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Oberheffen.

Landkreis Gießen.

a. Klein-Linden, 7. Sept. Die VolkS- schule von Allendorf an der Lahn unb die £i«lige Volksschule trafen sich heute auf dem hiesigen Sportplatz zur Austragung der AeichS- ^ugendwettkämpfo. In der Obcrftufc (7. jnb 6. Schuljahr) traten 27 Knaben zu einem Fünfkampf an. Dieser setzte sich zusammen aus einer Pflichtübung am Darren und Reck, bei der je 20 Punkte erzielt werden konnten An volkstümlichen Hebungen waren vorgeschrieben: Weitsprung 2.50 Meter bis 4,50 Meter. 100- Meter-Lauf 18 diS 14 Sekunden und Schlaaball- weitwurf, dessen Grenzen wegen des herrschen­den Gegenwindes und der ungünstigen Abwurf- fteile zwischen 22,50 Meter und 52.50 Meter fest gelegt worden waven. Reun der Teilnehmer erreichten die zu einem Siege nötige Punktzahl von 67 Punkten. ES sind t)ic8 1. Willi Jung (Klein-Linden) 84 Punkte. 2. Erwin Watz fKlein- Linden- 85 P.. 3. Wilhelm Frey (Klein-Linden) 80 P.. 4. Walter Speier «Klein-Linden- 79 P.. 5. Ernst Schimmel (Klein-Linden) 78 P. 6. Hein­rich Schimmel (Kirin-Linden) 76 P. 7. Heinrich Reuschling (Klein-Linden) 74 P. 8. Rudolf

Adolph (Klein-Linden, 73 P.. 9. Erwin Volk (Allendorf a. d. Lahn) 70 P In der Unterstufe, vom 6. Schuljahr abwärts, wurde ein volks­tümlicher Dreilampf ausgetragen, bestehend aus Weitsprung 2,20 bis 4,20 Meter. Schlogball- weitwurf und 75-Meter-Lauf. Don 48 Schü­lern. die in der Unterstufe turnten, erreichten 22 die Punktzahl 40. die zu einem Siege berech­tigt. Die Sieger sind 1. Walter Weber (Klein- Linden) 66 P.. 2. Willi Gärtner (Klein-Linden) 59 P.. 3. Hans Volk (Klein-Linden, 58 P., 4 Willi Volk (Allendorf a. d Lahn, 55 P. 5. Walter Schmidt (Klein-Linden, 54 P., 6. Eber­hard Kopp (Klein-Linden) 53 P., 7 Wilhelm Steinmuller (Klein-Linden). Erich Weisel (Klein- Linden) und Ernst Weigel (Klein-Lmden, je 52 P. 8. Walter Lang (Klein-Linden) 51 P.. 9. Gottlieb Müller (Klein-Linden) 50 P.. 10. Wil­helm Weigel (Klein-Linden). Ludwig Glaum (Klein-Linden) je 45 P 11. Mberl Jung (Klein- Linden) und Wilhelm Müller «Klein-Linden) je 44 P.. 12. Hermann Stein (Klein-Linden) und Wilhelm Zorb (Klein-Linden) je 42 P., 13. Willi Ulm (Allendorf a. d. Lahn. Erich Jung (Klein- Linden) und Willi Kissel (Klein-Linden) je 41 P., 14. Ernst Henlelmann (Allendorf a. d Lohn) und Rudolf Franke (Klein-Linden) je 40 P.

o Drosten-Linden. 8. Sept. Gestern wurden die Reichsjugendwettkämpse an unserer Schule ausgetragen. In der Gruppe I (Jahrgänge 1915 und 1914) beteiligten sicy am Fünfkampf (Reck. Darren, Weilsprung. Schlag- ballweitwurs, 100-Meter-Lauf) 23 Knaben, von denen 11 Sieger wurden: die Ehrenurkunde d^s Sjcrrn RAchspräsidenten cnang AlberI CD c:- ga nd mit 112 P. (Mindestleistung 67 P.) Die Dorklasse (Jahrgänge 1916 und 1917) umfaßte einen volkstümlichen Dreikmnps (Weitsprnng. Schlagballwcitwurf, 75-Meter-Lauf) mit 36 Teil­nehmern. davon 10 Sieger, die Ehrenurkunde des Herrn Reichspräsidenten errang Aarl ÄI a u ni mit 61 Punkten (Mindestleistung 40 P.) Del der Siegerverkündung ccmabnh? Rektor Dach die Schuler, auch nach Deendigung der Schulzeit sich den namentlich von den Vereinen für Leibes­übungen gepflegten Bestrebungen zu widmen, imb dankte insbesondere dem Obmann der Wett­kämpfe. Schulverwalter Robert D e ck e r. für die gute Vorbereitung der turnerischen Arbeit.

Bg. Grvhen-Duseck. 7. Sept. Wohl nur wegige Gemeinden des KreiseS dürften in der Rachkriegszeit eine so rege 'Bautätigfeit etztsaltet haben, wie die unsrige. So entstehen in diesem Jahre wieder neun Wohnhäuser, und ?fcar vier ein- und fünf zweistöckige. Austerdem wurden eine Anzahl Erweiterungsbauten und Scheunen errichtet. Don einer eigentlichen Woh­nungsnot in der schlimmen Dedeutung der Rach- kriegSjahre kann in unserer Gemeinde nicht mehr gesprochen werden. Einige der Reubauten sind mit Balkon und Erker bzw. Zentralheizung recht modern ausgestattet.

gck. Grosten-Duseck. 7. Sept. Auf dem hiesigen Sportplatz sanden gestern die Reichs- jugendwettkämpfe der Schulen zu Gro- ßcn-Buseck, Alten-Duseck. Burkhardsfelden und Trohe statt. Die Leitung hatte Rektor Inder- t h a l. Da gegenüber dem Vorjahre die Anfor­derungen nicht rmwesentlich erhöht worden waren, konnten weit weniger Schüler die notwen­dige Punktzahl erreichen, um atS Preisträger anerkannt zu werdm Es ist sehr fraglich, ob durch dieses Hinaufschrauben her Forderungen dem Grundgedanken gedient wird. Es wurden Kugelstvsten, Schlagbaliweitwurf. Weitsprung und 75- bzw. 100-Meter-Lauf ausgetragen. An Prei­sen erhielten: Karl Hahn, GroßenDuseck, mit 128 Punkten den 1.; Otto Balser. Gr.-Duseck, mit 118 Punkten den 2.: Fritz Wagner, Gr.-Bulcck. mit 111 P. den 3.; Th Häuser. DurkhardSfelden, mit 110 P. den 4.: L Schäfer, DurkhardSfelden, mit 100 P. den 5.; O. Kaust, DurlhardSfelden, mit 99 P. den 6.; W Lepper, Alten-Duseck, mit 93 P. den 7.; Fr. Vogel. Trohe, mit 92 P. den 8.; E. Schwalb, Gr -Buseck. und K. Hofmann, Trohe, mit 88 P. den 9.; K. Dinhäuser, Alten- Duseck. mit 87 P den 10.. Fr Müller. Alten- Duseck mit 86 P den 11.; W Hof unb ß. Hof­mann. Alt.-Duseck, mit 84 P den 12.; H. Schäfer. Gr.-Duieck und Ang Rau. Alt.-Duseck. mit 80 P. den 13.: W Äörb.r. Alten-Duieck, mit 77 P. den 14.; L. Rau. Trohe, mit 75 P den 15.. W. Kimmel. Gr.-Duseck. mit 70 P. den 16.; Karl Vo­gel. Alten-Duseck. mit 69 Punkten den 17. In der Vvrilasse erhielten E. Drück. Trohe, drn 1., und Ernst Hofmann. Gr.-Duscck, den 2. Preis. Unter den Mädchen wurde Gretchen Pfeiffer. Gr-Duseck. erste Siegerin. Auch eine 4xl00-Me- ter-Staffel wurde wieder grlauien. Gr.-Duseck erzielte mit 61 Sek. die beste 3cit. SS folgten DurkhardSfelden mit 61A und Mten-Duleck mit 61*/s Sekunden.

Grünberg 7. Sept. Da» neue Fi- nanzamtSgebäube wurde im vergangenen Winter in den Rohbau gestellt. Ain inneren Aus- bau ist daaegen wenig geschehen, so dast es in diesem Jahr nicht vollendet wird. Insolge deS beißen Sommers konnte jedoch der Dau gut aus- trocknen. Sagegen wurden zur Auffüllung des Geländes rings um das Gebäude gro*e Erd bcwegungen auSgeftlhrt. In Deroindung damit wurde auch daß Endstück d.r e h:o Koch-Straste an der Gießener Straste planiert, |o dast die neue Strafte alS Durchfahrt strafte bald in Benutzung genommen werden kann.

* WatzenbornSieinderg. 7 cept 3m fommenben Jahre blldi der Gesa na verein Eintracht' zu Steinberg, der Zweitälteste Der

Oie Haftung des Tierhalters.

Don D. Kranz, Amtsgerichterat i. X

Gegen den Tierhalter können auf Grund der gesetzlichen Hastungsbestimmungen (§ 833 Satz 1 BGB.) LchadcnSe^atzaniprüche geltend gemacht werden, welche das Tierhalten erschweren. Tier­halter ist derjenige, der in eigenem Interesse durch Gewährung vov Unterhalt die Sorge für daS Tier übernommen hat, und zwar nicht bloß zu einem vorübergehenden Iweck. sondern auf einen Zeitraum von gewilier Dauer. In der Regel ist also z. D. der Jäger Tierhalter. Die Erfatzvflichl des Tierhalters kommt aber in Weg­fall (§ 833 Satz 2). wenn der Schaden durch ein Haustier verursacht wird, da» dem Beruf, der Erwerbstä'.igkeit oder dem Unterhalt zu dienen bestimmt ist und wenn der Tierhalter bei der Deaussichtigung des $ict ?5 die im Der- kehr erforderliche Sorgfalt beobachtet hat oder der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorg­falt cing^ treten wäre.

Da es daraus antommt. ob die Ausübung der Berufstätigkeit die regelmäßige Benutzung des Tieres erforderlich maQt. wird der DerufS- jäger. allo z. D der Förster bezüglich seines Jagdhundes von der Ersahpslicht des § 833 frei, nicht aber der Sportjäger, weil dessen Hund als Luxushund angesehen wird. Der Sporljäger unterliegt also der strengen Haftung des § 833 Satz 1, welcher den Tierhalter zum Schadens­ersatz verpslichict. wenn der Schaden die Folge einer willkürlichen selbständigen Handlung des Tieres ist.

Ob der Tierhalter unter die befreiende Dvr- schrift des § 833 Sah 2 fällt, ist manchmal zwei­felhaft. brsonders dann, wenn der Hund nicht ausschlleftlich einem bestimmten Zweck (Be­ruf, Erwerbstätigkeit. Unterhalt dsS Besitzers) dient.

Kläger wurde von dem Hund deS Detlagten, den letzterer unter der Aufsicht seines Verwal­ters aus seinem einzelstehenden Hof hielt, auf der Strafte angefallrn und in den Arm g biff en. Der Hund Diente gleichzeitig verschiedenen Zwecken, er war Hofhund, begleitete feinen Herrn aus die Jagd uno diente hon Kindern zur Be­lustigung. Kläger verlangte von dem Beklagten Schmerzensgeld und Kurkostenersatz. Kommt Die­sem Hund Die Eigenschaft eines Haustieres und Damit feinem Herrn die Begünstigung deS § 833 Satz 2 zu? Dient er Der Önoerbetätigtett seines Herrn? Grundsätzlich können die zur Bewachung und Sicherheit gehaltenen Hunde, z. D. der Hof­hund des Landwirts, der Wachhund auf einem einsamen Betrieb der Erwerbstätigkeit deS Eigen­tümers zu dienen bestimmt fein. Der fragliche Hund hat wohl zur Rachtzeit den Hof bewacht, er wurde aber zu verschiedenen Zwecken ver­wendet. und während seiner sonstigen Deschäs- t'.gung (Begleitung deS Herrn auf die Jagd u-w.) war er Der Bewachung des Anwesens vollständig entzogen. Daraus ergibt sich aber, dah er und darauf kommt e« an die überwie-

a e n b « Eigenschaft eines Wachhundes erkenn­bar nicht an sich trägt. Denn wenn auch die wichtigste Wachzeit die Rächt bildet, so ist die Bewachung eines «infamen HvfeS auch bei Tag nicht vollständig entbehrlich, wenn die Leute fern dem Hos« auf dem Felde arbeiten.

Gefetzlich ist zwar nicht «rforderUch. dah daS Tier ausschließlich dem Beruf oder Er­werb oder Unterhalt dient. «S kommt auch nicht darauf an, dah der Hund gerade im Augenblick der Schädigung seiner ZwecLestimmung diente, es bleibt aber immerhin di« «igentliche. all­gemeine Zwe Abstimmung. die erkennbare, vorwiegende Verwendung zur Ze. t der SchadenSverursachung überhaupt maßgebend.

Der Beklagte konnte nicht nachweisen, dah sein Hund die Zweckbestimmung hatte, ihm bei Deaussichtigung seiner SrwerbStätigkeit als Wach­hund zu dienen. DaS hatte Beklagter behauptet, um von der Haftung frei zu werden. Selbst wenn ihm aber der Hund zu diesem Zwecke ge­dient hätte, wäre er doch ersatzpflichtig, weil er den Sorgsaltsbewei» nicht führen konnte. Um frei zu werden nach § 833 Sah 2 müftte er be­weisen, daft er die im Verkehr erforderliche Sorg­falt zur Verhütung des Schadens beobachtet hat. Da er wußte, dah fein Hund bvSartig war, hatte er begründete Veranlassung, entweder daS Freilaufenlossen deS Hunde- zu verhindern, oder wenigstens di« Deschädigung von Tier und Men­schen durch Anlegung eines DeihkorbS zu ver­hüten. Beide- hat er nicht getan. Er hat aller­dings hie Deaussichtigung feinem Verwalter, der alS tauglicher Tierhalter gelten konnte, über­tragen. DaS genügt aber nach Anschauung des Reichsgerichts nicht. Mit der Aufstellung eines Tierhalter- ist di« Deaufsich- tigung-vslicht nicht erschöpft; ver­schiede ne Entscheidungen legen dar, daft der Degrifs der Deaussichtigung nicht zu enge gefaßt werden darf: d i e Eigenschaft deS Tieres und die Art seiner Verwendung beein­flussen den Umfang der Aufsichtspflicht; bei einer Verwendung eine- Tieres, die erhöhte Gefahr zur Folge hat (was beim Jagdhund selten vorkommen Dürfte), soll der Tierhalter selbst eingreifen durch entsprechende Anord­nungen. zumal er neben dem Tierhüter für Sorgsaltsverletzung bei der Deaufsichtigung selbst einzu stehen hat.

Hiernach hat das Derusungsgericht mit Recht die Eigenschaft des fraglichen HundeS als eines Haustieres im Sinne des § 833 Satz 2 verneint und den Klagsanspruch auf Grund bei § 833 Satz 1 für gerechtfertigt erklärt.

Der Beklagte würde auch bann verurteilt wor­den fein, wenn er, zu dessen Beruf die Iagd- auSübung nicht gehörte, der hieraus auch feinen Erwerb machte, den Hund ausschließlich für feine Iagdliebhaberei verwandt hätte.

ein innerhalb unserer Gemeinde, auf sein 6V jäh­riger Bcstehen zurück. In seiner Generalver­sammlung wurde beschlossen, dieses Jubiläum mit einem großen Gesa ngswett st reit zu oerbin- Den. Als Festtage wurden Der 1., 2. und 3. Juni 1929 bestimmt. Der Verein steht unter der bewähr­ten Leitung des Chormeisters Harnisch von Steinberg. Der Delegiertentag findet am 27. Januar 1929 statt.

-st- Hungc n, 7. Sept. Da erfahrungsgemäß in den arbeitsreichen Sommermonaten der Ver­kehr auf der Kraftwagenlinie Hun­gen Schotten nachlaht. hit die Leitung DeS Zweckverbandes eine Einschränkung des Fahrplans einaclührt, um die Wirtschaftlich­keit des Betriebes sicherzustellen. Montags, Mitt­wochs und Freitags fällt die letzte Fahrt von GichelSdorf nach Hungen und zurück zu den Abendzügen ans. während an den übrigen Wochentagen die RachmittagSfahrt wohl von GichelSdorf bis Hungen geführt wird, Hungen an 14,20, die Rückfahrt jedoch nur bis RodhÄrn erfolgt, von wo au» die Abendfahrt nach Hungen und Aiirüd nach Eichelsdorf ausgeführt wird. Es hat sich heransgestelll, daß Die große ISagcn- bzw. Reifenobnutzung auf der verhUlniSmaftig geringen Derkehrsstrecke RodheimUlfa die Ren­tabilität der Einrichtung ungünstig bee nflutzt. Sonntags erfolgen keine Fahrten, da der Autobus Darrn zu Gesellschaftsfahrten Verwendung findet.

r 6 teinhetm, 7. Sept. Die hiesige G r u m- metgrasversteigerung der Gemelndewlesen erbrachte gute Preise. Im ganzen kamen rund sechzig Morgen zum Ausgebot. Die besten kleinen Morgen 52000 Quadratmeter) kamen auf 25 bis 34 Mark, olche mittleren Grasstandes wurden mit 15 bi« !5 Mark bezahlt, während saures Futter, bas nur als Pferbefulter Verwendung finden kann, je Mor­gen auf 5 bis 10 Mark kam. Das finanzielle Ergeb­nis erreichte das Doppelte der durch den Wiesen« Vorstand vorgenommenen Schätzung. In diesen lagen fand eine öffentliche Guteroerpach- t u n g statt, wobei gute Preise erzielt wurden. Da auch ber nicht grundbesitzende Arbeitsmann darauf nue ist, die im Haushalt benötigten Kartoffeln und Gemüse selbst zu ziehen, ist immer Nachfrage nach Ackerland. Cs kam ein Grundstück von 1900 Qua­dratmeter auf 60 Mk., ein solches von 1008 Qua­dratmeter auf 43 Mark, 1400 Quadratmeter auf 41 Mark, wobei zu bemerken ist, daß es sich nicht um Gelände erstklassiger Lage handelt. Grundstücke mittlerer Güte in weiterer Gemarkunasloge tarnen pro Quadratmeter auf 2 Pf. Ein mmberroertiger Acker von 2450 Quadratmeter mürbe mit 35 Mk. Pacht versteigert. Zu berücksichtigen «st noch, daß sämt­liche Steuern und Abgaben vom Pächter zu tragen sind, woburch der Pachtsumme noch 10 bis 15 v. H. zugeschlagcn werden müssen.

- BeNerSbelm. 7. Sept. Dic Ver­ladung von Obst hit in diesen Tagen auf Dem Bahnhof Obbornhosen-DellerSheim begon­nen. In veraangener Woche tarnen mehrere Zentner Mirabellen, die in den geschützt liegen­den Gärten viel angebaut werden und auch gut gedeihen, zum Versand. Den Erzeugern würben 25 PI. ie Pfund bezahlt Gegenwärtig werden Ne ersten Zwetlchon eingelaben und hauvt'ächlich ins Industriegebiet verfrachtet. Der Preis beträgt 8 Mark pro Zentner. Die Zweischcnernte äKt hier sehr gut au». Die meisten Säume hängen xum Drechen voll, so daft sie gestützt Wer­den muficn. Auch d.e Dirn en ernte ist zusrieden- ftellenb, wenn auch einige bellere Talelso-ten 'N hieent Jahr ganz au^aHrn. D'r Verland l "Nttelsrüv 'S irren hat in htckm T 7 g' . pegon-

j neu. Je n -ch Gröhe imb Güte deS Obste» mer- I ben pro Pfund 5 8 Pfennig bezahlt

Kreis Friedberg.

WSR. Dab-Rauheirn. 7. Sept. Gegen einen Deonrten einer hiesigen staatlichen Be­hörde. dem Unterschlagungen von ein­kassierten Geldern ^ur Last gelegt werden und der flüchtig ist, ist ein Haftbefehl er­lassen worden.

Alrciö Büdingcn.

11 Büdingen, 7. Sept. Sie Marktkvmmis- sion unserer Stadt verhandelte in ihrer letzten Sitzung über die Vorbereitungen zum diesjähri­gen G a l l u s in a r k t. Dürgeinneister H l l d n e r hat den Vorsitz übernommen. Zunächst wurde die von KommissionSmitgliek» Höhrath ge­prüfte vorläufige Marktabrechnung für Den Petrimarkt 192 8 zur Kenntnis genommen. Die Kommisfion beschloß sodann, den diesjährigen GalluSmarkt am 21., 22. und 23. Oktober abzuhalten. Für Sonntag. 21. Oktober, sollen nur Schausteller, sowie Zucker- und Spielwaron- iände zugelassen werden. Am Montag, 22. Oft., oll der Pferde- und Ärämermarft tattfindcn. Der Reit- und Fahrverein wird Dann am Montag Reit- und Fahrubungen vorsühren. Am Dien-tag, 23. Oktober, findet der Pferde-, Rindvieh-. Schweine- und Krämer- markt statt. Gleichzeitig wird am Qltontag ein« Prämiierung der Pferde und am DionSiag eine Rindviehprämiierung abgehalten.

ld. R l d d a, 7. Sept. Die geringen Er­trage der diesjährigen Apfelernte werden von Baumstücken gebracht, die sich an dem nach Westen abfallenden Hange der auf dem linken Riddaufor. der sog. W i n t e r s e i t e, liegenden Höhen befinden. £iefc Obstanlagen waren zur Blütezeit vor dem hier im Frühjahre öfter» so großen Schaden anrichtenden Ostwinde geschützt, während die Blüten in Baumstücken anderer Lagen vernichtet wurden. Die Erfahrungen de» Obstjahres 1923 sollten beherzigt und bei R e u- anpflanzung von Obst bäumen auch die sehr wohl zu Obstbau geeigneten Hänge der 2D in­te r f c 11 e bedacht werden.

# Echzell, 7. Sept Dieser Tage konnte die ölte sic Einwohnerin unseres Dorfes, Witwe Marie Herzberger, ihren 8 5 Geburtstag im Kreise Ihrer Kinder. Enkel und Urenkel feiern. Obwohl sie auf ein Leben voll harter Arbeit und Sorge ums Dasein zurückblickt, erfreut sie sich noch einer seltenen körperlichen und geistigen Nüstiakeit. Die R a f f e g e f l ü g e l z u ch t steht hier au) be- achtenswerter Hohe. Diele Züchter haben schon auf großen nationalen und internationalen Ausstellun- gen mit ihren Tieren erste und Ehrenpreise errun- Sen. In diesem Monat konnte der Züchter Philipp

st h e i m auf eine 2 3jährige Rassezu cht der rebbuhnfarbigen Wyandottes zurückblicken. Der Gcflügeizuchwerein von Echzell und Umgegend, der größte und rührigste der ganzen Wetrerau. hält im Herbst eine Lokolsck» au mit Prämiierung ab

Kreis Schotten.

ld. Schotten, 7. Sept. Die durch Beeren- sammeln erzielten Einnahmen bedeuten für die ärmere Bevölkerung vieler Dogelsbergdörfer eine willkommene Vermehrung des Arbeitsoerdienftes. Nachdem die HlMbeerernie infolge der Trockenheit nur geringe Ertrage bracht-, versagt nunmehr auch oie Brombeerernle au« dem gleichen Grund« Di« im Felde wachsenden Brombecrhecken. dl« sonst Masienerlröge brachten, tragen nur ver­kümmerte Beeren, die da» eammcln nicht lohnen. Nur tue im Swatten be- Wold-s befind­lichen Sträuche.' sind mit dicken Heeren bedangen, die ortskundigen 5ammfednnen einer, guten Tage­

verdienst einbringen, da Infolge der Beerenknapp­heit 50 Pi. für da» Pfund bezahlt werden.

V Gedern. 7. Sept. TRorgrr. find 25 3a6re verflossen,eitbem der RcllgionSlebrer und Kantor der hiesigen ifraelittschen Gemcir.de. Adolf Dauer, tn letne-n Beruf «ingerührt toMtbc- Al» Sohn eine» Äauhnann» wurde er am 3. Februar 1883 In Schotten geboren. Rach- dem er dic Volksschule verlassen hatte, trat er tn die Präparandenanstalt zu Durgoreppach in Datzern und barm in da» Lehrerseminar zu Köln ein. da» er rm Herbst 1903 verlieft. Da­mals war gerade Me freftfle 5teile eines israeli­tischen ReligionSlehrer» und Kantor» frei. Dauer bewarb sich darum und erhielt sic. Seit dieker Zeit übt der Jubilar in treu öfter und ge­wissenhaftester Welse fernen Beruf bter au» Durch sein stet» tteundl'che». g.-gen jedermann turwrkommonde- Wesen unb durch leine vorbild­liche Pflichterfüllung hat er Hd> hie volle An­erkennung und Wert'chänung nicht nur feiner Religion-gemeinde und kein« vvrge<etzten B<-. Hörde, sondern auch seiner Kollegen und eine» sehr gioften Teil- der politischen Gemeinde er­worben. Seit 1920 versieht Dauer auch den Israrlttischen Religion-unterricht In den Gemein­den Oberste men und Wenings. Dieser Tage verbrühte sich das dreijährige 50 nh de« Karl Wagenbach von hier tn einem unbe­wachten Augenblick mit kochendem Wasser Er wurde mit Brandwunden an beiden Ober'chen- keln. Leib und Rücken rn- hiesige Krankenhaus eingeliesert. Der Zustand he» Kinde- ist besorg­niserregend.

Laubach. 7. Sept. Die Getreide­ernte ist hier beendet; sie kann vollkommen be­friedigen. Gleichzeitig hat man mit der Grum - meterntc begonnen Hier ist ber Ertrug ge­ringer. Jedoch ist die gute Beschaffenheit ein gewisser Ersatz für den Ausfall, die feucht- warme Witterung der letzten Doch« hat den Grasstand noch ziemlich gef6rhert. Di« Aussichten der diesjährigen A p f e l e r n t« sind l«hr schwach geworden Besonder« dic feineren Tafelforten «.Parmänen". .Schöner von Do-kop" usw.) ver­sagen fast ganz. Dagegen scheinen die alten einheimischen Sorten (»Kassel« r Renette". .Hecht­äpfel") einen besseren Ertrag versprechen. Sehr gut stehen die Hackfrüchte. Auch die Z w« t - sch« ne rnte bat günstige AuSfichten. Für die Freiwillige vanltät-kolonn« soll jetzt zweimal wöchentlich in btt Turnhalle Unter­richt abgehalten werden. Flurschütz Samm­ler, der schon drei Jahrzehnte lern Amt in treuer Pflichterfüllung versieht, wird da er 70 Jahre alt ist, demnächst tn den Ruhestand treten. Di- jetzt haben sich 49 Leute um die Stelle beworben. In erster Linie solleit Kriegs­beschädigte berücksichttgt werden.

Etchel-dors, 7. Sept. Empfindlicher Scha­den traf einen hiesigen Landwirt während Der Grummeternte. Als er mit dem Heuwender auf ein« auf dem vorn Hochwasser untrrwühlten Steilufer der Eichel gelegenen Wiese arbeitete, gaben die Erbmassen nach, unb dre Maschine stürzte mit Fuhrmann und P^s e r d aus die rm Dachbette liegenden FelSblöcke. Der Lenk« kam mit dem Schrecken davon, der Wend« «litt nur geringfügige Dcschädigtrngen. das Pferd brach jedoch etn Vorderbein unb mutzte abgeschlachtet werden.

Kreis Alsfeld.

-«. Homberg a. d. O hrn, 7. Sept. Da nun­mehr die Getreideernte allenthalben glück­lich unter Dach und Fach gebracht worben Ist. hat man tn dieser Woche Die Dreschmaschine im Freien ausgestellt und mit htm Drusch be- ionnen. Andere Landwirte sind bereit» auc rummeternt« übet gegangen, die bei bleiern herrlichen Wetter gute Fortschritte macht. Was dabei ber Quantität abgeht, wird durch bic Qualität ersetz:. 3m Gottesdienst am vorigen Svnntagvormitlag wurden die biosjährigen Kon­firmanden, 23 an der Zahl, aufgenommen. Davon flammen 18 aus her hiesigen Volksschule imb 5 au- her Höheren Düraer'bulc Gestern nachmittag hat der eigentliche Unterricht Im Saale der 1. Klasse seinen Anfang genommen. Am Sonntagnachmittag veranstaltete der Als­felder Kirchenchvr in unterem Gotteshaus« eine liturgische Feier Der Ehor trug unter Leitung seine« Dirigenten Mein Harb fünf Chöre recht ausdrucksvoll vor. Die Ge­meinde fang vier Choräle unter Orgelbegleitung. Den Orgelpart hatte Organist Allendörfer übernommen. Im Saale d2- ..Frankfurt« Hofe»" fand von 16.30 älhr ab ein« Rachseicr statt, zu her die Zuhörer gleichfalls freien Zutritt hatten. In dem am Hermann «berge gelegenen Quarzitbruche der Firma Scheid Hauer L Gieß in g mußte wegen Mangel» an Absatz Kurzarbeit eingesührt werden.

(-) ör men tob, 7. Sept. In dem Gafthau» von Heinrich Weil dahier wurde in der Rächt -ingebrochen. Dem ober den Dieben fiel die gesamte Gabenlaf fc mit ungefähr 150 Mk. In die Hände.

(-) Groß-Felda. 7. Sept. In diesem Jahr« feierten die beiden hiesigen Klallen den I u - genötag gemeinsam mit den Rachbardörsern Ermenrod und Zeilbach. Sine große Meng« Zu­schauer hatten sich eingefunden, ein Zeichen, daß die Iugonbtage sich immer größerer Beliebtheit erfreuen. Gemeinsame Gesänge, turnerische Dor­fübtungen und volkstümlich« Darbietungen jeg­licher Art bildeten ein abwechslung-reiche» Pro­gramm. Run ist auch der hiesig« Zweig­verein deS V. H. C. au» seinem Dornröschen­schlaf erwacht. In bet jüngsten Generalversamm­lung waren 25 Mitglieder erschienen Am glei­chen Abend fonnten 10 neue Mitglieder aus­genommen werden E- wurde besch.ossen, fort­an to.eöcr fleißig zu wandem Unter Leitung von V. H. C.-Druder Müller- Ermenrod hat 'ich ein Quarre« innerhalb be« Verein- ge- biTbet

Ärci» Lauterbach.

Lauterbach, 7. Sept Unsere Voaclsberg- ftabt Ist. in der Turtigeschichke als Gcdurt » - stadt von Adolf Spieß, de» Schoxfters des deutschen Schulturnen», bekannt aeroorben. In einer Der letzten Nummern betDeutschen lurnjcitung besinbet sich eine kurze Notiz vom Dorsitzenben ber Deutschen Turncrichaft, bie allgemeinem Interesse begegnen Dürft« unb t#»bulo nachstehenb im Wort­laut mifbergegeben lei:Ein schönes Zeichen turne­rischer Treue unb Denkungsart finb zwei Sil­ber, Die ber Ehrenvorsitzende des lurn ocr- ei n » Lauterdach in Helsen, ff. Th. Helfen- dein, soeben übersendet a!» Antwort auf ein paar freundliche Zellen, d>e ich ihm zu seinem Ehrenabend gelchick! hatte ff» sind mcrwolle Bilder besGc kort »hause - unseres Adolf Spieß i.-nb der <5 pik h t u r n b a 11 e. Das Eichenholz ber Nahmen stammt au« hem Geburtshause und ist von dem