Ausgabe 
19.4.1928
 
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Die Bestände an Gold und eckungs - fähigen Devisen sind mit 2213.6 Mill. Mk. ausgewiesen. im einzelnen die Goldbestände mit 2019,2 Mil! Mk., die Bestände an deckungs­fähigen Devisen mit 194.1 Mill. Mark. Die Deckung der Voten durch Gold allein besserte sich von 44,4 Proz. in der Vorwoche auf 50,5 PS»z., die durch Gold und deckungs­fähige Devisen von 48.9 Proz. auf 55,4 Proz.

* Verkauf von Schahanweisungen durch das Reich. Wie WTD.-Handelsdienst erfährt, hat das Reichsfinanzministerium wegen der in den letzten Tagen sich am Geldmarkt voll­ziehenden Erleichterung und der dadurch nach Privatbiskonten verstärkt hervorgetretenen Vach­frage mit der Begebung von Schahanweisungen wieder begonnen. Diese haben eine Laufzeit von 80 bis 90 Tagen und werden von der Veichsbank zum Privatdiskont oder darunter abgegeben. Kleber die Höhe des in Aussicht genommenen Betrages waren Angaben nicht erhältlich. Diese Maßnahmen stehen aber, wie besonders hervor- gehoben zu werden verdient, mit dem Finanz- vrogramm der Veichsregierung (Votprogramm, Liquidationsschädenschluhgeseh usw.) nicht im Zu­sammenhang.

D i e Rationalisierung im Berg­bau. Infolge der Rationalisierung im Bergbau wird ab 1. Mai die Kokerei der Zeche(Slüd auf" bei Buer stillgelegt. Dem Vernehmen nach ist beabsichtigt, die Arbeiter auf der Zentral­kokerei Scholven zu beschäftigen. Die Kokerei Scholven wird zu einer Zentralkokerei ausgebaut. Zu den schon bestehenden 180 Oefen werden noch zwei weitere Batterien mit 90 Oefen hinzu­kommen, die ab 1. Oktober d. I. in Betrieb genommen werden sollen. Für die Herstellung dieser Anlage rechnet man mit einem Kosten­aufwand von 5 Millionen.

Der Erzbergbau imMärz. Der Absatz der Siegerländer Gruben hat noch keine Besse­rung erfahren. Die Haldenbestände mehren sich, und es sind bereits Arbeitevkündigungen erfolgt. Ein Ausgleich der gestiegenen Selbstkosten durch Erhöhung der Verkaufspreise für Eisenstein ist nicht möglich mit Rücksicht auf die niedrigen Preise für Auslanderze. Lahn-Dillgebiet (ein schb Oberhessen»: Die Zentralbehörden erkennen an. daß dem Cisensteinbergbau weiter ?geholfen werden muh, jedoch sind bisher noch eine gangbaren Wege gefunden worden, es sei denn derjenige der Weitergewährung einer, wenn auch niedrigeren, Absahprämie. den man aber nicht gern beschreiten will. Hoffentlich wird der Eisensteinbergbau nicht noch vor dem endlichen Einsehen der behördlichen Maßnahmen zur Er­leichterung der Produktionsbedingungen durch die immer wieder auferlegten unabwälzbaren Zwangsbelastungen (Löhne, Arbeitszeit, Sozial- lasten) zum Einschränken und Stillegen gezwungen. Die Gefahr besteht, da selbst der schwedische Streik keine Entlastung gebracht hat: es hat sich weder der Abruf verstärkt, noch haben sich die Preise auf die nach den Selbstkosten erforder­liche Höhe bringen lassen.

Die deutschen Bahnbauten in Per­sien. Wie der WTD.-Handelsdienst erfährt, ist der vom persischen Ministerrat vor kurzer Zeit gefaßte Beschluß, einem deutschen Baukonsortium, bestehend aus der Julius Berger Tiefbau A.-G., der Philipp Holzmann A.-G. und der Siemens- Dauunion, und einem unter Führung der Firma ällen & Co., Veuyork, stehenden Konsortium die Vorarbeiten und die Ausstellung eines Projektes für die Erbauung der zirka 1700 Kilometer langen ' Bahnstrecke vom Kaspischen Meer zum Per­sischen Golf nebst dem Dau von Probestrecken * von zirka 300 Kilometer Länge zu übertragen, , vom persischen Parlament jetzt einstimmig ge­nehmigt worden.

* Zahlungsschwierigkeiten der Mannheimer Gewerbebank e. G. m. b. H. Die Mannheimer Gewerbevank c. G. m. b. H. hat gestern vormittag ihre Schalter geschlossen und ihre Zahlungen eingestellt. Zu der Zah­lungseinstellung erfährt man, daß augenblicklich der Status der Bank geprüft und die Wege beraten werden, die zur Flüssigmachung der notwendigen Zahlungsmittel beschrit!en werden sollen. Sie um Hilfe angegangenen Großbanken, die Rheinische Creditbank und die Süddeutsche DiScontogesellschaft, sind mit der Prüfung der Kreditwürdigkeit des Unternehmens beschäftigt. Wie wir weiter hören, soll der unmittelbare Anlaß zu den Schwierigkeiten allein in der Ge­fährdung eines an die Mannheimer Beamten- bank gegebenen Kredites von 350 000 Mk. liegen. Ein Kreditnehmer derselben, ein industrielles Merk, hat die fälligen Zinsen nicht an die Beamtenbank zahlen können. Wie WTB.-Han­delsdienst hierzu noch erfährt, steht die Badische

Neue Bücher.

Das sterbende Afrika. Die Seele eines Erdteils (1. vollständige Ausgabe) von Leo Fro- benius Broschiert Mark 4., Ganzleinen Mark 6.. Frankfurter Svcietäts-Druckerei G. m. b. H , Abteilung Buchverlag. Frankfurt am Main 1928. Leo Frobenius. der bekannte Afrikaforscher, bietet in seinen WerkDas sterbende Afrika', das jetzt um den zweiten Teil vermehrt, als Einzel­ausgabe und als Band V der ReiheErlebte Erdteile" neu erscheint, eine köstliche Fülle von Erzählungen. In lebendiger, bildkräftiger Sprache schildert er die Landschaft Afrikas Urwald, Wüste. Steppe, das Entstehen, Blühen und Versinken mächtiger Städte und Reiche, die ad­lige Gastlichkeit prachtliebender Fürsten, den Freudenrausch beglückender Feste, die frucht­bare Arbeit des Bauern, des Schmiedes, des Kaufmanns, die Lebensfreude der Menschen, ihre Lust an Schmuck und Zierat und die künst­lerische Erfindungsgabe, die diesen Erben alter Kultur eigen ist. Einen breiten Raum des Buches nehmen Märchen ein, die Frobenius nach den Erzählungen der Schwarzen niedergeschrieben hat. Das sterbende Afrika" läßt uns ergriffen vor ihrem Untergang noch einmal die Herrlichkeit einer uralten Kultur und die mystische Beseeltheit des afrikanischen Daseins in all seiner Pracht, Heiterkeit und dämonischen Kraft verstehen. 143

Argentinien im Alltagskleid. Eine Fundgrube alles Wissenswerten von Heinrich Iunken. Kleinoktav 288 Seiten mit 1 Karte. Leinenband 5 Mark. Verlag von Strecker und Schröder in Stuttgart. Der Verfasser, den der Drang, die Welt mit eigenen Augen zu sehen, schon vor dem Weltkrieg an Südamerikas Küste warf, hatte reichlich Gelegenheit, das Leben und Treiben, die Zustände des Landes so kennen zu lernen, wie sie sich dem Manne aus dem Volke darbieten, wie sie sich in ihrem rauhen Alltagskleid zeigen. Und so entstand ein vor­treffliches Handbuch über Argentinien, das für alle diejenigen geschrieben ist, die drüben wirt­schaftlich. sei es in welchem Beruf auch immer, sich betätigen wollen. Jeder, der Siedler, der Kaufmann, der Handwerker, der Studierte fin­det darin das, was er braucht, um sich in der neuen Heimat einzuleben. Aber auch den zahl­reichen Industriellen, Kaufleuten und Banken, die mit Südamerika arbeiten, gibt es manche wertvolle Anregung. 152

Kohl, Ludwig. Leben, Liebe, Träume in einem Südseeparadies. Mit 3 Tafeln in Dreifarbentiefdruck nach Ge­mälden von W. v. d. Does, 4 Tafeln in ein­farbigem Tiefdruck und 8 Kunstdrucktafeln. Ver­lag Strecker und Schröder. Stuttgart. Leinen­band 7,50 Mk. Kohls Tätigkeit als Arzt wie als Vertreter des Bezirksamtmanns der Insel Vap brachte ihn in nahe Berührung mit den braunen Insulanern. Ein Mann mit offenem und freiem Blick, der den Wilden nicht durch die halbblinde Brille westlicher Kultur überlegen betrachtete, sieht er das Vaturvolk et^-s anders als der Durchschnittseuropäer. Die Wi den der Karolinen erschienen ihm wie Menschen, die noch auf einer Kindheitsstufe leben, deren Willen man formen und leicht lenken kann. Er weiß nicht nur um ihre leiblichen Röte, um ihre Krankheiten,

für die sie bei ihm Heilung suchen. Sie lassen ihn auch Einblick in ihre religiösen Bräuche und Anschauungen, in ihre seelischen Röte tun. Kohl zeigt uns das Land in allen seinen Stimmungen, zeigt uns die ungeheure Polyphonie seiner Stim­men, die übertönt werden von dem ewigen Rau­schen und Brausen der Brandung des Meeres, das sich an den Korallenriffen dieser Inseln bricht. 80

Heinrich Vuppel: Herrgottsvögel. Geschichten und Skizzen. A Bernecker, Heimat» schollen-Dcrlag Melsungen 1927. Wie die Vögel des Himmels aus des Schöpfers Hand ihr graues oder buntes Aussehen erhalten, Trauer- oder Glücksvögel sind, so sind die Rhön­bauern der vierunddreißig Geschichten in Wesen und Schicksal naturhaft bestimmt. Der Dichter entwickelt nicht die Charaktere, er schaut in künstlerischer Intuition die Menschen, tote sie sind, nicht wie sie werden. Gesund und eindeutig gehören diese Männer und Frauen in Land­schaft und Sitte und Erbteil der hessischen Hei­mat hinein. Vie wird ein Schicksal gemein, es bleibt Eigentum einer höheren Macht, der sich der Mensch beugen muß. Der Tod steht als Richter und Versöhner mitten im bäuerlichen Leven, dämonische Mächte und Leidenschaften ringen mit der Seele und in den Kampf klingt reinste Poesie und der Friede der Vatur und große Gedanken. Ein Weiser sitzt am Web- stuhl und denkt:was ein Mensch in sich trägt, die Seele oder wie man's nun nennen mag, das ist noch tausendmal seiner, als das feinste Dild- getoebe." Der Dichter Heinrich Ruppel ver­kündigt das Ewige, wie die Vatur selbst, er gibt das ganze Leben: Schönheit und Mißge­stalt und darüber hinaus regt sich die Sehn­sucht nach Vollendung. 160 K. Str.

Carl Horst: Die Architektur der deutschen Renaissance. (Der Propyläen- Verlag Berlin, älllsteinhaus.) - Im Rahmen der pompösen Propyläenkunstgeschichte behandelt dieses Buch als eines der neuesten Bände ein Gebiet der Baukunst, das man sich gewöhnt hat über die Achsel anzusehen, so weit es in Deutsch­land auftrat, wie sehr zu Unrecht, das zeigt dieser vorliegende Band mit seinen außerordent­lich zahlreichen, sinnvoll ausgewählt und zu- sammengestellten, ausgezeichnet reproduzierten Bildern. Auf dem reichen Schatz der prächtigen Qlbbilbungen liegt überhaupt der Vachdruck bet dieser wirklich splendiden, aus dem Vollen schöp­fenden Kunstgeschichte. Das darf man tagen, ohne damit den Verfassern zu nahe zu treten, denn ohne Anschauungsmaterial keine Kunft- betraebtung. so geben die Bilder erst eigentlich das Gerüst für die feinsinnigen Darlegungen Horsts über das Werden des Renaissancestils in Deutschland und seine durch Vatur und Ge­schichte des Landes eigenartig bedingte Entwick­lung in der deutschen Baukunst. Die Einordnung in den großen Rahmen der Geistesgeschichte einerseits, die gründliche baugeschichtliche Er­läuterung der einzelnen Denkmäler andererseits sind besonders reizvoll und machen das schöne Buch für Laien wie Fachmann zu einer Quelle ungetrübten Genießens schönster Schätze edler deutscher Kunst. 68

Deamtenbank in Karlsruhe mit diesem Unter­nehmen in keinerlei Zusammenhang.

5tantfuvtcr Börse.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers" Frankfurt a. M.. 19. Apr:l Teirde-.z: fester. Zu Beginn der heutigen Börse war die Stim­mung allgemein zuversichtlicher und fester. Gegen die meist abgeschwächten Kurse der gestrigen Absndbörse konnten sich auf den meisten Marktgebieten Kursbesserungen von etwa 1 bis 2 Prozent durchsetze i. Die Haupt- anregung bot wieder einmal die starke Vach­frage nach einigen Speziaiw erten. die namentlich für ausländische Rechnung ge­sucht waren. Die Spekulation sah sich dar­aufhin zu Deckungskäufen genötigt. Das Geschäft war allgemein jedoch nicht merklich leb­hafter als an den Vortagen, da von feiten des Privatpublikums der Orderseingang bei den Dan­ken gering blieb. Ziemlich lebhaft biteben die I.-G.-F arben, die zur ersten Votierung 4,75 Prozent höher lagen. Start verlangt waren ferner Reichsbank, die erneut 4,75 Prozent anziehen konnten. Hier dürfte vor allem das Ausland als Käufer aufgetreten fein. Am Elektromarkt waren Lahmeyer mit plus 4.5 Prozent bevorzugt. AEG. gewannen 3,25 Prozent, Licht & Kraft 1,25 Prozent und Sie­mens 1 Prozent, während Gesfürel nur be­

hauptet blieben. An Zellstoffwerten nahmen die Deckungen größeres Ausmaß an. Waldhof lagen 3,75 Prozent. Aschaffenburg 2 Prozent erholt. S ch i f f a h r t s w e r t e gewan­nen 1 bis 2,25 Prozent. Von den A u t o a 11 i e n zogen Adlerwerke und Daimler je 1,5 Prozent an. Von Dauunternehmungen lagen Ze­ment Heidelberg 2 Prozent und Wayß & Frey- tag 1,5 Prozent höher. Deutsche Anleihen waren etwas fester. Von ausländischen Renten waren Serben etwas gefragt. Im Freiverkehr erhielt sich für die amerikanischen Kunstseideaktien das Interesse. Amerikanische En­ka 72,50 bis 73 Dollar. Im weiteren Verlauf blieb das Geschäft im wesentlichen auf Spezial- werte beschränkt. Stärkeres Interesse wandte sich den Elektrowerten zu. von denen Siemens 2.75 und Schuckert 3 Prozent anzogen. I.-G.-Farben waren wenig verändert. I.-G.-Bonds zu 146.25 Prozent verlangt. Karstadt gewannen insge­samt 8 Prozent. Gefragt waren ferner 3ung- hans mit plus 4 Prozent. Im Freiverkehr zogen die Kunstseidewerte weiter etwas an. Enka 73,50 Dollar Geld. ^Der Geldmarkt war weiter angespannt. Tägliches Geld 5,5 Prozent. Am Devisenmarkt lag das Pfund etwas schwächer. Reichsmark gegen Dollar 4.1811. gegen Pfund 20,425, London gegen Kabel 4,8835. Pa­ris 124,02, Mailand 92.50, Madrid 29,12, Hol­land 12,1050.

Berliner Börse.

Berlin, 19. April. Ziemlich unerwartet konnte sich vorbörslich nach einem sehr ruhigen Vormittagsverkehr auf fast allen Märk­ten eine Erholung durchsetzen. Anscheinend beruhigte, daß trotz der gestrigen Abschwächun­gen kein drängendes Angebot aus privater Hand vorlag. Der Reichsbankausweis wirkte nach. Der optimistisch gehaltene Monatsbericht der DiScontogesellschaft regte ebenfalls an, und so deckte die Kulisse, zumal in einigen Spezial- werten wieder Auslandkäufe vorliegen sollten. G l a n z st o f f und Rhein. Braun» kohlen etwa 5 Prozent hoher. Für Farben stimulierte angeblich die angekündigte General­versammlung für den 25. April: tonst waren nur Reichsbank und Transradio als fest zu nennen. Die ersten Kurse waren uneinheillich. Montan­werke eher schwächer. Ehade-Aktien minus 5 Mk. Deutsche Anleihen ruhig. Aus­länder behauptet. Mexikaner bis 0,5 Prozent schwächer. Auch Bosnier etwas gedrückt. Pfandbriefe immer noch vernachlässigt. Farben-Bonds 147 Prozent gehandelt. Tages­geld 5 bis 7 Prozent. Monatsgeld 7,5 bis 8,25 Prozent. Warenwechsel 6,75 bis 6,35" etwa. Kurz nach den Anfangskursen wurde es eher fester. Später gestaltete sich die Tendenz eher wieder uneinheillich und bei nachlassendem Geschäft ru­higer. Recht schwach auf die gestern verschobene Aussichtsratssihung lagen Deutsche Waffen mit minus 3,25 Prozent unter Anfang.

jyrniitfiirtcr Getreidebörse.

Frankfurt a. M. 19. April. Der hiesige Produktenmarkt verkehrte auf Anregung der höheren Auslandnotierungen wieder fester, doch blieben die ilnrfätje klein, da die Käufer größere Zurückhaltung bekundeten. Die Preise blieben gut behauptet. Es wurden notiert: Weizen 1, gut. gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Aus­wuchs 27.50 Mark: Roggen 29.50; Hafer, inlän­discher 27.5028.25; Mais (gelb) für Futter­zwecke 2424.23; Mais (gelb) für andere Zwecke 2525.50; Weizenmehl, süddeutsche- Spezial 0 38.5039.50; Roggenmehl 3940.50; Weizenkleie 15.25; Rvggenkleie 162516.50. Tendenz: fest.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a.M., 19. April. Auftrieb: 311 Rinder, 1000 Kälber, 110 Schafe. 511 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: Beste Mast- und vaugkälber 72 bis 76 Mk.; mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 71; geringe Kälber 56 bis 64. Schafe. Masllämmer und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 53 bis 58: mittlere Mast- lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 44 bis 50. Schweine: Vollfleischige Schweine von etwa 200 bis 210 Pfund Lebend­gewicht 49 bis 51; von etwa 160 bis 200 Pfund 50 bis 52; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 48 bis 50 Ml. -- Marktverlauf: Sperrmarkl. Kälber und Schafe langsam aus­verkauft. Schweine schleppend, licberftanb.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 18. April. Vachdem der hiesige Markt schon in den letzten Tagen der Weltmarkt- Hausse nur zögernd gefolgt war. und immer wie­der beachtliche Rückschläge aufzuweisen hatte, trat heule auf die schwächeren Meldungen von Heberfec und die Ermäßigung der Cisofferten für Weizen und Roggen eine Abschwächung ein. Dom Inlande zeigte sich für Weizen auch reich­licheres Angebot zu nachgiebigeren Preisen, es bestand jedoch kaum Kauflust, da das Weizen­mehlgeschäft wieder ins Stocken geraten ist. Roggen ist zum Export nach Polen weiter ge­sucht, die von dort vorliegenden Gebote lauten heute etwa 2 Mark niedriger als gestern und auch die Inlandmühlen wollen nur zu 2 bis 3 Mark niedrigeren Preisen kaufen. Das An­gebot von Roggen ist 'doch keineswegs stärker geworden und die 21b..eher sind au Konzessionen wenig geneigt. Für Roggenmehl sind bei sehr geringem Angebot gestrige Preise nicht durch­zuholen. Am Lieferungsmarkte waren die Preise für beide Drotgetreidearten rückgängig.

Letzte Nachrichten.

OasKrankstirierEingemeindungsgeseh in Geltung.

Koblenz, 19. April. ($11. Eigene Draht- meldung.) Die Interalliierte Rhein- Ian d k o m m i f f i o n hat auf Antrag deS Reichsministers für die besetzten Gebiete ihren Einspruch gegen das Frankfurter E i n- gemeindungsgefetzzurückgezogen und ausdrücklich bestätigt, daß da- Gesetz auch im besetzten Gebiete mit Wirkung vom 1. April an­gewandt werden kann.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren ange'üdrten Ziffern geben die Hohe der zuletzt belaßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

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Holländische Noten .

Italienische Noten.....

Norwegische Noten.....

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Echwetier Noten.......

Svanilche Noten.......

Tschechoslowakische Noten . -

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Ungarische Noten

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