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m. 11. 3dl 2» ännrrgesang. diesjährige otbtnl« lung in her Tast« *r ab. 3n iemer der Aorsihend«, auf bk btm Der« ranen hin. btt ti allen Aercin-vn« ib feiert, 11t all Mt und Pflicht- st Im abgelaufrm und beträgt nun enmitgliedern »LhÜ e Dahl des Mr» rf, ba einf/immtfl ämter tn Öen bt- ii Inhaber zu b» WM geiaht. Ferdinand Weis ä«n zu veronstol« chre - ehe nskapellt mltoirt«

hin. Sestern feiet- Shefrau Anna geb. nert Hochzeit- einer derhältnis- geistigen Jrstche en.

re Sürgcrmtlllttrt, zureichender M e vor kurzem sm- t g bezogen und ifc all bisher mst nstbetrieb der Tw- Ei^äumen^ punkt auch andm n W. W JjJ , auch, warum dM schwache ckfiriW end sie urch >2 Magnetfelds voll

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owfrt «ft Wlb«t mbgflG bre bew^Maftn ®n- ferocTunatn bet Dücfltrf^oft tnt1pre<5enb ab- Wldeln können. Der hiesige Turnverein veranstaltete am Sonntag einen lehr gut besuch­ten Jamlllenabend Aach einem Thor des Quartett« und einem Wuslkvorttag der Turner- llwelle hiest der Dereinsvoriitzend.' Ei'enbahn- betriebSasfistrnk Stöhr. alle Befucher willkom­men. 3m Mittelpunkt des Abends stand eine Xbeattraufführunq. ble mit Recht den lebdakten 'Beifall der Zuschauer fand Sine Verlosung und Lanz bildeten den Ausllang des wohlgetungenen Abends.

Kreis «ldfeld.

d. Wettf aasen, 11. 3an. Dreier Tage sprach rin Wann In unserem Dorfe vor, der an­gab. aus Weiches zu stammen und «in« Dienststellesür seine 1 9 rährigc Toch­ter zu suchen. 6r fand auch einen Landwirt, der eine Dicnftmagd für feinen Wirkscha'tsbeir-.eb nötig hatte, und mit dem der Mann aus dem hoh« Vogelsberg einen Vertrag übet da- Ver­mieten seiner Trxhter abfchlost Da mittlerweile btc Zeit für die Heimkehr des Besucher- aber w weit vorgeschritten war. gab man ihm auf sein Bitten Vachtmaht und Vachtquartier. und am anderen rxx*en zog er frohgemut von dannen, während die ®a ft gebet ebenso srvh waren über die kommende Hille der Diensimcrgd. Am letzten Sonntag begaben ste sich nun nach Meiches, um bitr mit dem neuen Dienstmädchen bekannt zu werden und es abzuholen. Zu ihrer lieber- rafchung mustten die Dettsaasener aber feststel- len daß die Angaben de« ..Vaters' und Da st es nicht i m geringsten z stressend waren: rin Einwohner des angc,> jenen Ola ment sand sich in Viriches zwar vor. der aber von gar nichts wußte und ebenso stimmten alle anderen An­gaben nicht tm geringsten. Jener Besucher hatte es ossenlichtlich nur auf rin gutes und billiges Nachtquartier abgesehen, im übrigen aber feine Gastgeber auf HO en la sen. Um eine trübe Er'ahrung reicher, machten sich di« Wettsaafener wieder aus den Heimweg.

A Dannenrod. 11. Jan. In der Wirtschaft von Heinrich Handstein 3 hielt am Samstag Abend der Kriegerverein Dannenrod feine Generalversammluna ab, wozu di« Mit­glieder fast vollzählig erschienen waten. Don dem Aechnet deS Verein- W. Küster wurde der Jahresbericht 1927 erstattet Die 3ahte«rechnung wurde aeprüst und dem Vorstand Entlastung erteilt. Bei dem Punkt Reuwahlen sanden die Ausführungen des Bürgermeisters Koch all­gemeinen Beifall, den Vorstand wieder- zuvühlen. Er setzt sich aus folgenden Herren fusammen 1 Präsident ®g. Sehrt, 2. Prä­ident Aug Fett Schristsührer Julius Bün« ding. Aechnet Wllh Ä ü ft e r. Beisitzer Peter Schmidt, 3ohs. Bodner, Wilh Bast Der Gefallenen und der in den letzten 3obren ge­storbenen Kameraden wurde in ehrender Weile gedacht Dine Anregung, das Äriegerbenl- m a I mit Baumschmuck und dgl. zu versehen, wurde von den In der Gemeindeverwaltung tä­tigen Herren dahin beantwortet, dast dies erst nach der Neueintellung des Friedhofs und der jüngst in Kraft gctre'cnen Ft eVhofSotdnung möqlid) sei und ausgesübrt werden solle. Die Abhaltung eines Famlltenabends mit Lichtbildern aus groster Zeit und eines Scheibenschtestens wurden beschlossen. Tom langjährigen Aechner des Vereins W. Küster wurde zu seinem 50. Geburtstage gra- tulkrt und dieser gebührend gefeiert. Aach Ab­singen einiger vaterländischer Lieder wurde die Sitzung durch den 1. Präsidenten geschlossen.

Kreid Lauterbach.

4 Lauterbach. 11. Jan. Die mustergültige DogelsütterungSaniage eines hiesigen Einwohner- wurde in einer der vergangenen Aüchte z e r st ö r t. Der Zaun zum Garten war umgebrochen, und die drehbar auf Pfählen auf- gebauten Futterhäuschen waren zerschlagen. Wan hat die Jugenb in Verdacht, dast sie sich In ihrem Uebcrmut solche Aoheit zu schulden kom­men lieh, und hofft, die Täter feststellen zu kön­nen. um ihnen einen gehörigen Denkzettel zu geben.

* Hopfmannefeid. 11. Ian. Eine Zeitlang tflen t», dli ob der im vorigen Jahr« in der Näh« es Dorfes neu eröffnete 6 t e i n b r u di den Be­trieb wieder «infftllen mühte. Nun sind aber in den letzten Tagen wieder eine Reihe Steinrichler und 6temfjialter neu eingestellt worden, die außer- ordentlich gut entlohnt werden. Vom Orte aus be- trachtet ist es nur schad«, dah der verdienst zum {rohen Teil an auswärtige Arbeiter geht, während ie einheimische Bevölkerung den Betrieb nur in­direkt spürt.

Starkenburg.

LPD. Offenbach. 11. San Gestern abend gegen 9 Uhr hat sich in den Anlagen des Drei- eichrlnges der 26jährige Former Friedrich Hennemann auS Fechenheim e r l ch o f f e n. Er kam zusammen mit seiner Frau au« Frank- furt und flieg an der LandeSgrenze aus der Strahenbahn, ging in die Anlage und tötete sich durch einen Schuh In die Brust Seine Frau, mit der er In Unfrieden lebte, fuhr bi« zur Aödern- ßrahe weiter. Sie ging zu Fuß nach dem Drei- «ichring zurüd, wo sie ihren Wann bereits tot tzorfand.

Rheinhessen.

DSA. Mainz, 11. 3an. Gestern mittag über­raschte die Ehefrau eines Kolon^alwarenhändlers In der Löhrstrahe einen Wann, der sich on der Ladenkasse zu lcha'fen machte. Als der Dieb Infolge des Lärm« der Frau davonltef. verfolgt« ibn die 16jährige Tochter eine» Metzger- Eeisters und hielt ihn so lange fest, bis r Bruder und der Sohn des Lad^nbelitzers hinzukamen und den Dieb der Polizei über- haben.

LPD. Dingen. 11. San. Sn feiner letzten Echung hat ber ©cmeinberat von Büdes­heim befchlollen. über die Frage der Singe­ln e i n t* u n g von Büdesheim nach Bin­gen eine Volksbefragung vorzunehmen. Dl« Volksabstimmung soll am Sonntag. 11. März, stattf.nden. Shr wird eine auf klärende Volksver­sammlung unter Leitung des BürgermcisterS von Büdesheim vorauSgehen. in der über die Lage der Gemeind« eingehend Bericht erstattet werden fort.

DSA. Guntersblum. 11. San. Zwei ver­mummte Aäuber erbrachen in der Aacht «um Sonntag einen Waggon des von WormS kommenden Güterzuges 6813. Sie muffen bei der Arbeit jedoch von dem Lchluhfchaffner gestört worden fein, denn fie überfielen und wihhandelten ihn. Auf die Hilferufe bo5 Ueber-

laflnten hm brr Skellwerkswärter herbri. wor­auf bu beiden Banditen bw Flucht ergriffen und in der Dunkelheit mtfanwn. Bei dero'rn mH einem Spürhund der Bahnpollser auf ge­nommenen Verfolgung führt« bw Spur bis nach Hängen-Wahlheim btt Alsheim. Die Untersuchung ist Im Gang«.

GchiffSzusammenstoß auf dem Rhein

WSA. Mainz. 11. San. Sin folgenf chwe- t« t Zufammenstost zweier Schiepp- g« ereignete sich heute vormittag auf dem Ah ein bei Siromlilometer 40.6 an der fog. .Wirbrllay- Der auf der Tallahn befindliche grohe Radschleppdamp er .Aoltcrdam" mit drei vr laden en und einem leeren Laftkahn kam dem grohen Aadfchleppdampfer .Braunkohle Ar. 16" mit drei beladenen Kähnen im Anhang ent­gegen. .Braunkohle Ar. 16" fuhr plötzlich auf den beladenen Lastkahn .Aheinfohrt Ar. 57" auf Das letztere Schiff kam fchief zu liegen, und auch der Schleppdampfer legte sich auf die Seile. Die eine Seit« des Laftkahn« wurde durch das noch arbeitende Schaufelrad des Schleppers der­art zugerlchtri, dast sie wie zerhadt ausfah. Auch entstanden erhebliche Beschädigung gen an .Braunkohle Ar. 16" Der Dampfer muhte fofort vor Anker gehen Da die drei Anhängcfchiffe, nachdem der Dampfer sofort ge­stoppt hatte, noch writerfuhren, bestand Gefabr weiterer Zufarnmenstöhe. die jedoch durch di« angestrengte Tätigkeit der Steuerleute i her­weife verhütet wurde.

Preußen.

KreiS Wetzlar.

* Launsbach, 11. Ian. Am nächsten Sonn« tagabend findet hier ein Konzen der vereinig­ten Gemischten Thore brr Arbeiter-Gesang« verein« Krosdors « Launsbach statt. Im «rst«n Teil folgen Werk« für Thor und Orchester von Mcndelssohn-Bartholdtz, im zweiten Teil Karl Maria von Weder» Musik zuPreziosa", Oper von P. A. Wolss. Dl« Thorverrinigung mit ihren 110 Sängern wird den Besuchern einen genuhreichen Abend bereiten.

KreiS Biedenkopf.

* Fellingshausen, 11. San. Mit dem Schluß fort alten SahreS sind in unserer Ge­meind« zwei Kurse für HauSfrauen- fleih zu Snde gegangen, die durch ihre statt­lich« Zahl von Teilnehmerinnen den AachweiS für ihre Aotwendigkeil und Zwedmähigkeit er­bracht haben. Sm Einvernehmen mit dem ®e- melndevorstand sind ettoa 50 Frauen und Mäd­chen unter zielbewuhter Leitung der Schneider­meisterin Frl. L a u tz auS Garbenheim in zwei auseinander^ vlgenden brctmonaiigcn Kursen im Schneidern, Kleäder- und Wäsche- an fertigen, sowie in weiblichen Handarbeiten auSgebildet worden. Der Sr'olg dieser Kurse wurde unserer Sinwohnerschoft klar bei dee Be­sichtigung der angefertigten Kleidungsstüde, die au einer Ausstellung vereinigt einen ganzen Vaal füllten und Zeugnis gaben von dem Fieih und der Tüchligkeit der ßernenben und Ihrer Meisterin Kein übertriebener Luxus war zu sehen, nur die ein« Qlnl« der Sparsamkeit neben richtiger Au-wahl und Verwendung der t>cr* arbeiteten Stosse war erkennbar. Alle Gegen­stände waren angepaht an die Bedürfnisse und Wünsche der betreffenden Schülerinnen und liehen durchweg hervorragenden Fleiß unserer angehen­den Hausfrauen beroortreten. Den Vorteil dieser Veranstaltung dürfte unsere Gemeind« in ihren Haushaltungen verspüren.

T Gladenbach. 11. San. Di« Märkte In unserer Stadt Im Sabre 1 928 sind wie folgt festgesetzt worden: 10. Febr. Schweine­markt: 23. März: Kram- und Schweinemarkt: 11. Mai Kram-, Rindvieh- und Lchweinemarlt: 2. Süll: Kram-, Rindvieh- und Schweinemarkt: 24. August: Kram-, Rindvieh- und Schweine­markt: 19. Oktober Kram-, Rindvieh-, Zucht­vieh- und Schweinemarkt: 14. Dezember: Kram-, Rindvieh- und Schweinemarkt.

DillkrciS.

LJ Eisemroth, 11. San. Sm StaatSwald .GerhardSberg' sand gestern eine Brenn- holzversteigerung statt. SS wurden im Durchschnitt bezahlt: für 1 Raummeter Buchen­scheiter 8.70 Mk., Buchenknüppel 5.50 Mk Die Preise schwankten je nach dem Standort zwischen 32 und 30 Mk. für 4 Raummeter Buchenfchelter und 20 biS 24 Mk. für 4 Raumme ter Buchen­knüppel. Als Käufer kamen Bürger auS Sifem- roth, Uebernthal und Herbornfeewach in Frage.

Kreis Usingen.

I G I e e b e r g, 11. Ian. In feiner diessährl« flen Hauptversammlung, die am Sonntag stattsand, beschloß her hiesige Gesangverein ,ä?leberfron8" (früher Feierabend), fein dies« jährige» Stiftungsfest, verbunden mit TB e r * tungsslngen, am Sonntag, 10. Juni, abzuhal­len. Gleichzeitig soll mit diesem 6. Stiftungsfeste die Fahnenweihe verbunden werden. Die ver­lautet, haben sich mehrer« hiesige Jungfrauen ver­bürgt, dem Gesangverein «ine Fahne in den All« nassauer Farben zu stiften. Die Holzarbei- t e n in den hiesigen Wäldern gehen langsam ihrem Ende zu. Bereits am 16. Januar findet die fis­kalisch« und bald darauf auch die erste Gemeinde- Holzversteigerung statt.

^Daingau.

WSA. 5 t a n f f u r t a M . 11. San. Gestern nachmittag wurde in der Kleinen Eschenheimer Gasse die 39 Sabre alle Ehefrau Poppels­dorf bewußtlos ausgesunden. Es lag Gas­vergiftung vor. Man tonnte nur den be­reits ringetretenen Tod fest st eilen.

tim die Sranffurfcr Messe.

DER. Frankfurt a. M . 11. San. Die S n- dustrie - und Handelskammer Frank­furt a. M.-Hanau hat in Hrer heutigen Voll­versammlung zu der Frage der Frankfurter Messe wie folgt Stellung genommen .Die Industrie- und Handelskammer Frankfurt a. M.- tanau befürwortet einstimmig, dah der ranhurter Messe für daS Jahr 1928 die be­antragt« Subvention feilen« der Stadt Frankfurt a. W. g « w ä h rt wird Sie ist jedoch einmütig der Ueberzeugung. daß die Frankfurter Messe in mancher Beziehung einer Umstel­lung bedarf, daß ihr aber Zett gelassen werden sollte, um diese Anpassung durchzuführen und den Beweis zu liefern, dah sie einem wirrschaft- lichen Bedürsnis entspricht und sich finanziell behaupten kann.

SnfMnna and Verdatung der SrlLItung.

Das Do« .Erkältung" kommt von .lall »er­ben. und die Aerztk verstehen darunter alle die Vorgänge, ble sich beim Kaltwerden Un Organismus abfpteler Zunächst sucht sich der Körper gegen dl« Abkühlung durch Steigerung d«r Lebens und Ionen zu wehren V^ ionvert deut­lich tritt diese Erscheinung an den Muvkcln her­vor. die zwecks Förderung der Därrneerzeugimg willkürlich aber auH unwillkürlich in Bewegung versetzt werden. Daher das Verlangen nach 'Be­tätigung bei Abkühlung, daher da« Muskel- -itiern und sch.reßllch auch die Gänfchaul. die auf einem Zusammenlrampsen der f.c.nen Haut­muskeln beruht Doch je länger die Kält« ein- wirtt, desto mehr erlahmt der Organismus der Mensch ermüd«», wird schläjria, stump'i ab. und allmählich stellen die Organe ihre Tätigkeit gänz­lich ein der Mensch geht an Kält« zu­grunde.

Denn nur rin Teil deS Körper« - Füße. Hände und dergleichen> kalt werden, so ziehen sich an dieser Steile die Blutgefähe der Haur zusammen die Haut wird blaß um sich

nach kurzer Zeit wieder zu erweitern die Hau» röiet sich Gleichzeitig verändert sich auch das Blut, da« den erlaltcten Körperteil durch» strömt. Zudem erleidet entsprechend den Vor­gängen an dem kalt gewordenen Körpertell auch da« Vlut an entfernt liegenden Körper­stellen aetoiffe Veränderungen: auch hier kommt es au Blutfarl'fioffmangel und zu Hemmungen in der Vtldung von ©d)ut)fto;fen gegen Bak­terien. di« sich stets z. B. aus der Schleimhaul' der Aase, des Rachen- und auch der tieferen Lustwege vorsinden. Die Bakterien werden zwar gewöhnlich von den Abwehrkräiten de- Körpers in Schach gehalten: kommt e» aber infolge einer Abkühlung zu einer Schwächung der Abwehr- ltä:te, dann erlangen die Krankheitskeime da- älcbergewicht: fie vermögen ihr unheilvolles Werk zu beginnen und so enlsteht dann eben ein Schnupfen, ein Katarrh oder sonst eine an­steckend Erkältungskrankheit. Also crs» toinmfs zurErkältung", und bann folgt dieSnfef- tlon".

Der beste Schuh gegen Erkältungen Ist die Abhärtung'', die in einemTraining" der Haut und ihrer Gesähe besteht. Wenn auch das Wesen der Erkältung noch keineswegs vollkommen ge­klärt ist, so herrscht doch allgemein die Ansicht vor, daß da- prompte Arbeiten der Hautblut­gefäße ein wesentliche- Erfordernis ist. um Äälle» reizen ihr« nachteilige Einwirkung auf den Or­ganismus zu nehmen. Hierauf baut sich nun die Abhärtung auf, ble eben eine Gewöhnung bet Haut an allmählich sich steigernde Kältereize be­deutet. Während von einem Organismus, der an Luft und Was,er gewöhnt ist, kalte Abwaschungen und kalte Duschen. Freibäder, Lustbäber Im Freien ober im Zimmer bei offenen Fenstern je nach ber Sahre-zeit gut vertragen wer­ben zumal wenn biese Maßnahmen mit ghm- nastische i Hebungen verbunden sind, so ist txxb bei verweichlichten Menschen nur ganz langsame Steigerung der Abhärtung-Maßnahmen erlaubt. Mit warmen Bädern und anschließenden warmen Duschen oder Abwaschungen wird begonnen. Alln.ühlich erniedrigt man die Temperatur, schließlich kann ba« vorau-gehende Bad ganz fortfallen. Den Wallerprozeduren, bei denen bte Haut kräftig massiert wirb, folgen gymnastische Hebungen, an lallen Tagen zunächst bei gefchloffe- nem Fenster In mäßig durchwärmtem Raume So'ern jedoch nicht binnen kurzem Rötung und Stwännung der 5)aut eintreten und sofern nicht da- anfänglich stet- vorhandene Unbehagen bald weiLt muß unbedingt die Temperatur des WasserS sofort erhöht werden, und erst nach einiger Zelt kann man versuchen, vorsichtig wieder damit herunter zu gehen. Segllche Gewaltkur ist vom Hebel und droht den ganzen Erfolg der Abhärtung zunichte zu machen. Wichtigster Grundsatz muß bleiben: Der Mensch muß sich vor und n a ch der 5,älteapplikation warm fühlen.

Also die Verhütung von Erkältungskrankheiten besteht im wefentlichrn in Abhärtung und Ver­meidung von Erkällungsmöglichleiten, wie kalten Füßen, Stehen im Zug auf dem Vorderperron ber Straßenbahn, Fenneraufreißen und sich er­hitzt der rauhen Witterung aussetzen und der­gleichen mehr. Sn der jetzigen Sahreszeit. die durch die Häufung von Erkältungskrankheiten ja berüchtigt ist, empfiehlt es sich mehr alS ie, Abstand von seinem Mitmenschen zu halten, sich nicht umarmen und sich vor aJem nicht quf den Mund und auf feine Umgebung küssen zu lassen. Andererseits muß man von allenerkälteten" Personen unbedingt verlangen, daß sie beim Aie'en und Husten ba« Gesicht abwenben, ben ^anbrüden ober ba« Taschentuch vorhalten unb ihren gefunden Mitmenschen nicht unmittelbar In ben Munb und In die Aase hineinsprechen.

Dr. M.

Luftbildaufnahmen für Vermessungszwccke.

Sn der Arbeitsgemeinschaft der Ortsgruppen Darmstadt, Frankju«, Mainz und Wiesbaden der Höheren Vermessungsbeamten sprach über das obige Thema am Sonntag im CDorttag«,aal des Frankfurter Hauptbahnyoss * der Landmesser W i ß f e l d auS Zranksu« a. M. Der Redner führte etwa folgendes aus:

Der Gedanke. auS photographischen Dtldern maßhaltige Pläne und Karten herzustellen, ist fast so all wie die Erfindung der ersten brauch­baren Ausnahmeversahrcn durch Daguerrc. Schon vor dem Kriege hatte sich durch Verbindung von Photographie und DcrmeffungStechnik eine neue Wissenschaft enttoidelt, die heute inter­nationalPhotogrammetrie" genannt wird. Man benutzt« das Verfahren hauptfächlich bei den Aufnahmen UTtzugänglicher Gebiete un Hoch­gebirge. während im Flachlande wegen man­gelnder Gelandeeinfichl mit nutzbringender Ver­wendung in der Regel nicht zu rechnen war. Die Eroberung der Lull brachte nun einen grohen Umschwung: vom Lullsahrzeug aus war die Einsicht ungleich besser als von irgendeinem ir­dischen Standpuntt aus. /Nachdem dasFlieger­bild" Im Kriege geradezu volkstümlich geworden wat. erkannte man in der Aachlne^zeit bald die Bedeutung bet Cu'tbilbmefung für Technik unb Wirtschaft Mll der Entwicklung des Flugwefens schritt auch dieLuftphvtogrammetrie" ständig fort. Aachdem eine gewisse Klärung in den verschiedenen mathematischen Methoden ringetre- ten wat. lieferten die deutsche Feinmechanik und Optik auwrnatifch arbeitende Ausweriegeräte. die eine wirischa'lliche und hinreichend genaue Ver­arbeitung der Mehaullia^men gestatten. Die Be­deutung bet photographischen Meßmethoden wird »

heute tw ber Technik hrwner mehr anerkannt Gerade dieses Ard<.lsgcbi« ist mehr als «n an­deres geeignet, bl« Tang kett des Höheren Ver­mess ungsbeawren In aanz neue Bahnen ku lenken Große Leistungen Petzen btrier neu«ettlich«m Me­ldode noch auf allen Geb.eten der Landesvermes­sung bevor, belonder« in ben* unerfchtoffcnen auheteuvopäifchen Gebieten, deren Aufnahme durch die moderne Luftt»tldt^ern>ellung überhaupt erst praktifch möglich aeworXn ist.

Vach einet Be'prcchung der Im Dorttag ge­gebenen Anregungen unb dem Dank an den Dor­ttagenden schloß bet Vor ipende die außerordent­lich anregend« Zusammenkunll

Amtsgericht Gießen.

Gi«ßen, 6 San. Ein Dällcrmeister von hier ist angekfagt. sich gegen da» Arbeit«- » citg « setz dadurch veraangen zu haben, daß er In den letzten Sahren 'eine Leute länger ale o-kN Stunden täglich lx,4)ä Hat. (einen Lehrlingen nicht die ootgvl ebn ebenen Paulen gewadrt unb wiederholt bis zu einer Stund« vor 5 Hhr morgens mit der Arbeit begonnen haben soll. Außerdem soll er gelegentlich einet Xevislon feines Betriebs im Süll 1927 ruhest vtenben Lärm verursach» haben Die Dewci^u nähme er­gab. dah in der Tat in ber Zett, in der bet Angeklagte intolae eine- Fußleiden« Ixttlägctig krank wat unb sich in Ftanllurt a. M m ber Klinik oder zu Haus« im Gipsverband lag mh bet Arbeit ö ters morgen« vor 5 Hhr begonnen worben ist. Der Angeklagt« Halle tamalS seinem schon mehrere Sahre bei Ihm tätigen ersten Ge ßllsen die Arbeit über den Betrieb übetiraam unb behauptete, von dem srüheren Beginn bet Arbeit keine Kenntnis at&abt ®u b^ben. Der erste Geh.Ise gab zu. ohne Kenntnis des An- gellagten während des'en Kranksein« im Sin- Verständnis nut dem zweiten Gehillen öfter mit ber Arbeit vor 5 Hhr begonnen zu haben. Weil letzterer noch ungewandt und deshalb zu be­fürchten gewe'en fei, daß sie mit der Arbeit nicht rechtzeitig fettig luetben würden. Sm übrigen ergab die Bewe.san nähme keinerlei Anhaltspunkte dafür, dada« Persona! länger acht Stunden beschäftigt und den Lehrlingen di« borge,chciebenen Paulen nicht gewahrt, oder daß in bet Zeit, in der ber Angeklagte ben Betrieb selbst beau'sichtiate und leitete, mit ber Arbeit vvr 5 Hhr am Morgen begonnen worben wäre. Verschieden« Z«ugen bekundeten vielmehr, bah der Angeklagte innnet peinlich auf ble Einhal­tung bet gesetzlichen Vorschriften bedacht gewesen sei. DaS Gericht wat der Au"a'sung. daß für ben früheren Beginn der QI« eil in der Zrit feinet Krankheit nicht der Angc lagt«, sondern fein «rftet Gehilfe, dem di« Aufsicht übertragen war, und der den srüheren Beginn von llch auS veranlaßt batte, verantwvttlich fei. unb sprach ihn doShalb in allen Punllen von bet Anlla.ie srei. Auch bezüglich ber Ruhestörung erfolgte Freisprechung. Ein Griverbeaussichtsbeamtet unb ein Polizeiwachtmeister hallen Im Suh v. S. morgen® vor 5 Hhr Geräusche vernommen, die auS ber Backstube des Angeklagten herziikom- men schienen unb nach Ihrer Ansicht barauf hin­beuteten. baß dort gearbeitet würde. Sn Wirk­lichkeit war dies jedoch nicht ber Fall gewesen. Als nun bet Polizeiwachtmeistet trotz der wieder­holten Beteuerungen des Angellagten unb seines Gehilfen immer wieder behauptet«. eS fei doch gearbeitet worden, geriet der Angeklagte In große Erregung und widersprach In lautem Tone Daß h.erdurch die Ruße gestört und bas Pudlitum In seiner Allgemeinheit belästigt worben wärt, konnte nicht erwiesen werden.

Große Strafkammer Gießen.

'Dießen, 10. San. Sn einer Sommernacht des vergangenen Saßres fuhr ein Ibjähriges Mädchen von einem Tanzstundenball in Ober- Erlenbach mit einem Begleiter auf dessen Rad nach Ihrem Wohiwtt Kaibach. Aus ber Canb- straße wurde das Mädchen von einem flebenunb- Awanzigjährigen Maurer, der ihm vergeblich seine Begleitung angeboten hatte, angehalten, zu Boden geworsen. und es wurde ifjm Gewalt angetan, wobei ein Freund, den der Haupttäter mitgenommen hatte, hals. Wegen Sittlich- k.citSverbrechens und Beihilfe dazu waten vom BezirkLschöfsengeticht flehen unb btel Monate Gefängnis verhängt wor­ben. Hiergeyen »erfolgten bU Verurteilten Be­rufung; sie versuchten mit einem großen Zeu­genaufgebot Verborbenheit unb Hnglavbumrbig- (cit der Zeugin darzutun. Sie hatten damit keinen Erfolg; die VeweiZaufnahm« ergab auch heute wieder, baß es sich um ein anstän­diges Mädchen handelte, dellen durchaus glaub­hafte Angaben durch andere Zeugenautlagen unterstützt wurden. Die. Angeklagten erreichten nur, daß ihre Strafen mit Rüdsicht auf ihre bisherige Hnbefcboltenheit um j e einen Mo - nat herabgesetzt wurden.

Keinen Srsolg mit feiner Berufung hatte ein Kaufmann von hier, der wegen Körperver­letzung zu acht Monaten Gefängnis verurteilt worben war. Er hatte im Verlauf eine« Wortwechsels einem Freund derart aufs Auge geschlagen, bah «S auSllef und operativ entiem» werden mußte. Seine Vehauptung. nicht er sondern der ander« fei der Angreifer und er in Aotwehr gewefen. wurde auch heute wider­legt unb die Berufung zurüdgewiesen.

Lprechstitndkn der Redaktion.

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