Aus der Provinziathauptsiadi
Gießen, den 16. Dovember 1928.
Lebensernst.
„Dom Ernst des Lebens zu sprechen, ist wahrhaftig unnötig, denn den betomml wohl lebet heute zu spüren." So könnte man denken und denkt man wohl auch, — wenn man vom Lebensernst recht weit entfernt ist. Der wirkliche Lebensernst ist meist etwas anderes als man gemenu- hin darunter versteht. Man kann durch bittere Trübsal gegangen sein und braucht ihn nicht empfunden zu haben. Man kann aber auch mit lachendem Gesicht durchs Leben gehen und doch ein Mensch sein, der den Lebensernst zutiefst cinpfunden hat und noch empfindet. Dicht an äußeren Dingen hän^t er, nicht das Gesicht macht es, sondern der Geist, der In uns wirkt, unser Denken und Handeln bestinmit. Auf ihn allein kommt es an.
Wenn wir -uns heute umsehen und prüfend, wägend scheuen, wir finden viel Ernst, viel ehrliches Suchen nach einer Erfüllung teä Daseins mit Sinn und wertvollem Jnhrlt. Liber dicht daneben finden wir auch wie Menschen nur an der Oberslüche hrrumplatschern, das Leben als ein leichtes Spiel nehmen, das geschenkt ist, wie man Kinderspiele schenkt, mit dem man unbedachtsam umgehen kann, sich hier- und dorthin treiben taffen: Gs ist ja gleichl Wenn nur die gegenwärtige Stunde Klang hatte. Welchen Klang, hat nur geringe Bedeutung.
Ist das wirklich so? Wir machen die Probe, wir las en die B.lcke ein wenig zurückschweifen. Sie heften sich auf die ausdrucksvollen Gestalien der Geschichte, an die bedeutenden Männer und Frauen, deren Dame über Jahrhunderte hinweg guten Klang besitzt und deren Werk uns so gehört, wie es denen nach uns gehören wird. Keinem begegnen wir, der uns nicht zu sagen hätte: Lebensernst war der Grundzug meines Wesens, und in ihm yi einer Vollkommenheit zu gelangen, wie sie unvollkommenen Menschen möglich ist, war mein Streben. Dicht einen finden wir, der für die Welt, für das Gmporringen der Menschheit Bedeutung hatte, von dem nicht zu sagen wäre, daß ihn tiefster Lebensernst erfüllte, daß sein Streben gekennzeichnet war von einem Ringen um Höchstes, ein Ringen, das persönlichen Ruhen und Ruhm hintanstel te, den kleinen Freuden des Daseins sein Wirken um hohe Menschheitsgüter überordnete.
Dcht jeder ist berufen, für höchste Kulturgüter der Menschheit an hervorragender Stelle zu wirken. Aber jedem von uns steht im Ausmaße feiner Fähigkeiten und nach Maßgabe seines Wirkungskreises eine solche Aufgabe zu. Mag sein Amt und seine Berufung noch so klein scheinen: er ist doch an seinem Platze wichtig. Mit mächtigen Hämmern möchte man es jedem in die Seele prägen: Auch auf dich kommt es an! Du lädst eine hohe Verantwortung auf dich durch das kleine Wort, das deiner nicht würdig ist: „Auf mich kommt es nicht an." Gs kommt auch auf dich an, wie es auf einen ßutfyer, einen Goethe, einen Kant an kam. Auch sie konnten so denken wie du: und die Welt wäre um Kulturgüter von höchster Bedeutung ärmer. Sie haben nicht so gedacht, und eine Welt hat es ihnen gedankt, eme Welt, die freilich oft erst später die Bedeutung erkannte. Es ist ganz gleichgültig, ob man dtt heute Beifall zollt oder dich heute schmällt; wenn nur dein Stern in der eigenen Brust hell genug strahlt, um dir den rechten Weg zu weisen. Der rechte Weg aber liegt nur dort, wo auch Lebensernst deine Schritt« lenken. Sr. Oer (Seneratfutturplan für Oberheffen.
Die Hessische Amtliche Pressestelle meldet: Durch die Presse geht eine Notiz, nach der der Generalkulturplan für den hohenBogelsberg fettiggestellt sei. (Wir haben diese unzutreffende Nachricht nicht gebracht. D. Red.) Das enspricht noch nicht den Tatsachen. Allerdings hat das Ministerium für Arbeit uüd Wirtschaft in einer Denkschrift bereits einen Plan entworfen, der u. a. auch die Errichtung von Deispielwirts cha f • t e n vvrsieht und Kostenoaranschläge aufstellt. Diese Planungen sollen aber zunächst mit den bäuerlichen Interessenten und mit Sachverständigen eingehend besprochen werden, ehe sie d i e endgültige Form gewinnen, die sie reif zur Vorlage an die gesetzgeberischen Instanzen machen.
Daten für Tamtztag, 17. November.
Sonnenaufgang 7.21 Uhr, Sonnenuntergang 16.09 Uhr. — Mondaufgang 12.13 Uhr, Monduntergang 19.80 Uhr.
1768: der Buchhändler I. PH. Palm in Schorndorf geboren (erschossen 1806); — 1796: Katharina II., Kaiserin von Rußland gestorben (geboren 1729).
Bornotizen
— Tageskalender für Freitag. Stadt- theater: „Gräfin Eva", Anfang 19.15 Uhr, Ende gegen 22.15 Uhr. — Deutsche Demokratische Partei: Versammlung, Redner Minister Korell, 8.15 Uhr, im
(Tafd Leib. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Rasputins Liebesabenteuer". — Astoria-Lichtspiele: „Mattste und die chinesische Truhe".
— Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute abend, 19.15 Uhr, findet die letzte Aufführung der Ope- rette „Gräfin Eva" statt, die mit dem Ensemble des Reuen Operettentheaters Frankfurt einen so starken Erfolg errungen hat. — Sonntag vormittag, 11.15 Uhr. 2. Tag des Kammerspiel- zhklus. Dach einleitenden Worten des Intendanten Dr. Rolf P r a s ch wird das von ihm inszenierte „Streit- und Trostgespräch", „Der Ackermann aus Böhmen", aus dem 14. Jahrhundert von Johannes v. S a a z aufgeführt. Der „Ackermann aus Böhmen" ist für eine sonntägliche Morgenfeier außerordentlich geeignet. — 18 Uhr geht „Die Ballerina des Königs" als Fremdenvorstellung in Szene. Es ist dies die letzte Ausführung des beliebten Lustspiels. Durch die vorzügliche Besetzung: Barberina (Matta Koch), Friedrich 11. (Hans Ta nnert), Spielleitung (Rudolf Goll), wurde die Erstaufführung ein starker Erfolg.
— Der Obst- und Gartenbauverein Gießen veranstaltet am Sonn agnachn ittag zwei Dorträge über Heröst- und Binterarbeiten im Garten. Däheres in der heutigen Anzeige.
— Dortrag über Schneelaufen und Flußwandern. Man schreibt uns: C. I. Lu - t he r (München) spricht am Mittwoch, 12. Dez., abends, in der Deum Aula der Unrverfität über „Schnee — Ski — Paddeln — ein Lichtbildervortrag über Schneelaufen und Fluhwandern". Allen denen, die die Datur lieben, steht ein Abend auserlesenen Genusses bevor. Luther, der bekannte Schriftsteller und SpottSmann, hat schon in vielen größeren Städten gesprochen. Er versteht es. feine Zuhörer mit hinauszunehmen in Sonne. Schnee. Wildwafser und noch einmal Sonne. Seine Lichtbilder, die auf einer selten künstlerischen Höhe stehen, bestätigen das geistvolle, mit naturechtem Humor gtfprvchene Wort. Der Dottragende bringt uns den weißen Winterwald, die majestättschen Berge unb die strömenden Wildwafser in die neblige Stadt. Auch für Amateurphotographen wird der Dottrag von besonderem Reiz sein. Sie werden den Photvpraktiker erkennen an seinen immer wieder eingestreuten Winken. Der Dottrag erfolgt auf Veranlassung des Ski-Klubs Gießen. Däheres wird noch bekanntgegeben.
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** Gefallenen-Ehrung der Landes- ilnit>«rfität Am SamStag, 24. Dovember, wird in der Denen Aula der Landes-Universität die feierliche Enthüllung des Ehrenmals für die im Weltkriege gefallenen Angehörigen der Ani- versitüt stattfinden.
•* Sitzung des Provinzialausschus- s e s. Am Samstag. 17. Dov., vormittags 8.30 älhr beginnend, findet im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen statt. Tagesordnung: Stellung des Hoherods- kopfes unter Denkmalschutz; hier: Berufung der Gemeinde Breungeshain gegen das Urteil des Kreisausschusfes des Kreises Schotten vom 28. September 1927. Beschwerde des Polizei- bieners und Schneiders Rühle in Kaschen gegen die Entscheidung des Kreisamts Friedberg vom 27. April 1928 wegen Zugehörigkeit zur Schneiderzwangsinnung des Kreises Friedberg. Klage des Bezirksfürsorgeverbandes Frankfurt a. M., vertreten durch das Slädttsche Wohlfahrtsamt, Kreisstelle 11, gegen den Dezirksfürsorge- verband des Kreises Friedberg auf Erstattung von Krankenhauspflegekosten des Jakob Gehweiler aus Bissingen. Klage des Rudolf Roth in Friedberg auf Aufhebung des Bescheids des Kreisamts Friedberg vom 6. September 1928 wegen Dersagung des Wandergewerbescheins für 1928. Gesuch der Anna Seim zu Lardenbach um Erlaubnis zum Betriebe einer Konditorei mit Kaffeeausschank.
Erneuerung der Lessing st raße. Der Bauzaun vor bem Finanzamtsgebäude entlang der Goethe- und Lessingsttaße wird jetzt beseitigt. Bevor jedoch die Lessingstraße benutzt werden kann, ist eine gründliche Instandsetzung erforderlich, weil die Strafte durch das Anfahren von Daunratettal und durch die Benutzung als Lagerplatz statt gelitten hat. Hoffentlich werden diese Arbeiten alsbald in Angttff Genommen, damit bte Straße benrcht werden kann, wofür ein dringendes Bedürfnis vorliegt.
•• Wandergewerbescheine und G e° Werbelegitimation slarten für das Jahr 1 929. Das Polizeiamt weist darauf hin, daß die in Dettacht kommenden Gewerbetreibenden ihre Anttäge auf Deuausstellung von Wandergewerbescheinen und Gewerbelegi ima- ttonskarten für das Jahr 1929 alsbald bei den zuständigen Polizeirevieren stellen, damit sie bis zum Anfang des nächsten Jahres im Besitz der erforderlichen Legitimationspapiere sein können.
*• Eine Achtzigjährige. Ihren 80. Geburtstag kann morgen. 17. Dovember. in körper
licher und geistiger Fttfche die Witwe Jettchen Rosenbaum, Dammstrafte 32 wohnhaft, begehen.
■= Ehrungen im Hessischen Jagdklub. Wie alljährlich, so hat der Hessische Jagd- llub auch bei feiner diesjähttgen St. Hubectusfeier wieder zahlreiche Ehrungen verdienter Mitglieder vorgerwrnmen. Wir nennen nachfolgend die Geehrten, soweit sie in O b e r h e s s« n wohnen. Es erhielten die silberne Schnepfen- münze: Wilhelm Reif, Hof Hasselhecke: Georg Reuß, Friedberg; Förster Rodarner, Engelrod; Hilssförster Röper, Büdingen; Förster Willhardt, Karlshof bei Schlitz; Förster Walther, Maulbach. — Die goldene Ehrennadel des Klubs für eifrige Werbetätigkeit erhielten: Helmut Best, D.eder-Wöllstadt; Karl Frick, Friedberg; Gg. Reuß, Friedberg; Will' Zörb, Friedberg; Robert Ziegler, Altenstadt; Schütz, Ost- Heim. — Die Ehrenplakette wurde Ober- forstmeister Seeger, Schlitz, verliehen als Anerkennung für vorbildlichen Jagdbetrieb auf den Gräflich Schlihschen Revieren. — Ferner erhielten die Ehrenplakette mit Diplom für die umsichtige Leitung der Ortsgruppe Bad-Dauheim und die Verdienste um die Lubiläumsfahrt 1928 Zahnarzt Dr. Haustein und Oberbaurat Derck, Dad-Dau- heim. — Eine weitere Plakette erhielt Kunstmaler Geilsuft, Bad-Dauheim.
=■ Preisgekrönte Jagdtrophäen oberhessischer Jäger. Bcr.n diesjährigen Hubertus,est des Hessischen Jagdklubs in Da r inst a d t waren die in der Zeit von Hubertus 1927 bis Hubertus 1928 von Mitgliedern erbeuteten Jagdtto',.häen ausgestellt. Die sorgfältige Durchsicht und Prämiierung hat inzwischen slattgefun- den. Die Ausstellung umfaßte die Abteilungen Rothirsche, Damschaufler, Rehbocke, Gamskrickel, Keilergewehre, Sonstiges. Soweit oberhessische Trophäen in Betracht kommen, lassen wir das Ergebnis der Prämiierung nachstehend folgen. Es wurden prämiiert: Damschaufler: mit der Goldenen Medaille für einen Damschaufler aus Oberhessen (Gatter), erlegt von Prinz Diether zu Dfenburg und Büdingen; Silberne Medaille für einen Damschaufler aus Oberhessen, erlegt von Fürst Carl zu Psenburg und Büdingen; Goldene Medaille für eine Kollektion von 5 Damschauflern aus Oberhessen (Gatter), erlegt von Prinz Diether zu lIsenburg und Büdingen. Rehböcke: Goldene Medaille für den besten Dock aus Oberhessen: Gutsbesitzer Ewald (Assen- heim); Goldene Medaille für den zwtttbesten Rehbock aus Oberhessen: Oberforstmeister Seeger (Schlitz); Silberne Medaille für den drittbesten Bock aus Oberhessen: Karl Frick (Friedberg); Bronzene Medaille für einen guten Bock aus Oberhessen: Mühlenbesiher Goppel (Pfordt bei Schlitz). Keilergewehre: Silberne Medr.ille für ein Paar Keilergewehre aus Obrrhesseii: Pächter W. Reif, Hasselhecke bei Bad-Dauheim.
die Türe zu ihrer Wohnung und begehrte Einsatz, erhielt ihn aber nicht. Jetzt gab er sich für einen Polizei beamten aus und verlangte als solcher Im BefehlStone. eingelassen zu werden, wies auch auf einen Zettel hin, der ihn als Polizeibeamten legitimiere. In einem Mitbewohner des oberen Stockes wurde dadurch tatsächlich der Glaube erweckt, die Polizei sei im Hause. Wegen Amtsanmaßung erhielt der Angeklagte eine Woche Gefängnis. Bei der nämlichen Gelegenheit war auch die Türfüllung eingeschlagen worden. Der Dachweis der Täterschaft des Angeklagten konnte aber nicht erbracht werden, weshalb in dieser Richtung Freisprechung erfolgte.
Kirche und Schule.
z G r ü n 6 e r g. 15. Dov. Die Herbstkon- ferenz des Dekanats Grünberg sand unter bem Dorsitz des Dekans Schmidt und in Gegenwart des Oberhirten der Provinz am Dienstag hier statt. Dach dem geschäftlichen Teil referierte Pfarrer Dö11 (Wirberg) über das vom Landeskirchenrat bestimmte Thema über Ziel, Stoff und Anordnung des Konfirmandenunter- richts. In eine Besprechung des Referats wurde wegen der vorgeschriebenen Zeit nicht eingeteetcn, vielmehr die Besprechung auf die nächste Konferenz verschoben. Der Eupettntendmt gab a'er einige Ergänzungen zum Referat. Dach der Mittagspause fand eine Besprechung der letzten Landeskirchentagung statt im Anschluß an einen Bericht des seitherigen Abgeordneten Georgi Ermenrod. Die beeechllgte Kritik an der Tagung und die schwerwiegenden Folgen für die Pfarrer und die gesamte Landeskirche kamen allgemein zum Ausdruck. Eine anschließende Pfarrvercins- Derfammlung, berufen vom Der.rauensmann Döll und geleitet von Schick (Queckbom). behandelte die Wahlen zum Land s irch-ntag. Um die beiden Mandate bewerben sich drei verschiedene Pfarrer und drei Dichtpfarrer, während bei der letzten Wahl eine Einigung aus zwei Kandidaten im Dekanat Grünberg zustande gekommen war.
Berliner Börse.
Berlin. 16. Dov. (WTB. Funkspruch) Da Anregungen zu einer Belebung des Geschäftes heute nicht vottiegen. bewegt sich die älmsatz- tätigfeit wieder in sehr engen Grenzen. Man hört Schuckert etwa 237, Siemens 405 vis 405,50, und Farben 249 bis 250. Am Devisenmarkt nennt man Patts 124.09, Mailand 92.54, Madrid 30.0750, den Dollar 4.1980 und das Pfund 4.8480.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, den 17. November. Vorabend 4.30 Uhr; morgens 9; abends 4.50 und
Amtsgericht Gießen.
* Gießen, 9. Dov. Eine besonders unübersichtliche und deshalb für den gesamten Fahrzeugverkehr gefährliche Stelle ist der Krcu'punkt der Stein- und Weserstraße, weil jene gerade dort eine erhebliche Biegung macht. Grofte Dorsicht ist daher beim Passieren dieser Stelle geboten. Ein Motorradfahrer hat sie eines Morgens, als er zur Arbeit fuhr, außer Acht gelassen und den Unfall hervorgerufen, der ihn heute auf die Anklagebank führte. Durch einen Augenschein wurde festgestellt, daß der vom OSwaldsgarten herkommende Fahrer vorschriftsmäßig auf der rechten Seite der Steinstrahe fuhr, aber In allzustarkem Tempo, das Dorübergehenden auffiel. Statt am besagten Kreuzpunkt weiter die rechte Seite einzuhalten, fuhr er fast unmittelbar an der Krümmung der (Strafte in schräger Richtung nach der anderen Straßenseite zu und stieß mit einem von der Marburger Strafte herkommenden Radfahrer zusammen. Dieser war, vorschriftsmäßig die rechte Seite einhaltend. gerade im Begriff, einige vor ihm herfahrende Fuhrwerke zu überholen, kam dadurch der Mitte der Strafte nahe und kollidierte dort mit dem Motorrad des Angeklagten. Hätte dieser die Kurve vorschriftmäßig genommen. so wäre der Unfall fraglos vermieden worden. So hatte er sich wegen fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten, denn der Radfahrer war zu Fall gekotnmen und hatte sich nicht unerheblich verletzt. Der Motorradfahrer schien heute seine Schuld einzusehen, denn er erkannte das auf Geld lautende -Urteil sofort an.
Ein spät Abends in einer Wirtschaft weilendes Ehepaar hatte angeblich Grund zu der Befürchtung, es könne beim Betteten seines Hau'es von Mitbewohnern angefallen werden, und bat deshalb den Angeklagten, mit ihm nach Hause zu gehen. Er tat dies auch, und andere schlossen sich ihm an. Doch hatte er keinerlei Gelegenheit, irgendwie helfend einzugreifen, ergriff aber die Gelegenheit, seinerseits gewalttätig gegen Mitbewohner des Hauses vorzugehen. Der Angeklagte postierte sich mit seinen Begleitern vor
5.30 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 17. November. Freitag abend 4.15 Uhr; Samstag vormittag 8.30; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 5.30. — Wochengottesdienst: morgens 7; abends 4.
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