Das Reich der Reichsbank.
Großzügige Baupläne. — Sin ^eichsbank-Baufonbs von 21 Millionen Mark. - Jahresumsatz 1927: 730 Milliarden Mark.
Von Ttuhülf Bier.
Äschen fyst, Vie 2teup6f>gnf füftf. in utt» flntfpfbcirt'r Aachbarfchalt ihre, T^ertlnet Päldstes liegbnDe Häuser gefduft um in nächster 36it mit der Dorkvitklichürtg ihrer Baupläne beginnen zu können
Äeit Monaten wollten besonders gut informierte Finanzkreise von groben Aus «ieh - nunasplänen der Deutschen Reichs- bank wissen. Diese Gerüchte erb elien nSlle Adh- ruftg, als di? Aktien der Beichsvank in den letzten Tagen fpruiiohast fliegen. ohne daß der gehoi-n- nisvolle Kauter der Aeichsbonkanteile ermittelt metben konnte 21 un wird die OtzffeniltchkeN von ter Mitteilung übeptascht, bah die Aeichsbank in Berlin eine Bei he ihk benachbarter Grundstücke hekauft hat. Aicht weniger als fürlf große Geschäftshäuser sollen in den Besitz Dieses Institutes i'bergeqongcn sein, und Noch immer ek- h dgt man in ter Aeichsbankdirtktion neue Aüs- tehnungspläne. Durch großzügige lliibaülen sollen neue Geschäftsräume gewonnen werden: wän tfill den Verkehr mit dem Publikum dadurch erleichtern, daß di? bssenilichen Kassen ilnö alle anderen vielten, die mit dkm Publi'um iiflmittel» Pilt zü tun haben, in einem Gebäudesomples bet* einigt werden Hat doch die Aöicösbank bi-her die EinlösUNgsslellen für Schaywechsel Und ändere wichtige Kassesi auS ihrem Hauptgebäude verlegen müssen. Allerdings dürste noch beträchtliche n tgehen, bevor die geplaUken orgctnifatokischon Äeuerungtzn in Kkast treten. Ddß sich die Aelchs- l'änk aber mit umfangreichen Bauplänen trügt, beweist ihre letzte Iöhresvilonz, in bet sie einem besonderen BaUlonto 10 Millionen Makk übet- wies, so daß nunmehr über 21 Millionen ' M a r l f ü r D o u z w e ck e ^Ut DetfügUßo stehen. Ursprünglich beabsichtigte die Aelchsbänk, einen neuen, riesenhaften Dau aufzllsühren, der Nbch weit größer alS dek alte Deichsbaükpalast Werden sollte. Ob dieses großzügige Bauprojekt schon iw nächsten Jahre in Angriff genommen werden kann, steht noch Uscht fest, da die außeftBltdIlc6e Baukvnjunktllr Und die statt gestiegenen Preise für Baumaterialien nicht zu großen Arbeiten 61- muntern.
Man kann sich zunächst kaum vorstellen., daß das von Hitzig gebaut« wuchtige AeichAvartkgo- bäude im Herzen Berlins den Allsbrderungen des Instituts nicht mehr genügt. Wer aber däs Innere deS Gebäudes betritt Und di? mit großzügiger AatimverschwSgdüng gebauten, kiesigen Cale betrachtet, wird dos eher begreifen. Roch verständlicher wirb die AaUwnot, Werin sttan sich die ungeheure Leistung vekgegenwärtlat, kle dieses nichtigste deutsche Bankinstitut jährlich zu vollbringen hat. Einen Begkiss böh der Bolle, die die BeichSbank im deutschen Wirtschaftsleben spielt, bekommt man nicht nur durch das Studieren der trockenen Bilanzen und Monatsberichte. Praktisch wird die QHadjt der DeichSbaitk demjenigen vor Augen geführt, dem es vergönnt ist, tie riesigen Lresorkgume am HauS- vogteiplatz zu besichtigen Eine enge Wendeltreppe führt in die Schatzkammern hinunter, tie durch gewaltige Türen von der Außenwelt abgeschlossen sind. Mächtige Stahlgittertüren. deren Schlüssel von Mehreren Beamten verwahrt werden, trennen den Besucher von den Goldbarren. Die unscheinbaren gelben Metallklöye. 'die dort ausgestapelt liegen, haben einen Wert von etwa 100 'Millionen Mark; einen Vielleicht noch größere» Eindruck wacht aus dkn Besucher ein Schrank mit Metallklbtzen, die etwas h-ller leuchten, da sie aus Feingold bestehen. In riesigen Stahlschränten befindest sich viele kleine Pakete, von denen jedes eiste halbe M i l l i ö n In neuen Tausend- Ina vffdj einen enthält Selbstverständlich Menen die modernsten Sich?rh?ltseiürichtürigon Ustd Llpparalo dazu, diese Schätze zu hüten, und befh- lenigeh, bvr versuchen sollte. unbelnerTt in Vie Tresorräume elrtfiubriltfte», dürfte so etwas übel reforttmeiT.
Vor zwei fahren konnte die Reichtzbank ihr slistf zlajähriges Bestehen frierst: denn uin 1. ^anilaf 1H70 flog sie in das (tzelütube ein, in dem bis dahin Mr Preußische Bästk residiert halte, deren Nach-
Verhängnisse.
Vornan von iiedbd Dill.
Copyrl<hl by Martin NeUchiwastger, Halle (®dnlc). 21 Fortsetzung. Nachdruck verbotest.
„Slhne ich nicht, irgendeine Liebe ndn ihm. (tr mar immer in Nöten. Wenn er die eine hotte, mußte die andere obgelegt weiden (Einmal schickte er wich svgar Ins Treffen, ^lch müßte er,,üblen, er sei schwer erkrankt Und Fnullte nicht roinmen. t'rtbei imr er zum Neusten »ach Dijon gesahrrn, mit einer Pariserin aus den ssolies. 9lun, er hol sein Leben "»»genützt ... aber ich ... Nun. Ich kann w^nig- pfn» auf eine Reise dn den Rhein zurückblicken. Mama sand das für ausreichend für* ganze Löben. Mein Vater ging nie einen Jag aus B. fött. Üllles, was schön ist und dem Leven seine» Reiz nerleibt, holte ich durch Rests, «ein Vater Balte citie Riesenbibliothek. Die Dupons waren Weit- leute: sie Giften und hatten einen ,9dur‘. Sie piel len eine Rolle in B."
„ilnb er hat bidi nie enttäuscht, dein Qreunb?" f-ogle sie gedankenvoll In den dunkle» chvs bchauend, in oetn Man Regen eintönig plätschern hörte.
.Jlif! Dir sind sehr verschieden, (flefabe deshalb i'lelleitßt hoben wir im- ja drqeiogen. Reste war beiter, elegant, sicher, ein ftäbänir, nobel und in- verlässig.
»Auaerlässtg^
,.öa, da« mar er ... wenigstens in Ehrensachen "nd Geldangelegenheiten .ych bin In allem znver Ififnn, ausgenommen in der Liebe', sagte er Immer.
Wen* verdanke ich ja unlere Belanntlchaft. iks mar rin sonderbarer Zufall, der uns an dem oben Mannino, als wir durch die fltaßen schienderten in die Roire Dame führte. Wir hörten Örgellpk’l. das mittlere Portal, das nur an ixefttagen offen- steht, war geöffnet, und vor der Tür stand ein scharlachrote. Schnurzer, ,2m. sagte Reste, .da ift etwas lh«, vielleicht eine Hochzeit. Netzen mir un käs an, das Macht «patz ' VIbet es war kerne stoch, zeit, sondern eine Aommtmlon. llnb do sah ich di-n in den Ränken knien in d? nei" meisten > >> • unter deinem weißen. duftenden ctfikier. wie « kleine Braut ... *
fölgerift die Reichsddnk Wurde Dor der Gründung des neuert Instituts Herrichten im deutschen ktzeld wesen gertibHH anarchistische Zustände. nicht wertl' ger als 31 Notenbanken hatten vis dahin das Recht, eigene Banknoten in Umlauf zu bringen AVer Nicht nur Viele pTlmieglcrten Bankert gaben Raten aus, sondern allch ftömmuiten UNd Ipgar ElsenbahngestU. schäften pumpten immer neue ArthlUngsMlttel in den Verkehr Aengstiich hütete ieder Bundesstaat sein Recht auf Ausgabe non Bonkribten; zugleich schützten sich die Länder buftf) besondere (Beieße gegen die Einfuhr und Zirkulation ftemben Papiergeldes. Als zuerst dek Plan auftauchke, eine Deutsche Reichsbänk zu schalten, bekämpfte der damalige preußische Fi- NaNzmiNlster Eamphauseft diesen Plast erbittert, ustd selbst Bismarck, der doch über ptilb tischest Weitblick verfügte stand der ReUfltündurig ftienia sympathisch gegenüber. Rach mühseligen Bor. arbeiten wurde Bahn endlich bkr Weletztntwürf, der die ßtrlchtung der RSichsbastk erMähiichte^nNgenom- men, und sofort wirkte sich diele neue Mahstghnie praktisch aUtz Nicht weniger äl? 12 NbtenbSftfen oet- zichietest freiwillig ntif ihr Privileg, weitere fünfzehn folgten schon in den nächsten Äahreä,, Und nur vier blieben »och bestehen, die sich ihre Selbständigkeit bis heute bewahrt haben. Mit schweren JDpfern müßte damals Preußen die Liguidntion der Preußi- schen Bank abgekauft werden: es erhielt nicht nur [eine Kapitaleinlage von 3MillibsteN UNd seinen Anteil flifl ReservesanSs ist Hähk da» P Mlllibstert Mark zurückgeznhlt, sondern Preußert kassierte außerdem noch eine Entschädigung von 15 Millionen Mark ein. Die Reichsbank mußte ferner eirte lier» pflichtuna ihrer Dorgänaerin übernehmen; sie mußte nämlich fünfzig (fahre hindurch eirte JnhresreNte von 1,865 Milliane» Mark an Preußen entrichten.
Das Neue hnstiiui war in einem äußerst günstigen Zeitpunkt gegriinbet töbrden, den» die beul che Wirtschaft erlebte damals einen Ustgeahntest ustd fast lintinterbtb<beflen Aufschwung lieber 26 Milliarden betrug Per llmshtz schon im Zahre 1876, und stieg im Zsthre 1'100 aus 189 Milliarden, um irn (fahre 1913 Pie riesenhafte Höhe von 4 2 2 Milliarden zu erreichest. Der Welfkneg hat diese Entwicklung empfindlich tistserbrochen. Doch bald traten neue umfhstg reicht Ausgüben äst das Zststitut heran I es Mutzte die Ariegsührüstg finanzierest helfen, und die glückliche Diirchfiiyrting der .NriegsaäleihezeichNUngen trüg Pein ReichSballktzräsideNten Lasten st eist daistäls Ist! PölksMustd de» D'tei eines „K e l d Marsch a l l s" ein. Als nach dem unglücklichen AüsgstNg des tnrieaes die deutsche Währung Inmiei; Mehr verfiel, machte man demselben Präsidenten bittere Bor- vnirfe darüber, daß er sich der neuen Sitüntivn nicht aewachsen zeige, UNd schnell hätte der BolksiiitiNd Pie Bezeichnung für die tvertlose deutsche Mark gefunden: er nannte fle ,.i) 9 p e n ft e t rt r U b e l". ^mmer gebieterischer wurden die Rüfe nach dem starken Mann, der de» PräsldeNtestposten übernehmen sollte, bis der plätzstche Tbd chabensteiNs im Jahre 1028 den Weg freinmchte für Schacht, der Nach heute dieses Institut mit rücksichtsloser Energie leitet. Als dann 1924 der Dawesplän in Kraft trat, wurde die Reichsbank unter die internationale Kontrolle, eineb (tzesteralrates gestellt, dem sieben Deutsche und ein Engländer, ein tVran.loje, ein Italiener, ein Belgier, ein Amerikaner, ein Holländer und ein Schweizer angehören. Eih besonderer Kommissar Hot die Notenausgabe der Reichsbank zu überwachen: über oll diesen ?lus° schlissen sieht aber Parker (9 i (b e r t, her Re- pnralionsagent
Schbn ith Jähre 19$4 konnte die Reichsbastk auf beträchtliche geschäftliche Erfolge zurückblicken: ihr U maß erhöhte sich aüf 3 3 6 MislIardSn und ist im chei'chasiSsahr 1927 srtgär illlf 7 Z ti M l l l I ä r- deü Mark gestiegen. Der Reingewinn Pes ttstter- nehlstebs betritt 1927 nach sehr reichlichen Abschrei bustgen säst 23 Millionen Mark, lieber ganz Deutsch lästd hat die Reichsbastk heute ein Nest von Filialen gezogen: sie belüft 26 5)aUplstellön. 84 Reichsbaiik sillalen und .152 Nebenstellen Selbstvekslänbllch mußte Pie ReichSkMIik in Per ?MsläflonSzeit ihren Personnibestästp gewäliig erweitern: Buchungen, bie vorher Und ouch setzt wieder Mit drei- oder vier- stelugen Zahlen zü erlebigest Wortn, machtest durch bie entsprechende Erhöhung der Ziffern vnb bie da-
,.?nß du Pas Niles now weitzl ..."
.,Zn, wle äm ersten Tage ... Rests räüspekie sich, und du schmtlest Sus Und sahst Uns Art, erst Reils, dunst mich, Und mich durchrieselte es ganz kuit. Du hast ost etwas lotiverbar Dlirchdringenbes in deinem Blick. Wie auch jetzt. Mastchiünl destke ich, man kennt dich, llnb dnllü wieder bist du einem a.aüz cfitfernt, fflie srsnid gswarden. Du veränderst dich äufsällend rasch ... schön Mäiiia sägte düs ... tvas ödktie denkt, Witd sie einem doch Nicht lagert.''
,,Die güte Ttamä litt Pnrän, Daß sie alles sagte, t'ws sie dachte Däs ist auch Nichi immer giH ... Dieser Regest macht eistest stoch ganz perrüfft..
Ddetiö HUHerte Ilervbs ihre flflhbofDelt züsäm- pteit. „Latz IIII5 schläsSn gehen, Ehärles. Er. Ist däs beste Rezept s'ir diese Wiütekgedanken."
Matte Wintersonne erleuchtete die violetten, alten (Ulnssenster der Kathedrale, und die eingefügten Ro> feilen zwischen Den schlanke«. Hochstehenden Pfel- lern flammten In allen Farben.
Obettc hing an den Beichtstühlen entlang, neben den steinernen (tzrüberrt der Bischöfe und bek Herzöge deS Landes, dereii Wäppkn. in Steiß gehauen, an den 'Wänden prangte» Bsn der hohen Decke hingen die rdi-n KärbiNalsIsüte an langen Schnüren herab.
Ein Hauch von Weihgeruch lägekie fahft wie elfte Wolke Über der stillen Näthedrole, Und die steiner. ne« (tzkiichtek der toien sv.'r,dge schäüten zu Ihr Herüber, eic waxen loflac schoo begraben, llnb bad) loben sie oft so foüPerbar lebend aus. D6 Tote wiedekkamest uflb reden Bilrbeh’
Uhler her weichen Leide ihres Kleides klapste das arme, geiftarierk rj. Sie toariete auf den yrieffer. Er hatte eine fo wiindekbarc Art, zu kälten tmb zu verstehen Es war ein Oeiuiten- pater.
z er junge elegante Priester kam durch däs O-rHin-ldtiff, ,> koloi PPn b#m mageren «llft#r. der ihm mit einer Eairrve folgte.
^Ir trat ihm In den W?g ..Herr Eues, einen Augenblick ...
Sie trfll'n zur Seite in das D 'vk»l mo bk B?lchtsti,h!e stauben, urtb fprrtchkn kife ein paar Work zusammen.
Mit tufnmm#nbängenben Rechen«rbeiten viel Größere Umstände: dazu kamen Die Schwierigkeiten bei der Ausgabe immer neuerer und immer Utftwrt-rsicheker Banknoten, sowie vielerlei andere, an und für sich ziemlich sinnlose und dennoch unentbehrliche Arbeit. Die Reichsbank bfitbähigte im Zahre 1923 feit 23OOQ Beamte, Angestellte und Arbeiter, gehen 11 000 im Jahre 1921. Durch umfangreiche Rationa lisierungsmoßnahmen ist es nün der Reichsbank gelungen, ttzre» PerföNa bestand iM Jähre 1027 aus Ungefähr 1Ö0Ö0 heräbzusßgen.
Aus der Provinziashaupksta0t.
Gießen, k^n 6. ^edt*mbek 1928.
VolkShochschulkUfse in C6trf;efTen
unb obrrkftfftfcher Hvlk-dochfchuitafi
Die Lehrkrälte der Kiehener Bolksk)0ch- schule frihen sich für den kvmmeüden Herbst Und Winter bereiterklärt, auch in her Provinz L>b?rh?slen Kurse unb Ginzelveränstaltung^n zu übernehmen. €ie wollen damit den Bok^bst- rmngsvereinigungen unb anderen inttzrel titriert Kreilen auch in abgelegerrtn und tloinere» ^rteft Oberhessens den Aulvau eine- bodenständigen unb mdnpigfditiäertn Biidungolebens erleichtern Helsen. Beben Kursen von verlchishPNtzr Dauer Über verschiedene Lebensgeb'efe (z. B ..Di" Ke- helMnilse Unieter Ärrvev.atbeit", ^Lchwer sr- ziehbare Kinder und ihre 'Sehirt6tung‘. Menschenkenntnis". ^Bdm Wesen der Kultur '. Her IlrMensch im Bilde beh BolksNärchbäs", „ÖM- thes Fäult". „Cfäat und Wirtschaft" u. a ) sind literarische unb musikalische Qlbenbe und volkstümlich? §eictn (a. B. ^Äszitetirm-- und Bor- trag-äbend zUr Menlch?nkenntstl»" Mit der Erzählung n5)ef Bkrtzrecher aUS M-rtEftbr Ehre" von Fr. v. Schiller, „6onat?n für Klavier und Bioline", ^Bachieierstund?" des Münchener Organisten Aöwötny, Aufführung des Lchel- menspiels ^Der Fremde" hon Lienhard. „Lieder- und Märchrnatzrnde'' für Erwachsene» vorgesehen. Die materiellen Bviäuösehungen sind so gedacht, biß je nach Äriseoauer Kurse schon pcm 20—40 Teilnehmern an, und Ginzelveran- st^iunaen von 50—60 Deilneh nerst einen tnctent- licßtit Teil der Kosten selbst trägen: im übrigen ist aftzuneh'Nen, datz Diele Bol'SbUdungsarveit in Obethessen aus bereitstehenden staatlich«» Mitteln äusteichenb unterstützt werden wird. Bkm der Äolkstzochschule GietzeN ist außerdem für dsn 2t. und 28. Oktdber ein „Otzerhesssscher DölkshochlchUltag" gepl iftt. Er soll In erster Cinto sine Einführung in bie Probleme und Methoden Det Neuere» städtischen Und läftdlichsü Ddl'sbildUng Permitteln: dafür ist eine Fachsihvng uritot Leitung eines fülltendtzn 'Ddfks- hächschülüäDägogen Pbrgesehen. Außerdem witd ein öffentlicher Dortragstibonb stattfindön.
Don her KriegSgräbeffüfsorge
Denn auch bie Bot Der Zeit manchen sich in erfror Linie mit sich selbst UNd seinem eftyste» ilmfreid beschälUste» laßt, so foEfte jeder aber doch so viel Gemeinsinn besitzen. Paß er sich in treuer Liebe uftd Dänlbarkeit derer erinnert, die im Weltkriege für daS deutsche Daterlarid ihr Lebe» ließe» unb ift fremden Landen ihre letzte AUhestätie fanden. Diese in engster Zu- fammenarbeit mit den deutschen Dehörbon schlicht und doch würdig auszugestalten, hat sich der Dvlksbund Deutsche KriegSgräber- iürsorge zur Ausgabe gemacht. 3n dem Heft 9 seiner Dundeszeitschrift „Ktiegsgräbersürsorge" gibt der Dolksbutid einen ausführlichen Bericht über seine Tätigkeit im SVatyro 1927. jedermann hat hier die Möglichkeit, sich über bte Arbeiten des BdlksbuiMs zu unterrichten.
Dicht allzu lange fltit ireitnt ußS mehr von den Tolengodtzstkiggen im Adveniber. Der Dolksbustd ermöglicht es jedem Anaehörigen. das Grrib eines teure». Toten in ffefttb'c Elbe dft kiese» Tagen mit (‘•hem Kt8»z zu schmücken. Aähere Angaben hlebübbr enthält ebsftfällS das Sepwmberheft brr ,Kri°gSßräbeisürsörge' Mbch- ten brxf) recht viele Angehörige von dieser Gelegenheit Gebrauch mache»! - Auch der übrige «th9llf kS8 Hhftes^ Berichte übet Beilen zu d?ut- sHÄi KkioqorfrledhöfbN In i^ranfreich. Belgien. Lettland und Norwegen sowie über den Zustand zahlreicher Frfedßbse In dwsen und arideren freffl- peri Cärtcbm dürstbn für die Letek bdft Kkbßkem unferrlfe sei«.
Reichsbahn und Alkohol.
Aach Belprechungrn mit dem Hauv'.betiisbsra: ßit Die BoichsbebnverDgltung einen Erlaß brr- ausgegeben in dem cS u. a. hnßt.
Rcichsbahnpersonal mtrft von bei Etleftfttfti- butchvrungtn seift, daß Mr völlige Enthaltsamkeit in der Dienstbereitschaft unb im Dienst an Bedeutung gewinnt, je mehr die Reichsbahn dazu übergsht. die Betriebsleistungen, inebeionbcro b-ie Zugäelchwindigkeiten Au erhöhen Dee WnärüriftiäfMt über bk Bachteils be- Ve» Uffes geistiatt Getränke VI Nachdrücklichst zu fördern Demnächst soll ein ausgemusterler v-ZuqSwge» etjen# für Die MäßigkeilsbeWegunq mit reichstMigeM W\- schauUtigsmäterial ousgestatlet werde» uftd fm Re-chsbahnbeirisb umlaufen. * ift erwünscht Paß dem Peksprigl ifti Dstentz mehr 6\i b^be- Gelegentzeik -wn ®eftuß bvn Milch geqen*'- Pird. Sb Ist zu prüfen DB in bett AaftHfttn der Ausschgftk geistiger Gektöäke vlchi bePrr ganz zu ü ft t(? tlä|f en ist.
Taten für Lonntaq, 9. September
Sortnenälifgang 5.26 ilftr. €onnertuntef|eng 1* 2^ Ußr. — 9Rönbuftlergong 16.48 Uhr.
9 n. Ehr.. Schlach, Im Teutoburger Wolde: - 17.17: der Nntürioklcher Luigi Äolftftn! in lvtzna gehdtert; — 18-v der k»lllsche Schriftsteller Gkaf Vso Tolstoi lh zKisnasa Poljoha geboren
Taten für Mvsttay Ist. Sevtember.
Sonnenaufgang 6.27 Uhr. SonnenunterOantz 1* 16 Uhr: — Mdftdsusgaftg 22.11 Uhr. MShduntekgafta 17 28 Uhr.
1890 Der Dichter Ftaftz Werfel In Ptag -ebottn: -- 1WR: Ermatdung der Kätsetm Elisabeth iHm Oesterreich irt Genf: — 1914: Sieg fiirtbenburg-. über die Rusten on den Maiurtsthen Seth: kchiachr dn Der Mathe Urtb bei Bervun (° M* 11. Sept > — 1918: der Asrikareiseftde und Koionioipviitiker Ädrl Perets in Woltorf gestorben.
•• Ämnestieergellnis in Hessen 3ut (S'ruftb M BeichsaeleheS über «btrtf frei Seif Wn 14 (Tutt 1928 wurde a) das bei Dem Gericht oder bei der Staatsanwaltschaft anhängige Bersoh«» erngeliellt gegen 29 Personen: b) völlizer Gtral efldn aewahkt 16 Vertonen; c) die Strafe br Berbrechen aegen das Leben ftcfhilbirt in xt»ri Fällen, so Paß bis jetzt in Heilen in#fle\><nt 49 Personen der Amnestie teilhaftig geworben sind. Äußer Geldst.rasen wurde» an Freiheits- strafen 15 Zohre I Mortale und 20 Tage erlasse»
* • 6 i rt Mut s F etftlprechkobel durch Sb er Hessen. Die Aeichsposi beabsichtig« die rrichtung eines ^etn'precPaoels mit id^ Dbppsl- ädern von StanlfUft o M über Billlel noch Friedberg und Bad-Aauhelm. Bo» diesen Ädern erhalten B'.lbetz2Ö, Frledbetg und Bad-Bouhei,n io 40 Der Best bleibt liege» und wird im nächsten Äähre durch ein HOpaarlges Ferritabel rtdd> Gießen derlängerl Mit her Kabellegung wird bie Ginrichtung pes kchnellverkshts mit den gc- nortnten Otten Hand in Haftd gehen und bor- aUs'ichtlich im nächsten Frühjahr eröffnet werden.
“ Der Derband hessischer Ge- schichiS- und ÄltektumSder'eine der betgvngefteS Jdbr in Büdingen tagte hält feine diesjährige LlahresversaMmlurta am 8 unb9.6ct>* tember in Dffeiwad) a. M. üb. Ausier den geschäftlichen Verhau.dlmigen bringt Mo Tagung einen Lichtbildetvortrag von Bros Brock- m a n n liwr Alt Ossenbach, BefichtlIuna des Heimafmufeums. des LederMuseumS. des d'Orvstl- schen Maihgartens u, o.
' H« ffifche Schulgeographen Der Derbanb hesfischer Schulgeographei' dem Lehrer [iHer 6d)ulgatiungen angehsten hält feine dies- ährigo Hauviyeriammlung am 27. urtb 18. Grober rt Bab'Äouheim ak
• • S t ab 11 heä t er ® ießen Aus i»m Dtadti Satori uttau wird uns ge<dn?*bcn: Dio Borstellung rtÖifelott von her Pfalz begchnt um 19;3O Ühr Gs ist sdmit ben auswärtige» Besucher» Gelehrtheit gegebe». bi' Dheaterzuge n»ch Nach Schluß Per Borstellung Hu erre gen
• • 6ettreterlagUrtg Ves Mi 11 tlrhei- rt i s ch e n Verbandes evahgelischek Wr< belttroereine. Dkr diesjährige Verltetertäg des Mitielrheirt'fchkn Liesbartbes cimngeli|d)er Artz ei ter vereine findet am 15 Unb 16. feepleirtbtr d 0. in Äietzen statt.
" Familienabend. Ser Deutsche Bund für christklch-kvarigeli'cho Gtzlohüng tn D-ius unb
öffnete der Priester seinen Pcichistichl mit den akiitiseidtiien Barharioe» und schlatz die ver- glttetro Tür hinter sich. Odette kniete Weber.
Eine alte Rtftu in Der Poröefften Reihe stieß ihre Nachbarin dh.
„Ich möchte softst ctwds Darum flehen, weftn ich wüßte, tvas sie dem erzählt ..."
Die Ftaven INüchten ihre fsingekspitzen in das MntmorbeckSn mit dem oetveihien Wrtfftr flm Pfeiler urid btkkeuzigi^n sich, lndtm sie vor dem fiochäiiar knirien. An Per Ecke htaütztn siotld ein Iuftae. der Blätter oü-riel.
Als die beiden örailen varlibetkamen, Härten sie ihn rufen: ,,Der Mbrber der stkftu Lvngevllle In Marseiile flefüftdert ..."
irt“, faßte die fttau unwillig, „fetzt tuten sie wieder diese Lügen aus. Und morgen wird ss widerrufen ..."
Oie gingen vorbei. Aber unterwegs kamen ihnen schon Leute entgegen. Vie Aeitunaen läsen, und ein Bäcker tief ihnen zu: ..stdbSn 6k* schon gehört Die haben ihn setzt, blSsinäl ist etz wahrf-
Dio ganze €tabt befand sich in Aufregung. Die Fenster wurden geöfsnet, die Männer tarnen her- beigesaiisen und faulten die Blätter Bald hatte sich die stunde überall verbreitet. Auch in den .Lion 6*or‘ war fle flebtunflen.
In dem Eiaslzimmer standen her stntfcher Und Vie dick? Marie mit einigen Gästen zusammen, über Da» Bidtt gebeuat. fieber riß es dem (fftbeten aus den Aöftben. Wabrhastig. er war gefunden. Er halte g-stavven. oHf seinem ?ol"nbptt Mm Richter ... ei» ^lalirt aus Marseiile
Was würde Mavame dazu fSflen. Werin sie dus der Mir*» tarn'
.^trr Ehntles. **)err Ehnrle»f- rief v-e dick- M.irit in f*»n rot, mo f»r Hausherr mit Dem Tierarzt vor bei» eldile stand. „Er nt gefunden wstden. denke» -sie do*!"
„Wer if! peninMn worden'" kratzte Chastes
.,D»r Mtzther Mr Sov«eville ltzkotzer (W6lt. fti fr ebn ritt, ein Stein fällt mir Mm Hetzen", gestlhd die frilmin Mn 9HlithMn.
Odette wurde Plrtilt 6ui Dem Mfttktvlltz emtzkav den .»Willen 5te es schon ffttv dtpr.W rh-1 @le Kaveri ißn endlich' ?n Mn ^Ille ... CF * sielst Ift b*r Zeitung'"
IRan hielt ihr ein Blatt hin. Aber statt iirh bar über zu freuen, tVÜtde sie fahl ifhb schwankte. (Eine der grauen ergriff sie am Arme ... und, ohne em Wort all Ligen, brach sie tiUf Dem Mntkt in die striie. Oie Bolten Wasser aus dem Hduse, besptitzten ihr Vos Äesicht Uftd vtächlen sie heim. ObeHe kam erst wieder zu sich, als inan sie flUf ihr Schlaf Zimmer führte Und ihr die stlsider öffnete.
„Läßt mich, läßt mich", bat sie
Charles kam heräUftzestUtzt. Er schwenkte bk Äclfuftg lh der Hand, mit eitlem erlösten Ausdruck „Armes stind, das hat N* etschchcki fder nun fft |ö Niletz gut. Sieh mich däch art, Ddeikt"
Aber stt lag mit geschlafenen Augen stumm, wie KtftcltteH auf Pent Bett. Unb das (tzemüMel Von stimmen das Summen urtb Sukkeft vor dem Haufe drttftg herauf bis in Pas stille ^chloszimMtr. eie Wffammelten sich vor dem IHon D er.
„Die drthe ytflU ift ödnmächtsg g#»erben evr ftkeude". berichtete Marie Den strartsn
„Die Nerven" meiftle der Arzt.
„Die Äethartokurtgsn Haden ihr fo zugefetzt", sagte Charles.
„Io wissen Sie', jagte Plc mieMcrafrau. Uhr !liefe, blübetihe Blondiftf In weltzer Schürge Und ttlfctien Brlllartdoütorts. ,.®emi Mart so ftlfrr. lUtchgemdcht hak. kann Mrtn keifte ^rsüde Mehr pertraqen. Es gibt Mefnnglfte. bie. In dem Autzkn. bllrf. wenn sie ihre Beftrlilrtg etfaftren. oük her ltzelängnisschwelle lNfttzi'ch zülamritentzrecheh llftb tet s»hd... ,
Charsts d«r an *ieiir der erkrahkkkh Dvelle auis sticht Periilm wurde frstihr nun alle» von dem Staairanivalt.
»Lithbem bar Attkahten elnflesttllt war. bMfc man in WdHfllle IMmor nach ein Mftchldiuez Anfte auf aMe 3romWn gehabt, delortd-rs aüf bl welche Schill, Blfflfflen
Elfte» ASEnds hni'e bin Prlmiftolfteamter. her Die elnlenfertNM kchtste am Matleisttr stufen vtob achlet''. einen stattlichen sterni gesehen Der zwi lchen den Vfifemmenbeh, bie sich bin einem spanischen Echstw brflngieh. am Ufer stand Er Mia «irt»» iljftMMen stnebelbort Patte herkülstche Schüllern llftb ImPrfrielt sich Mik zwei lhartl,Tfn Maldblen.
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