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Portugal
Darwso und Zoc< tiwohner wesen ’> W geraten und hcki •affen und lauter.- einander gekokt jetBtet und zahl'
Mu« her Prvvin^iashaupistihi.
Rieften, ten !8. 3uni 1325.
(Zchirlausflüge.
.aiU, matfr doch endlich deine 6<fru'.aul(;al.enr .Wer Hutter, haft du« denn schon w'eter vergessen?^
. Ach |o. ihr gehl ja morgen spazieren. Ta» ist freilich etwa« andere«. Da muh t ch wohl etwa« zurecht machen?"
."Natürlich, ich muh viel mttnefrmen. Wir kommen er ft am späten Nachmittag zurück."
.Wa« soll ich denn all in deinen Ttudfod tcdenF
.Sri® Müller nimmt kalten "Braten und eine '.lasche Aepfelwein mit"
. 2So denkft du hin? Braten Haden wir eben richt. und Aepfelwein mitzunehmen, ist ganz rerkehrt Er schmeckt dir ja nicht. Ter Lehrer t i.l« sicher auch nicht Waben."
.Aber Äpfel!inen krieg ich doch mit?"
_3q, Obst und "Butterbrote, auch kalten Äajee. <enn die Milch wird sauer. Wie ist « mit einer Ta'cl Schokolade?^
.0. das wird fein. Mutter. Schokolade notür» Ich auch." —
Sie Mutter gebt an die Vorbereitungen, wählend der kleine -an« in der Vorfreude schwelgt. Schulousflua' Ein Höhepunkt in feinem jungen n' WoS <H>I er gern zur Schule, (ernt auch tüchtig. ober die Ferien sind Ifrm doch da« I cbfte. Und dann der Spaziergang! Was gibt« Va alle« zu sehen! Ter Lehrer ist da auch ganz ander« wie sonst. 8r ist viel !uf:rer. und sprechen dürfen olle durcheinander.
Morgen fahren sie zum erstenmal zusammen Li der Eifenbahn. Sie bekämen einen besonderen Dogen, hatte der Lehrer getagt Da« wird sicher fein. Wenn nur da« Wet'.er hält! Beständig läuft er hin au« und schaut nach dem Himmel, die Sonne ist oft von Wolken tetedt Er klopft an da« Barometer. Gott fei Dank! E« steigt Gr ruft der Mutter ein AbschiedZwort zu und geht za feinen Kameraden auf d e Strohe.
Natürlich ist der 2üi*flug heute da« Ee- 'hrächsthemo. Hon« macht arofjc Augen, als er ■»art. wo« feine Schulgenol^en alle« mitnehmen wollen.
Aber al« er abend« heimkvmmt und feine Dünsche Dorbrtngt. lacht ihn feine Mutter au& Laß sie nur! Da« brauchen wir alle« nicht Du 'vllst sehen, die schleppen sich ab. und nachher müssen fie es wieder Heimbringen. 3d) habe dir itoei tüchtige Butterbrote, ein« mit Wurst, ein» »«packt 3n der Flasche ist Kaf'ee. and dann hast >4 noch vier ApseMnen, eine Ta'el Schokolade rnd etwa« in der Xfite.“
.Wa« ist da«?" Han« guckt neugierig hinein.
.Da« ist gedörrte« Obst."
.Bein, da« brauch ich nicht." sagt er enttäuscht .Nimm S nur mit. du wirst sehen, es ist da« hefte Mittel gegen den Durst Wenn die Sonne beiß scheint und ihr womöglich einen Berg besteigt bann laust du c ine getrocknete Pflaume oder eine Aprikose, und du wirst sehen, wie dein Durst hergebt Weiht du nicht mehr, tote dir da« Obst ncschmeckl hat, al« wir im vorigen 3ahr verreist oarenV
-n trttualfe.
über dem A ter heften, tn. M frttMuq t \^oM» al|f iepe ottmi^L 6> .ngsboote btt Set . t Mch leine Spur ? hren an größeren &-■ [genommen werden, kcf troffen hol
erlaae.
3a. schon, ober die andern fugen Kaubonbon« R iMren besser "
Ach, lah doch da« Zeug! Da« ist eine amerikanische Sitte Wir bleiben lieber beim Obst Sollst r 'rhen. du bist mir noch dankbar für die Tüte.
V;tt morgen die ganze Schule?"
.Nein, nur unsere Älafc. Die andern gehen ■ 'odter. sie fahren aber nicht mit der Eisenbahn. .'>tlni hat mir gesagt, dah er sich gar nicht auf ten KloNenspoAieraana freut"
.Worum denn nicht?"
.Weil sic am andern Tag dann immer einen \ Aufsatz schreiben mühten. Da« tut er gar nicht H fern." .
. Ommer?“
W
*/|? geht ja euer Zug. " —
Welche Bilder mögen den kleinen Wanderer in. feinen Träumen umschweben?! Freuen wir un« mit ihm. und nehmen wir Teil an feinem Glück! ILar« doch bei und früher auch so. Unb wenn trir unsere Schuljahre Überblicken, leuchten die ^«Sullpoziergänge heute noch hervor al« besonder« «Höne Erlebnisse. Wenn du auch vielleicht allein he'fcr die Schönheiten deine« Vaterlandes dir irDanbcrn kannst, in der 3uaendzeit wollen wir Ufellichaft haben. Muntere Lieder und muntere feberntoorte muffen an« begleiten. Immer mehr lieht man ja ein, dah Wandern und Spielen r.re Lebensnotwendigkcit find.
Tür den Lehrer ist es ja feine leichte Ausgabe, I) bi« 50 Schüler, manchmal noch mehr, einen langen Tag zu beaufsichtigens denn Gefahren daicm überall. Sei e« in der Ellenbahn, sei es tn einer verkehr «reichen Stadt.
llnveraefllich ist mir noch die ^eitungSnotu rcyn vorigen 3abr. in der mitgeteilt wurde, dah - Ostpreußen ein Boot, das einen Tcll einer kchulkiasfe über einen See bringen foMe. unter» ri-.g. Die Halste der Kinder ertrank und der mehrer auch. Vielleicht war es für den Lehrer so :n besten. Senn was sollte er den armen Eltern ' en, wenn sie nach ihren Kindern fragten?
?och darf ein solche« Unglück nicht die Tcc- nr'aslung fein, nun zu sagen: Wir gefen grund- iiHlich nicht mehr spazieren. Nein! Wenn unsere Ritter ihr Vaterland richtig kennen und Neben ernen sollen, dann muffen fie wandern, dann riffen wir ihnen die Schönheiten der Heimat .eizen. Unb es freut mich, dah besonders in den ! >xren Klaffen immer mehr größere, rnehr- efige Wanderungen unternommen werden. Das - tarn heute mit ganz geringen Mitteln gemacht reiben, denn die Hauptschwierigfeit. das Hebet- iahten, wird durch die zahlreiche.-. Jugendherbergen. die in ganz Deutschland sind. I i'.änzend gelöst. Die Gründung unb der Ausbau kx deutschen Jugendherbergen ist eine wirkliche > Jet gewesen. Wenn die Kinder bei SchnlauS- Ujcn einmal diese Herbergen tennengelernt »"ben. dann werden sie auch später nach der fchulenttassung gern und oft darin tinfefrrtn.
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,3a. jedesmal, wenn etwa« passiert, müssen '» darüber schreiben. Weiht du es denn nicht p -irhr? Wir muhten es ja voriges Jahr auch so N machen. Da« ist gar nicht schön. Nachher muh tenn jeder ,einen Aufsah vorlesen. Da gibt« ;ar oft zu lachen. Erwin Müller hatte einmal chrieben: Un'er Schulau«flug. Gestern haben mir einen groben Au-slug gemacht. Schon um ‘xnf 11 bt ging« in die Hofen... Do hat auch ö-r Lehrer mitgelacht. Aber in unserer K'alle brauchen wir nicht mehr über den Schulausslug schreiben"
.So, nun ist » aber genug. Ieht geh in dein 3<tt. damit du morgen auch heraus kannst. Um
50 Zähre
Oberhessischer lAeschichisverein.
Am 15.3unt 1S78 wurde tm Eafs Ekel ein Oberhefs.scher Verein ür Lokalgefchtchte gegründet. D-e Anregung dazu wat von den Pro esso- ten D Orden. Karl Garet« Provinzial- birdlor Boclmaan. Bürgermeis t- B r a m n und Gcf.chtsak-esfift Irle ausgegangen. Zum Vori.-enden wurde -Aro c or S arei« iM: jh.t zum Sch ritführer E<. ch salz:I ist I r l e. zum Archre. Dr. med. Klew11», zum Ve.walier der All e r. umSlammlung Pro'. Hoffmann und zum Bibllochelar Dr. O; o Buchner Schon da« erste Jahr lieh eine rege Tätigkeit de« Bete ins erkennen. Die Mitg.teberzahl war Un Mai 1879 schon aus 165 gelt.egen, daoon 133 au« Giesten. E« war ein Mufeum ,ür antike und miJelalter- liche Funde und eine Bi » iothel begründet worden. 1833 gab Pros Gare.« den Votsift an Prof. ».Bilgen ab, ken Wiederherfteller der Wartbura. 1389 wurde bet Name de« "Benins in „OberHefs> cher Ge ch'.ch ..e in" umgetranbei: und Pros. J r b r. v dAopp an Nitgen« S elle zum Vorlchendea gewählt, dem 1891 Proi. Höhlbaum folgte. P.of O:to Buchner übernahm bic Gclchä te de« Beteirüoor iRenten im November 1895. Zwei Jahre später trat Prof. Höh 1 baum wieder an die Spitze deS Ve e ns, helfen Progra .. unk.e einer Nevt ion unterzogen und neue 21 c^«gebiete '«stgelegt wurden au« dem da nur.« err.chte.en Ausfchuh für Vollskunde hat f,ch de heu ige ^Hetslschr Dere.nig'mg lür Vol^kunde" entwickel:. Die Leitung ".<» Museums, das nun im neuen Schloß unlctgeiiradh. wat, übernahm an Pro'. Buchner« Stelle Har-p mann a. 'S). Eramet, bet fie bi« zu feinem im An ang des Jahres 1928 erfolgten Tod beh ell. Seit Zebcuat 1903 ist Geheime Nat B e h a g h e l der Borf .fronte des Bcre.nS.
Heb«r die Tätigkeit des Verein« fei hier nur wenige« nenne.I. Die 21-1 .üge ber Mi.glieder, die vom Somme. 1878 a.) nach den verschiedensten, geschichttich in.c.e anten Otten ausge- lührt wurden, sind auch l.eu.e noch üblich. Ebenso werten, wie vom ersten Jahre ab. in iedem Winter einige Vorträge gehalten, die sich mit einem geschichtlichen Gegenstand unserer Provinz und ihrer näheren Umgebung zu belcfräftigcn pflegen. Nach Möglichkeit erscheint alljährlich ein Band der „Mttleilunzen", ter den Mit- gliedern unentgeltlich zugestelll wird. Diele Zeitschrift en.häll vom ersten Band (1879) ab wissenschaftliche Forschungteraebnifle aus älterer und neuerer Zeil, geschichtliche Darstellungen aus ber Vergangenheit Oberhesfens unb ber angrenzenden ®cb;e.e. den Jahresbericht de« Vereins und die Zahreslenchte des Museum«. Damit bildet der Gelchichtsve.ein einer wich.igen Faktor für ba« kullurelle Leben unserer cnge.cn Heimat unb verdient die Unlerftüfrung aller VevöllerungSkreise.
Bolkskunstabend der Volkshochschule.
Der musikalische Abend der Volkshochschule am Samötag stand im Zeichen Franz Schubert«, des llnvetgängltchen, dessen 100. Todestag« in diesem Jahre überall gedacht wird, •mberi war in erster Lulle der Meister des Lrede«, man kann sagen, der Schöpfer bei Liedes, der in genialer Art ba« Wert fortführen unb vollenden konnte, da« schon aitbere vor ihm unb zu feiner Zeit begonnen hatten. Aber er war es schllestllch erst, ber es zu seiner höchsten Höhe emporhob und ihm dabei den Stempel feines Wesens, seiner Art der Tonfprache auf- drückte, unb ihm fo ilnfterblileit gab. Schubert- ureigenstes Musizieren wurzelt im melodischen ®lement und die Fülle seiner Einfälle und Gedanken aetoinnt stet« feste Form unb Gestalt in der Melodie 3n seinen Symphonien und Klavierwerken zeigt sich daher auch überall da« Melodische als Träger der Dedankenaussprache. Nie versiegt der Born, immer neue Weisen entströmen ihm, unb feinen Liedern entquillt stet- von neuem die Kraft und Schönheit, die sie uns in unterer rhychmusgepeitschten melodie- armen Zeit so besonder« lieb unb wert machen. Von solch zwingender Kraft aber ist feine Musik, datz es nicht de« Tertes bedarf, um in feinen Liedern ihn und uns selber erleben zu können.
Frau Cläre Schlesier-Altmann (Klavier) unb Frau Minna Wolf (Cbefana) waren zur Äusserung des geschmackvoll zu'ammen- gestellten Programm« gewonnen worden. Das Impromptu 6-Dur leitete den Abend ein. Hier Schubert in schönster Gestalt. Breite, ruhige Bah'chritte, lebhafte "Bewegung in ber Mittet- stimme und eine Melodie von unendlicher Tiefe und Innigkeit darüber. DaS folgende 3m- promptu-äs-Dur atmet Fröhlichkeit, Lebenslust und Mufizierfrcudigkeit. Der düstere cäL-Moll Hingt fast wie eine "Damuna. aber bas Frohe behält bie Oberhand und die luftige Sechs- zehntelbeweaung fteigert 'ich zu fchwungvollem Ab'chlust. Frau Tcvlesier-Allmann war den beiden Werken eine gewifsenhafle und musikalische Interpretin, die die Eigenarten und Schönheiten der Stücke wohl zur Geltung brachte. 3n den beiden Scherzi wurde un« Schubert von der heiteren Seite gezeigt. AuS chnen spricht da« Wiener BoUbluneu'ilantentum, das sich um bas Morgen nicht kümmert, solange e« heute seine gute Laune hat Auch hier konnte Frau Schlener-Altmann bei der stilgerechten, technisch sauber unb einwandfreien Wiedergabe den Zuhörern Schubert« 'Wesensart vermitteln. Bei dem ll-Dur-Scherzo wäre durch etwa« leb» ha'lcres Tempo die Grazie und Anmut, bie diesem Stück innewohnt, noch besser zur Geltung gclontmen. Sehr ‘iön wurde die Vortrags- folge durch die Drut'chen Tänze abgeschlossen, bic. ebenfalls musikalisch und rhnchm'.tch straff oorgetragen. ihre "Wirlung gamicht verfehlen konnten.
Zwischen den eiuzelne-n KIaviervortrdgcu fang Frau Minna Wolf sechs Lieder. Frau Woll verfügt über ausge^ichnetes. durchgeblldeteS etimmatcrial. dessen Klang in jeder Lage warm und weich ist. und über eine Musikalität, die sie zu einer brionber« ausdrucksvollen Wiedergabe befähigt. .Lachen und Deinen'". .An die Mufll", und .WohinT fang sie gehaltvoll unb unter Verzicht auf jebc Aeuherlichreil. .An tue Mulik", diese Dankeshr-mne Schuberts an die heilige Kunst, gelang ihr ausgezeichnet, aber wußte sie auch der leichten Nüssiglell bet Melodie des .Wohin?" gerecht zu Serben. .Musensohn". .Aus den "Da fern zu fingen" unb .Seligkeit" wurden von ihr mit gleicher Feinheit der Auffassung unb ter thhchwi ch:n und dynann'chen Differenzierung tote berge ^eb-m.
Frau Schlesier-Altmann bewältigte bie nicht immer leichte Aulgabe ber Begleitung ber Lieder mit sicherem feinfühligem Anpassungsvermögen.
Der sehr h-rzllche Beifall war verdient unb nötigte F au Wol. noch zur Wiederholung von .Selra.... und .Wohin «n er olgrmchcr Abend für die Ausführenden- Bedauerlich bki?t nur. bast ter Besuch des Konzerts leitet nicht so war. wie es solche Veranstaltungen der Volks- Hoch chule verdienten.
l<tca für rienfrlag. 19 3nni
Sonnennufflang 48 Ubr Sonnenuntergang 20 19 Uhr. — Mondaufgang 4.55 Uhr, Monduni.rgang 22.23 Uhr.
1623: ber Philosoph Blaise Pa°<al in Clrrmont Ferrond geboren: — 1650 der Kupferstecher Mat- tfräu» Merian d. Le. in Lchwatdach g.ftoitcn, — 1792; der Dichter Gustav bchwab in etuttoart ge« vorev: — 1861: der Bildhauer Start ScRncr in Leipzig geboren; — 1884: der Maler Ludwig ■JL(frier in Dresden gestorben.
Bornotizen.
— Tapeskalender für Montag. Lichtspielhaus, Bahnhofftraste: „Lcosationsprozeh'. — Astoria-Lichtspiele: ,^a» ®cfafrrcnfignale.
" Fahrplanverbesferunaenbeider NeichSbahn. Ab 1. 3uli halten u»e P< 709 D. Frankfurt a. M—Gicstcn. Ankunft 1.01. und 771 So Frank'urt a. Bl.—(Sieben, Ankunft 1.41, in Lang-G^nS unb Groben-Lln- ben. Pz. 709 D. trifft alsdann um 1.03 und 771 So. um 1.43 in besten ein. Ab 1. 3uli verkehrt zwilchen Wetzl a r unb Brand- oberndorf und zurück Sonn- unb feiertags ein neue« 6onniag«xugpaar in nachsteh.'nten Plänen: Pz. 1728, Der se.lher nur werktags verkehrte, rerlefrrt täglich, Wetzlar ab 14.31. Brandoberndors an 15.18. Der ©egeiuig P. 1731 verkehrt Sonntag« Brant)ob.rnborf ab 18 05. Wetzlar an 18.54 Zu die>n Sonntagszugeu wird der "Lnfchluh in Wetzlar mit Pz. 416 Gies-en —Koblenz. Viehen ab 14.01 und Pz. 1632 Köln— Giehen, Weylar ab 19.18. Giesten an 19.3c, er
reicht.
" Strabenspcrre. Wegen Änsführuna von Pflasterarbeiten ist die Kirchstrahe vom 3. Po- üvirepicr bis zum (Eingang der Peftalozztjchule für die Dauer von drei Tagen für allen Personenverkehr polizeilich gesperrt.
•• Gastspiel Lilla ©urleuf Im Stadttheater Diesten. Aus dem Stadt- tfreatetbuteau wird uns g:sch?ieoen: Lilla Du- r i c u r, eine ber apartesten Persönlichkeiten ber deutschen Bühne, hat in Ma uahams Schauspiel ..Der Briet" ihr Glanzstück gefunten. Du- rieur. die ehrmalige Gattin prs bekanntrn Verlegers Paul a f 11 r c r. itt ei .e ter bedeutendsten Schauspielerinnen, die Berlin unb damit auch bie teutsche Bühne ce itzt. Als Qe«Iie in Maugham« .Brief" hat sie jetzt bei ihrem Wiener Gastspiel Triumphe g '.tert
* Reue ® i t g < i < b e r des 6 t a b 11 fr e a ter». Man schreibt uns: Maria Koch vorn Bremer Schauspielhaus wurde dem Gießener Stabttfrcatcr unb Bad-Nauheim er Kurtheater für das Jach der ersten Salondame von Intendant Dr. Prasst; oer- pflichtet. Sie wird zugleich mit dem neuen Mitglied 0 A r z d o r f von den Münchner Kammerspielen anläßlich der Uraufführung von „Tänzer im Fasching" am 20. 3uni vor bas Vad-Rauhcimer, am 26. Zuni vor das Gießencr Publikum treten
* Hüttenbirektor a. D. 'S r. Iantzen- Lollar 80 Jahre alt Woraen, am 19. Zuni. begeht Hüttenbirellor a. D. Dr.-Zng. b. c. Georg Jantzen seinen 80. Geburtstag. 23 Oahre hat ter Jubilar in den Diensten ter ButeruSschen Eisenwerke gestanden, zunächst als Betricb«ches. dann als Betriebsdirektor und fchliestlich als Hüttendircktor. in welcher Gigenschasi et nament- llch bie Entwicklung ter Sophienhülie förderte. Ianfren ist ein bervorragcntec Hüttensachmann. Seine Erfindungen auf dem Gebiete der Verwertung von Hochvienschlacke waven bahnbrechend. Gr ist u. a. ter Sriinder ber ßuttgranulelion der Hochofenschlacke. Seine grohen Verdienste auf dem Gebiete des Eiscnhüttenw^fens wurden 1919 vom Verein deutscher Gifenhüttenleute mit ter Verleihung ter Carl-Luez-Medaill: geehrt. Tie Bergakademie Tlausthal ernannte ihn 1923 zum Doktor-Ingenieur ehrenhalber Dr. Ianhen lebt seit 1916 im Ruhestände in Lollar St erfreut sich noch bester törv-rlicher und geistiger .Irisch: und nimmt an ter Entwicklung der Buteruefefren Eisenwerke regsten Anteil.
• • Eine Achtzigjährige Morgen kann Frau Margarethe Berner von hier, Ederstrahe 1, in völlig geistiaer und körperlicher Frische ihren 80. Geburtstag begehen.
• • Scrlegu ng des Gießener Flugtage». Der für den l.Iuli vorgesehene Flugsporttag in Gießen ist, wie uns heute mitgeteilt wird, auf den 8. Juli verlegt worden, weil ber 1. Zull bereits durch andere Äeranstallungen in Gießen in Anforuch genommen ist.
•* Große Erfolge einer bekannten oberhesfifchen Schweinezucht. Auf der jüngsten Au-stellung bet Deutschen Sanb- wirrichasls-Gesellschaft in Leipzig war auch bie allseits bekannte Hochzucht tes teulschen Edel- fchweines auS ter Wirtschaft von Oekonomicrat Hoffmann in Hof - Güll vertreten. 3n schärfster Konkurrenz erh e fen neun ausgestellte Schweine einen 1. Preis, drei 2. Preise unb eine Anerkennung. Die Sammlung des Aussteller- wurde mit einem 3a-Prris ausgezeichnet.
" Trinkt Milch! Vor 75 Jahren trat in Berlin eine Epidemie auf. Damals war das Strastenbild von milcktrinkenten Männern, grauen unb Äintern behrrricht. Auch Soldaten und Offiziere sah man öffentlich ihr Glas Milch trinken. 3n den letzten Jahren ist die Milch al« Volksgetränk ein wenig auS ter Mode gekommen Das ist im Interesse der VolkS- ge'undheit zu bedauern. An dem Lückaang tes MllchLenurtes mag wohl hauptsächlich schuld fein, daß die Milch während ter Kriegs- unb Nach- kriegsjahre nur krrapp zu haben war. was zur Folge halte, dah man 'ich ihrer entwöhnte. Gegenwärtig aber kann bie Milch wieder in ausreichendem Blaße bezogen teerten. Ss ist auch wirklich ein Genuß, sie zu trinken, da die Wissenschaft und Technik e« verstanden haben, durch Kühlung. Arinlichkeit. Pasteurisierung usw. bie Milch für alle Ansprüche an Güte und Hygiene und für längeren Transportae- eignet zu machen. Diese Behandlung ter Much ist für die Sommermonate von besonderer Bc- ” ^uwiderh andlungen gegen die Zagdwaffenpaßvervrdnung. Nach § 10 ter Hessischen Zagdwaffenpahverordnung in der Fällung ter Bekanntmachung vom 4. November 1914 verfällt jeder, der mit einem zur 3agb tauglichen Feuergewehr außerhalb eines Wohnortes erscheint — also auch ein Zagdvächter auf ber von ihm gepachteten Jagd — ohne Rücksicht auf die
etwa wegen verübter Jagdvergehen besonder» ver» wirkten Strafen, für jeden Fall einer Zuanderhand» Lung in «ne Strafe gleich dem doppelten Stiroo der Jahre^gabe, wenn er sich zur Keck der Betretung nicht tm Bestfre bc» nötigen Jagd massen paße» oder Zeugnifsc» befindet, und ferner für jeden Fall tn eine Strafe ron fürf Mark, wenn er zur 3eit der Betretung die ersorderllche Legckimatlon zwar besitzt, aber aus Hnförtern dem brntfrliglcn Aufsicht beamten md)! vorzeigt Ergibt sich im elfteren Falle au» den Umstanden, daß eine Hinterziehung der Lbgabe nicht hat verübt werden können oder nicht beabsichtigt war, fo tritt doch eine Ordnungsstrafe im doppelten Betrage der Zafrresabgate ein. Zum Erlaß von Strafbescheiden der oordezeichneien art sind im Bereich de- Freistaates Hessen die Haupt Zollämter zuständig.
• • Auftrieb zum heutigen Frankfurter Schlachtvieh markt: 46 Cch'fn, 68 Bullen, 330 Färsen, 621 Kalber, 54 Schafe und 4745 Schweine.
Einweihung
des Hockschulftodions in Oannstadt.
DSN Darmstadt, 17. Juni. 3n landschaftlich fchöner und geschützter Lage lleat ba» mustergülüae Stadion der Technischen Hochschule Darmstadt, das unter tätiger Mithilfe de» frei* fischen Staate», der Stadt Darmstadt, ber Industrie und der Student, nschajt In den Jahren nach dem Stncqe begonnen und setzt mit der Fertigstellung ter Neubauten und ter 100-Meter-Schwimmbahn seine Dollendund erfahren fraL Am Camotag frei* len sich zur Einweiduna der Lehrkörper der Technischen Hochschule Darmstadt, die Studenten- d-aft, zahlreiche Ehrengäste, darunter Staatcoräsi- 'ent Adelung mit mehreren Herren der Mini- tcrlen, Landtagspräsitent Delp, Bürgermelfler Bu^baum usw. eingefunden. Der Rektor ber Technischen Hochschule, Prosesior Dr.-Ing. Kammer eröffnete die Einwethungi-feierlichkest mit einer Begrüßungsansprache an die Erschienenen. Der Dorsitzende te» Akademischen Ausschusses für Lei- besubungen, Profesior Dr Ing. Heidebroek gab hierauf einen Abriß über die Entstedung»- geschichte de» Stadion». Er dankte allen Helfern und Spendern, bie die Erstellung dieser mufUrgültigen Anlage ermögllchten und übergab dann die Anlage ber Studentenschaft. Rektor Kammer gedachte darauf der besonderen Dcrdienste te» Hoch- schulfporUehrers Söllinger, ter sich um die Entstehung bc» Sportplatzes besonder» verdient gc- macht hat und gab sodann die Ernennung de» 2)b rektor» ter Nheinischen Elektrizitäts-Ä.-G in Mannheim, Baurat Heinrich Schöberl und de» Generalkonsul» Karl Mayer (Darmstadt) zu Ehrensenatoren der Hochschule bekannt. Der Vertreter der Studentenschaft Schmuck gab dem Dank seiner Kommilitonen für das frerrhehe Gc schenk Ausdruck und gelobte, durch regste Betört* Sim Sinne ter Erbauer tiefer Bflcgejtätte ter '»Übungen sich dieser Anlage würdig zu -eigen.
Die 2000 aktiven Sportler der Technischen Hochschule gaben darauf ein Bild ihrer Betätigung in Den Dcrfcfrietenen Zweigen ter Leibesübungen. Bei den Wettkämpfen, dle sich anfchloften. erfocht die Handballmannschaft ter Technischen Hochschule Darmstadt einen 7:2- (3:2-) Sieg über die Universität Frankfurt und tm Fußball einen 4:0- (2.-0-) Sieg über die Technische Hochschule Karlsruhe, unterlag dagegen im Faustball gegen die Universität Gießen 44:64. Im Wasserball konnten die Pkalchesitzer gegen die Universität Heidelberg einen 2:0-6leg erringen. Am Abend fand In der Otto-Berndt-Halle eine gesellige Zusammenkunft von Lehrkörper, Studeutenschaft und Gästen statt.
Amtsgericht Gießen.
• Gießen, 12. Juni. Die Geschäftsleute können nicht bringend genug zur Vorsicht bei der Her- gäbe von Waren auf Kredit an unbekannte Personen gewarnt werden, wie folgender Fall lehrt. Der stellungslose Kaufmann R. ausFrankfurt a. M. fam zu zwei hiesigen Firmen und bestellte Waren auf Kredit, die er auch ausgeliefert erhielt. In dem einen Fall gab er an, er handle für einen langjährigen, guten Kunden der Firma, wo» nicht den Tatsachen entsprach. In dem anderen Fall legte er sich den Namen eines kreditwürdigen Kaufmann» bei. Er hatte sich auf diese W''se Waren im Werte von zusammen 170 Mark erschwindelt. Der erheblich vorbestrafte Angeklagte wurde wegen Betrug» zu einer G e f ä n g n i »st r a f e von drei Monaten verurteilt.
Spielplan der Itrantfurter Theater.
Opernh aus. Dienstag. 19. Juni. 19.30 bi« gegen 22 Uhr: Der Protagonist. Hierauf: Der Zar läßt sich photographieren. Mittwoch, 20. 3um. 19 30 bis gegen 22 Uhr: Der Troubadour. Donnerstag. 21. 3unl, 19.30 bi« 22 30 Uhr: Diener Blut. Freitag. 22. 3uni, 19.30 bi« nach 22 Uhr. Der Troubadour. SarnStag, 23. Juni. 19.30 bis g gen 22 Uhr: Eardillar. Sonntag, 24. Juni. 19.30 bi« gegen 22 Uhr: Der Protagonist. Hierauf: Der 3at läßt sich vhotogravh:cren. Montag. 25. Juni, 19 bis nach 22 Uyr: Die Jüdin.
Schauspielhau«. Dienstag. 19. 3um, 20 bi« nach 22 Uhr: Vinzenz Fettmilch. Mittwoch. 20. Juni. 20 bis gegen 2230 Uhr: Tänzer im Falching. Donnerstag. 21. Juni. 20 bi« 23 Uhr: Othello. Freitag. 22 Juni. 20 bi« nach 22 Uhr Vinzenz Fettmilch. Samstag. 23. Juni, 20 bi« gegen 22.30 Uhr: Rheinische Dramatiker (Szenen- aJfüfrrungen und Vorlesungen). Sonntag. 24. Juni. 11 bis g:gen 13 Uhr: Matinee ter Rheinischen Dichter. 19.30 bt« nach 22.30 Uhr: Vinzenz ^eitmilch. Montag. 25. Juni. 20 bi« gegen 22.30 Uhr: Tänzer tm Fasching.
Berliner Börse.
Berlin, 18. Juni. (DTB. Funksoruch) Im heutigen Friifrverkehr ist es in den Bureaus der Banken noch sehr still. Die Tendenz scheint abwartend zu fein. Kurse werden noch nicht genannt Am Devisenmarkt nennt man Bari» 124,28, Mailand 92,70 bis 92,73, Spanien 29,48 bis 29,51, das Pfund 488,10 bis 488,15, den Dollar 4,1830.
Sprechstunden der Redaktion
12 bis 1 Uhr mittag», 5 bl» 7 Uhr nachmittag». Sams lag nachmittag geschloffen.
Dr. Weinreichs MottenS(|
• sicherer Schutz gegen Mottenfraß


