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für Tagesgeld eine Erleichterung ein. der Satz für Schecktausch konnte auf 6 Prozent ermäßigt werden.

Wochenbericht

vom Krankfurier Produktenmarkt.

Am Frankfurter Produktenmarkt war die Hal­tung in dieser Woche ruhig. Die Händler zeig­ten nur wenig Kaufneigung, da auch die MuHlen und der Export stark« Zurückhaltung bekundeten. Das Ausland bot kaum eine Anregung, so daß sich die Umsätze in kleinstem Lahmen bewegten. Auch machte srch wieder größeres InlandanaÄöot bemcrfbar. Veranlaßt aus diesem Grunde konn­ten sich die Käufer nur zögernd zu Deckungen entschließen. 3m Verlaufe machte sich eine grö­ßere Unsicherheit bemerkbar, da von den über­seeischen Märkten ungünstig lautende Meldungen eintrafen, die durchweg ein Lachgeben der Preise zur Folge hatten. Aber auch auf dem etwas er­mäßigten Preisniveau kamen die Umsätze nur spärlich zustande. Die Stimmung war durchweg lustlos, da infolge der amerikanischen Wahlen Anrraungen von außenhrr nicht eintrafen und am Wahltag selber die Meldungen sogar ganz crus- bliebrn. Lur aus Argentinien kamen ungünstige Wettermeldungen, die dem Markte vorübergehend eine Stühe gaben, so daß die Grundtendenz eine gewisse Widerstandsfähigkeit zeigte. Trotzdem blieb das Geschäft nach wie vor gering, da das immer reichlicher werdende Angebot von Inland- getreide zur Zurücchaltung mahnt«. Weizen war Bei größerem Angebot stärker vernach­lässigt. Loggen blieb einigermaßen behaup­tet, da hier doch noch verschiedentlich einig« Deckungen zustande kamen. Hier dürften wohl hauptsächlich die Mühlen als Käufer galten, da das Mehlaeschäft, aber auch nur zeitweise ein etwas lebhafteres Ausmaß annahm. Sommer­gerste lag auch in dieser Woche stark vernach­lässigt und erhrbllch schwächer. Am Futter- m i t t e l m a r k t war Mais stärker angeboten, während sich einiges Interesse für Weizen- und Roggenkleie bri gut behauptetem Preis erhalten konnte. Zum Wochenschluß war di« Haltung wieder flau, da die wieder schwächer gewor­denen Duslandnotierungrn stark verstimmten und die Zurückhaltung noch verstärkten. Das Ge­schäft beschränkte sich auf ein Minimum. Lur für Kleie bestand weiter einige Lachfrage, während am Mehlmarkt eine größere Lustlosigkeit zutage trat, so daß auch hier Abschwächungen ein­traten.

Im Vergleich zu den Votierungen der ver­gangenen Woche lag Weiten 0 35 Mk.. Sommer­gerste 0.75 Mk., Hafer (inländischer. Mais für Futterzweck«, Loggenmehl und Weizenmehl je 0 25 Mk. schwächer. Roggen gab 0,10 Mk. nach, Weizen- und Roggenkleie blieben dagegen be­hauptet. D.e Woche schloß zu folgenden Lo- tierungrn: Weizen 23,40, Roggen 22,25 bis 22,50, Sommergerste 24 bis 24.25, Hafer, inländ. 23 bis 23.25, Mais für Futterzwecke 22.

Wochenbericht oom Krankfurier Schlachiviehmarki. In dieser Woche zeigte der Frankfurter Schlachtviehmarkt eine allgemeine Bele­bung des Geschäftes. Am Hauptmarkttag ließ daS Geschäft jedoch noch viel zu wünschen übrig. Der Handel in Rindern ging langsam von- statten, hieran war aber hauptsächlich der starke Auftrieb schuld. Der Marli wurde jcdoch nahezu geräumt, die Preise hatten aber, eine stärkere Ein­buße erlitten. Auch in Kälbern und Scha­fen war das Geschäft ziem'ich rrchiz. Am Leben­markt machte sich ein allgenriner Umschwung geltend, der Handel konnte sich in allen Dieh- gattungen recht lebhaft gestalten. Die Märkte wurden alle geräumt. Besonders Schweine hatten lebhaftes Geschäft und waren bei an'iehen- dem Preis gesucht. Der Export war ziemlich rege am Umsatz beteiligt. Dir kältere Jahres,^it läßt ebenfalls auf ein saisonmäßig lebhafteres Geschäft schliefen. Der Gesarntauftrieü bestand aus 1815 Rindern, darunter befanden sich 415 Ochsen, 82 Bullen, 703 Kähe und 481 Färsen, ferner aus 1590 Kälbern, 300 Scha'en und 5750 Schweinen. Verglichen mit d?m Auftrieb der vergangenen Woche waren 265 Rinder und 106 Kälber mehr angetrirben, während 111 Schafe und 174 Schweine weniger zum Verkauf standen.

Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen AI 54 bis 57, II 50 bis 53, BI 45 bis 49, Bullen A 47 bis 51, B 44 bis 46, Kühe A 43 bis 47, B 36 bis 42, C 30 bis 35, D 22

bis 29. Färsen A 54 bis 58. B 49 bis 53. C 43

bis 48. Kälber B 71 bis 75, C 65 bis 70, D 55

biS 64. Schafe A I 45 bis 50, B 33 bis 44. C 26

bis 37, Schweine B 75 bis 78, C 75 bis 79, D 74 bis 78. E 72 bis 76. 3m Vergleich zu den Preisen dec vergangenen Woch? waren Rinder bis zu drei Mark billiger: Schafe zogen bis zu

Neue Bücher.

Ernst Penzoldt: Der Zwerg. Ro­man. Geheßct 3,50 Mk., gebunden 5,80 Mk. Verlag Philipp Reclam jun. Leipzig. (534) Dieser Roman erzählt, ohne im mindesten Chronik zu sein, von der Zritenw irde, die sich jüngst mit uns und in uns vollzog, der W:nd_> vom 19. zum 20. Jahrhundert, und somit schildert er uns alic: wahrhaft, doch ohne Bitterkeit. Humor, Hey und Gehaben der alten Zeit verkörpert Ohm Peter, ein Abbild der neuen, unbekümmerten Jugend ist der wirklichkeitsfrohe Klaus: zwischen beiden steht Adrian, der Zwerg, den der Kri:g zum Krüppel gemacht hat. Das Buch ist erfüllt von ernsten und vergnüglichen Begebenheiten: tragische und schnurrige Gestalten von diesseits und jenseits der Zeitenwende finden sich, leben miteinander und sterben.

Wilhelm Scharrelmann. Das Fährhaus. Roman. 331 Seiten 8fl. Hin- storfssche Verlagsbuchhandlung, Wisma.. 1928. Ballon lein en 7. Mark. (519.) Es ist ein wertvoller Roman heimatlichen Gepräges, der Held einer der ewigen deutschen Träumer, der zwar durch Mißgeschick das Werk vieler Jahre verliert, aber die Frau seiner Sehnsucht und damit einen erneuten Schasfensantrieb gewinnt. Glück und Leid, Irrtum und Schicksal vialer sicher gezeichneter Menschen wickeln sich ab vor­der in ihrer einsamen Schönheit groß auswach­senden Landschaft.

Edzard-Hellmuth Schaper: Die Dekenntüisse des Försters Patrir Dohle. Roman. Geh.3Mk., Leinen5Mk. Ver­lag von Ad. Bonz & Comp., Stuttgart. (544.) Patrik Doyle, der Sohn eines amerikanischen Großindustriellen, führt ein genießerisches Leben, bewahrt sich aber vor Verflachung, wandelt ge­wissermaßen hellseherisch durchs Leben in Er­wartung der großen Erleuchtung. Alles Er­leben scheint chm nur Symbol. Frauenliebe, Freundschaft, künstlerische Erschütterung fas en ihn nicht im Kern seines Wesens, sind ihm nur Marksteine auf der Dahn des Lebens. Lach dem Tode des Vaters muh er dessen Fabriken über­nehmen. Aber auch Arbeit und Erfolge scheinen ihm den Sinn des Lebens nicht zu treffen. Gr zieht sich zurück und wird Forster in den un­wirtlichen Wäldern des hohen Rordens, um ungestört sich selbst leben zu können. Die Kräfte der älrwaldnatur sind aber zu gewaltig für den einzelnen winzigen Menschen: er ist ihnen nicht gewachsen und muß hier im Kampf mit der Welt erliegen.

Rose Woldstedt-Lauth: Renate. Ein Frauenschicksal aus unseren Tagen. 260 6.8°. Geh. 3,50, Leinen 5 Mk. Strecker und Schröder Verlag, Stuttgart. (557) An drm ergreifend geschilderten Geschick einer geistig und sittlich hochstehenden Frau werden h er die leiblichen und seelischen Löte der ehelo en Frau mit un­bestechlicher Waßrheits'iebe und hohem sittlichen Ernst mutig aufgedeckt. Dieses Buch greift eines der brennendsten Frauenprobleme auf.

Ernst W. Freißler: Die Fahrt in den Abend. Preis in Leinen gebunden 5 Mk. Verlag von Albert Langen in München. (497) 3m .Glockenkrieg" hat G. W. Freißler bereits gezeigt, daß er das italienische Vwlk und die ita­lienische Landschaft zuliefst kennt und liebt. .Die Fahrt in den Abend", die autobiographisches Ge­präge trägt, zeigt diese Liebe vielleicht noch be­zwingender. Hier sucht einer, der schon nahe am Tor einer anderen Welt stand, den Weg in seinen Aben8_durch sein selbsterwähltes Vaterland Ita­lien. Wandert und reitet freilich unbekanntere Pfade durch sein gelobtes Land als die üblichen, gesellt sich in der Demut dessen, der zu Abend über eine fremde Schwelle tritt, den Baue:n, den

Köhlern und Händlern zu, wird ihnen Bruder und Freund, aber auch Bruder und Freund der geduldigen Maultiere, der Kastanien und Buchen auf den Bergen, der Felsen im Dach. Weil er so franziskushaft im Empfangen und Umfangen wächst, geschieht es. daß seine müden Hände wie­der ftarf werden und sich noch einmal auszu­strecken wagen, das Glück zu rufen und festzu­halten, fester als ehedem.

Helene Christaller: Derufung. Roman. In elegantem Ganzleinwandband 6,80 Mark. Verlag von Friedrich Reinhardt in Dasei (436). Die Verfasserin hat hier ein recht interessantes Problem aufgebaut. Eine junge be­gabte Künstlerin verbindet sich in Liebe und Ehe mit einem feingebildeten ernsten Pfarrer, der zum Leiter einer großen Epileptischen-Anstalt berufen wird, wohin sie ihm als seine Frau folgt. Der Ausenthalt in der Anstalt bringt die Kon­flikte: hier Künstlertum, Iugerrd, Liebe dort ein entsagungsvolles Wirken unter den Kranken. Auch die Ehe wird dadurch getrübt, obgleich die Liebe unverletzt bleibt. In der kritischen Stunde streckt die Kunst wieder die Arme nach ihr aus und sie folgt dem Ruf. älnü doch mich sie erkennen, daß sie tief verwachsen bleibt mit dem Gatten und seinem Werk. Sie kehrt zurück und sindet einen Weg, ihre Derufung zur Kunst der Derufung ihres Gatten dienstbar zu machen. Den Freunden der Verfasserin wird auch dies neue Buch eine willkommene Gabe sein.

In der bekannten Sammlung der »Wies­badener Volksbücher" (Herausge^eben vom Volksbi'.dungsverein E. V. zu W'.eZbaden. 518) ist eine Reihe neuer Hefte herausgekommem Lr.212 bringt zwei der schönsten Märchinerzäh- lungenDer b'onde Eckbert" und die.Elfen" von Ludwig T i e ck, der jetzt endlich auch in dieser Sammlung vertreten ist. Vier Scherenschnitle von Paul Fritsche^en ich vorteilhaft in den Text ein. Heft 214 bringt die Erzählung von Arlhur Schnitzler »Der b inde Geronimo und sein Bruder", die meisterhaft die eigentümliche Idem- welt der Blinden veranschaulicht. Die beiden nächsten Lummern bieten Geschichten von Selma L a g e r l ö f, zunächst in »Das Mädchen vom Moorhof", eine Dolkserzähiung in besten Sinne des Wortes, und dann in Lr. 216 die W^ihnachts- geschichteDie Legende von der Christro e" und Das Heinz lmännchen von Töreb)". In Heft 217 Sie Leut' vom Hoch ogel" von Rich. Platten- st e t n e r führt uns der Der as er in die nieder- österreichischen Derge mit ihrer rauhen, a'er ge­diegenen Baucrnscha t. Das Heft 218 bringt das berühmte Genrebild von Achim von Arnim Der tolle Invalide auf dem Fort Ratonneau". Als eine besondere Zierde der Sammlung dürfte Lr.219 aittusprechen sein, die vier Stimmungs­und Iugendnovellen von Theodor Storm bringt: Immensce"3m Sonnenschein"Ein grünes Blatt" und »Abseits" mit einer Einleitung von Erich Liesegang. Einem vielfach geäußer­ten Wunsch entsprechend, enthält endlich Band 221 eine Auswahl von »Ryeinsage n", die Dr. Paul gaunert in die vorliegende Form gebracht hat und auch einsührt. Der Preis ist, dem Zweck des Unternehmens entsprechend be­scheiden, er bewegt sich zwischen 30 und 60 Pf. Qnie Bändchen sind auch gebunden erhält ich, wo­durch sich der Preis bei Halbleinen um 40 und bei Ganzleinen um 60 Pf. erhöht.

Peter Scherer: 3m alten frohen Rheingau. 3m deutschen Straßburg. Bilder und Erlebnisse. Mit Titelbild. VI und 144 Seiten 8°. Leinwand 3,80 Mk. Verlag Her­der, greibirra im Dreisgau, 1928 (421).

Der Dauer lacht. Ein Buch vom Lachen und Scherzen auf dem Lande. Verlag Walder Lestler, Meißen t Sa. Preis 1 Mk. (433).

.zwei Mark, Schweine bis zu drei Mark und Kälber bis zu einet Mark an.

Bamag-Msguin A. - G. Von der Fox Brothers Corporation erhielt die Bamag-MLguin A.-G. einen Auftrag auf eine elektrolytische Wasser­stoffanlage. Di« Anlage wird in Sevilla aufgestellt und wird das zur Füllung der Zepvelinluftschiffe erforderliche Wasserstoffgas erzeugen. Um den Auf­trag hatte stck neben der inländischen Konkurrenz auch das Ausland stark bemüht.

* Rheinische Metall, Düsseldorf. Die H. V. der Rheuunrtall, Rheinische Metall­waren- und Maichinenfabrck A-G., Düsseldorf, genehmigte einstimmig die Regularien. Die Er­höhung des Grundkapitals um 8 Mil­lionen Mark auf 20 Millionen Mark soll derart geschehen, daß die neuen Aktien von einem Konsortium unter Führung der Deutschen

Dank unter Ausschluß des gesetzlichen DemgSrech- tes der Aktionäre zum Kurse von 100 Prozent übernommen werd.n. Das älebernahmekonsortium wird die Einführung der Aktien an der Berliner, Frankfurter und Essen-Düsseldorfer Börse, sowie einen Teil der Kosten der Kapitalerhöhung über­nehmen Das Konsortium übernimmt die Ver­pflichtung. die neuen Aktien den alten ALio- naren im Derhältn.s von 3:2 zum Kurse von 106 Prozent anzubieten Die Lage ht drn ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres wurde als nicht ungünstig bezeichnet.

Harpener B ergbau, A. - G. Der gestern dem Aufsichtsrat der Harpener Bergbau, A.-G. vor­gelegte Halbjahrsabschluß entspricht in seinen Er­gebnissen den Erwartungen. Nach den Abschreibun­gen wurde ein geringer Betriebsüberschuß erzielt. Die Entwicklung des zweiten Halbjahres läßt zur Zeit eine Besserung nicht erwarten.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 10. Nov. Tendenz: etwas fester. Nachdem an der gestrigen Börse von dee Baissespekulation auf verschiedenen Marktgebieten Blankoabgaben oorgeiwmmen wurden, die teilweise merkliche Kursrückgänge herbciführten, machte sich zum Wochenschluß stärkeres Deckungsbcdurfnis gel­tend, und die Tendenz konnte sich etwas befesti­gen. Die nach der mäßigen Ultimoanspannung ein­getretene befriedigende Neichsbankentlastung trug zur BesserungderStimmung bei. Das Geschäft war im allgemeinen wieder klein, da das Publikum dem Markte fernblieb, und der fortbestehende Eisen­konflikt weiter geschäftshemmend wirkte. Etwas leb­hafteres Interesse bestand für Elektrowerte. Hier waren vor allem Bergmann mit plus 4 o. H^ Schuckert olus 3 v. H. und Siemens plus 2,5 v. H. verlangt AEG. und Licht & Kraft lagen nur leicht gefragt. Am Chemiemarkt waren I.-G.-Farden und Scheideanstalt leicht erhöht. Deutsche Erdöl konnten 2 o. H. anziehen. Deutsche Linoleum plus 15 v. H. 21m Montanmarkt waren Harpener, trotz des un­günstigen Kommuniques über das bisherige Ge- fchastsergebnis 2 v. H. erhöht, da die Spekulation, die in diesem Papier leeroerkaust hatte, größer« Deckungen vornahm. Auch Mans^lder und Rhein, stahl waren leitet gebessert. Bon Bankwerten lagen Reichsbank 2,75 v. H. und Dresdner Bank 1 v. H. fester. Im übrigen waren die Kursoeränderunaen aeaen die gestrige Abendbörse gering. Deutsche An­leihen waren behauptet. Ausländische Renten still. Im Verlaufe blieb die Stimmung freundlich, doch waren die Umsätze meist weiter gering. Elektrowerte blieben aefragt und konnten erneut etwas anziehen. Schuckert plus 2 v. H. und Siemens plus 1 o. H. Am Geldmarkt war Tagesgeld zu 6 v. H. wieder leichter. Am Devisenmarkt konnte die Mark etwas anziehen. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1997, gegen Pfund 20,260, gegen Paris 124,1250, London gegen Kabel 4,8484, gegen Mailand 92,60, gegen Ma- drid 30,08, gegen Holland 12,08.

Berliner Börse.

Berlin, 10. Nov. Im Mittelpunkt des heutigen Samstagsmarktes stand der Harpener Markt, vor­mittags war man auf Grund des ausgegebenen Kommuniques über die gestrige Äuffichtsratsfitzung noch leicht pessimistisch gestimmt, und man hatte mit weiteren Abgaben besonders am Montanmarkt rech­nen zu müssen geglaubt Zu Beginn des offiziellen Verkehrs stellte sich aber heraus, daß gerade für Harpener Aktien auffallendes Interesse bestand, so daß der Kurs mit 132 o. H. gegen 129,5 o. H. gestern mittag einsetzte. Die Umsatztätigkeit war nach Börsen- beginn auf ein 9JI i n i m u m beschränkt. Später kam das Geschäft aber zögernd in Gang, und die übliche Samstagserscheinung im Verlause trafen bei den Banken Orders ein. Zu der freundlichen Stimmung trug außerdem der feste Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse und der erheblich ent- spannte Reichsbankausweis der 1. Nooemberwoche bei. Nach diesem hat sich der Bestand an Wechsel» um 165 Millionen, an Lombards um 61 Millionen verringert, der Notenumlauf hat um 290 Millionen abgenommen, frembe Gelder erfuhren eine Vermeh­rung um 91 Millionen, und die Gold- und Devisen­bestände stiegen um 12 Millionen. Die Deckung besserte sich um 3 bis 4 v. H. Auch der Harpener Be­richt wurde jetzt plötzllch als gefärbt anaefehen, man behauptete, daß er unter dem Eindruck des Eisen- konfliktes stehe und im Zusammenhang mit den am Montag beginnenden Verhandlungen vor dem Ar­beitsgericht zu werten sei. Die Kursgestaltung war keine einheitliche. Mit größeren Veränderungen fielen auf: Kaliwerke bis plus 4 Prozent, Stöhr pluO 6,25 Prozent, Deutsche Kabel plus 325 Prozent. Papier« tote Ablerwerk«, Polyphon, Harpener, Ilse Bergbau, Schuckert und Siemen-, die 1,5 Prozent höher lagen. Dagegen Deutsche Linoleum mrnuS 2,25 Prozent und Maximilianshütt« minus 3 Prozent. Deutsche Anleihen waren ruhig. Aus­länder geschäftslos. Anatolier etwas erhöht. Der Pfanbbriefmarkt war still. Wan taxiert« überall wenig veränderte Kurse. Der Geldmarkt war weiter leichter. Tägliches Geld 5 bis 7 Prozent, für erste Firmen noch darunter. WonatSgeld 8 bis 9 Prozent und ohne Lachfrage. 3m Ver­laufe konnten sich die Kurse allgemein 0,5 biS 1 Prozent bessern. Papiere wie Schuckert, Sie­mens, lagen, anscheinend auf AuslandkLufe, biS gu 3 Prozent höher. Von einem lebhaften Ge­schäft konnte aber kaum die Leb« fern.

Kunst und Wissenschaft.

Heues von Thomas 2Rann.

Thomas Manns entzückende Erzählung Di« Bekenntnisse des Hochstaplers Felir Krull. der Kindhrit" erscheint demnächst bri der Deut­schen Verlags-Anstalt. Stuttgart-Berlin, in einer schönen Leuausgabe. Der Einbandentwurf stammt von Professor Emil Preetorius.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die dinier den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. LeichSbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfliß 8 Prozent.

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stkoltenische Noten......

21.01

21 99

Norwegische Noten. ...

111,53

111.97

Deutich-Oeskrrr, ä 100 Arona

58 86

59.10

Rumänische Noten......

2,525

2.545

Schwedische Noten ......

111,88

112.32

Schw-it-r Noten ......

80,59

80,91

Svanischc Noken.......

67.46

07,74

Tschechoslowakische Noten . .

12.402

12.462

Uvaarische iRotea

73.90

73.20

Devisenmarkt BerlinJranff-irf

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9. Novemd.r

10 Novemb r

Ämkliche Geld

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168,32

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1.772

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»8,29

58.41

»8.285

58.405

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111,76

111.98

ill.7b

111,98

«kovrndoaen

111,79

112.01

111.81

112,13

Stockholm

112.12

112.34

112,12

112.34

btlftnaforf.

10.555

10.575

10,556

10.576

Italien . .

21,9b»

22.005

21.96.5

21.005

öondon. . .

20,537

20.377

Al.»4 4.1855

40.38

Neuvork . .

4,1950

4,2030

4,2036

Parts ...

16.^5

16,425

16,»75

16,415

Schweis . .

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50,883

50.735

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1,954

1.958

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12.435

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12.434

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7,370

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73.11

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18.88

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Fanug

51.35

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-.103

2.107

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5.432

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4,191

4,199

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4,266

4.274

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20.867

20.897

20.856

20.805