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ausschlaggebend, nimmt es an Bedeutung fast mit Gablonz aus. Nur der deutsche Name störte die verantwortlichen Herren in Prag und so wandelten sie ihn in das über den Wohl­laut läßt sich streiten tschechischer klingende WortB o r" um. Schon im alten Oesterreich sollte Haida zu Dor werden, doch hatten sich da­mals die Deutschen mit Erfolg dagegen gewehrt. Gibt es doch in Böhmen nicht weniger als acht Orte mit fern Damen Bor. Heute liegen die Di'ge im Hi Dick aus die Erfüllung tschechischer Wünsche" aber anders, auch wenn Deutsche in der Prager Regierung sitzen. Haida wurde zu Dor und bleibt Dor. Da es nun aber eine t-chechifche Dorschrift gibt, nach der Ausland- seu'ungen aus der Tschechos.owakei den Damen des Ab endungso- c.' in ischech.so er Sprache tra­gen müi en, hat sich jetzt der typische Fall er­eigne , daß e n Schweinehirt in Bor VI., dec einen Glassabrikanten im ehemaligen Haida (Dor II.) zum Name.isve.ier hat, plötzlich aus Berlin den Auftrag zur Lieferung von fünf Waggonladungen Kristatlwa- gen enthielt. ilnö einen solchen Auftrag konnte der atme Schweinehiert docch nicht erfüllen 1 Es ist schon eine verzwickte Angelegenheit, die Sache mit Dor ...

Turnen, Gpsri und Spiel.

Zweite Olymp.sche Winterspiele in Gt. Moritz.

St. Moritz , 17. Febr. (WB.) Die Nacht zum Freitag brachte einen weiteren Tempera tu rrückgang und damit den von allen Olympiateilnehmern er­sehnten Frost, so daß die für Freitag angesetzten E i s h o ck e y s p i e l e absolviert werden konnten. 'Zum ersten Male griffen die Kanadier in die Spiele ein und gaben bei ihrem ersten Auftreten ein aus­drucksvolles Bild ihrer außerordentlichen Sp'.el- stärke. Die kanadische Mannschaft siegte über die Schweden, die mit einigen Ersatzleuten antreten mußten, 11:0. Das zweite Eishockeyspiel nm Frei­tag fiel der S^ch weizer Mannschaft zu, die nach sehr schönem Spiel, das übrigens auf beiden Seiten gut durchgeführt wurde, über die Engländer 4.0 siegte.

Ebenfalls am Freitag wurde der 18=km -Lang- lauf ausgetragen, der von dem Norweger Grät- turnsb raten in der Zeit von 1.37:07 Std. vor Ole Hegge (Norwegen) (1.39:01) und Oedegaurd (Schweden) (1.40:11) gewonnen wurde. Die ver- harschsten Schnecverhältnisse stellten an die Teilneh­mer, 75 an der Zahl, darunter 8 Deutsche, ziemlich hohe Anforderungen. Außerdem gab es zahlreiche Stürze. Die deutschen Teilnehmer kamen in fol­gender Reihen-folge an: Boek an 13. Stelle in 1.48:57, 18. Wahl in 1.55:00, 19. Hans Bauer 1.57:03, 28. Braun 2.03:52 Stunden.

Den olympischen Sieg int Eiskunstläufen konnte der favorisierte Schwede Grafstroem vor Böckl (Wien) an sich reißen.

Wirtschaft.

Oie heutige Wirtschaffslage.

Die Direction der Disconto-Gesell- -schäft schreibt u. a. in ihrem Bericht zur Wirtschaftslage: Entgegen vielfach ge­äußerten Auffassungen gewinnt es den Anschein, daß bei der heutigen inneren Verfassung der deutschen Wirtschaft doch allmählich wieder eine Konjunkturbewegung möglich ist. in der Wellenl erg und Wellental zeitlich weiter aus- einanderliegen, als es in den der Stabilisie­rung unmittelbar folgenden Llebergangsjahren der Fall war. Die Kräftigung, die ein nunmehr schon über Jahresfrist andauernder, von Rück­schlägen verschont gebliebener Wirt chaftsaufsti-g gebracht hat. macht sich bemerkbar und erleichtert die Erhaltung der Konjunktur auf dem erreichten Niveau. Wenn auch eine weitergehende Steigerung des Aufschwungs an Öen Schwierigkeiten der Kapitalversorgung fch.i-- tert, die trotz einer gewissen Erleichterung am Geldmarkt unverändert fortbestehen, so muß be­reits die Tatsache als hoher Gewinn gebucht werden, daß die Wirtschaftslage gegenüber den zweifellos vorhandenen Störungen eine so weit­gehende Widerstandsfähigkeit an den Tag zu legen Dermag.

Der Bericht geht sodann aus die ernsthaften Störungen ein, die die durch die Lohnbewe­gung bereits verursachten und noch zu er­wartenden Wirkungen auf die Gestaltung der Produktionskosten und Preise bilden. Alle An­zeichen deuten darauf hin. daß weitere Ko­stensteigerungen nicht mehr durch Be- triebsrerbesserungen aufgefangen werden könnten,

sondern ganz anders als bisher durch Preis­zuschläge ausgeglichen werden müßten im Interesse der Rentabilität jedes verantwortlich geleiteten Llnternehmens. Das gilt vor allem für die zahlreichen deutschen Fertigindustrien, bei denen die Entlohnung für Arbeitsleistungen ein ausschlaggebendes Kostenelement ist und daher von ihrer Höhe der Preis des Enderzeugnisses weitgehend bestimmt wird. Es steht zu be­fürchten, daß durch Lohnkämpse eine starke Un­ruhe in das ganze Wirtschaftsleben getragen wird. Das Rezept, Lohnerhöhungen durch Preis­zuschläge auszugleichen, ist, von allen andern Wirkungen ganz abgesehen, schon um deswillen nicht mehr brauchbar, weil seine Anwendung zur Untergrabung unterer internationalen Wett­bewerbsfähigkeit führt.

Eine Störung von nicht unerheblicher Wirkung auf die Aufnahmefähigkeit des inneren Mark­tes ist die stoßartige Verschlechterung am Arbeitsmarkt. Es handelt sich bei der starken Zunahme der .Unterstützten von 750 000 Ende November aus 1,6 Millionen Mitte Ja­nuar weniger um eine rein wirtschaftliche Er­scheinung, als um die Folge sozialpoli­tischer Maßnahmen. Denn Berufe, die früher mit winterlicher Arbeitslosigkeit als et­was unvermeidlichem rechneten, und sich darauf Durch Rücklagen oder auf andere Weise ein- richleten, greifen jetzt auf die Versicherung zurück, da das Gesetz vom Juli 1927 den Kreis der Unterstützungsberechtigten vom 1. Oktober ab er­heblich erweitert hat und die Bedürftigkeits- Prüfung fortgefallen ist. Mitte Januar ist unter dem Einfluß der Witterungsverhältnisse- der Umschwung zur Besserung der Ar­beit s in a r f 11 a g e cingeireten. Aufnahmefähig sind im wesentlichen wieder das Baugewerbe, die Industrie der Steine und Erden uni) die Land­wirtschaft. Da jedoch die Kapitalknappheit auch bei den öffentlichen Unternehmungen eher zur Einschränkung ihrer Bauprogramme zwingt, wird man insgesamt dem Baumarkt keine allzu opti­mistische Prognose stellen können.

In seiner Gesamtheit bleibt der inlän­dische Kapitalmarkt weiterhin schlecht versorgt. Pfandbriefe und Aktien sind nur in kleineren Summen unlerzubringen. Der gute Erfolg der Reichsbahn-Emmission ist zum erheblichen Teil aus das Interesse des Auslandes zurückzuführen. Hinzu kommt eine starke Zurückhaltung, die sich das kapitalbesitzende Publikum im Zusammenhang mit der lustlosen Haltung der Effektenbörse auferlegt.

Die Börse verharrte in einer Lethargie, aus der sie weder durch günstige noch durch ungünstige Nachrichten wirtschaftlicher oder po­litischer Art aufgerüttelt wurde. Cs ist ein ge­wisses Abwandern in die festverzinslichen Werte f-»stzustellen. Wann und in welchem Umfange die Dorfe ihre Fähigkeit toiebergetoiiint, Sam­melbecken des anlagesuchenden Kapitals zu fein, hängr entscheidend von der Aufgabe der ab­lehnenden Haltung des Publikums ab, die heute mehr durch Stimmungsfaktoren, als durch sach­liche Momente bedingt ist.

Wochenbericht

vom Sranffurfcr Effektenmarkt.

In dieser Woche trat eine merkliche Bes­serung der allgemeinen Stimmung ein. Aus allen Marktgebieten konn.en sich ziemlich gleich­mäßig Kursbesserungen durchsetzen, wenn auch das Geschäft im Vergleich zu der außer­ordentlichen Geschäftsstille ter vorangegangenen Wochen nur auf einigen Spezialgebieten einen wesentlich größeren Umfang annahm. Die Um- sahtätigkeit wickelte sich im großen und ganzen wieder nur innerhalb der Kulis e ab, während der Ordereingang von privater Seile bei den Danken nicht viel größer war, als an den Dortagen. Die Tatsache, daß sich trotzdem das Geschäft etwas lebhafter gestaltet und sich allgemein Kurs­erhöhungen durchsetzen konnten, ist zum Teil aus der börsentechnischen Situation erklärlich. Es dürs­ten nämlich, besonders in den Glanzstosf- und Zellstoifwerten, noch ziemlich umfangreiche Baisse- positonen bestanden haben, so daß die Spekula­tion täglich Deckungskäu^e vornehmen müß e, um diese Engagements abzubauen. Daneben dürften allerdings in einigen Papieren auch Meinungs- käuse vorgenommen worden fein, ferner wollte man hie und da bereits wieder kleinere Aus- landkäuse beobachten. Im Vordergrund deS In­teresses stand wieder die Freigabeange­legenheit, und zwar war die Börse über ihre Weiterentwicklung recht optimistischer Auf­fassung: die Nachricht, daß in der Senatsberarung der, Freigabebill eine Verzögerung eintreten toerbc, blieb daher ohne wesentlichen Einfluß auf die Stimmung. Auch hinsichtlich der Bei­legung des Konfliktes in der mitteldeut­schen Metallindustrie und des Aussper­

rungsbeschlusses des Gesamtverbandes Deutscher Metallindustrieller war man in Börsenlreisen zuversichtlich gestimmt infolge des Entschlusses des Arbeitsministers, am Freitag in den Kon­flikt einzugreifen. Anregend wirkten außerdem günstige Kaliabsatzschätzungen für Februar und die deutsche Rekord-Roheisenerzeugung im Mo­nat Ianuar, während das in dem Bericht der deutschen Maschinenbauanstalten erwähnte Nach­lassen der Konjunktur wenig Beachtung fand. Ebenso blieb die durch das Scheitern der letzten Kompromißverhandlungen über das Reichsschul- geseh geschaffene prekäre innerpolitische Lage ohne merklichen Einfluß auf die Gestaltung der Tendenz. Günstig ausgenommen wurde an­dererseits das erwartete gute Zeichnungsergebnis auf die neuen Reichsbahnvvrzugs- a f t i n. Gegen die vergangene Woche betrugen die Kursbesserungen durchschnittlich etwa 3 bis 6 Prozent. Lebhafter umgesetzt wurden neben den Freigabewerten I. G. Farben, die Elektroaktien, Kaliwerte und Zellstoffpapiere. In­teresse zeigte sich ferner für die reinen Kohlen­werte, wie Rheinische Braunkohlen und Ilse Bergbau, die bis 13 Prozent gewannen. Auch Deutsche Erdöl und Rütgerswerle waren gefragt. Deutsche Anleihen konnten bei kleinsten Umsätzen geringfügig anziehen. Ausländische Renten lagen fast vollkommen ge''chäftslos. Am D e v i s enmartt lag die Mark zunächst gedrückt, später konnte der Markkurs jedoch wie­der stärker anziehen.

* Schneider & Hanau A.-G., Frank­furt a. M. Nach dem Bericht hatte die Ge­sellschaft im Geschäftsjahr 1926/27 unter den wid­rigen allgemeinen Verhältnissen zu leiden ge­habt, besonders unter der immer noch schwachen privaten Baubetätigung: im Auslande konnte nur sehr langsam wieder Boden gewonnen wer­den. Von dem Bruttogewinn von 330 000 (i. V. 500 000) Mk. kommen 280 000 (350 000) Unkosten, 90 000 (70 000) Mk. Steuern zum Abzug, so daß sich ein Verlust von 37 000 Mi. (i. 25. 43 000 Mk. Reingewinn, einschließlich des Vortrags aus dem Vorjahre wurden 85 000 Mk. vorgetragen) er­gibt. Neben den Stammaktien bleiben daher dies­mal auch die iechs. rozentigen Vorzugsa tien divi- dendetos. Der Verlust toirb aus dem Gewinn­vortrag abgedeckt, der sich dadurch auf 48 000 Mark vermindert.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. 2)1., 18. Febr. Tendenz: freund­lich. Zum Wochenschluß verharrte die Börse in großer <Jeschäftsstille und Zurückhal­tung. Bei dem weiteren Fehlen von Kundenorders zeigte auch die Spekulation wenig Neigung zu rege­rer Betätigung, zumal die innerpolitische K r i s i s und der ergebnislose Verlauf der Schlich­tungsverhandlungen im Metallarbeiter- Konflikt weiterhin einen starken Druck ausübten. Ferner verwies man auf die schwächere Neuyorker Börse. Trotzdem war die Haltung gegenüber den Kursen der Abendbörse meist etwas freundlicher, da einige Wochennfchlußdeckungen vorgenommen wur­den. Angeregt wurde die Spekulation dazu durch den heutigen günstigen Reichsbankaus­weis, der eine ziemlich starke Entlastung des In- stituts anzeigt. Außerdem glaubt man nach den neuesten Meldungen mit einer Annahme der Frei- g a b e b i l l am Montag im amerikanischen Senat rechnen zu können. Die Kursveränderungen blieben im allgemeinen gering, doch ergaben sich überwie­gend Besserungen bis 1 v. H. Stärker erholt waren Zellstoff Waldbof plus 3 v. H. und Rütgerswerke plus 2,75 o.H. Am Elektromarkt gewannen Licht und Kraft, sowie Siemens je 1,5 o. H. Frei- aabewerte blieben nur gut behauptet. I. - G. - Farben eröffneten gering erhöht. Montan­werke zogen bei kleinen Umsätzen leicht an. Am Bankenmarkt gaben Diskonto 1 v. H. nach. Frankfurter Maschinen konnten ihre Kurssteigerun­gen auf Dioidendenhoffnungen um 0,75 o. H. fort» setzen. Deutsche Anleihen still Ausländer fast geschäftslos. Im weiteren Verlaufe blieb die Stimmung bei kleinen Umsätzen freundlich und die Kurse konnten verschiedentlich noch um Bruchteile eines Prozentes anziehen. Am Geldmarkt hielt die Anspannung an. Tagesgeld 7 v. H. Im Deoi - fenoerkehr lag die Reichsmark fester, der Kurs stellte sich aegen Kabel auf 4,1892, gegen London auf 20,43. London gegen Kabel 4.8745. Paris gegen London 124,02, Mailand 92,00, Madrid 28,72.

'oCX-.l.. Ji; VvC.

Berlin, 18. Febr. Die Abschwächung des gestri­gen Nachmittagverkehrs schien sich heute zunächst fortsetzen zu wollen. Es bestand große Un­sicherheit hinsichtlich der innerpolitischen Lage und des Metallarbeiterkonfliktes, sowie über die weitere Entwickelung des Geldmarktes. Mit dem Ergebnis der gestrigen Sitzung der Prioakbankiers, nach dem mit einer Abschaffung öes Mediotermins

vorläufig nicht zu rechnen ist, war bereits gerechnet worden. Als zu Beginn des offiziellen Verkehrs die Ziffern des Reichsbankausweises bekannt wurden, trat allgemein eine leichte Erholung ein und die Verluste des vorbörslichen Verkehrs wurden zumeist wieder eingeholt. Man verwies be­sonders darauf, daß die Gesamtwechselbeständ- der Reichsdank unter die Zwei-Milliarden-Grenze ae- wichen seien und daß dadurch die Hoffnungen auf eine Diskontienkung wieder auflebm Das Publikum verhielt sich weiter reserviert, so daß das Geschäft minimal blieb und ein großer Teil der ersten Notierungen gestrichen werden mußte. 'Jlur wenige Papiere wiesen mehr als 1 v. H. betragende Kursveränderungen auf. Rütgerswerke plus 1,5 o. H., dagegen Mitteldeutsche minus 1,75 o. H., Stob berg- Zink minus 2,5 o. H., Kleyer minus 1,75 v. H Beim Schultheiß-Kurs ist der heute abgel>ende Be­zugsrechtsabschlag von 35,25 v. H. zu berücksichtigen Heimische Anleihen still, Ausländer teil- weife fester, besonders Türken. Geld eher steifer Tagesgeld 5,5 bis 7 v. H., Monaksaeld 7 bis 85 v. H., Warenwechsel 6,63 v. H. Im Verlaufe lo.in- ten die Kurse Überwiegend 0,5 bis 1ö: H. anziehen, ohne daß das Geschäft an Umfang zunahm. Glanz­stoff plus 4 v.H., Waldhof plus 1,5 v.H.

Berliner ProSrrLtenIwr^.

Berlin, 17. Febr. Die anhallende Besserung des Mehlgeschäftes und das nur knappe inländische Weizenangebot ließen die Aufwärtsbewegung der Preise am Produktenmarkt heute weitere Fort­schritte machen, zumal auch von Chikago eine kräf. tige Hausse gemeldet wurde, deren Begründung allerdings mit einiger Skepsis aufgenommen wurde. Die Weizenpreise waren hier um 2 bis 3 Mark befestigt. Roggen ist aus der Provinz gleichfalls nur sehr spärlich angeboten, während die Mühlen rege Nachfage für gute und auch geringe Qualitäten be­kunden. Das in nur geringem Umfange vorwie­gende Material fand zu etwa 2 Mark höheren Preisen Aufnahme. Am Lieferungsmarkte erfolgten weiter in ftäferem Maße Deckungskäufe, die erneute Preissteigerungen im Rahmen von 2 bis 3,50 Mark für Weizen und von 1,50 bzw. 2 Mark für die vor­deren Roggenfichten zur Folge hatten. Im Mehl- gefchäft hat sich die Besserung erhalten. Weizenmehl hat nunmehr lebhafteren Umsatz als Roggenmehl. Die Preise sind im allgemeinen um 25 bis 50 Pf erhöht. Hafer liegt weiter fest, das Angebot ist nur klein, angesichts der hohen Forderungen hält sich das Geschäft aber in engen Grenzen. Gerste in mitt­leren und guten Qualitäten gut gefragt. Es notier­ten (1000 kg): Weizen, märkischer (74,5d<g/hb®c- wicht), 231 bis 234, März 261,50 bis 260,50 (fest), Mai 269,75 bis 269, Juli 273 bis 272,50 (Brief)- Roggen, märkischer (69-kg bI-G«wicht), 236 bi« 240 März 263 bis 261 (abgeschwächt), Mai 269 bis 267,50, Juli 258,25 bis 257,50 (Brief): Sommer­gerste 221 bis 274 (fest): Hafer, märki cher, 211 bis 222 März 228,50 (Geld), Mai 242,50 (Brief, fest)- Mais, La Plata, 220 bis 222 (zollbegünstigter Futter- mais, stetig): (100 kg): Weizenmehl 29,25 bis 33,75 liest): Roggenmebl 30,25 bis 33,75 (fest): Weizen­kleie 15,30 (stetig): Roggenkleie 15,30 (stetig): M- tonaerbfen 47 bis 55; kleine Erbsen 34 bis 36- Futtererbsen 25 bis 27; Peluschken 20 bis 20 50- Ackerbohnen 20,50 bis 21,50; Wicken 21 bis 23; Lu­pinen, blau, 14 bis 14,75; Lupinen, gelb, 15,25 bis 16; Serradelle, neu, 20 bis 23; Rapskuchen 19.75 bis 19,90; Leinkuchen 22,20 bis 22,40; Trocken­schnitzel 12,80 bis 12,90; Soyaschrot 21,20 bis 21,80

Buntes Allerlei.

Explosion bei der Dynamit Nobel A.-G.

In Hagen entstand auf unerklärliche Weise in einem Fabrikraum der Dynamit Nobel A.-G. in Rummenohl eine Explosion. Zwei Leute, die als einzige in dem Raum beschäftigt waren, wurden getötet. Es handelt sich um einen Raum, in dem sich Nitroglyzerin befand, eine maschinelle Tätigkeit aber nicht ausgeübt wurde.

Der tägliche Millionenskandal in Berlin.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zur Auf­klärung der Warenschiebungen derWirtschafts- treditgenossenschaft" und des Bankgeschäftes Binz R Eo. in der Kanonierstraße haben zu dem Ergebnis geführt, daß es sich um einen De- trug ganz großen Stils handelt, durch den nach vorsichtiger Schätzung etwa 1000 Firmen in Berlin und im Reich geschädigt worden sind. Dor allem hat sich ergeben, daß neun große Berliner Firmen mit dem Schwindelunternehmen zusammengearbeitet haben. Der Gesamtverlust der Lieferanten beträgt etwa dreiviertel Million Mk. Geschädigt sind insbesondere Firmen in Thürin­gen, Bayern, Baden, die sich durch das Schreiben der Schwindelunternehmen:Wir hinterlegten bei unserer Bank Aktien, die zur Zeit mit 160 v. H. gehandelt werden", irreführen ließen und denen durch die Bank die angebliche Hinterlegung bestätigt wurde.

Kurszettel der Berliner und Franksurier Börse

Berlin

Berlin >7. febr

168

219.5

Seürlenmattt BerlinFrankfurt

<l HL

Telegraphische Auszahlung.

254.65

287,5

287,5

effautr GoS

163.5

163,5

98,5

181,65

79,5

80. 5 ' 78,25

250,25

132.5

Coeftö Vien . . Hlfe löercbaa .

139

0

122

201.5

f. S

76,25

152,13

86

98,5

180,5

139

139

138,25

181

Banknoten.

:63,25

-'63,75

206

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern

die

der

ff:anhfun a. M

0 0

.Mlödn'rrocrte skölii-Nencssen -ihanntSmann ManS clder.

181.5

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o .8 .5 .0 10

101

43 75

175

183.6

140

99

111

H2

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10

10

12

132

187.25

7 0

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3

10 0

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255 5 17t>

0 6

8

8

10

8 8

10

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238.5

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1339 25

280

584

168

183,75

173.5

I 87

64,4

258

96.75

139

402

26.5

73

131.25

100,5 177.5

>152.65

118

101,5

96.25

99,5

238.5

169.65

149,5

101,1

43,9

133

187,75

144,6»

252 5

175

152 5 118.13

104,5 95,6

99.65 438 169.7o

149 101,65 i3.9 176,5 184,9

253 23

263,6 128.5

139.5

99 75

111

205,75 , 113

97 75

218

126.6

266

(68.13 185 171 219

126.5 266

154,4 155.5

193.25 181.5

-86 65 131

164.5

99,75 132.2a

143,5 132.75

188 144

233 75 122.25

Dividende an. ReichSbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.

8

. 0

. 0 . 0

. If

. 6

Essener S ctnkohle.....8

tielsenkrrchener f./» I 4

Harvener ..... 8

.5 . .8 . .5 6».

27,5

75,6

131

29,25

85.5

111

98.5

Bereinigte Ctablw- t. 9 3

Otaot Minen -

.7 .8 10 10 .6 10

10 . 8

10 . 7

16

8 9

0 .6

99.75

238

169,5

168,25 l 184,5 i 171 I 219.5 1126,13 1265 75 j 154.5

154.5

------ 121,75 144 25

2L t£ Bergmann . . . , Elettr Lieferungen . llichi und firafi Helten i tiuill amne tief - Elekir Uincnx Hamb lLlcktr Werte Rhein Elrktr . . Schlei. Elektr. . . , Schütten . . . < Siemens 4 HalSke . , Irun radio . . , Labmever <t ilo . . .

Buden,- . .

deutsche Erdöl . . . .

374.5

181,25

583,5

444

254

176

129.6

174

87

62.65

Daimler Motoren. Demag . . Adlerwert, Slever.

riudw Kotin Jfat Automobil . . Crrnfh-hi 4 .st ovvel Linke Hv'mann Lronbard Tietz Bamaa-t' egnm . . Franks Maschinen tirienet Hcvligenftaedt . . Fungbans . . Lechwerke . . . Matnkraknvcrke . « Miag . » . Nckarsulmer ...» Meters Union . . ffltbr. Roeder . . 5'0191 & Haeffner . Südd .Bodcr

253

263,5

stali Aschersleben KaltWelterrqem Kaliwerk Saltdetfurtb

?ti Far en Industrie nnamit Nobel ....

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Goldschmidt .....

Binarr-werk......

T?etaUadrUid>oft . . .

Cbcrftbltf Eisend. Bcdari Lderlchles stokSwerte Phonu Bergbau f '/, I Rdeutliche Brauokoblen Rdetnucchl

Riebett Wtoiitan ....

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Holländische Noten .... Italienische Noten......

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Temsch-Testerr., L100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schwei,er Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . - Ungarische Noten . .

SchnltdetL dayendoker. . 15

Cftrocrfe ... 12

Ber tilanzstoff .....15

Bembcrg ....... g

Wellston Walddof. . 12

Zellstoff Aschaffenburg . 10 lLharlotirnburger Wasser 7

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Berlin

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Datum:

17 2. ! 18 2.

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Berlin

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Datum:

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Seidelverarr Cement >

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140

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16,538

16,-'98

168,30

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111,67

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59.28

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112.51

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72 95

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Datum:

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167

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Barm t Bankverein 10

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Berliner Handei^geiellsch. 12

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Commerz, und Privat-Bk 11

177

177

177

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Tarnist. 11 Naiionalvank 12

231,5

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Deuiiche Bonk 10

164

105

164,25

164

Diskonlo-tieiellschosi Ant 10

159

158 25

158,5

159 4

Dresdner Bank 10

160,5

160.25

IbO 5

160,13

Mnteldcuuche Crrditbank 0

-

2202.1

pierallbank ........8

127,25

l!t8

RelchSbank ...... 10

195

195

195

17. ffcbr

18 ffebr.

Amtliche ticlö

Noti.rung

Brie

Amtliche Notierung

cÄcld

1 Briet _

21miM Non

168,54

168.88

168,48

168,82

Bnen.'Airer

1,791

1,795

1,790

1,794

Brff.-Annv

58.28

58,40

58,255

58,375

Chrffliania

111,42

'11.64

111,31

111,69

Vovendagen

112,16

112,38

112,10

112,82

Stottbolm .

112,36

112,68

112,31

112,53

HclnngsorS.

10,545

10.565

10,54

10,56

Italien. .

22,18

22.22

22,18

22,22

London. . .

20.414

20,451

20,407

20,447

Reuuork . .

4,1880

4,1960

4,1855

4,1935

Paris. . . .

Schweiz . .

16,46

16,50

16,445

16,485

80,57

60,73

80,52

80,68

Spanten .

10.88

71.02

70 88

71,02 1,967

Japan . . Rio de Jan Wien in D--

1,965

1,969

1,963

0.503

0.605

9,503

0.505

CtfL abgell

-8,98

59,10

j8,95

59.07

Prag .

12,413

12,433

12,407

12,427

Belgrad

7,359

7,373

7,357

7,367

Budapest.

73,17

73,81

73.16

73,30 3,031

19,47

Bul arten

3,027

3.033

3,025

^iffabon

13,58

13,62

19,48

Danzig .

81,60

61,76

81,57

81,73

staust ntin-

',121

2,127

2,113

2.125

A ti.cn

5.544

5,574

5,586

Tanada

1,1785

4,1865

4,176

1,184

Urn uov

4.276

4,281

4,271

20,93

4.279

Utiro

20.938

20 978

20.97

Berlin. 17 ffcbr.

| tield

Brrei

Ämcrilaniiche Noten.....

4,172

1,192

belgische 9loicu......

58,18

58,42

Dänische Noten......

111,93

1 j->'a7

Englische Noten ......

20.377

20.457