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Vermischtes.

Der Kamps um bae Europa-Hochhaus.

Die Errichtung bet Hochhauses gegenüber dem Anhalter Dahnhol in Berlin, die wie erinner­lich - durch plötzliches Einschreiten der Bau­polizei inhibiert wurde als schon die Esteugerüste der ersten Stockwerte m die Lust ragten, wird durch ein Kompromiß zwischen den Erbauern und dem Wohlsahrtsministerimu doch ermög­licht werden Der Hof. gegen den die Bau­polizei hygienliche Einwendungen hatte, da dw Lust- und Lichtzufuhr der unteren Stockwerke nicht gesichert war. wird voraussichtlich erweitert werden. Das Hochhaus bildet eine» Teil bet bereits bestehenden großen Europa-Gelchästs- Palastes

21»» der Irrenanstalt eatwrcheu.

Dreimal aus der Irrenanstalt entwichen ist ein 20jädriger Gärtner, der die Bevölkerung des Berliner Westens dadurch in Ausregung ver­setzte, daß er an dem lehr belebten Witterberg­platz ohne jede Hilfsmittel die Außensront eines vierstöckigen HauseS erklet­terte. Er wurde inzwischen verhaftet und als ein gemeingefährlicher Geisteslran- k e r erkannt, der bereits zweimal aus Irren­anstalten entwichen ist. Er wurde noch am späten Abend nach der Irrenanstalt Dalldorf ge­bracht, entfloh aber bereits nach Gr- lediaung der Ausnahmesormalitäten über die hohe Umfassungsmauer der Anstalt, von deren Bekrönung aus er dem Wächter, der ihn nach seiner Station hatte bringen 1ollen, mehr­fach freundlich zuwinkte. Trotz sofort einsetzender Verfolgung blieb er dann verschwunden.

Bluttat im Gerlchlrsaal.

In Hindenburg schlug während einer Zi- VÜProzeßverhandlung der wegen einer Schaden- ersahsorderung für tätliche Mißhandlung be- klagte Grubenschläger Eieslok mit einem mit­gebrachten Küchenschlüssel aus die Klä­gerin. die Ehefrau Sapia mit solcher Gewalt ein. daß sie blutüberströmt besin­nungslos zusammenbrach. Eieslok konnte nur mit großer Mühe überwältigt werden. Er­würbe sofort in das GerichtSgesängnis abgesührt. Der Täter erklärte, er werde die Frau ermorden, wenn er wieder in Freiheit sei. Es wurde gegen ibn ein Verfahren wegen versuchten Totschlags eingeleitet.

Verurteilung eines vriefmarkenfchwindlers.

9n Kattowist hatte sich der frühere Bureau- beamte Emanuel Dornogalla aus Brzezinka zu verantworten, der sich als D e r m i 1 t l e r s e h r wertvoller und seltener ausländi- tcher Briefmarken ausgab, um in den Be-

H großer Geldsummen zu gelangen. Er schädigte le österreichische Firma Track in Linz um drei hundert Schweizer Franken, zwei stalienische Brief­markensammler um Summen von 1000 bzw. 3680 Lire, ferner drei deutsche Sammler um Beträge

Ein neuartiger Opel-Vennwagen |

Auf dem Wege zum Raketenflugzeug und Weltraumschiff.

WS2i Frankfurt a. M.. 12 April Zu unlcrcr gestern unter Meier Uebcrschrift ge­brachten Meldung über Versuchsfahrten eines pulvetgetrtebenen Aennwa gen* auf der Opelrerrndah« erfahren wir aul unsere Anfrage offiziell leiten* der Opel-Werke

Alle Angaben der gestrigen Meldung sind z » t ref s e u d. Wir hatten den Wunsch, ueferc Versuche in abloluter Geheimhaltung durchzu- fübren. und sind erfreut, daß uns das ein ganzes Jahr lang vollkommen gelungen ist Durch die Verlegung der Versuche auf die jeder- mann zugängliche Opelbahn war die Oetfenttich- feit nicht mehr auSzuschalten. und wir wären auch von unS aus in einigen Tagen mit den Der- suchsergebnissen herausgekommen. Es handelt sich nicht um einen Gebläsemotor oder eine Turbine, sondern um ein Raketeuaggreaat. das nach den Ideen des als phantastischen Welt- ramnsliegerS verschrienen Privatforschers Mar Malier geschaffen wurde Unsere langwierige und mühevolle Arbeit hat zu dein erwarteten Erfolg geführt, so daß es unS heute schon möglich ist

alle bisher erreichten GcfchwiudigkeUen zu über­bieten.

Roch im Laufe dieses Alonats werden wir. lediglich um den Fachkreisen die Aichttgieit des neuen Antriebspriuzips zu beweisen, eines unserer Fahrzeuge in Berlin mit der auf der Avusbahn möglichen Geschwindigkeit «etwa 150 Kilometer- vorführen und daraus mit einem zunächst auf Schienen laufenden Wagen den von England gehaltenen Geschwindig­keitsweltrekord Mt brechen versuchen. Die Aeichsbahnverwaltung hat sich bereits vor rneh- I

rcren Wochen bereit erklärt, uns eine geeignete Strecke zur Verfügung zu stellen.

Wir sind uni darüber Kar daß das Opel- So ndcr-Aggregat <Ing. Sander ist bei Kon­strukteur bet Raketenmotors) zwar für die Be- tocgungevcrbältril'e au* d?r Erdoberfläche

gewaltige und bisher für eemöglidi gebattrnr Cciflungm vollbringt

daß ce aber in feiner jetzigen Gestalt doch nur eine Vorstufe aus den. Wege zum Raketen­flugzeug und späteren Weltraumschiff im Sinne des Valierschen Projektes bilbtf.

Vichtsdcstoweniger sind wir ichon heule in^der

in die höheren Schichten der Erdatmo­sphäre vorzudringen und sind überzeugt, daß es noch in dlelem Jahre gelingen wird, auch in den leeren Weltraum vorzustoßen, lieber dielen Teil unserer Forschungsarbeit. der auch für die Meteorologie von größtem Interesse ist, tarnt aus begreiflichen Gründen VäHerrs noch nicht gesagt wevden.

Wir erwarten, daß die maßgebenden Kreise der Regierung von sich aus unsere weiteren Ar­beiten nicht nur ideell, sondern auch materiell durch Bewilligung eines geringfügigen Teils der für Luftfahrt- und Höhenfor­schung bereirgestellten Wittel unterftützen. denn wir selbst sind an dem Desamtproblem lediglich wissenschaftlich interessiert. Wir haben nur aus Gründen des Ansehen« Deutschlands geglaubt, einen überall ab gewiesenen deutschen Erfinder durch Bereitstellung von Vtilteln und Einsatz unserer prakttfchen Erfahrungen för­dern zu sollen.

von insgesamt 1139 Mark. Das Gericht verurteilte Dcinogatki zu vier Jahren Zuchthaus und 787 Zloty Geldstrafe.

Ein Doppelfclbstmord.

Das in Halstenbek wohnende Ehepaar Poll- mer wurde auf dem Boden des von ihm be­wohnten Haufe« an einem Strick erhängt ausgefunden. Die Ehefrau hatte den Mann, der zum zweiten Male in einer Nervenheilan­stalt in Kiel untergebracht worden war. am 4. April von dort abgeholt. Wie die Tat sich abgespielt hat, steht noch nicht fest

Amerikanische Luftschiffpläne.

Der Bericht, mit dem der Budgetaasschuß des Repräsentantenhauses dem Plenum den jährlichen Marineetat unterbreitete, enthält auch die Dar­legungen des Konteradmirals R o f f e 11 vor dem Ausschuß über die Marinebaupläne f ü r zwei neue Lenkluftschiffe. Jedes dieser

Luftschiffe soll 2' »mal so groß werden wie die .Los Angeles", und einen Höchstaktionsradius von 11200 Seemeilen haben. Die Schiss «länge soll 782 Fuß. der Durchmesser 1321/, Fuß be­tragen. Die Besatzung wird auS 16 Offizieren und 45 Mann bestehen. Voffett erklärte, in einem Rotfalle. wie kürzlich in Ricaragua. wo Ver­stärkungen an Marinesoldaten schnell benötigt wurden, hätte eines diese/ Luftschiffe mit Leichtigkeit 100 oder mehr See­soldaten innerhalb des Bruchteils der Fahrzeit von See her befördern können.

starbidexplosion.

Auf einem Fifchkutter von den Färöern, der an der Küste von Island Fischfang trieb, ereignete sich ein eigenartiges Explosionsunglück, dem sechs Menschenleben zum Opfer fielen. Eine Sturzsee, die in die Mannschastskafüte einbrach, warf einen großen Blechbehälter mit Karbid um. Sofort entwickelte sich Gas, das sich an einer Campe ent­

zünde«, umd eine starke Erplo fiaa oerurfachte red)» Mann der neun Köpfe zählenden Besatzung erlagen teils der Vergiftung. teils Brandwunden. E» gelang den drei Ucbrriebenben nur inner große« Anbringungen de» Feuers Herr zu nweben unb da» bcjdföbigie Fahrzeug mit ihren toten Kameraden nach Netzkzavik zu bringen

stug;eagz»fawmenstc»ß ka ttrgmtirien.

Zwei Flugzeuge, bet an tir.ee anläßlich der Jahr­hundertfeier der Stadt Bahia Bianca eetan- statteten Setz auf luge teilnabmen, stießen in der Höhe von mehr als 1000 Fuß zusammen Beide Flug zeugiührer wurden getötet Einer von ihnen Iprang aus einer Höhe oon 700 Fuß au» dem Flugzeug herab

<3ünft und Wiffenfchast.

0brrrhkinlfch-Seolagfsche Tagung In Mainz.

Gegenwärtig halt in Mainz der 0 berrhe, - nijch-Keologische Verein seine 56. Tagung ab. *flm Dienstagabend fand eine Begrüßungofeier statt. Die eigentlichen Verhandlungen begannen am Mittwoch vormittag. Als Vot-np^nder begrüßte der Direktor des Naturhistonschen Museum». Prosesior Dr. Sch mitt gen. tue Berfammetten Namen» der Stadtoerwattung hieß Bürgermeister Ehr- Hard die 1k rb a nbkma»lertnehmer in Mainz will kommen. Für die Technische Hochschule Vormstzchi sprach Pros. Schottler. Kn d»e Begrüßung»- urortc schloß sich eine ganze Neihe sachwisiensctmtt- lidtcr Vorträge an. die sich tn der /-auprsache auf die geologischen Verhältnisse Südwestdeullchiand» bezogen. Arn Donnerstag begaben sich die Teilneh­mer nach Alzey, nachdem am Mitttvochnochnnttog Weisenau besichtigt worden war.

Dritter Deutscher Akademtkertag le Elberfeld

Dor Verband Deutscher Akademiker veranstaltet vom 11. bis 15. April in Elber­feld den Dritten Deutschen Akade­miker t a g. Die Stadtverwaltung Elberfeld hatte am Mittwoa) zu einem BearüfpingSaoend im Großen Saal des Gesellschaftsvereins geladen. Oberbürgermeister Dr. Ktrschbaum richtete an die Versammelten eine Ansprache. In bet er besonders an die Grenz- und Auslanddeutschen herzliche Begrüßungsworte richtete. Gr schloß mit dem Wunsche, daß diese Tagung dazu beitragen möge, deutsche Eintracht und deutsche Einheit zu fördern. Im Vamen der Akademiker dankte Dr Karl Hoppmann - Elberfeld dem Oberbürge r- meiftcr und der Stadtverwaltung für die Be­grüßung und die Gastfreundschaft. Hieraus ergriff Prof. Dr. Richard E s a k i - Hermonnstadt, Leiter des Deutschen Kulturamts in Rumänien, bas Wort für die Grenz- und Auslanddeutschen Sämtliche Reden wurden mit großem Deisall ausgenommen. Unter den Anwesenden bemerkte man viele deutsche und auSlanddeutfche Hoch­schulprofessoren. Dem BegrühungSabend war im großen Stadchallensaal ein Festkonzert voraus­gegangen. das von Franz v. Hehl in geleitet wurde.

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