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Obcntttii^ Jj1} battro. t>n ■9 Volkstümlich jni 11 ^ktcn leint Luz. w brifen Hut. > deS mmlchltchm t als ein! fronten Organismus nrS feflelnten Dox. 'örer mit reichlich« llvr Iürker noch rungen auf Drach l-arate unb 2-p». pcflierigen Zuhörer eiten. 68 muh bank. Mt hirfige Dürer. 'Origen Qdhmg von ihre Vorträge auch i Schah ton grtzi. gefördert Hal, vor- Plenen Jahres von (je veranstalt d, bat- ’ Weife sechs von xrfität Liehen. - ►kfigen UklpurgJ- )rgelviriuvfcn Sur gelkonzert, bas nen Uebcrbhd über ;ufU tom Snte bd ahrhmterts brachte. M D.'such auf, wa< nstlerS -u bedauern eine faxbenftorfdie cher Stuft stehende r. - Dir Reicht« en st, Lantesabtti« ch in diesem Jahre mg in Meld am groben Saale tes seranstastung ist aU ig gedacht Von den iefem Lag fl<M® mlWftlM &« rt dritte ein au&en- Die Vorträge waren lcht.
hach.
. Tage Metten bet r Heinrich Frank denen Hochznk. über einem W- : Gräflich Löscher trotz feines b°v«' Men. DcmPaar.
bas tu nfem Stabt Ü4 des grbfrten Ansehens «tfrcut, tmirtwn zohlreuhe »frrungen zuteil, so vor-, bet Ecä .ichen Äamtllc, der StobtoertDalhmg MTtf' der evangelischen Kirche, für welche der Kirchenvotttand etn Detchenk und do« Landes- Lrch^.-aanu eine künstlerisch ouifleftattete ®lüd» Duntchobresle üfrerretchen Hetz — Da die vor etwa 25 Jahren erbaute Wasserleitung den gesteigerten Anforderungen heule nicht mehr genügt, hot der Gemeinderat den Dau ei »es H och d r u d b e fr ä 11 e r o beschlossen. Nachdem min.nehr der vom Kulturbauamt Gießen aus- gearbeitete Voranschlag genehmigt worden ist, ftnö die Arbeiten jetzt ausgeschrieben worden
Starkenburg.
Darmstadt, 10. 3an. Aach Mitteilung der Polizei sind In Darmstadt tot Verlaus des ver- ?angenen Jahres 1 59 Fahrräder gestoh- en oder als Derm 16 t g/melbet worden. Bei den gestohlenen Rädern tonnte nur ui 21 Füllen der Täler enibcdt werden. Die meisten Aüder sind während der Sommer- und der Herbst- monote entwend.t worden. — Dieser Tage wurde der VOjährtae Agent Krüger in dem Hausflur seiner Wohnung tot ausgesunden. Wie sestgestellt wurde, ist Ärugrt bä finden gewesen, als er heimkehtte. Vermutlich ist er an einem Herzschlag gestorben, etn gewaltsamer Tod kommt nicht in Frage.
Rheinhessen.
TBSOl. Mainz, 10. 3a n. Beim Hebert «breit en der Gleise wurde der VahnhosSvorsteher to Heidesheim oon einem Zug ersaht tztnd au Boden geschleudert. Der Mann, der hierbei schwere Verletzungen, u. o einen Schädeibruch, erlitt, wurde tos Städtisch.- Krankenbaus verbracht, wo er bedenklich darnieder- ficgi. — Dte 33iäbrige Frau eines Kranken- ka'senbeamten wurde bim Kochen vom Feuer ersaht und stand, da Hilfe nicht sofort zur Stelle war. vollständig in Flammen da. Aach Verbringen ins Krankenhaus ist sie den erlittenen schweren Brandwunden erleg en.
Preußen.
Mrci» Wetzlar.
E) Lützellinden, 10. Ian. Unter auhcrordcnt« lich groher Beteiligung der hiesiaen Einwohnerschaft und der Leoolkerung aus den Fiüalgrineinden wurde gestern die an einem Herzschlage verstorbene Gattin unsere» Pfarrei» Noch zur letzten Ruhe bestattet Vie reiche Liebe und Verehrung, die man der Entschlafenen für ihr opferbereite» und fegenovolle» Wirken für die Gemeinde allseitig entgegenbrachte, kam bei der Beerdigung»f»ier noch einmal überzeugend zum Ausdruck. Das Andenken an diese vorbildliche Psarrsrau wird hier und in den Filial- gemeinden stet» In dankbarer Gesinnung sortleben.
>trci» Biedenkopf.
XX Rodhe 1 m a. d. Bieber, 10. Ian. Die hiesige Bürgermeisters rage Ist trotz zweimaliger Wahl bi» setzt noch immer nicht entschieden. Nachdem seither Büraenncisterstelloertreter Ludwig Hassel doch die Geschäfte versah, Ist nunmehr streieausschuhsekretär Habich aus Biedenkopf mit der Leitung beauftragt worden. Für Donnerstag, 19. b. TI., ist eine dritte Wahi durch die ®e- meindevcrtretung festgesetzt.' Die Kreisbehördc ist bekanntlich bestrebt, daß nahe Bieber mit Rod« beim zu einem großen Gemeinwesen au verschmelzen und an besten Spitze einen Derussbürgermeister zu stellen.
# Holthausen b. Gladenbach, 10. Jan. Tiefer Tage hielt der hiesige Spar- und Dar- lehnskassenoerein seine 53. Hagptoerfomm- lung ab. Der Saal des Gastwirt» Happel war über- füllt. Der Vorsteher, Förster Neuhaus, begrüßte die Anwesenden, insbesondere di« Gäste, den Der« bandssekretär B e d e r (Frankfurt), Dr. Faller (Mannheim), Vorsteher der Derstcherungeabteilung de» Raiffeisenverbande» Frankfurt und Ludwigshafen, sowie Lagerhausoerwalter e i fr • Sieben- köpf. Rach einem kurzen Ueberblid über bas vergangene Geschäftsjahr berichtete Herr Bed über fenostenschaflliche lagetfragen. In längeren Aus- übrungen sprach er über Die Verbreitung des Genossen schaffgedankens in aller Welt, in ollen Zweigen von Handel. Industrie und Landwirtschaft, in allen Schichten der Seöölfcrung. Sodann ging er auf do» Wesen der Genossensciiasien, sowie die materiellen und besonders die ideellen Ziele derselben ein. Reicher Beifall lohnte ihn für die trefflichen Ausführungen. Roch größere» Intereste erregten die Ausführungen von rr. Faller, der als Jurist über „die Rechte beim Diefrkauft sprach. (Er kam dabei aus die Dährschaftssrist, di« Verjährungsfrist, die Uebergobe, den Annahmeoer-ug u.a. Au sprechen. Lebhafter Beifall wurde auch ihm für seine interessanten Ausführungen zuteil, an die sich eine lebhafte Aussprache onschloß, in der noch manche diesbezügliche Frage geklärt wurde. Die (Ergänzung»- wählen ergaben Wiederwahl der Vorst and»- unb Aufslchtsratsmltglieber vis aus einen Herrn, der durch einen jüngeren ersetzt wurde. Erst nach Mitternacht konnte der Vorstecher die sehr angeregt verlaufene Versammlung schließen.
Ärtie Westerburg.
00 Westerburg, 10 Jan. Im südlichen Teile unserss KreiseS Multen sich seit zwei Jahren in verschiedenen Ortschaften Einbrüche, ohne bah der Täter ermittelt werden lomttc. Aunmehr wurde der in Mallmerod wohnhafte Anstreicher Joses G b e r t festgenommen und ihm sieben Einbrüche nachgewiesen. Der Bursche bat die ganze Zeit von den Grträgnissen feiner Ginbrüch« gelebt. In der Wobnung des Ebert sand man eine Menge gestohlener Wäschestüde, die zum Teil f<hon wieder in die Hände der Eigentümer zu- rudwandern konnten.
Mainga«.
DLR. Frankfurt a. M., 10. Ian. Der Ma- pfftrat hat nach eingehender Vorberatung durch leine Finanzkommission den Entwurf des fj a u 3 ■ halt plane» für 1 928 29 festgestellt. Es ist oelungen, den Entwurf ohne Erhöhung der ftäbti- schen Steuersätze auszugleichen. Der Haus« baltplan wird nunmehr der Stadtoerordnetenoer- (nmmlung zu gehen. — Zu Ehren des Maler» Wilhelm Lteinhauscn soll oon der §a- tniüe und von Freunden gestiftet, an der Grabstätte auf dem Hauptfriedhos «in würdige» Grabmal errichtet werden. Der Magistrat bat beschlossen, das zur Ausgestaltung der Grabstätte imb zur Aufstellung des Denkmals nötige Gelände in dankbarer Erinnerung an den Künstler unentgeltlich xur_ Verfügung zu stellen. — Aus einem vuttergeschäst in der Rudolfstraße sind in der vergangenen Rächt sechs Zentner Butter ge
stohlen meinen vte H»rr haben die to ffetnm tfaltem verpack» Butter auf einem Handwagen sartaeichaftt. ohne daß sie bemerkt worben waren.
StP®. Frankfurt a. M. 10. Jan. Der Frankfurter Magistrat hat in seiner Sitzung am Montag beschlossen, den Kredit, der bte Beibehaltung des al« Sparkommissar seinerzeit nach Frankfurt berufenen Dr. Gide in den Etat ermöglichen würde, tn den Stal für 1928 nicht mehr einzusetzen. Das würde einem A fr- bau dieses Büros, das die hohen Erwartungen. die man bei feiner Einrichtung an seine Tätigkeit knüpfte, sehr wohl gerechtfertigt hat, zum 1. April ds. 3i gleichkommen. Der
Vertrag von Dr Gide Buft automatisch «n $1 3Hän ab. Zu dieser Frage wirb natürlich auch die Stadtverordnetenversammlung Stellung nehmen müssen, da die Anstelluna Dr Sitte s seinerzeit einem gemeinsamen Beschluß von Magistrat und Sladtvervrdneten entsprungen tsi und somit keine einseitige Berwaltunasmaßregel des Magistrats darstellt. Aach der allle.tioen Anerkennung. die die Lätigkelt des städtischen Spar- kvmm.ssarS gefunden hat. und der etellungnabme die die Fraktionen des Stadtporlaments gegenüber der Ausgabenpolitik des Magilirats ein- nehmen, ist zu erwarten, daß Dr. Sitte der Stadt erhalten wirb, zumal setost im Magistrat
Hessische Landwirischastliche Woche Von unserer Darmstädter Redaktion.
' D a r m st a d t, 10. 3an.
Oie Eröffnung.
Nachdem bereits gestern nachmittag eine geschlossene Bezirksversarnmlung des Derbandes her Hess. Landw Genossenschaften staltgesund^-n hatte, wurde freute vormittag ossiziell im Aummel- bräu die Hessische Landwirtschaftliche Woche eröffnet. Zu der Eröffnungssitzung waren zahlreiche Dertreter von Behörden erschienen.
Präsident Hensel eröffnet« um 8* , Ltgr oi. Tagung. Er entbot den Bertvetern des Ministeriums für Arb.-it und Wirtschaft, de/ LandeSiinanzamtS. d?S Finanzministeriums, den Landtagsabgeordneten, den Berirelem der Land:-geftütsdir.ktion, der AeichS- banf, der Dberpoftbirel ion. der Landwirt schal tS» ämter und der landwirtschastliche.i Organisationen herzliche Grüße. Der A dner er.lär.e dann ettoa: Das vergangene Jahr war wieder ein Äota- strophenjahr für di e Landwirtschaft. Man muß sich fragen. waS aus der Landwirlschast noch werden solll Die Besprechungen auf Steuersenkungen find nich- erfüllt word:n. Es ist zwar anzueittennen, daß für das besetzte Gebiet Arittel bereitoeftdll wurden, aber die Landwirtschaft hat das 'Wenigste davon bekommen. (S.hr richtigl) Trotz der schwierigen Verhältnisse müssen wir alles hm, um unsere Pflicht zu erfüllen; darum hat die Landwir.scha't^kammer wied.r den Dor- tragskur^us durchg.sühn, um den Landwirten das Aüstzeug für ihren Beruf mitzugeb n. Der Redner schloß seine Ansprache mit der Mahnung zur Sparsamkeit tn der W.rtschastSführunq und in der Hossnung auf eine besser? Zukunst für die hessische Landwtrtsch st. (Lebha;t?r D elf all.)
Oberlandwirtschastsrat Bauer entbot der Versammlung Grüße der Regierung für einen guten Verlaus der Tagung.
Als erster Redner sprach Gut-besitzer 3. Deicke. Rittergut Peest in Pommern, über die züchterischen Maßnahmen unb Ziele In bet norbamerikantschen Landwirtschaft.
Der Vortragende faßte die Ergebnisse einer Studienreise von mehreren Monaten nach Amerika zusammen, ör beschränkte seine Ausführungen im wesentlichen auf die Milchwirtschaft und behandelte zunächst die Frage, wie durch Züchtung die Milchleistung gehoben werden kann. SS wurden von dem Vortragenden einige Zahlen angeführt; danach liefert z. B. eine Kuh an Cu5 Tagen 16 895 Liter Milch, täg'.tch rund 45 Liter. Sine andere Kuh lieferte 14 557 Liter Milch im Jahre; sie war höchst fruchtbar und brachte jedes Jahr ein Kalb zur Welt und in ihrem letzten Lebensjahre sogar zwei gesunde Kälber. ES handelt sich um Tiere der Schwarz- bunt-Ratte. Der LandeStterzuchtertrag tn Amerika hat jedoch feinen höheren Durchschnitt als bei uns. 3n Deutschland liefert eine Kuh auf dem Gute des Staatssekretärs Dr. Hagedorn täglich 59.4 Liter Milch; auch andere Kühe mit hohen Mtfchleistungen sind in Deutschland an- zutrefsen. doch halten die Kühe nicht so durch wie die amerikanischen. Wie ist eS möglich, daß die Amerikaner uns so tn der Zucht übertreffen? Die Mittel der Züchtung sind dieselben wie bei uns. doch wendet der Amerikaner alle Mittel viel nachhaltiger an. Er verwendet die Kühe ausschließlich zur Mtlchproduktton; es ist eine ganz einseitige LeistungSzucht. auf Farbe und Form legt der Amerikaner kein Gewicht, denn der LeistungSgedanke beherrscht alles. Die Abstammung kommt weniger in Frage. Auch die Bullen werden nur nach den züchterischen Leistungen bewertet; nicht selten findet man im Amerika alte Bullen (16 Jahre und mehr), wenn man ihren Wert für die Rachzucht erkannt hat. Wir müssen in Deutschland ebenfalls einseitiger auf die Milchleistung züchten, genau so kaufmännisch wie in Amerika denken und rechnen wie dort. Weiter ist notwendig eine ausgezeichnete Fütterung, wie sie der Amerikaner betreibt. Es muh in entsprechender Weise den Forderungen nach Srhaltungsiutter und LeistungSiutter entsprvchen werden. Die Küfre müssen darin individuell behandelt werden. Leistungskontrollen f.nd in Amerika ganz selbstverständlich, um da- na<b öit Fütterung (mit Kra tsutter) einzurichten; auch die Futtermischung wird genau ausprobiert und kontrolliert. In der Trockenveriode. vor Beginn einer neuen Laktation, erhält die amerikanische Kuh daS beste Futter (mit Mineralien), unb sie wird geradezu fett gemacht: es ist daS ein ganz anderes Verfahren, als es bei un- üblich ist. ein schweres Kalben ist deshalb nicht au befürchten. Die amerikanischen Kühe mit Höchstleistungen werden viermal gemolken, sogar nachts um 12 llfrr. In seinen weiteren Ausführungen gab der Redner eine Reihe von Winken unb Ratschlägen, die sich toi wes.nllichen auf die Dcriütte- rung von Krastfuttermitteln bezogen. Eine Mllch- schwemme ist nicht ßu befürchten, denn vom Ausland werben noch immer gewalttge Mengen von M^cherzcugnillen eingeführt. Je mehr wir bte LeistungSiähigkeit unserer Milchkühe ausnutzen, um fv billiger wirb die Milcherzeugung. Der Dorttag wurde mit lebhaftem Beifall angenommen.
Professor Dr. F. Honcamp, Direktor der lanbrmrtschastlichen versuchsstatton Stoftod (Mottl.) hielt hieraus einen Dort rag über
-Die rationelle Fütterung der Milchkühe im Lichte neuzeitlicher Zorschungs- und versuchs- ergebniHe unter Lerüttsichtigung der Dirtschasls- fuHermillel und btt Preislage der zur Zeit verfügbaren üraflfutlermilter.
Seit dem Kriege hat sich das Derhälmis gegenüber der Vorkriegszeit insofern geändert, als viele hochwertige Slahrungsmittel aus dem Ausland oe- zogen werden (ftatt der Rohstoffe), die gon; gut im Lande selbst erzeugt werden können. Etwa eine Milliarde Mark wird jährlich jetzt für Nahrungs
mittel an da» Ausland bezahlt. Für bie uermffrrte Erzeugung von Nahrungsmitteln im Inland 'orderte der Redner Zollschltz. einen verstärkten Lindau von Futterstoffen unb eine rationelle Fütterung de» Vieh». Insbesondere t?ehondette der vor- traoenbe die Fütterung des Milchvieh». Für diese» muffen in erster Linie kalt- und pho»phorre,che Futtermittel bereitgestellt werden. Schon das Kalb ist io au ernähren, daß es bte etwa ererbte Eigenschaft Der Milchleistung voll entfalten kann. Die beste Nahrung für ein Kalb bleibt immer die Boll- milch, die nicht durch Magermilch einfach ersetzt werden kann. Allmählich kann jedoch Maaermüch genommen werden, der Haferschrot und Leinsamen Zugesetzt werden. Da»' Kalb muß auch tn späterer Zeit möglichst eiweißreich ernährt werden. f)eu ist die Grundlage der Biehhaltuna; es muß daher auf die Gewinnung oon gutem Heu das größte Gewicht gelegt werden. Fischmehl ist nicht allein ein gute» Futtermittel für Schweine, sondern auch für Kälber, doch muh dieses ein Au »hilf »mittel In futterfr.üppen Jahren bleiben. Die Leguminosen haben nicht den Nährwert, den man von ihnen oielsach erwartet; sie sind natürlich zu verfüttern, aber es müssen ftraftfuttcrmlttel beige geben werden. Im Anschluß hieran sprach der Redner über den Wert verschiedener Futtermittel (Palmkernkuchen usw); er bekannte sich al» Gegner der Mijch- futter, wie sie von Fabrikanten geliefert werden. Zur Fc'tstellung der Preiowürdigkeit der Futtermittel verwies der Redner auf die veröffentlichun- gen (Preistafeln) der Deutschen Landwirtschaft»« gesellschast unb erläuterte verschiedene Bestimmungen de» Futtermittelgesetzes. Wenn wir in der Vieh- Haltung weiterkommen wollen, so müssen wir die Viehhalning rationeller gestalten; deshalb muß sich der Landwett mit den Ergebnissen der Fütterung», lehre vertraut machen.
Im Anschluß an die votträge wurden zahlreiche Anfragen aus der Versammlung von den Rednern beantwortet.
Taqung des Hessischen Landbundes.
Im Rahmen der Hes'i'chm Landwirtschaftlichen Woche hielt heute nachmittag der Hessische Ganbbunb im städtischen Saalbau eine sehr stark besuchte Tagung ab; eS mochten etwa 1200 Personen in dem festlich geschmückten Saale zugegen gewesen sein. Der stellvettretenbe Landes- vorsitzenbe B u n t s ch u fr . Lengfeld, erössnete in Verhinderung beS Vorsitzenden. 2lbg. Dr. von Helmolt, die CBerfammlung und begrüßte besonders bie Vertreter der Landwirtschastskammer unb deS Landwirtschaftlichen Genossenschastsver- bandes.
Der Vorsitzerrde des Iunglandbundes von Starkenburg, Heinrich Funk, Harresfrausen. behandelte sodann in einem sehr beifällig ausgenommenen Vortrag die bäuerliche Jugendbewegung. Er ging hierbei näher auf öle Gründe des Zusammenschlusses der ländlichen 3ugenb ein und erörterte eingehend die Ziels dieser neuen Bewegung.
Abg. Glaser sprach hieraus über bte hessische Politik; er unterzog bie hessische Finanzpolitik einer strengen Kritik unb forderte namentlich Sparsamkeit im Staatshaushalt Er warf im Hinblick auf die hessische Volksabstimmung und die Landtag^wahlen den Landwirten Lauheit unb Gleichgült gleit vor. Der Redner erläuterte bann einige Anträge des Landbundes im vergangenen Landtag unb bemerkte dazu, daß bie meisten SrsparungSanttäge aogelehnt wurden, z. B. auf Abbau btr Zen.ralbehoroen. Aufhebung des AlrerspenstonSgeseyeS, Beseitigung der staatlichen Fortbtidungsschule. Erhöhung der Einnahmen aus den S.aatsbettieben, Verminderung bet höheren Schulen ufw. Der Redtrer wandte sich im besonderen gegen bie Erhöhung der Be- amtenbefolöunfl. sowie gegen die Weihnachtsbei- Hilfe. Die hessische Regierung sei eine reine Parteiregierung; sie habe im Reichsrat stets gegen die Landwirtschaft gestimmt. In allen deutschen Parlamenten wären zu wenig Land- Witte. darum gehe der Wunsch des Landbundes dahin. überall eigene Listen aufzustellen. Der Redner setzte sich bann mit verschiedenen Ansichten über wirtschaftliche Fragen auseinander unb erwähnte hierbei u. a.. daß sich Arbeitslose in einem Ort bei Darmstadt geweigert hätten, Holzhauerarbeiten zu verrichten. ba;üt habe man bann Holzhauer aus Obetfreffen kommen lallen (lebhafte Bewegung). Die Landwittscha'r müßte vor allem Herabsetzung der frohen Zinslasten unb der Steuern, sowie bessere Prelle für chre Erzeugnisse verlangen.
Der Vorsitzende verlas fodann eine län- Sere Entschließung, in der auf bie nötige der Landwirtschaft hingew.e.en wird, ferner aus die Steuern, die öffentlichen Abgaben und die sozialen Lasten. Der RadllaliSmus erhebe drohend fein Haupt. Der Untergang des Bauernstandes könne nur ausgefallen werden durch eine Steigerung des Ertrages der bäuerlichen Arbeit. Die hessische Landwirtschaft fei ncht gewillt, sich kampflos btr Verelendung unb dem Untergang autotfem zu [affen.
Den letzten Vortrag hielt Schriftleiter D u - mas- Friedberg. Er nahm bei seinen Ausführungen über die Wirtschafts politische Lage der Landwittschaf: an der Jahreswende ebenfalls Bezug auf bie Rot läge der Landwirte, die der Prolttari'ierung zugefühtt würden. Der Redner verlangte u. a. denselben Zollschutz für die Landwirtschaft. wie Ihn die Industr e habe. Er tDanbte sich dann nachdrücklich gegen die Gleichgültigkeit und sprach sich für eine Kamp i es st immung aus. Der ßanbbunb zähle heute 1.7 Millionen Mitglieder; wenn man sich auf diese Mach', stütze, türme man schon «etwas erreichen. Es mülle jetzt daher heißen: .Bauern heraus!"
Die oben in ihren Hauptzügen skizzierte Ent- f ch l i e h u n g wurde einstimmig angenommen und dann die Deriammlung at- schlossen.
rrhefrsiche Bedenken gegen den Mbaubcfchfuß zutage getreten sind
WSN. Bob f) • m b u r g , 10. Fan. Dem Besitzer de» hiesigen Lichtspieltheaters sowie des Licht- Iptelfrdujf» unb btr Astona-Lichtjp»ele in Gicßen. flbam )> t n r i d), tft nunmehr die behördliche Idubnt» zur Errichtung rtne» Troß-Licht- ' pieIfrause » im Aeii|e de» Restaurant» ,^ur Goldenen Rose' erteilt worden.
LD5 Bad Homburg, 10. Ian. In einer Urabstimmung hatte sich bad hiesige Friseur- gewerbe gegen dce Sonntags arbeit «Uschieden, was sowohl In allen Kreisen der Einwohnettchaft. als auch ganz besonders frei den Kuttnterellenten auf lebhaftes B fremden frteft; würde doch ein Kurort, in dem die Kurgäste Sonntags keine Möglichkeit haben würden ich verschönern au lasten, txilb allgmt'in in V.rrus fomnwn. Aus Betreiben der Einwohnerschaft, der Behörden und der Presse hat d.-r Regieruitgs- präsibent nunmehr eine ^nllch.-idung dahingehend gefallt, daß Sonntagvvrmittags zu bestimmten Stunden die Ausübung des Friseurgewerbes zulässig Ist
Gchule und tufffnbrf.
Zur Förderung des deutschen Flugsportes hat der Deutsche Lustsahttverband. Berlin, eine grofr- zügige Altton In die Weae geleitet In einem von dem Vorsitzenden beS DSV. Stantsminister a. D Dominicus unterzeichnete Schreiben wendet sich der Verband an die Kultus- unb Unterrichtsministerien sämtlicher deutschen Länder mit brr Ditte um Unterstützung seiner Tätigkeit Der Deutsche Oustsahttverband Hal sich, seit Im Pariser Luftfahrtabkommen vom M.ii 1926 dem Veich. den Ländern und Grmeinben eine flnan- Siellr Unterstützung des Flugspotts untersagt wurde, die Forderung des Augspotts mit allen tbm zur Verfügung stehenden Mitteln ßlS wichtigste Aufgabe gestellt. Wie wichtig die Förde- rung des Flugsports ist, brr ja nicht nur Svlbfi- Stoed ist. sondern feine größte Bedeutung als ) tonte, des Verkehrs und der Wirt- chaf t hat. erhellt am besten aus der Tatsache, daß andere Länder den privaten Flugspon mit großen Geldmitteln unterstützen. So erhält z. B. in England jeder Svor.slteger, der bic Prüfung abfegt, vom S aal eine Prämie von 1000 Mk. Order ntug?grünb'1c Spvttftt'gerllub erhält für bie ersten drei Jahre feines Bestehens eine jährliche Beihilfe von ca. 13 500 CntL Jedem Klub werden zwei bis drei Flugzeuge zur Dcrsügung gestellt, unb darüber hinaus werden noch Sonderbeihilsen für die geflogenen Flugstunden gexablt
2lls wichtigstes Mittel zur prakttschen Flug« sportsörderung sieben dem Deutschen Lustsahtt- verband zwei Fliegerschulen der von ihm gegründeten gern innühigen Öuftfafrrt G. m. b. H jur Verfügung. Aus diesen Schulen werden zur Zeit etwa 100 Flugschüler im Jahr ausgebildet. Diese gegenüber der Riesen^hl flug- sportbegeistetter junger Leute geringe Zahl macht natürlich eine sorgfältige Auswahl der Flug- fchüler In bezug auf geistige und körperliche Eignung notwendig. Während bisher dsi-se Auswahl immer erst auf bet Flugschule selbst getroffen werden konnte, soll sie nunmehr schon in einer Art Vorschule getroffen werden Und zwar sollen, dem Beispiel des Essener Luftfahttvc-reins folgend, in allen größeren Städten, tn denen Luflsahttvereine sitzen. Zungfliegerkursc eingerichtet werden, tn denen die totereffierta Lugend gründlich theoretisch und bis auf die eigentliche Motorsliegerschulung praktisch soweit vorgebildet wird, daß die 3dl und damit die xoften der eigentlichen Fli'Herausbildung baim auf ein Minimum beschränkt werden.
Der Luftfahrtverband bittet bi; Ministerien Me ihnen unterstellten Schulbehörden an- zuweisen. ihn bei der Auswahl und Ausbildung der ßuftfabrtjugenb nach Kräften zu unterstützen. Der Gedanke des D.-utsch n Luitsahtt- Verbandes, weitest 'n Kreisen der deutschen Iugmd Gelegenheit zu praktischer Betätigung In der Luftfahrt zu geben, wird petoifo überall begrüßt toerben; es wäre zu wunsch-n. daß er t>o. feiten der Schulbehörden weitestgehende V: - . r stühung fände.
Vermischi:s.
Schwerer DerfcßreunfaU in Berlin.
Friedrich tratz« kam es zu einem schweren Verkehrsunfall, der auf die Nichtbeachtung der elektrischen VerkehrSfig- na Ie durch einen Autobusführer zurückzusühren lst. Dieser versuchte nämlich, trotzdem das .-alt gebietende gelbe Licht bereits ausgeslammt war bte Kreuzung bet Friedrich- und Jäger!,, aße zu überqueren. Sein Wagen stieß dabei nlt einem P f e r d e s u h r w e r k mit solcher ®<. alt zusammen, daß der Autobus die Rlchiung ocr^ir unb auf den Bürgersteig geriet Ein vor- übergehender Fahrs,uhliührer wurde schwer ret- letzk. so daß ihm in der Klinik ein Fuß ampu- tiert werden mußte. Auch der Führer des Autobus wurde mit erheblichen Verletzungen in bie Universitätsklinik übergetüfrrt, während der Kutscher des Pferdefuhrwerkes mit leichteren 7kr- letzungen davonkam
Einsturz eine» maurischen Babe».
3n Ilemcen (Algerien) ist infolge der anhaltenden Regengüße die Terrasse eines maurischen Bades ein- gestürzt. FünfmaurischeFrauensindtot au» den Trümmern geborgen worben. Man be furdjtet, daß wesiere Badende bei dem Unglück ums Leben gekommen sind.
Berliner Börse.
„Berlin, 11.Ian. (WTB Funkspruch, Die Stimmung im heutigen Vormittagsoerkehr ist etwas beruhigter und auch sreundlicher. Die Hoffnung auf einen günstigen Reichsbankau-wels und auf eine Defchleuniaung der Freigabebill reg n die Unternehmungslust an, doch ist bis jetzt das Geschäft noch nicht erheblich. Man frört I.-G.-Farben mit 282V, AEG. 170^, Siemens 296 bis 296,5, Gesfürel 284,5 bis 285, Harpener 198, Rheinstahl 182. Am Devisenmarkt nennt man Pari» gegen London mit 124 02, Madrid 28,36 bi» 28^9, Mailand 92,15 bis 92,25, Reichsmark gegen London 20,47 bis 20,475 und London gegen Kabel 4,8740 bis 4^750.
Sprödes und stumpfes Haar
soll man monailtdj wenig ten; einmal In einer Vöfuna von 10 e 8aaarenfaiA in 250 cr Waller roafd en Bet Setolfluna dieser Regel werden die Haare schmiep- fa:w glänzend unb von seidiger Fülle.


