Ausgabe 
10.4.1928
 
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Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. ReichSbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.

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Wirtschaft.

Deutschland und die Internationale Rohstahlgemeinschast.

Die Internationale Rohstahlgemeinschaft hat am 1. Oktober vergangenen Jahres ihren ein­jährigen Geburtstag gehabt, der allerdings sehr trübe verlaufen ist. Mit dem Frühling ist jedoch die Lage besser geworden, und man konnte für die zu Anfang März anberaumten Sitzungen der Rohstahlgemeinschaft wichtige Entscheidungen erwarten, die aber nicht getroffen werden konnten infolge des unerwartet eingetretenen Todes des Präsidenten Mährisch. Wichtig für Deutschland war nur der Beschluß, die deutsche Aus­fuhrbeschränkung insofern zu mildern, als das Ausfuhrkontingent für Deutschland um 50 000 Tonnen monatlich erhöht wurde. Wie iwtwendig diese Maßnahme war, geht aus der veränderten Lage am Eisenweltmarkt hervor, dessen Preise nicht unbeträchtlich gestiegen sind. Die Situation ist heute die, daß Frankreich auch weiterhin aus den Strafgeldern Deutschlands eine Subvention er­hält. obgleich seine Löhne, Frachtunkosten ge­ringer sind als die der deutschen Eisenindustrie.

Reue Länder sind inzwischen der Internati­onalen Rohstahlgemeinschaft nicht beigetreten: von England hört man gegenwärtig wenig, und die Bedingungen Polens, das seinen Abschluß nicht nur vom Schutze seines Inlandmarktes, sondern auch von der Bewilligung eines hohen Aus­fuhrkontingents abhängig machen will, sind als unannehmbar abgewiesen worden. Also auch hier ist man bisher nicht weitergekommen.

Die deutsche Eisenindustrie verfolgt innerhalb der Internationalen Rohstahlgemein­schaft zwei Ziele: Einerseits muß ihr Be­streben dahin gehen, daß ihre Quote inner­halb der Rohstohlgeineinschaft der tatsächlichen Kapazität ihrer Erzeugung angepaßt wird, anderseits ist für Deutschland die Bil­dung internationaler Berkaufsver- bände von noch größerer und entscheidender Bedeutung. Zweifellos zeigt die bisherige Ent- wickluna der Internationalen Rohstahlgemein­schaft, daß Prvduktionskartelle mit einem groß­zügigen Kartellaufbau für die Rohstoffe allein nicht auskommen können, sondern daß ihr Be­stehen gesicherter wird, wenn Berkaufsbestim- mungen die Kontingentsabkommen ergänzen. Die Regelung der Produktion allein genügt nicht, da die Beteiligten in der Lage sind, sich selbst unter­einander Konkurrenz zu machen, weil eben, wie in dem Fall der Rohstahlgemeinschaft, die Selbst- kostengrundlagen der Beteiligten so verschiedene sind. Die Bildung internationaler Berkaufsverbände bei der Rohstahlge- meinschaft wird geradezu zu einer diktatorischen Rotwendigkeit, wenn man bedenkt, daß Deutsch­land, wie gesagt, eine Quote hat, die seiner ProduktivnSfähigkeit nicht entspricht. Hinzu kommt, daß Frankreich, Belgien und Luxemburg auf die Ausfuhr normalerweise mehr angewiesen sind, als das über einen großen Inlandmarkt verfügende Deutschland, welches normalerweise SO Prozent seiner Produktion an Eisen und Stahl im Inlande abseht. Infolgedessen müßten gerade die westlichen Länder an der Bildung von Äer- kaufsverbänden auf dem Weltmarkt ein großes Interesse haben, und es scheint tatsächlich, als ob sich die Einsicht über die Schaffung von Ber- kaufSverbänden zwecks weiteren uno festeren Aus­baues der Internationalen Rohstahlgemcinschaft . mehr und mehr auch bei den westlichen Ländern duvchzusehen beginnt.

I Alle« in allem genommen geht heute die Ten- denz dahin, daß mit der baldigen Bildung inter-

1 nationaler Derkaufsshndikate gerechnet werden , kann, vielleicht wird die im Juni stattfindende Sitzung der Rohstahlgemeinschaft bereits den Einrgungsbeschluß in dieser Frage bringen.

Die amtliche Großhandelsindex- ziffer. Die auf den Stichtag des 3. April berechnete Grvßhandelsindexziffer des Statisti­schen Reichsamtes war gegenüber der Borwoche mit 138,8 (138,9) nahezu unverändert. Die Index­ziffern der Hauptgruppen stellten sich für Agrar- ftvsfe auf 132,0 (132,1), für Kolonialwaren auf 132,4 (130,8), für industrielle Rohstoffe und Halb- Waren auf 133,9 (134,1) und für industrielle Fertigwaren unverändert auf 157,4. Im Mo­na ts d u r ch f ch n i t t März ist die Gesamt­indexziffer um 0,4 v. H. auf 138,5 gegenüber 137,9 im Durchschnitt Februar gestiegen. Bon den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrar- stoffe um 0,9 v. H. auf 131,3 (130,1) und die- rentflc für Kolonialwaren um 3,2 v. H. auf 133 8 (129,7) angezogen. Die Indexziffer der indu­

striellen Rohstoffe und Halbwaren war mit 133,5 (133,6) nahezu unverändert, während diejenige für industrielle Fertigwaren gegenüber dem Vor­monat um 0,3 v. H. auf 157,3 (156,8) gestie­gen ist.

Impreva, Holzimprägnierungs- und Holzverwertungs-A.-G., Frei­burg i. D r. Die Rachfolge-Gesellschaft der Gebr. Himmelsbach-A.-G., die Impreva, Holz- imprägnierungs- und Holzverwertungs-A.-G. ist nunmehr eingetragen. Das Aktienkapital beträgt 2 Mill. Mk. Die Gebr. Himmelsbach-A.-G. und die Gesellschaft für Holzhandel in Freiburg brin­gen Grundstücke, technisches Inventar. Schuh­rechte usw. für ca. 3 Mill. Mk. ein. Die Aktien wurden zum Rennbetrag ausgegeben.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a.M., 10. April. Tendenz: freund­lich. Nach der Unterbrechung durch die Feiertage kam das Börsengeschäft zwar nur zögernd in Gang, und die Umsätze bewegten sich in enaen Grenzen, doch blieb die G r u n d st i m m u n g f e st, und die Kurse lauteten überwiegend etwas fester. Die Stim­mung wurde etwas angeregt durch Hoffnungen hin­sichtlich der Neuregelung des Schuldenproblems, die sich an die Nomreise des Reparationsagenten, Parker Gilbert, knüpfen. Ferner befriedigte es, daß die Ruhrkohlenförderung eine Steigerung erfahren hat, unter gleichzeitigem Rückgang der wegen Absatz­mangels eingelegten Feierschichten. Das Ausland soll weiter als Käufer aufgetreten sein, außerdem wurden einige kleine Käufe auf Rechnung der Kundschaft vorgenommen, so daß auch die Spekulation zu Deckungen und neuen Käufen schritt. Bei den ersten Notierungen waren gegen die letzten Kurse vom vergangenen Donnerstag meist 1« bis 2-v. H.- Besserungcn zu verzeichnen. Ziemlich bevorzugt waren die K a l i w e r t e auf den Märzabsatz. Salz- dethfurt und Westeregeln gewannen 3 v. H. I.-G.- Farben eröffneten 1 o. H. höher, Scheideanstalt und Holzverkohlung blieben jedoch nur behauptet. Auch Schiffahrtswerte waren im Kurse voll­kommen verändert. Am Montanmarkt waren Gelsenkirchen mit plus 2,5 v. H. und Buderus mit plus 1 v. H. etwas gefragt, während Rheinstahl, Harpener und Phönit etwa 1 v. H. nachgaben. Am El e k t r o m a r k t e lagen Gesfürel, Rheag und Fel­ten auf Realisationen etwas schwächer. ÄEG., Licht und Kraft, Schuckert und Siemens, zogen dagegen 1 v. H. an. Lahmeyer waren etwas stärker gefragt und 2,5 v.H. höher. Von den Zellstoffwerten gewannen Aschaffenburger 1 v. H. und Waldhof 2 v. H. Für Bauunternehmungen bestand wieder einiges Interesse. Holzmann lagen 1 o. H. und Wayß & Freytag 2 v. H. fester. Adlerwerke ge­wannen 1,25 v. H. Deutsche Anleihen lagen freund­lich. Ausländische Renten zumeist fester, be­sonders Anatolier und Mexikaner. Im weiteren Ver­lauf konnte sich die Tendenz weiter etwas befestigen, und die Kurse zogen erneut 1 bis 1,5 v. H. an. Be­vorzugt waren I.-G.-Farben, AEG., Rheinische Braunkohlen. Karstadt lagen 2 o. H. fester. Geld blieb unverändert, ziemlich knapp. Tagesgeld 8 v. H. Am Devisenmarkt notierte die Reichs­mark gegen den Dollar 4,1808, gegen Pfund 20,419, London gegen Kabel 4,8825, Paris gegen London 124,02, Mailand 92,40, Madrid 29,02, Holland 12,1166.

Berliner Börse.

Berlin, 10. April. Dir erste Börse nach der langen Unterbrechung eröffnete zögernd, aber, wie schon am Vormittagsverkehr zu erkennen war, bei freundlicher Grund st immung. Das Geschäft kam allerdings nur langsam in Gang, da ein Teil der Orders erst verspätet eintraf. Iu den ersten Rotierungen kam auf einigen Märkten aus Publikumskreisen Ware heraus, die nur teilweise zu behaupteten Kursen Aufnahme fand, während bei einzelnen Papieren ein- bis zweiprozentige Abschwächungen nicht zu vermeiden waren. Für Spezialwerte bestand erneut Interesse, und Papiere wie Polyphon, Maxi- milianshütte, Berger. Kunstseideaktien, Kaliwerte, Chade-Aktien und einige Elektrowerte erzielten bis 8 Prozent betragende Gewinne. Auch Karstadt und A.-G. für Verkehrswesen hatten wieder lebhaftes Geschäft, während Montane. Banken und Schiffahrtswerte vernachlässigt waren, obwohl auch hier keine einheitliche Kurs­entwicklung festzustellen war. Deutsche An­leihen befestigt. Ausländer eher still. Anatolier eher etwas fester. Lissaboner Stadt­anleihe weiter fest, 14,38 nach 13,8. Pfand­briefe gehalten. Farben-Donds 145,50 Prozent. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld 7 bis 9 Prozent. Monatsgeld 7,5 bis 8,5 Prozent. Warenwechsel zirka 7 Prozent. Gleich nach den ersten Kursen etwas nachgebend, wurde es später unter Führung von Spezialitäten wieder fester. Das Geschäft war aber nur klein. Spritwerte 3 bis 4 Prozent über Anfang. Glanzftzoff plus 5 Prozent, Karstadt plus 3 Prozent, Polyphon

4,5 Prozent, Berger plus 2 Prozent. Später konnten sich diese Kurse nicht immer behaupten und die Tendenz war wieder uneinheitlich.

Frankfurter Getreiv borse.

Frankfurt a. M., 10. April. Das Geschäft am Frankfurter Produktenmarkt war nach den Osterfeiertagen sehr klein, doch trat eine all­gemeine Befestigung auf die höheren Ausland­notierungen ein. Roggen war lebhafter gesucht, hauptsächlich von feiten des Exports. Auch konn­ten mit Mais größere Amsähe getätigt werden. Sonst blieben die Abschlüsse minimal. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs 26,50, Roggen 27,50 bis 27,75, Hafer, inländischer 26,75 bis 27,25, Mais (gelb) für Futterzwecke 24,25 bis 24,50, Mais (gelb) für andere Zwecke 25, 'Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 37,50 bis 38,50, Roggenmehl 37,50 bis 38,50, Weizenkleie 14,75, Roggenkleie 15,75 bis 16,25 Mark. Tendenz: Leicht befestigt.

Frankfurter Lchlachtviehrnarkt.

Frankfurt a. M., 10. April. Auftrieb : 735 Rinder, darunter 196 Ochsen, 60 Bullen, 314 Kühe, 155 Fävsen: 527 Kälber: 23 Schafe; 4656 Schweine. Ochsen: oollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: 1. jüngere 60 bis 63, 2. ältere 55 bis 59, sonstige vollfleischrge: 1. jüngere 50 bis 54, 2. ältere 46 bis 49; Bullen: jüngere, oollfleischige, höchsten Schlachtwerts 51 bis 55, sonstige voll- fleischige oder ausgemästete 48 bis 50; Kühe: jün­gere, vollfleischiae, höchsten Schlachtwerts, 45 bis 50, sonstige oollfleischige oder ausgemästete 40 bis 44, fleischige 33 bis 39, gerinn genährte 25 bis 32; Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): oollfleischige, aus­gemästete, höchsten Schlachtwerts, 60 bis 64, voll- fleischige 55 bis 59, fleischige 50 bis 54. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 81 bis 86, mittlere Mast- und Saugkälber 75 bis 80, geringe Kälber 65 bis 74. Schweine : Fettschweine über 300 Pfund Lebend­gewicht 50 bis 56, vollfleischige Schweine von ca. 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 55 bis 58, von ca. 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 56 bis 59, von ca. 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 57 bis 60, flei­schige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebend­gewicht 52 bis 56, Sauen 42 bis 48. Marktocr- lauf: Rinder mäHig-rege. Kälber und Schafe lebhaft, ausoerkaust. Schweine mittelmäßig, zum Schluß stark abflauend, Ueberftand. Schwere jette Schweine schlecht verkäuflich. Der nächste Schweinemarkt findet am Freitag, dem 13. April, statt,

Kunst und Wissenschaft.

Das Reger-Fest 1928.

Das 6. Reger-Fest (7. bis 10. Juni in Duis­burg) bringt eine besonders große Zahl von Wercken mit Klavier, und zwar solche vom schwersten Kaliber bis zu den leichten Werken mehr hausmusikalischen Charakters. In der Aus­wahl soll sich der entscheidende Anteil Regers an der Klavier- und Kammermusik nach Brahms aussprechen. Zur Aufführung kommen von reinen Klavierwerken Stücke aus dem .Tagebuch", den »Silhouetten" und den ,Träumen am Kamin", sowie das gewaltigste Werk Regers für zwei Klaviere: Introduktion, Passacaglia und Fuge op. 96, dann das Klavierkonzert mit Orchester. An Kammermusikwerken mit Klavier werden ge­boten das große Klaviertrio op. 102 und die Klavier-Diolm-Sonate in Fis-TRoH op. 84. In die Wiedergabe teilen sich Edwin Fischer imö Eduard Erdmann. Die anspruchsvollen Kla­vierbegleitungen der von Clara W i r z - W y ß und Cornelis Bronsgeest gesungenen Reger- Lieder werden von Karl Hermann P i l l n e y gespielt.

Briefkasten der Redaktion.

hg. Anonyme Einsendungen werden nicht berück- sichttgt.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge ISüdanlage). Mittwoch, 11., und Donners­tag, 12. April: Passahfest. Ende. Mittwoch: Vorabend 7.15 Uhr; morgens 8.30; Predigt. Donnerstag: Vorabend 7.15; morgens 8.30; abends 7.30 und 8.05.

Israelitische Religionsgesellschast. Mittwoch, 11., und Donnerstag, 12. April: Passahfest-Ende. 7. Tag: Vorabend 7 Uhr; vormittags 8; nachmittags 4. 8. Tag: Vorabend 8; vormittags 8; nachmittags 4. Festausgang 8.05. Sabbatfeier den 14. April. Freitag abend 6.50; Samstag vormittag 8; nach­mittags 4; Sabbatausgang 8.05. Wochengottes­dienst morgens 6.30; abends 6.30.

Oie Wetterlage.

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Wettervoraussage.

liebet ganz Deutschland hat die Erwärmung weitere Fortschritte gemacht. Heute morgen er­reichten in Westdeutschland die Temperaturen Werte bis 14 Grad Celsius. Das östliche Hoch­druckgebiet, das ausschlaggebend war fiir unsere Wetterlage, hat sich südöstlich verlagert. Gleich- zeittg gewinnt das Hochdruckgebiet im Rorben über Skandinavien an Ausbreitung. Die noch immer im Westen lagernden Tiefdruckstörungen dürften nur langsam Einfluß auf die Witterung Mitteleuropas gewinnen.

Wettervoraussage für Mittwoch: Zeitweise stärker bewölkt, warm, später verein­zelt etwas Regen.

W i tter ung s a us s i ch ten für Don­nerstag: 3m wesentlichen keine Aenderung deS Witterungscharakters.

Lufttemperaturen am 9. April: mittags 17,7 Grad Celsius, abends 7,2 Grad Celsius; am 10. April: morgens 6 Grad Celsius. Marimum 18 Grad Cc'- stus, Minimum 4 Grad Celsius. Qcrbtemperahircn m 10 Zentimeter Tiefe am 9 April: abends 13,5 Grad Celsius; am 10. April: morgens 8,5 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 9% Stunden.

Letzte Nachrichten.

Lustmord in Marburg. Der Mörder verhaftet.

Marburg, 10. April. (WSR.-Drahtmel- dung.) Die unverehelichte 68 Jahre alte Elise Cramer, Schwangäßchen 15 in Marburg wohnhaft, wurde am Vormittag des Ostennon­tag In einer in der Rahe ihrer Wohnung ge­legenen Gartenlaube ermordet aufgefunde t. Als Täter ist der aus der Erziehungsanstalt Dengshausen entwichene Fürsorgezögling Josef Weil aus Qckers Hausen bereits am gestrigen Rachmittag ermittelt und f e ft g e - nommen worden. Die nur notdürftig beklei­dete Leiche wies Spuren gewaltsamen Todes und Anzeichen eines verübten Sittlichkeitsverbrc- chens auf. Die sofort eingeleiteten Ermittlungen führten zur Festnahme eines Verdächtige, der in der Rahe des Tatortes gesehen worden sein sollte. Er konnte jedoch fein Alibi nachweisen. Runmehr lenkte sich der Verdacht auf den als gewalttätig bekannten Fürsorgezögling Weil, der schon wiederholt aus Erziehungsanstalten ausge- brochen war. Es konnte bald festgestellt werden, daß Weil seit Donnerstag aus der Erziehungs­anstalt Bengshausen bei Marisfeld entsprungen war und sich in der hiesigen Gegend gezeigt hatte. Es gelang, ihn noch am gestrigen Abend in der Wohnung feiner Mutter festzunehmen. Er hat, wie er zugibt, die Tat m der Rächt zum Ostermontag begangen. Der Täter wurde dem Untersuchungsrichter zugeführt.