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bedeutet ksteS einen starken Verlust, und zwar um so mehr, als auch der Gemeindewaldrn kur­zer Zeit feinen Er rag mehr abwerfen kann. Man bat wohl in den letzten Jahren große Flächen wieder aufaesorstet, bis (wer ein regu- lärer Hiebsatz des Waldes durchgefuhrt werden kann, werden noch diele Iahre vergehen. In der richtigen Erkenntnis, der Stadt neue Ernnahme- quellen zu verschaffen, sind bei der Schönau 700 Kirschbaume aus eine Mache von etwa SO Morgen angepflanzt worden. Wertere Obst­anlagen sind geplant. Da die Kirfchbaume ver- hältnismäß.g frühen Ertrag liefern und die hie­sige Anlage nach dem fachmännischen Urteil von Obstbauinspektor Snkler (G..n) mustergültig ist dürfte sch das angelegte Kapital bald gut ve'yinsen und für die Stadt eine erwünschte Ein­nahmequelle werden.

j_ Oberlais, 9. Aov. Dieser Tage fand hier die Wahl des neuen Kirchenvor­st a n deS statt. Fast alte Kirchengemeindever- tretet des Kirchspiels waren erschienen. Dor Beginn der Wahl erfolgte die Verpflichtung der neugewählten Kirchengemeindevertreter Leh­rer L e h m e r, Glashütten, und Beigeordnetem Erk, Glashütten. Da die seitherigem Mitglie­der des Kirchenvorstand^ Friedrich Schauer- mann und Konrad Diehlmann von Ober­lais, sowie Konrad Müller und Friedrich Hansel von Glashütten wegen hohen Alters auf eine Wiederwahl verzichtet hatten, mußten vier neue Kirchenvorstehrr gewählt werden. Es wurden gewählt von Oberlais Gemeinderat Adolf Götz und Schuhmacher Wilhelm Böck, von Glashütten Bürgermeister DingeS und Karl Dreufch l. Wiedergewählt wurden in Ober­sais Bürgermeister S cha uermann und Karl Fritz.

* U l t i ch st e i n, 9. Aov. Um den Bewoh­nern des oberen Ohmtals und der Um­gegend eine bessere Verkehrsverbin­dung nach der Provinzialhauptstadt Gießen herzustellen, hat sich die Postverwaltung entschlos­sen, ab 13. Aovember auf der K r a f t p o st - iinie Ulrichstein Mücke außer den täg­lich zweimaligen Fahrten am Dienstag. Sreitog und am Samstag eine dritte Fahrt von Ulrichstein nach Mücke auszuführen. Die Fahr­ten von Ulrichstein nach Mucke haben An­schluß an den Zug nach Gießen, Mücke ab 11.30 Uhr; die Fahrten von Mücke nach Ulrich­stein haben Anschluß am Dienstag und Freitag an den Zug von Gießen, eintresfend in Mücke um 13.18 Uhr und am Samstag um 17.35 Uhr.

Die Fahrpläne für diese KraftposMnien ton­nen, soweit sie nicht an den hierfür vorgesehenen Stellen aushängen, auf den Posthilfstellen ein­gesehen werden. Von dem Grade der Benutzung dieser Derbindung wird eS abhängen, ob diese Fahrten auf die Dauer aufrechterhalten werden können.

Kreis Alsfeld.

Z Dannenrod, 9. Noo. Bei der durch die Kirchenaerneinbevertoetung stattgchabten Wahl des Kirchenvorstandes wurde der alte Kirchen Vorstand, der aus den Herren Johannes Friedrich Grein, Förster Friedrich Trupp, Heinrich Böckner 111 und Heinrich Stein­man n senior bestand, wiedergewählt und durch zwei weitere Mitglieder, den Herrn Bürger­meister Heinrich August Koch und Wilhelm Küster, ergänzt.

Kreis Lauterbach.

& Lauterbach, 9.Nov. Der Gemeinde« rat beschäftigte sich in feiner jüngsten Sitzung unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Walz zunächst mit der Festsetzung derMärkte für 19 30. Diese wurden wie folgt festgelegt: 19. Februar Viehmarkt, 19. März Vieh- und Krä­mermarkt, 23. April Viehmarkt und Dullenauktion, 11. Juni Präm.ierungs» und Ver'.osungsmarkt, 16 Juli Diebmarkt. 13. August Vieh- und Krä­mermarkt, 10. September Viehmarkt, 9. Oktaöer Vieh- und Krämermarkt mit Dullenauktion, 26. Aovember Viehmarkt. Das Gemeinderats- mitglied Bauunternehmer H. H a r dt hat in einer der letzten Sitzungen sein Amt als Mitglied der Wohnungskommission (Vertreter der Hausbesitzer) niedergelegt. Auf Vorschlag des Grund- und Hausbesitzeroere ns wurde jetzt der Bäckermeister Hermann Ullrich gewählt. Der Zimmermeister und Sägewerlsbesitzer Wil­helm Henkel I. hat um Befreiung seines im Jahre 1927 errichteten Wohnhausneubaues von der Gemeindegrundsteuer nachgesucht. Das Gesuch wurde auf Vorschlag der Finanz- kommission abgelehnt, da nach dem Gemeinderats­beschluß vom 28. August im vorliegenden Falle die erforderlichen Voraus! .tzungen fehlen. Aach diesem Beschluß kann nur bei Kleinwvhnungs- bauten, und auch da nur in bedürftigen Fällen, Steuerfreiheit gewährt werden. Die Woh­nungskommission ist an die Stadt herangetreten mit dem Antrag auf Errichtung von acht Zweizimmerwohnungen. Auf Vorschlag der Bau- und Finanzkommission wurde dieser Antrag vorerst vertagt bzw. für erledigt erklärt.

da bereits im alten Krankenhaus sieben bis acht Zweizimmerwohnungen eingerichtet werden sol­len. Außerdem soll die künftige Stellung des Staates in bezug auf Dereastellung von ver­billigtem Daudarlehen abgewartet werden. 'Bei diesem Punkt referierte der Bürgermeister über die Bautätigkeit in der Stadt Lau­terbach seit dmn Jahre 1920. Aach diesen Aus­führungen wurden in den letzten acht Jahven von der Stadt 42 und von der Heimstättenbau­gesellschaft, an der die Stadt mit über 50 Prozent beteiligt ist, 70 Wohnungen, zusammen also 112 Wohnungen errichtet. Hiervon entfallen allein 88 auf Arbeiter- bzw. Zweizirnmerwohnungen. Don privater Seite wurden in diesen Jahren 155 Wohnungen gebaut Insgesamt wurden somit seit 1920 ---- 267 Wohnungen erstellt, wovon 50 Proz. als Arbeiter- bzw. Zweizimmerwohnungen zu bezeichnen sind. Trotz dieser regen Bautätigkeit herrscht immer noch ein empfindlicher Wohnungs­mangel in unserer Stadl, der in erster Linie auf den Zuzug von auswärts zurückzuführen ist. Hieraus beschäftigte sich der Stadtvorstand mit dem Antrag des Schulvorstandes auf Bereit­stellung eines Bauplatzes anläßlich der Durchiührung der Feldbereinigung für ein neues Schulgebäude. Aach den Ausfüh­rungen des Bürgermeisters ist infolge der fort­schreitenden Entwicklung der Stadt und der damit verbundenen Einwohnerzunahme in den nächsten Jahren mit einem Schulhausneubau zu rechnen. Cs wurde beschlossen, wegen der Bereitstellung eines gee.gnctcn Bauplatzes anläßlich der Aus­arbeitung deS Meliorationsplanes mit dem Feld­bereinigungsbureau zu verhand-ln. Weiter wurde beschlossen, in den künftigen Voranschlägen der Stadt, und zwar erftmafia 1929, für diesen even­tuell erforderlichen Schulneubau Rücklagen em» zustellen. Wegen der Dewill gung einer W i n- terbeihilfe für Anter st ützungsemp- länger ist der Stadtvorstand mit dem Vor­schlag des Bürgermeisters grundsätzlich einver­standen, falls vom Hessischen Staat ebenfalls eine derartige Beihilfe beschlossen wird. So- dann gab der Bürgermeister davon Kenntnis, daß das gesamte Anwesen Eichhof durch Kaufvertrag vom 18. Oktober zum Preise von 155000 Mk. in den Besitz der Stadt über« gegangen ist. Die Heb ergäbe bat bereits am 1. o. M. stattgefunden. Die Bezahlung des Kauf­preises erfolgt durch Uebernaßme einer bereits auf dem Anwesen ruhenden Hypothek in Höhe von 50 000 Mk.: 90 000 Mk. bleiben bei der Stadt verzinslich stehen, die restlichen 15 000

Mark werden Bat auSbezahlt. Bei diesem Punkt der Tagesordnung wurde aus steuerlichen Grün­den beschlossen, daß 1. die Pmckanlagen für die Zukunft der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden, 2. daS Schloßgebäude alsbald als Kran­kenhaus eingerichtet und an den Frauenverein vermietet w.rd. Das seitherige Krankenhaus in der Rockelsgasse geht durch Kauf in den Besitz der Stadl über; in diesem Anwesen sollen sieben bis acht Kleinwohnungen eingerichtet werden. Dis dazugehörigen Bauplätze sind auf Beschluß d:S Stadtvorstandes zu angemessenen Preisen dem Kleinwohnungsbau zur Dersügung zu stellen.

Preußen.

Kreis Limburg.

Lpd. L i m b u r g , 9. Nov. Der wegen Ermordung der eigenen Mutter vom Schwurgericht Limburg am 14. Juli zum Tode verurteilte 20jährige Anton Horn aus Nieder-Zeuzheim bei Limburg ist vom preußischen Staatsministerium zu 15 Jahren Zuchthaus begnadigt worden.

Berliner Börse.

Berlin, 10. Aov. (WTD. Funkspruch.) 3m heutigen Samstagvorimttagverlehr blieb die Ten­denz abwartend. Man tarierte eher schwächer» Kurse, da das über die gestrige Harpener Äus- sichtsratssitzung verbreitete Kommunique ziemlich pessimistisch klingt und man noch weitere Ab­gaben, speziell am Montanmarkt, zu erwarten scheint. Dagegen dürfte der heute zur Ver­öffentlichung kommende Reichsbankausweis, nach dem leichten Geldmarkt zu urteilen, eine stärkere Entlastung bringen. An Kursen sind zu hören: Siemens 405,50 biZ 406.

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Klein-Linden. Münster i. Westf. Heinrichswalde i. Ostpr., Arheilgen bei Darm­stadt, Groh-Eichen, den 9. Nov. 1928.

Die Beerdigung findet Montag, den 12. November, nachmittags 2 Uhr. vom Sterbehause Klein-Linden aus statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand nehmen zu wollen.

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Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß mein lieber Mann, unser guter Vater. Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Rektor i. R. Albert Boßler nach Gottes unerforschlichen» Ratschluß ganz plötzUch und unerwartet in die Ewigkeit abberulen wurde.

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