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Der MochmHadamarsor Gericht.
Täter die Fürsorgeer-iehung zu beantragen.
O Dornholzhausen, 15. März. Bei der im hiesigen Gemeindewald stattgehabten Drennholzverstetgerung wur^n folgende Preise erzielt: Buchenscheit und Knüppelholz 32 bis 35 Mk.. Eichentnüppel 30 brs 35 QT» je 2 Raummeter, Duchentvellen 10 bis 15 QEr Eichenwellen 8 bis 10 Mk. je 50 Stück, Kiefern» knüppel 4,50 Mk. je Raummeter, gemischte Wellen 4,50 Mk., Kiefernwellen 4 bis 5 Mk. je 50 Stück. Kiefernstockholz 4 bis 5 Mk. je Raummeter, Fichtenstangen 3. Klasse 0,80 bis 1 Mk. ie Stück, 4. Klass« 2 bis 3 Mk., 5. Klasse 2 bis 2 50 Mk., 6. Klasse 1 bis 1,50 Mk., 7. Klasse 0*50 bis 1 Mk. je 10 Stück. — In der Turnhalle wurde aus Anlaß des hundertjährigen Jubiläums der Rheinischen Mission in Barnten der von der F t l m st e l l e B e t h e l hcrgestellte Film „2uf Dorposten im Urwald einer heidnischen Insel" durch einen BeaUitragten der Filmstelle Bethel vorgesührt. Missionar Bähr, Groß- Rechtenbach, der lange Jahre im Dienste der Rheinischen Mission gestanden hat, hielt zu den einzelnen Bildern ausklürende Dorträge. Mit einem gemeinsam gesungenen Liede und einer Ansprache nebst Gebet des Pfarrers Schneider (Hochelheim) wurde die Veranstaltung geschlossen. Der Reinertrag ist für die Jubiläumskasse der Barmer Mission bestimmt.
Kreis Limburg.
WSN. Limburg, 15. März. In den letzten Tagen ist hier und in der Umgebung eine große Anzahl falscher Zweimarkstücke in Umlauf. Im benachbarten Eschhofen wurden gestern 44 solcher Stücke und in Limburg zwölf festgestellt und eingezogen. Die Polizei verfolgt bereits eine bestimmte Spur.
Warnung vor dem juristischen Studium.
Die Bereinigung der Borstände der Deutschen Anwaltskammern schreibt uns:
Die Bereinigung der Dorstände der Deutschen Anwaltskammern sieht mit steigender Besorgnis, in welchem Maße die Zahl der Studierenden der Rechtswissenschaft ständig zunimmt. In Preußen ist seit dem Jahre 1913 die Zahl der die Rechte Studierenden von 6000 aus 12 300 gestiegen: die gleiche Entwicklung ist in anderen deutschen Ländern zu beobachten. Die Zahl der Rsi-rendare in Preußen beträgt zur Zeit etwa 5000. Ihre Unterbringung in staatlichen oder kommunalen Stellen wird nur zum kleinsten Teile möglich fein, und daher wird der größte Teil der Anwaltschaft zuströmen. Dieser Zuwachs wird aber die Aufnahmefähigkeit der Rechtsanwaltschaft erheblich übersteigen. Schon heute ist die deutsche Rechtsanwaltschaft als überfüllt anzusehen, und die Einkünfte einer nicht geringen Zahl deutscher Anwälte bleiben mehr oder weniger erheblich hinter dem zurück, was selbst bei bescheidensten Ansprüchen für einen standesgemäßen Unterhalt erforderlich ist. Die Gefahr, welche dieser Zustand nicht nur für die Rechtsanwälte selbst, sondern auch für die Rechtspflege in sich birgt, wächst, wenn die Zahl der Rechtsanwälte weiterhin in solchem Maße wie in den letzten Jahren zunimmt. Dte Bereinigung der Dorstände der Deutschen Anwaltskammern hält sich für verpflichtet, auf diese Gefahr hinzuweisen und gegenüber dem noch immer fortdauernden Andrang zum jurist'schen Studium warnend ihre Stimme zu erhuLen.
WER. Limburg. 15. März. Unter starkem Andrang des Publikums begann hier heute morgen vor dem Schwurgericht der M ord- Prozeß gegen den 52jährigen Kraftfahrer Franz Harth aus Hadamar, geboren zu Weißtirchcn im Taunus. Harth hat am 29. Oktober v. I. die geschiedene und zweimal verwitwete Frau Bunke erstochen. Rach der Anklage soll Harth die Tat vorsätzlich und mit Ueberlegung begangen haben.
Zunächst wurden die persönlichen Verhältnisse des Angeklagten eingehend erörtert. Harth ist unzählige Male vorbestraft, u. a. zweimal wegen Kindesunterschiebung und einmal wegen Ehebruchs. Er war bereits zweimal geschieden. Als er im März v. I. eine längere Gefängnisstrafe in Freiendiez verbüßt hatte, wurde er mit der Frau Bunke in Hadamar bekannt, bei der er sich bald einquartierte und mit ihr zusammenlebte. Frau Bunke hatte fünf unmündige Kinder und hoffte, daß der Angeklagte sie heiraten würde. Sie hat ihn verschiedentlich finanziell unterstützt im Bertrauen darauf, daß er ein reicher Mann sei, wie er immer behauptete, ihm u. a. zwei Hypotheken aus ihr Haus gegeben und Bürgschaft geleistet. In letzter Zeit kam es aber zu Zerwürfnissen, als Frau Bunke merkte, daß Harth sie nicht heiraten wolle. Als am Morgen des Mordtages ein Gläubiger schriftlich die Hypothek auf das Haus der Frau Bunke kündigte, kam e! zu ci.i m schar,en Zusammenstoß zwischen Harth und der Frau, in dessen Berlauf Harth die Frau zu Boden schlug. Als eine Rachbarin dazwischentrat, ließ Harth die Frau in ihr Schlafzimmer gehen. Als kurz darauf Harth das Schlafzimmer betreten wollte, fand er es verschlossen und öffnete die Tür mit einem Beil. Er forderte von der Bunke Geld, die ihm darauf das Portemonnaie an den Kopf geworfen habe. Sie seien dann in einen heftigen Streit gekommen. Die Frau habe aus dem Bett ein Messer gezogen und ihn in die Brust gestochen, aber nur leicht verletzt. Daraufhin habe er in höchster Erregung ihr das Messer abge- nommen und es der Frau in die Brust gestoßen, Frau Bunle sei umgefallen und habe gebetet. Der Angeklagte begab sich dann in die Parterreräume, da gerade der Gerichtsvollzieher kam, um seinen Lieferwagen zu pfänden. Die Frau Lanio, die in demselben Hause wohnte, hat er dann gebeten, für die Kinder zu kochen, da Frau Bunke schlafe. In aller Gemütsruhe hat Harth dann in der Rachbarschaft Einkäufe be-
Aulomatische Ziehung bei der Staatslotterie.
Die sensationellen Betrügereien der Lotteriebeamten Böhm und Schleinstein hatten die Generallotteriedirektion veranlaßt, nach einem sicheren und zuverlässigen, sowie automatischen Ziehungssystem Umschau zu halten. Eine ganze Reihe von Erfindungen, die in diesem Zusammenhang angeboten wurden, mußten wegen Unvollständigkeit abgelehnt werden. Rur einige wenige Dorschläge konnten zur engeren Wahl gestellt werden. Unter diesen Vorschlägen befindet sich nun auch, eine Konstruktion des Ingenieurs Schnee, Hagen, welche bei dem Ziehungsvorgang jeden Betrug und jede U n regel
sorgt. Als er wieder zurückkam. zog er den Dolch aus der Brust der Frau. Dabei wu.de i m schlecht und er legte sicy auf das Bett, bis die Kinder heraufkamen und schreiend der Rachbarschaft verkündeten, was geschehen war. Der Angeklagte flüchtete darauf, wurde aber von der Polizei und dem Publikum gesteslt.
Der Dorsihende hielt dem Angeklagten vor, daß er heute eine neue Darstellung der Tat $ebe. Zuerst habe er gesagt, er und Frau Bunke hätten ausgemacht, gemeinsam zu sterben: dann habe er behauptet, die Frau habe das erst ge agt, nachdem sie das Messer in der Brust gehabt habe, und jetzt behaupte er, die Frau tm Streit erstochen zu haben. Der Angeklagte erklärte, erst als die Frau gestochen worden sei, habe sie gesagt: „Jetzt wollen wir zusammen sterben".
Rach der mehrstünk m Vernehmung des Angeklagten wurde als e. e Zeugin Frau Lanio, die im Hause der Ermordeten wohnte, vernommen. Harth habe sich immer als Herr im Hause aufgespielt. Frau Bunke habe sehr unter ihm zu leiden gehabt und immer von Ahnungen gesprochen, so daß sie einmal erklärte: „Die Sache mit Harth kostet mir noch das Leben." Die Zeugin schilderte bann, wie sie bei dem ersten Zusammenstoß am Mordtage den Streit geschlichtet habe, und wie die Tat entdeckt wurde. Die Verhandlung wurde darauf auf morgen vertagt.
Neuer Mord auf dem Westerwald?
WSR. Riederzeuzheim (KreisLimburg), 15. März. Gestern abend wurde in dem Stall des Landwirts Kalt die Ehefrau Horn tot aufgefunden. Die Frau hatte am Abend im Stall gemolken. Als man sie infolge des langen Ausbleibens suchte, fand man sie mit einer schweren Schädelverlehung am Boden liegend tot vor. Rach Aussage der Angehörigen soll die Frau von einer Kuh aufgespießt worden sein. Verschiedene Momente, u. a. der Hm» stand, daß nach den bisherigen Feststellungen die Leiche nur eine klaffende Wunde am Hinterlopf ausweist, lassen den Verdacht einer gewaltsamen Tötung auflonmen. Die Limburger Staatsanwaltschast war die ganze vorige Rächt an der Fundstelle tätig und hat sich auch heute nachmittag wieder dorthin begeben. Die Frau stand im Alter von 45 Jahren und war Mutter von zehn Kindern.
Mäßigkeit automatisch auSschalt et. Der Ersinder hat seine Maschine bereits allen in Frage kommenden Fachleuten vorgeführt und auch beim Patentamt angemeldet. Auch dem Auslande, Amerika, Schweden und Spanien ist die Maschine angeboten worden. Die ganze Anlage besteht aus 30 je 4,60 Meter hohen Säulen, von denen jede 5 Systeme ä 10 Kegel oder Hauptverteiler enthält. Heber jedem System befindet sich ein Dorverteiler, so daß insgesamt 150 Dorverteiler _ orhanden sind. Heber Dem gesamten Apparat liegt in zentraler Anordnung ein Serienverteiler, d. h. ein Verteiler, der eine Kugel «auf die einzelnen Systeme ober Serie verteilt. Die Kugel
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Buntes Allerlei.
läuft dann weiter auf dem Kegel, wo sie in einer Rummernöfsnung verschwindet, die bann durch eine K appe sofort automatisch verschlosfen wird. Jede Klappe hat nur eine Rümmer, so daß eine Doppelstehung nicht vorkommen kann. In demselben Augenblick, in welchem sich eine Klappe schließt, werden Losnummern und Gewinnbetrag leuchtend an die Wand des Raumes geworfen und gleichzeitig auf einem Kontrollstreifen gedruckt, wodurch eventuelle Satzfehler, wie sie bei den Gewinnlisten schon vorgekommen sind, vermieden werden. Die ganze Anlage wird ungefähr 3 Millionen Mark kosten, aber von unbegrenzter Lebensdauer fein, da sie fast gar nicht abgenutzt wird. Da nach den bisherigen Dispositionen der Generalverwa tung der Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie die kommende Ziehung noch nach dem alten System gehandhabt werden soll, dürste erst bei der übernächsten Ziehung b efer Apparat, der im Augenblick die meisten Aussichten für die Inbetriebnahme bei den Ziehungen hat, zur Verwendung kommen.
Radio In der Zelle.
Die „Voss. Ztg." knüpft an die Rachricht, daß der preußische Justizminister anläßlich der Einweihung eines Vortrag^saales im Uniersuchungs- gefängnis einige „neue Zellen" b e s i ch - t i g t habe, eine Reihe von Mitteilungen über die Pläne zur Reform der Untersuchung s- haft. Das Blatt schreibt: Die „neuen Zellen", denen der Besuch des Ministers galt, bedeuten nichts weniger als den Ausgangspunkt einer grundlegenden Reform der Untersuchungshaft. Ganz im stillen haben die zuständigen Behörden, das Strafvollzugsamt und das preußische Justizministerium, das von der Oefsentlichkeit wiederholt geforderte Reformwerk in Angriff genommen, alle theoretischen und bureaukratischen Erwägungen zurückgestcl t und zunächst zwei V ersuch szellen geschaffen, um auf Grund der hierbei gewonnenen praktischen Erfahrungen die weiteren Schritte zu unternehmen. Der Grundgedanke der Reform ist, dem Hntersuchungsgefan- genen den Hebergang aus der Freiheit in die Gefangenschaft zu erleichtern. Hastpsychosen sind besonders bei Hnterfuchungsgefangenen eine häufige, wohlbekannte Erscheinung. Die Absicht geht dahin, dem Hntersuchungsgefangenen eine Wohn- und eine Schlafzelle einzu- räumen. Denn gerade das Anaewiesensein auf einen Raum von wenigen Quadratmetern Hm- fang ist für den der Freiheit Beraubten schier unerträglich. Ferner sollen die Wände B i lösch m u ck. die Fenster Vorhänge erhalten, und das Mobiliar soll nicht mehr in der bisherigen, nie'oerdrückenden Dürftigkeit gehalten werden. Darüber hinaus will die Behörde dem Unter* suchungsgesangenen die Benutzung des Radio gestatten. Allerdings ist die K o st e n f r a g e noch ungelöst.
Barum ärgern Sie sich immer wieder, daß Ihre Zahn- pafta beim Gebrauch io spritzt und Ihnen febesmaf 3bre Sachen bcichmutzt? Ver uchen Sie einmal die M0X-vi^kä.-Zahnpasia, sie besitzt dieien Fehler nicht, sie ist bester und dabei bedeutend «partamer.
BiOX-ULTRA Die bfarkschäumende Sauerstoff-Zahnpasta wird von Dielen Zahnärzten ais beste ejiftterenoe Zahnpasta bezeichnet u. leibst benutzt. Kleine Tube 50 Pf.
fßeim Angebot von Zigaretten wird vielfach -gas sagt, ihre Qualität würde verbürgt durch eine Pecstellung nach modernen, .patentierten Verfahren, rieten Lizenzen sonst niemand, besäße. - Seien Sie mißtrauisch! "Warum? - Patente oedüegen AeineQualität.ts glAt keinedei Patente, Sriteneen oriec Eclüi= dangen, die imstande wüten, aus einem Salak von gedngec Sode einen guten machen, ts gilt kein Vecfahcen, an einem an sich schon guten und teilen Ja&ah noch eine Vec= edelung zu Aeuäehen, und es hedad dessen- auch nächt'.
Sa&ah ist ein Tlaiucptodukt,
und nut durch Auswahl bester und gut zueinander .passender Arten wird der WohCgesdunack erzielt. Alle anderen tßehaupiuagen gehören deshalb
mut' in das Peich ded Pabel. - "Unsere Salah? meister sind im Orient geboren und kennen seit ihrer Pindheit die Eigenschaften desSa&aks genau. Siesoc? deren und mischen unsere Palake auf Qrund ihrer fahr? zehntelangen Erfahrungen, sie wachen mit größter Sorgfalt und Aufmerksamkeit darüber, daß die Pabake vor geglichen störenden Einflüssen behütet werden und ihnen dec reinste Qeschmack, das edelste Aro= ma erhalten bleiben. P)ie Pro= dukticn von Qceiling: Auslese geschieht durchaus nach die? sen Erfahrungen. Diese .Marke kann daher von keiner Ziga?
rette in dieser Preislage im "Wohlgeschmack übet? boten werden. Verwöhnte Poucher, welche eine Zigarette edelster Pabake lieben, wählen daher nut
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