Ausgabe 
13.10.1928
 
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^eiteftenrat ^og, dem 19. Oktober Landbundü br, 'en in Hessen und tttt tti Landtags zu nab eine Sitzung der tt, m der eine Reihe wurden. Hiebei de­in allen Wen, in eine Dorinstanz noch Regierung den Ein­mögen sich zunächst bziv. an den Justiz- abe Phil. Aeehrig. mg ersucht, nach D "igei MauöSgetväh- Tüfen, ob bet Straf« Me nächste Sißung nstag, 23. Oktober,

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Aus der provinzmlhauptstadt.

Dießen, den 13. Oktober 1928.

Sieh unter dich!

Zwei Möglichkeiten haben wir zum Vergleich: lieber und unter uns zu schauen. Aber nur selten machen wir von ihnen richtig Gebrauch. Meist blicken wir zur unrechten Zeit über uns, wo wir eher nach unten sehen sollten, wenn schon der Begriff oben und unten gerechtfertigt sein soll. Und ebenso schauen wir zur unrechten Zeit nach unten, wenn wir besser taten, über uns zu blicken.

Da ist einer, der jammert, daß es ihm schlecht geht. Zugegeben, daß er nicht mit Glücksgütern gesegnet wurde. Er verdient nicht eben viel, hat eine zahlreiche Familie zu ernähren und baau eine kranke Frau. Bei aller Sparsamkeit will es ihm nicht gelingen, aus einer gewissen Be­drängnis herauszukommen. Mißmut, Verdrossen­heit erfaßt ihn. Er sieht dorthin, wo mehr verdient wird, wo das Schicksal mit gelinder Hand vorüberging, wo alles in geordneten Bah­nen vor sich zu gehen scheint. Immer und immer wieder richtet er seinen Blick dorthin und vergleicht sich mit jenen, denen es besser geht. Gerade ihm ober täte es wohl, dorthin zu schauen, wo die Bedrängnis weit größer ist. Vielleicht wohnt in seiner Vachbarschaft ein an­derer, der seit Icchren arbeitslos und krank ist, wo ähnliche Verhältnisse wie bei ihm herr­schen, nur daß sie noch weit ungünstiger sind. Es gibt viel Vot und Sorge auf der Welt, und fast jeder darf überzeugt fein, daß er gar nicht weitab einen finden wird, der sich glück­lich schätzen würde, wenn er mit ihm tauschen könnte.

Und dort ist ein anderer, der es mit Vor­liebe umgekehrt macht. Er hat es im Leben ein gut Stück vorwärts gebracht und blickt nun voll Befriedigung, ja mit Stolz auf die­jenigen, die auf der Veunbahn des Lebens zurückgeblieben sind. Sein Denken dreht sich zu­meist darum:Wie herrlich weit hab' ichs ge­bracht!" Damit gibt er sich zufrieden. Vielleicht könnte er es noch viel weiter bringen, könnte seinem Volke und der Menschheit noch weit Wertvolleres schenken. Er verzichtet aber dar­auf, gibt sich mit dem Erreichten zufrieden, blickt auf die hinab, denen es versagt war, mit ele­gantem Schwung über Schwierigkeiten hinweg­zusetzen, wie er es getan, und vergißt, daß es doch auch so manchen gibt, der noch einige beträchtliche Stufen weitergekommen ist.

Aber diese Art des llmiichschauens ist weit seltener, llebcrwiegend ist schon die erstgenannte, und sie ist auch die schwerer wiegende. Denn wer nur nach oben, nie nach unten sieht, ver­liert den rechten Blick für die Verhältnisse. Er vergrößert, was klein ist, und verlleinert, was bedeutsam ist. Wer nie nach unten sieht, wird verdrossen und mißmutig, und was noch schwerer wiegt ungerecht gegen seine Mit­menschen. Denn meist sieht er auch nur die schöne Außenseite, aber er blickt nicht tiefer. Täte er es, so wurde er wohl auch die Schatten sehen, die überall dort sind, wo Licht ist. Es ist sehr leicht gedacht und gesagt: Der hat es viel besser als ich. Aber selten findet sich einer, der auch die Lasten mittragen will, die der trägt, dem es scheinbar besser geht. Wir müssen alles bezahlen, war wir erlangen und besitzen. Und wenn einer im Dolde zu schwimmen scheint, so beneiden wir ihn, fragen aber nicht danach, ob ihm all sein Besitz und all seinGlück' nicht vielleicht eine Last ist, die ihn schwerer drückt als unsere Beschränkung. So mancher möchte Viel­leicht aus den Fesseln heraus, die ihm Besitz und Amt auferlegen, und würde gern an unserer Stelle stehen. Aber das Schicksal läßt keinen Tausch zu, und es weiß warum. Denn durch einen vollkommenen Tausch würden wir erst recht zu unglücklichen und unzufriedenen Menschen werden.

Es wäre natürlich nicht gut, wenn wir auch nur immer nach unten sehen wollten. Das Richtigste ist unter allen Umständen, mit klarem Blick und ohne Voreingenommenheit um sich au sehen. Aber da wir dabei zu leicht und zu ost Der Versuchung verfallen, nach oben zu schauen, darf und soll es für uns eine Aufgabe fein, uns wenigstens von Zeit zu Zeit einmal zu zwingen, mit klarem Blick auch nach unten zu schauen und uns dort richtig umzusehen. Es läßt sich mancher­lei dabei lernen, was für uns wertvoll fein kann.

Eines bewirkt es gewiß: Es macht uns gerech- t e r und zufriedener. Und Gerech.igkeit und Zufriedenheit sind zwei Worte, die auch heute noch ihre Geltung und ihren Wert besitzen. S r.

Daten für Sonnlag, den 14. Oktober.

Sonnenaufgang 6.22 Uhr, Sonnenuntergang 17.10 Uhr. Mondaufgang 6.55 Uhr, Monduntergang 17.41 Uhr.

1644: der Quäker William Ponn, Gründer von Pennsl)lvanien, in London geboren (aeftorben 1718); 1813: Beginn der Schlacht bei Leipzig: Reiter- gefecht bei Libertwolkwitz; 1919: Ratifikation des Vertrags von Versailles durch Frankreich.

Daten für Montag, den 15. Oktober.

Sonnenaufgang 6.23 Uhr, Sonnenuntergang 17.08 Uhr. Mondaufgang 8.05 Uhr, Monduntergang 17.57 Uhr.

1804: der Maler Wilhelm von Kaulbach in Arolsen geboren (gestorben 1874); 1810: Eröffnung der Berliner Universität; 1844: der Philosoph Fried­rich Nietzsche in Röcken bei Lützen geboren (gestorben 1900); 1924: das Zeppelin-LuftschiffL. Z. 126" landet nach 7O/4ftünbiger Fahrt in Lakehurst (Nord­amerika).

Auskunft Sonntags geschloffen!

Ein unglaublicher Zustand besteht im Gie­ßener Personenbahnhof. Wer dort an den Sonntagen in der amtlichen Aus» k u n f t s st e l l c beraten sein will, steht vor verschlösse.cr Tür. Der Beamte, der den Auskunftsdier.st zu versehen hat, muh Sonntags Bahnsteigschaffnccdicnste mit versehen und ist in­folgedessen für die Bedienung der Auskunft nicht verfügbar. Da angeblich wegen Personalmangels auch andere Kräfte für diesen Dienst an den Kunden der Reichsbahn nicht vorhanden sind, hat man kurzerhand die Auskunftsstelle an den Sonntagen geschlossen. Daß ein solcher Zu­stand in dem Bahnhof einer Stadt von 35 000 Einwohnern, in einem Bahnhof, der Knoten­punkt zahlreicher, stark frequentierter Linien ist, eine glatte Unmöglichkeit darstellt, wird wohl niemand mit Ausnahme der Gisenbahn- direktion Frankfurt zweifelhaft sein. Man darf wohl erwarten, daß diesem Verkehrs­skandal schleunigst ein Ende bereitet wird! Die berufenen Stellen unserer städtischen Verkehrs- arbett sollten sich der Beseitigung dieses Miß­standes sofort mit Vachdruck annehmen.

&.Wochettmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 200 bis 220, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 10 bis 15, Weiß­kraut 6 bis 10, Rotkraut 12 bis 15, gelbe Rüben 8 bis 15, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 30 bis 35, Römischkohl 10, Bohnen, grüne 30 bis 40, gelbe 50 bis 70, Unter-Kohlrabi 8 bis 12, Rosenkohl 50, Feldsalat 100 bis 120, Tomaten 20 bis 30. Zwiebeln 12 bis 18, Meerrettich 50 b-is 150, Kartoffeln 5 bis 51/», Falläp,el 8 bis 15, Aepfel 20 bis 35, Birnen 10 bis 23, Preisel­beeren 60 bis 65, Hagebutten 15, Brombeeren 60 bis 65. junge Hähne 100 bis 110, Suppen­hühner 100 bis 120, Gänse 100 bis 120, Russe 60 bis 100 Pf. baS Pfund; Eier 16 bis 17, Blumenkohl 50 bis 150, Salat 10 bis 25, Endivien 10 bis 25. Ober-Kohlrabi 5 bis 15.

Bornotizeu.

Tageskalender für Samstag. Turnverein von 1846: Dühnenschauturnen, 8 IHjr, in der Turnhalle. Mandolinen- und Gitarren- BereinVeapolita": Llnterhaltungsabend, Kath. Dereinshaus, 8 Uhr. G.D.A.: Monatsver­sammlung, 8.30 Uhr, im Eisenbahnhotel (Hop- feld.) Reichsbund der Zivildienstberechtigten: Monatsversammlung, 20.30 Ahr, in derStadt Lich". Artilleristen-Verein: Monatsversamm- lung, 8.30 älhr, im Vereinslokal. Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße: Iackie der Schiffsjunge 1, 2, 3 Los. Astoria°Lichtspiele: Richard Tal- madges größter Coup.

Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: Dollarprinzessin, Anfang 18 Uhr, Ende gegen 21 Uhr. Arbeiter-Kulturkartell Gießen: 2. Volkskonzert in der Volkshalle, 3 Uhr nachmittags. Turnverein 1816: Schau- und Wetturnen. Anfang 8.30 Uhr vormittags. Vereinigung der Spengler- und Installateur- meister: Dezirksversammlung, Gastwirtschaft Faul­stich, Bahnhofstraße. Anfang 10.30 Uhr vor­mittags. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, Iackie

der Schiffsjunge. 1, 2, 3 OoS. Astoria-Llcht- spiefe: Richard Talmadges größter Cour.

Die morgige F^remdenvor st ellung im Stadttheater. Man schreibt uns: Wie be­reits mitgeteilt. bringt das zweite Gastspiel des Neuen Operetten-Theaters, Frankfurt a. M._ an diesem Sonntag, 14. Oktober, um 18 Uhr, eine Auf­führung der OperetteD i e Dollarprtnzes- s i n", die besonders in musikalischer Hinsicht als ein Meisterwerk des berühmten Komponisten Leo Fall angesprochen werden darf. Da sich mit dieser herr­lichen Musik auch eine packende Handlung verbindet, welche die bekannten Textdichter A. M. Willner und Fritz Grünbaum zu Autoren hat, so ist eine unter­haltungsreiche Vorstellung mit Sicherheit zu erwar­ten. In den Hauptrollen sind die Damen Gisa Bergmann, Käthe Itter und Nuschi Wies­ner beschäftigt, welche letztere ebenfalls zu den be- liebtesten Mitgliedern der Frankfurter Bühne zählt, sowie die Herren Mario H a i n d o r s s, Albert Badewitz, Adolf Wiesner. Arthur Hoff­mann und Richard (3 u 11 m a n n.

Das Arbciter-Kulturkar teil Gie­ßen trift am morgigen Sonntagnachmittag 3 Uhr mit einem zweiten Dolkskonzert vor die Oeffentlichkeit. Das Programm, das 350 Sängerinnen und Sänger, hervorragende Solisten und den Or­chesterverein 1908 Gießen unter der Leitung des Chormeisters Meyer (Wieseck) auf die Bühne bringt,, besteht aus bedeutenden Komponisten, deren Wiedergabe den Musikfreunden unserer Stadt einpn besonderen Genuß bieten wird.

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Als erste große Klassiker­inszenierung geht am Dienstag, 16. Oktober, Richard II l." von Shakespeare in Szene. Intendant Dr. Rolf P r a s ch bringt das Schau­spiel in einer ganz modernen, dem Stück ent­sprechenden Veuinszenierung, in der er bie sechs­zehn Bilder sich serienweise abwickeln lassen wird. Zur Bühnenmusik ist die Komposition des Her­zogs von Meiningen zuRichard III. heran- ge$ogen. Die Rolle des Königs Richard spielt der erste Charakterspieler Edelbert Gareis. Die Bühnenbilder sind von dem künstlerischen Beirat Karl Löffler entworfen und unter seiner Leitung in den Werkstätten des Stadt­theaters hergestellt.

ChriftlicheVersammlung Gießen. Man schreibt uns; In der Totensonntagswoche wird die Christliche Versammlung Gießen auch in diesem Iahre wieder christliche Vorträge halten lassen. Sie hat hierzu den im Mittelpuirkt der Stadl Gießen gelegenen Saal des Cafe Leib gemietet. Der Vortragende, Paul Schwefel (Berlin), wird die int heutigen Anzeigenteil be­kanntgegebenen Themen behandeln. Diese um­fassen eine Darstellung der Dinge,von Ewigkeit zu Ewigtetf, aus Grund der Heiligen Schrift, Die Vorträge werden gewiß für viele, und ba sie auch das Zeitalter Israels betreffen, den unter uns wohnenden Israeliten von großem Interesse sein. Da der Vortragende eine besondere Gabe besitzt, diese Dinge im Lichte des Wortes Gottes zu behandeln, hatte er überall, wo er jetzt sprach, eine nach Tausenden zählende große Zuhörerschar. Es sei deshalb jetzt schon auf diese Vorträge aufmertfam gemacht.

Das volkstümliche Konzert im Katholischen Dereinshaus am kommen­den Dienstagabend sei den Musikfreunden unserer Stadt noch einmal in Erinnerung gebracht. Bei der Veranstaltung, die ein sehr abwechslungsreiches und gehaltvolles Programm bringt, wirken hervor­ragende Gesangskräfte und Instrumentalisten von Frankfurt a. M. mit, ferner wird unsere Gießener Militärkapelle unter der Leitung des Obermusik­meisters Gober die Vortragsfolge bereichern. Die Veranstaltung fei zum Besuche empfohlen. Inter­essenten mögen die Anzeige am kommenden Mon­tag beachten.

*

** Verkehrssünder. In der Zell vom 1. bis 30. September wurden folgende Anzeigen wegen Zuwiderhandlungen durch Fahrzeugführer bzw. Kraft- und Radfahrer gegen verkehrs- polizeiliche Vorschriften erhoben: 23 Anzeigen toegen Fahrens zur Vachtzeit ohne hellbrennende Laterne, 8 wegen Fahrens auf Bürgersteigen, 20 wegen Fahrens mit übermäßiger Geschwindig­keit, 10 wegen Fahrens ohne die rechte Strahen- feite einzuhalten, 14 wegen Fahrens durch ge­sperrte Straßen und 50 wegen sonstiger Zu­widerhandlungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht.

** Der Oberhessische Kun st verein er­

öffnet morgen, Sonntag, den 14. Oktober, vor­mittags 11 U£>r, im Turmhaus am Brandplatz eine neue Ausstellung, die erste nach der dies­jährigen Ferienpause. Der hier durch seine Früh­jahrsausstellung von Aquarellen, Zeichnungen und Radierungen bereits bekannte Westfälische Dauernmaler P. A. B ö ck st i e g e l-Dresden bringt, einem damals vielfach geäußerten Wunsch entsprechend, jetzt 12 große Oelgemälbe von leuchtender Farbenpracht zur Schau. Die Bil­der sind ihrem Gegenstände nach meist Mo­tive seiner westfälischen Heimat Arrode. in welcher er sich Sommers auf^uhalten pflegt, ent­nommen und stellen charakteristische Dauerntypetr aber auch Landschaften und mächtige Blumen- stücke bar. Bei der Kollektion befindet sich auch ein großes Porträt des bekannten Malers F e l i x m ü l l e »Dresden. Die Döckstiegelschen Gemälde machen zurzeit die Runde durch die größeren Städte Deutschlands und dürften auch hier berechtigtes Interesse sinden. Eine größere Zahl von Oelgernälden Landschaften und Dlumenstücke stellt Alfred K i e h l-Lang-Göns aus. Der Künstler ist erst kürzlich in unsere Provinz verzogen und führt seine Werke zum ersten Male in den Räumen des Kunstvereins vor. Vertreten sind weiter die hier bereits be­kannten angesehenen Darmstädler Maler Lothar Toller, Willi H o f f e r b e r t und Ellrich Hollerste de mit ansprechenden Aquarellen und Zeichnungen, Toller auch mit mehreren Oelgemäldm. Heinrich Küche l°Gies;en bringt Illustrationen zu E. T. QL HoffmannsGol­denem Topf" (8 Kreidezeichnungen) und Hauffs Wirtshaus im Spessart" (6 Bleistiftzeichnungen). Reinhart Bergmann-Fürth i. O. einige kleinere Zeichnungen und ein Pastell landschaftlichen Cha­rakters. Die Ausstellung ist wieder Sonntags, Montags, Mittwochs und Freitags von 111, Mittwochs auch von 35 älhr geöffnet. Es wirb zu regem Besuch eingeladen.

* Die Museen sind am Sonntag zwischen 11 und 1 älhr geöffnet.

** (Sin schwerer Au tounf all ereignete sich gestern nachmittag gegen 6 Mr auf der Landstraße GießenGrünberg zwischen Linden- struth und Grünberg bn der Vähe der Straßen- abzwevgung nach Queckborn. Dort geriet ein großes Personenauto, das aus Dad^Vauheim stammte, unb auf der Fahrt von Grünberg nach Gießen begriffen war, beim Lieberholen eines Lastautos zu well an den Straßenrand heran. Der Kraftwagen erhielt hierbei einen /Reif en* defekt, wodurch das schwere Fahrzeug gegen einen dicken Baum sauste, der glatt umgerissen und schräg auf die Landstraße geworfen wurde, wäh­rend der Wagen selbst quer über den Baum ebenfalls auf die Straßenmitte zu liegen tarn. Wie durch ein Wunder kamen die beiden In­sassen des Kraftwagens mit ganz geringen Ver­letzungen davon, dagegen wurde der Vorderteil des Autos bölhg zertrümmert. Die Landstraße war durch den Baum und das Auto zunächst gesperrt, und erst der tatkräftigen Hilfe einiger mit Lastkraftwagen die ilnfallftelle passierender Chauffeure gelang es, durch Deiseitefchleppen des Baumes die Straße wieder freizumachen. Die Trümmer des verunglückten Kraftwagens wurden von einem der helfenden Lastautos nach Gießen abgeschleppt.

** 500 Mark Belohnung. Das Hessische Iustizministerium hat für die Ergreifung des Täters, der auf den Grafen Hardenberg im Reuen Palais des ehemaligen GroßherzogZ einen Raub­mordversuch verübte, eine Belohnung von 500 Mk. ausgesetzt.

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