Ausgabe 
15.8.1928
 
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kungen ausüben können, ist babei für unsere De- ttachtunyen unerheblich.

Das Aukaebcm des B-gr-.lles der Anzlchungs- kraft ist geeignet, unser Weltbild wesentlich zu vereinfachen, es ist mit den Erfahrungen de« täglichen Lebens in Einklang zu bringen und uns z B. zu zeigen, aus welchen Quellen die Wärme der Welttörper stammt. Würde z. 2. dem Kern unserer Erde mcht dauernd von außen her neue Wärme zugeführt. so mühte sie in den Jahrbillionen ihres Bestehens längst bis in ihren innersten Kern erkaltet sein. Auch die Befürch­tungen. untere Sonne werde dereinst den Kälte­tod erleiden, sind hiernach ganz unbegründet: Sie wird im Gegenteil immer gröher und heiher werden. Mer wir brauchen uns darum keine Sorgen zu machen, denn diese Mühlen mahlen noch langsamer als Gottes Mühlen. Aus der neuen Betrachtungsweise ergeben sich aber auch noch andere Folgerungen, zum Teil ganz merk­würdiger Art: Wir wissen ja. dah das Gewicht leine Eigentümlichkeit eines Körpers an sich rst. denn er hat schon auf unserer Erde am Pol ein anderes Gewicht als am Aequator: auf einen an­deren Weltkörper gebracht, kann sich sein Gewicht aus ein Vielfaches seines irdischen Gewichtes steigern oder sich aus Bruchteile davon vermin­dern. Worum das so fein muh. folgt aus unseren Betrachtungen von selbst. Darüber hinaus aber ergibt das Durchdenken der neuen Anschauung zwangsläufig, dah auch die Gestatt eines Stör» per« einen Einfluh aus sein Gewicht haben muh: beispielsweise muh ein wagerechter Körper aus einem Weltkörper schwerer fein als ein senkrecht stehender gleichen Inhalts, sreilich ist der Unter­schied so klein, dah er nur bei ganz großen Kör­pern gemessen werden könnte. Auch die oft er­örterte Frage, ob die Anziehungskraft Zeit braucht, erledigt sich bei der neuen Betrachtungs­weise von selbst, nicht in dem Sinne allerdings, dah etwa ein Körper einige Zeit unbeeinfluht schwebt. bis er der allgegenwärtigen Kraft folgt. Aber felbstverständlich braucht die Druckkraft zur Durchdringung der Körper Zeit.

Selbstverständlich werden gegen solche neuen Anschauungen Einwendungen erhoben, denn es ist natürlich schwer, eine Betrachtungsweise auf» zugeben, die einem schon in der frühesten Jugend ei.ngehämmert worden ist. So hat sich gegen jede neue Lehre zunächst Widerspruch erhoben. Es ist aber als Sicherheit anzunehmen, dah sich die Anschauung vom Bestehen einer Anziehung«» kraft nie hätte durchsetzen können, wenn man von Llnsanq an Drucüräste als die Ursache des Zusammenstrebens der Körper und ihrer Teile angesehen hätte.

Wirtschaft.

Das umgekehrteMade in Sermany".

Die britische Regierung hat einen Ausschuß ernannt, um die Durchführung eines .kürzlich erfolgtenParlamentsbeschlusses zu überwachen, der die Einführung einer S chutzmarke für britische landwirtschaftliche Pro­dukte bezweckt. Gleichzeitig soll durch diese Marke, die in einer Landkarte Englands mit der britischen Flagge besteht, die Qualität des betreffenden Prodiütes klassifiziert werden.

Denkt man um einige Jahrzehnte zurück, fo wird man diesem Totgang eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung bevmefsen müssen. Denn damals hat das englische Parlament mit dem sogenanntenTrade-Marks-Act" verfügt, dah alle ausländischen Produkte die Bezeichnung ihres Herkunftslandes tragen müssen. Diese Bestimmung, die feit über 30 Jahren l wirksam ist, richtete sich vornehmlich gegen die »steigende Einfuhr deutscher Erzeug- f nisse, und man hoffte damals durch die Dor- schrift des Made in Germany eine ab» ' schreckende Wirkung auf den Käufer in England und feinen Kolonien ausüben zu können. Denn die deutschen Industrieerzeugnisse waren anfäng­lich nur wegen ihrer Billigkeit, nicht wegen ihrer Qualität gesucht. Aber das Ergebnis war ein un­erwartetes. Mit der wachsenden Vervollkomm­nung der deutschen industriellen Technik wurde die aufgezwungene Bezeichnung sehr bald zu einer Qualitätsware, zu einer Propaganda, und obwohl einzelne alte britische Industrien, z. D. die Sheffielder Stahlwaren dadurch eine schwere Konkurrenz erhielten, haben im Grunde beide Teile von der ursprünglich prohibitiv gedachten Maßnahme profitiert: England durch einen ver­mehrten Zwischenhandel in deutschen Er­zeugnissen zwischen Deutschland und den über­seeischen Absatzgebieten. Deutschland durch eene vermehrte Ausfuhr.

Man hat mehrfach die Abschaffung dieses Ge­setzes in England erwogen, hätte aber auch da­durch nicht verhüten können, daß die deutschen

Industriellen ihre Erzeugnisse weiterhin wahr­heitsgemäß mit dem Ausdruck Made in Germany versahen, wie sie das in der Tat auch in Fällen getan haben, wo das englische Gesetz die Richt- anwendung der i.lrsprungsbezeichnung gestattet hätte. Man hat dann umgekehrt ^administrativen Protektionismus" betrieben, indem man schikanöse Bestimmungen für die Größe und die Anbrin­gungsweise z. B. auch bei ganz kleinen und seinen Gold» und Silberwaren und dergleichen erließ. All das hat die nützliche Wirkung der gejault beut- schen Schutzmarke nicht beeinträchtigt, die England unseren Erzeugnissen ursprünglich m unfreund­licher Absicht auszwang.

Und nun erleben wir d i e Umkehrung: ein nicht gesetzlich im Wege des Zwanges, aber doch auf breiter regierungsmäßiger Balis burchgefuyr- tes Verfahren, um nach erfolgloser Diskriminie­rung ausländischer Erzeugnisse die e i gen cn Landesprodukte werbemäßig zu kennzeich­nen! Das Ergebms steht dahin. Denn alle^Der» suche, das Rationalgefühl in die eigenen Wirt- schastsinteressen einzuspanneii. sind bisher an dem Automatismus gescheitert, mit dem der Konsu- ment nach der billigsten und besten Ware greift. Immerhin zeigt das englische Bor­gehen ein wachsendes Verständnis der Regie­rung für d.e Bedeutung der Masfenpropaganda überhaupt. Denn jede in großen Massen auf» tretende charakteristische Kennzeichnung von Waren hat eine solche Propagandawirkung eine un­gewollte. wie das BeispielQllabe in Germany". .Made in Holland" zeigt, und eine gewollte, wenn der neue englische Versuch daS Eindringen einer Qualitätsvorstellung für englische Erzeug­nisse in das Bewußtsein der Verbraucher erzielen sollte. Aber es ist immerhin charakteristisch, daß die britische Wirtschaft und die Regierung heute in der Devin sive zu den gleichen Mitteln greifen muffen, die fic dereinst offensiv gegen Deutschland angewendct haben. Die Entwicklung zur Zwischenstaatlichkett der Wirtschatt wird dabei freilich übersehen.

Oer Lohnkampf im Oillgebiet.

WSR. Dillenburg. 14. Aug Die in dem Arbeitgeberverband der Siegerlän­der Gruben- und Hütte ugesellschaf- ten zusammengeschlosfenen Eisen- und Metall- irck)ustriellen-Werkc des Gebietes an der Dill und oberen Lahn haben zu dgm Arbeits- k a m p s in der Eisen» und Metallindustrie in diesem Gebiet in einer offiziellen Erklärung sich an die breite Öffentlichkeit gewandt und eine Darlegung gegeben, der folgendes zu entnehmen ist: Die Former- und Gießereiarbeiter der Bur­ger Hütte haben unter Bruch des Ar­beitsvertrages ohne Einhaltung der acht­tägigen Kündigungszeit am 14. Juli 1928 d.e Arbeitniedergelegt und Souberlohn- forberungen gestellt, trotzdem zur selben Zeit von den Schüchtungsstellen für die gesamte Eisen- unb Metallindustrie allgemeine Lohnver- handlungen im Gange waren. Die Former- unb Gießereiarbeiter haben ben Ausgang dieser Verhandlungen nicht abgewartet, sondern sind ohne weiteres in einen wilden Streik eingetreten. Mehrfache Verhandlungen zwischen den Ver­tretern der Belegschaft und der Wertleitung unter Beteiligung der Organisationsführer und des Kreisausschusses brachten durch Entgegenkom­men der Burger Hütte eine wesentliche Aende- rung. ^lnbegreiflicherweise gelang es den Gewerk­schaften jedoch nicht, die Belegschaft der Burger Hütte zur Wiederaufnahme der Arbeit unter Den angebotenen Bedingungen zu veranlassen. Eine kleine Minderheit? eines Betriebes ist mithin die Veranlassung zur A n s s p e r r u n g zu einem Zeitpunkt, in Dem bie Konjunktur all­gemein nachläßt und die Konkurrenzbe­triebe die noch vorhandene Arbeitsgelegenheit für sich und zum Schaden des Wirtschaftsgebietes an der Dill und oberen Lahn aus nützen. Der da­durch auch für die Arbeitnehmer entstehende Rachteil ist für längere Zeit unabsehbar.

* Günstige Entwicklung der hessi­schen Sparkassen. Die Spareinlagen find bei den hessischen Sparkassen im ersten Halbjahr von 115 Millionen Mark auf 135,5 Millionen, also um 22,5 Millionen Mark, ober im Monats­durchschnitt um 3,75 Millionen Mark gestiegen, die Giroeinlagen von 23 Millionen auf 27,7 Millionen Mark. Im ersten Halbjahr betrug der Zuwachs an Spareinlagen 18,4 Millionen Mark.

* Aufhebung der Berliner Medio» liquidation ab 1. Oktober. Der Berliner Börsenvorstanb, Avteilung Wertpapierbörse, hat in feiner gestrigen Sitzung, wie WTB.-Handels­dienst erfährt, einstimmig beschlossen, bie Medio» liqulbation vom 1. Oktober 1928 ab aufzuheben.

* Heber 9000 Aussteller auf der Leipzi ger Herb st messe. Die Zahl der Aussteller zur bevorstehenden Leipziger Herbst-

meffe ist um fünf Pro-ent hoher als zur Herbst­messe des Vorjahres. Sie dürfte Damit Die Zahl 9000 überschreiten. ä f

Einrichtung eines Kvhlenhan- delslehrganges in Kassel. Einer An­regung des Präfsdenten des Zentralverbandes der Kohlenhändler Deutschlands, e.2.. Berlin. Senators 25 ic finger, folgend, haben sich die in diesem Spitzenverbande zukammengeschlossenen Landesverbände der Kohlengroßhandelsuntemev» mungen und des Kohlenplatzhandels im letzten Jahre besonders um die Frage der Schaffung eines sachlich durchgebildeten und feiner Verant­wortung der Allgemeinheit gegenüber bewußten Rachwuchses im Kohlenhandel bemüht. Der Ver­band rheinisch-westfälischer Kohlenhändler. Essen, hat bereits verschiedene Kohlenhandelslehrgänge unter dem Damen »Wiesinger Schule. Essen", abgehalten. Die dort gesammelten erfreulichen Erfahrungen haben nunmehr auch den Landes­verband der Kohlenhändler von Hessen-Daffau. Oberhessen und Waldeck, e. V. zu Kassel mit ilntcrßütiung der Syndikate und des Kohlen­großhandels veranlaßt, in der Woche vom 13. bis 18. August 1928 in Kassel Aneit solchen Wiesinger-Schul-Lehrgang abzuhalten, der unter Leitung des geschäftSführenden Vorstandsmitglie­des des genannten Verbandes. Syndikus Fritz Krull steht. Ein besonderer Fortschritt gegenüber dem dem Essener Lehrgang zugrunde liegenden Programm besteht darin, daß aus einem Kohlen - lagerplahe in Kassel die modernsten Lagereinrich­tungen. Kohlentippwaaen, Trecker. Transport­bänder und alle sonstigen in Frage kommenden Hilssmaschinen in der Praxis vorgesührt werden.

Verhandlungen über den Abbruch der Zeche Hagenbeck. Die zum Mülheimer Bergwerksverein gehörige Zeche Vereinigte Ha­genbeck. auf der seit dem 15. Juli nicht mehr ge­fördert wird, soll nunmehr auf Antrag der Ge­sellschaft abgebrochen werden In den nächsten Tagen wird über den Abbruch verhandelt werden.

I. A. Maffei QI. - ©.. München. Die Generalversammlung genehm-gte die bekannte Ge­winn- und Derlustrechnung und damit dir Aus­schüttung von 4 Prozent Dividende. 42 294 Mk. werben auf neue Rechnung vorgetragen. Bezüg­lich der Aussichten für bas laufende Geschäfts­jahr wurde seitens der Verwaltung mitgeteilt, baß auch für dieses Jahr mit einem mäßigen Gewinn zu rechnen sei Die Reorganisation der Betriebe und die Stärkung der iverkaufsorgani- fationen im In» und Auslände haben gute Fort­schritte gemacht. Die End? 1927 in Angriff ge­nommene neue Stahlgießerei werde anfangs Sep­tember in Betrieb genommen: sie werde zum Er­trägnis des laufenden Geschäftsjahres beitragen. Ferner sei die Neukonstruktion des Maffei- Schnelkzngwagens. einer schnellaufenden auto­mobilartigen Straßenzugmaschine, beendet und praktisch erprobt. Man werde mit der normalen (öetrenfabrifafion im Oktober beginnen. Der Auf­tragsbestand sei zur Zeil mindestens doppelt fo hoch, wie im Vorjahre. Bei der verhältnismäßig langen Herstellungsdauer der Fabrikate des Werks sei jedoch erst im Jahre 1929 mit der Auswirkung bet borüegenben großen Bestellun­gen zu rechnen.

* Aus bet* französischen Stickstoff- inbuftrie. Der französische Stickstoff-Konzern Air ßiquibe, der u. a. synthetisches Ammoniak nach dem Verfahren von Elaube herstellt, konnte in den ersten . Monaten d. I. die Ammoniak- erzeugmrg um mehr als 100 Prozent gegen die gleiche Zeit des Vorjahres steigern.

Frankfurter Börse

Frankfurt a. M., 15. August. Tendenz: un­einheitlich. Die heutige Börse eröffnete bei all­gemein großerGeschäftsstille. Neue Orders waren bei den Banken kaum eingetrofsen, und auch die Spekulation verhielt sich meistens zurückhaltend, zumal keine besonderen Anregungen Vorlagen. So Forinte auch der Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse keinen stärkeren Anreiz bieten. Die Grund­stimmung blieb jedoch freundlich, da einige Nachfrage, die sich für einige Spezialwerte erhielt, dem Markte eine Stütze bot. Vor allem blieben Adler Kleyer gefragt, die erneut um 2,5 o.H. an- ziehen konnten, lieber die Kreise, die nun schon seit längerer Zeit diese Käufe vornehmen, herrscht an der Börse immer noch keine volle Klarheit. Für Montanwerte bestand weiter Interesse. Mannes­mann konnten 1,38 d. S). gewinnen. Gelsenkirchener und flarpcncr Werte waren gegen die etwas schwächere Abendbörse leicht gebessert. Rheinstahl eröffneten etwas niedriger. Gefragt war Reichsbank mit plus 1 v. H. 9m übrigen war die Kursentwick­lung uneinheitlich, wobei die Veränderungen auf beiden Seiten kaum über 2 v. f). hiimusgmgcn. Am Elektromarkt lagen Siemens 1,75 v. H. höher, wah­rend AEG. 1,50 v.ch., Chadeattien 3,75 Mark und Licht L Kraft 1,75 d. 5). nachgaben. Am Chemie- markt lagen Farben und Scheideanstalt bei größter

Geschäftsstille uitverändett Zellstoff werte verloren 0,5 d. S). schifsadriswerr« lagen eher etwas schwa­cher. Deutsche Anleihen waren still. Von auslandt- ichen Renten Türken gefragt und höher, ebenso er­holten sich Anaiolier. Rumänen blieben beachte:. Im Verlaufe tonnte sich das Geschäft in Spezial- werten etwas beleben und die Tendern wurde freundlicher. Gefragt waren besonders Reichsbank plus 1 v. ferner Farben plus 1 p. S). und einige Elektrowcrte. so Siemens, die 2,25 v. H. gewan­nen, sowie AEG. mit 0,50 o. S). Zum bevorstehen­den Zahltag war Tagesgeld zu 7,5 d. 51 etwas ge­suchter. Am Devisenmarkt ließ das Dollarangebvt heute nach, di« Mark lag wieder etwas schwacher. Mark gegen Dollar 4,1975, gegen Pfunde 20,361. London gegen Kabel 4.8530. Pari» 124.28, Mai­land 92,82, Madrid 29,10, Holland 12,1038.

Berliner Börse.

Berlin. 15. Aug. Während man im heutigen Dorrnittagsvcrkehr noch freundlich gestimmt war. zeigte btc Dorbörse eine überwiegen o schwächere Haltung. Zu ben ersten Karlen fanj etwas Ware heraus, bie das Kursniveau um 1 bi*. 2 Pro», brückte. DaS Geschäft war heute wieder sehr gering, zu bem Fehlen ber Äunben- orders kam noch hinzu. baß bas Rheinland und Südbeutschland infolge bes katho'.i chem Feiertages .heute fembheben. Kunstseiden'.-, cle waren aus­gesprochen schwach und beeinflußten auch btc übrige Börse. StwaS wirkte an diesem Markte bic Feststellung, baß in bem Bericht übet bie Atbeitsmarkttage zum erstenmal öntlaffungen von Arbeitern in ber Äunftfeibeninbuftrie stärker zum Ausdruck kamen. Auch neuerliche Preisreduzie­rungen. so zum Beispiel in Amerika, verstimm­ten. Wenn auch bie ersten Kurse einige Prozente über ber Borbörfe logen, verloren biefe Werte icVoch etwa 1 Proz. Der Montanmarkt lag ver­hältnismäßig beruhigt in der Ansicht, daß es zwilchen England und Deutschland in der Zonen» frage in absehbarer Zeit doch einmal zu einer Einigung kommen wirb. Hier waren meist ein» Prozent«gr Erholungen festzustrllen. Essener Stein­kohlen zogen um 4 Prvz. an. Kaliwerke lagen, gestützt auf guten Absatz, gut behauptet. Poly- phvn bei kleinstem Umsatz 8 Proz. schwächer. Farben unb Elektrowcrte lagen, wir schon gestern, anaeboten und büßten 2 btS 3 Proz. ein Am Geldmarkt war im Zusammenhang mit dem mor­gigen Zahltag, der jedoch keine Schwierigkeiten bringen dürfte, etwas Rachfrage Tägliches Geld 5 bis 7 Proz.. Monatsgelb 8 bis 9 Prvz. Warenwechsel 67/. Proz. Deutsche Anleihen lagen eher elwaS schwächer. Ausländer zeigten kaum 'Veränderungen. Der Pfandbriefmarkt war noch unübersichtlich. 3m Verlauf war' das Geschäft noch geringer im Umfang. alÄ zu Anfang Itur am Montanmarkt war etwas größerer Umsatz zu verzeichnen. Die Haltung blieb uneinheitlich. Die anfangs florier gebrückten Werte konnten sich leichter erholen, während auf ber anderen Seite Rückgänge von 1 Proz. zu verzeichnen waren.

Frantfurter «circiDcbÖrfe.

Frankfurt a. M . 15-Aug. 3m Anschluß an die festen Auslandnotierungen war bie Ten­denz am heutigen Produktenmarkt etwas ge- lestigter. Lebhaftes 3ntcreff< wandte fich Weizen ineue Ernte) zu. der 0,50 Mk. anziehen konnte. Auch Roggen (neue Ernte) war 0,25 Mk. teurer. Im Einklang damit war auch die Tendenz am Mehlmarkt etwas freundlicher. Weizenmehl 0,25 entart teurer. Es wurden notiert: Weiten 24.75 Marl. Roggen 23.75. Sommergerste (für Brau­zwecke) 27.50 bis 28. Hafer (ml.) 26.75 bis 27. Mais (gelb, für Futterzwecke) 23 bis 23.25. Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 34 bis 34,25, Reggenmehl 33.50 bis 34. Weizenkleie 14,15. Reggenkleie 15,50 Mk. Tendenz: gefestigt.

Berliner s^rjc.uicnbvrjc-

Berlin, 14. August. Die festeren Auslandmcl- düngen konnten das Geschah nicht wesentlich be­leben. Die etwas erhöhten Cisoffertcn für Ausland- getrcide sanden nur vereinzelt Interesse. Inland« weizen neuer Ernte wird nur in bescheidenem Aus­maße offeriert, die Käufer halten jedoch mit Ar.« ichaffungen zurück. Das Angebot von Inlandrogacn neuer Ernte ist für den Bedari ausreichend, an der Küste besteht vereinzelt Frage für nahe Pvsitivnen, zur Erfüllung von Exportabschlüssen. Die Preife waren wenig verändert, Gebote liegen eher etwas niedriger. Ain Mehlmarkte ist das Geschäft weiter klein, Roggcnmchl in nahen Pofitionen vereinzelt bei gedrückten Preisen unterzubiingen. Das Ange­bot von Hafer ist normal, Abschlüsse werden nur vorsichtig getätigt. Wintergerste wird nur spärlich angeboten, das Geschäft ist klein. Von Somme.- gerftc kommt täglich mehr Material heraus, dl« Brauereien sind mit Anschaffungen sehr zurückhak- lend. Am Liefcningsmarkte lag Weizen etwa» fester, besonders in den späteren Sichten. Rogg n gab im Preise etwas nach.

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