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gegen- der befri­

st oct Holm, 16. Ium. (WTB.) Die Feier Geburtstages deS ÄonigS Gustaf in der

Der 70. Geburtstag des Königs von Schweden. Tie Festlichkeiten in Stockholm. Eine Ehrengabe der Nation.

Moskau wünsch« Drrtt.sung -er Beziehungen zu Deutschland.

der er sich nachdrücklich für die Mahnung der beiden Erzbischöfe einsetzt, in Ruhe und Frieden die verbleibenden Möglichkeiten einer Lösung zu prüfen und sich aller die Gegensätze verschärfen­den Handlungen und Worte zu enthalten.

Ein neuer Sprecher im britischen Unterhaus.

Ministeriums und Staatsrat Duckwitz trafen gestern abend um 7 älbr von Berlin kommend ün Flugzeug ein, während daS Großflugzeug Hermann Köhl" in Bremen eine Zwischen­landung machte und erst heute früh hier an* kommt. Das Wetter ist heute vormittag leicht böig, Regen wechselt mit Donnen schein ab.

Oer Oonezprozeß.

Weitere Verdächtigungen deutscher Firmen

Moskau, 16. Juni. (WB) Bei der heuttgen Vernehmung gab der Angeklagte Brata­now s k t an, daß er zusammen mit Ä a f a - rinow die Verteilung der der Schädi- gungSor anisa.ion zugeflosftn:« Schmiergel­der vorg-nommen habe. Der Staat Santo alt in­teressierte sich daiür, ob die deutschen Firmen aus eigener Initiative der Organi­sation Gelder zur Verfügung gestellt hätten, wor­auf Brat, nowski entgegnete, bie deutschen Firmen seien gezwungen gewesen, Provisionen an die Organisation zu zahlen da sie sonst keine Bestellungen seitens ber Organisation erhalten hättem 6o*ufcg?n Kassenwart der deutschen Zahler soll nach Dratanowskis Aus­sagen B l e y m a n n gewesen fein, der durch Vermittlung deS Angestellten Matow der Or­ganisation 10 030 Hubel gezahlt habe. Auf die Frage, ob Bratanowski wisse, welche Bank hinter der 216.®. stehe, erwiderte der An­geklagte: soweit mir bekannt ist, die Deutsche Bank. Weiter gab Bratanowsli an, die Firma Knapp habe mit Gorletzki einen De rtrag über die zu zahlenden Schmiergel­der gehabt.

S e e b o l d, der sich schon vor dem Beschluß des Gerichtes, den Staatsanwalt zur Einleitung eine- UntersuchungSverfahienS ge;en ihn zu er­suchen, nach Moskau begeben hat. um sich bzw. seine Aussagen dem Gericht zur Verfügung zu stellen, ist noch nicht in Moskau einactrofsen. Eine vom Vertreter des WTB. heute Im Aus­wärtigen Amt gestellte Anfrage, ob dort etwas über eine etwaige Verhaftung Seebolds be­kannt sei, wurde verneinend beantwortet.

derhselm.

Die Festlichkeiten nahmen bei schönem Wetter einen glänzenden Verlaus. DaS königliche Schloß war vom frühen Morgen an von einer großen Menschenmenge umgeben, die den König jedes­mal, wenn er sich zeigte, begeistert grünte. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde dem Äbni- tm Schlotzhof von mehreren Gesangvereinen ein

Wahl des neuen Sprechers vornehmen. Sir Robert Sanders wird für die Konservativen die Wahl Kapitän Fitzroy's vorschlagen und der Ab­geordnete Bowermann für die Arbeiterpartei die Kandidatur Fitzroys unterstützen. Beide, der eine als Antragsteller, der andere als Antrag-Unter­stützer, werden bann nach der Wahl den neuen Sprecher jeder an einer Hand traditionsgemäß auf leinen Stuhl ziehen, während der ncugewählte Sprecher ebenso traditionsgemäß sym­bolisch Widerstand leisten wird. Der Wunsch des Regierungseinpeitschers, daß auch ein Ver­treter der Liberalen bei diesem Zeremo­niell vertreten sein sollte, stößt deshalb auf einige Schwierigkeiten, da auch Fitzroy schließlich nur zwei Hände hat. Rach der Wahl wird sich das Unterhaus sogleich wieder aus den nächsten lag vertagen. Am Donnerstag wird sich dann als letz­ter Akt der Sprecher dem Oberhaus vor- stellen, das ihm die königliche Zustimmung zu seiner Wahl mitteilen wird.

Moskau. 17. Juni. (WB.) S w e st i j a" schreibt. Die deutsche Sozialdemokratie, die un- abläffig die Aotwendigkeit einer sachlichen Orien­tierung gepredigt hat, hat an der Schwelle ihrer Regierungstätigkeit die beste Gelegenheit, lich zu überzeugen, daß weder Locarno noch der Bei­tritt zum Völkerbund auch nur eins der Probleme vor die Deutschland durch die Tatsache des Versailler Friedens gestellt wurde, gelöst hat. Davon zeugt auch die längste Er­klärung ZalelkiS in Paris. Richt nur, Pans, sondern auch Warschau erlauben sich, für die Erfüllung von Versprechungen, die die deutsche Diplomatte in Locarno als un­bedingt betrachtete, Bedingungen zu stel- l e n. Die Voraussagen der Sowjetpresse. Deutsch- land werde im DöUerbund einet äußerlich kor­rekten, doch innerlich feindlichen Front der Sieaermächte gegenüberstehen, seien vollauf in Erfüllung gegangen. Dies zeige besonders die letzte Eelsion der Vorbereitenden Abrüstungs­kommission.

Die Grundlage der sowjetrussisch-deut­schen Beziehungen hätten bisher Rapallo und der Handels- und Garantievertrag gebildet. Diese Beziehungen hätten sich trotz verschiedener Schwierigkeiten und zeitweiuger Störungen wei­ter entwickelt. Die politischen und wirt­schaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Sowjetunion feien nicht allein der AuS- Orud objektiver Tendenzen der Rachlriegsvcrhäll- niffe gewesen, indem sie den richtig erkannten Interessen de.dec Länder entsprochen hätten, fonbetn hätten auch einen ernsthaften Frie­de n s f a k t o r in der gegenwärtigen internatio­nalen Konstellation gebildet. Die Aufgabe wäh­rend der neuen Phase müsse bie weitere Fe­stigung und Vertiefung dieser Beziehun­gen sein.

Die .Iswestija" fährt fort: 3m Einklang mit der Ansicht sowohl der Rcgierungskrcise als auch der Oeffcntl chkeit der Sowjetunion glauben wir, daß die drei Verträge, die Deutschland und die Sowjet­union verknüpfen, notwendig, doch unzu­reich e n d für die neue Phase der deutsch-sowjetifti- schen Beziehungen sind. Die neue Phase muß sowohl mit neuen formalen als auch materiellen Elementen auf verschiedenen Gebieten erfüllt sein. Ohne sie gegenwärtig zu konkretisieren, könne man doch die Grundlinien sestlegen, nach denen sich die wei­tere Entwicklung der Beziehungen zwischen den bei- den Ländern vollziehen solle

Zum Schluß schreibt das Blatt. Die Sozial­demokraten. die jetzt die verantwortliche Regierungspartei werden, geben sich für Anhänger des Friedens und des Ausbaues internationaler Wirtschaftsbeziehungen aus. Wir haben keine Ver­anlassung, uns darüber irgendwelchen Illusionen

London, 16.3unL (TU.) Der Wechsel in Besetzt des Posten» des Sprechers im Unter­haus wird sich im Ganzen über vier läge ausdeh- nen und nach feil alther gebräuchlichen Formalitäten abjpiclen. Der gegenwärtige ävrecher des Unterhauses wird am kommenden Montag dem Unterhaus formell die Msicht seines ck t r i 11 e s bekanntgeben, worauf Ministerprä- sident Baldwin einige Worte sprechen und den Antrag auf Neuwahl stellen wird. Gleichzeitig wird der Ministerpräsident erklären, daß er dem König ein Gesuch unterbreiten wird, dem jurütfgetretenen Sprecher für seine Verdienste eine besondere An­erkennung zuteil werden zu lassen, was die übliche Ernennung zum Viscount bebe ulet. Am Dienstag wird bann ber zurücktretenbe Sprecher feine Abschiedsrede halten, worauf ihm Minister- Präsident Baldwin für die Konservativen, Rom- sayMacdonald für die Arbeiterpartei, Clojjb George für bie Liberalen unb ber Alterspräfi- bent O E o n n o r ihren Tribut -ollen werben. Dar­auf wird bie Tagesordnung ihren weiteren Lauf nehmen, bis bann am Schluß ber Sitzung alle Un- terhausmitglieber am Stuhl bes Sprechers vorbei befUieren werden. Am Mittwoch wird bas Unterhaus als einzige Handlung bie

hin-ugeben. Es versteht sich jedoch von selbst, bah unsere Ärgieruna jedem Schritt entgegen- kommen würde, ber zur Förberung ' gur.g des Friebens unb ber Entwicklung ber Wirt­schaftsbeziehungen zwischen Deutschland unb ber Sowietunion beitragen könnte. Die nächste Zukunft wird zeigen, wie bas neue deutsche Kabinett mit einem Sozialdemokraten an ber Spitze zu biesem Problem Stellung nehmen wirb. Man wirb biefe an bie Adresse der sozialdemokratischen Partei gerichtete Anregung in Berlin gewiß gern zur Kenntnis nehmen, zugleich aber auch mit Nach, druck darauf Hinweisen, daß e» vorläufig nicht den Anschein bat, als ob ber Sowjetreaierung ernstlich an einer Besserung bes Verhältnisses zu Deutsch- (anb läge. Die Art unb Weise jedenfalls, in der der Donez-Prozeh geführt wird, ist gewiß nicht ge­eignet, eine freundschaftlichere Atmosphäre zu Ruß- land zu schaffen.

rifa zuteil geworden sei. Er sprach mit besonders herzlichen Worten von denen, die ihnen bei ihrer Landung in Grcenly Island und zur Fortsetzung ihrer Fahrt behllslich waren. Die Frage nach der Möglichkeit eines ständigen regelmäßigen Transozean-Flugdienstes wurde von den Fliegern übereinstimmend unbedingt bejaht. Die Flieger gedachten bann u.a. auch in ehrenden Worten ihrer ruhmreichen, aber unglücklichen Vorgänger Nungesser unb Eoli, deren Andenken in Amerika unb in ihren Herzen immer lebendig blei­ben werde.

W ä b r e n t ber lieber fahrt sind bie Flieger auf bemColumbus" Gegenstanb lebhafter Sym­pathiebezeugungen ber Passagiere gewesen, bie von ihnen immer wieder Autogramme und Photo­graphien erbaten. Die Flieger rühmten auch bie herzliche Begrüßung, die ihnen in Plymouth zutell geworben fei. , ,

Der Sonderberichterstatter deSMontag hatte an Bord desColumbus' eine Unterredung mit den Bremenfliegern. Er berichtet darüber folgendes: Der Eindruck in Amerika war nach den Schildcrungen der Flieger viel gewal­tiger, als man es sich trotz aller Berichte von dort ausmalen kann. Immer wieder, oft in enge­rem Kreise, bei dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Rordamerika, ober bei Politikern und Dollarkönigen, wurden die enormen Leistun­gen Deutschlands auf jedem Gebiet hervorgehoben, und es wurde (ein Hehl daraus gemacht, daß man gern mit den Deutschen zufamme n - arbeiten und die Begehungen enger knüpfen möchte. Köhl, der den Flug den schönsten seines Lebens nennt, ist überzeugt davon, daß der Flug­dienst, über den Ozean nach beiden Richtungen nur noch eine Frage von höchstens vier Jahren ist. und zwar mit Junkers Zlugzeuren unter amerikanischer Leitung. Junkers läßt sich drüben nieder. Deutschland habe so erklärt Köhl durch feine innere Zwistigkeit in Flugdingen seine Chance nach dieser Seite hin verloren, wie überhaupt Köhl recht bitter ist. wenn er auf dieser Thema zu sprechen kommt. Er ist überzeugt, daß derselbe Flug, den er eben ausgeführt hat. schon zwei Jahre früher ausführ­bar war und nur an der Opposition ber Lufthansa scheiterte. ®r kann die Art seiner Enllassung durch die Lufthansa nicht Der- pePcn und kehrt nicht zu ihr zurück.

Empfangsvorbereitungen in Bremerhaven.

Bremerhaven, 18. Juni. (WTB. Funk» spruch.) In den älnterweserftädten Bremer- haven-Wesermünde werden die letzten Vor­bereitungen zum Empfang der Ozean­flieger getroffen. Die Straßen und Häuser weisen reichen Flaggenschmuck auf und unauf­hörlich pilgert schon feit den frühen Morgen­stunden btc Menschenmenge zum Kaiserhalen, wo gegen 11 Uhr derColumbus" mit Den Bremenfliegern e int reffen sollte Der Dampfer war jÄoch entgegen dem ursprünglich fest gefetzten Programm bereite um 5 älhr früh auf der Reede eingefroren, wo er v o r A nker ging. Auf dem Flugplatz Bremerhaven- Wesermünde entwickelte sich schon gestern ein großer Betrieb, da Dort Fliegergeschwader und Einzelflieger von München, Berlin. Hamburg. Lüneburg unD Bremen aus ringet offen sind, die zusammen mit heute vormittag noch ein- ireftcnden Flugzeugen den Fliegern eine Huldi­gung darbringen werden. Die Flugballe und der Flugplatz erwiesen sich als zu klein, so daß mehrere Flugzeuge unter freiem Himmel auige- fteilt werden mußten. Ministerialdirektor Bran­denburg al» Vertreter des ReichSverkehrS-

Aus aller Wett.

Schneefall in Bagern.

Traunstein, 18. Juni. (WTB. Funtfpruch.) Im Chiemgau ist ün Zusammenhang mit dem Temperaturrückgang Reuschnee bis aus 800 Meter herab' gefallen. Im Alpenvor­land herrscht empfindliche Kälte.

(Eröffnung

des Tabakforschungstoslitul» für dos Deutsche Reich.

DaS auf dem Gelände der Badischen Land- wirtschaftskammer in Forchheim neu errichtete TabatsorfchungSinstitut für das Deutsche Reich wurde durch Den Vorsitzenden des Kuratoriums für Statistik im Reich-Ministerium für Ernährung unb Landwirtschaft. Dr. Hosfmann, eröffnet. Staatssekretär Dr Hosfmann betonte, der Ertrag der deutschen Taoakernte betrage etwa e i n Viertel deS Gesamteinfuhrbebarfs an Tabakerzeugnissen ün Werte von 150 Millionen Mark jährlich. ES gelte jeftt, die Qualität au erhöhen Dazu solle das Tabak- forschungSinstttut dienen. Das Reich habe die Unterhaltung des Instituts übernommen, da Die Resultat: des Forschungsinstituts Dem Tabak­anbau im ganzen Reich zugute kommen würden. Die Arbeiten des Instituts werden in wertvoller Weise ergänzt durch bie Forschung über Tabak­vergärung, die mit Hnterftüijung deS ReiHs beim Kaiser-Wilhelm-Institut für Bi ochem ie in Berlin-Dahlem schon seit län­gerer Zeit im Dange sind. Rach einer Reihe von Glückwunschansprachen hielt der Direktor des Instituts. Dr. Äönig. einen Vortrag über die Geschichte deS deutschen Tabaks in Wissenschaft unb Praxis, woraus eine Führung durch daS Institut und die Versuchsanstalt folgte.

Bismarcktog in Köln.

3m Großen Saale der Kölner Wesse inmitten der Pressa veranstaltete der Verein zur Er­richtung eines B i s rn a r ck - 2 a t i o n al­be n k rn a lS in Gestalt einer großen öffentlichen Kundgebung, woran etwa 5000 Personen teil- nah men, seinen zweiten Deutschen BiSmarcktoa. Schwarz-rot-goldene und tchwarz-weiß-rote Fah­nen gruppiert um die überleben-große Büste des Altreichskanzlers gaben bem Riesensaale ein festliches Gepräge. Unter Den Anwesenden be­merkte man Abgeordnete sowie zahlreiche füh­rende Persönlichkeiten der Reichs-. Staats» unb Kcmmunalbehörden. Rach dem von Rudolf Her­zog gedichteten unb gesprochenen Festvorspruch begrüßte der erste Vorsitzende des Vereins. Staatsminifter a. D. Ett. Wallraf, die An­wesenden. AIS Hauptredner des Abends sprach der Reichstag-ahg. v. Äar borff über -Bis­marcks LebenSwerk unb Ruhejahr . Der Redner sprach über die üuierpollttschen Kämpfe, die Bis­marck während feiner Amtstätigkeit zu bestehen hatte, unb ließ diesem RücLlick die Mahnung folgen, über dem Werk und dem großen Staats­mann nicht den großen Menschen zu ver­gessen. Zum Schluß gab der Redner in zünden­den Worten der Öffnung Ausdruck, es möge einst wieder die Stunde tommen. too e i n f r e i e t deutscher Rhein einmal wieder feine grü­nen Wellen in bas Meer ergieße, wo ein freie», stolzes und mächtiges Deutschland von sich ein­mal wieder fingen unb lagen dürfe. Von der Maa» bi» in die Memel, von ber Stütz bis an

OieBremen"-Flieger in Cherbourg.

Köhl über die

Möglichkeiten eines Transojeandienfted.

E h e r b o u r g, 16. Juni. (WB ) Der Dampfer (Kolumbus", auf bem bieBremen".Flieger nach Europa zurückreifen, ist heute 22 Uhr in Cher­bourg angekommen. Zur Begrüßung berBremen". Flieger begaben sich Vertreter der deutschen Botschaft unb des Norddeutschen Lloyd auf das S isf. An die Begrüßung schloß sich ein längeres Gespräch ber Besucher mit Kohl, Fitzmaunce unb von Hüneseld an. Dabei rühmte von Hüneseld besonders den großartigen Empfang, ber ihnen in Ame-

Hauptstadt wurde um 8 Ilhr früh mit einem viertelstündigen Läuten von alten Kirchen der Stadt eingeleüel. Die Hauptstraßen und Platze Der Stadt sind mit Laubgewinden und Blumen seitlich geschmückt. Die öffentlichen Gebäude, die Privathauser und Schisse tragen überaus reichen Flaggenschmuck. Bereüs am frühen Morgen stat­tete die königliche Familie dem König ihre Glückwünsche ab. Kurz nach 10 Uhr fanden sich Die Mitglieder der Regierung zur Gra- tulation ein. Das bemerkenswerteste Ereignis am Iubiläuyistag, bie älebergabe der großen Ehrengabe Der Ration an Den König. fanD um 11 Uhr statt. DaS große Geldgeschenk -n Höhe von 4 700 000 Kronen wird von König Gustaf einem Fonds für bie Krebsfor­schung zur Verfügung gestellt. Die mit ber Gabe überreichte Adresse ist aus Pergament ge- maü und befindet sich in einem Kasten von ver­goldetem Silber und Emaille, auf dem in Gold- buchstaben zu lesen ist. Dem König Gustaf vom schwedischen Volke. Rach der Entgegennahme der - Rationalgabe fand ein Empfang statt, auf bem die Vertreter der Stadt Stockholm. Die Spitzen Der Behörden. Der Erzbischof ©öDcr- blom als Vertreter sämtlicher Bischöfe des Lan­de«. die Universitäten, die Robelstiftung usw. ihre Glückwünsche aussprachen. Das Diploma­tische Korps entbot feine Glückwünsche durch feinen Doyen. Den finnischen Gesandten-

Ständchen bargebracht.

Rach einer Huldigung durch Armee, Marine unb Flieger begab sich der König, von einem glänzenden Gefolge umgeben, nach ber Kaserne des Leib-Garbc-Reaiments. wo die ilebergabc neuer Fahnen erfolgte. Am Abend findet im Schloß ein Galadiner statt, zu dem 600 Personen geladen sind.

Der Herr Reichspräsident hat an den König von Schweden anläßlich feines 70. Geburtstages nachstehende» Telegramm gerichtet: In treuem Gedenken bitte ich Eure Majestät meine aufrichtigsten Glückwünsche zum heutigen Tage entgegennehmen zu wollen. Möge Eurer Majestät, dem das gütige Schicksal :m letzten Jahre erlaubte, auf eine zwanzig­jährige segensreiche Regierung zurückzublickcn, iergbnnt sein, noch viele Jahre die Ge- fchicke des schwedischen Volke-, dem sich alle Deutschen in Freundschaft verbun­den fühlen, zu leiten.

Oie Wetterlage.

In bis

fein, steht

Beim fjenferfoielen getötet.

Schöneiche in ber Mark spielten mehrere 13-

verurteilt würbe. Der Knabe mußte auf ein über eine Tonne gelegtes Brett treten. Ein anberer Knabe, ber ben f)enter barfteUte, warf über einen Baumaft eine Leine, macht« am anberen dnbe ber Leine eine Schlinge unb legte biefe bemVerur­teilten" um ben Hal». Thomas rutschte von bem Brett ab unb baumelte in ber Luft, wobei sich bie um ben Hals gelegte Schlinge je ft zog. Ede es feinen Spielkameraden gelang, iyn zu befreiet, war ber Knabe bereits erstickt.

Bauernkrieg in Portugal.

In ben Dörfern Terra», Barroso unb Toroa (Rorbportugal) sind Die Einwohner wegen to­taler Streitigkeiten aneinander geraten und haben drei Stunden mtt Feuerwasfen und landwirt­schaftlichen Geräten gegen einander gekämpft. 3toei Personen wurden getötet und zahl­reiche andere verwundet.

Beim Wettschwimmen ertrunken.

Im Grimnitzsee würbe ein Wettschwimmen über 3200 Meter burchgesührt, am bem 28 ber heften Berliner Schwimmer tcilnahmen. Nach Beendigung des Schwimmens würbe ber 19 Jahre alte Schwimmer Alfred ßiepe vermißt. So­fort würbe durch die Rettungsboote der See ab* gesucht, von dem Schwimmer >edoch keine Spur gc* funden. Da Liepe sich feit Jahren an größeren Wett­kämpfen beteiligte, fo muß angenommen werden, daß ihn ein Herzschlag getroffen hat.

um 922 Uhr begann unb etwa sieben Minuten anhielt. Die Stadt war längere Zeit oh Licht. Der Materialschaden scheint beträchtlich zu

Ob (Menschen zu Schaden gekommen sind, ün Augenblick noch nicht fest.

14jähriae Knaben Gerichtsverhand- l u n g, wobei ber 14jährige Sobn be» Lehrer» Thomas zum Tobe burch Den Strang

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ben Belt, Deutschland. Deuttchland über alles, über alle» in ber Welt! Die Rebe Kardortt» wurde mit stürmischem Beifall ausgenommen.

Ausgrabungen in Persien.

Ter deutsche Archäologe Prof. H e r tz f e 1 d, der in Diensten Der persischen Rcgicrung steht, hat bei feinen Ausgrabungen in ber Rähe von M e s HDimorghar zwischen PersepoliS unD Schiras vor einigen Tagen einen unter- irDischen Palast von gewaltiger Größe ent* deckt. Zur Zeit ist der obere Teil eine» steinernen Standbildes des Großen CyruS bloßgelegt worden. Das mit römischen S^chri tzeichen ver­sehen ist. Die Ausgrabungen werden fortge­setzt in Der Absicht. Den fehlenden Teil des Standbildes und andere Gegenstände auszufinden.

Zwei amerikanifche Städte vom Tornado fast gänzlich zerstört.

Der südliche Teil Der Provinz Oklahama wurde am Samstag von einem schweren Tornado heimgesucht. Besonders in Mialeidenschaft gezogen wurden Die beiden Städte Blair-Moun­tain - P a r k uno E n y D c t. Die Bewohner von Blair konnten noch vor J)er später ein­tretenden Unterbrechung aller "Verbindungen Hilferufe aussenden. Danach scheint es. daß die Stadt so gut wie ganz zerstört ist und die Derwüstungen ungeheuer sind. Zweihundert fr.i- willige Reifer sind zu ersten Hllselcistungen ent­sandt worden. Die Ana ab m über die Zahl der Toten schwanken. Fest ite&t einstweilen nur, daß drei Personen getötet unD 15 verletzt wurden. 3n Snyder wurden 50 Häuser zerstört. Von Dem Tornado wurde ein 6 Meilen breite- Gebiet im südwestlichen Ollahoma be­troffen.

Die Stabt Mexiko vom Erdbeben heimgesucht.

Die Stadt Mexiko wurde am Sam-tagalend von einem schweren Erdbeben heimgefucht. das

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fckttcrvuvaiieiage.

Mit dem im Norden lagernden Tiefdruckgebiet unb einem vom Attantifchen Ozean heranrütfenben scheint sich eine Rinne tiefen Druckes zu hüben, burch bie eine birefte Zufuhr kühler Luftwaffen unterbunden wirb Jnfolgebesten bürste es wohl etwa» warmer werben, aber immer noch zu bewölktem Himmel und mehrfach zu Nieberfchlagen gewitterhafter Art kommen.

Dorausfage für Dienstag: Wechselnde Bewölkung, etwas wärmer, vielfach reanerifch

Voraussage für Mittwoch: Keine wesent­liche Aenberung.

Lufttemperaturen am 17. Juni: mittags 13 Grad Telsius, abends 8F Grad delfhie-, am 18.3ufl: morgens 10L Grad Celsius. Maximum 13,2 Grad Celsius, Minimum 6,6 Grad Celsius ßrbtempera- turen in 10 Zemimeter Tiefe am 17. Juni: mtttag» 14,2 Grab Celsius, am 18. Juni: morgen» 12/3 Grad Celsius. Rieberjchläge 0,1 Millimeter. Sonnenfcheindauer 3% Stunden.