Ausgabe 
18.5.1928
 
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miet traf im «rast end, in Brussel em von Brüssel nach km 5 bei Diiuull ohzcrk.st. ll nimmt.

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Aus der provinziakhauptsiadt ® t f 6 e n. ben 18. Mat 1928 40 Jahre ^rauenvercin

vom Üofenftrtiu für Deutsche über (2ee

Die Feier seine« 40jährigen "Be- »eben« hatte den Frauenvereio vom Loten ÄttuA I ü r Deutsche über See am Montagabend in der sestlich geschmückten Qlula bet UnltwdUät zusammengesührl. 3n et nie t: en- ben Morien aab die Doriitzentze. Frau Provin» -ialdirekwr Graes, einen kurzen Ueberblid über die Entstehung de« Vereins und seine über- aus segensreiche tätigten Durch VersaiNes wurde seiner Äoloniularbeit ein ttr.be gemacht aber deutsche Volt-angehörige wohnen noch braufen in den früheren Kolonien: sie gilt eS iu betreuen, sie dem Deutschtum zu erhallen hat der Verein sich zur Ausgabe gestellt.

Daraus hielt Dr. Vreuer au« Dindhuk einen Inietcllontcn Vortrag der von huofchcn. klaren Lichtbildern unterstützt, in sesselnder Meise über das

Geben und die Gei den der Deutschen In unserer ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwesiasrika unterrichtete. Erst kurze Zeit gehörte das ge­nannte Gebiet dem deutschen Leiche an und doch ist eS erstaunlich, in welch geradezu vorbildlicher Meise da- Land erschlossen wurde, tts bedarf dieses besonderen Hinweises als Diderspruch gegen die koloniale Schulblüge von Versailles. 3n schwerer Arbeit muhte in dem unwirtlich rauhen von kriegerischen Stämmen bewohnten Lande Rtche und Ordnung geschaffen werden. Herero- und Hottentottenaufstände in den Jahren 1904 und 1907 drohten alle ausgcwendete Muhe zu zerstören Hatte das Leich anfangs nur sehr geringe Mittel zur Verfügung stellen können, so Wie denn auch die erste dortige Schutztruppe, bestehend aus 'leben Mann und einem Trompeter, von privater Seite gegründet worden war. so wurde es nach 1908 anders. Durch Vermittlung hochwertigen Zuchtviehs, durch Bohrung von Brunnen. Errichtung von Schulen und anderen gemeinnützigen Anstalten suchte die Legierung nach Möglichkeit, das Los der deutschen Ein­wanderer zu erleichtern. Bahnen wurden Ge­baut und zur Versorgung der ausblühenden Städte Jttelnlicblcr al- Gärtner und Gemüsebauern auf Schwemmland angesiedelt. Und bald lohnten sich Kapital und ausgewandle Arbeit. Kupfer». Zinn- und Goldgruben wurden entbedt. Diamanten ge» Stäben. Die Einnahmen deS Landes aus diesen lelbquellen konnten bereits die Ausgaben selb­ständig tragen, nur die Schuhtruppe. etwa 2000 Mann war auf Leichsunterstützung angewiesen. Da kam der Krieg. 60 003 feindliche Soldaten besetzten im Juli 1015. bis dahin hatte sich die Geringe Schar der Lchudtruppler tapfer gehalten. Die Kolonie. Die militärische Besayungezert dauerte bis 1920. bann wurde ein Administrator ernannt. Clne schwere wirtschaftliche Depression, von den Engländern systematisch verstärkt, lastete auf dem Land. Teils mit Versprechungen, teil# mit Zwangsmaßnahmen, wie Ausweisung von 6000 Beamten. Lehrern und Farmern suchte man die Deutschen willfährig zu machen. Auf Grund des Londoner Abkommens 1923 muhten sie die süd­

afrikanische Staatsangehörigkeit erwerben. Erst bann wurde ihnen 1926 die versprochene Volks­vertretung gewöhn, deren Beschlüsse jedoch der südafrilanische Premierminister jederzeit durch- kreuzen kann. ML Mühe und Lo: war die Aus­weisung der Lehrer rückgängig gemacht worden, doch muhten sich 6tc Spulen nun finanziell selbst erhalten Die win'chaftliche Lot batte zur Folsu. dah viele an das südafrikanische Legime fielen, webet zwar bU rum 14. Jahre in besonderen Abteilungen Deutsch gelehrt wird, wo aber Schul- Plan und ttrxirffunfl durchaus in englischem Sinne gehandhabt wird. Durch dauernde, be­hördlicherseits unterstützte Einwanderung von Buren verbucht die Legierung, bet einer even­tuellen Abstimmung eine englische Stimmenmehr­heit zu schaffen. Schon seht beträgt die Anzahl der Deutschen nur noch 40 Prozent der Bevöl­kerung. Bereits nach einem Jahr erhalten Die einaewanderten Duren baj Stimmrecht in Der früheren deutschen Kolonie, während Die Deut­schen ohne Elnsluh find und erst nach süns Zähren die südafrikanische Staat angehörigkeit erwerben können. Da an die deutschen Einwanderer kein Legierungeland mehr abqcgcben wird, sind sie auf Erwerb au8 Piivatbc'iy angewiesen, wozu ein Kapitol von etwa 33 000 Mark erforderlich ist. Doch können Handwerker noch gut Beschüsti- gung finden, während DaS Land mit Kaufleuten übersättigt ist. Gleich den Engländern stehen Die Buren den Deutschen durchaus feindlich gegen­über. Diele lind ganz isoliert und hoben sich, um wenigstens eine Stütze zu haben, in Deinen Gruppen und Vereine zasammengefchlofsen. die wiederum im deutschen Bund zusammengefoht sind. Treu wollen sie au ihrem Deutschtum halten. Daher sollten wir Lei^-kx'nllche unS die Be- treuuna unserer auSlanddeutfchen Brüder ange­legen sein lassen.

Ein lehr stimmungsvoller GesangSvortraa des Bauerschen Gesangvereins beschloß die Inter- essanten Ausführungen.

Gladttheater Gießen.

Man schreibt unS: Do ab Freitag im Leuen Operetten-Theater, Frankfurt a. M DaS Mos­kauer Jüdische Akademische Theater feinen Ein­zug hält, so ist diese- ausgezeichnete Operetten- Ensemble. doS heute zu den besten in Deutsch­land zählt, für einige Tage frei geworden. Die Intendanz des Stadtthcalers Diesten hat diese Gelegenheit sofort ergriffen und die Frank­furter Operettenbühne zu einem De- s a m t g a st I p i e 1 am Dienstag. 22. Mai. ver­pflichtet. Zur Aufführung gelangt Die wunder­volle Josef Strau st-Operette .Früh­ling S l u f f , die noch bis Donnerstag in Frank furt auf Dem Spielplan steht und bei ben bis­herigen Aufführungen allabendlich Beifallsstürme entfeffelt hat. SS fei ausdrücklich betont, hast DaS hiesige Gastspiel In der Frankfurter Original- beietzung vonstatten geht und zwar In Der Inszenierung Durch Adolf Diesner und unter Der musikalischen Leitung deS Kapellmeister- Otto U r a d . der mehrere Jahre dem Metrvpol- theater und vorher dem Berliner Staatscheater angehört hat.

Der Vorverkauf beginnt morgen Samstag. 19. Mai. an der Theaterkasse, in Der Zeit von 10 bis 13 ii$r vormittags. Die Abgabe von Awei Abschnitten deS Sommer-Abonnement- berechtigt zum Besuche dieses Gastspiels.

Voruotizcn.

Togeskalender für Freitag Dahlver ammlung der Sozial'cmo.vcH chrn Par­tei 6.30 Uhr: Eafe Leib. Qtebner Staatsprä- fibent Adelung (Darmstadt), Reichstagslan- didat Beckmann tDiesten). Gngllchrs Se­minar der Lan. eSuniver irät: Dortrag von X 3 Fleming aus London über Slum Lite (engl Armenv.ertel) 8.15 Ufcc Heuer Hbr«aal des .Kunstw Nen Laflllchen Instituts Ludwigstraste 34 Llchkjptelhaus < Bahnho straste) Der Himmel auf Erden. - Astoria-Lichtsptele: Mann gegen Mann.

lat cm für Krcttag, 18. Mai

Sonnenaufgang 4.04. Sonnenuntergang 19.49 Uhr Monoaufgang 3.43, Monduntergang 1825 Mbr.

1782 der Freilcharenführer Ma;or Freiherr v. Lützow in Berlin gebaren; 1804: Lapo- levn I. wirb erblicher Kai.er: 1843 Eröff­nung der Deutschen Lationalver ammlung in Frankfurt; 1863: Zar Nikolaus II. in Peters­burg geboren; 136.4: der ehemalige Kronprinz Rupprecht von Da >ern in München geboren. 18:9. erste Friedenskonfereriz im Haag; 1922 der Mediziner EharleS Alphonse Laveran. Ent­decker des Malariaerregers, in Paris gestorben.

Daten für Samstag, 19. Mat

Sonnenaufgang 4.03, Sonnenuntergang 1950 ilbr. Mondausgang 4.07, Monduntergang 19 58 Uhr

1607: Gründung Der Universität Sieben; 1762: der Philosoph Johann Gottlieb Fichte In Lammenau geboten. 1825: der französische Sozialist ttlaube Henri Graf Saint Simon in Paris gestorben: 1860. der Maler HanS v. Dolkmann in Halle a. d. Saale geboren; 1914: Der Komponist Thomas Koichat in Dien gestorben: der Maler Ferdi­nand Hodler in Genf geftorben.

* Der gestrige Himmelfahrttag hat mit seinem wenig freundlichen DitterungScharak- ter vielen Ausflug-lästigen einen argen Strich durch Die Leckmung gemacht. Legenfälle und ein recht kühle- Mailüfterl am Dormittag liehen Die Danderpläne vieler Mitbürger zu einem from­men Dunfch werden, Dem Die Umsetzung in Die Tat versagt blieb. Zwar würbe das Detter am Äachmittage etwas freundlicher und gestaltete auch einen Gang ins Freie, aber Die Dirte unserer Ausflug-orte. Die sich auf regen Betrieb eingestellt hatten, erlebten doch eine arge Ent- tuuichunst. Der Himmelsahrttag 1928 wird jeden­falls mit einem schwarzen Strich im KalenDer vermehrt werden.

Veränderung im Oberhesfischen Provinzialtag. Der Müllermoist^ und Lai.dwir: Heuirich Ehr ist. Holzmühle bei Lol­lar. Der als Abgeordneter der Deutschen VollS- Vartei dem Provinzial tag Oberhrssen anaehörte, ist auS Der Deutschen Volkspartei auSgeschieben und hat daher auch sein Provinzialtagsmandat niedcraelegt.

Personalien. Ernannt wurden der Amt»- aerichtsrat bei dem Amtsgericht Gießen Dr. Dilh. $3 o b a e g e unter Belastung in der Stelle eines Amtsrichters bei dem Amtsgericht Tiehen zum Lanbgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz

vberhesten; der vderamtsrichtee bei dem Amts- gendx Schaven ®a? Locher -um Landgerichtv- rat bei dem Landgericht der Provinz Oberhesten i nd zugleich zum Amtr richter bei dem Amtsgericht Txhtn. der Amtr-aerubtsrat bei dem Amtsgencht DbMtetn Walter Leun zum Amtsgerichtseat bei dem Amtsgericht Tiehen.

,e Ardeltsiudtläum. Der Installateur Karl Lücke! aus Heuchelheim kann heute auf eine Brährrge Tätigkeit im Giehener städtischen Gas- und Dasserwcrk lurüdblldcn.

ttin Achtzigjähriger. Der Deichen­steller 1. Kialle L X Zakob Dagne r. Dols- stralze 4 wohnhasG feiert am heutigen 18. Mai seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar ist Altveteran aus dem Feldzug 1870/71.

"* Somincrabonnement im Gieheuer Stabttheater. 3m heutigen Anzcigentell ist eine Einladung zum Sommerabonnement im Diehener Stadtthealer cntbalten. aus die wir unsere Theaterfreunde besonder- ausrnerNam machen. Leu ist habd. dah Im Sommerabonnement auch Operetten usw. -Gastspiele gebracht werden, und dah die VorzugSkarten entsprechend in Zah­lung gegeben werden können.

* Seltener P flanzenzuwach s. Man schreibt unS: Ter aufmerksame Lalurbeodacht« wird zur Zeit auf dem Ackerland der Ivetieoau stellenweife eine stattliche, gelb blühende Pflanze beobachten können, deren Dafein er früher nicht bemerkt hat. Es handelt sich hier um eine Be­reicherung unlerer Flora Durch ein Unkraut, da­von Osten her einwandemd. immer weitere Ge­biete erobert: DaS ZrühlingSkreuAkraut (Scnccio vcmalis). Die stattliche, etwa 30 ZeMi- mcter hohe Lomposite entwickelt ihre Blüten fo zeitig. Dah reichlich Samen zur Leife kommen. Die infolge ihrer Leichtigkeit vvm DinD weithin verbreitet werden. DaS schnelle und erfolgreiche Vordringen der Pflanze ist dadurch zu erklären. Da daS Frühlingskreuzkraut auf Luzerneäckerv der Gemarkung D o h n b a ch allo an der Grenze des KreiseS Giehen blüht, wäre es inter­essant zu erfahren ob die Pflanze auch schon innerhalb des KreiieS Diesten, wo sie der Be­richterstatter bis jetzt noch nicht angetrofft», festen Fuh gesaht hat.

berliner Börse.

Berlin, 18. Mai. (DTB. Funkspruch ) Der heutige Frühverkehr lag bei großer Zurückhal­tung der Spekulation ehe.- schwacher. Insolge der Dislonterhöhung in Veuyork machte sich seitens der Spekulallon etwas Angebot geltend, doch Ist diese- vorläufig nur unbedeutend. Anschei­nend will man erst die Auswirkungen dieser Mahnchme auf die Veuyorker Börte abwarten. Don Taxkursen nannte man nur Farben mit 275. eher Brief. Am Devisenmarkt nennt man Pari- 124,02: Mailand 92,62; Spanien 2910 zu 11; da- Pfund 488.18 und ben Dollar 4,1788.

Kirchliche Nachrichten

Israelitische Reiigionsgemeinde. TottesDienst in der Synagoge (Sudanlage). Samstag, den 19. Mai. Vorabend 7.45 Uhr; morgens 8.30; abends 8.25 und 9 05 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschast. Sabbatseier den 19. Mai. Freitagabend 7.30 Uhr; Samstag vormittag 8; nachmittags 4, Sabbatausgang 9.05. Wochen­gottesdienst morgens 6.15; abcnoi 7.15.

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