Wahlvorsteher unter Ueberreidjung des Stimmscheins ihren Namen, im übrigen vollzieht sich hier der Modus in derselben Weise wie eben geschildert.

Man unterlasse auf dem Stimmzettel, nach- dem man das Kreuz in den Kreis der gewählten Partei gemacht hat, jedenZusatz oder a l l e B e - mertüngen, denn sonst ist der Stimmzettel u n- gültig.

Wahlberechtigte, die des Schreibens unkundig ober durch körperliche Gebrechen behindert find, ihren Stimmzettel eigenhändig auszufüllen oder in den Umschlag zu legen und diesen dem Wahlvor stcher zu übergeben, dürfen sich im Dahlraum der

Reichstagswahl

Wahlkreis Hessen -Darmstadk

10

10

12

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18

19

Deutscher Reichsblock der Geschädigten

Schendel Brauß Lehmann Wurm

Deutsche Demokratische Partei

Hellpach Christ Frau Grein Bauer

Kommunistische Partei

Remmele Dietz (Balm Wörtge

Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter­partei (Hitler-Bewegung) Strasser Ringshausen Schwinn Feder

Evangelische Volksgemeinschaft (Evangelische Partei Deutschlands)

Weidner Seyfried Greb Dietrich 12.

Deutschnationale Volkspartei

Frhr o. Preuschen Frau Heraeus Knecht Dr. Kirnberger

Volksrecht-Partei (Reichspariei für Volks­recht und Auswertung)

Dr. Best Schüttler Porth Frl. Walz

Christlich-Nationale Bauern- und Land­volkpartei

Dorsch 2 Mossel Glaser Fenchel

Reichspartei des deutschen Mittelstandes (Mrt- schastspartei)

Dr. Rhode Schmidt Nagel Merkes

Linke Kommunisten

Ebner Urbahns Schapp 20. Hartle

Sozialdemokratische Partei

Ulrich Dr. David Dr. Ouessel Beckmann

Deutsche Volkspartei

Dr. Becker Dingeldey Wolf Frl. Birnbaum

Zentrum

Dr. Bockius Knoll Dr. Bauer Diehl

H Q Alte Sozialdemokratische Partei Deutschlands

8 ©innig Riekisch Drexel Heidt

fl Völkisch-Rationaler Block

| üjl Limpach Bartholomäus Wiegershaus Moutoux

16

1?

18

keine Stimme abgegeben werden, nach 5 Uhr find nur noch diejenigen Personen zur 2(bftimmung zu- Aulajfen, die beim fünften Glockenschlag im Wahl­lokal anwesend waren.

In Hessen wird diesmal unterschieden zwischen den Stimmen männlicher Wähler und denen der weiblichen Stimmberechtigten: die Männer erhalten zur Abstimmung blaue Um­schläge, in die sie ihren Stimmzettel zu tun haben, die weiblichen Stimmberechtigten erhalten zu diesem Zwecke araue Umschläge. Mit Rücksicht auf die Verwendung der verschiedenfarbigen Um schlage erhält man bei der morgigen Wahl die Umschläge und Stimmzettel nicht, wie früher, am Eingänge zum Wahllokal, sondern sie werden durch zwei Beisitzer am Dorstandstisch ausgegeben, und zwar bgbient der eine Beisitzer ausschließlich die Männer, der andere die Frauen.

Der Gang der Abstimmungshand­lung geht wie folgt vor sich: Wenn der Stimm­berechtigte an den Wahlvorstandstisch herantritt, nennt er seine Wohnung und feinen Namm. Nach dem festgestellt ist, daß die Stimmkartei den Namen des Wählers bzw. der Wählerin enthält, bekommt der männliche Stimmberechtigte einen blauen Umschlag und einen Stimmzettel, die Wählerin erhält bageaen einen grauen Umschlag und einen Stimmzettel. Nunmehr begeben sich die Stimm- berechtigten poin Dorstandc-tisch roeg an die Adson- derungsvorrichtung, wo sie hinter dem gegen fremde Sicht gedeckten Derschlag ihren Stimmzettel in dem Kreise derjenigen Liste, die sie wählen wol­len, mit einem Kreuz ober in sonst eindeutig er­kennbarer IMfe xeidjncn. Hinter dem Derschlag wird der Stimmzettel in den Umschlag getan. Da- nach begibt man sich wieder an den Dorstandstisch zurück, nennt erneut feine Wohnung und seinen

Beihilfe einer Dertrauensperson bedienen. Der Stimmberechtigte muß aber persönlich im Wahllokal erscheinen. Abwesende können sich weder vertreten lassen, noch sonst an der Abstimmung teilnehmen, die Wahl der Dertrauensperson unterliegt der allei­nigen Entschließung des Wahlberechtigten.

Zum Schluß seien noch einige Beispiele dafür gegeben, wie man bei der Kennz«ich - nuna des Stimmzettels richtig verfährt. Wir drucken in diesem Zusammenhung den amt­lichen Stimmzettel für unseren Wahl kreis Hessen-Darm st adt ab. Natürlich darf nicht etwa dieser Abdruck ausgeschnitten und zur Stimmabgabe verwandt werden, sondern es sind bei der Wahl einzigund allein die im Wahllokal verausgabten amtlichen Stimmzettel zu ge brauchen. Der die Absicht hat, die D e u t f d) na­tionale Bolkspartci zu wählen, macht sein Kreuz auf dem Stimmzettel in den ft reis hin­ter b e r Ziffer 2, wer die Deutsche Dolks- Partei wählen will, bringt sein Kreuz in den Kreis hinter der Ziffer 4 an, wer die Deutsche Demokratische Partei wählt, füllt den Kreis hinter der Ziffer 6 mit einem Kreuz aus, wer die Sozialdemokra­tische Partei wählen will, bringt sein Kreuz in dem Kreis hinter der Ziffer 1 an, ufro.

D:r dürfen wohl annehmen, daß nach diesen für- 3«n Winken etwaige Unklarheiten, die hier und da bisher vielleicht noch bestanden haben, behoben sein werden. Zu wünschen bliebe nun nur noch daß unsere wahlberechtigten Mitbürger in Stadt und Land in recht großer Zahl an die Wahl- urne herantreten und durch ihre Stimmabgabe mit dazu beitragen, den polit schen Dillen unseres Volkes ln möglichst breitem Ausmaß kenntlich zu machen.

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Oberhelfen.

Landkreis Gießen.

i Lollar, 18. Mai. Ein Unfall, der leicht jchlimmere Folgen hätte haben können, trug sich auf der M a r b u r g er St r a ß c, in der Nahe der Sei- ler»burg, zu. Dort wurde der Wagen dec- Schweine« Händlers Wilhelm Euler von hier von hinten von einem Personenauto angerannt, so daß der Hintere Teil des Wagens zertrümmert wurde, und die Schweine sich auf der Erde walzten. Euler wurde vom Wagen geschleudert. Die durch ein Wun­der blieb er, abgesehen von Hautabschürfungen, u n verletzt.

t I r e i b a. b. Lda., 18. Mal. In der hiesigen Kirche predigte gestern vormittag im Hauptoottesdienst der Evangelist Reckelkamm von der Wichernoer. e l n i g u n g in Hamburg, abends berichtete er von der Arbeit seine» Vereins in deutschen Städten und Dörfern.

3 Allendors a. d. Lda , 18. Mai. Gestern wurde hier wiederum, wie die» schon seit einer Reihe von Jahren Brauch ist, ein Mifston »fest ge­feiert. Wegen der ungünstigen Wieeccung mußte die ifeier diesmal in der Kirche stattfinden. Missionar W i e d m e i e r von der Basler Mission, des bereits 15 Jahre an der Goldküste tätig gewesen war, pre­digte sowohl im Vormittags- als auch im Nach- mittagsgoUesdienst. Außerdem spracben im Nachmit­tagsgottesdienst noch ein Missionar für Innere Mist Son aus Hamburg sowie ein Pfarrer au» Marburg.

erschont wurde die Feier durch einen Posaunen» und Gemischten Chor Infolge der schlechten Witte­rung war der Besuch dc» Feste» von auswärt» nicht so zahlreich wie sonst. Die am Ausgang für die Basler Mission erhobene Kollekte ergab ein schöne» Resultat.

G Aus der Rabenau, 18. Mai. Gegenwär. tig ist die Zeit der A p f e l b l ü t e. Es war in die­sem Jahre nach der überreichen Blütensülle und folgenden Rekordobsternte de» Vorjahres von vorn- herein mit einem geringen Fruchtansatz zu rechnen. Man kann beobachten, daß nur ein kleiner Teil un­terer Apfelbäume mehr oder weniger Dlütenschmuck trägt. Sehr selten trifft man einen Daum an, der so vollerblüht ist, wie sämtliche Apfelbäume im ver­gangenen Jahre. Wiederum sind e» diesmal die guten Apfelsorten, wie Harbertsrenette, Goldpar mäne, Sch >ner von Boskoop, Goldrenette von Dien heim, die den meisten Blütenansatz zeigen. Die» ist nur in geschützten und fruchtbaren Lagen der Fall. Wirtschaftsobst fällt diesmal vollständig aus. Da» ungünstige Wetter der letzten Tage behindert untere Bienen, die Blüten zu besuchen, um die De- fruchtung ungewollt zu besorgen: sollte diese Witte- rung noch einige Tage anhalten, so werden die eben in Blüte stehenden Bäume abgeblübt sein, und wir werden im Herbst einen Obstausfall erleben müssen. Besser als die Apfelbäume sind die Z w e t s ch e n - und Birnbäume durch die Blüte gekommen, die teilweise eine befriedigende Ernte bringen werden. Fast alle Dörfer unserer Gegend werden gegen roärtig von der Grippe heimgesucht, die in den verschiedensten Formen auftritt. Hier und da zeigt sie sich in der gefährlichen Kopfgrippe, sehr oft tritt sie mit Lungenentzündung aemeinsam auf. In solchen Krankheitsfällen sind schon eine Reihe Opfer, besonders unter jungen Leuten, zu beklagen.

- Grünberg, 18. Mai. In der jüngsten Gemeinderatssitzung stand die Reck- nungsablage für das RechnungSjayr 1 9 2 6/27 und der V o r a n s ch l a g für das Iahr 1 9 2 8/29 zur Beratung. Gemeinderechner Geb­ein g e r legte di« Rechnungsablage für da- Rechnungsjahr 1926/27 vor. Die Rechnungsablage wurde vom Demeinderat genehmigt. Ferner er­läuterte Gcmeinderechner Gchringer den Voranschlag für da- Iahr 1928/29, der mit 203 985,66 Mk. in Einnahme und Ausgabe ab* schließt. Der Gemeinderat stimmte diesem Vor­anschlag zu.

gt. Drüningen, 18. Mai. Die Spuren der Eisheiligen kann man jetzt hier und da deutlich wahvnehmen. Wo schon Frühkar­toffeln aufgegangen waren, yaben die jungen Triebe stark Rot gelitten, und gekeimte Dohnen sind vollständig erfroren, so daß man die Beete nochmals bestellen muß. Man sollte vor Mitte Mai keine Bohnen in di« Erde brinaen. Gin guter Fruchtansatz ist bei fast allen abgeblühten Bäumen festzuftellen: nur bei der Apselblüte läßt sich noch nicht- Sichere- sagen. Die Imker beginnen auch tn diesem Iahr wieder ihr Klagelied anzustimmen. Die Ent­wicklung der Völker ist durch das kalte Wetter sehr dc ei nträchtigt worden. Es wäre den unermüdlichen Bienenvätern sehr zu wünschen, wenn nach so vielen Mißernten ihnen wieder einmal eine gute Honigernte würde.

g. Holzheim, 18. Mai. Die Pächterin unsere» Gemeinde st cinbruch», die Gewerschast M a r g o r e t h e", hat der Arbeiterschaft de» Stein- bruchs dieser Tage wegen Arbeitsmangel» gekün­digt, da beabsichtigt ist, den Betrieb elnzu- stellen. Wie sich die Gemeindevcrwallung zu dieser Maßnahme stellen wird, ist bi» jetzt noch nicht de- könnt.

Z) L i ch, 18. Mai. Am dritten Psingstfeiertag findet in Cid) der sogenannte Pfingstmarkt sZiegen-, Lämmer- und Schweinemarkt), verbunden mit einer Ziegenschau und Prämlierung, statt. Da die hiesigen Märkte in den letzten Jahren sich eine» zunehmenden Besuch» erfreuten, ist auch setzt wieder mit einem starken Auftrieb zu rechnen Aus die Bekanntmachung der Bürgermrifterri Lieh im Anzeigenteil fei beson­ders hingewiesen.

ri. Lich. 18. Mai. Trotz de» kühlen Wetter- hatten sich gestrrn doch etwa zweihundert Leute zusammengefunden, um im Wald zwischen hier und Hattenrod in der f»genannten ,Mailbach", einer alten Siedlung des Klostrr- Schisfenberg, da- Mission-fest zu halten, da- alljährlich eine beliebte Dera, ftalturw für Lich und die umliegenden Orte bildet. Mit gespannter Auf­merksamkeit hört« man auf da-, wa- Missionar Schweickhart aus Heilbronn au- dem Lande seiner früheren Wirksamkeit, Indien, erzählte. Die Ansprache des Missionars war umrahmt von Liedern, die von dem Posaune nchor 21 ch begleitet wurden. Eine von Gtift-vfarrer Schorlemmer mit den Nieder-Bessinger Schulkindern gehaltene Himmelfahrt-Liturgi« er­öffnete da- Fest. Das Schlußwort sprach Stists- dechant Kahn.

Hungen, 18. Mai. Der Geflügel- und Dogelzuchtdere i n Hungen und« U m g egend hielt dieser Tag« im .Svlmser pof feine diesjährige Hauptversamm­lung ab. die gut besucht war. Nach Erledigung der Tagesordnung. Bericht über die in Gießen stattgehabte Verbandstitzung. die für den Herbst in Hungen vorgesefe-e Krei.-'e l ge schau, hatte Lehrer Schieferstein (Bettenhausen) die Freundlichkeit, einen Dortrag über Geflügel-