Ausgabe 
13.10.1928
 
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geworbene Angebot mahnte allgemein gut Zurück­haltung, so bah Umsätze nur noch in beschei­denem Rahmen zustande kamen. Trotzdem blieben die Preise durchweg gut behauptet. Rur in ein­zelnen Getreidesorten, die besonders stark ver­nachlässigt waren, traten geringe Abschwächungen ein. Das Mehlgeschäft hat in dieser Woche wieder merklich nachgelassen. Arn Futter- m i t t e l m a r k t bestand für Roggenkleie starkes Interesse. Auch Weizenkleie und Mais für Futtermittel waren begehrt. Zum Wochenschluh neigte die Tendenz eher zur Schwäche, da an­regende Momente vollkommen fehlten und aus dem Auslande weiter schwache Rotierungen ge­meldet wurden. Für Futterartikel bestand jedoch bei gut behaupteten Preisen weiter Interesse.

2m Vergleich zur Vorwoche waren jedoch bei allen Getreidearten Gewinne zu verzeichnen. Weizen zog 0,25 Mk., Roggen- und Weizenkleie ebenfalls 0,25 Mk., Hafer (in!.), Wals für Futtermittel, Weizenmehl und Roggenmehl je 0,50 Mk. an. Roggenkleie konnte sogar eine Mark gewinnen, während Sommergerste nur behauptet blieb. Die Woche schloß zu folgenden Rotierun- gen: Weizen 23,75 Mk., Roggen 22,75 bis 23, Sommergerste 25,50. Hafer (im.) 23,25 bis 23,50, Mais für Futterzwecke 21,75, Weizenmehl 34 bis 34.50, Roggenmehl 31 bis 31,75, Weizenkleie 14,50. Roggenlleie 14,75 bis 15 Mk.

Wochenbericht

vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Das Vcschält am Frankfurter Schlacht­vieh m a r k t war in dieser Woche schleppend. Besonders am Rebenmarkte machte sich eine ge­drückte Stimmung bemerkbar, die auf die Zu­rückhaltung der Metzger zurückzuführen ist. Es verblieb allgemein Lieberstand: nur Kälber und Schafe waren auZverlaaft. Der Gesamtauf­trieb bestand aus 1714 Rindern, darunter be­fanden sich 360 Ochsen, 81 Bullen, 733 Kühe und 430 Färsen, ferner aus 1610 Kälbern, 675 Schafen und 6665 Schweinen. Im Vergleich zum Auftrieb der vergangenen Woche waren 2 Rin­der, 38 Schafe und 35 Schweine weniger ange­trieben: während 5 Kälber mehr zum Verkauf standen. Bezahlt wurden pro Zentner Le­bendgewicht: Ochsen AI 5559, II 5154, BI 4850, II 43-47, Dullen 4953, B 45-48, Kühe A 44-48, B 39-43, C 3338, D 25-32, Färsen A 56-59. B 51-55, C 44-50, Kälber B 70-74, C 64-69, D 5763, Schafe A I 44-49, B 2843, Schweine B 74-77, C 7478, D 7276, E 6872. Verglichen mit den Rotie­rungen der vergangenen Woche waren Rinder gut 'behauptet. Kälber waren bis zu 3 Mark, Schweine bis zu 2 Mark billiger, während Schafe bis 1 Mar? Häher notierten.

* Gutgläubiger Erwerb von Aus- losungsscheinen. Neuerdings ist die Frage aufgeworfen worden, ob ein gutgläubiger Er­werber von Auslosungsscheinen mit der Ge­fahr zu rechnen habe, seine Rechte zu verlieren, wenn sich nachträglich Herausstellen sc Ille, daß die von ihm ertoorbenen Auslosungsscheine im Ablösungsverfahren auf Grund betrügerischer llmtauschmanöver eines anderen ausgegeben wa­ren. Das Reichssinanzministerium stellt in Hebet» einstimmung mit der Reichsschuldenverwaltung amtlich fest, daß solche Besorgnisse völlig un­begründet sind. Die Auslosungsscheine sind Schuldverschreibungen auf den Inhaber, bei denen nach den Bestimmungen des DGB. dem recht­mäßigen Inhaber gegenüber nur solche Einwen­dungen entgegengesetzt werden können,welche die Gültigkeit der Ausstellung betreffen, oder sich aus der ilrtunbe ergeben, oder dem Aussteller unmittelbar gegen den Inhaber zustehen". Er­satzansprüche des Reiches aus Anleihebetrug würden sich daher nur gegen den ersten Empfän­ger der Auslofungsscheine richten können. Jeder andere Erwerber ist wie bei allen Inhaber- papderen durch seinen guten Glauben geschützt.

* Freigabe des Amerikaguthabens der Berliner Handelsgesellschaft. Der amerikanische Verwalter des beschlagnahmten fremden Eigentums hat die Freigabe des nach dem Gesetze zunächst freizustellenden Teiles des beschlagnahmten amerikanischen Vermögens der Berliner Handelsgesellschaft verfügt. Die Ge­schäftsinhaber des Bankinstituts beabsichtigen, dem Derwaltungsrat vorzuschlagen, diese frdgegebe- nen Beträge den jRef erben der Dank zuzufuhren und für die Anteilseigner durch eine Kapital­erhöhung ein Dezugsrecht derart zu schaffen, daß auf je nom. 4000 Mk. alte Antelle 1000 Mk. neue Antelle mit Gewinnt»erechtigung vom 1. Ja­nuar 1929 ab zum Nennwert frei von allen Spesen entfallen. t

Die Preisentwicklung des deut­schen Automobils. Rach den amtlichen In­dexziffern haben die Preise für deutsche Personen-

Neue Bücher.

Soziale undwirtschaftspolitische Anschauungen in Deutschland. Von Professor Dr. P. Mombert. 2. umgearbeitete Auflage. Gebunden 1,80 Mk. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig (450). Das Wiedererscheinen dieser Darstellung der sozialen und ökonomischen Hauptlehren des 19. und 20. Jahrhunderts, die längere Zeit auf dem Bücher­markt fehlte, wird bei dem heute besonders leb­haften Interesse für die Frage der Staatsbürger­kunde von weiten Kreisen freudig begrüßt werden. Das rein sachlich gehaltene Bändchen, dessen Verfasser bekanntlich als Professor der Staats- Wissenschaften an unserer Landesuniversität lehrt, bietet zunächst einen guten Lieberblick über das Werden unserer sozialen und wirtschaftspoliti­schen Strömungen und damll eine Einführung in den gegenwärtigen Kampf der Geister. Sozialis­mus und Anarchismus stehen im Mittelpunkt der Darstellung. Die politische Parteibildung, die Sozialresorm und die Fortbildung des Sozialis­mus führen bis zur deutschen Revolution. Be­sonders wertvoll und eine wesentliche Bereiche­rung ist die völlig neugestaltete Darstellung der Entwicklung in den Anschauungen seit der Be­endigung des Weltkrieges. Die'es grotzangelegle Kapitel bietet auf knappem Raum eine umfassende Lieberschau über das Vielerlei der politischen und sozialen Parteien und Zielsetzungen. t Frei von aller einseitigen Stellungnahme sucht' Verfasser stets die den Erscheinungen zugrunde liegenden Ideenrichtungen aufzuspüren, und auch in der neuesten Zeit die großen Leitlinien der Entwick­lung klarzustellen. So leistet das Bändchen treff­liche Dienste für die Beurteilung der Gärungen des letzten Jahrzehnts bis zur jüngsten Gegen­wart. Für Studierende und zur Weiterbildung wird die bis auf die letzten Monate fortgeführte Liebersicht über das einschlägige Schrifttum von besonderem Werte fein.

Was erto arten Schule und Uni* nerfität auf dem Gebiete des alt­sprachlichen Linterrichts vonein­ander? Zwei Vorträge, gehalten auf der 56. Versammlung deutscher Philologen und Schul­männer in Göttingen von Oberstudiendirektor Präses,ör Dr. E. Kcoymann und Professor Dr. O. Regenbvgen. (Reue Wege zur Anti.'e. Heft 6.) Geh. 1,80 Mk. Verlag von D. G. Teubner, Leip'ig. (452) Reben d:c Frage der Berechti­gung der humanistischen Bi'dung, wie sie unser altsprachliches Ghmna ium in unserer Zeit an sich pflegt, stehl die der Voraus ehungen, deren Ersüllung wechscl eilig Llnlversität und Gym­nasium auf dem Gebiete d:s alt prachlichen Unter» richtes fordern, um die ihnen geftelltc Aufgabe lösen zu können, welche Vorbildung der Philo­logiestudierende, die Liniversität von dem Gym­nasium, welche Bi'dung des Lehrers das Gym­nasium von der Lkniver ität fordern muß. Beide hier vereinigte Vorträge, der eine vom Schul­mann, der andere vom Llniversitätslehrer ge­halten, im Zeichen der fortschreitenden Besin­

nung, der klassischen Philologie auf ihr Eigen­recht gegenüber der Historie und der zunehmen­den Erkenntnis der humanistischen Bildungsidee stehend, laufen aus in höchst beachtliche Vor­schläge zur Ausgestaltung der Lehrervor- und -sortbildung.

Weimar. Bilder von Günther Deier mit geschichtlicher Einleitung von Eberhard Freiherr Schenk zu Schweins­berg. Deutsche Derlagsgesellschast für Politik und Geschichte G. m. b. Sy, Berlin W 8. (405.) Ein Llnternehmen, das wie dies mit dem vor­liegenden Buch begonnene, es unternimmt, deutsche Städte und Landschaften in einzelnen Mono­graphien zu schildern, kann auf Originalität allerdings keinen Anspruch machen. Aber es gibt in Bild und Text doch manches, was frühere Veröffentlichungen und deren gibt es ja mehr als genug, vermissen ließen. So sehen wir in dem vorliegenden Bande Weimar reizvolle Aufnahmen aus den schönen, stlllen Parks, auch gute Wiedergaben wertvoller Gemälde und Grab- mäler, interessanter Münzen und Medaillen mit Darstellungen bedeutender Persönlichkeiten aus der thüringischen Geschichte. Auch die Wiedergabe einiger zeitgenössischer Aquarelle und Radierun­gen verdienen besondere Erwähnung. Es gibt dem ganzen einen sehr schönen Eindruck von Wei­mar als Denkmal der hohen Kultur des heute so oft geschmähten deutschen Landesfürstentums.

Das deutsche Burgenland. (Eine Künstmappe mit zehn Kreidezeichnungen.) (362). Vielleicht sind noch nicht immer die richtigen Wege gegangen worden, um die deutsche Oeffent- lich^it In ihrer Gesamtheit davon zu überzeugen, welche Kultur- und Seelenwerte im Grenzland­gebiet zu wahren sind. So haben zwar die Poli­tiker mit verständiger Energie für das deutsche Burgenland geworben: aber ihr Wort blieb schließlich oft in der Fläche des Papiers, weil keine allgemeine deutsche Anschauung der vorge­tragenen Meinungsäußerung antworten konnte. Die Wärme des Herzens indessen entzündet sich nicht am Begriff, sonderen am Bild und Erleb­nis: und darum ist es gut, wenn jetzt ein Bildner und Zeichner dem Auge das Besondere einer Landschaft erschließt, deren Schicksal und Zukunft in lebendigem Zusammenhang an deutsches Volks­tum gebunden ist. Eine Kunstmappe vereinigt jetzt zehn Kreidezeichnungen von Ragimund Rei- mesch, der in eindringlicher Linienführung das sanfte Profil dieses heimgekehrten deutschen Grenzlandes umreißt. Ein Geleitwort des Lan­deshauptmann-Stellvertreters Ludwig Leser und ein paar erklärende Sätze über das burgenlän­dische Landschaftsbild von Fritz Heinz Reimesch sind der Mappe beigegeben. Möge dieses Werk dazu beitragen, daß das Reich van unserem Lande geistigen Besitz ergrei,e. Die Kunstmappe ist zum Preise von 3 Mark zu beziehen durch den Verein für das Deutschtum im Ausland, Wirtschafts- Unternehmen, Dresden-A. 1, Wilsdruffer Str. 16.

lrastwagen mit 62,8 Prozent im August ihren tiefsten Stand erreicht. Seit August 1926 be­trägt die Verbilligung 14,8 Prozent seit 1926 46,4 Prozent und seit der Stabilisierung 62,4 Prozent. Der deutsche Personen.'ras twagen kostet also nur noch ein Drittel soviel, als zu Be­ginn des Jahres 1924. In der Preisentwicklung der Lastkraftwagen ist ein nahezu völliger Still­stand eingetreten. Trotz der mehrfachen Zoll­senkungen liegt -die Indexziffer für August mit 65,8 Prozent nur 0,9 Prozent niedriger als Ende 1926 und sogar 0,4 Prozent höher als im Januar dieses Jahres.

Derlustabschluß bei R. A. G. zu er­warten. In der gestrigen Aufsichtsratssitzung der Rationalen Autonrobil-Gesellschaft wurde ausführlich über die Situation berichtet. Die Fusion mit dem Prestowerk habe außerordentlich große Linkosten verursacht, weil die Fabrikation der drei Werke Oberschöneweide, Chemnitz und Leipzig nunmehr so ineinandergefügt werden muß, daß eine wirksame Rationalisierung zu er­möglichen ist. Infolge des siebenwöchigen Streikes in der westdeutschen Montanindustrie sei der Llmsatz stark verzögert worden. Auch die Fahrradfabrikation leide unter der bekannten ungünstigen Konjunktur. Infolgedessen sei für 1928 ein Derlustabschluß zu erwarten. Die Ent­wicklung des Llnternehmens sei von der Zukunft der Kraftwagen-Industrie, die unter dem hohen Zollschutz leide, nicht zu trennen.

Krankmrtcr Börse.

Frankfurt a. M., 13. Oktober, Tendenz: un­sicher. Nachdem sich an der gestrigen Abendbörfe

die Haltung etwas erholen konnte, war die Stim­mung zum Wochenlchluß wieder unsicher und überwiegend schwächer. Die unvermindert bestehenden Lohnkonflikte in der Eisen- und Textil- inouftrie drückten weiter auf die Tendenz, während durch den amerikanischen Feiertag die Anregungen aus Neuyork ausfielen. Die llmsatztätigkeit war sehr gering. Vereinzelt wurden kleine Deckungen zum Wochenschluß vorgenommen, sonst bestand aber weiter Abgabeneigung, so daß bei uneinheit­licher Kursentwicklung meist Rückgänge um etwa 1 d. j). eintraten. Am Chemiemarkt zogen J.-G.- Farben in Erwartung günstiger Mitteilungen aus der heutigen Aufsichtsratssitzung geringfügig an. Scheideanstall unverändert. Von den Elektrowerten gaben AEG. 0,75 o. Sy, Licht & Kraft 1 v. Sy und Gesfürel 2,5 o. Sy nach, während Schlickert und Sie­mens gut behauptet blieben. Am Bankenmarkt ver­loren Berliner Handelsgesellschaft 2 v. H., da die Börse enttäuscht darüber war, daß in dem Derwal- tungscommunique die Höhe der eingehenden Frei­gabegelder nicht angegeben war. Deutsche Bank lagen 1,75 v. H. niedriger, Reichsbank bis 315 be­festigt. Am Montanmarkt lagen Rheinstahl mit minus 2,40 v. H. angeboten. Don den Kaliaktien konnten Westeregeln 1,5 v.H. gew'nnen. Am Markte der Autoaktien lagen Adlerwerke mit 111 v. H. wei­ter schwach. Deutsche Anleihen waren fast ohne Um- satztätigkeit. Auch ausländische Renten ruhig. Tür­ken weiter fest. 5m Verlaufe schrumpfte das Ge­schäft stark zusammen. Elektrowerte konnten gegen die Anfangskurse etwas anziehen, so lagen Oeffürel 2 v. H. und Licht & Kraft 2,5 v. H. fester. Im übri­gen waren die Kursveränderungen nicht groß. Am Geldmarkt war Tagesgeld zu 7^5 v. H. unverändert.

Am Devisenmarkt nennt man Mark gegen Pfmll» 20,375, gegen London Kabel 4,8514, gegen Paris 124,23, gegen Madrid 29,95, gegen Mailand 92,65, gegen Holland 12,1050.

Berliner Börse.

Berlin, 13. Oktober. Die heutige Börse eröff­nete bei ruhigem Geschäft in allgemein nicht be­haupteter Verfassung. Für einzelne Wert« waren die Kurse zwar etwas gebessert, doch waren ander- seits auch kleine Kursrückgänge festzustellen. Dis Spekulation nahm vereinzelt Deckungen zum Wochenschluß vor, das Publikum hiell sich aber weiter zurück. Aus Amerika fehlten infolge des Feiertages die Anregungen, und sonst fanden vor­liegende Momente keine Beachtung. Hemmungen gingen von dem NAG.-Communiqus aus, und di« im Verlaufe der Börse eintretenden Abschwächun­gen sind ebenfalls hiermit im Zusammenhang zu bringen. Mehr Beachtung fand der Farbenmarkt, da man von der heutigen Aufsichtsratssitzung gün- stigere Erklärungen über den Geschäftsgang erwar­tet. Außer den Farbenaktien konnten noch Papiere wie Danatbank, Reichsbank, Karstadt, Polyphon und Salzdetfurth 2- bis 5-v.H. Gewinne erzielen. Soenska lagen um 4,50 Mark gebessert, während sonst die Veränderungen nach beiden Seiten gleich­blieben. Für NAG. kam zunächst keine Notiz zu- stände. An der Maklerschranke erschien bas zu er­wartende Minus-Minus-Zeichen. Sonst lagen noch Rheinstahl mit einem 2,25-o. H. Verlust wesentlich schwächer. Deutsche Anleihen nachgebend. Auslän- der freundlich. Bosnier bis 0,75 v. H., Türken bis 0,5 v. H. gebessert. Geld war weiter angespannt, mögliches Geld 6 bis 8v.H., Monatsgeld 8 bis 9 v.H-, Warenwechsel etwa 6 bis 7 v.H. Im Ver- wurde es, beeinflußt von den Vorgängen am NAG.-Markte, überwiegend schwächer. Man nannte hier NAG. mit etwa 58 nach 69,5 v. H.. eine Notiz ist aber bisher noch nicht zustande gekommen. Die Kursrückgänge gegen den Anfang stellten sich auf 1 dis 3 o. H., nur die anfangs stärker gedrückten Rheinstahl konnten sich um 1 v. H. erholen. Auch Svenska zeigten eine beachtenswerte Widerstands- fähigkeit, da angeblich von Paris aus Käufe ge­tätigt wurden, a

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 12. OEL Rachdem der Produkten­markt schon gestern den schwachen Auslandmärkten nicht ganz gefolgt war, machte sich heute ange­sichts der etwas sesteren Meldungen vom Rus­lan de und vor allem auf Grund des anhaltend knappen inländischen Drotgetre'dcangebotes eine merkliche Befestigung geltend. Das spärliche An- aebot begegnet ziemlich reger Gxporknachfrage. öle Preise konnten sich bei Weizen um etwa 2 Mark, bei Roggen um etwa 1 Mark erhöhen. Die Inlandmühlen klagen zwar immer noch über schlechtes Mehlgeschäft, namentlich für sofortig« Lieferung, sehen sich aber auch genötigt, die höheren Preise zu bewilligen, namentlich um Deckung für Mehlverkäufe per später zu haben. Rngesichts der vorhandenen Preisspanne zwr- schen naher und späterer Lieferung von Brot­getreide wird auch in beträchtlichem Umfange Material für Reportzwecke aus dem Marne genommen. Die Lieferungspreife stellten sich für Weizen, als auch Roggen um 1 bis 2 Mark höher. Am Mehlmarkte werden im allgemeinen gestrige Preise [gefordert, ifür nahe Lieferungen zeigen sich die Verkäufer sogar eher entgegen­kommender, ohne dem Geschäft jedoch eine Be­lebung verleihen zu können. Hafer und Gerste liegen bei unveränderten Preisen sehr still. Es notierten für je 1000 kg: Welzen, märk., (74,5- kg/bl-Gewicht, östliche Stationen über Rotiz) 212 bis 215, Ott. 226, Dez. 235 bis 234, März 242,50 (sester,: Roggen, märk., (69-kg/bI-Gewicht, östliche Stationen über Rotiz) 209 bis 212, Oft 223 Dez. 229,75 bis 229,50, März 237,75 bis 237,25 B. (fester): Braugerste 231 bis 251 (stetig): Sutter» aerste 202 bis 212; Hafer, märk., 194 bis 209, Dez. 217,75, März 227,50 bis 228,50 (etwas fester): Mars, zollbegünstigter Futtermais, 218 bis 220 (bei).); für je 100 kg: Weizenmehl 26,73 bis 30 (beh.): Roggenmehl 27 bis 30 (beh.).

Kunst und Wissenschaft.

Die voraussichtlichen Nobelpreisträger dieses Jahres.

In Schweden beschäftigt man sich bereits mit der Frage, welche Persönlichkeiten als dies­jährige Robelpreisträger in Betracht kommen könnten. Als mutmaßliche Kandidaten für den Literaturpreis werden u. a. Maxim Gorki und Henry 'Bergt on genannt. Linker den Medizinern sollen angeblich der Schwede Fahraeus oder der Amerikaner C u s h i n g, unter den Physikern der Inder Raman und unter den Chemikern Professor Windaus, Göttingen, der Amerikaner Heß oder der Schwede Professor von Euler in erster Linie in Aussicht genommen fein.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosienen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardzinSfuß 8 Prozent.

Frankfurt a.M

Berlin

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246

Nat. Automobil ......

. c

69 5

-

Crenflein 4 Koppel ....

. 5

110

110.5

. t

271

273

Bamag-Meguin . . . . . .

. o

19

20

Franks. Maschine» .

. 6

74.25

Grlyner . ......

11

122.5

122

Hehligenstardt ......

. 0

18.5

Fungyan«..... .

. 4

87

89

_

Lechwerke..... .

. 8

112

Mainkrastwerke......

. 8

116

-

Miag. ...... .

10

139

138.5

189.6

Nekarsulmer .......

. k

32.5

32

PeterS Union .......

. 8

107,i

108

Gebr. Noeder . ......

10

126,75

Voigt 4 Haessner.....

. 8

214

216

Südd Zucker .......

. 8

146

145

Berlin, 11. Oktober

tönet

Amerikantiche 'JZotee.....

4.18t

4,201

Belgische Noten .......

58.20

58.44

Dänische Noten . .......

111,75

112. .9

Englische Noten........

-0.327

20.407

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Berlin f' Oktober

tyeld

Aratuvli'che Noten ....

10,415

16,475 1

Hollänvtsche Noten ...»

167.91

168,59

Äknlienische Noten ..... 4

22.00

22.08

Norwegische Noten. ....

111.68

112,12

s^eutsch-Oesterr., ä 100 Sroneu

58,86

59.10

Numänische Noten......

2,525

2,545

Schwedische 'Noten ......

112,05

Cchwetrer Noten .......

80,59

Spanische Noten .......

67,68

67,94

Tschechoslowakische Noten . .

12,40

12,46

Ungarische Noten . .

73.00

73.80

Teiegravhtlche Auszahlung

12. Oktober

13. Oktob r

Amtliche Nori.runo

Amtliche Notierung

Geld

Briet

iÄeld

1 Brief

MmR.-SRott. Vuen.-AtreS

168,23 1,764

160,57 1,768

168,15

1,763

168,49

1,767

Brss.-Antw

»8,34

68,41

58.33

58,45

Ehristiania

111.89

112,11

111.89

112,11

Kopenhagen

111,90

112,17

111.92

114,14

Stockholm .

112,25

114,4?

112,21

112.43

HelsingiorS.

10.563

10,583

10,660

10,562

(f taticii . . .

21,98

22,02

21,975

42,015

London. . .

20,358

20,398

20.355

20,395

Neuyork . .

4.1915

4.4055

1,196

4,204

Paritz....

16,595

16.4:5

16,375

16,415

Schwei» . .

0,7?

80,93

50.745

80,105

Svanterk . .

67,89

68,03

67 69

67.93

Japan . . .

1,9.3

1.9?

1.92b

1,930

Nio de Jan.

0.5015

0.5035

1.50)5

J.5035

Wien in D.» Ocft. abgest

»9,00

39,13

>9,99

09.11

Prag

12,437

12,457

12,^35

12,455

Belirad . .

7,3,0

7,304

7,375

7,389

Dudav-K. .

<6. 18

<3,32

73,i4

73,-8

Bulaarieu

3.034

3.040

3,031

3,037

Ltssabon

18,88

18,92

18.88

18.92

Danzig. . . fionft-'.ndn.

81,37

81.53

81.33

>1,19

2,150

2,154

2,144

2,1'8

Sltlxn. . .

>.4 25

5,435

>.425

">.435

Eanada

1.196

1.204

1,19'5

1,2035

ilra uat) laro .

4 266

4,274

4.266

4,274

20.875

20.915

20 875

0.915