19006 bettle Mannschaft ftmifc auch mit nur ynfyn Sjrietern f^tzlenb in Daubringen gegen bk dortige erfte (3lf einen glatten 2: V-Sieg erringen. Eine lefyt anjuenennenbe Leistung.
D e 1. 3ugenb 1900» konnte das Pftechtspiel n Butzbach mit 2:1 siegreich gestalten. Zwei txrtoanbalbe Slhweter vechalfen zu Metern Resultat.
Auch bie 2. Lugend gewann gegen Hieber- we <eK 1. Jugend mit 3:1 Xown. während die Schüler gegen Heuchelheims Schüler nach einem fairen und technisch schönen Spiel ein 0:0 er» ztelten
V. f. B.
Die Ligamaunschast schlug am Sonntag die Liga A i r d> &a t n6 aus v^rttgem Platz mit 3:1 und erbracht? damit erneut den Beweis, baft lie wieder stark im Äorrnnen und den Anforderungen der demnächst beginnenden Der- bandsspielc gewachsen ist. Ihre Formverbelse- rung ^cigt sich besonders deutlich bei der Gegen- überstcllung der beiden gegen Kirchhain erzielten Resultate, während sie sich vor einigen Monaten im Vorspiel auf eigenem Platz mit 2: 5 geschlagen bekei.nen muhte, gelang es ihr diesmal, auf dortigem Platz sicher mit 3: 1 zu gewinnen. Der Sieg ist um so beachtenswerter, als die Wann- scha t wieder stark ersatzgeschwächt an treten muhte. Bis zur Pause war V.f. B seinem Gegner überlegen, dies kam bis zum Wechsel in drei Toren zum Ausdruck. Aach dem Wiederanstoß änderte sich das Bild Kirchyain glich die technische Ueber- [egenf;eit (Stehens auS und wurde zeitweise recht gefährlich. Das von ihm erzielte Tor fiel aus Öarcr Abseitsstellung, war aber dem Gesamt- spielverlaus nach verdient, dem auch dasSchluh- refuÜat von 3:1 entspricht.
Eine überraschend gute Leistung bot dieSmal die Ligareserve. Sie hatte sich die erste Mamtäa't von Ettingshausen nach hier verpflichtet und führte ein in jeder Weise sehr gutes Spiel vor. Zu Anfang hatte Ettingshausen etwas mehr Dom Spiel und lag auch bald mit 2:0 in Führung. Die Platzmannschaft fand sich vorerst nicht zusammen und konnte sich kaum der forsch Docgctrag,-nen Angriffe der Gäste erwehren. Erst allmählich wurde sie besser, um dann zu glänzender Form aufzulausen. Bei Halbzeit lautet.' das Resultat bereits 6:2 für B. f. B. Aaä) .dem Wechsel erhöhte dieser dann noch auf 8:2. 7roh der hohen Aiederlage hinterftetz die Guße: st durch ihr eifriges Spiel einen sehr guten Eindruck.
Das Spiel der A.-H.-Mannschaft gegen die g(e cfr Fronhausens wurde von Giehen infolge B-e.Hinderung mehrerer Spieler abgesagt.
D.nsn verhältnismäßig nur knappen Sieg. 3.2, errang die ersie Lugend in Laubach. Die Platzmannschaft wcor ihr zwar technisch nicht gewachsen, glich dies aber durch groben Eifer aus. Allerdings litt die B.s.B.-Els unter dem Ausfall des Linlsauhen, der infolge einer schon zu Anfang des Spiels erlittenen Verletzung nur noch Statist war.
D.e zweite Lugend gewann das Pflicht- spiel g'qen Grohen-Vusecks Erste mit 2:1. Dieses Treffen konnte keineswegs gefallen. Vor allem störte baÄ fortgesetzte Rufen und Schrei«n, in dem beide Mannschaften geradezu wetteiferten.
Die dritte Lugend muhte sich der fbt- perlich überlegenen ersten Lugend Garben- t e i ch S , die ihr auch spielerisch voraus war. mit 1:4 beugen. Lmmechin darf mam mit dem Resultat Auf rieben fein, da die Lugend von Garbenteich als recht spielstark bekannt ist.
Ein ganz prächtiges Spiel lieferte wieder die erste Schülermannschaft. Sie fertigte im Pfvchtspiel die ersten Schüler des Wetzlarer Sportvereins glatt mit 3:0 ab. was bei anerkannten Spielstärke der Wetzlarer ein wirklich solides Können vorauSsetzt.
D.e zweite Schülermannschaft erzwang im Gesellschaftsspiel gegen die Schüler Garbenteichs ein ehrenvolles 1:1.
Handball im Männer Turn-Verein.
Des Qaufpicltags wegen waren am Sonntagnach- mittag keine Spiele angefetzt. Vormittags trug die 3 tü e i.t c Mannschaft ein Freundschaftsspiel gegen die erste Mannschaft Garbenteichs aus lind konnte 13:4 gewinnen. Ausschlaggebend für das Können beider Mannschaften ist das Torverhältnis allerdings nicht. Besonders die Mannschaft Garben- teichs Hütte nicht so hoch verlieren dürfen. Eifriges und aufopferndes Spiel allein genügt nicht, um eine
stärkere Mannschaft niederzukämpsen. Die Angriffe der Männerturner waren durchdachter und I9fu- mattscher aufgebaut und führten deshalb auch mehr zum Erfolg. Die Tore Garbenteichs waren wohlverdient, trotzdem mutz berücksichtigt werden, daß sie in einer Zeit errungen wurden, wo der IRänncrturn- verein nur mit 10 bzw. 9 Monn spielte
Deutsche Lugendkrost.
Mit ungefähr 100 Zuschauern und Spielern er» schien die D L. K aus Bieber bei Offenbach um Freundschaftsspiele im Handball und Fußball gegen die D 3. St. Giehen auszutragen Bieber stellte zwei Mannschaften inS Feld, die über beträchtliches Können verfügcn. Aber zum Lobe der Gießener must gesagt werden, dah he sich gut geschlagen haben. Erst vor kurzer Zeit hat die Giehener D. L. K den Handball- und Fußball- Spvrt in ihre Reihen auf genommen, und so war eS auch das erste Wettspiel dreser Art, das auS- getragen wurde.
Die Voraussage über den Aus gang deS Fuß- bavfpieles. dah Bieber hoher Sieger bleiben würde, hat sich nicht bestätigt, daS Resultat von 1:1 ist für die junge Gießener Mannschaft sehr schmeichelhaft. DaS Spiel sah die Giehener in der ersten Halbzeit überlegen. Gi.'ßen ging nach ungefähr zehn Minuten sogar in Führung und konnte den Vorsprung bis 4 Minuten vor Schluß noch halten 3n der zweiten Halb; it war Bieber etwas überlegen, und bi' Läufer Gießens formten den Sturm chres Gegners nicht zum Stehen bringen. Erst gegen Ende deS Spieles tarn Bieber zum längst verdienten Erfolg. Der Schlußpfiff trennte zwei Mannfchasten. die an Spielstarke ungefähr gleich waren Bieber hat wohl mehr Spielepfahruttg. aber der Sturm war zu eigennützig. auch war das Spiel vor dem Tor viel zu hoch, um den Weg ins Retz zu ftnden
DaS Handballspiel beider Mannschaften stand nicht auf sehr beachtlicher Höhe und wurde von Bieber auf Grund besserer Spielerfahrung mit 3:1 gewonnen Ein einwandfreies Tor für Gießen wurde vom Schiedsrichter nicht gegeben Auch lieh dieser eine für ein Freundschaftsspiel viel zu harte Rote aufkommen, wodurch das Spiel viel zu leiden hatte. Bis zur Halbzeit konnte Gießen das Spiel völlig offen halten. Drei 16-Meter- Würse wurden schlecht geworfen und konnten vom Tormann der Bieberer Icicht gehalten werden. Erst kurz vor Schluß wurden dre Biederer merklich besser im Zusammenspiel und drückten stark auf das gegnerische Tor. Die Läufer der Gießener ließen stark nach, und dadurch wurde die Verteidigung zu sehr überlastet.
Zlrbeiter-Turn- und Sportbund.
Dorheim I — Gießen I 2:2.
Gießens erste Mannschaft war zum Vorrunden- piel in der Kreisklasse nach Dorheim gefahren. In der ersten Spielhälste konnte keine der Parteien zu einem Erfolge kommen. Nach Seitenwechsel wurde das Spiel spannender. Die Gäste konnten bald in Führung gehen, dem aber ebenso schnell Dorheim )cn Ausgleich entgegensetzte. Dorheims Hintermann- chaft wurde nun leichtsinnig und mußte dies mit einem zwetten Tore bezahlen. Trotz aller Anstrengung konnten die Gäste bann nicht verhindern, daß ie mehr und mehr zurückgedränat wurden und Vorheim den Ausgleich erreichte. Zu weiteren Er- olgen reichte es auf keiner Seite mehr.
Lollar I — Raunheim l 5:2.
In der ersten Bezirksklaße standen sich in Lollar Lollars Erste und Naunheims Erste gegenüber. Lollar trat nur mit zehn Mann, Naunheim mit ^wei Mann Ersatz an. Die Aahlenmäßige lieber- legenheit der Gäste drückte sich, trotz des Ersatzes, der sich gut in die Mannschaft einfügte, bald aus. Fünfmal gelang es Naunbeim, dem Ersatzhüter der Einheimischen das Nachsehen zu geben. Aber auch Lollar konnte zweimal erfolgreich fein, mußte sich jedoch einwandfrei geschlagen bekennen.
wieseck I - Wetzlar I 4:L
Wetzlar war in Wieseck zu Gast. Nach Anstoß entwickelte sich offenes Feldspiel. In der 20. Minute mußte der Ersatzhüter der Einheimischen einen Fernschuß des Halbrechten der Gäste passieren lassen. Bis Halbzeit nun weiter offenes Feldspiel. Nach Seitenwechsel hatte sich Wieseck anscheinend auf sich selbst besonnen. Bereits in der 6. Minute konnte der Mittelstürmer den Ausgleich erringen. Kurz darauf wurde ein gegebener Elfmeter unhaltbar verwandelt. Nach roemgen Minuten hing bereits Nr. 3 im Kasten. Jetzt fiel Wetzlar auseinander. Im Verlaufe eines Zusammenpralles wurde der Mittel-
Preußen.
Kreis Wetzlar.
ö Wetzlar, 17. Sept. Die in der Kreisverbindung Wetzlar der Evangelischen Sängerbundes zusammengeschlossenen christlichen Gemischten Frauen - und Männerchöre unseres Kreise« feierten gestern im altehrwürdigen Dom ihr dies jöhriaes K r e i s f e st in Gestalt eines Gesang- gottesdienstes, der eine starke Beteiligung aus unserer Stadt und seitens der ländlichen Be- völkerung aufzuweisen hatte. Nach dem Orgelvor- spiel und einem Posaunenoorttag der Posaunen-
chöre Wetzlar und Sranbobemborf unter der Leitung des Dirigenten Johannes Kuhl (Brand- oberndorf) hicli Pfarrer Starkebaum von hier eine Begrüßungsansprache, in der er die Sanger "" .Namen der Kirchcngemeinde Wetzlar herzlich willkommen hieß. Hiernach sprach Pfarrer Burrn e i st e r (Holger) über Kol. 2, 23 b.s 24 und betonte in seiner Festansprache vor allem, daß feg- luber Gesang zur Ehre Gottes aus dem Herzen kommen muffe wenn er zum Herzen gehen solle. Den Hauptpunkt der Veranstaltung bildeten die Ge- langsDortrape der mehrere hundert Stimmen starken <-angenchar unter Leitung des Bundesofteaers Haupttehrer P e r tz (Soest), die, mit Hingabe zum Ausdruck gebracht, für die zahlreichen Zuhörer ein eindrucksvolles religiösmusikaUfchcs Erlebnis waren Das Schlußgebet sprach Pfarrer Starkebaum. Die Kollekte war für den Evangett-chen Sängerbund bestimmt.
DSR. Wetzlar. 17. Sept. Am Samstag befand sich ber 40jübrige, bei den Buderus- schen Eisenwerken beschä tigte Workmeift« Leasing aus Wenlar auf dem Wege von BraunfelA zum EtaatSbaynhvf Braunfels. aU ihn btt <m ber Straße entlang ab-ende E rn st ba hn übet» holte. Leisino wollte auf drn Zug springen, stürzte aber ab und geriet unter die Rüder. Gr würbe mitgeschleist unb erlitt schwere Quetschungen. Rur durch f »fertiget Ab- binben der Hauptschlagader konnte er vor dem Berbluten bewahrt werben. Man brachte ibn nach Wetzlar ins Krankenhaus, wo ihm em Bein bis zum Unterschenkel amputiert werden mußte. — Dor einiger Zeit rettet die 1 6j ä br ig e Life Schneider aus Wetzlar eine Frau aus der Lahn vom Tobe d c S Ertrinkens. Der Oberpräfibcnt ber b.in- provrnz erteilte ihr eine öffentliche Belobigung. Run hat auch Has StaatSministerium dem Mädchen nach Vollendung seines 18. Lebensjahres bte Rettungsmeballle am Banbe verliehen. GS ist der erste Fall in Rhernpreußan. bab diese Auszeichnung einer Dame ,hi teil wirb,
D Ulkreis.
bL Driedorf, 17. Sept. Am Samstag wurde das neue SchulhauS m unserem Orte in feierlicher Weife feiner Bestimmung übergeben. Zu her Feier waven bie QrtSein- wvhner und Gäste au» den Rachbardörfern in großer Anzahl erschienen. Zunächst wurde Abschied von der alten Schule g nommen. wobei Hauptlehrer Germann eine Ansprache btett, in der er einen Rückblick auf die Gesuchte be» alten Schulst tuses gab. Sieb?rgHänge der Kinder und De.Iam . tioneti umrahmten bi Je Ä.tsprache. Hieraus begab sich bie Festversammlung zu dem neuen Schulhause, in dem Bürgermeift« Schmidt die Gaste begrüßte, unter denen sich alS Vertreter des Landrats Bürg.-rmeiftet Kuvfrian-DrllenLu g der Kreissch.lr.tt unb die Psarrer des Kirchspiels befanden. Aach einer Schilderung der mannigfachen Schwierigkeiten, die bei diesem Schulhausdau zu ubcrtoinben waren, unb nach Danleswvrten an alle bei dem Bau beschäftigten Personen übergab ber Bürgermeister das Schulhau» ber Schule. (fcüter Reihe von Glückwunschansprachen schloß sich ein Rundgang durch das neue Schulhau« an, das vier Kassen und ein Bad enthält, sowie elektrische Beleuchtung. Dampfheizung. Kochgelegenheit unb ein« Lehrerwohnung ausweist. Da« Sch-.llhauS gehört zu den schönsten im Dillkrrise Bei Äaffec unb Kuchen, sowie geselligen Darbietungsr mancherlei Art fand die Feier einen schönen Abschluß.
U Eisemroth, 17. Sept Der Elektroarbeiter Albert Seel von hier stürzt« in der Näh« von Herborn bei Ausübung seines Berufs aus etwa sieb en Meter Höhe ab. Der bedauernswerte Mann wurde in das Herborner Krankenhaus verbracht. Er hat einen Beckenbruch und zwei Kieferbrüche davongetragen.
Kreis Biedenkopf.
<p Bischof fern 17. Sept. Der aus dem benachbarten Offenbach stammende Schu^ macher Ab. Sälzer wurde gestern abend gegen 22 Ahr auf de r Landstraße bet dem hefigen Orte neben seinem Fahrrad Hege n b tot aufgefunden. Der herbeigerusene Arzt stellte Lchädekbruch fest. Das Gericht konstatierte UnglückSsall unb gab bie Leiche zur Beerdigung frei.
Maingair.
WER. Frankfurt a. M-, 17. Sept. Aus der Hanauer Landstraße verunglückten ein
läuftr Wiesecks vom Felde verwiesen. Trotzdem die Mannschaft nur nod? mit zehn Mann spielte, hielt sie das Spiel offen unb konnte noch etn viertes Tor erringen. Der Schlußpfiff trennte die Mann- schäften mit dem Resultat 4 1, Ecken 10:3 für Wieseck.
Gießen ld — Alsfeld I 2:0.
Alsfeld war in Gießen zu Gast. Nach Anstoß der Gäste entwickelte sich lebhaftes Feldspiel. Ein für die Einheimischen gegebener Ettmetcr führte zum ersten Erfolg. Noch einmal bis Halbzeit konnte Gießen dem Leder den Weg ins Netz zeigen. Nach Seitenwechsel ^fpielie Alsfeld mit dem Wind im Rücken. Das Spiel nahm nun stetig an Schärfe zu. Drei Mann der Gäste mußten das Feld verlaßen. Dies gab der Mannschaft den Nest, um das Spiel abzubrechen.
Daubringens Erste war in Burkhardsfelden zu Gast. In ber ersten Halbzeit ausge- glichenes Spiel. Rach Seitenwechsel waren bie Gäste tonangebend und konnten bis Schluß das Resultat auf 6:1 für sich entscheiden.
Oppenrod I. hatte auf eigenem Platze Hoch- b o r n I. xu Gast. Die Gäste traten allerdings nur mit acht Mann an unb muhten sich so der zahlenmäßigen Uebettegenhett der Einheimischen mit 7:0 Toren beugen.
Auch Wiesecks Zweite trat nur mit sieben Tlann die Fahrt nach D eilst ein an. Auch dort mußten bie Gäste sich eine 6:0-Niederlage gefallen lafien.
Kinzenbach I. war in Niedergirmes zu Gast. Bei Halbzeit stand das Resultat 0:1 für bie Einheimischen. Nach Seitenwechsel wurden die Gäste überlegener und konnten mit 3:2 das Feld als Sieger verlassen.
Gießens Jugend hatte Trais' Jugend zu Gast und schickte sie mit einer 4:0-Niederlage nach Hause.
Wiesecks Jugend weilte in Klein-Lin- den und mußte sich dort auch eine, allerdings in der Verlängerung erzielte 2.3-Ntederlagc gefallen laßen.
Giehener Tennisttub 1922 e. D. — Tennisklub Kassel-Wilhelmshöhe S: 9.
Dieses Klubwettspiel, das am Sonntag in Kassel ausgetragen wurde, endete mit einer ganz knappen Aiederiage für den Gießener Klub. Konnte Gießen von sechs Herren-Ginzelspielen drer gewinnen, ebenso von vier Mixed-Spielen zwei und dlle drei Herren-Doppelspiele, so kam es ixnnoch durch bte Aieberlage aller vier Gießener Damen im Einzel mit einem Punkt in Rückstand.
3m Herven-Gmzel mußte Kirchner an erster Stelle sich der Taktik und Routine des langjährigen Kasseler Meisters Seebohrn beugen; dagegen gewann Aoll an zweiter Stelle sicher gegen Lindemann. D o st r ö m und K. Fischer sorgten für zwei weitere Pluspunkte, während Hamann und S c r i b a ihre Spiele verloren.
Dre Kasseler Damen verdienen ein Gesamtlob. 5*4. Kempfs und Frl. Berg konnten wenig gegen bie große Spielstürke ihrer Gegnerinnen auSrichten. FrL Stück rätst und Frl. Kuhlmann dagegen gaben sich jeweils erst nach drei starten Sätzen geschlagen. Auch vm Mixed, besonders im ersten und zweiten, bewies sich bie große Klasse ber Kasseler Damen Frau Rohns und Frau DoerrS, bie mit Seebostrn und Schee 1 als Partner kaum zu schlagen waren.
Die Gießener Kombinationen im Herren-Doppel waren dann auf ber ganzen Linie erfolgreich. Durch Tempo unb gutes Aetzspiel schlugen Kirchner-Hamann ben Kassier Matador Seebohm. der sich LooS als Partner ausgesucht hatte, in zwei glatten Sützen. ebenso Hegten Aoll-Boström und Scriba-Fischer sicher.
Verhängnisse.
Vornan von Liesstet Dill.
Copyright by Martin Feuchlwangcr, Halle (Saale).
20 Fortsetzung. Nachdruck verboten.
„Einen glänzenden Küchenchef habt ihr hier", lobte Charles, als tleine Tournedos mit frischen -rüffeln, auf einem Berge von Champignons an- aettchtet, gereicht wurden. Den Salat mochte Re,^ selbst an. Eine Omelette, mit Aprikosen gefüllt, mochte den Schluß. Dann brachte der Kellner Käse und OHL Der Diener letzte das Mokkornaschinchen neben tteirf und rückte das Rauchzeug an den Tisch und deckle ab.
Der Mokka dampfte die beiden saßen am offenen Balkon unb raud »en. (Eine linde Luft strömte herein, ein feiner Duft nach Iosmm und Heliotrop chwer und süß, zog aut. dem blühenden (Barten herauf.
„Ja, es ist schön bter*. sagte Renö, eine frische Zigarre anzundend. „Wer weiß, ob man noch solch einen Sommer erlebt."
»Was sagt denn dein Arzt dazu?" fragte Charte« vorsichtig, denn er fühlte. daß Nenö sehr krank war.
,Ach der. Dem kommt es nur darauf an mich lange hier au behalten. Paris lei Gtst ffir mich Was beißt bei mir noch Gift? Und was bedeutet mir Paris? Bvn seinem Glanze sehe ich höchstens bte Lichter de» Abend». Unb von seinem Duft genieße ick nur da» Benzin der Autos, die zu den Festen fahren, die man früher mit gemacht hat Aber trotzdem ... Diese Lust regt midi an. Hter fühle ich mich bereite wie gestorben. Die Bade- orte, weißt du, find nur für Gesunde ha. Ueberafl fideln die Geigen."
„Du solltest lieber ernstlich etwas für dich tun. Renö."
„Was soll ich denn tun? All« Einspritzungen hat man mir gemacht, unb Gift geschluckt habe ich wie ein Feuertreßer auf ber Meß. unb aufpefabtü hoben mich die Herren rückwärts, daß ich em«- Sehenswürdigkeit war. Ich hm eben zu nichts m>; wert al« zum Verfaulen . Dein Wohl. <tomer' Auf das meint trinken wir nicht mehr *
Sie stießen an.
„Daß wir uns wiedergefehen haben, wie ein Traum ist mir bas", sagte Charles. „Denk' dir, ich habe die ganze Reise immer an dich denken müßen. Immer fiel mir etwa» von dir ein; Odette wurde schon ganz böse."
„So, wurde sic böse ... Ach!"
„Sie sagte: ,Ls ist eine fixe Idee von dir, immer von Renö zu reden, nachdem er sich nie mehr um uns gekümmert hat/ Sie hat ce dir sehr übel- genommen."
..Daß ich mich nicht mehr um euch gekümmert habe?
„Ja! Es war doch früher anders. Da kamst du alle paar Wochen mal nach L., und auf einmal war es wie abgerissen zwischen uns."
„Gott, ja, der Tod deiner Mutter hat vieles gc‘ ändert, aber daran bin ich eigentlich nicht schuw." Dupon strich seine Asche ab.
--Nun, ich doch erst recht »nicht", sagte Charles, und sie schwiegen, da cs klopfte.
Der Diener öffnete bie Tür und fragte: „Sann lwch etwas besorgen, Herr Oberst?"
„Nein, gehen Sie nur zu Ihrer Donna."
Der Diener verschwand.
„Siehst du, das ist mein treuer Begleiter. Jeden Abend rennt er fort in den Park. Da unten sitzt sie schon auf der Dank unb wartet. Den ganzer. Tag, wette ich, denkt er nichts anderes, als daß es endlich Abend wird und er mich ins Bett leacn kann.-
„Qfr ist dreiundzwanzig Jahre all: fei mild, Renö", lächelte Charles.
,Lo, so ist es. Wenn man jung ist, hat man alle Arme voll Freunde und Freundinnen, und ist man alt. so verlaßen sie einen alle."
„Nun, -ch zum Beispiel würde dich nie verlaßen." Charles beugte sich cor unb nahm die Hand des Oreunbes zwischen seine großen Hände. Diese seh- nigt Hund, die einst ben Gaul gezügelt hatte, war welk und schloss geworden wie ein Blumenblatt.
„Siehst bu. wenn du Pflege nötig haft und e» dir einmal in Porr» mcht mehr gefallt ich mein« auf btt Dauer ..."
„Nun, was ist dann?"
.Dann (oinmft bu zu uns."
Xjppn üercnbtrte sich Cs sudv heft«
• t er >- ne i oemagerten uge. und das Augtnliv tenrte sich »d)met herab Charles bemerkt, dös
„Wie schön wäre das, wenn wir dich wieder hätten. Du beziehst das Haus und fährst morgen» in den Wald durch die Felder."
„Ich kenne den Weg", sagte Dupon, „am Kirchhof vorbei."
„Du kannst auch durch die Stadl fahren."
„Das ist noch heiterer ... Diehhändler in Gummimänteln und Neisende in Baumwolle in schmutzigen fieinenmänteln, und dicke Madamen vor den Türen, die ihre Kinder bewachen, oder eine Bäuerin, die thrc Ziege hetmtreibt."
,Llber die Rübe dort. Und dein schönes, stilles Haus. Wir würden den Garten Herrichten laßen, und du hättest dort deine BehaalichkeU."
„Die habe ich in Paris auch."
„Aber die benzinverpestetc Luft, bie Amo», ber Lärm und die vielen Menschen."
^Ich wohne am Parc Monceau. Ich kann nicht ohne Menschen sein.
h2>u wirst sicher auch noch Bekannte in B. finden."
,Lo. aus dem Kirchbos vielleicht. Die anderen? Was sollen die mir? Decigue spielen am Abend, ein jour fix am Donnerst an, wic Madame Dupon, einen Tee mit Damen der Garnison? Ach Charles, diese Äteinftabtfrcuben haben für mich keinen Reiz mehr Ich bleib« am besten in Pan». Dort lebt man wenigsten», solange man lebt, und wenn es aus ist, dann ist es eben au». Dann freut sich mein Diener, daß er endlich da» Geld kriegt."
„Welches Geld?"
„Nun, ick werde ihn doch nicht vergeßen in meinem Testament, meinen treuen Weggenossen, besten Liebe ich mir töalich neu erkaufe."
„Wäre nicht eine Krankenschwester bester für dich?"
„Ach nein, das geht nicht bei mir."
„Weshalb aeh; bas nicht? Monsieur Thirioi. der solche Gicht hat. hat immer eine nette Schwester um sich, eine Nonne von ben grauen Schwestern."
„Eine Nonne?" Rens lädxlh. „Guter Charte». Was für Herrn Thinot gut ist, taugt für mid> feiber nicht; ich bin nicht für graue Schwestern, besonders md)t. wenn sie nett ünb."
„Das weiß ich, aber schließlich wird man hoch auch ttmnol über."
Ät dem Punkt werde ich me all. lieber Freund. Leider, da» ist ja das Secrüda an meiner Kreml beit: brr tbrper farfrt ab, aber bet Geist, ober wenn bu willst, das Herz bleibt immer zwanzig
Sabre oft. Sieb her ..." Er griff nach seinem Schreibtisch, auf dem, sehr hübsch geordnet, eine Reche eleganter, silberner Schreibtischgegeupäode standen. Er reichte Charles einen silbernen «lock, auf dem etwas eingraoiert stand.
„Man ist immer in einer Ecke feine* Herzens zwanzig Jahre alt", buchstabierte Charles.
«Wer hat dir do* geschenkt?"
„Eine Dame", sagte Rens
-Die mit der Hochzeitsreise an der ßoiret*
«Rein, eine andere." Rens fteflte ben Mock wieder fort.
Charles schwieg. Sein Freund war gealtert aber lein Kopf besaß noch jenen faszinierenden Ausdruck, der ihn den Frauen so anziehend gemocht. Diese icharsblükendei!, kühnen Augen, ber sarkastische Äunb, das seingeschnittene, hager« Prosll, unb seine schönen Hönde.
„Wahrhafttg, Rens, bu könntest noch beute eine Frau bezaubern "
„In B. vielleicht", meinte Rens.
..Nein, überall "
„Dazu, mein Sohn, müßte ich Millionen haben. Die modernen Weiber können gut rechnen. Und bei mir spekuliert man bereits auf bte Eroschaft. Meine Rente ist ihnen nicht groß genug--"
»Du host aber doch deine Pensions" meinte Charles.
Renss Augen zuckten leicht. „Ach so, bu btft wohl hergekommen, um mich an etwa» zu erinnern, bat id) vergeßen haben konnte?"
„Aber ich bitte dich. Rens", rief Charles, über beffen ebrlidK» Gesicht es bunteirot stoß. .Das ntmmft du doch wohl nicht von mir an?"
.Ligentlich nicht, aber immerhin ist es gut, daß nnr einmal durch Zufall zulammen gekommen sind. Ich hovk brr immer schreiben wollen, Charte». Aber, siehst du. das Schreiben war nie meine starte
Domen Hoden sich auch immer über meine «ritte beklagt Wenigstens über bie letzten aber wenn meine Briese kurz würben, war mit eben ber -stoss ausgegangen. Bei dir hat er sich anpetammeU im Laus, ber Jahre. Denn ich be» otte« »itd. rtchteiben wollte, was Ich bir zu logen i;ab«, ca» mürbe ein ganze» Buch werden eine cn9 gedruckt, «in Dries, ber um ben Aeouo- ior pinpe. So otef haben mir m zu sogen, o,«s. mehr: ich bir ..."
(Fortsetzung folgt)


