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prdmiieninqämorff in Lich.
T) ß i d) 17. Juli. Der gestrige Rindvieh- unb Schweinemarkt, verbunden mit einer Prämiierung von hessischem Fleckvieh und Vogelsberger Vieh und einer Schafbock-Versteigerung, brachte einen vollen Erfolg. Lum Ferkel markt ausgelrieben waren 443 Ferkel. Bet lebhaftem Absatz wurden bezahlt für Ferkel bl» sechs Wochen 11 bis 13 Mark, sechs bis acht Wochen 13 dis 18 Mark und acht bi» dreizehn Wochen * bis 25 Mark.
Das Ergebnis der Prämiierung war folgendes
Hessische» Fleckvieh.
Jung«ic Bullen, 12 bis 15 Monate :
1. PreioMich. Seipp, Trai»-Mün.jenberg. 2. Rudolf ßetlti; Heuchelheim; tibam Hofmann, Langsdorf. 3. 3)d). Metzger. Oberhörgern; Äarl Vogt >., Lich; Duo Giofil., Reichelsheim. 4. Jftdnr. Gor- lach XII., Eberftavi. Heinrich Weisel IX-, Müschen- heim; DUo Zimmcr, Aldach, Emil Bausch, Langsdorf; Adolf Kleinkurt, Langsdorf
Heitere Bullen: 1. Preis. Gemeinde Long»dorf. 4. Gemeinde Lich-
Hellere Aube: 1- P"i». Hrch. £tuUerlL, Birklar; Äarl Ludw. Albach II., Lich. 2. Phil Keck, Lich; Ludwig Fischer, Lich; Christian .nfcher, L'ch. 3. Heinrich Müller II.. Birklar, Äarl Vogt l Qtdj; Christian Fisa-rr, Lich; Dustao Krausch, B>r ar; Wilh. Deisel. BirNar. 4 Hch. Muller II., Dirk ar; Jak. Wen^l II., Langrdors; Wilh. Weisel, Birklar; Christian Fischer. Lich.
Jüngere Kühe: 1. Preis. 1. Zimmer, Lich. 2. Friedr Fauerbach. Eberstadt; Gustav «rausch, Birklar. 3. Hch. KöhlerIII., Langsdorf; Karl Heinr. Albohn, L.ch; Christian Fischer Lich 4 Heinrich Karl Ludw. Schäfer. Lich; Phil- Keck. Lich; Äarl Vogt I., Lich; Heinrich Scheid III., Harbach; Heinr. Schneider. Birklar; Christoph Koch, Birklar: Peter Dich II., Lich.
Kalbinnen: 1.Preis. Otto KöhlerI. Langs- darf Jak Denzel II., Langsdorf. 2. Rudolf Beith, Heuchelheim; Eduard Pauli, Langsdorf. 3. Heinr. Scheid. Oppenrod; Emil Bausch, Langsdorf; Karl Pfaff, «ffiahenbom. 4. Hrch. Krömer I. Langsdorf; Hch Köhler 111., Langrdors; Karl Christian Wolf, Lich; Heinr. Müller II, Birklar; Wilhelm Weisel, Birklar; Jak. Foi) IV., Langsdorf; Hrch. Krömer, Langsdorf; Christian Fischer, Lich.
Jungrinder: 1. Preis Heinrich. K Ludwig Schäfer, Lich. 2. Ludw. Fischer, Lich; Hermann Jhring, Lich; Peter Dietz I . Lich. 3. Wilh. Gasche Muschenheiin; Peter Dies, II.. Lich; Philipp Keci, Lich. 4. Äarl Hrch. Albohn, Lich: Frdr. Fauerbach, Eberstadt; Heinr. Müller II., Birklar; Ludw. Klös. Steinheim bei Hungen.
Familien: 1. Breis. Hch. Muller I!., Birklar. 2. Philipp Keck, Lich; Heinr. Köhler III., Langs- darf. 3. Karl Ludw. All ach II., Lich; Frdr. Fouer- buch, Ebcrstadt; Heinr. Karl Ludw. Schäfer, Lich; Gustav Krausch, Birklar. 4. Karl Hch. Albohn, Lich.
Bogelebetgec Vieh.
Jüngere Bullen: 1. Preis. Heinr. Walz, Lich. 2. Heinrich Müller, Hattenrod
Heitere Bullen: 1. Preis. Gemeinde Hattenrod. 2. Fr. Ludw. Prinz, Mühlsachfen.
Jungrinder: 1.Preis. Konrad Hch. Walz, Lich; Karl Friedr. Märke. Lich. 2. Konrad Heinrich Schöne. Lich. 3. Karl Friedr. Märle, Lich; Gustav Aff. Dwe., Horbach. 4. Wilh. Sauerwein, Hungen; Karl Will, Horbach.
• Keltere Kühe: 1. Preis. Konr. Hch. Walz, Lich; August Schmaus, Lindenstruth. 2. Friedrich Ludw. Prinz. Mühlsachfen. 3. Karl Christian Lotz, Lich; Frdr. Ludw. Prinz, Mühlsachsen; Joh. Georg Höujer III., Watzenborn. 4. Christian Eise, Lich.
Die mit bunten Bändern ausgezeichneten Tiere wurden nachmittags im Zuge durch die Stadt geführt.
Bei der Schafbock-Versteigerung tarnen von den oufgetriebenen Tieren 15 Stuck zum verkauf.
Der Nachmittag war ausgefüllt durch Dosis- belustigung und Tanz auf dem Adlerplotz.
Lanvkrcio Gies;cn.
ch Klein-Linden. 17. Juli. 3n einer außer- ordentlichen Mitgliederversammlung, die der hiesige Turnverein am Samstagabend in seinem ^etm unter seinem ersten Vorsitzenden, Sattlermeister Weiß. abbielt. wurde die Auf- ftellung einer Altersriege beschlossen; etwa 10 der älteren Mitglieder verpflichteten sich durch Unterschrift zum regelmäßigen Besuch der wöchentlich einmal stattfindenden Turnstunde. 3m nächsten 3ahre kann der Verein auf fein 40jähriges Bestehen »urückblicken 3m Hinblick daraus, daß im nächsten 3obre in unserem Orte schon zwei gröbere Fef.e (ein Radfahrer est und das Fest eines Gcselsicha'tsvcriinSf geplant sind, lieht der Verein von der Qtbbaltunq einer größeren Festlichkeit ab. Degen 3nstandsetzung deS derzeitigen Turnplatzes, der sa auch Turnplatz für die hiesige Dolk-schule ist. soll mit der Gemeinde verhandelt werden. Allgemein bedauert wurde, daß die Frage eines neuen Sportplatzes immer noch nicht gelöst ist. Cs sollen durch den Vorstand weitere Schritte zur Lösung der Frage unternommen werden. Das dieSsäbrige Ab turnen soll am 9. September stattsinten. Mit dem Wturnen soll auch der Kampf um einen gestüteten Wanderpreis ausgetragen werden. Der Dorsltzende stattete den Teilnehmern der Wusterriege. die auf dem diesjährigen Gauturn'est in Butzbach mit ihrem Leiter, dem ersten Tumtoart Trnst Vfaff. das Prädikat .Gut" erhielten, den Dank des Vereins ab.
T Allendorf an der Lahn, 17. Juli. Zu einem gut vorbereiteten Werbabend hatten die Evangelischen Jugendvereinigungen von Klein-Linden unsere Einwohnerschaft am Sonntagabend in den neu bet- gerichtcten Saal der Gastwirtschaft .zur Linde" eingeladen. Eine gut besetzte Kapelle aus Tat» flliebcrn der Iugendvereinigung, etwa 15 Streich-. Zupf- und Blasinstrumente, unter der Leitung von Musiker Willi Lenz. Klein-Linden, eröffnete mit flotten Warschweisen. eiafi und gut Dorgettaoen, die Veranstaltung. Für den ver- bioderten Führer der 3ugendvereinigungen, Pfarrer Gßbel, hielt der Student der Theologie Knie ricm, Klein-Linden, die Ansprache, in der er namentlich Zweck und Ziele der ^ugendvereinigungen klar legte. 3m Mittelpunkt des Abends stand das Theaterstück .Die T^urzgerge" von Holst, das von den Mitwirkenden Lvrzüglich gespielt wurde Reigen der -Wochen und Lieder zur Laute für Burschen und Mädchen wurden, wie auch das Theader- N? V, frönen Musikvorträge mit großem \btijail ausgenommen. Erwähnt seinen noch die Desangsvorträgc des Mädchenchores, geleitet von Sau, Kteiu-Änden. Die ebenfalls viel 2aesemumg und allgemeinen Beifall fanden.
nahmeTt. Bei berrllchstem Sommerwetter bewegte sich ein farbenfroher Festzug der Schuljugend und der drei hiesigen Vereine mit Fahnen durchs Torf zum Festplatz, geführt von der Musil des Turnverciiw und der Streuch- und Mandolinen- lapelle des Gießener Vereins .Wanderlust". 3n einem Sprechchor begrüßten die oberen 3ahr- gängc die Zestgäste. Rach einer Ansprache deS Lehrers Arnold wech'elten Lieder. Dellama- honen, CHS re des Defangvereins .Lorelei". Reigen und turnerische Vorführungen mit Musikbegleitung. Dazwischen trug bie unermüdliche Kapelle der .Wanderlust" flott gespielte Musikstücke vor. die von guter Schulung zeugten, und die alljährlich einen Hauptanziehungspunkt des Festes bilden. Großen Beifall ernteten auch zwei Theaterstückchen. besorrderS .Ser gestohlene Schinken" von Sy Sachs 3n bunter Folge reihten sich daran Spiele der Schuljugend mit Brezel- und Preisverteilung. Cs ist herzerguickend. zu beobachten. wie bei dieser Gelegenheit einmal alles Trennenbe hintangestellt wirb, wie einzia unb allein die ältere Generation sich mit der Heranwachsenden zu gemeinsamer Freude vereinigt.
' 2luS der nördlich en Wetterau. 17. 3ull. Während in der südlichen Wetterau die Wintergerstenernte bereits gedroschen wird, hat iji der nördlichen Wetterau der Schnitt der Wintergerste in vergangener Woche erst begonnen und dauert zur 3eit noch an. Die Tropenhitze der letzten Tage bringt aber auch die anderen Getreidearien zur schnellen Reise. Ende dieser Woche wird der Schnitt des Korns und der Sommergerste beginnen. Bei Hof-Güll wurde heute bereit* das erste Korn geschnitten.
flreid Büdingen.
△ Olibba. 16 3uli. Gestern und heute feierte die Freiwillige Feuerwehr Didba das 3ubelsest ihres bOjührigen Bestehens. Dre Aanze Einwohnerichast unserer Stadt und der nachstgelegenen Dörfer, zahlreiche Wehren b^w. deren Abordnungen und viele auswärtige Gäste aus den Kreisen Büdingen. Gießen und Schotten nahmen an dieser Jubelfeier Anteil und trafen zum Teil schon am Samstag nachmittag hier ein. Die Feierlichkeiten wurden durch eine würdige Totengedenkfeier am neuen Kriegerdenkmal zur Ehrung der im Weltkrieg gefallenen Mitglieder der Wehr, und abends durch einen sehr gut besuchten Kommers am Samstag cingeleitet. Rach herzlichen ^Begrüßungsansprachen des Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr, des Spenglermeisters Heinrich Wolf hier, und des Beigeordneten Heinrich R u l l m a n n . als Vertreter der Stadt, erwiderten die Vertreter der Wehren von Gießen und Büdingen in echt kameradschaftlichem Siime und Geiste Die wenigen noch lebenden Mitbegründer der Wehr und einige andere ältere verdienstvolle Mitglieder erhielten kunstvolle Denkmünzen alö Auszeichnung. Die Geschichte des 3ubel- vercins. sowie des gesamten Feuerlöschwesens in Ridda seit 1700 trug der gründliche Forscher unserer Lokalgeschichte und Sohn unserer Stadt. Studienrat Dr. Karl Kraft hier, in fesselnder Weise vor. Die alte und neue Zeit wurde von zwei Mitgliedern der Feuerwehr in einem Zwiegespräch in Riddaer Mundart trefflich verglichen und dabei die günstigen Einflüsse der Pflicht- und Freiwilligen Feuerwehr hinsichtlich des Gehorsams, des Pflichtgefühls, der Bruder- und Rachstenliebe ihrer Mitglieder gebührend hervorgehoben. Musikstücke der Feuerwehrkapelle, Liedervorträge der beiden hiesigen Gesangvereine wechselten mit vorzüglichen Hebungen des Turnvereins ab. Alle Darbietungen ernteten rauschenden Beifall. Gestern, am Haupt- festtage, wurden nach Empfang der auswärtigen Wehren und Gäste auf dem Marktplatz eine Schulübung und ein Brandangriff von bet 3u- belwehc unter Leitung des Kommandanten H. Wolf vorgefuhrt, die bei allen Fachleuten und den zahlreichen Zuschauern große Bewunderung erregten. Die Beteiligung am Fe stzuge, der sich nach 2 älhr nachmittags unter Führung deS Reitervereins Ridda durch bie reichgeschmückten Straßen der Stadt nach dem Festplahe neben der Turnhalle bewegte, war trotz der drückenden Hitze eine sehr große. Die älteren Wehrleute und die Mitglieder deS Festausschusses fuhren auf geschmückten Wagen und Autos im Zuge; alle hiesigen Vereine, die vielen Wehrleute von auswärts mit mehreren Musukapellen, zahlreiche andere Gäste unb zuletzt die Zugteilnehmer aus der Bürgerschaft boten ein prächtiges Bild Aus dem Zestplatze hielt nach herzlicher Begrüßung der Feftteilnchmer durch Pfarrer Laut hier Regierungsrat Dr. Weber aus Büdingen bie geistvolle Festrede. Darauf entwickelte sich in der Turnhalle unb auf dem angrenzenden schönen Festplahe unter Musik und Tanz in einem großen Festzelte, in der Turnhalle. an Schau- unb Schießbuden ein buntes Volksfest. daS besonder- nach Eintritt der Abendkühle noch reichen Besuch erhielt und bis zum Morgengrauen dauerte. Heute wurden die Feierlichkerten nachmittags mit einem fröhlich verlaufenen Kinderfest, mit Volksbelustigung unb Tanz geschloffen
,7" Ridda. 17. 3uIL Um den Kindern eine ungefährliche Badegelegenheit zu schaffen, hat die Stadt den aiif der Gänsweid befindlichen Eisteich unter Wasser gestellt. Seither pflegten die Äleinen in der Ridda zu baden, was stet- mit Gefahren verknüpft war.
* Kohden. 17. 3ult Gestern nachmittag gegen 5 älhr begab sich der 59 3ahre alte Landwirt Ludwig Kaiser von hier zu einer kurzen Arbeit auf einen Dickwurzacker zwischen hier unb Unter-Schmitten. AlS er nach 7 llhr noch nicht zurückgekchrt war. sandte feine Frau ihren 11 3ahre alten Sohn zu dem Vater. Das Kind sand ihn tot am Rarrde des Ackers liegen. Der Arzt stellte Tod durch Herzschlag fest. Die ganze Gemeinde bringt der schwergeprüften Familie großes Beileid entgegen. well fie keinen Angehörigen hat, der im Betrieb die große Lücke des so jäh Verstorbenen ausfüllen kann.
S. D e r st a d t. 17. 3ali. Die Kleinpflasterung der Provinzialstraße von hier bis Utphe ist nunmehr beendet und die Strecke wieder dem Verkehr freiaegeben worden. Rach- dem im Dorjahrc die Anschluhstrecke Utphe^— 3nheiden gepflastert und daS chaussierte Stück 3nheiden—Hungen kürzlich frisch geteert wurde, befindet sich ein gut Teil der wichtiaen Wetterauer DurchgangSstrahc Hungen—Friedberg in tadellosem Zustand.
V Ortenberg. 17. 3ulu Unter sehr starker Beteiligung der Bevölkerung von Ortenberg unb Umgebung fand am Sonntag hier das DezirkSkriegerfest der Krieger- kameradschatt .Hassia" statt. DaS Fest wurde am Samstagabend durch einen Kom -
/ Mainzlar. 17. 3uli. 3n der jüngsten SemeinderatSsitzung stand u. a. auch wieder die Sportplatz - Frage zur Beratung Der f. 3. bei iucherscus ausgestellte Voranschlag sah für bie vollständige 3nslandsetzung rund 3000 Ml. vor Der Gemeindeverttetung erlchien diese Summe damals außerordentlich hoch. Rach einer nochmaligen Ueöerprüfung glaubt man nun auch mit 1300 Wk. auskommen zu können. Jedoch auch dieser Betrag erlcheint dem Gemeinderat noch zu hoch, da es sich doch nur um einige Planierungsarbeit en handelt Da im Voranschlag für 1928 für diese Arbeit nichts vorgesehen ist. wurde die Angelegenhell für eine fpätere Sitzung zurückgestellt Diel gellaat wirb bei der gegen wattigen Hitze wieder Üoer die Staubplage im Orte. Der ®emeinberat, der in einer früheren Sitzung schon den Bürgermeister beauftragt bat. durch ortsübliche Bekanntmachung die Anwohner zum Begießen der Hauptstraßen auszufor- bem — teiwleise wird dies ja schon getan —, stellte zu seinem Bedauern fest, daß dieS bis jetzt noch nicht geschehen ist. Der Bürgermeister wurde damit erneut beauftragt. — Der Schaden, den das letzte Hagelwetter angerichtet hat, ist doch viel größer. alS man zuerst annahm. Besonders in dem nach der Gemarkung Staufenberg angrenzenden GemarkungSteil sieht man ganze Aecker enlttppter Dickwurzpflanzen und abgeschlagenen KattosfelkrauteS. Auch der Raps ist zu Dreivietteln ausgeschladen aus den Aeckern liegen geblieben, so daß diese Ernte f a st keinen Ertrag liefert.
X Großen-Buseck. 17. Juli. Bei starker Beteiligung aus der Gemeinde unb von auswärtigen Mil'ionssreunden fanb am Sonntag in unserer Kirche das Dekanats-Mission s s e st statt. 3m Festgottesdienst, zu dessen Verschönerung ein Schülerchor unter Leitung von Rektor 3nderthal unb der hiesige Posaunenchor wesentlich beitrugen, versah der Ortsgeistliche den Altardienst; in feiner packenden Festpredigt zeigte Pfarrer Schäfer (Bad-Rau- beim) in den heidnischen Völkern den armen Lazarus, der vor der Tür deS durch das Ehristen- tum reich gewordenen Europa liegt. Dekan ® u firn ann (Kirchberg) grüßte die Gemeinde im Hainen deS Dekanats unb gab in Zahlen ein Bild von den Missionsleistungen der DetanatS- gemeinden; unter diesen bekam eine besondere Anerkennung A11endor, an der Lumda; iucb Gießen entwickelt eine verstärkte Tätigkeit. Rach einer Kasjcepause zeigte in der Rach- üerfammlung. ebenfalls in der Kirche Missionar Lauk (Frankfurt a. M.) die verschiedenen Röte Chinas, unter denen bie geistige Rot bie größte ist; sein zeitgemäßer Tert. 3oh. 4. 35. 36 ermunterte zu viel Ernteeifer und Erntefreude auch auf diesem Feld. 3n seinem Schlußwort bankte der Ortsgeistllche. Pfarrer Kalb Henn, allen, die mitgeholfen zum Gelingen des schönen Festes, dessen ertrag neben einer Festkollekte von über ICO Wk. und Erlös auS verkauften MisfionS- schristen von 20 Mk. nicht zuletzt auch eine Steigerung deS Missivnseisers der Gemeinde sein möge.
)( BerSrod. 17.3ulL Der Verband der oberhessischen Pvsaunenchöre feiert am nächsten Sonntag in unserer Gemeinde sein 2 3. 3 ahreSfest. 3m Festgottesdienst wird Pfarrer Weber, Holzheim, predigen, im Wald- gotteSdienst am Rachmittag werden Pfarrer M a r g u t h, Winnerod. Pfarrer ® raubt, Rieder-Erlenbach, Oberkirchenral Wagner, Gießen, und Pfarrer Lenz, Gießen, sprechen. Die Ehöre stehen in beiden Gottesdiensten unter Leitung von Doller, Lang-GönS.
-.- Watzenborn-Steinberg, 17. 3ult Am Sonntag fand die Gausahrt des Turn- gaueS Wetterau im Offenheimer Wäldchen unter reger Delelligung bet angeschlossenen Vereine statt. Zu bem Wetturnen halten die einzelnen Vereine durchweg chre besten Kräfte entlaubt, fo baß bie Bewerber sich vor keine leichte Aufgabe gestelll sahen, zumal auch bie heiße Witterung sich für bie Turner in recht unangenehmer Weise bemerkbar machte. Auch der hiesige, im Jahre 1907 gegründete Turnverein „Gut Heil" war mit einigen Wetl- turnern vertreten. 3n der Oberstufe konnte Wilhelm Zipfe unter 55 zum Dell gleichwertigen Mitbewerbern mit 196 Punkten oen 1. Preis erringen. Es ist dies für ben Preisträger, wie auch für den Verein ein ganz besonderer Erfolg. Weiter errang m bet Oberstufe den 7. Preis Karl P i tz (176) unb ben 23. Preis Ernst Echä - ter (119). 3n bet Unterstufe bei 147 Mitbewerbern errangen Preise: Karl Wehrum 12. Preis (231); Heinrich Schmanbt 32. Preis (190); Karl 3ung 43. Preis (176). Diese anerkennenswerte Leistungen dürften ein Ansporn für bie übrigen Dereinsmitglieber sein, bie mit nur wenigen Punkten unterlegen waren, oder sich noch nicht an den regelmäßig ftatlfinbenben Hebungen laufend beteiligen. An geeigneten Kräften fehlt es bem Verein nicht.
=-= Lich. 17.31UL Unter freudiger Anteilnahme der ganzen Bevölkerung fanb am Sonntag das diesjährige stäbtifche 3ugendfest statt Um 11 Uhr wurde eine Feier in der Kinderfchule abgehalten, bei der Bürgermeister Geil eine Ansprache hielt. Die Kinder trugen ®ebid)te vor. fangen unb spielten unb zogen mit einer großen Brezel beschenkt, Ire übest roh lend ab. Rach einem ZestgotteSdienst am Rachmlltag, in bem Stiftspfarrer Lic. Schor- lemmer prebigte. unb nach einer Kaffeepaufe stellte sich um 2.45 Uhr am Rathaus ein großer Z e st z u g auf, an dem sämtliche Vereine mit ihren Zahnen unter Voran tritt der Kapelle, des Stadt- unb Schulvorstandes teilnahmen. Auf dem wundervoll gelegenen Hardtberg ange- kommen, begrüßte em Schülerchor unter Leitung von Lehrer Stein die fehr zahlreich erfälenenen Zestgäste; Lehrer Meckel richtete in seiner Festansprache beherzigenswerte Wotte sowohl an die Kinder alS auch an die Ellern unb brachte ein Hoch auf das deutsche Vaterland aus, m bad bk Menge freudig einstimmte und das sie mit dem Deutschlandlied beantwortete. Die Kinder vergnügten sich daraus mit Sier lausen, Springen. Wettlaufen ober versuchten ihr Glück am Kletter- bzw. Sch webe bäum. Die trotz der Hitze unermüdlich konzertkrende Feuerwehrkapelle, bk Ge- songvereine unb bet Turn verein fötalen dafür, daß auch bk Erwachsenen die nötige Unterhaltung hatten. Do vergingen bie Stunden schnell, bis am Abend Eltern unb Kinder in gemeinsamem Zug wieder zur Stabt zurück- marschietten, m bem Bewußtsein, wieder einmal ein rechtes 3ugend- und BoüSfest miterlebt zu haben.
S. Utphe. 17.3ult Auch das diesjährige Jugendsest am Sonntag gestaltete sich zu einem Volksfest, an dem außer der gesamten Einwohnerschaft auch zahlreiche Auswärtige teil
meri auf dem Festplatz eröffnet, bei welchem der Turnverein durch seine efaften Vorführungen sehr zur Unterhaltung beitrug. Der Hauptfesttag wurde am Sonntag durch einen ZestgotteSdienst in der Kirche eingeleitet, in welchem der neue OttSgeistliche sprach Kurz nach dem Gottesdienst trafen die ersten Sonder- züge au# den Richtungen Stockheim und Gedern ein, die über Erwarteviele Festgäste brachten. Sämtliche Vereine hatten ihre Fahnen init- gebracht. Rach dem die neu zu weihende Fahne unter Begleitung der übrigen DereinSfahnen abgcbolt war, setzte sich der große, von vielen Musikkapellen begleitete Zestzug durch die mit reichem Zlaggcnschmuck versehenen Straßen In Bewegung Der Festakt begann mit einem Musikvonrag der Feuerwehrkapelle Der erste Vorsitzende deS KriegervereinS St re über, begrüßte alle Erschienenen herzlich. Der Kriegsopfer wurde durch eine Minute stillen GedenkeirS mit entblößtem Hauvte gedacht. Darauf spielte die Kapelle den ersten 2kr6 von .3d> bart’ einen Kameraden." Elisabeth Göllner trug nach der Begrüßungsansprache einen gehaltvollen Prolog vor. Die anschließende Festrede hielt Pfarrer Letz in g. 3n klarer Weise schilderte er bie wahre Bedeutung der Fahne. Während diese für den Soldaten in Friedens- wie in Kriegszeiten alS höchste» und heiligstes Zeichen galt, dem nachzustreben jeder befltffcn war. soll sie jetzt für unS sein ein Wahrzeichen leuchtender Ehre, sowohl Standes- und Familienehre, als auch Heimat- und Soldatenehre. weiter cm Zeichen brüberlidjcr Kameradschaft und das HofsnungSzeichen einer besseren Zukunft. 3n diesem Sinne weihte er die Zahne mit dem Wunsche, daß der Crtenfcergcr Kriegerverein unter ihr weiter erstarken und blühen möge. Rach ilebergabc der Zahne an den Fahnenträger trug der Gesangverein »Frohsinn" unter Führung seines Dirigenten. LehrerS Earl, den prachtvollen Weihechor: ^DaterlandSliebe" vor. RamenS der ^Haffia" Darmstadt begrüßte der zweite Dczirksvorsitzende, Stein (Hirzenhain), und überreichte im Austrag des Präsidiums einen Fahnennagel und vom Bezirk eine Fahnen- fchleise. Rach einem dreifachen Hurra auf unseren Hertti Reichspräsidenten fang die Festversammlung das Deutschlandlied. Bürgermeister Pfeifer begrüßte lm Ramen der Stadt. Dr. Ohly (Altenstadt) überbrachte die Glückwünsche seines Bezirks und wünschte dem Ortenberger Verein einen glänzenden Aufstieg. Für den Gesangverein ..Frohsinn" überreichte Beigeordneter Carl, für den Schützenverern .Fabrikant Schmidt, für das QKännerquartett 1924 Gerichtsvollzieher i.R. Meyer, für die Feuer- irefir Fr. Lenz, für den Fußballklub 07 Crienberg Installateur Schweikher je einen wertvollen Fahnennagel. Die Glückwünsäx deS Turnverems überbrachte Kaufmann Meister, diejenigen des 3ugcnbquartctt3 Herr Köhler. Das Vorstandsmitglied Dr. Löffler dankte allen Rednern und Deretnen für die wohlgemeinten Worte und die Geschenke. Rach dem offiziellen Festakt fand daS übliche VolkSiest statt, während am folgenden Tage die Schule ihr 3 u g e n d f e st abhielt.
ArciS Schotten.
ch Schotten. 17. Juli. Die im vorigen Jahre begonnene Helmatforschung macht gute Fortschritte. Von einer ganzen Reih« Gemeinden liegen bereits die Flurnamen gesammelt vor. Die Sammlungen sind mit schönen Gewann- unb Gemarkungskarten versehen. GS lassen sich daraus Schlüsse ziehen auf die Entstehung her einzelnen Siedlungen unb auf eine gaiue Reihe von geschichtlichen und heimatlichen Ereignissen. Sehr wertvoll ist es, die einzelnen Gemeinden in ihrer Flurnamengebung mit einander zu vergleichen, wobei man 5 Bezirke unterscheiden kann, nämlich OstkreiS mit Gedern, Mittelkreis mit den beiden Bezirken Schotten unb ben Gemeinden des alten Gerichtsbezirks Burkhards. Westkreüs mit dem Mittelpunkt Laubach und Rordkreis mit Dodenhausen II und Ulrichstein.
O Breungeshain, 17. 3ulL Einen traurigen Anblick bietet der nahe Turm aus dem Taufstein. Die Fenster sind eingeschlagen. Mauerwerk und Türen beschädigt unb beschmiert. ES ist schabe, daß es nicht gelang, diejenigen zu ermitteln, bie hier ihr schandbares Handwett getrieben haben. Eigentlich sollte eS felbstverstälchlich fein, baß man Den mit so vielen Kosten errichteten Turm auf dem höchsten hessischen Berg in Schuh nähme.
_L Glashütten, 17.3uIL Der am vorigen Dienstag am Ortsausgang von Oberlais von einem Unfall betroffenen Karl Zaubert von hier (ein Pferd hatte ihn geschlagsn) formte nach kurzer Behandlung im Gederner Krankenhaus wieder zur Entlassung kommen. Glücklicherweise waren bie Verletzungen nur lei chter Ratur.
± Au» dem südlichen Vogelsberg, 17.3uli. Die Heuernte ist nun allenthalben beendet. Mll bem GraebniS ist der Dauer durchaus zufrieden. Da m anderen Gegenden Süddeutschlands die Heuernte geringe Ertragnisse gebracht htt. wird auch ein guter Preis für da» Heu bezahlt. Für den Z«rtner werden 3L0 bis 4 Mart geboten.
± OberlaiS. 17. Juli 3m Saale de» Gastwirts Heim ich Theiß fanb am Sonntagnachmittag die ordentlich Deneralvettammlung der yiesiaen Spar- und DarlehnSkaffe statt. Die Versammlung wurde vom Präsidenten deS Auf- sichtLrates, Friedrich Preu sch, geleitet. Den Geschäftsbericht deS Vorstandes erstattete der Rechner Adolf Simon. DaS 3ahr 1927 zeigt ein erfreuliches Bild: Bei einer Bilanz pon rund 62 000 Mark betrugen die Spareinlagen 17 000 Mark, ein Vertag, der gewiß sehr beträchtlich zu nennen ifL AIS Reingewinn weist die Rechnutrg ben Betrag von fast 1000 Mark auf. Da gegen die Rechnung ein Einspruch nicht erhoben wurde, formte dem Vorstand unb dem Aufsichtsrat Entlastung erteilt werden. Der Reingewinn wurde wie folgt verteilt: 10 Prozent Dividende auf bie Geschäftsanteile, der Rest je zur Hälfte auf Reservefonds unb DetriebS- rücflage. 3n den Vorstand wurde Maurermeister Louis Werner unb in den Aufsichtsrat Landwirt Adolf Götz durch Zuruf einstimmig wieder- gewählt. Der MitgliederstaTrd weist einen Zugang von drei Genossen auf, so daß Ende 1927 bie Kaffe 102 Mitglieder harte.
Aus dem Amtsvei-kündigungsblatt.
* DaS AmtsverkündigungSblatL Ur. 52 vom 17. 3uli enthält: Straßensperre-Aufhebung. — Tagung des Deutschen Dorfkirchen- verbandes zu Dießen. — Erteilung von Urlaub an Lehrer.


