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nicht aufeinander gestoßen. Allzu groß schemt der Llnterschied in dem beiderseitigen Können nicht zu sein. Dec Vorteil des ominösen eigenen Platzes begünstigt die Freiburger, was für Ken­ner der Verhältnisse genügt, ihnen den Vorzug zu geben.

Deulsche Olympia-Werbung in Soltend.

Die deutsche Kolonie in Holland rüstet sich zum Empfang der deutschen Olympia-Kämpfer. Für diese Zwecke ist ein Deutscher Olym­pia-Ausschuß begründet, der zur Einleitung seiner Tätig eit Generalselret.ir Dr. Diem zu Werbevorträgen einlud. Diem sprach am vorigen Samstag in Amsterdam, am Sonntag tm 7)aag, am Moiüag in Rotterdam uver Die Entwicklung der Leibesübungen in Deutschland und die deutsche Vorbereitung. Der vom D. R. A. herges^elite Leichtathletik-Lehrfilm der Deutschen Hochschule für Leibesübungen ergänzte den Vortrag. Aus Einladung der Holländischen Hochschule für Leibesübungen sprach Diem am Dienstag vor deren Hörern über die deutschen neuzeitlichen Erzirhungsweisen. Besonders er­freulich war die zahlreiche Beteiligung der deut­schen Kolonie und die Teilnahme der deutschen Behörden.

Vorbereitungen der D. G. B und O. T. für Amsterdam.

In München sanden zwischen Vertretern der D. S.D. und D.T. Besprechungen über ge­meinsame Vorbereitungen für Am­sterdam statt. Als oberster Grund, atz wurde von beiden Seiten anerkannt, daß nicht Ver» bandszugehörigteit. sondern die Leistungs­fähigkeit für die Entsendung nach Amster­dam maßgebend sein soll. Nachdem in gemein­samen Lehrgängen die Bewerber aus oeiden Lagern bestimmt sind, sollen in einer Reihe von Rennen gemeinsame Wettkämpfe Katt* finden, letztmalig bei den D. S. B.-Meifterfchas- x*n in Düsseldorf.

Wirtschaft.

Der Abschluß der Deutschen Bank.

Der Abschluß der Deutschen Bank zum 31. Dezember 1927 weist eine Iah res- einnahme vor Abzug dec Ausgaben von 129,12 Mill. Mk. (Vorjahr 124,53 Mill. Mk.) auf, und zwar im einzelnen Zinsen und Wechsel 47 94 Mill. Mk. (45,38 Gebühren C8 88 Mill. Mk. (66,12), Sorten und Zirsscheine 0,82 Mill. Mk. (1,01), Wertpapiere o.ji Milt. Mk. (4,09), Ge­meinschaftsgeschäfte 5.95 Will. Mk. (6,10), dau­ernde Beteiligungen 2,01 Mill. Mk. (1,84). Da­gegen erforderten Handlungsunkosten 83.47 Mill. Mark (80,17), Steuern 13,23 Mill. Mk. (11,46), W ohlfahrtseinrichtungen, Pensionen und Abfin­dungen, sowie Versicherungsbeiträge für die Be­amten 7,67 Mill. Mk. (6,59), zusammen 104,37 Will. Mk. (98,22). Abschreibungen: Bankgebäude 0,73 Mill. Mk. (0,88), sonstiger Grundbesitz 0,21 Mill. Mk. (0,23). Mobilien 0,23 Mill. Mk. (0,25). 'Rach Abzug der Gesamtsumme von 105,54 Mill.' Marr (99,59) verbleibt ein Reingewinn von 2 3,58 Mill. M k. (24.94). Hierzu kommt der Vortrag aus dem Vorjahre von 1,94 Mill. Mk. (1,51), so daß ein verteilbarer Rein­gewinn verbleibt von 2 5,52 Mill. Mk. (26,44). Der Aufsichtsrat beantragt, eine D i - vidende von 10 Prozent (10 Prozent) zu verteilen, an die Reserve zwecks Erhöhung auf 77,50 Mill. Mk. 2,5 Mill. Mk. (4,68) zu überweisen, den Dr. Georg von Siemens-Wchl- fahrtsfond auf 6,75 Mill. Mk. aufzufüllen durch Lieberweisung von 0,72 Mill. Mk. (1,14), das Disagio auf das 6proz. Dollar-Darlehen abzu­schreiben mit 3,22 Will. Mk., eine Sonderabschrei­bung auf den Grundbesitz zur Herabminderung des Buchwertes auf 43 50 vorzunehmen in Höhe von 1,50 Mill. Wt. (3,00). Der Gewinnanteil des Aufsichtsrats beträgt 0,68 Mill. Mk. (0.68). Auf neue Rechnung sollen 1,91 Mill. Mk. (1,94) vorgetragen werden. Der Gesamtumsatz be­trägt 207,8 Milliarden Mk., die Gesamtaddition der Bilanz schließt mit 2320 Millionen Mk. (ge­gen 1853 Mill. Mk. im Vorjahre). Das eigene Vermögen der Bank (Aktienkapital und bilanz­mäßige Reserve) beträgt nach Annahme der vorstehenden Anträge des Aufsichtsrats 227,5 Mill. Ml.

Zu dem Posten der Gewinn- und Verlust­rechnung ist zu bemerken, daß die Erhöhung der Konten, Zinsen und Gebühren der Geschäfts- Vergrößerung im Berichtsjahre entspricht. Die Handlungsunkosten haben sich trotz der Ver­minderung des Personalbestandes, der mit 13 856 zu Beginn des Geschästsjahres demjenigen von Ende 1913 um 22 Prozent übertrifft, weiter er­

höht. Die durch die Rationalisierungsmaßnahmen erzielten Ersparnisse wurden durch die Tarif­erhöhungen im März 1927 mehr als ausgewogen. Die Belastung mit Abgaben und Steuern ist weiter gewachsen, letztere betragen mehr als 88 Prozent der Dividende.

Im Geschäftsbericht wird ausgeführt, daß die Wirtschaft im vergangenen Iahre eine Produktionshöhe wie nie zu­vor erreicht habe, dadurch, daß erstens der nor­male Konsum produziert worden ist, der sich durch die Einschaltung von l1/3 Millionen Ar­beitslosen erhöht hat, daß zweitens die Ra- tionalisierungs-, Erneuerungs- und _ Verbes- serungsmatznahmen mit starken Ansprüchen an die Produktion herangetreten sind. Dazu kam als dritter, wenig beachteter Punkt die Vorrats­vermehrung, die sich an den erheblich gestie­genen Wechselsteuerbeträaen er.eanen läßt. Wäh­rend im Iahre 1926 durch die Parole der Preis­senkung die Läger sehr niedrig gehalten wurden, was sich auch in der ausgeglichenen Handels­bilanz ausdrückte, wurde im Berichtsjahre durch die Lohnerhöhungen im April und die Beamtenbesoldungserhohung, die Preiserhöhungen zur Folge hatten, das Signal gegeben, die Vorräte zu erhöhen, und zwar hauptsächlich im Einzelhandel. Aus der Vorratsbildung erklärt sich das Pas - sivum der Handelsbilanz und die Tat­sache, daß dagegen kurzfristige Auslands-Ver­schuldungen ausgenommen werden. Solange die Ware als Gegenwert vorhanden ist. drohe der deutschen Wirtschaft keine Gefahr. Die innere Kapitalbildung Deutschlands wird in dem Bericht nicht ungünstig beurteilt, aller­dings sei der Llnternehmerschaft durch die f; rung- haften Fortschritte der Technik, die schnellere Ab­schreibungen erforderlich machen, die Bildung von Kapital sehr erschwert. Immerhin nähern wir uns einer Kapitalbildung, die ohne den Rationalisierungsbedarf imstande ijt, un­sere Wirtschaft mit Inlandsmitteln zu finanzieren, konnten doch im Iahre 1927 4Vt Milliarden Mk. ohne Störungen der Wirt­schaft emittiert werden, eine Summe, die unter Berücksichtigung der Geldentwertung dem Vor- kriegssahe von ca. 3 Milliarden Mark nahezu gleichkommt. Dw Bericht betont zum Schluß die Rotwendigkeit einer endgültigen Regelung der Reparationsfrage, ohne die eine stetige Ent­wicklung der deutschen Wirtschaft unmöglich ist.

Das Geschäft im lausenden Iahre bewegt sich, wie wir ersahren, in normalen Bahnen.

' Die preußischen Sparkassen im Iahre 1 9 27. Wie der Amt iche preußische Pressedienst der Liebersicht der Statistischen Kor­respondenz über den Sta >d der öffentlichen oder unter Staatsaufsicht stehenden Spartassen im Iahre 1927 entnimmt, hat die aussteigende Ent­wicklung der Einlagenbestände im reinen Spar- sowie die Geschäststätig.eit im bankmäßigen Sparkasseverkehr im verilossenen Iahre ange­halten. Die Einlagen betrugen am Iahresbeginn 2000,6 Millionen Mk. und erhöhten sich wäh­rend des Berichtsjahres um 987,7 Millionen Mk., d. h. um 49,4 Prozent. Ebenso wie der Spar- veriehr hat auch der bankmäßige Verkehr der Sparkassen bei steigenden Llmsätzen eine an­steigende Entwicklung genommen. Die Llmsähe, die im ersten Vierteljahre 10,2 Milliarden Mk. betrugen, erhöhten sich auf 11,5 Milliarden Mk. im letzten Vierteljahr, und die Auszahlungen, mit Ausnahme des 1. Vierteljahres, waren stets größer als die Einzahlungen.

* Der Eisenbergbau im Lahn-, Dill­gebiet und Oberhessen im Februar. Gegen den Vormonat hat sich die Lage des Eisen» ste'.nbergbaues kaum merklich geändert. Im ganzen hat die Nachfrage zwar nocy in dec ungefähren bisherigen Stärke weiter angehallen, die Hoffnung auf eine weitere Steigerung als Fo'ge des schwe­dischen Streiks erfüllte sich indessen nicht. Immer dringlicher tritt die Notwendigkeit neuer Ersatz­hilfsmaßnahmen für die fortgefallen 'n Er absatz- prämien hervor. Solche werden bekanntlich schon seit Monaten von den Interessenten auf den Gebieten der Frachtermäßigung, des Erlasses der Verkehrssteuer und einer Ermäßigung der Soziallasten angestrebt, ohne daß bisher ein greif­bares Ergebnis erzielt worden wäre.

* Ueber Zeichnung der Karlsruher S t a d t a n l e i h e. Die im Betrage von 2 Millionen Reichsmark in Holland aufgelegten Zertifikate der achtprozentigen zehnjährigen Schuldscheine der Stadt Karlsruhe wurden so stark überzeichnet, daß die Zu­teilungsquote auf 3 v. Sy festgelegt 'erden konnte.

* W e stbank A. - G., Frankfurt a. M. Nach dem Bericht gab die Erhöhung des Aktien­kapitals von 2 auf 6 Millionen Marr zusammen mit dem Zufluß an fremden Geldern, die sich im Iahre 1927 verfünffacht haben, der Gesell­

schaft die Möglichkeit eines weiteren Ausbaues ihrer vorwiegend auf den Frankfurter Wirt- schastsbereich eingestellten geschäftlichen Bezie­hungen. An dem lebhaften Börsengeschäft in den eruen vier Monaten des Iahces 1927 nahm die Gesellschaft mit beträchtlichen Llmsatzziffern teil. Auch im Kontokorrentverlehr konnten die Llmsähe wesentlich gesteigert werden. Die Orient­angelegenheiten wickeln sich planmäßig ab. Gleichzeitig gelang es, durch organisatorische Maßnahmen die Verwaltungskosten auf 221 859 (185 184) Mk. weiter zu vermindern. Die Steuern erfuhren dagegen eine Steigerung auf 71128 (14 507) Ml. Der Bruttogewinn beträgt 409 229 (293 254) Ml. Nach Abzug der Llnkoften und Steuern verbleibt ein Reingewinn von 152 917 (56 888) Mk., woraus, wie ''ereits gemeldet. 6 (5) Prozent Dividende verteilt, 8800 (7000) Mk. an Tantiemen ausgezaplt unu uie restlichen 9117 (4888) Mk. vorgetragen werden sollen.

* Liga-Gummiwerke 21.=©., Frankfurt am Main. Die Generalversammlung, in der die Peters Union 21.=®., Frankfurt a. M., als einziger 2(ftionär 53 700 (von insgesamt 60 000) Mark Aktien­kapital vertrat, genehmigte den bekannten 2lbsch!. Der Reingewinn von 2392 Mark wird vorgetragen.

* Maschinenfabrik Moenus A.-G. in Frankfurt a. M Rach einer Verwaltungsmittei­lung ist für 1927 mit der Aufnahme der Dividenden­zahlung zwischen 4 und 6 v. H. zu rechnen. Die Ent­scheidung ist jedoch noch nicht gefallen. Bisher waren maßgebende Aufsichtsratskreise noch gegen eine Di­vidende.

* Harpener Bergbau. Bei der Harpener Bergbau A -G. beträgt dec Ueberschuß des Geschäfts­jahres 1927 16 548 863 Mark. Der Aufsichtsrat be­schloß, 10 211 562 Mark zu Abschreibungen zu ver­wenden und die Verteilung einer Dividende von 6 v. Sy (Im Vorjahre 8 v. H.) vorzuschlagen.

Deutsche Werft A.°G. Der Aufsichtsra! beschloß, dec auf d.m 17. April ei^zuberu encen G.-V. nach Vornahme von Abschreibungen in Höhe von 575 331 Mk. (i. 03.243 115), die Ver­teilung einer Dividende von 6 Prozent (i. D. 8 Prozent) auf das gegenüber dem Vorjahre verdoppelte Aktienkapital vorzuschlagen.

FranLsrrrtor AberrLbör,e.

Frankfurt a. M., 9. März. Tendenz: erholt. Nachdem schon an dec gestrigen Abendbörse sich die Stimmung erholen konnte, eröffnete die heutige Börse in weiter gebesserter Haltung. Kleine Interventionen in I.-G.-Farben und Bezugs­rechten veranlaßten die Spekulation, die ge­stern zu Seerabnaben geschnitten war, Deckungen vorzunehmen. Die erleichterte Geldmarkt- Situation wurde weiter beachtet. Die Umsätze bewegten sich jedoch wieder in engsten G-enzen, da der Orderseingang bei den Banken nach wie vor minimal blieb. Im Grundton war weiterhin eine gewisse Unsicherheit nicht zu verkennen, im Zusammenhang mit der Ablehnung des Schieds- soruches in der Berliner Metallindustrie durch die Arbeitnehmer, wodurch die Lage eine Verschärfung erfuhr. Spezialwerte zeigten lebhafteres Geschäft. Am Elektromarkt blieben Gesfurel gefragt (plus 3 v. $).). Zellstoffaktien gut befestigt, Aschaffenburger plus 3,5 v. Sy, Waldbof vlus 2.5 o Sy J.-G.- Far­ben eröffneten nur behaustet. I.-G.-Bezüge bis 8,5 v. Sy erholt. 9m übrigen überwogen bei den ersten Notierungen die 1- b'.s 2°v. ^.-Kurserholungen. Arn Montanmarkt blieben Phönix.und Rheinstahl nur knavp behauptet. Auch Banken meist wenig ver­ändert, Danat vlus 2 v. Sv Der Abschluß der D e u t ° s ch e n Bank entsprach den Erwartungen und konnte keine besondere Anregung bieten. Don Kali- werten zogen Westeregeln 2,75 v Sy an. Arn Auto- markt waren Kleyer 2 v. Sy befestigt, NSll. be= hcuvtet. Deutsche Anleihen still. Ausländer fast geschästs'ns. Im Freiverkebr hatten Russen einiges Geschäft. Der weitere Bärsennerlauf bl'eb freundlich, und es ergaben sich mnift weiterhin leichte Bess»runnen bis 1 v. Sv Später schrum"ste das Ge­schäft auf ein Mw'mum zusammen. Am Geld­markt stellte sich Taaesg"ld auf 7 n Sy 9rn D e nisenverkebr mären Devisen leicht erholt. Die No'chsmark stellte sich argen Kabel auf 4 1843. ae-">n Landon auf 20 415. Rarsg g^aen London 194 03. ^"'lnnd 92,27, Madrid 29,15. London gegen Kabel 4,8785.

Berlins Börse.

Berlin, 9. März, f^ür die heutige Börse lagen Nachrichten von Belang nicht vor. Die Positionen der Svekulation waren ausschlaggebend, da das Geschäft in der Hauptsache in deren Händen liegt. Die schon gestern zu beobachtenden Internen- t i o n s k ä u f e setzten sich fort und veranlaßten zu Deckungen, so daß die ersten Kurse Erholungen bis zu 4 v. Sy zeigten. In erster Linie bestand Interesse für Svezialwerte. Glanzstoff plus 17 o. Sy. Bemberg plus 16,5 v. Sy, Polyphon plus 10,25 v Sy, Berger plus 5,5 o.Sy Heimische Anleihen ruhig.

Ausländer geschäftslos. Mexikaner schwächer. Pfandbriefe still und meist schwächer. Geld etwas leichter. Tagesgeld 6,5 bis 8,5 v. Sy, Monats­geld 7,25 bis 8,5 v. Sy, Reportgeld 7,5 bis 8 v. Sy Nach den ersten Kursen war die Tendenz allgemein lebhafter und fester. Glanzstoff noch plus 6 v. H., Bemberg plus 3 v. H. Später wurde es jedoch wieder ruhiger und recht uneinheitlich. Die Kurse lagen zum Teil etwas unter Anfang.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 9. März. Der Markt ist unverändert bei ruhigem Geschäft. Lediglich Weizenkleie ist etwas fester. Gut gesucht ist Hafer und Braugerste in gutzt Quali­täten. Es wurden notiert: Weizen 1,

gut, gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs 26 bis 26,25; Roggen 25.75 bis 26; Sommergerste für Brauzwecke 29 bis 31.50; Hafer, inländischer 25 bis 25, Mais (gelb) für Futterzwecke 23 bis 23,50; Mais (gelb) für andere Zwecke 25,50 bis 26; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 37,75 bis 38.25; Roggenmehl 35,50 bis 37,75; Weizenkleie. 14,25; Roggenkleie 15 bis 15,25 Mark.

Erweitertes

Schöffengericht Gießen.

* Gießen, 7. März. Zwei Kaufleute aus Friedberg waren der Untreue angellagt. Sie sollen als Geschäftsführer einer Ge,e lschaft zu deren Nachteil über Vermögensstücke verfügt haben. Dem einen Angellagten wurde zunächst vorgeworfen, in mehreren Fällen Provision, die die Gesellschaft an Vermittler zu zahlen hatte, nur »um Teil an diese Personen ausgehändigt, den Rest aber für sich beha.ten zu haöen. Der Angeklagte will das Geld jedoch nicht für sich, sondern : ?der zu Geschäftszwecken verwendet haben. Es tonnte ihm das Gegenteil seiner Behauptung nicht nachgewiefen werden, so daß in diesem Falle keine Verurteilung erfolgen konnte.

Der zweite Punkt der Anklage ging dahin, die beiden Geschäftsführer hätten an eine aus­ländische Firma im Iahre 1919 im Ranen der Gesellschaft eine größere Menge Ho'z verlauft, sich selbst am Gewinn beteiligt, dann später, als die Lieferung mangels OIvs"vhrm>n.>r>mt<nr unmöglich wurde, eine hohe Schadenerfatzsu.^me, ohne dazu verpflichtet gewesen zu fein, aus- gezahlt und sich selbst in diefer Art auf Kosten der Gesellscha t bereichert. Die Verhandlung er­gab aber, daß es sich hierbei um ein ernst- gemeintes^ Geschäft gehande t hatte, das der Ge° sellscha't keinerlei Schaden brachte. Mit dem getätigten Gewinn hatten die beiden Angeklagten eine Gesellschaft gegründet, deren A'.tnle großen­teils den Aktionären der ersten Gesellschast wie­der zuflossen. Die Verhandlung ergab auch, daß die Anzeige gegen die beiden Angeklagten nur aus Familienstreitigleiten heraus erfolgt war. Da eine Schuld der Angeklagten nicht zweifels­frei nachgewiesen werden komte, beantragte der Staatsanwalt Freisprechung in beiden Fällen. Das Gericht erkannte nach diesem An­trag und sprach die Angeklagten von Strafe und Kosten frei.

Kunst und Wissenschaft.

AusstellungReligiöse Kunst" aus Hessen und Nassau.

Der religiöse Charakter der mittelalterlichen Kultur tritt mit den berühmten Kirchenschätzen aus Fritzlar, Fulda, Gelnhausen, Marburg und Wetzlar in den Vordergrund der Ausstellung, die in den Sommer­monaten dieses Jahres im Marburger Kunst Haus veranstaltet wird. Die Verschmelzung von Kirche und Volkstum wird durch die Kunst bedeutender Städte bis herab zu kleinen Ortschaften in Skulpturen, Ma­lereien, Miniaturen, Teppfchen, Paramenten, Glas- fenftern, Goldschmiedearbeiten, Meßgeräten und an­derem Kunstgewerbe offensichtlich werden. Zur Ver­vollständigung des Eindrucks steuern außer der Mar­burger Universitätssammlung die Museen von Ber­lin, Darmstadt, Frankfurt, Kassel, Köln, Nürnberg usw. wesentliches Material bei. Neben reicher För­derung der Wissenschaft ist eine lebendige Einfühlung breiter Schichten in den kultischen Geist vergangener Jahrhunderte zu erwarten.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der Auleht beschlossenen Dividende an. Reichsbankdislonr 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

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Norwegische Noten.....

111.03

111.47

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58,70

58.94

Rumänische Noten......

2.55

2,57

111,81

112,25

Schweizer Noten......

80.34

80.66

Spanische Noten.......

70,09

70,37

Tschechoslowakische Noten - - Ungarische Woten

12,36

12,42

72 85

73.15

Devisenmarkt Derlm

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Telegraphifche

Auszahlung.

8 März

9 März

Ämtliche Non runa

Geld , '-örter

Ärmliche Notierung

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168,13

168,47

168,18

168,52

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1.788

1,792

1.789

58.26

1,793

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112,10

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10,52

10,54

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10.542

Italien.

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22,10

22,14

Lonbon.

41,358

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20,396

20,436

Neuvork .

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7,367

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Bul arten

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19,22

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19.18

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Lilien

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5,546

5,544

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Lanada

1.176

4,184

1,176

4.184

Lira uaü

4,276

4,284

1.276

4,284

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