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Sonntag, den 15 Januar 1928, abends 8 Uhr im katb. Vereinshaus, Lleblgstrahe

Ausführende:

Herr Emil Freund. Klavier, (rieben-Frankfurt a. M.

Herr Ernst Schneider, Cello, Giefaen

Werke von Valentin!, Beethoven. Bach. Reger. Brahma und andere

Eintrittskarten zu Mk. 1 -50.1.00, Schülerkarten Mk. 0.50 sind abends an der Kasse zu haben *47D

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f chatt letne« flrit wtbonfie ihm »ertvoQe Ar­beiten, vor allem au« dem Gebrete der chcinl« schen ttr.ftaUogTab6ic X Drau«, der nem 1895 bis IM ordentlicher Pro'essor der Mi« neraloate und Gevivglc an unterer Landes- unnxrfitäl war. hat in seiner Arbeit Gnt- Wickelung de» mrneralogilchen Unierruht» an der Unrverliküt Ob.eben" (1904' Verdtenste Änop* gewürdigt De Bedeutung, die jtr.op trotz de« nur kurzen Au'enthalt« auch für Hes - s en gehabt. aeht daraus hervor, daß sein Lebentzgang tn Den .HelNlchen Biographien" Au'- nähme ge'unden hat Die sesselnde Lri'enssl^ze aus dir lich unsere Angaben stützen, entstammt der Feder von Pro». Dr. Äari Hummel. Auch der vom hessischen Derlehrtzverband her- ausgegedene Heiienkalender erwähnt in seinen historttchen Rotvzen den heutigen ärmnraing«lag an Aböls Änop.

Zur Richtigstellung In dem Bericht Eine Irabilionsfeicr der Aeichsdahn" in unserer Ausgabe vom Dienstag. 10. Januar, ist der.'tarne eines der grseierten TOannrr durch unrichtige lieber mittlung seitens des Nachrichtenbureaus mang.-lhast vermerkt lls must in dem Vericht nicht heiken:

Höheren Gewerbeschule Tn Ehemnrtz nahm et 1856 den von der Universität Dießen an ihn er« aangenen Rus an. Sr wurde als Rachsvlgcr ®tt- lingS außerordentlicher Pro'eslor für Minera- logte. für welches Fach damals noch der bekannte Mineraloge und Geologe August v. Klipstein da- Ordinariat innehatte. 1863 wurde Knop -um Ordinarius für Mineralogie an unserer Univer­sität ernannt. Die traurige Verfassung aber, in der sich daS mineralogische Kabinett damals be­fand, war wohl der Anlast, datz et 1866 schon einem Rus als ordentlicher Pro'essor der Mi­neralogie und Geologie an die Technische Hoch­schule Tn Karlsruhe folgte, in welchem Amte er bis zu feinem am 27. Dezember 1893 erfolgten Ableben äußerst verdienstvoll wirkte. Die TDif en-

E zu Friedelhaufen. der damals ReichStagS- georbneter war. kennen und vermählte sich mit l im Jahre 1879 So kam die Gntsch alene db Hessen Aochtam sie auch den zweiten dal- 1*1 verloren hatte, nahm sie ihren Wohnsitz In h eßen und wohnte im Sommer oft In Londorf.

Ab 9 Uhr:

Wellfleisch mit -Kraut

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* Karneval«-Bervrßnung In Hes- s e n. Der hessische Minister deS Innern gibt be­kannt: Jede Maskerade und jedes karnevalistische Treiben, wie beispielsweise auch daS Werfen von Konfetti und Luftschlangen auf öffentlichen Wegen, Straßen und Platzen ist verboten. Fast- nachtSumzüge in Orten, in denen fie herkömmlich sind, au gestatten, behalte ich mir für jeden Sinzelsall vor. Don Aschermittwoch 1928 ab sind alle karnevalistischen Veranstaltungen. wie Maskenbälle, Kostüm- und Trachtenfeste, Kappen­abende usw. verboten, und zwar auch für ge­schlossene Gesellschaften. Wer den Vorschriften '.uwiderhandelt oder sich an einer verbotenen Veranstaltung beteiligt oder eine solche Veran­staltung in seinen Räumen duldet, w.rd mit Ge­fängnis bis zu 3 Monaten und mit Geldstrafe biS zu zehntausend Reichsmark oder mit einer dieser 6trafen bestraft. Diese Verordnung giü biS zum 30. April 1928.

Seit.

'"UkWz Hasen,

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Es ladet freundl ein Karl Faber

e n tinteetfuati - e 11 61 * Am Sonntag. 15 Januar, vormittag- 11'/. Uhr, finde! in der Reuen Aula ein UniveriitätS- Dotte-dienft statt, zu dem in erster ßinte bte An­gehörigen der Universität eingeladen lind. Selbst­verständlich hat aber auch jeder ander« Zutritt. Die Predigt hält Prvsessor D. Dr 6 o r b i e r

P i e Klinik- und Anftaltarbeit der evangelischen Kirche. Zu ben kürz­lich verösfen:Uchten statisti chen Angaben über d e evangelisch« Kirche g.meinde GieHrn im Jahre 1927 seien noch einige Mitteilungen über die Tätigkeit, die tn« evangelische K rche tn ben hier bestehenden Anstalten entfaltet, nachg ei ragen Bckannllich besteht hier eine eigene Pfarrei für Ne Arbeit der ©e:ltorge In den Klin ken und sonstigen Krankenanstalten. SS wurden im Be- richisiahre folgende GorteSdirnste veranstaltet, und zwar in der Provinzial-Pslegeanstalt <Sie- chenhauS) 56. Landes-Heil- und P'li-aeanstalt 55. Augenklinik 43. Med zin sche Kl nif 28. Frauen- klimk 25. Lhirurgische Kl n k 27. OhrenNinik 22 Hauiklinik 23. LupuSßeilstätte 22. Rervenklinik 15. im ganzen also 316. Hinzu kommen noch 12 außerordentliche GoNeSdi nste, 33 Bibilstunden tn der Frauenklinik und 19 Mbelstunden tn der Chirurgische ÄUnif. Somit beträgt die Gesamt­zahl der in diesen Anstalten abg.chaltenen Gottes­dienste 332. Die Gottesdienste waren insgesamt von 17 720 Personen besucht 3n der Frauen­klinik wurden 53, in der Kinderklinik 2 Tauf- gvtteSdienste abgehalten. An dem h.'illgen Abend­mahl nahmen im ganzen von den Insassen der Krankenanstal'en 534 teil. Die Zihl der Souten betrug tn der Frauenklinik 211. in der Kinder­klinik 2, wobei au beachten ist. daß die tn der Frauenklinik geborenen Kinder zum weitaus größten Teil auswärts wohnenden FimiNen ent­stammen und an deren Wohnorten g tauft wur­den. Die Zahl der Beerdigungen betrug ins­gesamt 36. Auch hier ist zu beachten, daß die meisten der in den hiesigen Krankenanstalten Verstorbenen in Ihren -Heimatorten bestattet wer­den. 3n dem ProvinzialarrefthauS wurden 26 Go'teSdienste abachaltm.

" Personalien. Genannt wurden der Ober- fbrster Georg Sckert zu Grebenau vom 1. Ja­nuar ab zum Forstmeister deS ForstamtS Bingen­heim: der Dolizeihauptwachtmeister tzanS

D i e s e l zu Gießen mit Wirkung vorn 1. Dezember 1927 ab zum Pvlizcimeister.

Ghruna eines Beamten Dem fett einem Jahre bei der hiesigen Güterabfertigung beschäftigten Reichsbahnsekr tär Karl Kerel auS Dutenhofen, Kreis Wetzlar, d r lange 3abre al« Bahnhofsvorsteher die Geschäfte deS Bahn­hofs Dutenhofen verwaltete, wurde durch seinen Amtsvorstand ein Glückwunsch- und Anerken­nungsschreiben vom Herrn Reichspräsidenten, vom Generaldirektor der Deutschen Reichsbihngesell- schaft und vom Präsidenten der Reichsbahtr- direktion Frankfurt a. M für 43 Jahre geleistete treue Dienstzeit auSgebändigt. Der allseits hoch­verehrte Jubilar wurde von seinen Vorgesetzten und Mitarbeitern beglückwünscht und geehrt. Aller Wünsche gingen dahin, daß es dem Jubilar ver­gönnt sein möge, den Rest seiner Dienstzeit gesund in ihrer Mitte zu verbringen.

Cine Iahrhunberterinnerung. Heute sind eS 100 Jahre, daß ein bekannter Gießener Gelehrter das Licht d«r Welt erblickte. Ss ist Adols Knop, der am 12. Januar 1 8 2 8 äu Altenau im Harz geboren wurde. Die Liebe zur Qlatur uni wohl auch der Ginfluß des damals In Blüte st ebenden Shaner Bergbaus bestimmten ihn nach Besuch des GymtrasiumS in Clausthal |um Studium der Raturwisfenfchaften an der Umversttät Göttingen, wo er sich oeson-

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jrcu Baronin Haben :u hatte weite Reisen ge- »echt: in jüngeren Jahren weilte sie oft In Italien und Gngland und trat auf diesen Reisen 11t vielen geistig hoch'tehenten Personen tn nfl- et Verbindung Auch in Berlin hatte fie einen ckthen und interessanten Bekanntenkreis: so trat b öltet« mit dem Generalfeldmarschall vom tlcüL' in Verkehr Die Gntsch.'asene war eine fiau von tie er Religiosität und von einer auS- ßr'reeiteten Geistesbtlduna. Mit Goethe. Dante Wd Shakefpeare hat fte sich noch in ihrem Alter k chäftiat. für italienische Kunst hat sie ein fc.tH Verständnis gehabt 3m Alter von über T. Jahren fing sie an, sich schriftstellerisch au kriAiiaen, und pa: für bas Gießener evangelisch» ♦cmeinbeblatt ^Sonntagsgrust" viele Beiträge gflefert. Diese Beiträge gaben vielfach Reise« elebnifle in interessanter Prägung wieher, stets bar damit eine religiöse Abzweckung verbunden, fie Verfasserin verstand es vortrefflich, eigene ßrlebnisfe fo zu gestalten, daß sie für die All- ßnteinheit interessant wurden. Für die Menlchcn .5 allen Volk-klassen hat die Heimgegangene «in tiefeS und seines Verständnis gehab:. So- knge fie noch rüstig war, har fie in ihrer Woh- ng tn der Bahnhofstraße viele Besucher emp- Nrgen, dabei war eS ihr hauptsächlich um solche Etun. die geistige oder religiöse Interessen tten. Gern hat die alte Dame auch auf der raße sich mir Bewohnern auS Stadt und Land k das Gespräch eingelassen, niemals ohne dem «bereu dabei etwas Wertvolles mitzuteilen. Gläubig sührte sie einen audgebreiteten .Brics- vcchfei in der vornehmen und geistvollen Art, Mf in den Briefen ben in Hast unb Unruhe lkbenden modernen Menschen immer sellener wird Hie lehien Jahre verbrachte sie in ziemlicheH infamfeit unb hatte unter der Last deS Alter- ruh der Krankheit viel au leiben. Hervorzuheben tl baß ihre langjährige Pflegerin, Fräulein uleberg. sich der nun im Alter von beinahe M Iahten Gntsch'a'en.en in unermüdlicher Für- trat unb Aufopferung angenommen hat Die ftifetzung findet In bet Famuiengeuft

statt.

Giadtiheaier Ziehen.

Tlan schreibt uns Es sei ausdrücklich daraus hin- tlviejen, daß als Ftemdenoorftellung am o n n t a a . 15. Januar, die reizende Iamosche fiperetteö 6 r ft e r tf r i ft e I" unb nicht der nn pxiplan angegebene .^igeunerbaron gegeben »cd. Die oröficre 9lbnxd»!elung, die dadurch im tzpielplan eintritt. wird offenbar nom Publikum tenTbar begrüßt, denn es herrscht sehr starke Nach- stvae nach dieser einmaligen Aufführung der ^olfterchriftei", io daß nur noch Plätze im 1. Par. ken unb in ben Vogen erhältlich sind. Die Voritei- lttnq versoricht hervorragend zu werden, da txc (Ü tf fn Fti. Käthe Otter eine geradezu präbeih- mert< IWrtrekrin für die Titelpartie besitzen. Oie «Seite Hauptaufgabe in derForsterchristel^ ist der tcihr. der rein |rt>iufpielerifd)er Natur ist und für den es gelungen ist. Herrn Julius D e w a I d. frü­

her Direktor des Operettentheaters ht fhtmffvrt am Vtain, zu gewannen rierr vewold hat txrie Kölle ichan vor einigen fahren, als dieFörster- chrsttel^ hier im flbomwmer.i gegeben wurde pe« spielt und durch seine vorzügliche Leistung Lus- sehen erregt.

Hm Samstag. 14.8a n u a r wirb, um ben anhaltenden Nachfragen nach Plätzen aenügen zu können, eine im Spiel plan nicht vorgesehene Aus­führung des famosen Kindermörthens ..Peter- chens öonbfabrt* eingeschoben, die um 5 U h t beginnt und gegen 7.46 Uhr endigt.

Giessener KSochenmartlpreise.

GS kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund Butter 130 bi«. 150. Matte 30 bi« 35. Käse (10 Stück) 60 bi« 140. Wirsing 30 biS 35. Weißkraut 15 biS 20. Rotkraut 33. gelbe Rüben 15. rote Rüben 15. Spinat 50 biS 60. Unter-Äoblrabi 10, Grünkohl 25. Rosenkohl 50 bi« 60. Feldsalat 150, Gndivlen 103. Tomaten 120. Zwiebeln 20. Meerrettich 40 bi« 80. Schwarz« wurzeln 50 biS 60. Kartoffeln 5 bi« 5> >. Aepfel 12 bi« 20. Birnen 13 bi« 15. Honig 45 bi« 53. Suppenhühner 100 bi« 120. Gästfe 100 bi« 120, Olülfe 50 bi« 80. das Stücke Sier 19 22. Blumenkohl 60 bl« 120. Salat 40. Lauch 5 bi« 15. Reitich 10 15. Sellerie 10 bi« 60 Pf.

vornotiz-n.

Tage«kalender für Donnerstag. Goethe-Bund 8 Uhr. Reue Aula der Uni- versität. Vortrag Jakob Schaffner. Volkshoch­schulen 8 Uhr. Großer tzörsaal der Universität. Vortragsabend. Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: .Zwei unterm Himmelszelt". Astoria-Licht- spiele .Spuk im Schloß".

Born Konzertverein wirb un« ge­schrieben: Als im vorigen Winter b;e Pianistin ßubla Kolessa gelegentlich eines Orchcster- krmzerte« im Siabttheater zum erstenmal in Gießen spielte, wurde ihr ein außergewöhnlich starker und einmütiger Beifall g sp.nb.-t. Die junge, blonde Ukrainerin halte die Zuhörer vom ersten Augenblicke an durch den Liebreiz ihrer Grscheinung, ihren zarten, besinnlichen Vortrag unb die geistige Höhe, auf d?r die« junge Men­schenkind schon stand, so gefesselt, daß ihr Wieder- kommen stürmisch begehrt wurde. Der Konzert- Verein hat diesem unb, wie er bekennt, auch feinem eigenen Wunsche sehr gern entsprochen unb die Künstlerin für einen am Sonntag, 15. Januar. In der neuen UniversltätS-Aula ftattflnbenben Kl ivierabend gewonnen, trotzdem da« Engagement tn Rücklicht auf die vielen kon­kurrierenden Verpflichtung n mit erh blichen Schwierigkeiten verknüpf! war. ES wirb also Gelegenheit geboten, nicht nur eine einzige Rüm­mer. sondern ein ganzes abendfüllende« Pro­gramm von der Künstlerin zu hören. Lubka Kvlessa ist in letzter 3Ht In vielen Konzerten tn Holland, England. Schweden, Rorwegen und Italien aufgetreten unb üb?rall selbst von feiten der Kritik mit höchster Anerkennung und Be­wunderung ausgenommen toorben. 3n einem nor­wegischen Blatte wurde allen Pianistinnen ge­radezu empfohlen, ihren Klavierabend zu be­suchen, um zu sehen, wie eine Weibliche Hand mit ben widerspenstigen Tasten umzuspringen ver­steht. AuS ihrem interessanten unb staunenswert reichen Repertoire albt Lubka Kvlessa hier Werke von Dach-Bufoni. Scarlatti, Schubert, sowie WeberS al« »Perpetuum mobile" welt­bekannte L-Dur-Sonate unb LifztS Mephisto- Walzer zum besten.

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Reichstarisoertrag im kJ e r , l d) f rungsgewerbe Man schreibt uns: Der Zentral- verband der Angestellten hat den Beschluß gefaßt, nicht nur die geldlichen Leislunaen. sondern auch den Manteltarif zum 31. März 192S zu kündigen Da die Kündigung auf Grund der tariflichen Vestimmungen aber nur wirksam werden kann, wenn mindestens noch ein anderer der am Tarisoertrag beteiligten Angestelltenverbände ebenfalls die Kündigung aus­spricht. aber keiner der anderen Angestelltenoerbande eine solche Erklärung abgegeben bat, konnte ein, stündiaung des Manteitarifvertraoes durch den Z. b A. nicht erfolgen.

Der Krei«-Vbst- unb Garten- bauverein Gießen hielt gestern unter dem Vorsitz von RegierungSrat Wolf eine außer­ordentliche Sitzung im KreiSamtSgebäude ab Auf der Tagesordnung stand die Veranstaltung der Winterobst-AuSstellung AIS Zeitvunkt wurde der 4.. 5. und 6. Februar in Au«si<pt genommen, al« Lokal ist die Turnhalle de« Realgnmnafium« zur Verfügung gestellt. 3n den geschäftSführen- den Ausschuß wurden RegierungSrat Wolf al« Vorsitzender und al« Mitglieder die Herren Buß- Leihgestern. Sngelnard« 5e ich'lheiin. G r u b e r» Alten-Bufeck, Löwer. Rehnelt und Schwieder-Gießen gewähfi Die An­meldungen für planmäßige« llmp'ropfen find von den Bürgermeistereien de« Kreise« nur spärlich elngclaufen.

eY Die 1. AeichSkurzschriflgeselk- schäft .,® a b e l « b e r g e r" und Damen- ablellung e B Gießen hielt dieser Tage ihre ordenlltchr IahreSh^iuptversammlung ab. in der der Gefchä'tSbericht für da« verflossene Jahr erstattet wurde. Diesem ist zu entnehmen, daß innerhalb deS Verein« glänzende Fortschritte unb gute Leistungen mit ber brutschen Einheit«- kurz'chrift erzielt wurden, und daß sich der Ver­ein lin abgelauenen Jahr sehr rege an ber ein­heitsstenographischen Bewegung beteiligt hat. SS würben ln«gc|amt drei Anfänger-, drei Fort- bildungS-. drei Redeschrift-, drei Praktiker- und sechs Diktatkurse gehalten. Die Mitglieder, die sich an ben Wettschreiben beteiligten, konnten insgesamt 51 Ehrenpreise, 61 erste Preise, 38 zweite Preise und 13 dritte Preise erringen. Bei den vom Bezirk Dießen veranstalteten Mann­schaft«- und Stasfelwettkämpfen formte die Ge­sellschaft sämtliche Ehrenpreise für sich buchen. Die Mitgliederzahl des Verein« beträgt rund 400. Die VorstandSmitalieder wurden in der Haupt­versammlung einstimmig Wiede ^'.ewählt. Der 1. Vorsitzende A Karnbach le;crte Im ver­flossenen Jahre sein 2Ljähriae« 3ubUäum al« Stenograph und UnterrichtSlelter für Kurzschrift,

Berliner Börse.

Berlin. 12. Jan. (WIB. ffunkspruch ) 3m vor­börslichen Verkehr herrscht am heutigen Medio große Zurückhaltung^Die Tendenz scheint nicht unfreund­lich zu sein. Man Höri nur einen Farbenkurs von 278,5 bis 279,5. Am Devisenmarkt nennt man Mai- lanb gegen London mit 92,15 bis 92,25, Madrid 28,47 bis 28,50, Reichsmark gegen London 20,4725 bis 20,4775, London gegen Kabel 4,8750 bis 4,8760.

Aus der provinziakhauptstadt.

Gießen, den 12. Oenuar 192«

Baronin 3uÜe von Rabenau t-

On der Rächt ,um Mittwoch verstarb hier grau Baronin Julie von Rabenau pb von Wallenberg. Die Snischlafene |ct viele Jahre hier gelebt unb war eine Frau ici hervorragenden ®eifte*gaben. Sie war ge­lt ren am 25 Mai 1842 unb entstammte einer Klesifchen Fanttlie. Jm jugendUchen Aller vee- hiratete sie sich mit dem schlesischen Grafen tthufl.tzuc. Dieser zog Im Jahre 1866 al« t ßzier im Preußischen Darde-^ägerbalaillon a wn Oesterreich in da« Äelb unb Hel in ber ßh acht bei Königgrüy lieber seinen Tob konnte junge Witwe nie mal« etwa« Genauere« er« fc Jren. ein Sergeant hatte ihr au« dem Krieg« l < Tafcheniuch de« Ge allenen gebracht. Jahr- t nit'.ana, man kann wohl lagen bl« an Ihr L|en«enbe, hat sie um diesen Ehegatten a<- t uieri. AI« Witwe zog die damal,ge GräTin ^ihufi-Huc nach BreS'au. später kam sie nach t-rlin. Dort lernte sie ben Frecheren von Ra-

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