Ausgabe 
14.9.1928
 
Einzelbild herunterladen

Zweifellos ist dieses eme Acheteegel. die für den Kraftfahrer unter Umständen von probier Bedeutung sein tann, da es letzten Endes doch immer die Gerichte sind welche nach freiem Trmes'en zu entscheiden haben, ob den Trlorder- niten Xt GeschwindigkeitSvorschrift tm Sinzel- fall Genüge getan ist oder nicht. Sine Norm, die auf alle auch nur einigermaßen aleichgeartcten Fülle gleiche Anwendung finden vnntc. gibt es nicht. Stets kommt es auf die jeweils vorliegen­den besonderen Umstünde an.

Und doch ist auf den ersten 'Blüf bin schon zu sehen, daß von den maßgebenden Instanzen, vor allem vom Rerchsaericht selber. Anforde­rungen aii den Kraftfahrer gestellt werden. die nicht anders alS überaus hoch zu bezeichnen sind. Soll er nach ihnen doch stets so fahren, daß schon die Entstehung einer konkreten Gefahr mit all chren Zufälligkeiten tunlichst ausgeschaltet wird. Jeder, der selber einmal daS Steuer eines Wagens in der Hand «halten hat. weiß, was das in der Praxis zu bedeuten hat. Nicht allein nämlich, daß er ständig mit dem unvorfchristSmähizen Fahren anderer Fahrzeuge zu rechnen hat, auch unbesonnenes und ungeschick­tes Verhalten von Personen, die seine Fahrbahn kreuzen, hat er in den KreiS seiner Berechnung zu stellen. Alte, gebrechliche Leute sowie Jugend­liche nehmen hicrvei eine augenscheinliche Sonder­

stellung ein. Wird doch ko z.B. bei Kindern deren oft unberechenbares und vernunftwidriges Der- halten schon von vornherein als Erfahrungstat­sache unterstellt. Nicht selten wird angenommen, daß das DoiHandensein einer 2 ier rad- br e m s r den Kraftfahrer von ter, strikten Inne­haltung ter geschwindigkeitSbelchränkenden Vor­schriften befreie, ihm also höhere Geschwindig­keiten gestatte, bzw. längeres Beibehalten der­selben. Dies trifft jedoch in dieser Form nicht zu. Das hieße nichts anderes, als die große Bedeu­tung .zu verkennen, die dir technischen und psychi­schen Brems st recke bei jedem plötzlichen Stoppen des Fahrzeuges zukommt. Gin mit etwa 35 Stun­denkilometer. also ein unter Umständen durchaus zuläs.ig schnell fahrender Wagen kann bei wirk­samer Vierradbremse und guter psychischer Be­schaffenheit des Fahrers erst bei l 1 Meter VremS- fttedc zum Stehen gebracht werden. Lechs Meter braucht der Wagen, um überhaupt zum Halten zu kommen. Das ist die technische Brems strecke. Die psychische aber kommt dadurch zustande, dah zwischen dem Augenblick, in dem der Fahrer die Bremsnotwendigteit erkennt und dem, in welchem er nach allgemeinem psychologischen Gesetz reagiert, mindestens eine halbe Sekunde vergeht, eine Zeitspanne, die genügt, um die Näder weitere fünf Meter fortrollen zu lassen. Das alles sollte zu denken geben und den Kraft­

fahrer dann auch veranlassen, nur fo schnell zu »ähren, als die jeweilige Bremsstrecke mit der Gefahrcnmöglichkeit auf der Fahrbahn in einem vernünftigen Verhältnis steht.

DaS moderne Fahren wird von Miseren Psycho­logen nicht selten als eine .Konfliktslösung' be­zeichnet. bei der zwei an sich nicht miteinander übereinstimmende Anforderungen zu vereinbaren sind: Geschwindigkeit und Sicherheit. Wie der Kraftsahrer im Einzelfall diesen Wider­streit überwindet, darin offenbart sich gerade seine Individualität. Experimentelle Beobachtun­gen auf diesem Gebiete haben gelehrt, daß wir zwei nahezu unveränderliche Typen von Kraft- wagenführem zu unterscheiden haben. Die einen von ihnen fahren von Anfang an schnell mit dem stillen Vorsatz, langsamer zu fahren. wenn es nötig ist...! Das sind die. die auf einer Zick-Zack-Bahn überall anstohen. Die an­deren fahren verhältnismäßig langsam ab. ent­schlossen. eine mittlere Geschwindigkeit möglichst beizubehalten. Das sind die zuverlässigen, siche­ren Fahrer. Eine recht intcrefante Zweitei­lung, die es in ihrer Art jedem Kraftfahrer ermöglichen sollte, bei einiger Selbstkritik auch für Me eigne Eignung einen angenäherten Maß­stab zu finden. Dr. 2.

Turnen, Sport und Spiel.

Zußballänderlampf Deuischland-Oanemarl.

Zum vierten Male werden sich am kommenden Sonntag im neuen Nürnberger Stadion die Nationalmannschaften von Dänemark und Deutschland gegenüberstehen. Die vorange- gangenen drei Spiele haben stets mit einer Niederlage der deutschen Mannschaft geendet. So verloren Wir daS erste Treffen 1912 in Kopen­hagen mit 1:3 und wurden auch 1913 in Ham­burg mit 4: 1 von den Dänen geschlagen. Nach dem Kriege erfolgte erst 1927 die Wiederauf­nahme der sportlichen Beziehungen. Wiederum unterlag die deutsche Mannschift in Kopen­hagen mit 1:3. Besitzt Dänemark In seinen Ver­einen keine überragenbe Mannschaft, so stellt die Nationalelf aber ledesmal eine sehr spielstarke Einheit bar, die für denDanebrog" mit voller Hingabe kämpft und nur sehr schwer zu schlagen ist. Die deutsche Mannschaft steht also am nächsten Sonntag vor einer schweren Aufgabe, wenn sie siegreich bleiben will. In der Ausstel­lung ist nur noch die Besetzung des Torhüter- postenS ungetlärt. da Wentorf, Altona 92, von seinem Verein suspendiert und der ursprünglich ausgestellte Stuhlfauth von seinen Verletzungen noch nicht vollständig hergestellt ift. Sonst werden spielen: Verteidiger: Beier, Weber' Läufer: Knöpsile, Gruber, ßeinberger; Stürmer: Rein- mann, Horn, Schmid II., Pöttinger, Hofmann. Dänenrark stellt dem gegenüber: Tor: NielS Han­sen. Verteidiger: Holm, Hasn; Läufer: Lastyein, Jensen, Laursen; Stürmer: H. Hansen. Svend Hansen, 3 argen Jen, Petersen und Stolz.

Gpielvereinigung 1900 Gießen.

ö. DaS durch widrige Umstände am ver­gangenen Sonntag nicht zum AuStrag gekommene Spiel der Ligamannschaft der Spielvereinigung 1900 G eßen gegen die BezirkSligaelf vom Verein für Bewegungsspiele Kurhessen 05 Marburg ftndei nunmehr bestimmt am kommenden Sonn- tegnachmittag auf dem Sportplatz an der LiebigS- statt.

Besonders erwähnenswert ift noch, daß nun­mehr. nach Beschluß der Wahlver amrnlung des W. T. D. in Es en. die Marburger Vereine in der 1. BezirkSligaklasse und die (Siebener in der 2. BezirkSligaklasse die kommenden Meister- fchastsspiele austragen. Die Begegnung am Sonntag gibt daher dm denkbar heften Vergleich über bie Spielstärke b?r hüben obersten Spiel- klasten in Hes en-Hannover. insbesondere, da ja wohl beide Mannschaften, dis bestmög.iche Auf­stellung (wie zu den VsrbandSspielen) wählen werden.

19008 Ligareserve empfängt die 1. Elf vom Turn- und Spielverein Steindorf bei Wetzlar zum noch ausstehenden Nückfpiel. Auch dieses Vorspiel verloren die Blauwrißen seiner-eit in Strinborf 5:2. Am kommenden Sonntag erwartet man jedoch allgemein die Einheimischen auf eigenem Platz nut kompletter Mannschaft als slcyere Sieger.

Die dritte Elf der Vereinigten trägt ein Rück­spiel in Daubringen auS. und da der Gegner. 'Saubringens 1. Mannschaft, über beträchtliche Spielstklrke verfügt, so ist der Ausgang bei Mcfcm Treffen nicht vorauSzusagen.

Die Iugendpflichtspie'e nehmen weiterhin ihren

Besonders schwer wird es die 1. Jugend in Butzbach Wim Spiel gegen die 1. Iugendelf vom dortigen Verein für Aasen: viele haben, da Butzbach zu d?n spielstärksten Iugendmannschaf- ten im Gau Diesten-Wetzlar zählt. Dis Giehener werden wohl in ihrer derzeitig geschwächten Auf­stellung um eine Niederlage nicht herumkvmmen. DaS ift ab« auch gar nicht von Belang, die Hauptsache ist, dast schöner und fairer Sport geboten wird.

Die 2. Jugend spielt vormittags auf eigenem Platz gegen die 1. Jugend von Niederweifel. Ein Sieg der 1900« liegt tm Bereiche der Mög­lichkeit.

Nach dem Ligaspiel messen noch 1900# und Heuchelheim» 1. Schüler die Äräfte auf dem grünen Aasen. Die'e Begegnung dürfte bei gleichem Können febr interessant werden und wahrscheinlich unentschieden cnbcn

Vormittags und nachmi tags zwischen den Spielen und in den Pausen trägt die Leichtathle- tifabfefiuna der Spielvereinigung 1900 Gipsten d e DereinSmcisterschalten für Senioren und Jugend au 8.

». s. 3.

Die Ligamannschaft fährt am nächsten Sonntag nach Kirchhain, um der Liga des dortigen Sportvereins ein Rückspiel zu liefern. DaS Vorspiel endete mit dem für Kirchhain sehr schmeichelhaften Aesultat von 5:2. Die D.s V.- Mannschaft tritt in ungefähr der glichen Auf­stellung an, tote in den letzten Spielen. Trotz mehrfachen Ersatzes darf man von ihr erwarten, dast sie die Niederlage vom Vorspiel durch eine.- Sieg wieder wettmacht, wozu fie in der Lage -ft wenn sie dieselbe Stiftung aufbringt, wie - ihnen letzten Spielen. Keineswegs darf sie den

Gegner unterschätzen, der den nicht geringen Vor­teil des eigenen Platzes hat.

Die A.-H.-Mannschaft hat aus hie­sigem Platz die Alte-Herren-Glf von Frohn- Hausen-Dill zu Gast. Auf dem dortigen Platz konnte sie nur knapp mit 2:1 gewinnen, wird jedoch diesmal in der Sage sein, ein hö­heres Aesultat herauSzuholen.

Don der Iugendabteilung sind sämlliche Mann­schaften auf dem Plan. Die erste Iugend­elf ist in Laubach Pflichtspielgegner der dor­tigen ersten Jugend. Nach ihrem am Sonntag erzielten 3.1-Sieg über Spielvereinigung 1900 zu urteilen sollte man ihr auch einen knappen Sieg über Laubach voraussagen können.

Auf eigenem Platz hat die zweite Iu- gendmannschaft ebenfalls un Pflichtspiel Die erste Jugend Gr. -Busecks zum Gegner. Sie sollte gegen die spielstarken Gr.-Vusecker wenig Siegesaussichten haben.

Die dritte Iugendmannschaft trägt in Garbenteich ein fälliges Rückspiel (Ge­sellschaftsspiels gegen dessen erste Iugendmann­schaft aus. Auch fie wird sich sehr zu wehren haben, wenn sie nicht unterliegen will.

Die erste Schülerelf trägt auf eigenem Platz ihr zweites Pflichtspiel gegen die «ft« Schüler bee Wetzlarer Sportvereins aus. Sie wird sich sehr anstrengen müssen, wenn sie ge­winnen will, da die Wetzlarer Schüler mit zu ihren stärksten Gegnern zählen.

Die zweite Schülermannschaft löst in Garbenteich eine Aückspielverpflichtung ein. DaS Vorspiel konnte sie mit 4:1 für sich ent­scheiden, wird jedoch Mühe haben, auf dortigem Platz ein ebenso gutes Resultat zu «zielen.

Fußball in Heuchelheim..

D. f. B. A st l a r ist der ©egner des Sport­vereins Heuchelheim am kommenden Sonntag in Astlar. Astlar ist sehr Iptelstark, was es gelegentlich ber KreiSwettkärnpfe des Kreises Wetzlar in diesem Sommer bewiesen hat.

Die Jugend empfängt auf dem Heuchel­heim« Plätze die Jugend von Steinberg im VerbandsspiÄl. Die Heuchelheimer müssen sich sehr anstrengen, wenn sie gegen die guten Gäste gewinnen wollen.

Arbeiter-Turn- und Gpoeibund.

D« brüte Sonntag der Nachrunde bringt den Sportfreunden der näheren Umgebung GisstenS einige interessante Treffen.

In Lollar stehen sich Naunheim I gegen Lol­lar I gegenüber. Hi« wird es ein interessantes Spiel werden, wenn Lollar dis Nerven behält und nicht auSernanberfänt, wie es am Sonntag geschah. Naunheim wird alles daransetzen, al- Siegcr den Platz zu verlassen.

Diesten Ib hat Alsfeld I auf dem Trieb zum Gegner. Alsfeld, das am vergangenen Sonntag bewiesen hat, dast eS Wied« auf der Höhr ist, wird auch dieses Spiel für sich entscheiden wollen, doch dürft« Diesten Ib ihm dies nicht leicht werden lassen.

Wetzlar I tritt in Wieseck der dortigen I. Mannschaft gegenüber. Auch Wetzlar hat in den letzten Spielen bewiesen, dast es wieder tm Kommen ist. Wieseck. das durch Abgang einiger Spiel« mit Ersatz antreten muh. wird sich dran- halten müssen, wenn es als Sieger den Platz verlassen will.

In der zweiten Klasse hat Naunheim II Rod- beim II zu Gast. Hier treffen zwei gleichwertige Gegner auseinander, wovon der glücklichere Sie­ger bleiben wird.

Kinzenbach I geht nach Niedergirmes, um gegen die bortige I. Mannschaft anzutreten. Hier werden sich die Gäste anstrengen müssen, wenn sie keine Enttäuschung und Niederlage nach Hause bringen wollen.

Wieseck kl fährt nach Beilstein. Wohl gewann Wieseck das Vorspiel hoch 8:1. Ob es diesmal ttneber zum Siege reichen wird, steht in Frage.

Grvhen-Linden i hat AlSfeld 11 zu Gast und wird sich aus eigenem Platze Steg und Punkte nicht nehmen lallen.

Hachborn I geh nach Oppenrod Nimmt Oppen­rod seinen Gegner nicht ernst, dürsten die Gäste Sieg« un Spiel bleiben.

Burkhardsfelden I hat Daubrtngen I zu Gast. Hier treffen gl-ichwerttge Dean« aufeinander, wovon b« glücklichere Sieger bleiben wird.

In der Jugendklasse bat Diestens Jugend ToriS' Jugend zu Gast. Hier werden die Ein­heimischen Sieger bleiben. Wiesecks Jugend geht nach Klein-Linden, um sich ber bärtigen 3ugenb -u stellen. Hier treffen gleichwertige Gegner aus­einander. Der Ausgang dieses Spieles ist un- getoift. Kinzenbachs Jugend fährt nach Groh- Seelhevn und durfte dort einen ebenbürtigen Gegner finden. Auch tn diesem Spiel wird der Glücklichere Sieg« bleiben.

$u66a(b (Stdöfef ampf München »Bern.

Für das am Sonntag in München stattfin- benbe Futzballfvtel zwischen den Stäbtemarat» tchasten von München und Bern wurde folgen Sc München« Mannschaft ausgestellt ErU, Kut­ter«. Schmid: Aenstendörfer. Pledl Wendl:

Well«, Haring«, Nobar»«, Schmid II. Stigt- bauer. Dte bekannten Stürm« Pöttinger und Hofmann konnten nicht berücksichtigt werden, da beide für das am gleichen Tage angesetzte Länderspiel DeutschlandDänemark ausgestellt sind.

Fußball im Bezirk Main-Hessen.

Am kommenden Sonntag herrscht tm Be­zirk Main-Hessen wieder Dollbetrieb. In d« Gruppe Main wird d« bis jetzt un­geschlagene 6. E. Rotweib Frankfurt seinen Öicgeszug durch ®«mania Bieber nicht unter­brechen lassen, trotzdem der Giginculing am ver­gangenen Sonntag dem Mainmeister einen Punkt abnehmen konnte. Eintracht wird aber gerade auS diesem Grunde g.'gen die Sp. Bgg. 60/94 Hanau alle Sorg alt aufwenden, um nicht neuer­dings unliebsame Einbusten zu «leiden. Die Ofsenbacher Kickers sehnt die Wannschast vom F. Sp. V Frankfurt bei sich und werden ihm den Sieg .schwer machen, wenn sie ihn auch schließlich am Punktgewinn nicht hindern können. Der F. V. 03 Fechenheim wird der Aschaffen- burger Viktoria kaum einen Punktzuwachs ge­statten. Sehr hart wird in Hanau um den Sieg gekämpft toetben müssen. Der F. T. 93 Hanau hat den F. Sp. F. Frankfurt. Union Niederrad die Eintracht geschlagen. Wie sie sich nun untereinanb« verhüten, bleibt abzuwarten.

In der Gruppe Hessen interessiert vor allem das Ortstreffen in Worms zwischen Wor- matia und Alemannia. Beide stehen zur Zeit an ber Tabellenspitze. Man must Wormatia die besseren SsigeSauSsichten zubilligen. Die Sp- Dem. Höchst wird auch weiterhin punktloS blei­ben, beim der F. IS. Langen ist ein stark« Gegner. D« V. f L. Neu-Isenburg hat Ger- mania Wiesbaden kaum zu fürchten, und Hassia Bingen scheint selbst auf eigenem Platze gegen die HP. Vgg. Arhrilgen keine allzu groben Hoff­nungen hegen zu dürfen.

Leichtathletik der Gp.-Dg. 1900.

DereinSmeisterschast am kommenden Sonntag.

ö. Dec h«annohende Herbst mahnt zum Ab­schluß der Leichtathletilsaison. Vorher will jcdvch die Leichiathletikabteilung der Sp. Dgy. 1900 noch einmal alle ihre Mitglieder zum friedlichen Wett­streit innerhalb der eigenen Reihen versammeln. Die Vereinsmeisterschaften am Schluß der Saison sind tn doppelter Hinsicht wertvoll: einerseits geben sie jedem noch einmal Gelegen­heit festzustellen, inwieweit « sich in fein« per* sönlichen Lei,ungs>oh gle.1 geft Igeri h l. anderer­seits bieten fie den Außen steh.nden eine Hand­habe, sich ein Bild über die Größe, daS Können und die Leitung ber betreffenden Abteilung zu machen. Dessen werden sich auch die 1900« Leicht­athleten bewußt sein fxi der Besetzung und Austragung ihr« fast all« leichtathletischen Dis iplinen urnfasienden V«einZm.isterfchaften.

ist mi. der Tellnchme von insgesamt 80 Lricht- atmeten zu rechnen, fo dah sowohl in den Sinzel- konkurrenzen, als auch in den Staffeln interessante Kämpfe zu erwarten sind.

Deutsche Iugendkrast.

Für nächsten Sonntag hat die Spielabteilung d« D. 2.K. Gießen die Hand« und Fußball­spieler der D. I. K. Dieber bei Offenbach zu einem Gesillscha tSspiel auf dem Univerii äsS or p - tz verp, lichtet. Dach dem Handballspiel findet ein Fußball-GesellfchaitLs^ie ftait. Im Ha dball ist das Treffen offen, trotzdem der D. I. K. Bieber mehr Spielerfahrung zugesprochen werden muß. Die 1. Fußballmannschaft der D. 3. K. Dietzen mutz sich sehr wehren, wenn sie nicht eine zu hohe Niederlage einstecken wlll.

ZRoödufc Germania Gießen

Die «fte Mannschaft des Radtlubs Germania, die tn diesem Jahve schon mehrere große Er­folg» errungen hat und Gaumeister im Mann­schaftsfahren ist. konnte am Sonntag bei der Gaustafettenfahrt üb« 50 Kilometer unter fünf Mannschaften tn ber glänzenden Zeit von 1.33 St. mit 8 Min. Dorsprung vor 1885 Mar­burg einen weiteren Sieg nach Hause fahren. Die siegreiche Mannschaft besteht auS den Fah­rern: Gebr. Preis, Shibto. Volz. Fritz Holbrich« und Ludw. Schlund.

Leichtathletische Wettkämpfe in Bochum

Die internationalen leichtathletischen Wett­kämpfe, die d« Turn- und Sportverein Bochum am Mittwoch abend veranstaltete, lameh vor etwa 7000 Zuschauern zum AuStrag. Finnlands Weltrekordmeister Paovo Nurmi Härtete im 5000-QHcter»2au?en. Boitze- Hamburg und Scha um bu r g - Hünffe waren wieder feine schärfsten Gegner, die ab« nur bis 1000 Meter, die in 2:55 zurückgsleat wurden, mit dem Fin­nen sich auf gleicher Höhe halten konnten. 2000 Meter durchlief Nurmi in 5: 49 vor Boltz«, der 5:51 benötigte Dann machte sich Nurmi ganz frei und passierte 3000 Meter in der glän­zenden Zeit von S: 46. Schaumburg, der anfangs zurückgefallen war. arbeitete sich wieder

nach vom und behauptete den zweiten Platz sich« vor Volpe. Nurmi -lieferte noch einen prächtigen Endspurt und zerriß tn 14:47 das Zielband. Schaumburg wurde zweiter, während Boitze den dritten Platz besetzte.

In der kurzen Strecke über 100 Meter formte der deutsche Altmeister Hou den einen viel­bejubelten Sieg in 10,5 erringen. Cammer* der schon geschlagen war. strauchelte kurz vor dem Ziel und zog sich eine schwere Sehnen^rrung zu. Der Dortmunder I o na th konnte dadurch den dritten Platz besetzen.

Heb« 200 Meter triumphierte der Frankfurt« Salz in 21,8. Der Weltrrivrdmann im Kugel­stoßen Hlrfchfeldt - Allenstetn war triebet in guter Form und wartete mit einen Wurf« von 15,78 Metern auf.

Buntes Allerlei.

Änsbrikrntifl der .Bremen in Deutschland.

Aus Montreal wird gemeldet: Das 3m> kersslugzeug .Breven" wird am 15. d. M. n a ch Deutschland verschisst toerben, um dorr ausgebessert au werden. Drnäch»-roirb es na<b Reu York zurückgesandt und im bortigei Mu­seum ausgestellt werden

.^raffln" sucht weiter.

Nach ein« Moskau« Meldung hat dte italie­nisch« Regi«ung mitgetcill, dah dte .Brnganza" und di« .Citta bi Milano im Laufe des Sep­tembers wegen der vorgeschrittenen Jahreszeit die Dewäsfer des Eismeeres verlas- s e n werben. Die Svwjetpresf« erklärt au« diesem Anlatz, daß bet .Krasiin" die Nachforschun­gen nach Amundsen und der lief* sandri-Druppe sortfetzen werde,solange es die Witterungsverbältnisie gestatten. Aller­dings würden die Arbeiten durch dte Zurück­ziehung der beiden italienischen Schiffe fehr, erfd&toert

1000 Zentner Majoran verbrannt

Aus Frose (Anhall- wirb gemeldet: Gestern brach in dem benachbarten ftönigsaue tm Traut- schen Anwesen und Majoran-Derwertuna-werk ein Brand aus. 1 000 Zentner Majoran im Werte von 30 000 Mk. verbrannten. Die Gebäude im Werte von 15000 Mk. und Ma­schinen im Werte von 12 000 Mk wurden eben­falls ein Raub der Flammen. Dte (Betäube sind versichert, da, Majoran nur zum Teil.

Den Mont Blanc überflogen.

iiaoas meldet aus ThamonIx. daß der Schweizer Flieger I b o r et heute vormittag Den Mont Blanc überflogen hat.

Direktor Nordmanu erschossen.

Am Donnerstag mittag fand di« Sektion der Leiche des im V^Zug ermordeten Direk­tors Rordmann statt. (Es wurde einwandfrei feftflcftellt, daß Rordmann das Opfer eines Reool- verschusses geworden ist. Bei der Settion wurde ein Geschoß im «chädel des Ermordeten gefunden.

Verhütete» Eisenbahnunglück.

Die Reichsbahndirektion Augsburg teilt mit: Donnerstag nachmittag gegen 15 Upr ritz b« Düterzug 7506 bei bet AuSsabrt auS Neu- illm in b« Kurve vor bet Donaubrücke ab. In­folge ungenügend« Verständigung der beteilig­ten Dienststellen wurde der nachfolgende Stutt­gart« Schnellzug in Neu-Ulm abgelassen, tn her irrigen Annahme, daß sich b« abgerissene Schluß­teil beS Güterzuges oereits in Ulm besinde. Der D-Zug 60 konnte durch Haltesianale recht­zeitig gestellt werben, so dah ein Ausstoß nicht erfolgte. Er wurde nach Neu-Ulm zurück- gebrängt und konnte mit ein« Verspätung von 18 Minuten seine Fahrt fortsetzen.

RÜtselhaste» Verbrechen.

Wie die ^Zittauer Morgenzettung berichtet, wurden am Dienstagabend bei Waltersdorf an der sächsisch-böhmischen Grenze an einer Wegkreuzung ber Butterhandler Zosef Kaufmann, der sich mit einem Pferdegespann auf dem Heimweg be« fand, durch einen Schuß aus ber Dunkelheit ge­tötet Seine Schwiegermutter wurde durch Streifschüfse an den Armen und am Rücken leicht verletzt. Bish« konnte das rötfclhafte Ber« brechen nicht aufgeklärt werden.

Den Schwiegervater erschossen.

Wie aus Barop gemeldet wird, kam es zwi­schen dem Bergmann Peter 2 o s I e i m und feiner 23jährigen verheirateten Tochter gestern mittag zu Familien st reitigkeiten. Der hmzukom- mende Schwiegersohn August Henning wurde von Losleim mit einem Knüppel bedroht, woraus er eine Anzahl Schüsse aus seinen Schwie­gervater abgab. Losleim brach, von sieben Kugeln getroffen, t o t zusammen. Henning wurde verhaftet und dem Dottmund« Gerichts­gefängnis zugeführt

(Ein Schweiz« Journalist in Budapest verschwunden.

Wie dte Budapester Blätter melden, et* Ichcen am Donnerstag auf der Budapest« Ober* stadthauptmarmfchast die Gattin bei schweizeri­schen Journalisten Julius Mantel und gab an, dah ihr Mann, mit dem sie vor zwei Tagen in Budapest angekommen war. feit gestern früh spurlos verschwunden ist Mantel, b« aus Zürich gebürtig und 30 Jahre all ist, ent­fernte sich gest«n auS seiner Hoeettvohuung, um einen Scheck ewzukösen. ®r ist von diesem nicht zurückgekehrt.

Centne» Flugzeug wiederum beschlagnahmt.

Das Iunkerss lugzeug Levines. bei nach ber ALieise seines Besitzevs und fein« Begleiterur, Miß Boll, abmontiert werden sollte, um nach Neuyork gebracht zu werden, wurde nach ein« Pariser Me^dun, von bet Zollbehörde n L« Bourget beschlag* nahmt, da angeblich weder bte Zollvorfchristen nod) daS Zlugreglement von Levine beobachtet worden sind.

Brand in einem krorpathenborf.

AuS llzhorod (Karpachorutzlandj Wirtz ge­meldet Durch einen Brand m der Gemeinde jomaninc« bei llzhorod. d« infolge des herrschenden Windes und großen Wasiermangels rasch um sich griff, wurden 24 Wohngebäude mit den dazu «hörigen Wirtschafttgebäuden vernichtet. Menschenleben sind nicht zu beklagen: bas Feuer scheint angefeat worden zu fern.

Mmöoetnngiück.

Wir erst jeMt bekannt toirb, «eignete sich im Manöve'-geläTche von Borzezin bei Hebungen zwischen Krokau« Kavallerie- und Infanterie* abteilunaen ein schweres Unglück. Als «in« Äanallerieabteilung den Befehl erhielt, ein In­fanterieregiment anzugreifen, machte es nicht.