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Wirtschaft.

Str englisch - ameritanlffie jinantfomern.

Di« von Sir Hlfr* Mond dem Vorsitzenden bet venocüruna»rotes der Imperial Chemical In- buftrit» angstlmdigte Bildung eine» neuen eng­lisch amerikanischen Finanzkon - ieros ist dos Tagesaespräch in der Londoner lty und hat in europäischen und vor allem auch m den führenden deutschen Dirtschaststreisen weitest­gehende Beachtung gefunden. Die Gründung dieses gewaltigen Trulls ist durch den genormten engst- Idyt-n Fmanzmpt und die Chase Seturiln Korpora­tion in Neuyort erfolgt: do auf englischer Seite nur her Chemie-Trust beleiSgt ist. der zudem als ein Überlapttotiftertes Unternehmen bezeichnet wer- dm muh. so kann man zunächst auf den Gedanken kommen, daß die Gründung im besonderen Inter- e*k der englischen Chemieinduftrie vor- genommen worden ist. Dies scheint jedoch nicht der Sali yi sein, denn nach den Kommentaren der eng- lichen Presse und nach den (Frfiärungen Sir Äl- frei. Monds, der al» der geistige Schöpsrr diese» Kwolügen Finanztrusts bezeichnet werden muh, ist

! Gründung al» der Anfang einer Entwicklung anzusehen, welche für die Gruppierung nicht nur der internationalen Chemieindustrie, sondern Dar­über hinaus anderer wichtiger Industriezweige, so der Ersen- und Stahlindustrie, der Radioindustric, der ÄobleninDuftrie von aroher Bedeutung locr- den kann. Die Gründung des Unternehmens stellt sich als ein einzigartiges Ereignis in der Wirt­schaftsgeschichte dar, und die Flamen der inter­nationalen Finanziers, die hinter der Gesell­schaft stehen, lassen erkennen, dah es sich um ein Unternehmen handelt, daS auch die vitalen Interessen der deutschen Eisen- und Stahlindustrie berührt. Sir Alfred Mond wird in seinen Bestrebungen auf Zusammen- sassung und Vereinheitlichung in der finanziellen Struktur der englischen Industrie, mit anderen Worten als der Förderer der RationalisierungS- bewegung in organisatorischer Hinsicht, von der die englische Industrie bisher noch wenig zu spüren bekommen hat, in England als der deut ex machina betrachtet ES ist allgemein bekannt, dah die englische Wirtschaft nicht in der Lage ist, au» sich selbst heraus die groben finan­ziellen Mittel für eine weitgehende Rationali­sierung (und Rationalisierung kostet viel Geld) bereitzustellen. und infolgedessen ist cS als ein Zeichen europäischer Wirtschaftsentwicklung zu werten, wenn Amerika bei einer so gewal­tigen Gründung die Rolle deS Geldgebers übernimmt, da nun einmal der Kapitalstrom nur in einer Richtung, und zwar von Amerika nach England flieht.

Hinter dem neuen Konzern, dessen vorläusigeS Äapital sich aus rund 2 Millionen Pfund Ster­ling stellt, steht eine Kapitalmacht von nicht weniger als 10 Milliarden Goldmark, und diese Summe läßt sich natür­lich auf dem Kreditwege vervielfachen, so dah tatsächlich unbegrenzte Summen in einer Form, wie sie die Wirtschaftsgeschichte noch nicht aufzuweisen hat. für die Zwecke der Gesellschaft zur Derfügung stehen. Die Gesellschaft wird zu­nächst als Investement Trust arbeiten. Es liegt jedoch aus der Hand, dah sie sich allmählich im Laufe der Zeit xu einer Holdin^Gesellschaft auswachsen muh. die ihren Sinsluh nicht nur auf englische Industriegruppen, sondern darüber hinaus auf die anderer Länder Europas und der Bereinigten Staaten ausüben wird. Somit zeigt sich in der Gründung ein weitere» wesentliches Zeichen für die Tendenz der erzeitiaen WirtfchaftSentwicklung, die dahin­geht. die Rivalität der einzelnen Lander mehr und mehr auSzuschalten. Die zu­nehmenden Kapital-Investierungen amerikanischer Finanzier- ausserhalb Amerikas, auf dem euro­päischen Kontinent, finden damit einen besonders starken Riederschlag, der sich au- der Konzen­tration so grober Kapitalsummen ergibt.

Absatz- und Bezugsgebiete Deutschlands in 1922.

Das Jahr 1927 hat zwar eine starke Zunahme der Passivität deS deutschen Außenhandels ge­bracht. jedoch zeigt daS Gesamtvolumen der (Sin- und Ausfuhr in den letzten Jahren eine erfreu- liche Besserung, so dab man gcwissermahen von einem groben Zug in der Entwicklung de» deut­schen ÄuhenhandelS sprechen kann. Rachdem jetzt die Ziffern deS Statistischen ReichSamts über den Handelsverkehr Deutschlands mit den ^uptsächlichsten Bezugs- und Absatzländem der Welt vorlicaen. labt sich erkennen, dah der deutsche Auhenhandel im Jahre 1927 in Europa nicht unerhebliche Fort­schritte gemacht hat. Im Rahmen der Austen- handelSbewegung des gesamten Europas scheint

es sogar, als ob Deutschland mit der Steigerung seiner Zohlen mit an erster Stelle unter de , eu­ropäischen Ländern steht.

Unter den Bezugsländern Deut chtands stehen die Bereinigten Staaten von Amerika an erster Stelle, und zwar wurden hauptlächlich Baumwolle, AahrungS- und Genust- mittel bezogen. Den zweiten Platz nimmt Ar­gentinien auch haupt'ür)lich im Be»uae Deutschland» von RahrungS- und Genuhmitteln ein Die Linsuhr auS dem französischen Zollge­biet steht im vergangenen Jahre zum ersten Mal vor Grobbritannien an dritter Stelle Für die Absatzländer deutscher Erzeugnisse ergibt sich folgende Reihenfolge. An erster Stelle Grobbritannien sodann die Rieder- lande. die Bereinigten Staaten von Amerika, unter Einbeziehung der ReparationSsachliese- rungen, die französische Zollunion und an fünfter Stelle die Tschechoslowakei.

Weitere Golbkäuse der ReichS- b a n k. Die Reichsbanl Hal seit Mitte März Doldkäufe im Betrage von rund 100 Mill, ge­tätigt. Wie wir erfahren, find inzwi chen weitere 50 Mill, gekauft worden

* Holländis cher Auftrag für die deutsche Lokomotivenindustrie Wie WTB.-HandelSdienst erfährt, ist von der hollän­dischen Regierung der Aullraa für den Bau von zehn Lolomotiven der deutschen Lokomotiven- mdustrie zugefallen, da sich die von deutscher Seite geforderten Preise billiger stellten. Dem Vernehmen nach fallen von dem Auftrag fünf Lokomotiven an die Hohenzollem A.-G. für Loko- motivbau, Düsseldorf, und fünf an die Berliner Maschinenbau A.-G vormals L. Schwarzkopf.

Unveränderte Roheisenpreife. Der Roheisen-Berband hat den Berkaus für den Monat Mai zu unveränderten Preisen ausge­nommen. Auch die Zahlungsbedingungen Haven keine Aenderung erfahren.

Deutsche Eisenbahn-Gesellschaft A.-G. Der Aufsichtsrat der Deutschen Ei'enbohn- Vesellschaft A -G . Frankfurt a. M.. beschlob. auS dem Reingewinn für 1927 in Höhe von 747 530 Mark (i. B. 674 835 Ml.) wieder 6 Prozent Dividende auf die 5000 Ml Borzugsa tien und 9 Prozent (i. B. 8 Prozent) auf die in Umlauf befindlichen 7 403 400 Ml. Stamma'.tien in Vor­schlag zu bringen. Generalversammlung am 22. Mai.

D i e Finanzierung der Rufsen- g e s ch L f t e. Die Isago (Industrie-Finan- zicrungs-A.-G. Ost), die znm Zwecke der Dis­kontierung langfristiger Wechsel gegründet wurde, die unter der AuSfallbürgschast von Reich und Ländern auf die russische Handelsvertretung ge­zogen sind, legt jetzt ihren Geschäftsbericht vor. Dieser gewährt einen interessanten Einblick in daS Russengeschäft überhaupt und seine Finan­zierung. Danach ist der bekannte 300-Willionen- kredit um 60 Millionen Mark überschritten wor­den. für die da» Reich auch die Ausfallbürg­schaft übernommen hat. Ende September 1927 hat daS Konsortium für da» Rufsengeschäst feine Bewilligungslisten geschloffen. Die Zahl der be­handelten Kreditanschläge stellte sich im deutschen Konsortium auf rund 600, im holländischen auf rund 500. Die Anzahl der mit der 3fago ar­beitenden Lieferfirmen, die von ihr bei den Lie­ferungen finanziert werden, beträgt 382. Don den zugesagten Krediten sind biS zum Iahrcs- schlust 1927 110 Millionen Mark flüssig gemacht worden.

Bereinigte Kunstseibefabriken A. - G. Frankfurt a. M. - K e l st e r b a ch. Die Gesellschaft legt vor der Fusion mit Öen Elberfelder Bereinigten Glanzstoff-Fabriken ihren letzten Abfchlub vor. Bei 749 264 (454 909) Mk. Abschreibungen verbleiben 278 495 (19 700) Ml. Reingewinn, woraus die Dividendenzahlung mit 8 Prozent wieder ausgenommen wird. Rach dem Bericht konnte mit Unterstützung der Bereinigten Glanzstoss A.-G. die Qualität verbessert werden.

^Rinbermarff in Gießen.

Der gestrige Rindviehmarkt in (Sieben war mit 661 Stück Großvieh und 221 Kalbern beschickt. Der Handel war ziemlich flott, so dah gegen 11 Llhr schon der Marktplatz geräumt war. Be­zahlt wurden für Kühe 1. Qualität 550 bis 650 Mk.. 2. Qualität 300 bis 450 Ml . 3. Qualität 150 biS 250 Mk.; Rinder, ein- bis zweijährig 100 biS 250 Mk.; Kälber 55 biS 70 Pfennig das Pfund Lebendgewicht.

Aranlsnrtcr Börse.

Frankfurt a. M. 18. April. Tendenz zurückhaltend. Wie schon an der gestrigen Abendbörse, wurden zu Beginn des heutigen Börsenve^ehrs seitens der Spekulation einige DeckungSkäuse vorgenommen, da

gestern auf verschiedenen Märkt-n Material vor- g.geben wocdc.r war Andrrse.ts kam die osfen- bar ängstlich geworden« Kundschaft verschiedentlich mit Verkauf sorders an den Mar.t io dah die Kursgestaltung uneinheit­lich war. überhaupt war eine gewisse Un- s. cherhrit in der Stimmung nicht zu ver­kennen Der ReichSdankauSweis, der die enrortete stärkere Entspannung gebracht hat. wurde zwar günstig au*genommen, konnte jedoch keinen nachhaltigen Sinsluh auf die Stimmung aus üben. Die Um|a6tätiglcit bewegte (ich wieder in aubervrdenUich engemRahmen. Bei den ersten Rotierungen hielten sich öle KurS- befscrungen und -Verluste im AuSmahe von etwa 1 bis 2 Prozent die Daaa«. Am Chemie- markt eröffneten 3.-®.-öarben 1 Prozent schwächer. Auch Scheideanstalt leicht gedrückt. Goldschmidt konnten sich aber 2 Prozent erholen. Am Slektromarkt düstten Oeffürel 1.5 Pro­zent ein. während Lahtneyer 3.5 Protzent an- zogen. Sonst blieben die Werte knapp be­hauptet. Montanwerte hatten aubetotöent- llch stilles Geschäft, wobei nennenswerte Kurs­änderungen kaum eintraten. Gelsenkirchen ver­loren 1 Prozent Don den Zellstosswerten gewannen Aschaffenburg 1 Prozent, Waidhos 2 Prozent. Deutsche Erdöl eröffneten 1 Prozent niedriger, RütgerSwerke behauptet. Schiff­fahrt-werte waren wenig verändert. Deutsche Anleihen lagen etwa- ab- aefchwächt. Don AuSlandrenten waren Serben gefragt. Im Freiverkehr lagen amerika­nische Kunstseidewerte weiter fest Amerikanische Inka 70,5 Dollar Geld. 3m weiteren Berkaus schwächte sich die Tendenz allgemein ob. Al- Grund dafür wurde die Befürchtung angegeben, dab auf der Tagung deS Deutschen Industrie- und 5)andelStageS peffimisti'che Reden zu erwar­ten feien. I.^^Farben verloren 2.5 Prozent. TageSgeld war zu 6.5 Proz. etwa- leichter. Am Devisenmarkt zog daS Pfund stärker an. Reichsmark gegen Pfund 20,431. gegen Dollar 4.1816, London Kabel 4.3875, Pari- 124,02. Mai- land 92.50. Madrid 26.06. Holland 12 1010.

öerlinc. Börse.

Berlin. 18. April. Die Entwicklung der Kursbewegung im heutigen BormittagSverkehr war etwa folgende: Der ReichSbankauS- weiS vom 14. d. M. brachte eine stärkere Ent­lastung (Wechsel- und Lombard-Abnahme rund 387 Millionen und Verminderung der Roten um 414 Millionen, Zunahme an Geld um 59 Millionen und Besserung der Deckung mit 6 biS 7 Prozent zirka) und war angeblich schon be­kannt. Hieraus fetzten sich die Kursbesse- rungen. die schon gestern abend in Frank­furt eingetreten waren, zunächst weiter fort. Dann machte sich Abgabeneigung geltend, da man wissen wollte, dah die der Schwerindu­strie nahestehende Presse vor einer Haussebe- weaung warne, da diese bei Öen zunehmenden Lohnbewegungen unbequem werden könnte. Für heute abend wird ein in diesem Sinne xibgt» sahter Artikel erwartet. Die ersten Rv- ticrungcn waren dann wieder fester gegen Mc vorbörslichen Taxen, und gegen gestern mittag erheblich erhöht. DaS Geschäft war aber eingeschrumpft, und die schon, feit mehreren Tagen bestehende lustlose Stim­mung hielt an. Wie immer, wenn kein« größere Beteiligung von außenstehender Seile vorhanden, schwankte die Kursgestaltung ganz erheblich. Spezialwerte zeigten Gewinne bis zu 7 Pro­zent. Für Kunstseideaktien regte die seste Haltung der amerikanischen Werte an. Zellstoff- aktien, Dessauer Gas, Polyphon, Oberkoks, Rhei­nische Braunkohlen, Lahmeyer, Kalipapiere, Berger, Deutsche Atlantische, Transradio usw wurden lebhaft bevorzugt. Deutsche Anlei­hen ruhig. Ausländer still. Mexikaner bis 1 Prozent schwächer. Bosnier und Serben fester. Pfandbriefe geschäftsloS. Farbenbonds 145 biS 146 Geld, werter leicht. Tagesgeld 4,5 bis 6,5 Prozent. Monatsgeld 7,25 biS 8.25 Prozent. Warenwechsel 6.9 bis 7,5 Prozent etwa. Zunächst, unter Bevorzugung von Spezialwerten, wurde die Stimmung allgemein fester. Polyphon. Trans- raöio und Deutsche Atlantische tonnlcn bei leb­hafteren Umsätzen weitere 3 bis 5 Prozent ge­winnen. Im Verlaufe wurde das Geschäft ein­heitlich schwächer. Auch die bei diesen Werten erzielten Gewinne gingen meist wieder verloren.

frankfurter <*ktrc:D:börfc.

Frankfurt a. M., 18. April. Infolge her schwächeren Auslandnotierungen verkehrte der hiesige Prodiiktenmarkt in stiller Haltung. Die Preise blieben aber durchweg gut behauptet. Umsätze wurden nur in geringem Umfange getätigt. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gefunö, trocken, bis zu 1 v. f). Aus­wuchs, 27,50 Mark: Roggen 29,50; Hafer, inländi­

scher, 27,50 bi» 28,25. Mai» (gelb) fttr Futterzwecke 24 bi» 24,25; Mais (gelb) für andere Zwecke 25 bi» 25,50; DeiHenmctzl, süddeutsche», Spezial 0, 38^0 bi» 39,^0. MOf.genmet)! 39 bi» 40,50; Weizenkleie 15,25. '.Roggentitle 16,25 bi» 16,50. Tendenz fest.

Kunst und Wissenschaft.

Wiederverleihung bei S.-b.-Meber-PretseS.

Rachdem die Senckendergtsch« naturforschende Gesellschaft in Frankfurt a. M. ihre alte Tradition, verdiente Forscher durch Verleihung einer silbernen Medaille auSzuzeichnen, wieder aufgcnommen hat. wurde aus d.'r Tagung der Deutschen Anatomischen Gesellschaft in Frankfurt a. M. zum ersten Male wieder der E.-v. -Meyer-PreiS verliehen Preisträger ist Prof. Dr. Walter Vogt. München. Der Preis, der zur Erinnerung an Hermann Meyer, den bekannten Züricher Anatomen gestiftet wurde, wird für hervorragende Arbeiten auf dem Ge­biet der Anatomie verliehen.

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

*Da»LmtvoerkündiaungsblattNr. 28 vom 17. April enthält: Reichetagswahl 1928. Ltratzensperrcn-Aufhtbung. Wahl eine» Ersatz- Mitglieds des Provinzialausschustts. Dienftent- laffung von (Biineinbebfamkn. Die zur Ent­lassung kommenden Schüler, die ein Handwerk er­lernen wollen. Uebersiedlung schulpflichtiger Kinder in andere Gemeinden. Dienstnachrichten.

Letzte Nachrichten.

Mordversuch im Betrieb der I.-LS.-Farben'Industrie.

Ludwigshafen, 17. April. (Tll.-Draht- meldung.) Am Miliwochvormittag verübte im Oppauer Werk der I.-G -Farben-Industri« der Elektromonteur Fran^ G i o t h einen Mord­versuch. Gioth war am 12. April entlassen wor­den. weil er gegen seinen Meister in beleidigen­der Weise tätlich vorging; mit einem Eisenrohr hat er ihm die Hand entzweigeschlagen. Am Mittwochfrüh kam der Täter in die Werk­statt, in der er früher beschäftigt war und feuerte blindlings auf die hier anwesenden Meister mehrere Schüsse ab. Hierauf begak» er sich in eine andere Abteilung und schob auch dort auf die anwesenden Meister. Im ganzen soll er acht Schüsse abgegeben haben. In beloen Werkstätten wurden die Meister Schneider, Heth, Glah und der Kalkulator Sauber verletzt. Die Getroffenen, deren Verletzungen zum Dell schwerer Ratur sind, wurden in- Kranken­haus gebracht. Der Täter stellte sich selbst der Polizei.

Eisenbahnunglück bei Olpe.

Olpe (Westfalen), 18. April. (WTB. Fund- sprach) Gestern abend kurz vor 8 Uhr ent­gleisten von dem in den Bahnhof Eichen bei Olp« einfahrenden Personenzug 1193 drei Wagen. Ein Wagen 4. Klasse stürzte um Hierbei wurde eine Lehrerin auS Olpe getötet und ein Arbeiter schwer verletzt. Fünf weitere Rei­sende erlitten weniger schwere Verletzungen und wurden nach Anlegung von Rotverbänden in bas Krankenhaus nach Olpe übergeführt. Aerztlich« Hilfe, sowie der HilsSzug der Reichsbahndirektion waren in kürzester Zeit zur Stelle. Der Personen­verkehr wurde gestern durch Umsteigen aufrecht­erhalten.

Zwei Tote bei einem Brande.

Bockhorn (Oldenburg), 18. April. (WTB. Funklpruch.) Heute morgen wurde daS Wobn- hau» eines Landwirtes durch Feuer vollständig vernichtet. Trotzdem die Feuerwehr bald zur Stell« war. konnte nichts mehr gerettet werden. Von den fünf dort wohnenden Personen kamen ein 86 Jahre alter Arbeiter und sein 55 Jahre alter Sohn in den Flammen um. Die Ent­stehungsursache deS Brandes ist unbekannt.

Weitere Schneefälle im Riesengebirge.

Hirschberg, 18. April. (WTB. Funkspruch) Im Ricsengebirge sind seit gestern weitere Schneefälle niedergegangen. In den Vorberge» sind etwa weitere 10 Zentimeter Reuschnec ge­fallen. so dah die gesamte Hohe der Schneelage ungefähr einen halben Meter beträgt Infolge der starken Verwehungen liegt der Schnee sehr unregelmäßig. Auch im Tal gab eS wieder Schnee, doch herrscht hier Tauwetter. Dagegen werden heute morgen au- dem Hochgebirge 6 Grad und auS den Dorbergen 4 Grad Kälte gemeldet.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der sulcht beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSfuh 8 Probat

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