Au« der Provinzialhauptfiadt.
Sieben, ben 11 Xiguft 1928.
Vie (fffenfrägerin.
Diiuogffonne braun« . börrte bU Bilden ueb Felder au», bräunte die ®ro|er unt Äarfen und fangt# fein Erbarmen. Raum eine brr tückischen meinen Wolken, bie wir seitliche Mädchen mioirden, aber im Gefolge die Wetter hoben, bie fturmblau d,rauf ziehen und von denen mrmanb rorifc, wo» sie dringen, stellte sich rin wenig per die sengende VntHflm Mensch und Itrr suchten Schotten aber auch er war nur eine loulchu ig. denn die Wut r«ne»um schoß mit tausend Pseüen noch ihm
3a»ei junge Hrbrlkr schritten de» Wege», die blauen laufen grossnet, da» Hemd -uruckgeschl^gen, die braune Brust vom Wind umweht, der au» glühendem Ösen zu kommen schien Bei einer Heck, morlen sie sich in» (Bro». Der eine schlürft, noch au» einem Rinnsal, do» zwischen den Wiesen hinweg, trage und unlustig, und sein Blick lies den Weg entlang. suchend und ein rnenifl unwillig
Nicht lange, so kam ein Mädchen aus ihm ««schritt ter Ueichitußig ging e» den holperigen Pfad, al» ob die Steine vor ihm in den Boden oersilnken. Behutsam trug e» den Äorb. Und die Sonne brannte cuf den blonden kchettel. daß er schimmerte wie
je» 'Boib
„Kommst späf, sagte einer der jungen Leute vor- murltPoB.
Die Antwort de» Mädchen» klang ruhig und wohlbegründet.
ftafhg losselten die jungen Männer ihr Essen, trnnken einen Schluck Bier, steckten die Flasche mit dem Nest de» Getränk» in di, lasche, erhoben sich und eilten mit einem kurzen, gleichgültigen Ab- schiedeworte wieder zurück an ihre Arbeitsstätte
Da» Modchen nickte nur. Eine gon,e Weile blieb e» flehen und sah den Daoonschreitenden noch. Die Lippen waren ma auseinander gepreßt, al» ob rin Wott ein Wut über sie springen wallte, dem sie mehrte. Dann wandte e» sich schross ab und schrill den «ea zurück, den e» gekommen
3m Grunde em tfÖtag»frlebnt» Aber oielleichl doch etwa» mehr. Hier stand eine der Stillen und Bescheidenen, die auch noch einem lieben Wort hungern, nach einer Hnerfennuno für Ihre Mühe und ihr Bürdentraaen, aber vergeblich warten Eine der sleihigen Ameisen, bie stündlich Lasten schleppen; al» selbstverständlich wird ,» hingenommen, aber der geringste Fehler wird mit schroffen Worten aerugt Eine der Unscheinbaren, die doch mit Haren Augen in die Welt schauen und da» Geschaute einschlleHen In ein Herz, do» nach ein wenig Güte hungert, ober nur herbe und Stacheln zu spüren bekommt Eine den Anspruch»losen, denen bescheiden scheinende Psllchttn zuo,wiesen werden; aber diese Tflid)ten können wie Sandkörner sein, die sich zu Hous türmen und einen Menschen erdrücken
Und wenn nun ein solch stiller, immer abseits siebender Mensch einem begegnet, dem bie süßen Worte und Verheißungen leicht über die Lippen neben? Vielleicht wird er -Weiseln und fein Gehör schenken, weil er schon zu oft betrogen wurde und nicht mehr an da- Glück glauben kann. Vielleicht auch klammert er sich daran, wirft sich in die tauschende Flut der Versprechungen und steht dann eine» Tagf* mit leeren Händen und leerem Herzen do, ein Schiss, dem Anker und Mosten und Steuer genarrt men wurden
lind e» ist doch nur ein kleine», ein billige» Work her Liede und Anerkennung, aus da» gewartet wird.
loten für TienBtafl, 14. August.
Sonnenaufgang 4 43 Uhr, Sonnenuntergang 19.25 Uhr — Mondoufgang 2.M Uhr, Monduntergang 19.27 Uhr
1M7; der Dichter Johanne» Trajan in Danzig geboren; — 1MO: der Psychiater Richard Freih. van Mrafft«ffbing In Mannheim geboren; — 1864: die Dichterin Marie (Fugenie della Grazie in Unter- Weißkirchen in Oesterreich geboren.
Vornotizen.
— Tageskalender für Montag. Licht- Ipiclbau», Bahnholftrafie: ,Lm Luxuezug'. — Asto- lio-Lichtspiele finalen".
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** 2kodemilchc Ehrung. Don der bete* rtnärmedi»inischen Fakultät der Universität Glesien wurde Herrn Direktor Dr. Alfred 2m- meldura, TorftanMmitglicb der 3. G. Kar- bentnbuftrte Wtiengefellschast, Höchst a M.. .der sich in 34jäh tiger Tätigkeit für die glanzvolle Ent Wicklung der deutschen Arzneimittelindustrie ernaesetzl hat. und unter beffen Leitung eine grrche Zahl wertvoller biologischer und svntheti- lcher Qugneimtttcl zur Behandlung von Tierseuchen hervvrgedracht wurden", die Würde eines Dr. med. vet. e. h. verliehen
" Heute er st er Schultag! Die Ferien sind zu Ende, am heutigen Montag hot — bei trübem, iegnerischen Wetter — der Unterricht in den Schulen wieder begonnen. 3m frühen Morgen baten die in den lehten Wochen um diele Z,it noch recht unbelebten Hauptstraßen wieder da» altgewohnte Bild der scharenweise zur Schule wandernden Madel» und Buben, vorüber die goldene Ferienzeit! Manch einer wird heute morgen mit vielen heimlichen Er innerungen an Wald und Wiese, Berg und See den Weg in den Alltag angetreten haben. Der Ernst de» Leben, tritt nun wieder in seine Rechte. Mach len die Ferienwachen, die jetzt wieder einmal hinter un» liegen, unseren Hindern eine rechte Stärfung und (Erholung an Leib und Seele gebracht haben, so daß sie mit frischen Äraften, guten Mut», rot bockig und braungebrannt, die neuen Arbeitswochen g iiaen können'
'* Offener« Donk. Die große Anzahl von Xuckwünlchen. die Dr. Eckener zu seinem 60. Ge- irlStog übermittelt wurden — es find außer ner großen Anzahl von Briefen allem über -30 Telegramme eingeganaen — macht es ihm "möglich. sich für die Glückwünsche einzeln zu l ■ banten. Er bittet daher, folgende Danksagung durch die Preise weirerzule-ten ..Anläßlich meine« tO. Geduristage« sind mir Glückwünsche. ins- l'e’onbert für erfolgreiche Zähr en de« L. Z. 127, ^*2° großer Zahl zum Ausdruck gebracht worden, daß H mir unmöglich ist, auf jeden einzelnen. 2’* ** mMlte. besonder« zu antworten. Ich
bitte deShaL allen, bte hx so freundlicher Weise tunh ihre guten Wünsche für die ^-pvelrn.ache bekundeten, hiermit meinen wärm»
• • m rJ .«"«sprechen zu dürfen Dr. Eckener." ,. . «Erfassungsfeiern sanden nach den ur •JM>rt^,ntlen ^Eldungen am Samstag an zahlreichen Orten der Provinz Oberhessen statt, wo- bei j«Mii« in ben im Mittelpunkt der Beranftaltun- «en stehenden Sieden auf die Bedeutung des Tage», aus die Begründung der Weimarer Verfassung im oabre 1919 hmgewiesen wurde und zu einmütigem Zulammenftehen aller Volksgenossen zum Wohle des
!Oie Lohn- und Gehaltspfändung.
Son Juftijinfpeffor Schröder, Susidach.
Vie gesetzlichen Bestimmungen über d i e Lohn - und Gehaltspfändung sind in der ''lachkriegszeU entsprechend der jeweiligen Witt- schaflslng, so oft geäntkrt worden, daß in weiten Ereilen große Unklarheit darüber herrscht Oer Uedersichtiichkeit halber verrate ich vorweg schon hi, Disposition meiner Besprechung- 1. die „kahl pfanbungv; 2. die Pfändung zugunsten der Unter- haltsanspruche unehelicher Minder. 8. die reguläre Pfändung
1. Die Bezeichnung „8 a b I p f a n b u n g* ent- bihrt nicht eine» geroifirn Humors — für den tln beteiligten' Der Schuldner schimpft indessen weidlich. wenn auch ohne berechtigten Grund, wi, ou» den nachstehenden Ausführungen — ersichtlich Wer zur Zahlung non Unterhalt an Verwandte und Ehegatten (In der Regel also an seine Xmbfr und die geschiedene Ehefrau, verurteilt ist, muß beachten, daß da» Gericht bei Festsetzung der Hohe de» Un- terhaltsbeitrag» die Einkommen» und vermögen»- oerhältnisie de» Zahlung»pslichtig,n bereit» berücksichtigt hat. Wer nun in der (folge mit der Zah- lung im Rückstände bleibt, muß e» sich gefallen lasten, daß weaen der llnterhaltsbeitraae für die Zeit nach der Ätugrerbfbung und da» dieser vor- ausgehende viertesiahr sein Lohn oder Gehalt ohne jede Einschränkung gepfändet wird, selbst wenn ihm kein roter Heller bleibt. Dagegen Hilst kein Käso. nirrrn und Protestieren!
2. Da für bie Unterhaltsbeiträge de» unehelichen 8 I n b e • die Lebensstellung der Mutter maßgebend ist, kann da» Gericht bei der Urteilsfindung auf die soziale Lage de» Later» keine Rücksicht nehmen. E» kann also der Fall rin- treten, daß der Vater zu einer ilnterhaltsrente v,r- urteilt werden muß, die in keinem Verhältnis zu seinem Einkommen steht Deshalb muß ihm bei einer Pfändung sein Lahn oder Gehalt insoweit belasten werden, al» er dessen ,4ur Bestreitung feine» notdürftigen Unterhalt» und zur Erfüllung der ihm feinen verwandten und seiner Ehefrau gegenüber obliegenden UnterhallLpslicht bedarf." Welcher Betrag hiernach nicht gepfändet werden darf, bestimm! da» Dollstreckungsaericht, da» den Psändungsbeschluß erläßt, nach billigem Ermessen.
Hinsichtlich der Unterhaltsbeiträge für die Zeit, bie weiter al» ein Vierteljahr vor der 8fageer- Hebung zurückliegt, kommt hier wie auch in den Fällen zu 1 nur die reguläre, nachstehend unter 8 besprochene Pfändung in Frage
3. Collen für die zuletzt erwähnten älteren Ruck ftände von Unterhalt»beiträgen oder sonstige urteilsmößig feftgefteUten Forderungen Lohn oder Gehalt gepfändet werden, so ist zunächst Au unterscheiden, ob es sich um Beamt, (auch in Ruhestand befindliche) ober um Angestellte und Ar heiter handelt; unter Angestellte und Arbeiter sollen alle bifjeniaen, bie aus Grund eines Privatdienst- vertrage» Lohn, Gehalt, Honorar usw. beziehen Auch bei den Staatsbehörden werden seit dem Personalabbau jetzt vielfach Leute auf Grund Dienstvertrag» beschäftigt die nicht Beamte im Sinne de» Gesetzes sind
11 cf*-fteigen da« Diensteinkommen, die Pensum oder die sonstigen Bezüge der 'Beamten hie Summe von monatlich 195 Mk.. so ist der dritte Dell de« Mehrbetrag« der Pfändung unterworfen. Beihilfen und Zulagen. bte mit Rücksicht auf da« Vorhanbrnttin unterhalt«* berechtigter Angehöriger gewährt werden iKinbettzulagen!). sind der Pfändung nicht unterworfen vno sonach bei Berechnung de« der Pfändung unterliegenden 'Betrag« unberücksich- Hgt au lassen. Die gleichen 'Vorschriften wie für Beamte gelten auch für die Pensionen der Wit- wen und Waisen unb da« Diensteinkommen der Unteroffiziere und Mannschaften der Wehrmacht.
Das Einkommen au« einem Arbeit«- ober Dienstverhältnis auf Grund Prioat- oertraa« (Lohn. Gehalt. Honorar usw.) ist bei Auszahlung für Mona le oder Bruchteile von Monaten ots zur Summe von monatlich 195 Mk., bei Auszahlung für Wochen bi« zur Summe von wöchentlich 45 Mk. bei Auszahlung für Tage bis zur Summe von täglich 7,50 Mk.. und soweit es b-.de Beträge übersteigt, zu einem Drittel des Mehrbetrag» der Pfändung nicht unterworfen. 5Hm« unpfändbare Drittel eHöht sich jedoch noch für jede Person, der der Schuldner Unter» ba’i zu gewähren hat (Ehefrau, gdchiedene Ehefrau, Dervanbte) um je ein Sechstel, höchsten«
jedoch auf zwe Drittel bei Mehrbetrag» Das heißt Hat der Schuldner Frau unb em Jttnb, denen er Unterbau zu gewähren hat. fo sind für jede» ein Sechstel, zulammen er
fo daß bi, Höchstgrenze der Pfands rechen mit zwe Dritte', bereit« erreicht Ist; ist bie ^^ahl der Lin ter halt «berechtigten größer, so ist da» ebne GinAuß ein Drittel be» die oben erwähnten Monat»- Wochen- oder Tagesbezüge übersteigenden Betrags ist unter allen Umständen pfändbar. Ufbcrftc.gt aber twa« allerdings nicht oft Vorkommen wird!» der Arbeit«- ober Dienst lohn bi, Summe von 650 Mk monalltch. von 150 Mk wöchentlich oder von 25 Mk täglich, fo tritt eine Erhöhung der planbfrctcn Grenz, infdge Unter- haitsplsichten überhaupt nicht ein; b. h. dann unterließen volle zwei Drittel de« Mehrbetrag« der Pfändung.
Bei Anträgen aus Psänduna und Ucbcnpci- lung (zur Einziehung) von Gehalts- unb Lohnforderungen ist im Interesse der De'chleunigung der Erledigung dr.ngend zu empfehlen: 1. genaue Bezeichnung de« ‘Beruh' de« Schuldner« (bei Beamten und Wehrmoch:sangehörigen die 2ml«- vder Dienstbezeichmung», 2. bei Privatangestellten bie Angabe ob sie ihre Vergütung monatlich bexieben «wie etwa bei Handlungs- gehilfen. Technikern. Privatlehrern usw ); 3. fo- weit e« sich nicht um Beamte oder um Fälle der Kahwfändung (I) banbelt, die Angabe, ob der Schuldner verheiratet ober geschieben ist imb ob er außer dem Ehegatten noch Kindern (auch chcn) oder Ökrtxxjnbfcn Unterhalt zu gewähren hat. Diese Angaben lind auch in bezug auf Beamte zu machen, soweit es sich um Pfändung für älnterhalt-anfprüchc unehelicher Kinder handelt. Dem Wittag ist beizusügcn der Schulb- titcl (vollstreckbare« Urteil, vollstreckbarer Vergleich. DollstreckuiigAhefehl ober vollstreckbare Urkunde) mit Urkunde de« Gerichtsvollziehers über Zustellung an den Schuldner; ohne bieten Zustellungsnachwei« kann bie Zwangsvollstreckung nicht beginnen
Ferner muß der Gläubiger nicht nur den Antrag auf Pfändung, sondern auch gleichzeitig auf .Ueberwnsung zur Einziehung" stellen, ba andernfalls später ein entsprechender neuer Beschluß erwirkt werden must. Sehr zweckmäßig ist e« endlich noch, die Geschästsstelle de« Amts- fericht« um Vermittlung der Zustellung zu er- uchen; die Praxis der Gerichte ist hier nicht einheitlich; manche Dertrelcn die Ansicht, sie seien stillschweigend um Vermittlung der Zustellung ersucht, andere wieder übersenden die Ausferti- gliiig de« Pfändung«- unb Ucbcrtreilung«- veschlusse« dem Gläubiaer Wenn bieser in Rechtssachen unerfahren ist. läßt er ben Beschluß im Schreibtisch liegen unb wartet vergeblich auf den Eingang de« gepfändeten Lohne« ober Gehalte«.
Gegen ben Psänbunas- unb llebertoeilung«- befchlusi steht dem Schul bn er bie »Erinnerung gegen die Azt und Weise der Zwangsvollstreckung" zu. bie bei dem Vollstreckung«- gericht zu erheben ist, unb gegen bie daraus ergehende Entscheidung die sofortige Beschwerde (etnzulegen binnen zwei Wochen) Aus Grund der Entlassung-Verordnung entscheidet auf Pfändungsanträge jefit fast allgemein der llr- kundsbeamte der Geschäftsstelle, ein Beamter de« gehobenen mittleren Dienste«. Dem Gläubi- a e r steht aegen eine zurückweisenbc Entscheidung des Ürkund«beamtcn zunächst der Weg offen, di, Entscheidung des Vollst reckungs- gcricht« anzurufen, und zwar muh da« binnen zwei Wochen, von Zustellung de« Ablehnunas- heschlusfe« ab gerechnet, geschehen. Hält der ilr- funMbcamtc die Einwendung de« Gläubigers für begründet, fo kann er seine Entscheidung ab- änbem. Findet aber weder er noch ba« Vollst rcckungsgericht hierzu Veranlassung, so gllt die Einwendung de« Gläubigers al« sofortig, Beschwerde. über die ba« Lanbgericht entscheidet Ob auf ben Psänbungsantrag bet Urfunb«beamtc bet Geschäftsstelle entfchieben hat, ist au« ber Art ber Unterzeichnung zu erkennen; er unterkchreibl In Hessen mit beni Zusatz .Krast Auftrags^ ober »K. A.", in Preußen unb an bereu Cänbem unter Beifügung ber Worte ,als Aecht«psl,ger".
Vaterlande» aufgeforbert wurde; e» würde zu weit führen, auf sämtlich. Feiern in der näheren und weiteren Umgebung einzeln einzugehen.
•• 3a b n t e t c r der Gießener Turn erschaff. Anläßlich be« 150. Geburtstages de« deutlchan Turnvaters Friedrich Ludwig 3ahn am 11. August veranstaltete die Gießener Xumer- Ichasi am Samstagabend einen Fackelzug. der auf dem Oswaldswarten zufammengestrlli wurde und sich durch die Anlage nach dem Zabndeukmal an der Vergstraße bewegte, wo anfchlleyend unter lebbafier Beie.lrgung ber Gießener Bevölkerung, u. a. auch vieler Teilnehmer ber vorher zum Abschluß gekommenen VerfassungSseier im Stabt- theater. eine Feier Äittfanb. bei ber nach 2b- ftngung gemeinsamer Lieber unb einem Prolog Privatdvzent Dr. Georg Mäher eine Ansprache hielt. ®r feierte 3ahn als Begründer des deutschen Turnen«, al« Pfleger ber deutschen Sprache und al« deutschen Patrioten. Aach einem drei- fachen .Gut Heilf auf den Turnvater wurde das Deutschlank^ied gelungen und darauf unter ben Klängen ber Kapelle ber Aückmarlch angetreten
"Ein Gewitter leichter Art ging heute nacht gegen 1 Uhr über unsere Stadl nieder Der im (befolge niedergehende Kegen hält heut, morgen noch an. Obwohl noch sehr viel Körnerfrucht im Freien stehl, ist der Kegen für Hackfrüchte, Kartoffeln ufw. dringend notwendig.
w S i n Aasenbranb. Am Sonntagnachmittag geoen 130 LIHr entftcmb ein Aafenbrand. der leicht Ichlimmerc Folgen hätte haben können. Oberhalb des Unteren Hardthofe« brannte dürres Gras auf einer Fläche von etwa 30 Quadratmeter. Der inzwischen auftretenbe Wind bracht, durch die drohende Möglichkeit von Flugfeuer die im Hofe sie« Unteren Hardthof es ein gefahren« Ernte in Selahr Die schnell eingefrorene Feuerwehr löschte ben Brand ab und konnte bald wieder cinrüden.
— Vom Bund hessischer ßeibgarbi» ft en. Darmstadt, wird un« geschriebene Darmstadt rüstet sich, bie Angehörigen seines alten stolzen Aegiments, mit dem es in ZSOjähriger Geschichte eng verbunden war. die alten Letb- garbiften, würdig zu empfangen unb ihnen Stunden ernsten Gedenkens und siwhen famerabfdbaft»
sichen Erleben« zu bereiten, frei von aller politischen und konsessionellen Einstellung. Die Anmeldungen sind bis jetzt schon so zahlreich ein- gelaufen daß mit einer überau« stattlichen Zahl von Zeitnehmern aus allen Gegenden de« weilen Vaterlandes gerechnet werden kann. Turnerische Vorführungen der gesamten Darmstädter Turner» schäft. Lichtbildervortrag, sowie lebende Bilder au« Krieg«- und FriedenSzcit werden die gewünschte Abwechsiung unb Unterhaltung bringen. Den Abschluß des Feste« bildet ein Massenkon- zert von etwa 100 ehemaligen Militärmusikern au« dem Aeaiment, woran sich ein große« Brik- lontfeuerwetf anlchließt
*• Personalien. 3n den Auhestand versetz', wurde cm 9 August bi, Hanbarbeitslehrerrn an ber Vvll«lchule zu Dtehen Mar-e Decker auf ihr Aack/uchen vom 1. Oktober 1928 ab. — Aus Grund be« Gesetze« über bie Altersgrenze ber Staatsbeamten freien am 1. September in ben Au heft and. ber Lehrer an der Volksschule zu FramrrShe.m Konrad Etellvagen und ber Lehrer an ber Volksschule zu Gießen Karl Schmidt.
•• Postüberweisungsverkehr m l t Frankreich. Am 20. August wird der Post- überweisungsverkehr init Frankreich ausgenommen. Demgemäß können die Pofttcheckkunden Betröge von ihrem Postscheckkonto tn Deutschland auf em Postscheckkonto bet den Post'checkämtern in Aiaccio. Algier Dort« aur. Elermcnt-Ferrand, Dijon. Lille. Lrnwye«. Lyon. Marsellle. Montpelller. Tiana). TUarti. Drtcan«. Paris.AenneS.Aouen. Straßburg und Toulouk und umgekehrt die französischen Po't«Leckkunben Beträge auf Postscheckkonten in Deutschland überweisen. Die HebtrtDe-,'ungen nach Frankreich, zu benen bie innerdeutschen Heber- weisungssormblätter zu verwenden sind, können in Reichsmark und Reichs Pfennig oder tn französischen Franken und Tentünon ausgestellt werden. Der Betrag ist unbefchränlr. Die Gebühr beträgi 5 Ps für je 100 Mk. mindesten« 20 Ps. Mitteilungen für den Empfänger lind auf dem Abschnitt der Mebetöeifuito gebügTenfrct >uge- lassen. — Außer mit Frankreich besteht zur Zelt noch Postüberweisungsverkehr mit Danzig. Belgien, Dänemark. Lettland. Sutern bürg, ben Hie»
Iberlanden Oesterreich. Schweden ber Schweiz, ber Tschechoslowakei unb Ungarn.
•• # ii f t r I , b zum heutigen Frankfurter Schlochtviehmiirkt: 535 Ochsen. 115 Bullen, 614 Sütx. 511 Färsen, 647 Kalber, ISO Schal, und (W3 Schwein,
VIIL Herbst'Regaita des Lahn-Regatta-Verbandes
Zur Vni. Herbst-Regatta be« vahn- Regatto-Derbande« zu Gießen auf ber Lahn, veranstaltet von t*in Verein Rudersport Gießen 1913 und ber Akad Ruder- Abteilung , B am 26. August, liegen sol- genbe Meldungen vor
l. Rennen. 3ungmannvierer 1 Wasser! portverein Mülheim < Ruhr i. 2. Verein Rudersport Gießen 1913, 3. Wellburger Rudervcreln lft05. 4 Wetzlarer Ruderklub 1830. 5 K llner Rubergescllschast 1891
2. Rennen. 3ungmanneincr: 1. Limburger Ruberverein 1895 (H Lehnarb). 2. Hanauer Rußerklub Hassia (3can 3 ü n g - ling). 3. Wetzlarer Ruderklub 1830 (E. Le i tz jr.l. 4. Limburger Ruderklub 1907 (Albert Endres). 5. Was erlportverein Mülhsin t Rubr), (H. von der Linden). 6 RudergelelIIchatt Lahnstein IDr. S trusf mann), 7. Moinz-Kasteler Ruderges. 1880 (Fritz Schandual. 8 Verein Rudersport Dießen 1913 (Karl Dietrich.
3 Rennen Ansänaervierer: 1 Fronk- furtcr Rudergesellschasi Sachsenhausen 1879 2. Verein Rudersport Gießen 1913. 3. Wetzlarer Ruderklub 1880. 4. Hanauer Ruderklub Hassia. 5. Limburger Ruderklub 1907
4. Rennen. Gastvierer: 1. Wetzlarer Ruberklub 1880. 2. Offenbacher Rudervercln 1874. 3. RubcrNub Germania Köln. 4. Limburger Rude rverc in 1895. 5. Frankfurter Ruderg.'seNschalt Sachfenhaufcn. 6 Malnz-Kasteler Rudergesell- schaft 1880, 7. Reuwleder Rudergesellschatt
5. Rennen 3u it g m a n nDie re r: 1. Gieße ncr Rudcracsclllchaft 1877, 2. Limburger Ruder- fiub 1907 , 3. Franks. Rudergesellschatt Sachsenhausen.
6. Rennen. Herb st achter: 1. Kölner Ru- dergesellschast 1891. 2. Limburger Ruderverein 1895. 3. Ruderverein Mainz-Kostheim-Gustavs- burg, 4. Reuwleder Rudergesellschasi
7. Rennen Schülervierer: 1. Limburger Ruderverein 1895. 2. Verein Rudersport ®lenen 1913, 3. Wetzlarer Ruderklub 1830.
8. Rennen. I. Vierer: 1. Limburger Ruderklub 1907. 2. Limburger Ruderverein 18ro, 3. Wetzlarer Ruderklub 1830.
9 Rennen 3ungmannachler: 1. Verein Rudersport Gießen 1913. 2. Limburger Ruderklub 1907.
10. Rennen Akt he rrenvtere r: 1. Verein Rudersport Gieszen 1913, 2. Frankfurter Rude rverein 1865.
11. Sennen. 3uniorvierer: 1. Wasier- sportverein Mülheim (Ruhr). 2. Offenbacher Rude rverein 1874. 3. Hanauer Ruderklub Hassia. 4. Reuwledcr Rudergesellschast. 5. Verein Rudersport Gießen 1913.
12 Rennen. Lahn»3ungmannvierer; 1. Verein Rudersport Dietzen 1913, 2. Gietzener Rudcracsellfchaft 1877, 3. Wetzlarer Ruderklub 1880, 4. Limburger Ruderklub 1907.
13. Rennen. Lahneiner; 1 Verein Rudersport Gießen 1913. 3. Boot (Ä Dietrich), 2. Rudei-g^ellschalt Vabnftcin F l u cki, 3. Verein Rudersport Dießen 1913. 1. Boot ffl. Plan f). 4. Derselbe 2. Boot (TI. DecherI >
14. Rennen Herb st vierer: 1. Reuwied« Rudergesellschasi Reuwied, 2. Weilburger Ruderverein 1905. 3. Kölner Rudergesellschast 1891, 4. Waslerlporlvcrein Mülheim (Ruhr-, 5. Frankfurter Rukttraeselllchasf Germania. 6. Limburger Ruderverein 1895, 7. Fransiurter Rudergesellschast Sachsenhausen, 8. Kölner Ruderklub Germania, Köln. 9. Gietzener Rudergesellschast 1877.
15 Rennen. Grmun terung«v ierer; 1. Wetzlarer Ruderklub 1880. 2. Ruderklub Germania Köln, 3. Verein Rudersport Gießen 1913, 2. Boot 4. Wassersportverein Mülheim (Ruhr). 5. Verein Rudersport Dietzen 1913. l.Boof, 6. Frankfurter Rudergesellschatt Sachsenhausen. 7. Dießcner Rudergesellschatt 1877. 8. Weilburger Ruberverein 19Ä. 9. Limburger Ruderverein 1895.
16 Rennen. Großer Lahnachter 1. Limburger Ruderverein 1895. 2. Wetzlarer Ruderklub 1880. 3. Verein Rudersport Gießen 1913.
3m ganzen haben 18 Vereine mit 363 Ruderern und 76 Booten gemeldet.
Vermischtes.
Zzkjcnunterschlagungcn in Berlin.
Die Generalftaatsanwaltschasi be« Berliner Landgericht« I beschäftigt sich mit einer aufsehenerregenden Riesenunierlchlagung beim Wtrt- s ch af 16 a m t der Kommandantur Ber- l i n. Rach den noch im Dang» befindlichen Ermittlungen ist schon letzt ein Fehlbetrag von 450 000 Mark festaestellk worden. Beschulbigl wird in erster Reih, ein bei dem Wir^chatts- amt tätiger Oberza HI meister. 3n die Dnterschla- gung«affarc ist außerdem der vorgesetzte 3n- Ibeftor. ein Beamter, der erst vor kurzem sein 50;ährigc« Ticnstjubiläum gefeiert hat, verwickelt Die llnterfTagungen erstrecken sich auf einen längeren Zeitraum,
Wilhelm von TNassom tödlich verunglückt.
Der Schrrttsteller Wilhelm v. Massow wurde in Berlin von einem Au tobu« übersä h re n unb auf der Stelle getötet Wilhelm v. Masfov stand im 73. Leden«iahre. hatte zuerst d c mist tärilche Laufbahn eingeschlagen, aks Hauptmann fernen Abichied genommen und war mehr al« zwe: 3ahrzehntt lang der politische Redakteur der Täglichen Rundschau". Daneben hatte er zahlreiche politische Schritten und Bücher verfaßt und sich al« Her- au-geber bet Reben be« Fürst« Bülow einen 2amen gemacht
Berliner Börse.
Berlin, 13. Aug (SIS. Funkspruch) Dor <B,- schäft im heutigen Bormittaosoerkehr fff bi» jetzt noch unentwickell. Die Stimmung ist bei freundlichem Grundton abwartend. Man ist ber Ansicht, daß ber heutige Medio so gut wie überwunden ift Kurse sind bi» jetzt noch nicht zu hären. Am Devisenmarkt hort man Landon geoen Kabel4^5,425, London gegen Berlin 20^820, London gegen Madrid 29,07, London gegen Mailand 92,82, London gegen Paris 124L4 und Kabel gegen Mark 4,1988.


