Reichslantibmiti -Präsident Hepp über die Lage und Sortierungen tier Lantiwirtfchasi
LLt einer cinbrudboollen Äunbgebung über Dorlar der Landwirtschaft trat gestern das
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Produktion.
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Preußen.
Mtxie Wetzlar.
tretet der benachbarten Organisationen, den -isidenken Hensel von der Landwirtschaft#- a nur. die Vertreter des Reformbundes der utfböic und der landwirtschaftlichen und der aisfeil en-Genossenschaften. sowie diePre e. Der ?>.cr wies kurz auf den Ernst der Lage hm. ,r zu dieser Rotkundgebung Anlaß gegeben lb, betonte mit Genugtuung die Festigkeit ir Organisation des Landvolkes trotz mancherlei t,Dierigleiten und ermahnte zu weiterem festen. xuen Zusammenstchen, zu muwvller politischer savipfesfreude und zu Vertrauen zur eigenen yr0ft, die gerade in den kommenden Wochen ganzen Landvolk mit dem Bewußtsein cm- reyn sei. daß jeder Dauer fetzt besonders
;ic Schuldigkeit zu tun habe.
Koßerr-Ärhii.
>gtn-5afnf I acheÄmi 13J (1:1).
Dec Landwirtschaft könne nur geholfen werden, wenn man ihr die Rentabilität der Betriebe wieder verschaffe.
Dic letzten Jahre hätten einen Preisstur z, besonders für Vieh, und außerdem noch schlimme Mißernten gebracht. Die Preise für die land" wirtschaftlichen Produkte ständen wesentlich unter dem was der Landwirt für feinen Betrieb auf» wenden müsse Abgesehen von veremzelten Aus- n ahmen gäbe es kein Reineinkommen in der Landwirtschaft. weil die Abgaben zu hoch seien und die Steuern alles erdrückten.
Der Redner besprach hierauf in großen Zügen die Fragen der Zoll» und Hanbelspoli - t i k, wobei er sich besonders mit den für dte landwirtschaftlichen Belange wichtigen Handels» vertragsverhaublungen mit Polen beschäftigte. Bei dieser Gelegenheit streifte er kurz auch die Gefrierfleischfrage: hierzu bemerkte er. ein Pfund Schweinefleisch könne vorn Bauer mit 70 Pf. produziert werden, dieser erhalte aber auf dem Markt nur 50 bis 55 Pf., das Gefrier» fleisch dagegen werde in Hamburg mit 35 Pf. je Pfund verkauft. Durch ungenügende Preise beim Viehverkauf seien der Landwirtschaft allein im Jahre 1927 Verluste in Höhe von 1 Milliarde Wart entstanden. Der Redner wandte sich geigen die zollfreie Einfuhr von Gefrierfleisch überhaupt und forderte, daß jede Kontingentierung zollfreien Fleisches beseitigt werde. Hinsichtlich der Handelsvertragspolitik betonte der Redner, daß der deutsche Landwirt auf die gleicheProduktions- grunblage gestellr lein wolle, wie lerne ausländischen Konkurrenten. Mehr ver- lange der deutsche Dauer nicht. Die deutsche Landwirtschaft betrachte die Zollpolitik unter dem Gesichtspunkt: ..Ausländische Ware ist so hoch mit Zoll zu belasten, daß die Produktionsbedingungen mit der entsprechenden deutschen Ware die gleichen sind." Auf dieser Grundlage forderte der Heimer die weitere Vertretung der deutschen Interessen bei den Handelsvertrags- Verhandlungen.
Sodann ermahnte Abg. Hepp die deutschen Dauern, bei der Belieferung der Märkte vor allem auch auf die Lieferung von Qualität^ wäre zu sehen und in diesem Sinne eine Rationalisierung der Betriebe vorzunehmen. Don dem Rotprogramm der Reicdsregierung sei trotz feiner Kargheit für die Landnürtschaft eine inert» I volle Anregung zu erwarten, wenn die dort gegebenen Möglichkeiten richtig angewendet würden. obwohl sic sich nicht von heute auf morgen I auswirken könnten.
3n der letzten Zeit habe sich gegeigt, daß die deuische Landwirtschaft die Führung ihrer Geschicke mehr als früher in eigene Hand nehmen wolle. Geboren aus der Notzeit, aber auch aus I der Erkenntnis der eigenen politischen Reife sei
die Christlich-nalionalc Bauernpartei
' Haftlichen Folgen. Er wies auf die heutige Verschuldung Deutschlands an das Aus- :citb in Höhe von etwa 10 Milliarden hin. -ir die alljährlich an Zinsen und Amortifa- tfon 500 Millionen aufzubringen seien. Der große Einfuhrüberschuh der letzten 3afjrc sei ein weiterer Beweis für unsere wirtschaftliche Abhängigkeit vom Auslande. Obwohl er sich btr Schwere der Zeit und des Rückgangs der Rentabilität der Landwirtschaft bewußt fei. müsse er doch die Notwendigkeit einer Pro- duktionssteigerung betonen Allerdings
(Starfenburg.
®6Ä. Bormftabt. 10. April. Die Heag bot, wie Blätiermeldiingen besagen, beschlossen, den Strompreis vom 1. April an aus 40 Ps. je
muffe dabei auch die Frage der Rentierlichkett des investierten Kapitals aufgeworfen werden. Mm wieder zu einer gesunden deutschen Wirtschaft und damit auch zu einer Besserung der Lage der Landwirtschaft zu kommen, fei es notwendig.
mit oder Lustchic der heil die Frage bet Jeft- ‘icllung der deutschen Verpflichtung an unsere Kriegsgegner von der dcutschrn Regierung aufzurollen mit dem Ziele, diese Verpflichtung unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit an- zupasten.
Hs habe gar leinen Zweck, sich an dieser ftragc. bic schon längst hatte aufgerollt werden müssen, DCtbey.ubrüden. Wir fordern diese HetircgtUing unserer außenpolitischen Verpflichtung in einet Weile, daß unser Volk sie auch wirklich zu tragen vermag.
Beben diesen Lasten nach außen hin To fuhr der Redner u. a. fort — stehen unsere innerpvlitischcn Lasten. Auf die Steuern allein ist die Votlage in unserem Berufsstand nicht zurückzusühren. Daneben spielen die Verschuldung und die Preisschere, bic sich wiederum zu ungunsten der Landwftrt- schast geöffnet hat. eine große ™,r
wollen nicht abwägen, wer in Deutschland am meisten Steuern zu zahlen hat. eines aber tu hier sestzustellen.
daß das Gesamtmaß der heutigen Steuern von der Landwirtschaft nicht mehr länger getragen werden kann.
Aitbüraermeister Marie.' (Ddfiabt). Reichstag»- abgeockmeter Dorsch < Wölfersheims. Landwg>- obgenrtmeicr Glaser (Nordheims, ^andtagsadge- ardn-tcr jZeuchcl (Dberbörgtrn) und eine gany Anzahl weiterer Bedner, deren Nomen nicht de rannt wurden. 3n allen Ansprüchen ’.nutöe de,- grundlegenden Ausführungen bcs PröfitenlenHe o p mit Nachdruck khinbkrL und kein Zweifel darüber gelaßen, daß sich die Bauernschaft unter dem Drucke ihrer Not in lehr ernster Stimmung befindet. Zahl reiche Rcbner erklärten unumwunden ihre Bereit n illigkei: zur sofortigen Durchführung do- Steuer st reikes und des Käuierstreikes. Die führenden Manner hotten mir ihrem Mahnen zur Besonnenheit gegenüber den Temperament vollen Nednern feinen leichten ctanb. Schließlich behielt aber doch, trotz immer wiederholter Bor töfw zahlreicher Nedner, die klug wägende Besonnenheit die Oberhand, so tefe es nicht zu einem Beschluß auf sofortige Anwendung der ebengenannten Streikmittel zwecks ifrzwingung größerer Rücksichtnahme der Negierenden auf die Landwirtschaft kam
Kilowattstunde, die Arbeitsgebühr beim Wohnung e ' 10 Pf. je ^ilowatsttnnde he r ob zu-
und Ätifcnfürforgc auf dem Lande jcyl vielfach keine Arbeitskräfte mehr erhalten könne. Die sozialen Lasten in der heutigen Höhe könnten nicht mehr getragen werden, fie feien eine ungeheuere Schädigung der landwirtschaftlichen Betriebe und eine Schmälerung ihrer Leistungsfähigkeit. Wir feien den Weg des Staatsrentnertums und her allgemeinen Staats rentnerfürforge schon viel zu weit gegangen. Der Staat fei reif zum Untergang, in dem ein Slaatsrenftiertum künstlich hochgezogen und der Wille zvr Selb st Verantwortung ertötet werde. Erschreckend fei auch daS Tempo der Reu Verschuldung der landwirtschaftlichen Betriebe. Heute habe die Landwirtschaft ZinSverpflichtungen von jährlich mindestens 800 Millionen Mark zu tragen. Was in dieser Lage im Rotprogramm für bic Land- wirtschast gebracht werde, fei außerordentlich wenig. Der Landbund habe die Forderung erhoben. daß der Staat von sich aus den Weg der Umschuldung, der Llmwandlung kurzfristiger Verbindlichkeiten in Realkredit suchen solle. Heute gäbe cs in Deutschland einen Zinswucher, her nicht scharf genug gebrandmarkt werden könne.
f^lichkcit. Etwa 3000 Vertreter von Dauernden aus ganz Oberhefsen. Statt enburg. clnhefsen, Kurhessen und Rafsau hatten sich r m der VolkShafte oedannnelt, um packend ignis abzulegen von der wirtschaftlichen k, steuerlichen Rot der lanbwirt- Östlichen Betriebe und zugleich den s nach verständnisvoller Würdigung dieser .- und entsprechender Schlußfolgerung zur -qdung der Dinge zum Belferen hinaus ins nl bringen zu lafkn. Die Kundgebung wurde gleich auch die Eröffnung des Wahlkampfes. Son nur durch den Einzug einer starken Par- iMtarifchen Dauemvertr.'tung hn Reichstage ersorderlichc Derücksichtigung der lanbwirt-
chlichen Belange erhofft
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jjik ei kein Fricbensguell. fandern tec Aus- 1 ,ittwt F j«ngspunkt für neue schwere Erschütterungen auf w' *'* - Wir lind keine phantastifchen
wir stellen uns bewußt aus ö -n Boden des W eh rgedankens. Dieser fei
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armffabt (3agenb) Qj •to Ml »b tri, entscheide
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t , herrschte etwas itain L "wer inehrS I Aach der Pausc sqp Trotzdem Ojjluß viermal ersvly. Ute eine in Een
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ehevdach 11:1.
Itc sich ein Spiel, in hn m zum Ausdruck kam» i kurzes flaches stoßsdli mit einem planlosen hrcha ' Täsle durch das sorsch Kotzheflher ouszwingk, i(ttn kmmen beide Tim- l Torlos ging es in di sei zunächst dasselbe Spiel rtf) einen scharfen vck>s g gehen. Das Spiel fis kurz vor Schluß fcnittg Strafstoß hm Ausgkck
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entstanden. Sie werde auf manche Widerstände stoßen, aber unbeirrt ihren Weg gehen. Der Stondpunlt des AeichslandbundeS gegenüber dieser Partei fei her. daß es die Aufgabe der einzelnen Organisationen sei. bei den Wahlen ben Weg zu gehen, den der einzelne CanD* Hund für richtig hafte, und zwar unter eigene r V c r a n t w o r t l i ch k e i t. Die beiden Pra- fibenten des Aeichslandbundes. Graf Knick- reuth und er i2tebner! feien übereinstimmig der Meinung, daß in d.efem Wahlkampfe das getarnte Landvolk an die Wahlurne gebracht werden müsse IDeifall).
Der Sinn des Wahlkampfes müße jein, die nationale bürgerliche Rcchlc zu stärken.
3n diesem Sinne fei bie Lhristlich-Aationale Dauern^ arrei zu begrüßen als ein wertvolles S a m m e (i n ft r u m e n t. aber auch als ein wertvolles Äambfinftrumcnt der beutftfcen Landwirtschaft. Das nationale Bürgertum handle falsch, wenn es der Ghristlich-Aationalen Bauernpartei den Kampf ansage' es sollte im Gegenteil die neue Partei begrüben. Die Lristlich-Aationalc Bauernpartei werde benKampf aufnehmen gegen bad System der Parteien. Die neue [ Partei verspreche keine golbencn Berge, fie ver- i spreche aber, bah sie sich restlos einsetzcn werde für bic Forderungen der Landwirtschaft, und daß sie. stärker als es bisher in den alten Paria- menren non ben Parteien geschehen fet, als agrarische Stimme alS agrarisches Gewissen gelten wolle, an dem die anderen Parteien nicht vorübergehen konnten. Der b e - rufsständischc Gedanke werde sich durchsetzen. 3e schneller das geschehe, um so rascher werde bie Lleberwindung des alten Parteien- systems erfolgt fein. Mit einem Bekenntnis zu srohem Optimismus, aber auch zu vollbewuhtem Errftl über bie Schwere des Kampfes der neuen Bauernpartei fchioh der Redner feine Ausfuh-
I rungen. bic in einem Ruf zur Mitarornt au, der neuen politifchen Grundlage ausmündeten.
I (Langaiihaltender. sturmifcher Beifall.)
Weitere Arrsprachen
hielten nach ben Dmckesworten des BoWtzenö«m von Helmolt an den Präfidenren chepp noch Präsident Moffel von ber Nhenchechschen
l^r besten ®runblage für eine gedeihliche Aune,^ IMlitil. Für die Außenpolitik fei es aber auch wichtig, die Srnährungsbasis unseres L o l k e s s i ch e r z u st e l i c n aus der Grundlage bcr Förderung der deutschen landwirtschaftlichen
Wir wenden uns gegen die Unsumme unrrträg- lieber Steuergcschc. Wenn die Bauerii heute zwn Teil von der Einkommensteuer bet reit find, fo ist das nicht zu unterer Freude, weil rf doch beweist, daß Einkommen hier überhaupt nicht mehr da ist. Eine Steuerpolitik lax\ n n u r bann gerecht fein, wenn fie bic ®ub- ftanz bestehen läßt. Wir wenden uns gegen eine Destcucrung. die uns die Möglichkeit des Weilerarbeitens in unteren Betrieben nimmt. Wir verlangen, daß die Steuergefehgebung auf- gebaut ist auf der Einkommenbesteuerung und dadurch uns die Substanz bleibt. Bei einem Cßcrgleich zwischen der Besteuerung des mobilen und des immobilen Vermögens ergibt sich, vast das immobile Vermögen weit härter besteuert 1 wird. Wir fordern die Beseitigung Der Rentenbankgrundschuldzin f en. Die eine Sondersteuer auf die Landwirtt^ft dar- stellen. Diese Last muß auf das Reiw uaetnom- men werden. W«r wenden uns tocü't gegen ett heutige Rcalstcucrpolitik ber einzelnen Länder. Die hessische Grundsteuer, bie Sonber- | steuer, ist wohl die drückendste Steuer die die | Landwirtschaft zu tragen hat Bei einer Erhöhung । ber Umsatzsteuer um 1,4 Prozent die Der Konsument im Warenpreis gar nicht spuren würde, wäre allein ein steuerliches Reuaufkommen von 350 Millionen Mark zu erzielen, womit das Reich bic Wünsche ber Länder, die heute durch Realsteacrn betriebigt werden müsfen. erfüllen könnte. Weiter könnte durch bic Gewährung eines Zuschkagsr echtes auf bie Reichssteuerein- heiten ben Ländern das steuerliche Aufkommen qQ^lrtCöf|v^i^c" Zwecke bringt das deutsche Volk heute das Drei- bis Bierfache der Steueim bet Dorkriegszeit auf. daneben hat btc Wirtschaft noch das Dicrfache an sozialen Lasten zu tragen.
wir fordern, daß sich die vffenltichc Hand auf Ihr eigenes Aufgabengebiet beschränk!.
Reich. Länder und Gemeinden verfuchen immer mehr, auf Kosten der Privatwirtschaft selbtt Dirischaft zu betreiben. Der Staat, der mgenthd) nur verwalten foll. ist aus dem besten Wege, ferne Bürger mit Haut und Haaren außzufressen. Hier haben wir offen zu crllären. daß der otaat auf dem Felde der Wirtschaft fernzubleiben hal. Für uns ist auch die Aufblähung des gesamten Ve r w alt ungSap parate« unmöglich. Heute haben wir das Drei- und Vierfache der Beamten gegen früher. Dem muß em Ende gemacht werden.
Der Vorsitzende von 5) e l in o 11 teilte in feinem Schlußwort jtbech mit, daß der 5) e s s i s ch e L a n d - b u n b demnnchst an feine Mitglieder Bcrpf Ilch tungsfcheine zur BcrcitwMigkeitserlwrung btt ber Durchführung eines Käuferstreiks, der die Regierung zu größerer Berücksichtigung ber landwirtschaftlichen Interessen ocranlaffen solle, verschicken werde. Bon ber Zahl ber eingehenden Bereu- willigleitserklcirungen hange es dann ab, welche wei teren Maßnahmen bic Bnnbesleirung zu treffen habe Gn'orbcrlid) fei aber, baß olle Bauern unbedingtes Vertrauen zu ihrer Führung hegten. Schließlio) mürbe nod) eine Enlschließung angenommen, bie ben Reichslanbbuud aufforbert, ebenfalls uorberei tenbe Maßnahmen wie ber Hessische tianbbunb un verziiglich in bie Wege zu leiten, damit sie gegebenen falls baldigst zur Anwenbilng kommen könnten.
Mit einem Hoch auf bas deutsche Vaterland fand die Versammlung nach über vierstündiger Taner ihr Gilbe.
dein Leben x ... M warnend vr - Mn« W; W Leven
It“6-um»<rte,5K wenig versc^. M . iprll unh h" x ihr in £
iMmiische plI tun vh.dnt darfst »-
Reichsiantibunti «präfitien< Älbgevrtineter Hepp
Zurdc bei seinem Erscheinen aus ber Redner- Uibünc mit lebhaftem Beifall begrüßt. In etwa T -stündiger Rede schilderte er die Rot der lamdwirtschasl und ihre vielgestalftgen Ursachen ilide die Mittel und Wege, die dem Landvolk an.« Desserung feiner Lage unter gebührender Icrückfichtigung ber gesamtdeutschen Wirtschasts- kl enge verheißen. Der Redner betonte etn- I fenb. auch diese gewaltige Versammluiig fet übcrzeugciider Ausdruck dafür, daß eS so w'.e |hüer nicht mehr weiter gehen könne ^Beifall), Lä bic Landwirtfchaft am Ende ihrer Leistungs- s'^igkeit angelangt fei. Er sagte dann u. a.
Sena man in Zuiuuft noch eine leissungsfähige Landwirtschafl Haven will, muh man uns anders »fbnnbcln als in ben letzten Jahren, wo wir die
Stiefkinder der wirtfchaftspoliftk waren.
Berliner Börse.
Berlin, 11. April. (WTB. Funkj^ruch.) Noch- dem bic gestrige Frankfurter Mendborse überwie- genb abbröckelndc Kurie gebracht hatte, ist im heutigen Fruhoerkehr nod) nichts zu hören. Es bestehl natürlich bie Möglichkeit, daß der Mebio eine vorübergehende Abschwächung bringt, die Weiterentwicklung ber Tendenz an den Gffeftenmärtten wird aber von der Haltung des Auslandes abhanma fein. 2Ön Devisenmarkt nennt man Paris 124,02. Mailand 92,45, Spanien 29,02 bas Pfund 48820 und den Dollar 4,1810.
Dir verlangen Sparsamkeit überall in ber öffentlichen Hand, au allen Stellen, daneben aber auch eine klare Abgrenzung der Aufgabengebiete. Der Redner wandte sich in diesem Zufanimen- Hang u. a gegen das Fortbestehen der innerdeutschen Gesandifwaften deutscher Lander, gegen die Ausrecytcrholtung von Außenministerien bet | einzelnen Ländern, während die Auheiwolitit allein der Reichsregierung zusteht, und ähnliche Singe der Verwaltung. Für derartige Zwecke dürften leine Mittel mevr ausgegeben werden Auch bic Frage der weiteren Enstenzberechtigung so mancher kleiner Länderselbitändigteit. die nur noch auf Kosten des Reiches aufrechterhalten werde, sei ernstlich zu prüfen. Dem heutigen parlamentarischen System fo W der Redner u. a. fort - - ist ein gut Xcd Cajulb an dieser Entwicklung zuzufchreiben. Ser v,tem . der älnsruchtbarkeit stehl über unsercm parlnmen' tarischen System. Es ist eine älnmoglichkeitz daß ein Reichstag durch den Ausschuß ferner Regie- | rungsMehrheit regiert unb sich auch selber kvn- , trollicrt. Dieses Recht des reinen p a r l a m c n • tarischen Absolutismus muß unter allen älmUänben begrenzt, beschränkt und eingeengt werden. Wir verlangen hccr em | Gegengewicht, ein Korrektiv: die Rechte ve« . Reichsfinanzminifters müssen erheblich erweitert । werden xmd die Schäftung eines Zwel-Kammer-- Lvstcms. Zwei Parlamente mit gleichen Rechten aber aus vcrschiedencii Grundlagen müssen sich einander gegen iiberstehen. Sin 6t ä ab e Pa r la- ment nach dem Vorbild des Reichswirtschaft«- rates wäre ein Weg ber beschritten werden könnte.
Dir verlangen eine Kenterung ties Systems, wir roenten uns mit aller Enftchicteahei 1 gegen bie Allmacht, wie sie dem rein politischen System übertragen ist. wir verlangen eine Regierung, die losgelöst ist von ben Meinungen tes Alltag», die freier dasteht als eine Reichs- unb Cäntet- tegietung, bk jetzt nichts anderes ifl als ein Ausschuß von Verewigungen polltischer Parteien.
Hiervon versprechen wir uns nicht nur eine Besserung der WirtschastSpolltik. sondern auch eine voliftfchc Stabilität und Defterung auf lange 3lScr Redner wandte sich nunmehr den Fragen der 6 o z i a l p o l i t i k zu und wies dadex daraus bin. ban man infolge der Arbci tslosen»
- - Hörnsheim 10. April. Hier wurden m diesem Iahre zehn Kinder konfirmiert, unb zwar sechs Knaben unb vier Mädchen. Im vorigen Iahre wurden acht Knaben und adu Mädchen aus der Schule entlassen. - Ser hi«ftg< Milchkontrvllverein kann in der eineinhalbjährigen Zeft seines Bestehens schon auf sehr schone Erfolge zurückblicken. Der jetzt vorliegende Geschäftsbericht aus dem verfloftenen Geschäftsjahr zeigt in klarer Weise, welch hohe Bedeufiing bic MilchleistungSprüfungen in bei Landwirtschaft heute einnchmen. Augenblicklich werden in unterem Orte bei 86 Kühen alle zehn Tage Milchproben entnommen und auf ihren Fettgehalt geprüft, fotoic bic Milchmenge festgcstelll Als die milchergiebigstc Kuh must die nur neun Zentner schwere Kuh eines hiesigen Landwirts angefehen werden, die im Alter von 12 Iähren im Iahre 1927 insgesamt 3420 Liter Milch ge geben Hal. woraus 2.72 Zentner Butler gewonnen wurden. Eine andere vici'jöhrige Kuh ergab ein«- IahreSleistuna von 1072 Liter M'lch und nur 1,06 Zentner Butter. Es ist also jedem Viehzüchter möglich, 'ich nn Hand der ^rtfungd- ergebnisse genauen Ausschlust über die Rutzbar- leit der einzelnen Tiere zu verschaffen. Sic Milch- leistungsprüfungcn werden hier, wie auch in der Rachbargemeinde Hochelheim, wo sich mehrere Landwirte dem hiesigen Milchkontrollverein ange- schlossen haben, durch den staatlich geprüften Milchkontrollossistenten D e p l e r von hier vorgenommen. Es ist beabsichtigt, die WilchleiftungS- Prüfungen bic bil heute in der ganzen Umgebung nur hier und in Hochelheim durchgeführr werden, auch in den Orten Lützellinden. Dornholzhausen Groh- und Klein-Rechtenbach ein- zuführen. Es sollen dann die genannten Ge- meinben einschließlich Hochelheim und Hörnsheim zu einem Kontrollring bereinigt werden. Da die Kosten infolge bedeutender Zu schüssc der Lanvwirftchastskammer. Kreisverwal tung. sowie des landv-irischaftlichen Vereins unb der Kreisbaueriischaft nur gering sind — Kuh 0.35 Mk. im Monat - - dürfte cnit ™ Beteiligung an dieser Einrichtung auch in den anderen Orten zu erwarten sein.
Lützellinden. 10. April. In einer Ge- meinderatsfitzung xmtcr dem Vorsitz des BürgermcisikrS Schneider /Grotz-Re Utenbach - wurden bic Arbeiten für die P lanierung des Weges am .Alten Holzburg'' vergeben. Wenigstfordernder mit 1.30 Mark pro Kubikmeter Erdbewegung war Bauuntemehmei' Allendörfer von hier, ber auch den Zuschlag erhielt. Sie anderen Gebote waren 8 bis 15 Prozent höher als die oben angegeben- Summe. Sie Ptanierungsarbeiten füllen in bei Weife burchgeftchrt worden, bah die steilsten Stellen des Weges abgehoben werden unb mit biefer Erve oas untere Stück des Weges auf gefüllt wird. Sic Arbeiten machen eine Bewegung von runb 2500 Kubikmeter Erde erforderlich wodurch für untere Gemeinde eine Aus gäbe von über 3000 Mark entsteht. Mit ben Arbeiten soll baldigst begonnen werden, woraus die Gewerkschaft Gießener Braunsteinbergwerke die Ehauftierung der Wegeftrcckc vornehmen läßt
W Rotkundgebung der hessischen Bauern in Gießen (Semi über die £döe und Horderunaen der Landwirtschafi.
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vcht wir für die Folgen dic Verantwortung.
" 'Titern diejenigen, die uns nicht gaben, waS ■ a* recht ist. (Beifall.) Wir Bauern wol- 1-1 nicht bevorzugt sein, wir wollen ur unser Recht. Darum kämpsen wir. er- tertierlichensalls auch mit den Mitteln die auch ,lhnx kreise für sich m Anspruck nehmen unb 46 Öfunbai Ue auch uns die Verfassung in die Hand gibt Ijinnsu Bir finö nicht gewillt, kampflos unterzugehei'.
mQn uns zum Kampf Swingt. Mmjoll ^'saverfchwiMitn y ' um 6 M mJ uffafseiLSrhot^ ' 2.......
IUbg. Or. von Helmolt Friedberg
Derfamm'.ungsleiter begrüßte bic große Ver-
man auch einmal den Bauer aus bet -55<x -inan !chen. Ich bin kein Anhänger tes Systems, nach heute in Deutschland Politik gemacht wird.
n w.fUHt.1- — ’ ti.es es System hat noch nicht den Beweis sein« ? ^idon zu IchviMM crbrad)t. Trotzdem müssen wir uns
' °Lieti. aber Kohder öjc^cm 6l)ftcin durchsetzen, um uns stark zu irwxbcn und cs in unserem ©inne um zu - mbetn. Am 20. Mai muh jeber Wähler ttm Lande an die Wahlurne treten, und er wirb n»r den Wahlzettcl abgeben, den seine Or- canifaliou ihm empfiehlt, aber fernen andern.
Dec Redner wies bann auf die starke Bccin- t-uHung unserer politischen Lage durch bic außenpolitischen DerhältnUse hm umb betonte, bei uns könne man von einer tottt- I den außenpolitischen Freiheit erst sprechen, rj^nn ter letzte fremde Soldut uiiscrn deutschen icbcn verlassen habe. Das deuftchc Volk Hove !>: cher für alle seine großen Opfer und Ent- I Ir.junflcn auf auhenpoliftschem Gebiet nicht die führende Gegenleistung erhallen Wann wirke 'ich endlich einmal ter Geist von Locarno ns? Die ganze Unordnu-ig ter politischen Dinge n Europa fei nichts anderes als die Folge tes L-anddokumcnts und fchlimmstcn Dillats von Äersailles. Europa werbe erst bann zu einem »ahren Frieden kommen, toenn m Mittel- uropa die Macht restlos wiederhergestellt fei. >it einst in Deuftchland vorhanden war unb die 'Ls wirtschaftliche Gleichgewicht unb banut ten ,. . Frieden in Europa garantierte. Derfa111es ■ttfüm' I? - - - - - ~ ‘ -K—
' laf uns hat man neun Iahre lang herum- Vc trampelt mit dem Ergebnis, das wir heute un# sehen: die Landwirtschaft ist am Ende ijrcr Leistungsfähigkeit. Ich wende michan rasen sich bi* TUuw i . c Führenden in Deutf Sl anb. Wenn dschoftssM in DrvhD ,«n nicht endlich bie ersoiterlichen Maßnahmen nften traten mit reich' ,.nrn Schutze der Landwirtschaft trifft, dann tragen $ Ul ter * N> u --- rRrrrrnhnnrtunn
ctoaS überlegen toaw d in ter zveiten tyw terch daö Rcfultat " nid fommt. SchiebSnam


