Ausgabe 
14.6.1928
 
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österreichischen Frage konnte man ferner entnehmen, bafi nach seiner Meinung Vie 3b« deS österreichisch-deutschen Gesamtstaates sich schließlich boch durchsetzen würbe. Auch scheine Gras Bcthlen zu glauben, bah der ita­lienische Widerstand gegen den Anschluß unter gewissen Voraussetzungen überwunben werden tonnte.

Oie Kandidatur Hoover.

Protestkundgebung der Farmer.

Neuhork. 13. Juni. (Tel.) Die Präsident- schaf tskanbidatur beS Handelsministers Hoover scheint nach dem bisherigen Verlaus der Dinge auf dem republikanischen Konvent in Kansas Eich nunmehr gesichert. Hoover wird vor­aussichtlich mehr alS TCO Stimmen erhalten, obwohl er für seine Aufstellung nur 545 Stim­men benötigt. Allerdings besteht immer noch die Möglichkeit, daß die Farmergruppe, deren Sympathien dem im Westen der Ver­einigten Staaten angesehenen ßotoben ge­hören. abschwenkt. Aber man glaubt, dich es den republikanischen Führern gelingen wird, sre au beschwichtigen, indem sie einen Farmersuhrer für die Vizepräsidentschaft Vor­schlägen. AlS Kandidaten für diesen zweithöchsten Posten kommen in erster Linie General D a - weS und Curtis in Frage.

Von der Eröffnung der heutigen Sitzung des re- publikanischen KonventS in KansaS Tith kam es vor der Konventhalle anläßlich einer Kundge­bung von etwa 2000 Farmern, die ge­gen eine Nominierung HooverS zum Präsidentschaftskandidaten protestierten, und eine staatliche Hilfsaktion für die nolleidende Land- Wirtschaft deS mittleren Westens verlangten, zu stürmischen Szenen. Die Farmer versuch­ten in die Konventhalle etiuubtingen, wurden je­doch von einem großen Polizeiaufgebot mit ge­schwungenen Knüppeln hinausgedrängt, ehe sie den Sitzungssaal erreichten. Die Farmer um­lagerten dann lännenb die KonventhaUe und rie­fen: »W i r w o l l e n H o o v e r n i cht I Wieder einmal wirkt man die Farmer hinaus! Jeden außer Hoover!" Die Kundgebungen der Farmer waren offenbar gut vorbereitet. Sie führten bei ihrem Anmarsch eine Musikkapelle mit und tru­gen zum Teil ihre Arbeitskleidung mit den typt- scheu breitrandigen Strohhüten der amerikani­schen Farmer. Nachdem sie später nochmals ver- geblich versucht hatten, den Eingang zur Kon- venthalle zu stürmen, erklärten die Farmer schliehlich, sie würden keinen Versuch mehr unter­nehmen, sich gewaltsam Einlaß zu verschaffen, sondern heimleyren und am Wahltag im Novem­ber ihrem Protest den nötigen Nachdruck zu ver­leihen wissen.

Enttäuschung in Litauen.

DaS Genfer Ergebnis in der Wilnafragc

Storono, 12.3uni. (XU.) Doldemaras ist aus Paris kommend am Montag in Kowno «ingetrof- fen. Die Blätter besprechen die Genfer Ergebnisse. Das Verhalten des Vülterbundsrates in der litauisch-polnischen Frage löst allgemein in Li­tauen starte Unzufriedenheit aus.Lie- tuDOß Aidas" erklärt, daß der Völkerbund den Wunsch-habe, zwischen Litauen und Polen zu ver­mitteln, Litauen wünsche ebenso wie der Völkerbund den Frieden. Es handle sich bloß um die Frag«, wie ein Frieden zustande gebracht wer­den könne. Ein Fried« könne aber nur auf ge­rechter Grundlage gesichert werden. Im l weiteren Versaufe hebt der Ofsiziosu» hervor, daß dort, wo man Verträge und Recht verletze und 7 Gewaltstreich« mache, kein Frieden zustande kam- . men könne. Mit der Ausrufung Wilnas ' zur Hauptstadt, die in di« litauische Staats­verfassung ausgenommen worden sei, wolle Litauen noch einmal erklären, daß es keinesfalls den Staatsstreich Zeleaowstis anerkennen werde und daß Wilna Litauens Hauptstadt war und bleibe. Niemals fei die Regieruny fester gewe- |en, als in der Wilnasrage. Der chnsllich-demokra- tischeRytas" glaubt, daß nicht nur London und Paris, sondern auch Berlin und Rom Litauen da­hin bringen wollen, mit Polen ein« Derstän- d i g u n g herbeizuführen.

Badstiebers Aussagen im Oonezprozeß.

Tic angeblichen Sabotagcvcrsvche der deutschen Ingenieure.

Moskau. 13. Juni. (WB.) 3m weiteren Verlauf seines Verhörs erzählte Badstieber von dem Eintreffen eines Monteurs ber Firma Eyshof. ber die Arbeiten DadstieberS be- m 6 ngel te. woraus Vadstieber die Arbeit nieberleflte. Vadstieber will das unratio­nelle Arbeiten bei ber Ausstellung ber Ma- schinen erkannt haben, wogegen er freillch ver­gebens Einspruch erhoben habe. Er habe falsch geschaltete Motor« vorgesunden. kur» gesagt, er habe eine ganze Neihe von Betriebsstörun­gen infolge von Maschinenfehlern festgestellt. Die russischen Arbeiter hätten daran keine Schuld gehabt, da die Maschinen schon vor ihrer Inbetriebnahme schlecht ge­wesen feien. Durch Apparaturen habe er iln- glückssälle verhindert. Vadstieber gibt seinen Ausführungen den Charakter eineS unumstöß­lichen Sachverständigenurteils. was für einen gewöhnlichen Monteur jedenfalls auffallend ist. Vadstieber hat nach ferner eigenen Aussage die Mißstände der Kommunistischen Partei a n q e a e i g t. die daraufhin auch tatsächlich eine Kommission entsandt babc. Diese hibe jedoch die .Konstruktionsfehler" nicht beseitigen können. Der Staatsanwalt läßt sich von Vadstieber die Fehlerhaftigkeit ber Maschinen nochmals be­stätigen. Vadstieber erklärt weiter. Gawrju- s ch e n k o habe zu viel Geld von See- bold erhalten. Nikischin habe bestätigt, gleichfalls 400 Nübel von Seebold erhalten zu haben, nominell für Heberftunben. Seebold habe eine Beschleunigung ber Arbeiten gefor­dert. die zur Schädigung der Sowjetwirtschaft hätten dienen sollen. Koester habe dieser Unter- rebung b«'gewohnt Die Schädigungsarbeiten seien von Kumar unterstützt worden Der Betriebsrat der Fabrik habe ihm. Babftiebcr. gesagt, für die Maschine,! sei Altmaterial verwendet rooeben. Der Staatsanwalt richtet nunmehr an den Angeklagten die Frage, vd Gawrjuschenko. Seebold. Koester und anbevc nach einem befonberen Sabotage­plan gearbeitet und die gleiche Einstellung

General Nobile berichtet über die Havarie derItalia"

Hom. 13. 3anL (ÖIB.) Dk funkeuiele- graphische Verbindung zwischen der Sta­tion der ..Italia -Mannschaft und dertiita di Milano", die gestern sehr schwierig geworden war, wurde heute vollkommen wieder hergestelll. Mm Abend des 12. 3nui befand sich die Grupp« Jlo- blles bei 80 Grad 38 Min. nördlicher Breite und 26 Grad 55 Min. östlicher Länge. Der Bericht Nobile» über den Unfall der Italia" lautet fal- gcndermaßeu: Am 25. Mai um 10JO Uhr flog die Italia" in einer höhe von 500 Sieter, al» sie plötz­lich schwerer wurde und sehr schnell Her­on l e r g i n g. Der Absturz auf da» Packeis dauerte nur zwei Minuten. Die Sabine und ein Teil de» oberen Gestelles verbrachen, während da» Luft­schiff in östlicher Richtung abgetrieben wurde. Unter den Trümmern fanden sich rok durch ein Münder alle Insassen der Sabine auf dem Eise wieder, auch fast alle Gerätschaften waren da. Am Abend des 30.Mai trennten sich 12 Kilo­meter nordöstlich der Insel Doyn die italienischen Majore Mariano und Z a p p i und der schwedische Gelehrte M o l g r i n von ihren Kameraden und schlugen, mit Lebensmitteln versehen, d l e Rich­tung zum Nordkap ein. Sie gedachten, zehn Kilometer täglich zurückzulegen. Bei Nobile selbst befinden sich ber tschechoslowakische Gelehrte B c - hunek, der Leutnant zur See, viglieri, der Ingenieur Itomaal, der Techniker C e c i o n i und der Funker B i a g I. Die anderen Mitglieder der Expedition, bk auf dem Luftschiff ge­blieben waren, sollen Lebensmittel für mindestens 3 Monate und ihre ganze Au»- rüffung mit sich haben. Von der Gruppe Nobiles find zwei Mann verletzt worden, einer ist schon wieder hergestellt, der andere, der am Bein unterhalb des Knie» verwunde! wurde, wird in einiger Zeit geheilt sein. Das E i s, auf welchem sich Nobile befindet, zeigt verschiedentlich Hisse, die sich zuweilen zu Kanälen erweitern.

Nach Meldungen auS Krngsbah konnte noch immer keine Verbindung mit den Mitgliedern der Besatzung hergeftellt werden, die nach dem Aufschlagen des Luftschiffes auf bem Eise von dem Wrack toeitergeschleppt worden sind. Es ist völlig unbekannt, was aus ihnen geworden ist. Das HilfSschifs .D r a g a n z a" meldete dos Vorhandensein von altem Pack­eis östlich des Nordkaps. Es bestehen Schwie­rigkeiten. in östlicher Dichtung vorzudringen. Die Aussichten für einen östlichen Vorstoß im Flug­zeug sind aber immerhin nicht ungünstig. Lühow Holm und fein Flugzeug Mechaniker hatten übrigen- vor einigen Tagen während ihres erzwungenen Ausenthalles an ber Drandh- Bah auch Schwierigkeiten durch verschiedene Eisbären, die anscheinend durch den Ge­ruch der renntietlebernen Schlafsäcke an gelockt waren. Sie waren dadurch genötigt, während der Dacht Wache zu halten. Gestern hat schwerer Nebel alle Flugunternehmungen verhindert.

Der Dampfer .Draganza" ist zur Aus­reise in östlicher Dichtung nach bem Nordkap bereit. Er hat -Wei Hundegespanne und acht Alpenjäger an Bord genommen. Die .Hobby' wird hentte abend in ber Wahlenöergbay er­wartet. (Sin Hundegespann toirb von hier längs ber Küste nach Nordostland ausbrechen, um den drei Mann der _3talia" entgegen zu gehen, die nach dem Lande unterwegs sind. Die .Hob­by' wird zuriüÜehren. während die .Dra- ganza" auf die Hundeschlitten wartet.

Oie Heftung Nobiles.

Professor Berson über die Aussichten der Hilsserpedilionev

Berlin. H. Juni. lW.T.B.-Furckspruch) 3n ber nächsten Woche beginnt in Leningrad die Tagung der internationalen Ge­sellschaft für die Erforschung der Arktis durch das Luftschiff. Bon den deutschen Gelehrten und ßuftfafjrem wird neben dem Geographen Prof. Wegener und dem Luftschiffer Dr. Bruns, auch Prof. Berfon an ber Tagung der Aero-Arktik teilncbmen. Prof. 'Berfon äußerte sich unmittelbar vor seiner Abreise nach Leningrad zu einem Mitarbeiter der D. A 3- auf Grund persönlicher Erfah­rungen zu den Möglichkeiten für die Rettung Nobiles: Da man feit einigen Tagen den Standort der siebenköpfigen Teilbesahung (darunter Nobile) kennt, ist wenigstens die Mög­lichkeit gegeben, den Schiffbrüchigen Hilfe zu bringen. Unter den gegebenen Verhältnissen muß jedoch die Hilfeleistung außerordentlich schwierig genannt werden. Mit Eisbre­chern biS in die Nähe Nobiles vorzudringen erscheint gänzlich unmöglich. denn das Treibeis, bas sich je nach der Lichtung der Winde aufschiebt, erschwert das Vorwärts- fommen von Schiffen nicht nur, sondern bringt sie in Gefahr, einzufrieren ober unter den Pressungen des Eises zu havarieren. Dagegen bietet daS Flugzeug ein vorzügliches Mittel, um sich unzulänglichen Orten zu nähern. Gelingt es in abfebarer Zeit, von Spitzbergen aus regelmäßige Flüge auszuführen, bann besteht die Möglichkeit, die auf der Eisscholle treibende Luftschissbesatzung mit Lebensmitteln und Kleidung zu versehen, bis ihr Hilfe gebracht werden kann. An eine Landung der Flugzeuge kann man bei ber Beschaffenheit ber Eiszone nicht denken. Den Flugzeugen gegenüber böte allerdings das Luftschiff Aussicht, als Retter in Funk­tion zu treten. Leiber aber gibt e» in Eu­ropa fein Luftschiff, daS groß genug ist, um hier eingesetzt zu werden. Es wird in Erwägung gezogen, von Amerika aus mit dem FR III taüraftig Hilfe zu leisten. Sollte aus irgend einem Grunde Amerika das Luftschiff nicht frei geben können, bliebe als einzigste Mög­lichkeit, die Italia-Mannschaft zu retten, eine gemeinfame Hilfsaktion von Flug­zeugen und Hundeschlitten übrig. Zu­sammenfassend kann man sagen, daß eine Rettung durchaus möglich ist. vor allem, wenn sie unter einheitlicher Leitung mit Nachdruck ge­fördert wird.

gegen bas Sowjetshstem gehabt hätten, worauf Vadstieber mit .ja" antwortet. Koester habe ge­wußt. daß die Maschinen unbrauchbar seien. Badstieber beschuldigt Koester und Seebold in unglaublicher Weise, indem er sich selbst gleich­zeitig für schuldlos erklärt, da er zu spät di« Echädigungsarbeiten erkannt habe. Durch Dasch­kin in Berlin seien der Organisation 8000 Rubel zugeslofsen. Der darauf vernommene Angeklagte K a s a r i n o w sagt aus. Koester sei aus Ge­winnsucht zu jeder Schädigungsarbeit bereit ge­wesen.

Eine Erklärung der Firma Knapp.

Berlin, 14.3uni. (Priv.-Tel.) Zu der Aus­sage des Monteurs Badstieber im Moskauer Schachty-Prozeh gibt die Firma Knapp. Essen, eine Erklärung ab: Die Aussagen des Monteurs Badstieber sind der Firma Knapp völ­lig unverständlich. SS sind nur gute, brauchbare Ma schinen zur Absendung ge­langt. Eidesstattliche Aussagen hierüber sind von folgenden Beamten der Firma eingeleUet: dem betre senden Werkmellter, dem Prüfungsingenieur, der sämtliche Maschinen in der Werkstatt ab­genommen hat, dem Montageleiter. Weiter sind eidesstattliche Erklärungen des Direktors Koe­ster und des Bergingenieurs Seebold zur Verfügung gestellt, daß keinerlei Schmier-, BestechungS- ober Schweigegelder gezahlt worden sind. Beide Herren sind bereit, diese Aussagen vor deutschen Gerichten oder selbst in Moskau zu wiederholen.

NieBremen"-Klietzer auf der Heimfahrt.

Bremen, 13. 3unL (WTB.) 3n einem Tele­gramm v. HüneselbS an den Norddeutschen Lloyd von Bord des Dampfers »Solombus" wird kurz übet die bisher wundervoll verlausen« Reise berichtet und besonders betont, daß die Flieger irach den Strapazen der amerikanischen Empfänge die Ruhe des Dordlebens auf das angenehmste enpfänden. Bei bet Abfahrt des Dampfers ..Columbus' von Neuyork fang die zur Verabschiedung erschienene Wenge am Neuhorker Pier deutsche Lieder, die aus die Flieger sowohl als auch auf die übrige. Passa­giere de« vollbesetzten Dampfersuolumbuö Hefen Eindruck machten. Von befreundeter Seite wurden während der Einschiffung den Gat.innen der Flieger Blumenkörbe und andere Aufmerk­samkeiten an Bord des .LolumbuS" überreicht. Der Bürgermeister der Stadt Boston sandte den Fliegern ein Telegramm, indem er die Bitte auSsprach. ihren Vaterländern die wärmsten Grüße der Stadt Boston zu übermitteln. Die Flieger beantworteten dieses Telegramm auf das Ixrzlichste. Weiter richteten sie an den Komman­danten des Militari lugplatzes Bollingeielb.

Major Davidson, ein BelleidStelegrannn an­läßlich ber bereit« gemeldeten Sturmkatastrophe, worin sie der Hoffnung Ausdruck gaben, daß er und feine Familie, die sre beim ersten Besuch in Washington herzlich ausgenommen hatten, un* rien An rgermeister Wal­

ker von Neuhork richteten die Flieger ein Dank­te leg ramm. das in der Ueberfefrung wie folgt lautet: Bei unserer Abreise nach Guropa danken wir Ihnen herzlich für alle Ihre Freundlichkeiten und Freundschaftsbeweise während unseres Auf­enthaltes in Ihrer wundervolleß großen Stadt. Wir werden Neuhork und seinen bewunderungs­würdigen Bürgermeister niemals vergessen. Auf Wiedersehen unb alles Gute für die Zukunft! In Dankbarkeit gez. Köhl, Fitzmaurice, v. Hüne- seld.

Aus aller West.

Der Reichspräsident geht nach Dietramszell.

Wie aus Dietramszell berichtet wird, trifft der Reichspräsident v. Hindenburg am 17. August b. 3 zu einem mehrwöchigen Sr- holungsaus enthalt aus dem Gute der Frau v. S ch i l ch n e r in Dietramszell (Oberbayern) ein, wo der Reichspräsident bereits zum vierten Male einen Teil seines Urlaubs ver­bringen wird.

Der bayrische Staat zur Herausgabe von 66 Menzel-BUdern verurteilt.

Ein Stvett um eine Reihe von Menzel-Bilder hat in der ersten Instanz mit der Verurtei­lung des bayrischen Staates geendet. Es handelt sich um 66 Werke Adolf MenzelS, die die Nichte des Künstlers. Fräulein K r i - gar-Wenzel, im Jahre 1008 bem bayri­schen Staat zum Deschent gemacht hatte. Im Jahve 1925 verlangt« ber Vormund deS entmündigten Fräulein Kr^gar-Menzel von der bayrischen Regierung wegen Ungültig­keit ber Schenkung die Herausgabe der Kunst­werke, wobei er mitteilte, bah Fräulein Kriaar- Menzel vermögenloS getoorben fei. Nun­mehr ist das schriftlich« Urteil ergangen, bai den S.aat zur Herausgabe der 66 Werke Menzels verpflichtet.

Dedcndnfturj In Westminster.

Durch Einsturz einer Decke in der in der Näh« ber Londoner Westminfterabtet gelegenen Zentral- halle, die religiösen Versammlungen bient, wurde ein Kind getötet ; sieben Personen mürben schwer verletzt

vier Personen vom Schnellzug überfahren.

In Molfetta in Sübitakien wurde ein Wagen mit vier Personen durch einen Schnellzug überfahren und afft Insassen de» Wagen» sofort getötet.

Dk Caspar hauser-Legenbe.

3m LandeSkriminalmuseum in Karlsruhe wurde neuerdings auf Veranlassung des badi­schen InLenminesters eine Heine Sammlung aus der Caspar-Hauser-Literatur und von Re­liquien untecaedracht. teils auS dem General- landcSarchiv stammend, teils gestiftet von dem bekannten Cafpar-Hauser-Forscher. Rechtsanwalt Dr. V a r t n i n q, Hamburg. Polizeibeamten und Vertretern ber Prelle war ®ekgenbeit gegeben worden, diese Caspar-Hauser-Sammlung zu be- k.chtwen. wobei Polizei rat Laib le bi zweieiir- halbstundigen Darlegungen ein« biteteflant« Dar­stellung ber vielumstrittenen sagenhaften Safpar- Hauser-Ge chcchre gab. Obgleich feine Ausführun­gen. die sich auf ein eingehendes Studium der

gesamten Ta^van-Hauser-Ltteratur 6te zu den neuesten Forschungen erstreckte, objekttv und le* diglich referierend war. gewann der Hörer die äleberzeuguna, daß das einhunderjährige Diel* umstrittene Problem noch immer nicht ge­klärt st unb wohl auch bleiben wird.

Autodroschkenrundfahri KölnPari»Köln.

Der Autodroschkenbesitzer Henneck jun. hat mit fernem 6 25 Citroän. in bem sich drei Fahrgäste befanden, die zweimal 600 Kilometer lange Strecke Köln Pari- Köln in 236 tun- den zurückgelegt. Der Wagen fuhr die Route Köln Sa-rdurg VerdunEhalonfür Saone- Paris unb zurück. Die Fahrtteilnehmer finb nut der ihnen zuteil gewordenen herzlichen Begrü­ßung in Paris sehr zufrieden. 6ie trarcn dort auch mit dem »eisernen Gustav" zusammen, der zum 14. Deutschen Turnfest in Köln cm- fairen will.

Acht jugendliche Opfer eine« Kalomobilengläxf».

In Springfield (Illinois) wurde ein mit sieben Kindern unb jungen Leuten im Alter von 3 bis 17 Jahren besetztes Automobil, bas von einem ISjährigen jungenTianngelenft wurde, von einem Dorortzug erfaßt unfT völlig zer­trümmert. Sämtliche Insassen unb ber Lenker kamen hierbei ums Leben.

Die Entgleisung des D 47.

Ein amtlichesLomtnuuique derRcichöbaha

Nürnberg, 13. Juni. (WTB.) Die Reichs- bahndirektion veröffentlicht ein Kommunique, in welchem gegenüber den vielen Mutmaßungen be­tont wird, daß die bisherigen mehrtägigen iln- terfuchungen. die von einer ganzen Rech« b«r kompetentesten Sachverständigen auf dem Gebiet des Oberbau- und LokomottvtoeseuS vorgenom­men worden finb. eine bestimmte ilrsache der Entgleisung dcS D 47 bei Siegelsdorf immer noch nicht haben finden lassen. BiS heute, so heißt eS in ber amtlichen Wittei- Inug, steht nur fest, daß bie sührende Achse bes Drehgestells der Lokomotive zu­erst entgleist ist, und zwar gegen daS Gesetz ber Fliehkraft nach der inneren Seite der Kurve, ferner, baß betriebsdienft- liche Verfehlungen nicht vorliegen, unb daß Fehler an den Sicherungseinrichtunoen und ber Gleislage oder mangelnde Festigkett bei BahnuntergrundeS bie Entgleisung nicht ver­anlaßt Haven können. Die zwischen den zwei Eisenbahnschranken wahrgenommenen Sprünge unb Risse sind ohne jeden Zweifel nicht olö Ur- fache, sondern a l S Folge der Entgleisung an- zusvrechen, bie hauptsächlich dadurch entstanden sind, daß sich oas wuchtige Drehgestell der Loko­motive in das Erdreich einbohrte. Die von meh­reren Reisenden nach chren Mitteilungen an bie Presse an dem Tage vor der Entgleisung be­obachteten Schwankungen und Stöße kön­nen, wenn sie sich wirllich auf die kritische Stelle beziehen sollten und nicht örtliche DeobachtungS- fehler vorliegen, nicht durch Fehler deS GleifeS verursacht sein, sondern müssen als Erscheinungen angesehen werden, bie beim Durch­fahren von Strecken mit 500 biS 600 Meter Halb­messer mit 80 biS SO Kllometer Stundengeschwin» bigfeit häufig auftreten, in keiner Weise be- triebSgesährlich sind, unb in der Regel durch die Verschiedenheit in der Abfederung der Wagen unb in der Einwirkung deS Alters ober der Laufzeit ber eisernen Wagen ihre natürliche Erklärung finden. Die älntcrsuchuna toirb fort­gesetzt unb bürste im Lause der Ausräumungs- arbeiien noch weitere Aufklärung bringen.

Oie Wetterlage.

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tociicrvuvauviage.

Sehr rasch hatte sich 1 *r ozeanische Wirbel oft wärt» vewcat. Heute morgen lag bereit» ber Kern über der Nordsee und unter dem Einfluß der Warmluft an ber Dorbersei erfolgte bei uns kräftiger lern- peraturanftiea rind im westlichen unb nördlichen Deutschland kam es bereits zu Gewitterstörungen und Rieberschlägen. Die in Begleitung des Wirbel» folgenden kühleren Lustmassen werden beim (Ein­treffen auf bem Kontinent zu (Gewitterstörungen mit anschließenben Tempcraturrückgang führen

Wettervoraussage für Freitag: Viel­fach Gewitterstörungen unb Gewitterregen, etwas kühler

Witterung,aussichtenfürEamsta^: Teils wolkig, teil, aufheiternbes Wetter, wieder war­mer und meist ttocken.

Lufttemperaturen am 13 Juli: mittags 21 Grad (felfius, abend, 153 Grad Telsius: nm 14. Juni: morgens 19,4 Grad Celsius TOajnmum 26 Grad Tel- siu«. Minimum 11^ Grad Celsius. (Erbtempero- turen am 13. Juni: abends 23^3 Grad Celsius: am 14. Juni: moraens 17,9 Grad Celsius. Sonnen« scheinbauer 14H Stunden.

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