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Freitag. II. Mai 1928

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Goerhesseu)

Nr. Ul Drittes Blatt

Turnen, Sport und Spiel

ni

cn gegen-

chlag gibt, werden die soielerfohreneren v. f .v.er beide Treffen für (ich entscheiden.

Nachdruck verbalen.

5. gortlegung

da nicht ge­

hörte in der mit Pheeney

sich bic be- erS, Offenbach

hagonifchrank, der fast die ganze Breite des Zim- mers einnahm.

Ais er die Tür öffnete, fiel ihm der Körper eines Mannes entgegen und warf ihn im Anprall fast um. Er fuhr jah zurück. Der Körper glitt von ihm ab und stürzte dumpf auf den Boden.

Dick starrte ihn an. Sein Atem setzte aus.

Es mar Lew Pheeney, und er war starr und tot

Anläßlich des 35jährigen Bestehens des 1.Kraft- und Sportklubsl893 Dießen wurden dem Tkrein vom Deutschen Athletik- Sporivcrband die diesjährigen Gaumeister- schasts kämpfe (7. Ä rciflj Hessen im

Eine schwere Ausgabe hat sich die erste Manu schast des X u r n d. Heuchelheim gestellt. Sie tritt am kommenden Sonntag auf dem Geiersberg der Ersten vom Turne. 1 846 Kietz __

über. Gietzen wird überlegener Sieger bleiben. Die zweite Handballelf (Sugenb) spielt vorher gegen die Äugend von Grotzen-Linden.

Schwerathletik.

DielfinnltöeofieöenSWetn.

Vornan von Edgar Wallace.

Copyright by Wilhelm Goldmann. Verlag. Leipzig.

3m Zraucnsechten s.e kannte Turnerfechterin Frau C a. M. an die Spitze. Anher ihr sind nrch fiartbercdbtlgt in Äöln; 2. Frl. Kveton, Docken- beim; 3. Frl. Saab. Mainz; 4. Frl. Weber. Darmstadt; 5. Frl. Drenzel. Hanau.

Punkte. Eliriede M ü n n i ch. Tv. 1846 Gietzen. 115 Punkte Ala Schwan. Mir». Gietzen. 103 Punkte Lotte Mohr, Tv. 1846 Gietzen.

DteHortäinpfcdermitlelrheiuifchcn^cchter.

Die Kreissvnbcrllasfe de« MittelrheinkreileS im Fechten hatte sich am Sonntag in Da rrp - habt zu dem Aus'che.I'u! gS'echten für baS Deutsche Turnfest in Köln ammengefunben. Der Mittelrheintreis ist bic Hochburg bet Tur- verfechten» in Deutschland Deshalb war bester Fechtsport zu sehen. Don 31 angetretenen Florett- tampcrn wurden die folgenden 5 für Äöln ausge- schieden 1 Darb cm. T 1860 Frankfurt a. M 2. 04k nl. Tv 1860 Frankfurt a. M.; 3. Sibert. Tv 1860 Frankfurt a. M; 4. Sachs. Tv. 1860 Frankfurt a. M; 5. Dahl Tv. 186-3 Frankfurt a M. Die vom Gau Hessen »ugelassenen Fechter konstten sich gegen die vorzügliche Frank­furter .Klasle" nicht behaupten

Zum Säbelfechten waren 25 Fechter an­getreten Auch hier hatten die bewährten Käm­pen des Tv. 1860 Frank-urt a. M die Führung in allen Kämpfen Die 5 ersten Sieger bilden die Säbelmannfchaft des MittelrheinkreiseS der D T. für Köln. Es sind: 1. Heim. Ossenbach a. OK.; 2. Martin. Tr. 1863 Frankfurt a. OK. 3. Schenck. Tv. 1863 Frankfurt a. M: 4 Dehe. Offenbach a. OK.. 5. Ludwig. Bürgel.

Als Degenmannschas t für das Deut- 14k Turnfest in Köln wurden In sehr spannen­den Kämpfen auSgeschieden: 1. Jakob. Frankfurt a. OH.; 2. Schäfer. Offenbach a. TL; 3. Schie- belsuth. Mainz; 4 Schenck. Frankfurt a. Ott.; 5. Dcuer. Frankfurt a. M.

Eichenkran- heimkehrtem

Zwölfkampf der Turner (189 Teil­nehmer- Karl Deuter Tv. 1846 Dietzen, 210 Punkte; Q Dinier. Tgm Eintracht Frank­furt a. 021. 204 P.. Hermann Bund. Tbd. Dies- baden ISS P.; Willy Sinnwell. Tv. 1860 Bab-Rauheim. 1S5 P; Peter Doltz. Tv. 1860 Bad-Rauheim. 170 P.; H Keil, T. u. Spv. Marburg. Otto Teytor. T u. 0pv. Mar-

Vorarbeiten des Mittelrhein- kreises der O.T. für Köln.

Tic -lueschkidungslänrpfc.

Unter autzerordentlich starker Beteiligung hat btt Mittelrheinkrei« der D T am Samstag und Sonntag in Mainz die Ausschei- dungskümpfe für das Deutsche Turnfest durch- geführt Unter Leitung von Kreisober tu rnwort Frey wickeUe sich die umfangreiche Turnfolge reibungslos ab. O b e vch c f f e n . Mainländer. Dassauer. Rheinländer rangen in hartem Kampfe um den schlichten Sichcnkranz. Okur die Saar- lünder fehlten. Die drei Saargaue fuhren ihre Dorkämpfe aus Sporsamkeitsgrunden gesondert tn Saarbrücken durch

Co erfreulich die durchschnittlichen Leistunaen auch waren, konnte man sich doch nicht des Eindrucks erwehren, datz die an die Turner gestellten Anforderungen überaus hoch lind und datz mit den äutzerst schwierigen Pflicht­übungen wohl kaum für die Turnfache geworben werden fann.

Die Erfolge des Gaues Hessen, der u. o. mit Karl Reuter (Dießen) den Ersten im Zwülslamps der Turner stellt, sind achtung­gebietend Der Gau darf stolz daraus fein, datz er in Köln aller Doraussicht nach ein gewich­tiges Dort mitzureden hat. Als Kampfrichter waren aus unserem Gaugebiet.ig Oaucberturn- wart W. Dill (Gietzen). Gausrauentumwart R. P a u! (Dietzen). Müller (Dietzen), Bezirks- turnwort Schüler (Detzlar). Tertor (Mar- bürg'. Heberlein (Marburg). Oertel (Rieder-Döllstadt).

Mainz hatte die Deranstaltung. die einem Kreisturnfest durchaus gleich kam. wenn man die Wettkampfe auf die Ucbungen und Lei­stungen hin betrachtet, sehr gut vorbereitet

Don den Siegern, zur Teilnahme am Deutschen Turnfest für würdig befunden, geben wir nach­folgend jeweils die Ersten an und dann noch die Teilnehmer des Gaues Hessen, die mit dem

Die Morbiommftsion von Scotland Dard füllte Dick Martins Eßzimmer. Man stand flüsternd bei­einander, wahrend der Arzt den Toten tm Neben­zimmer untersuchte. Nach einigen Minuten kam er K"Soweit ich bei oberflächlicher Untersuchung fest- (teilen kann, ist der Tod schon vor mehreren ©tun- den erfolgt, und zwar durch Einwirkung brutaler äuherer Gewalt; denn sein Genick ist gebrochen.

Dick erschauerte. Es lief ihm eiskalt den Nucken entlang. Er hatte In dem Zimmer geschlafen, ahnungslos, datz die polierte Tür seines Ankleide- schrantes ein so schauerliches Geheimnis barg.

.Haben Eie nichts gefunden, was auf einen Kampf hätte schließen lassen?" fragte Sneed.

..Nichts", erwiderte Dick. ,Lch glaube, er mutz von hinten erschlagen worden fein. Aber wie der Mörder in die Wohnung eingebrungen ist, das mag Gott wissen."

In den Abendstunden wurde der Pcrionenaus- zug in Dicks Hause von einem jungen Mädchen be­dient. Sie hatte niemand hinausgefahren, nachdem Dick das Haus verfassen hatte.

Die ganzen Räume wurden sorgfältig durch-

JEs gab nur einen Weg für den Mörder.' sagte Sneed.die Küche!"

Don der Küche führte eine Tur auf einen win­zigen Balkon, neben dem sich ein ^arenaufjug befand, der unten im Hof mit einer kleinen Winde in Bewegung gesetzt wurde.

Dar die Kuchentur von innen vernegell. r.» kündigte sich Sneed.

Dick wuhte es nicht. Er war nach seiner muff- kehr nicht mehr in der Küche gewesen. Aber seine Wirtschafterin. Vie leise in ihre Schurze weinte, besann fick, datz sie die Tür am Morgen offen gefunden hatte.

bürg. 162 Punkte.

Zehnkamps der Turner (46Teilnehmer): TL Hohler Tgm Griesheim O.M.. 170 P.; Georg S eiff er. Tarn. Eintracht. Frankfurt a. M., 168 P.;

.Benz. Tv. RüsfelSheim. 163 P.; Alfred Sck- Hardt. Tv. Rldda. 155 P; Hrch. Hardt. Tv Tübingen. 137 P; Richard Seth. Tv. Vrotzen-Lmden. 136 P.

Reunkampf. Altersklasse 1 (40 Teil­nehmer): Martin Sebhardt. Tgin. Eintracht Frankfurt a. M . D. Berg. Tv. Mainz-Amöne­burg. 166 Punke: Dg. Oleugebauer. Tgm. Bürgel. 158 P.. Anton Feuerstein. Tv. 1 860 Dab- Rauheim. 127 P.. Albert Rinn. Tv. Heu- chelheim b. Dietzen. 124 P

Reunkampf. A 11ersklasse 11 (46 Teil- nchmer) D. Schalles. Tbd. DleSbaben. 173 P.; rv. Cray. Tv 1817 Mainz. 167 P.; D. Piepen- bring, Tv. Offenbach a.M.. 164 P.

Bterkampf der Turnerinnen (44 Teil­nehmer i SNa Belte. T. u. Spv. Friedrichsdorf. 70 P; Gertrud Müller. Tv. 1817 Mainz und Elsa Bickelhaupt. Mtv. Gietzen. 177 P. ,E Bickelhaupt bat 1.50 Meter gesprungen!); Lina Treufch. Eisenbahn-T. u. Spv. Darmstadt. 72 P; Tilli S spach. Mtv. Dietzen. 63 P.; Minna Stoll. Tv. 1860 Bab-Rauheim, 50 Punkte. m

Siebenkamps-Frauen: D Denkelberg, Tv. Kirn; 3. Krönia. Tgm. Hanau a. M; T. Bemtheusel. Tgs. Sachlenhausen; 120 Punkte. ® Eitel. Tbd. Wiesbaden. 119 Punkte. M Höhn. T. und Spv. Eintracht Wiesbaden. 118

Toten, Stemmen. Ringen, sowie leicht- und schwer- athletischen Enzel- und Mehi.'ämpfen über­tragen. bie am nächsten Sonntag hier ftattfinben. Bis jetzt lind etwa 103 Konkurrenten gemelbet. darunter in erster Linie bie Dau- und Kreis- meister von 1927. Den öicAern winken wertvolle Ehrenprelle, bie von jreunKm und Gönnern der Schweiathletik gestiftet wurden. Die Kämpfe be- ginnen vormittags, zunächst in Jugend- und Altersklassen Kug.lstoßen Steinstotzen Gewicht- und Haminerwersen findet vormittags statt, da­gegen wird dos Tauziehen, zu dem Alsfeld. Marburg. Kassel. Friedberg und Gietzen ge­meldet oaben. nachmittags abgebalten Um den Sieg werden in erster Linie Kassel. Marburg unb Afssclb streiten, jedoch wird auch Gietzen (Mann- schastsgau und Kreismeister im Ringen 1928) alles aufbieten, um diesen auf der Höhe stehen­den starken Vereinen den Rang abzulausen

Spielvei-einigung 1900 Gießen

ö. 1900 weilt am nächsten Sonntag mit allen Futzballmannschaften auswärts. Die Liga­mann schäft fährt xum Rückspiel zur Ger­mania Pfungstadt und hofft, dort das Borfpielre'iiltat vom letzten Sonntag in Gietzen (5- 1 für Pfungstadt!) gehörig zu revidieren. Die Gießener sollten bazu auch in der Lage lein, wenn sie allen Ernstes an die Aufgabe heran- geben. Die Mannschaft wird ohne Zweifel durch die Mitwirkung deS sehr schnellen rechten Flü­gels <5 ti>*öuft eine ganz ander« Dur^hschlogs- Iralt besitzen. Man hält den Gastgeber Psungstadt nicht für so überragend spielstark, datz die Re­vanche nicht glücken sollt«.

Die dritte Mannschaft unternimmt eine Fahrt nach Lich, um sich mit der 2. Els des dortigen Vereins für R äsens piele in einem Gesellschaftsspiel zu treffen. Man kann die 1900er daraus mit ziemlicher Sicherheit als Sieger hervorgehen sehen

Die 1. Z ugend 1900s trägt für da» seinerzeit ausgefallene Diplomspiel ein Freunbschasks'piel gegen die 1. Jugend des Futzballverelns Grün berg in Grünberg aus, wobei die Blau- weitzen aus Gietzen zu einem knappen Sieg kommen sollten.

Schwerer Ist schon bic Aufgabe. die sich die 2. unb 3. Jugend der Spielveretnlgung ge­stellt haben. Der Wetzlarer Sportverein wird mit 2. und 3. Zugendelf den Gegner ab­geben. und da Wetzlar den Vorteil des eigenen Platze- meht. wird eS auch jeweils knapp über bie Bereinigten auS Dietzen triumphieren können.

V. f. B.

Äni nächsten Sonntag fährt bw Higa Mann­schaft nach Weidenau (Sieg), um der Vigo be» dortigen Namensvetter» ein fällige» Rückspiel zu liefern. Weidenau gehört der 1. Dezirk»Ilga- klasse (Siegener Bezirk) an und hat am vergange­nen Sonntag durch einen klaren 5:0-Sira über den spielstarken Barmer Sportklub (2. Bezirksligaklasse) bewiesen, datz e» zur Zett sehr gut in Form ist. Unter den gegebenen Verhältnissen erscheint ein Sieg der Gießener ». f. B -Elf so gut wie aus­geschlossen. 3m besten Falle sollte «» ihr bei Auf- dietung aller Energie möglich sein, dem G« mer ein Unentschieden abzuringen, da sich das dorfe- Verhältnis beider Mannschaften leit dem tiorfm.-l auf hiesigem Platz, da» 1:1 endete, zu Gunsten de» Weidenauer D. f. B. verschoben yai

Auch die Ligareserve sahrt zu einem Rück- spiel nach auswärts. Ihr Gegner ist die Liga- reseroe des Sportverein» Herborn, die im Vorspiel sich mit 2:5 aeschlagen bekennen mußte. Trotz des gefürchteten Herborner Platze» darf man der B. f. B.-Elf aller Boraussicht nach auch dies­mal einen knappen Sieg voraussagen.

Zweite Jugend und zweiteSchüler- Mannschaft haben sich die erste Jugend- bxro. erste Schülerelf Garbe n teichv zu Gesellschaft,- pielen auf hiefigem Platz verpflichtet. Wenn die örperliche Uebenegenheit der Gäste nicht £en Aus-

Mein Dienst ist heute um zwölf Uhr zu Ende.

Um zwölf Uhr Mitternacht", enmberte cneeb 'akonisch Bi» dahin fließt noch manches Waller in die ihemse

Seufzend machte sich Dick auf den Weg

Lew Pheeney wohnt seit Jahren in Great Queen Street, aber seine Wirtin wußte nichts über seinen Verbleib. Er hatte am vorigen Nachmittag um fünf Uhr seine Wohnung verlosten und war seitdem nicht wieder zurückgekehrt Einer seiner Schlupf­winkel war ein obskurer Klub, der hauptsächlich von Strasgesetzbiichkandidaten frequentiert wurde. Phee- r.en kam p wohnlich zum Frühstück dorthin unb holte seine Briefe ab. Er war auch

Aus dem Turngau Hessen (O T.) Schwimme«

-o- Arn Sonntagvormittag hielt der Schvimm- wart des GaueS Heften. Fran, Sauer (Gietzen). im Städtischen Schwimmbad zu Gietzen eine planmäß.g-e B o r s ch w i m m c r st u n d e ab, die von den Abteilungen der Gauvereine gut be­sucht war. Zunächst wurden die Freiübungen an Land eingehend behandelt, bic als turnerische Lockerungsübungen für die Arm- unb Bein- bewegungen beim Schwimmen von grunblcgenbcr Bedeutung unb deshalb auch als we'entlick>er Be­standteil den Anforderungen beim Gauwetllchwim- men eintzegliedrrt find. Einen breiten Raum nahmen die Hebungen für bat Dau- unb Kreiswettschwimmen ein; letzteres finbet nächsten Sonntag im Städtischen Hallenschwimm­bad au Darmstadt statt unb gilt zugleich als 2lusscheidungSkampf für das Deuttche Turnfest in Köln. 5m Riegenbetrieb kamen zu form- gerechter Durchbilbung bas Brüste. Veite- unb Rückenschwimmen. Absprung und Wende. baS Streckentauchen. Springe« unb Hand-über-Hand- schwimmen.

DaS Gauwettschwimmen hat der Turn­verein Wetzlar zum 15. Juli übernommen. Die Leistungen sind nach Altersstufen gegliedert und umfassen außer Ginzellämpsen auch Mehrkämpfe und Staffeln von Wanillöhnften. Die Jugend von 14 bis 16 Jahren wird antreten zu einem 50- Meter-Brustschwimmen. dem Futzhocksprung und Futz'chlutzsprung vom 1-Meter-Brett nebst zwei Kürsprüngen. Die Gruppe von 16 bis 18 Jahren nimmt zu dem 50-Meicr-Brustschwimmen h.nzu. an Sprüngen den Kopfsprung mit Ankauf vom 3-Meter-Brett. den Futz'chlutzlprung mit An­lauf vom 1-Meter-Dretl nebst zwei Kürsprün­gen: für den Mehrkampf dieser Altersstufe gelten die gleichen Sprünge, dazu ein 50-Meter-Brust- schwimmen für Turner mit 5640 Sek., für Turnerinnen 6246 Sck.. unb ein Strecken­tauchen für Turner mit 1030 Meter, für Turnerinnen von 525 Meter. Die Gruppe

graue Augen, bie ihn anlächelten, hörte er den Klang einer leisen, sühen. neckenden Stimme.

Er schalt sich einen Toren, daß eo ihm nicht ge­lungen mar, ihren Namen in Erfahrung zu brin­gen. Er hatte ihr bann doch schreiben können. Aber in den letzten Tagen vor seiner Abreise hatten sich die Ereignisse überstürzt. Es war ihm uninöglich gewesen, sie noch einmal aufzusuchen. Ein Brief an die hübsche Dame mit den grauen Augen in der Bellingham Dibliochef hätte sie vielleicht er­reicht. Aber wußte er, ob nicht eine andere junge Dame des Instituts die gleichen Borzüge hatte?

Da kam ihm In Chicago der rettende Einfall. Er sandle einen Bries an den Leiter der Biblio- chek und bat um Ausnahme in seinen Leserkreis. Er nährte die leise Hoffnung, ihr Name würde als Unterschrift auf der Quittung stehen. Erst al» er dcn Bries in den Kasten geworfen hatte, siel cs ihm plötzlich schwer auf die Seele, daß ihn die Antwort wahrscheinlich nicht mchr erreichen würde. Auch von Sneed hörte er nichts mehr. Seine ein­zige Nachrichtenquelle waren die eng(i(d)en Bet­tungen. Danach hatte die Polizei den Schuldigen immer noch nicht gefakt. Schließlich erlahmte da» Interesse der Ocssentlichkeit an dem Fall, und die tpalunlangen Berichte der ersten Zeit schrumpften zu w.nziaen Notizen zusammen.

Dick fuhr von Buenos Aires nach Kapstadt unb verfehlte den Gesuchten um wenige Tage, erhielt aber zu seiner freudigen Ueberraichung ein Tele­gramm von Havelock, bas seine Rückkehr forderte. Frohen Herzens belegte er einen Platz an Bord des nächsten fälligen Dampfers. Der Tag sollte nicht zu Ende gehen, ohne daß er seine zweite wichtige Entdeckung machte. Die erste war ihm bereits in Buenos Aires geglückt.

Er war dem irrlldjtemben jungen Lord um die halbe Dell gefolgt, ohne seiner habhaft zu wer­den, und fein Iagdeifer hatte sich erheblich abge- kühlt. Die Reise nach Madeira bauerte dreizehn Tage, da der Dampfer an verschiedenen Hafen Station machte. Es war die inhaltloseste und ein­tönigste Zeit seine» Lebens. Ader als das Schiff endlich Madeira anlief, um zu kohlen, geschah das Wunder. Kurz vor Abgang des Dampfers kam eine Darkaste längsseits, ein halbes Dutzend Passa­giere stieg das Fallreep hinauf, unb Dick glaubte zu träumen ... (Fortsetzung folgt)

Dick trat auf den Balkon hinaus und blickte auf den Hof hinab. Die Wohnung lag im dritten ctod, und es gehörte schon die Geschicklichkeit eines Ar­tisten dazu, um an dem dünnen Drahtseil des Auf- zuges eine solche Höhe zu erklimmen.

Er hat Ihnen niemals angebeutet, wer es war. vor besten Nachstellungen er sich fürchtete?' fragte Sneed. als die Mordkommission sich nach Scotland 7)arb zuruckbegeben hatte.

Dick schüttelte den Kops.

Er wagte es nicht, aber auf die Wahrheit sei­ner Geschichte könnte ich jeden Eid leisten. Ich glaube, daß er wirklich gedingt worden war, um eine lotengruft zu öffnen, und daß der Unbe­kannte, von dem er den Auftrag hatte, sich schon damals mit Mordabsichten trug.

Am nächsten Morgen suchte Dick den Anwalt in (einem Bureau auf. Havelock hatte bereits den Mordbericht in den Abendzeitungen gelesen.

.Lch furchte, wir werden Ihre Adreiie hinaus- schieben müssen, sagte er.Scotland Pard wird Sie jetzt kaum hergeben.

Am Nachmittag hielt die Mordkommission eine Konferenz ab, und es wurde beschiosten. Dick nach dem Totengericht die Abreise aus England zu ge­statten. Er mußte sich nur verpflichten, mit der Behörde in ständiger Fühlung zu bleiben, so daß er gegebenenfalls rechtzeitig zurückkehren konnte, um in der Hauptoerhandlung als Zeuge auf- zutreten.

Das Totengericht wurde am Freitag abgehallen und auf Grund von Dicks Aussagen auf unbe- stimmte Dauer vertagt. 2m Interesse der Polizei- lichen Nachforschungen gelangte bie unheimliche Vorgeschichte des Mordes nicht zur Kenntnis der Leffcntlichkeil.

Am Sonnabend Mittaa um zwölf Uhr versteh Dick Martin England. Auf feinen Spuren folgte der Schatten des Todes.

6.

Als Dick Martin England vettleß. defchaftialen sich alle Zeitungen mit der Ermordung Lew Phee- nevs, unb seine Gedanken kehrten immer wieder dahin zurück. Aber die Reise überschwemmte ihn mit neuen Eindrücken, die Erinnerung an den Ermordeten verblaßte. Eine andere Erinnerung strahlte inbefien um so Heller, je weiter er stch von England entfernte. Immer sah er im Geiste zwei

über 13 Iuhre känpft in einer Unter- unb in einer Mittelstufe; für beide wird je eine 6t:eck vvn 100 Meter verlangt im Beust-. Xu den- unb Hanb-Üb:r-Hanb'<hwimmen ar. Sprüngen bei der Unterstufe e n Kopfsprung vom 1-Meter- Brett und ein 21h renn er vorn 3-Meter-Brett mit Atoet Kürsprüngen, bei der Mittelstufe ein Kov^prrmg vom 3-Meter-Brett e.n Futzhock- iprung mit Anlauf vom 1-Metcr-Brett r.ebfi

Kürsprüngen. Außerdem ist für jede der beiden Stufen ein Mehrkampf o'en. der für b'x Unterstufe ein 50-Bk:er-Brust'chivimmen für Turner mit 5640 6c!., für Turnerinnen 62 - 46 Lek versteht, außerdem die Sprünge dieser Stufe, ereifert durch einen Kopfweitsprung für Turner 8 bis 13 Meter, für Turnerinnen 7 12 Meter der Mehrlampf der Mittelstufe umfatzi 50-Meter- Brust- und Rückenstbwimmrn für Turner 5438 6c!.. für Turnerinnen 6145 Sek baAu bic Sprünge dieser Stufe unb ein Streckentauchen für Turner 1535 Meter, für Turnerinnen 1030 Meter Für bie Alterstumcr finb zwei Gruppen auSae'chriebrn. von 35 bis 45 Jahren und über 45 Jahre, nr.t je einem 50-Meter-Drustschwim- men; die gleiche Forderung gift für Bereine ohne Winderbab in zwei Gruppen, von 1418 wahren und über 18 Jahre. Die Mannschal'ts- tümrfc umfaßen Brust- und Lagenstaffeln ui 4x50 Bieter by». 4X100 Meter, verteilt auf die einzelnen Altersstufen und getrennt für Turner unb Turnerinnen. Eine Bereinsstasfel mit 10-50 Meter beliebig, eine Helsenstaffel mit Läufern unb Schwimmern unb Wakserballspiele bilden den Schlutz.

Milte Juni wird der Turnverein zu La u tc r* bad) (ein neue« Schwimmbad eröffnen und dazu Dchw.mmabteilungen aus dem Gau. auch von dem Giehener Turnverein, zu Gaste haben.

Handball der Gp.'Dg. 1900.

ö. Das Spiel Polizeisportoerein Butz dach gegen den Lahnkreismeister Öle ßen 19 00, das schon zweimal angekündigt wurde, von den Butzbachern jedoch Immer in letzter Mi­nute abgesagt werden mußte, kommt nun morgen nachmittag zustande. Eine eingehende Würdigung der Butzbacher Mannschaft kann mit Rücksicht auf da» fricher an dieser Stelle Gesagte unterbleiben. Bemerkt sei nur noch, daß die Polizisten inzwi­schen ihre gesamten Aufstiegspiele zur süddeutschen Liga absolviert haben unb an erster Stelle vor Not-Weiß Darmstadt, Ossenbacher Kickers und Germania Wiesbaden geblieben sind Hoffentlich .it die 1900er-Mannschaft au» ihren letzten Spie­len soviel gelernt, daß sie dem schweren Gegner eine einigermaßen gute Partie liefern kann.

V. s. B.'Handball.

Noch kurzer Pause treten auch die Handballer wieder in Aktion. Sie haben auf hiesigem Platz die Handballmannschast des Turnverein» Wies eck zum Gegner. Dieseck verlor am letzten Sonntag gegen Graßen-Buseck, gegen das D. f. B vor ebenfalls noch nicht langer Zeit mit 14 den Kürzeren ziehen mußte, mit 0:4. Das am kommen­den Sonntag ftaltfinbcnbe Ireffen wird zeigen, tn- wieweit die B. f. B.-Handdallels ihr Können in den letzten Wochen verbessert hat. Sie sollte sich hüten, den Gegner vielle.cht auf Grund ihrer letzten (Er­folge zu unterschätzen.

Handball in Heuchelheim.

wesen.

Ein Älubmitgtieb erzählte Dick, er verflossenen Rächt eine Verabredung gehabt. Er sei «eboch nicht erschienen.

Dick kehtte in seine eigene Wohnung zurück, aber auch 'ort hatte Pheeney sich nicht mehr blicken las­sen. Er ging in bas Schlafzimmer und zog sein Jackett aus, um es mit einer Flouschjacke zu ver­tauschen. Dies, hing in einem mächtigen allen Ma-

^Das klingt wie ein Märchen, und olles, was wie ein Märchen klingt, ist gewöhnlich auch eines. Darum ist Pheeney nicht geblieben, wenn ihm doch so sehr an der Beichte lag? Und wer könnte ihn verfolgen? Haben eie irgend etwas Verdächtiges merft?~

Nichts, sagte Dick,aber er zitterte wie Espen- - al» er mich auf der Straße anrief, und seine war echt."

> drückte auf eine Klingel und wartete - .'o aus den diensttuenden Wachtmeister.

, habe mit Lew Pheeney zu sprechen. Schicken Sofort einen Beamten, der ibn sucht!

Dach als der Wachtmeister gerade die Tür hinter sich Ichließen wollte, rief er ihn wieder wruck^

Sie kennen alle seine Schlupfwinkel, Dick. Es tft am besten. Sie gehen selber