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in Windifchgrätz geboren (gestorben 1903); — Kopp-Putsch in Deutschland._________________
1920:
ten Stock hochgemauert, auch die Deckeneinfchalung ist bereits zum größten Teil fertig. Das Bau amt hat aber angeordnet, daß die herzuftellend« 'Leton» decke nicht eher in Angriff genommen wird, bis zweifelsfrei anzunehmen ist, daß plötzlich eintretende, besonders Nachtfröste die Arbeiten nicht mehr störend beeinflussen können. Nach Herstellung der Betonabdeckung des dritten Stockwerks erhält der Mit« telbau an der Ecke Goethe- und Lefsingstraße noch das letzte vierte Stockwerk, während die beiden Flügelbauten, die nur dreistöckig geplant sind, mit dem Dach versehen werden, wozu das Gebälk bereits fertig gezimmert ist. Die Firma Birkenstock 8t Schneider, die den großen Bau ausführt, hofft, bis spätestens Ende April den Rohbau beider Aem- ter fertigzustellen, und hat dazu bereits sämtliches noch erforderliche Baumaterial auf der Baustelle vorrätig liegen.
Das Verl. ingungsergebnis der Maurer- und Betonarbeiten für das zweite I s o l i e r h a u s d e r Medizinischen Klinik zeigt nach amtlicher Feststellung solaendes Wenigst- und Höchsteroebnis: Wenigstfordernder I. L e m m e r (Lollar) mit 41 814,25 bzw. 1881,75 Mk., Höchstsordernder H. Weimer (Gießen) mit 52 196,08 bzw. 2329,30 Mark.
** Ein ehrlicher Finder. Am Freitagabend gegen 3/i? Tlhr verlor ein junger Mann aus einer nahen Ortschaft im Dorraum de- hiesiocn Bahnhofs sein Portemonnaie mit etwa lOov'Mk. Inhalt. Alle Aachforschungen bei der Bahn- und Stadtpolizei waren vergebens. Am Samstag früh wurde das Verlorene von einem alten Mann aus Großen-Buseck. der das Portemonnaie im Gedränge auf gehoben und an sich genommen hatte, bei der Polizei in Gießen abgeliefert, wo es dem Eigentümer wieder übergeben werden konnte. Ein guter Finderlohn lohnte die Ehrlichkeit des Finders.
Der Verband Freiw. Feuerwehren im Kreise Gießen hält seinen diesjährigen Frühjahrsverbandstag am nächsten Sonntag, 18. März, nachmittags 3 Mr, im Ae- gierungsgebäude (Kreisamt). Landgraf-Philipp- Platz ab.
•* Siegelmarken zum 14. Deutschen Turnfest. Als besondere Werbung zum 14. Deutschen Turn est sind vom Kölner Hauptausschuß Siegelmarken herausgegeben worden. Die Marke stellt das Festplakat vor. Die gesamte Werbung für Köln soll einheitlich unter dem Zeichen des deutschen Turners stehen, der in den Julitagen dieses Jahres an den Rhein zieht und zum Zeichen seiner Festfreude die Flaggen 6er Deutschen Turnerschaft und der Stadt Köln hißt.
** Auftrieb zum heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 316 Ochsen, 49 Bullen, 539 Kühe, 290 Färsen, 531 Kälber, 65 Schafe, 5337 Schweine.
Berliner Börse.
Der litt, 12. März. (WTB. Funkspruch.) Im • heutigen Frühverkehr ist es vorläufig noch sehr still. Kurse werden noch nicht genannt, doch in bie Grundstimmung nach der Unterzeichnung der Freigabebill durch den Präsidenten Coolidge und angeregt durch den guten Lloyd-Abschluß weiter freundlich. Die Weiterentwicklung der Tendenz dürste aber in erster Linie von der Losung der schwebenden Streiksragen und dem Geldmarkt abhängig sein. _______
Vornolizen.
— Tageskalender für Montag. Turnverein von 1846: 8.30 Uhr, Dorstanvs- zimmer der Turnhalle, Spielerversammlung. — Lichtspielhaus Bahnhoistraße: „Der Alte Fritz" (Schlußteil). — Astoria-Lichtspiele: „Der rote Blitz".
* Winter im März. Im Kampf um die Dorherrschast hat der Winter noch einmal den Sieg über den Frühling davongetragen. Die schöne Dorfrühlingszeit, die wrs die letzten Wochen gebracht hatten, ist vorläufig voroei, und kalte Polarluftmassen sind in unser Gebiet vorgestoßen. Freilich ist das nochmalige Auftreten des Winters nur ein Rückzugsgefecht, der nächste Sonntag kann uns schon wieder den schönsten Frühlingstag bescheren. Denn selbst in den ärgsten Märzenschauern flötet das süße Amsellied: „Es muß doch Frühling werden!"
Auszeichnung eines verdienstvollen Förderers der Landwirtschaft. Der Dorstand der Landwirtschaftskammer hat beschlossen, dem Landstallmeister a. D. Schörke in Aner.e nung sei. er besonderen Verdienste um die hessische Pferdezucht die Silberne Medaille der Landwirtschchtskammer mit der Inschrift „Für hervorragende Leistungen auf dem Gebiete der Landwirtschaft" zu verleihen.
"• D i e Stenographielehre r-Prü- fung bestanden. Studienassessor Dr. phil. Grode aus Gießen hat vor dem Prüfungsamte des Landesamtes für das Bildungswesen in Da mstad. die P üjung als Lehrer der Stenographie deutsche Einheitskurzschri.t) mit gu.em Erfolge abgelegt.
•* Personalien. Ernannt wurden: der Strafanstaltsoberwachtmeister bei der Zellenstrafanstalt in Butzbach Heinrich Hubmann zum Strasanstaltsoberwachtmeister bei dem Amtsgerichtsgefängnis in Worms, mit Wirkung vom 1. März 1928; der Kanzlist bei dem Amtsgericht Ridda Franz Cirus zum Kanzleiassistenten, der Kanzlist bei dem Amtsgericht Gießen Friedrich H o f zum Kanzleiassistenten, der Kanzlist bei dem Amtsgericht Lich Heinrich Vater zum Kanzleiassistenten, alle mit Wirkung vom 1. Februar 1928; der Justizwachtmeister bei dem Amtsgericht Grünberg Ma? Schiehel zum Justiz- Wachtmeister bei der Staatsanwaltschaft in Gießen, mit Wirkung vom 1. April 1928.
** Die Baulanderschliehung im Südviertel. In den letzten Tagen wurde der Bau der von der Frankfurter Straße nach Osten führenden Straße „Am Zollstock" beendet. Die Straße beginnt an der Kassenschrankfabrik von Kr ogmann. läuft mit der weiter nördlich ziehenden Thaerstraße parallel und verbindet, wie die letztere, die Frankfurter mit der Handel st raße. Da sich auf der Südseite der Straße noch Ackerland befindet, so wurde nur der auf der Rordseite hinziehende Bürgersteig auggebaut. Da nun vorerst genügend Baugelände zur Verfügung steht, ist mit dem Bau der weiter südlich geplanten Haydn st raße noch nicht begonnen worden. Am den Bau der Straße „Am Zollstock" durchfuhren zu können, waren große Crdmengen fortzuschaffen, so daß Monate vergingen, ehe die Arbeiten beendet waren.
** Der Neubau des Finanzamts und des Versorgungsamts ist jetzt bis zum drit«
Aus der Prsvinzialhaupisladt.
Gießen, den 12. März 1928.
Mußestunden.
Mit den „Mußestunden" ist es '^unserer rasch- lebigen Zeit eine eigene Sache gewöhn. Dao Worl „Muhe" hört man in letzter Zeit-lmmer seltener, cs ist nicht mehr modern. Und doch sollten wir uns wieder mehr aus diese „Mvdr" besinnen. Trotzdem sich das Wort „Muße" von dem harten „Muß des Alltags nur durch ein kleines „c" unterscheidet, be- deutet es doch das gerade Gegenteil von ihm. Unsere Mußestunden sollten aber auch das Gegenteil von den Mußestunden" der Arbeit und der Pflicht fein. Es gibt Menschen, die den Wert dieser Stunden verkennen. Sie wissen in ihnen „gar nichts" anzufangen und klagen über die „schrecNichste Langeweile". Sie wissen gar nicht, daß sie sich ein geistiges Armutszeugnis ousstellen, wenn sie sich darüber zu anderen äußern. (Ein geiftig reger Mensch kennt keine Langeweile! Viele Menschen versuchen erst gar nicht, den stillen, schönen Wert der Muße kennenzulernen. Sie wissen daher nicht, daß ihnen ein Stück ihres „Ichs" verloren geht. Mußestunden sind Erholungsstunden für Leib und Seele. Manche unserer lieben Mitmenschen können nicht einen Abend ruhig zu Hause bleiben, weil sie nie den Versuch machten, sich selbst einmal zu Gast zu laben. Wenn sie wüßten, wieviel ihnen diese stillen Stunden geben wollen, wie ihnen ihr eigenes „Ich" danken würde: sie würden diese höher werten. Gute Bücher, Hausmusik u. a. m. gehören im Winter in die Mußestunden Da sind Bücherschränke, in denen all die neuen Bücher nur zum Staat stehen. Das ist eine geistige Anklage! , „
Ich freue mich immer noch über einen Handwerksmeister, der mir angesichts seines mit guten Büchern angefüllten Schrankes leuchtenden Blickes erklärte: „Diese Bücher habe ich aber auch alle gelesen!" Das sollte eine Mahnung für diejenigen (ein, die ungelesene Bücher ihr eigen nennen. Die Mußestunden im Sommer tollten nach Möglichkeit in Gottes freier Natur verbracht werden, denn diese befreit uns am leichtesten von dem Alltagskram, mit dem wir nur zu gern unsere Seele belasten. Es ließen sich noch viele Möglichkeitsanwendungen der Mußestunden aufzählen.'Wer sich wieder auf sie besinnen will, wird bei einigem Nachdenken schon darauf kommen, wie er diese Stunden so ausnutzt, daß sie für ‘einen Körper und Geist Erholung werden. M. M. K.
Mas soll mein Soün werden?
Die Beantwortung dieser Frage ist heute nicht so leicht wie zu der Zeit, als der Vater selbst vor der Beruiswahl stand. Man konnte sich seinerzeit schnell für einen Beruf entschließen, sei es für das Handwerk, für die Industrie, oder für den Bureaudienst, da die einzelnen Be- russgruppen übersicht'ich und nicht so verzweigt waren wie heute, wo im großen Gebiete des Wirtschaftslebens nicht so leicht der rechte Platz zu sinden ist. Die Berufsgruvpen in ihrer außerordentlichen Verzweigtheit find den Eltern meist fremd, und sie können sich von der Tätigkeit und den gestellten Anforderungen kein rechtes Bild machen. Nehmen wir den Beruf der Handlungsgehilfen (Kaufmannsgehil- f e n). Es ist — so schreibt uns der Deutsch- nationale Handlungsgehilfen-Verband — auch heute noch vielfach die Ansicht vertreten, daß ein Junge, der für das Handwerk aus irgend-
einem Grunde nicht taugt, vielleicht weil er körperlich und geistig ein wenig zurückgeblieben ist, für den. Bureaudienst noch verwendbar sei. Wer aber die Anforderungen keimt, die heute an den Kaufmaimsgehil.en gestellt werden, sei er nun Korrespondent, Expedient, Einkäufer, Buchhalter, Lagerist ober dergleichen, der weih, daß der Kausmannsgehilse gute geistige und körperliche Eigenschaften aufweisen muh. Aur Tüchtigleit und Eignung verbürgen in der heutigen Zeit des Wirkfcha ts ampfes ein Dorwärts- fommen im Beruf. Auherdem ist aber auch die augenblickliche und die zu erwartende Wirtschaftslage im erwählten Berufszweige zu beachten.
Die Ueberbrüfung aller Ddrbedingungen für die Berufswahl ist den Eltern nur in den seltensten Fällen möglich. Man hat aber einen Ausweg gesunden. Die öffentlichen Berufsberatungsämter und die Berufsberatungsstellen der Be- russverbände gehen den Eltern hier hilfreich zur Hand. Es ist nur zu empfehlen, von diesen Einrichtungen bei der Berufswahl Gebrauch zu machen, zumal den Derufsberatungsstellen auch Lehrvermittlungsstellen angeschlossen sind. Diese bieten Gewähr für die Erlangung einwandfreier Lehrstellen, in denen die Lehr5?Msenen auch für den künftigen Beruf so vorgebi det werden, daß sie, natürlich bei entspreche.der Eignung, wohlgerüstet nach beendeter Lehrzeit in den Berufskampf treten können.
Den Eltern der in den Kausmannsberuf ein- tretenden jungen Leute sei empfohlen, auch auf folgende gesetzliche Bestimmungen zu achten. Durch Verfügung des Ministers für Arbeit und Wirtschaft in Darmstadt vom 2. Juni 1926 ist die Zahl der Lehrlinge, die in einem Geschäft oder Betrieb tätig sein dür en, beschränk. Eltern, die diese Bestimmungen nicht beachte?, oder die sich nicht überzeugen, daß der Lehrherr die Bestimmungen über die Einstellung kaufmännischer Lehrlinge einhält, laufen Ge.ahr, daß ihr Solm bei einer ileber' rüfung durch das C et erbe- aufsichtsamt die Lehrstelle wieder verlassen muß und bann so leicht keine kaufmännische Lehrstelle mehr findet. Die Bestimmung lautet: „Im Interesse einer ordnungsgemäßen Ausbildung der kaufmännischen Lehrlinge darf die Zahl der kaufmännischen Lehrlinge in den einzelnen Betrieben die nachstehenden Grenzen nicht überschreiten: In Betrieben ohne Angestellte darf nur ein Lehrling gehalten werde??. In Betrieben mit 1 bis 10 Angestellten darf in jeden? Jahr nur ein Lehrling bis zur Höchstzahl von drei Lehrlingen, darüber hinaus für je fünf Angestellte ein weiterer Lehrling eingestellt werden." Es ist zu erwarten, daß das GewerbeaussichtS- amt nach Ostern in eine genaue Prüfung der Lehrlingsverhältnisse im Handelsgewerbe eintreten wird.
Taten für Dienstag. 13. März.
Sonnenaufgang 6.19 Uhr, Sonnenuntergang 18.01 Uhr. — Mondaufgang 0.36 Uhr, Monduntergang
9.07 Uhr.
1741: Kaiser Joseph II. von Oesterreich geboren (gestorben 1790); — 1781: der Architekt Karl Friedrich Schinkel in Neuruppin geboren (gestorben 1841); — 1848: Beginn des Aufstandes in Wien, Sturz Metternichs; — 1860: der Komponist Hugo Dolf irt ‘ 4OA«n.
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iß einen tun es aus^ervositat, aus (jewefönheit- weil eben raucht. Es sind im fteuu des'fachmanns du schlechten Rauchen(fhe sind schon zufrieden, wenn die Zigarette) qualmt und wenn sie gerade atfder^unge beisst Die andern;, die guten Raucher*stuften in der Orientzigarette einen edlen Qenuss.dhe sind anspruchsvoll und verwöhnt, tftreß&inge reagiert sofort auf unedle oder unreife Sabake. Mr behaupten, dass wir & nuTotigaretten fite dengUten fytuöherfabrizieren.
Mllentheals^iucher fremder Marken bei uns einmal einigere in die Jfur gehen und unserem fachmännischen fyn folgen9, bis ehe siCh selbst überzeugt haben* <fte können dabei nur gewinnen!).
Wielletffd werden aiteh die zum „guten i^ßuCher, finden edlen genoss an edlem Ortern fabak, und brauchen suft aufh niCfa mehr über Qteibekömmlüftkeit des fytuChens zu beklagen
halfen ehe steh einefdhadhtel OVERSTOLZ (fäauChen töte diesesa fr wie ehe sonst sua rauChen gewöhnt sind &ber rauChen tlfte keine g fremde Zigarette dazwischen, denn es kommt darauf andasstyhre U S&ngesiöh einmal ganz auf ost macedonisdhen fabaJe, einsteül
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chsel wurde während ,t in den Kreuzgängen rche eine Mordtat be- tymnallaft Krprowski oloerschust feinen Ter« Sohn des Malers Mu« tbe sofort unterbrochen letzte Deluna erteilt. Da von sich gab, wurde, et ^bracht. Ob der Tatet i Uebetkguna die Tat nicht sestgeM worden, aus seinem Elternhaufe
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