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Turnen, Sport und Spiel.

Wien schlägt Berlin im Schwimntweiifamps.

3m Diener Dia na bad wurde am Donnerstag der Städtekampf Wien Berlin im Schwimmen ous^tragen. Die festlich ae* schmückte Halle wies einen ausge-eichne:en Be­such auf. Unter den Anwesenden bemerkte man auch den deutschen Gesandten, Graf v. Lerchenfeld. 3m Gesamtergebnis siegte Wien überlegen mit 75:43 Punkten.

3n einem nicht -um Stadtekampf gewerteten Wasserballspiel trennten sich die beiden Mannschaften beim Stande von 4:4 (2:2).

Dom Arbeiterfußball.

3n Wien standen sich am Donnerstag die Aus­wahlmannschaften der Arbeitersportverbände von Oe st erreich und Belgien in einem Fuß - ball-Länderkampf gegenüber. Dos vor etwa 8000 Zuschauern ausgetragene Spiel endete mit dem verdienten 6:2-Siege der Oester- reicher, die schon zur Pause mit 3:1 die Führung übernommen hatten.

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-war über das Fichtelgebirge, den Oberpiälzer Wald und die böhmi­schen Weltbäder herausgeg.ben. Die Werbe­schrift wird den gernbesuchten Gebieten sicher viele neue Freunde soffen. Der Prospekt enthält kurze Angaben über nachfolgende Orte: Alerandersbad, Ariberg. Bernect, Brand b. M. Hohenberg a. d E.. Kemnath. Kirchenlamitz. Marttleuthen. Marktredwitz. Behau. Schönwald. Selb. Thiers­heim, Waldershof. Weiden. Weihenstadt. Wiesau, Wunsiedel. Sqer Franzensbad. Karlsbad und Mariendad. Als Beilage zu diesem Prospekt ist auch ein Gaststöttensührer erschienen, der bindende Preise für Uebernachtung, Frühstück Mittagessen und Pension enthält.

Reisewinke.

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Aach einer Vereinbarung zwischen der Deut­schen Aeichsbohn-Gesellschaft und dem Seedienst Ostpreußen wird allen Reisenden, die mit den Ferlensonderzügen in Swinemünde eintreffen und mit den Schiffen des Seedienstes nach Zoppot (Danzig). Pillau oder Memel weiterreifen wollen, auf der Seestrecke eine Fahrpreisermäßi­gung von 50 d. Sy gewährt. Die Weiterreise must jedoch innerhalb sechs Tagen nach Ankunft in Swinemünde angetreten werden. Zur Weiter- fahrt über Pillau hinaus sind an Bord der SHiffe Fahrkarten nach allen ostpreuhischen Sta­tionen erhältlich. Dos Gepäck kann bereits bei den Abgangsstationen der Feriensonderzüge über Swinemünde hinaus nach allen ostpreuhischen Stationen sowie nach Zoppot (Danzig) und Me­mel durchgehend abgefertigt werden, auch wenn der Reisende noch nicht im Besitze einer Fahr­karte für den Seeweg oder für die ostpreuhischr Anschkuhstrecke ist.

Frequenz des Jodbades Tölz.

Bis zum 30. April 1928 sind in Bad Tölz 1204 Kurgäste und 3631 Passanten gewesen, sinter den zahlreichen Gästen erschienen eine Anzahl prominenter Persönlichkeiten. Ein in Bad Tölz häufig gesehener Gast ist der bekannte Schrift­steller Hermann Bahr. Zahlreiche ausländische Gäste besuchten auch während des Winters das größte Jodbad Deutschlands. Seit Beginn der Hauptsaison ist eine tägliche Zunahme von 150 Gästen erfolgt. Sehr viele Anmeldungen für die ganze Saison liegen auch vom Auslande vor. Man rechnet mit einer vollen Besetzung des Bades trotz der erheblich vermehrten Unterkunfts- Möglichkeiten.

Wanderfahrten.

Conbocf Deckenbach Goldborn Homberg

Eine genustreiche Wanderfahrt, die viel durch Wald führt, ist die folgende: Wir fahren über Lollar nach Londorf und folgen hier roten Bier­ecken, die uns durch den prächtigen Oberwald nach Roßberg bringen, wo wir jetzt gelben Strichen über Höingen nach Deckenbach (gute Einkuhr) folgen. Bon hier gehen wir auf Feld­wegen gelben Punkten Aach zum Goldborn, einer im Wald gelegenen, von großen Steinen sowie Farrenkräutern und Buschwerk umsäumten Quel­lenanlage. Hier treffen wir auch blaue Kreuze. Die beiden Degezeichen führen unB nun weiter, und wir genießen beim Austritt aus dem Wald einen entzückenden Blick auf das Ohmtal mit der hochragenden Amöneburg und namentlich auf unser Endziel, da- vor uns liegende, male­rische Städtchen Homberg, das wir noch 41/2* stündiger Wanderung erreichen.

I Gießen Fernewald Albach Llch.

j- Wir beginnen unsere Wanderung an der Uni* 1 versitätsbibliothel und folgen der vom D. H. C. 7 Gießen angelegten Blauen-Punkt-Markierung, die uns über den Schreiberweg, dasR zgo" und hierauf-die alte Steinbacher Straße entlang führt. In der Rähe des Forsthauses Hochwart über­schreiten wir die Licher Straße und kommen in den schönen, einsamen Fernewald. Aach einiger Zeit stoßen wir auf gelbe Striche, denen wir nunmehr nachgehen. Auf prächtigen Waldwegen kommen wir nach zweistündigem Marsche nach Albach, wo gute Unterkunft ist. Hinter dem Orte erreichen wir alsbald den großen, wenig besuchten Walddistrikt, die Meilbach, die wir bis zum Schnittpunkt der LichHattenröder Strohe durchschreiten. Hier verlassen wir die Markierung und wenden uns rechts, um noch wiederum zwei­stündiger Wanderung auf schöner Walbstrahe zu unserem Endziel Lich zu gelangen. Beim Aus­tritt aus dem Wald hübscher Blick aus den Vogelsberg. Die Wanderung ist, da sie viel durch Wald führt, für heiße Tage zu empfehlen.

tere 0,75 Pro;, anziehen. Danken lagen durch, weg vernachlässigt- Nur Melallbank konnten in Nachwirkung auf die Fusionsbestrebungen weiter 1,5 Proz. gewinnen. Am M 0 n l a n m a r k t hatten nur Gelsenkirchen etwas Geschäft. Von Auto­aktien büßten Adlerwerke 3,5 Proz. und Daim­ler 1,2-5 Proz. ein. Am Elektromarkt waren bei «war lebhafterem Geschäft Licht und Kraft plus 1 Proz. und AGG plus 0,75 Proz. bevor­zugt. Siemens waren angebolen. Am Renten- markt lagen Deutschs Anleihen eher angeboten und vernachlässigt. Ausländer still. Im weiteren Verlaufe konnte sich eine allgemeine Erholuna durch­setzen. Die Spekulation nahm verschiedentlich Rück­

käufe vor, so daß die Tendenz ftcundlicher wurde. Gefragt waren Rheinische Draunkohlen mit plus 2 Proz., Metallbank mit erneut plus 1 Proz Auch Danatbank und vereinzelte Elektrowerte hatten leb­hafteres Geschäft. Am Geldmarkt war Tagesgeld weiter etwas leichter. Tägliches Geld 5 Proz. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dol­lar 4,1850 bis 60, .......... .....

Wirtschaft.

Konjunktur und Saisonbewegung.

Der soeben erschienene Wochenbericht des 3nftituts für Konjunkturforschung enthält u. a. die nachstehenden Ausführungen:

3m M a i haben sich in verschiedenen Bran­chen ^Eisenindustrie, einzelne Zweige der Ma- schininindustrie. Textilindustrie) toeiter leichte Rückgangserschcinunaen gezeigl 3n der chemischen und in der elektrotechnischen 3n- dustrie scheint sich nach den Berichten der Hon- delssammern die Beschäftigung auf ihrem bis­herigen Stand behauptet zu haben. Rach den bisherigen Erfahrungen wird man damit rechnen dürfen, daß in den kommenden Monaten die konjunkturellen Rückgänge teilweise durch die saisonmäßig zu erwartende Umsatzerhöhung aus­geglichen werden tonnen. Allerdings ist ein Teil der in den nächsten Monaten umzusetzenden Waren bereits produziert, also auf Lager ge­nommen, so daß die Frage entsteht, ob und in welchem Grade durch die saisonmäßige Um­satzsteigerung die Beschäftigung der Werke noch erhöht wird.

Die Branchen, die erfahrungsgemäß ausge­sprochenen Saisonschwantungen unterliegen (Dau- stofserzeugung. Baugewerbe und Bekleidungsge­werbe ). beschäftigen rund ein Viertel der ge­werblich tätigen Personen. Wenn sich die saison- mäßige Zunahme der Beschäftigung in diesen Wirtschaftszweigen in annähernd dem gleichen Umfang durchsetzen kann, ttue in den 3ahren 1926 und 1927. so ist in den Sais onge- werben von Ende April bis Ende Oktober noch mit einer Erhöhung der Beschäf­tigung um etwa 1 bis 9 v. H. zu rechnen. Die Zunahme in diesen Gewerbezweigen würde ausreichen, um eine Verminderung der Beschäf­tigung von etwa 3 v. Sy in den übrigen Bran­chen auszugleichen. 3n manchen Branchen bieten auch die vielfach gebesserten Aussuhr- möglichkeiten einen gewissen Ausgleich für Rückgänge auf dem Binnenmarkt. Da der Auf­tragseingang trotz finfenöer Tendenz im ganzen eine beachtliche Höhe inne hat. so darf man annehmen, daß für die nächste Zeit in der Gesamtwirtschaft immer noch mit einem ver­hältnismäßig hohen Stand der Beschäftigung gerechnet werden kann.

Schwieriger ist die Beurteilung der künftigen Entwicklung der wirtschaftlichen Li­ga i d ä t. Der Bedarf an kurzfristigen Krediten steigt erfahrungsgemäß mit fortschreitender Jah­reszeit und erreicht im Herbst, im Zeitpunkt der Erntefinanzierung und der finanziellen Vor­bereitungen auf das Weihnachtsgeschäft im Ein­zelhandel, einen Höhepunkt. Da aber gegenwärtig die Kreditlage von Handel und Industrie im ganzen nach wie vor gespannt ist. so wird die künftige Konjunkturentwicklung wesent­lich davon beeinfluß werden, in welchem Grade es gelingen wird, während der jahreszeitlichen Umsatzbelebung durch Verminderung der Lagervorräte die Liguidität der Wirt­schaft zu stärken.

Wochenbericht

vom Sranffurfer Effektenmarkt.

3n dieser Woche machte sich art der Börse eine wachsende Unsicherheit und Rer- vosität bemerkbar, wobei die Entwicklung der Tendenz wiederum im wesentlichen von der Si­tuation der Auslandbörsen, und zwar nament­lich der Reuhorker Börse, abhängig war. Die am Reuhorker Markte eingetretene starke Geld­verknappung wirkte sehr ungünstig auf die deutschen Börsen zurück, besonders auf den De­visenmarkt, an dem der Dollar sich kräftig er­holte und vorübergehend einen Kursstand von 4,1855 gegen die Mark erreichte. 3n hiesigen Börsenkreisen glaubte man annehmen zu können, daß infolge der Versteifung des Geldmarktes in Amerika amerikanische Leihgelder aus dem deutschen Markt zurückgezogen worden seien, wo­durch die Dollarerhöhung eingetreten sei. Diese Ueberzeugung löste eine ziemlich starke Rervo« sität aus im Hinblick auf die Entwicklung des deutschen Geldmarktes, der in der Be­richtswoche jedoch keinen Anlaß zu Befürchtungen bot. Die am Zahltag naturgemäß eingetretene Versteifung erwies sich als nur vorübergehend, und von Tag zu Tag machte die Entspan­nung Fortschritt Tagesgeld war schließlich zu 5,5 Prozent reichlich angeboten, wobei er­heblicher Ueberstand verblieb. Verschiedentlich wurde bereits wieder die Frage einer eventuellen Diskontermäßigung angeschnitten. 3n erster Linie nachteilig auf die Tendenz wirkte die starke Abnahme der ausländischen Käufe, durch die. wie schon so oft betont, die Auf-

Fusion der Metallgesellschaft und der Metallbank. Die Metallgefell- schaft und die Metallbank haben im Einver­nehmen mit ihrem Auffichtsrats-Ausschuh be­schlossen, auf den 14. 3um ihre Aufsichtsräte einzuladen. denen sie Vorschlägen werden, dem­nächst einzuberufenden Generalversammlungen die Fusion der beiden Gesellschaften zum Beschluß zu unterbreiten. Der Fusionsvorschlag geht dahin, daß die beiden Gesellschaften im Verhältnis des jetzigen bekannten Schlüssels der Interes­sengemeinschaft verschmolzen werden, d. h. es wer­den gegen je 720 Mark Stammaktien der Metall­gesellschaft je 1000 Mark Stammaktien der Me­tallbank gewährt werden. Zu diesem Zwecke ist eine Erhöhung des Aktienkapitals der Metall­bank um 25 000 000 geplant. Das Gesamtunter­nehmen wird den Ramen Metallgesellschast führen.

DyckerHoff & Widmann A-G. 3n der Generalversammlung wurde nach den Vorschlä­gen der Verwaltung die Verteilung von wieder 6 Prozent Dividende beschlossen unö eine Reihe Satzungsänderungen genehmigt. Die Geschäfts­aussichten für das laufende 3ahr wurden als befriedigend bezeichnet. Rach Schluß der General- veickammlung teilte Generaldirektor Dr. Cübbert den Pressevertretern mit, daß die A.-G. für Verkehrswesen etwa 30 Prozent der Aktien der Dyckerhvff & Widmann A-G. erworben habe. Was die Beteiligung der Allgemeinen Baügesell- schaft Lenz & Eo. betreffe, so soll dieser Ge­sellschaft zunächst ein Viertel der Auslandsdhwi- dag übernehmen mit dem Recht,- ein weiteres Viertel zu erwerben.

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 9. Juni. Tendenz lustlos. Zum Wochenschluß eröffnete die Börse l u ft l 0 3 und in ziemlich unsicherer Haltung. Die schwache gestrige Neuyorker Börse löste eine größere Ver­stimmung aus, so daß das Geschäft sich im wesent­lichen auf die Kulisse beschränkte. Da von einer Bc- teiligung des privaten Publikums und des Aus­landes am Börsengeschäft kaum etwas zu bemer- fen war, schritt die Spekulation verschiedentlich zu Abgaben, und das herauskommende Material fand meistens nur mit Kursrückgängen Auf­nahme. Das Geschäft war nur klein und beschränkte sich im wesentlichen auf einige bevorzugte Werte, jedoch überwogen gegenüber der gestrigen Abend- börse die Kursrückgänge bis zu 2 Proz. Am Chemiemarkt eröffneten I.-G.-Farben bei kleinem Geschäft gut behauptet, Scheideanstalt plus 0,75 Proz, Holzverkohlung konnten ebenfalls wei­

toärt8betoegung der letzten Zeit im wesent­lichen verursacht worden war Verkäufe von AuSlandseite dürften jedoch nur in geringem Maße rorgenommen worden fein, und die Kursrückgänge die gegen die Vorwoche zu r<rzeichr.en sind, wurden in der Haupt- sache durch Abgaben der Spekulation veranlaßt Dabei versuchte die Baiftepartei ver­schiedentlich die Abwärtsbewegung der Kurse durch Dlancoverkäufe zu beschleunigen. 3m Grundton war jedoch eine gewisse Wider ft a n ds-' fäbigfc.t der Börse nicht zu verkennen, und es konnten sich immer wieder bald Kurserholungen durchsetzen. dies alles jedoch stets im Ein­klang mit der Entwicklung der Reuhorker Börse Anregungen Voten die Ablehnung des Tariferhöhungsantrages der Reichsbahn durch bte Regierung, der gemäßigte Ton der außen- pvlittsc^n Rede Mussolinis und der Fortgang der Froktionsverhandlungen zur Regirrungs- bildung. Die starke Anspannung der Reichs­bant nach dem Ultimoausweis übte keine stär­kere ungünstige Wirkung aus. da sie ungefähr den Erwartungen entsprochen hatte. Verstim­mend wirkten die wachsenden Absatz­schwierigkeiten im Ruhrbergdau: es mußten hier neue Feierschichten eingelegt und verschiedentlich bereits Zechen stillgelegt werden. Zn diesem Zusammenhang verwies man auch auf die Ausführungen in der Generalver­sammlung der Mannesmann-Röhrenwerke über den Erportrückgang. Gegen die vergangene Woche traten bei nicht ganz einheitlicher Kurs­entwicklung auf den meisten Marktgebieten etwa 2 bis 8 vrvzentige Kursrückgänge ein, 10 Pro­zent unö mehr abgeschwächt waren Berliner Handelsgesellschaft, Rheinstahl. Reichsbank und Gessürel Etwas fester lagen Deutsche Erdöl auf günstige Abschlußhoffnungen. Von den Kali- werten gaben Aschersleben und Westeregeln et­was nach, während Salzdetfurth sich 12 Pro­zent erholen konnten. Die Umsahtäti^eit war im allgemeinen geringer als in der Vorwoche. Deutsche Anleihen blieben vernachlässigt, von aus­ländischen Renten lagen Türken vorübergehend fester und lebhafter, wobei die Havasmcldung. daß die türkische Regierung alle Vorschläge der Gläubiger angenommen haben, an regte.

Berliner Born.

8 e r l i n , 9. Juni. An der heutigen Börse machte ich zu Beginn eine st a r k e t frv c*a nbs- ahigkeit bemerkbar Die Börse war nicht so chwach, wie man vorbörslich noch annahm und auf Grund des gestrigen Berlauss her Reuyorker Börse annehmen mußte Heute, sagt man, sei der Entscheidungstag, ob sich die Berliner Börse 00m Ausland freimachen kann. Und wenn bis jetzt noch keine starken Lerkäufe von dort getätigt worden feien, so könnte man an nehmen, daß das Ausland die Absicht habe, an seinem deutschen Aktienbesitz festzuhalten. Das Geschäft war ruhig und sehr klein, von einem Orderseingang war wenig zu spüren, doch scheint die Spekulation zu Deckun gen zu schreiten, zumal Reportgeld bei den stark abgebauien Engagements reichlich zur Berfiigung stehen soll. Die Abweichungen gegen gestern Mit­tag waren im allgemeinen nicht erheblich, nur Spezialwerte, wie Bemberg, Berger, Glanzstoff, waren verschiedentlich etwas stärker gedruckt. Rela­tiv fest lagen A.-G. für Verkehrswesen und Eisen­bahn Verkehrsmittel Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer geschäftslos Auch Pfandbriefe vernnch- läffigt. An der leichten Verfassung des Geldmarktes hat sich nichts geändert. Tägliches Geld 5 bis 7 Prozent. Mo­natsgeld und Warenwechsel unverändert. Die Miß­stimmung über die Verschiebung der Auflegung der Gesfürel-Anleihe auf die Mitte des Monats und die Begründung derselben, die zu Beginn der Börse herauskam, konnte schnell überwunden wer­den. Im Verlause wurde die Tendenz allgemein fester. Spezialwerte wie Danatbank, Kaliaktien, be­sonders Salzdetfurth, Dessauer Gas, Schlesische B.-Gas, Rheinische Braunkohlen, Tietz lebhafter und bis 5 Proz. über Anfang.

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Frankfurt a. M. 8. 3uni Der hiesige Produktenmarkt verkehrte heute wieder in lehr flauer und lustloser Haltung und die Händler übten große Zurückhaltung Weizenmehl verlor 0,25 Mark, wie überhaupt das Geschäft in Mehl außerordentlich gering ist, da die Mühlen nur sehr geringen Absatz haben. Es wurden notiert: Weizen 26,5026,75. Roggen 28-2825, Hafer inländischer 2828,50 Mais (gelb) für Futter- zwecke 25, Mais (gelb) für andere Zwecke 25. Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 37,50 bis 38,25, Roggenmehl 39,50 40. Weizenkleie 14.50, Roggenkleie 17 Mk. Tendenz: flau.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe bet zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombardZinsfuß 8 Prozent.

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