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Handball der Sp.-Vg. 1Q00.

Gießen 1900 1. Mannschaft Tv. Großen-Bufeck 1. Mannschaft 5:1.

ö. Die 1900er hatten in den A.-D.-T.-Leuten aus Großen-Bufeck einen recht guten Gegner gefunden und gewannen nicht so leid)t, wie man aus dem Resultat schließen könnte. Bei aller Hartnäckigkeit der Gegenwehr seitens der Gäste stand der Sieg des Lahnkreismeisters niemals in Frage, und die Tor­zahl hätte lich vielleicht noch erhöht,' wenn nicht rech­ter Verteidiger und Rechtsaußen in der zweiten Halbzeit zum Ausscheiden gezwungen gewesen wären. Dos Spiel wurde schnell, zuweilen auch etwas hart durchgeführt. Die Spieloereinigungsleute konnten mit dem Wind im Rücken sofort den Ton angeben. Rach einigen Minuten Spieldauer ver­mochte ihr Linksaußen mit gut plaziertem Wurf das Führungstor zu erzielen. Sein Nebenmann und der Mittelstürmer machten dann bis zur Pause zwei nicht minder schöne Tore. Die zweite Spielhälfte nahm insofern einen kuriosen Anfang, als der vom Abstoß aus vorgetragene Angriff durch den Halb­rechten unmittelbar zum Tor verwandelt wurde. Die Gäste boten nun alles auf, um eine Wendung herbeizuführen. Am Gießener Wurfkreis gab es während dieser Zeit recht heikle Situationen, von denen aber bet der aufmerksamen 1900er Hinter­mannschaft nur eine zum Tor verwertet werden konnte. Gegen Schluß wurde das Spiel wieder ver­teilter. Bei einem Gießener Borstoß wurde der Halbrechte regelwidrig aufgehalten. Der fällige 13-Meter brachte durch den benachteiligten Spieler das fünfte Tor ein. Die unterlegene Mannschaft fpielte einen recht annehmbaren, ungekünstelten Handball. Die große Linie fehlte allerdings. Die besten Leute standen im Sturm. Zu (oben war der Eifer jedes einzelnen. Der Sieger lieferte schön eine wesentlich bessere Partie als vor vierzehn Tagen gegen den Wetzlarer Sportverein. In der Hintermannschaft war im allgemeinen wenig zu radeln. Der Sturm hätte noch mehr erreichen kön­nen, wenn er flüssiger gespielt hätte. Die neuen Leute ließen sich recht gut an, müssen aber noch rationeller spielen. Schiedsrichter Bley vom Platz- oerein war bei der Sache peinlich genau und stand über den Parteien.

Arbeiier-Turn- und Sporibund.

Naunheim I Neu-Isenburg 1 0:4.

Naunheim hatte Neu-Isenburg zum Rückspiel zu Gast. Nach Anstoß entwickelte sich ein schönes Feldspiel, in dem die Einheimischen zeitweise etwas im Vorteil waren. Die Gäste, die jedoch ein produktiveres Spiel zeigten, konn­ten bis Halbzeit mit 0:1 führen. Nach Seiten­wechsel dasselbe Spiel. Naunheim wollte es nicht gelingen, das Tor der Gäste zu finden, während diese im Torschießen glücklicher waren. Dreimal noch konnten sie cinfenden, da kam ein Verhäng­nis. Naunheim glaubte sich durch eine Entschei­dung des Schiedsrichters benachteiligt und brach das Spiel ab.

Daubringen I w'.eseck 1 1:2.

Daubringen hatte Wiesecks Erste zum Freundschaftsspiel verpflichtet. Vei mißlichen Platzverhältnissen, aufgetretenem, hartgefrorenem Boden, bei dem eine Ballberechnung unmöglich war, kam ein Spiel zum Austrag, das nur wenig Ansätze guten Spieles auf Seiten der Gäste zeigte. Wohl spielten diese technisch über­legen, konnten jedoch bei der massiven Angriffs­weise der Einheimischen nicht zur vollen Ent- fültung kommen. Bei Halbzeit stand das Resultat 0:1 für Wieseck. Nach Halbzeit konnte Daubrin­gen durch einen Fehler der Verteidigung gleich­ziehen. Im weiteren Spiele waren die Gäste im Vorteil, konnten aber außer einigen Ecken nur noch einen Erfolg buchen. Bei obigem Resultat, Ecken 8:0 für Wieseck, trennten sich die Gegner.

Miefeck II Treis a. d. Lda. 2:2.

Wieseck II spielte in Treis a. d. Lumda gegen den dortigen Neuling. Mit nur 7 Mann spielend, konnten sie das Spiel unenffchieden 2: 2 halten.

Wieseck Heuchelheim. 3:3.

Wiefecks Jugend war in Heuchel­heim zu Gast. Hatte man bestimmt mit einem Siege Der Einheimischen gerechnet, so wurde man belehrt, daß die neue Jugend Wiesecks auch zu spielen versteht. Auch hier wurde ein Un­entschieden erreicht, mit 3:3 trennten sich die Mannschaften.

Gpielabteilung des L. L.-Gymnasiums

Die 1. Handballmannschaft verlor gegen die Wetzlarer Aufbauschule 4:1. Ein besonderes Lob verdient der Gießener Tor­hüter. der die unmöglichsten Sachen hielt.

Kommenden Donnerstag findet auf dem Wald­sportplatz des D. f. B. das Rückspiel gegen

die Maschinenbauschule statt. Das Vor­spiel konnte das Gymnasium mit 4: i Toren gewinnen.

Wirtschaft.

Oer Abschluß der Darmstädter und Nationalbank.

Der Aussichtsrai der Darmstädter und Na­tionalbank K. G. a. A. hat beschios en, der Gene­ralversammlung vorzuschlagen, von dem sich ein­schließlich des Vortrages ergebenden Rein­gewinn von 16 270 553 (i. D. 20 95c 952) Mk. eine Dividende von 12 Proz. (wie im Vorjahre) zu verteilen, 1 Mill Mark wie im Vorjahre dem Beamtenpensionssonds. 5 Mill. Mark (im Vorjahre 10 Mill. Mark) der beson­deren Reserve zuzusühren und 2 590 553 (2 277 952) Mark auf neue Rechnung vorzutragen. Die Re­serven erhöhen sich damit auf 55 Mill. Mark, Kapital und Reserven auf 115 Will. Mark und der Beamtenpensionsfonds auf 4 Mill. Mark. Nach Der Gewinn- und Verlustrechnung (alle Zahlen in Mill. Mark) haben sich die Ein­nahmen auf Provisionskonto mit 40,16 (i. D. 35,55/ beträchtlich erhöht: Zinsen stiegen auf 33 35 (31,93), während Effekten- und Kensortialgewinne auf die Hälfte zurückgegangen sind, 5,00 (10,00). Unter den Ausgaben werden Derwaltungskosten mit 55,13 (52,93) ausgewiesen, während Steuern eine sehr erhebliche Zunahme auf 9,39 (5,85) erfahren haben.

Aus der Bilanz sind hervorzuheben unter den Aktiven: Kaffe, fremde Geldsorten und Kupons einschl. bei Roten- und Abrechnungs­banken mit einem Rückgang auf 65,27 (76,38). Wechsel und unverzinsliche Schahanweisungen zeigen eine Zunahme auf 427,71 (331,40), Nostro- guthaben bei Banken und Bankfirmen auf 217,66 (200,44), während Reports und Lombards gegen börsengängige Wertpapiere, der allgemeinen Ent­wicklung entsprechend, mit 109,61 (159,07) einen bedeutenden Rückgang ausweifen. Vorschüsse auf Waren und Warenverschisfungen haben sich stark erhöht, 130,69 (84,12). Unter den eigenen Wert­papieren, die mit 23,21 (18,10) zu Buche stehen, befinden sich Anleihen und verzinsliche Schah- anweifungen des Reichs und der Länder mit 1,88 (1,51), sonstige bei der Reichsban? und andern Zentralnotenbanken beleihbare Wertpapiere, die auf weniger als die Hälfte, 3.58 (7,46) zurück- gegangen sind, während sich sonstige börsen­gängige Wertpapiere mit 15,43 (6,32) mehr als verdoppelt haben und sonstige Wertpapiere mit 2,33 (2,81). Die Konsortialbeteiligungen sind er­heblich gestiegen, nämlich auf 23 94 (15,75), dauernde Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfirmen ziemlich unverändert mit 21,49 (20 61). Debitoren in laufender Rechnung weisen, tote bei den anderen Großbanken, eine beträchtliche Er­höhung auf. Von insgesamt 727,40 (580,17) ent­fallen auf gedeckte Kredite 564,18 (443,29) und auf ungedeckte Kredite 163,22 (131.87).

Auf der Passivseite sind entsprechend Kre­ditoren auf 1563,91 (1326,56) gestiegen, Akzept­verbindlichkeiten sind auf 72,56 (57,95) ange- wachfen. Unter den sonstigen Passiven zeigt das Verrechnungskonto Der Zentrale mit Den Zweig­stellen eine beDeutenDe Erhöhung auf 6,17 (3.51). Avale beliefen sich auf beiden Seiten Der Bilanz auf 74,76 (44.09). Das Verhältnis Der leicht greifbaren Mittel D. h. Der ersten 5 Aktiv­posten zu Den Verbindlichkeiten Kreditoren und Akzepte ergibt mit 950,93 zu 1636,47 eine Verminderung der Liquidität auf 58.10 Proz. (gegen 61,15 Proz. im Vorjahre).

Oie Kohlenprodukiion in Hessen.

Die monatliche Statistik Der Kohlenproduktion Des Dolksstaates Hessen weist für Den Monat Februar folgende Zahlen nach: An Rohbraun­kohlen wurden gefördert 33 589 Tonnen, ver­kauft wurden davon 10 045 Tonnen: Der größte Teil der Rohkohlen tourDe weiterverarbeitet.

Unter Berücksichtigung Der aus Vormonaten übernommenen Bestände, sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs verblieben am Mo als ckstuß ab­satzfähig: 9355 Tonnen Rohkohlen, 97 Tonnen Briketts, 100 Tonnen Raßpreßsteine, zusammen 9552 Tonnen Braunkohlen und Braunlohlen- produkte im Gesamtwert von 49 929 Mark.

2. P. Bemberg A.-G.. Barmen. In Der Frage der beabsichtigten Errichtung einer neuen Kunstseidefabrik Der Bemberg A.-G., Bar­men, erfährt dasKasseler Tageblatt" vom Bürgermeisteramt in Frißlar, daß eine Kom­mission Der Bemberg A.-G. mit D:r Stadt wegen der Errichtung einer Fabrik in Fritzlar Verhandlungen gepflogen habe, die einen gün­

stigen Verlauf genommen haben, Da besonders die Waiserverhä.t.iisse in Fritzlar für den Bau Der Fabrik geeignet sind. Die Entscheidung der Bemberg A.-G. wird täglich erwartet.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 13. März. Tendenz: schwä­cher. Nachdem im oorbörsl.chen Verkehr die Ten­denz allgemein freundlicher war und eine gewisse Beruhigung zutage trat, war der Beginn des offi­ziellen Verkehrs allgemein schwächer. Obwohl die Verbindlichleitserklärung des Schiedsspruchs in der Metallindustrie bekannt wurde, war eine merk­liche Unsicherheit nicht zu verkennen. Die Speku­lation schritt in größerem Ausmaße zu Ab. gaben. Denen keine Aufnahme gegenüber stand. Der Borke fehlt immer noch die zweite Hand, so daß geringe Abgaben genügten, um eine Abschwä­chung heroorzurufen. Auch blieb Der günstige Ab­schluß Der Danatbank ohne Einfluß. Am Geld­markt war tägliches Geld angeboten und billiger zu haben, man hegt trotzdem Besorgnisse wegen des bevorstehenden Zahltages. Gegenüber Der Abendbörse betrugen Die Kursverluste Durchschnittlich 1 bis 3 o. H. Spezialwerte waren stärker angeboten und hatten größere Verluste. J.-G.-F a r b e n, Die anfangs gut behauptet lagen, gaben im Verlaufe 3,75 o. H nach. Am Montanmarkt überwog ebenfalls Das Angebot. BuDerus minus 3,5 v. H., Harpener minus 2,5 o. H., Mannesmann minus 4 o. H. Am Ban­ke n m a r f t verloren Deutsche 2 v. H, während Danat aus Dem erwähnten Grui de aut behauptet blieben. Von Elektrowerten büßten Licht und Kraft 3,25 v. Sy. Siemens 3,5 v. Sy und Gesfürel 2,5 v. Sy ein. Auch Deutsche Erdöl minus 3,5 o. Sy Wayß & Freytag gleichfalls angeboten und minus 2,5 v. Sy Von Autowerten konnten sich NSU. um 0,5 v. H erholen. Deutsche und ausländische Ren- t e n still und vernachlässigt. Russen etwas lebhafter. Im Verlaufe blieb die Tendenz unsicher. Vereinzelt konnten sich auf Deckungen leichte Erholungen durch­setzen. I.-G.-Farben gewannen 1,25 v. Sy zurück, Be­züge waren auf 9 v H. erholt. Rheinbraun wurden lebhafter gefragt. Am Geldmarkt stellte sich Tagesgeld auf 6 ü. Sy Im Devisenverkehr konnte sich Die Reichsmark weiter gut befestigen. Reichsmark gegen Kabel 4,1825, aegen London 20 41. Paris gegen London 124,025, Mailand 92,37, Ma­drid 28,95. London gegen Kabel 4,8795.

Berliuc Börse.

Berlin, 13. März. Im heutigen Vormittagsver­kehr hat es allgemein noch etwas freundlicher aus­gesehen. Die Verbindlichkeitserklärung des Schieds­spruches im Konflikt Der Metallindustrie hatte eine gewisse Beruhigung gebracht. An Der Börse konnte man aber schon vor Festsetzung Der ersten Kurse einen Stimmungsumschwung bemerken. Da es sich herausstellte, daß so gut wie gar keine Kauf- orDers vorlagen und schon bei geringen Abgaben Die Aufnahmefähigkeit der Börse minimal war. Die Börse hat in erster Linie Bedenken hinsichtlich Der weiteren Entwicklung Des G e l D m a r k t e s. Auch tauchten Gerüchte auf, Daß man in N e u y o r k an eine Erhöhung Der Diskontrate denke, um Der Ueberfpekulation einen Riegel vorzuschieben. Hierzu ist zu sagen, Daß zwar Die Umsätze einen neuen RekorD erreichten, Die Höhe Der Maklerdar- lehen aber eher rückläufige Bewegung zeigt. Viel beachtet wurde auch Der Geschäftsbericht Der Danat­bank und Die Ausführungen Des Direktors Gold­schmidt, die als Warnungen aufaefafet wurden. Die ersten Kurse zeigten 1- bis 2-v. H.-Abschwächun- gen. Spezialpapiere, wie Spritwerte, Polyphon, Schubert & Salzer, Essener Steinkohlen usw. bis zu 6 v. Sy gedrückt. Heimische Anleihen ab­bröckelnd, Ausländer geschäftslos. Oesterreichische Prioritäten wieder gefragt, auch Mazedonier etwas fester. Pfandbriefe still. Liquidationspfand­briefe und Anteile angeboten und eher schwächer. Farbenbonds 132,5, Bezüge 9 o. H. Im Verlaufe neigte die Tendenz unter Schwankungen weiter zur S ch w ä ch e. Elektrowerte, Polyphon und Zellstoff- Waldhof waren vorübergehend erholt, später aber, ausgehend vom Farbenmarkt, wieder einheitlich 0,5 bis 1 o. H. unter Anfang gedrückt.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 13. März. Die Stimmung an Der heutigen Börse blieb fest bei kleinem Besuch und geringem Geschäft. Die Preise sind fast durchweg die gleichen wie gestern, nur Kleie, die für nahen Termin stark gefragt war, zog um 0,25 Mk. im Preise an. Es wurden notiert: Weizen 1, gut. gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs 26,25 bis 26.50, Roggen 26.25, Sommergerste für Brauzwecke 29 bis 31,50, Hafer, inländischer 25,75 bis 26 50, Mais (gelb) für Futterzwecke 23,50, Mais (gelb) für andere Zwecke 24,25, Weizenmehl, süddeutsche- Spe­zial 0 37,75 bis 33. Roggenmrhl 35.' <0 bis 37,75, Weizenkleie 14,35 bis 14 50. Roggenkleie 15,25 bis 15,50.

CRinbermorff in Gieße-.

Auf dem heutigen Rindermarkt m Gießen waren 946 Stück Großvieh und 305 Kälber auf» getrieben. Der Handel war bis zum Ende schlep­pend. Bezahlt wurden für Kühe 1. Qual. 550 bis 600 Mk., Kühe 2. Qual, 400 bis 500 Mk., Kühe 3. Qual. 250 bis 300 Mk. Rinder, ein» bis zweijährig 150" bis 250 Mk. Kälber je Pfund Lebendgewicht 55 bis 60 Pf. Bessere Tiere er­zielten Preise über Notiz.

Frankfurter Kartoffelmarkt.

WSN. Frankfurt a. 501., 12. März. Der Kar» toffelmarkt verkehrte bei ruhigem Geschäft in freund­licher Haltung. Die Preise konnten etwas anziehen. Industrie hiesiger Gegend 3,50 bis 3,60 Mark für 50 Kilogramm.

Berliner Produktenbörse

Berlin, 12. März. Die fest« Grunpstimmung, die am Produktenmarkte zum Wochenjchluß ge° herrscht hatte, übertrug sich auch auf den Beginn des neuen Berichtsabschnittes. Die von Chikago gemel­dete leichte Abschwächung sand am Weltmärkte nir­gends einen stärkeren Widerhall. Die Cispreise für Weizen und Roggen lauteten teils unoeränderl, teils sogar etwas höher. Das inländische Weizenangebot hielt sich in mäßigen Grenzen, die Forderungen waren um 2 Mark erböht: die Mühlen wollten je­doch nur Samstagpreise anlegen. Roggen ist weiter sehr knapp angeboten, Das herauskommende Mate­rial findet bei Mühlen, Exporteuren und auch zur Reportage auf Mai zu einer Mark höheren Preisen schlank Aufnahme. Am Lieferungsmarkt stellten sich die Preise für beide Brotgetreidearten ebenfalls höher, di« wegen des scharfen Frostes gehegten Be­fürchtungen hinsichtlich AuswinterungÄchäden wa­ren hierfür mit maßgebend. Das Weizenmehl- geschäjt hat bei unveränderten Preisen nur geringen Umfang. Roggenmehl wird von den Provinzmülsten wenig angeboten. Die Berliner Mühlen fordern höhere Preise, Die aber nur schwer zu erzielen sind. Hafer nach wie vor sehr knapp offeriert, die For­derungen sind weiter erhöht, die Käufer verharren in ihrer Zurückhaltung. Gerste still.

Erweitertes

Schöffengericht Wetzlar.

2 Ein in Untersuchungshaft befindlicher Kauf­mann aus Herborn hatte im November 1926 mehrere Personen in Herborn unter falschen Vor­spiegelungen um kleinere Geldbeträge geschädigt. Im ersten Fall machte er in einer Wirtschaft eine Zeche von ein paar Mark. Als der Kellner Bezahlung verlangte, entdeckte er diesem sein leeres Portemonnaie, worauf der Geschäftsführer den Betrag aus seiner Tasche zahlte. Bauend auf des letzteren Gutmütigkeit, pumpte er dann einen Bankbeamten um 3 Mk. an, dem er vorschwin­delte, der Geschäftsführer habe ibn geschickt. Schließlich prellte er noch einen .. huhmacher. indem er bei diesem erst, ein Paar Schuhe für 30 Mk. bestellte, Dann aber unter Dem Vorgeben, er fyaüe sein GelD zu Hause liegen lassen, sich 3 Mk. geben ließ. Wegen Dieser Drei Fälle war er nun wegen Betrugs, begangen im straf- schärfenDen Rückfalle, angeklagt. Sein Sünden- register weist schon eine Menne Vorstrafen wegen gleicher Delikte auf, weshalb Das Gericht mil­dernde HmftänDe versagte unD auf ein Jahr Gefängnis erkannte.

Vermischtes.

Drei Personen durch eine Granate verwundet.

In Altona versuchte ein Dureauangestellter in Gegenwart seiner Wirtin und eines Mädchens, eine französische Granate auseinanderzu- nehmen. Hierbei entlud sich Der Kopfzünder. Durch Die ausgestreuten Eisenteile wurden Die Drei Personen derart schwer verletzt, daß sie in das städtische Krankenhaus übergeführt werden mußten.

Ein Goldbarren im werte von 200 000 Mark ins Meer gefallen.

Als am Freitagnachmittag 60 Goldbarren im Werte von je 50 000 Dollar in Reunork an Bord des italienischen DampfersR o m a* gebracht wurden, fielen zwei Barren ins Wasier. Der eine wurde von Tauchern wieder gefunden. In Bank kreisen wird vermutet, daß das Gold für Rechnung der Banca d'Jtalia übernommen wurde. Näheres ist jedoch nicht bekannt. Sollte sich diese Vermutung bestätigen, so würde es sich hier um das erste Gold handeln, das von Italien seit dem Kriege in Amerika übernommen wurde.

Kurszettel der Berliner und Franksurier Börse.

__Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsffiß 8 Prozent.

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Deutsch-^efterr.5100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten .....

Schweizer Roten .....

Schottische 'JZoten ......

Tschechoslowakische Noten . .

Ungarische Noren

SeDilenmartt Derlm

Telegraphische

16,46

167 88

22 15

111.13

58.81

2.585

111,93

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70,38

12,35

72 90

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1'78,5« 22.29

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59.05 2,605

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Datum

12 3. 13. 3.

12 3.

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Datum:

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111,32 111.97 112.12 10,522 22,08a

20,39 1,1.90

16,44 >0.46 70,45 1,963 1.503

-8.86 12,385

7.360 73.06 <,017

18.93 61.59 l, 125 5,494

1,174 4.276

20.913

168.54 1,793 58,38

111,54 U2.i9 112,34 10,542 22.125 20,13

4,1870 16.48 80,62 70 59 1,967 <1,505

8.96 12,405

7,3.4

73. 22 3.023 18.97

81,67 2,129 5,30b 4.182 4.284

20 953

168.09 1.788 38,25

111,30 111,93 112.14 10,522 22,075 20,389 1,1790

16,44 80.42 70 23 1,963 J.5O3

J8.84 12,383

< ,3j3 73.07 2.017 18.68 61.50 2.121 5.494 1.174 4.476

29.913

168,43 1,792 58,37

111,52 112,15 I12.J6 1(1,542 22,115 20,4.9 4,1370

16. 8 80.58 70 37 1.967 0.505

08 90 12,403 7,2t>7 73,21 3.021 18. <2 81,68 2,125 S.506 4.182 4.284

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