ter den Mietsahen zurückgeblieben sinL. wurde beschlossen, ab 1. April eine kleine Erhöhung der Mietpreise eintreten zu lassen (durchschnittlich etwa 20 Prozent). Abgelehnt wurde ein Antrag des Katholischen Kirchenvorstandes auf Unterstützung des von den Schwestern „Unserer lieben Frauen" betriebenen Kindergartens. Für die Instandsetzung eines städtischen Hauses in der Dismarckstraße wurden 4200 Mark bewilligt. Aach dem zwischen dem hessischen Staat und der Stadt abgeschlossener Clek.rizi ü slieferungs- oertrag ist vom S.aat ein oirekte^ Hochspannungskabel vom Kraftwerk Wölfersheim nach dem Kraftwerk Bad-Aauheim zu legen.
Kreis Schotten.
? Schotten, 6. Dez. Die älteste Bewohnerin unseres Städtchens und wohl auch eines weiten Umkreises feierte jetzt ihren 9 3. Geburtstag. Es ist die Mutter des Schornsteinfegermeisters Haas, eine gebürtig? Gedernerin. Die Hochbetagte ist noch im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte. Dis vor zwei Jahren sah sie noch regelmäßig am Spinnrade. Lähmungserscheinungen an den Un'.er chen'eln zwangen sie dann, auf diese Beschäftigung zu verzichten. Auch jetzt noch verrichtet sie häusliche Arbeiten.
+ Stumpertenrod, 6. Dez. Am Montag fand im hiesigen Gemeindesaal ein Lichtbildervortrag statt, der sowohl der Volksbildung. als auch der Erbauung dienen sollte, und bei dem mit Hilfe eines Episkopes Bilder in ihrer natürlichen Schönheit und Farbenpracht vorgeführt wurden. Der Abend zer.iel in zwei Teile. 3m ersten Teile wurden in Anlehnung an die am Totensonntag hier statt gefundene Gedächtnis'ei.'r für die Gefallenen Bilder aus dem Felde und von Kriegergräbern gezeigt. Dieser Teil fand feinen Abschluß mit der Vorsührung und kurzen Besprechung der künstlerischen Darste lung des Todes in dem Bilde des Malers Böcklin „Toteninsel" und des Malers Rethel „Der Tod als Freund". 3m zweiten Teil des Abends wurden Bilder des modernen Malers Lietzmann aus dem Leben 3esu gezeigt, die durch die Vorführung mit Hilfe des Epidiaskopes so recht in ihrem Farbenreichtum und ihrer Schönheit zur Geltung kamen und einen nachhaltigen Eindruck hinterließen. Dir Bilder wurden jedesmal erklärt entweder durch kurze Bemerkungen, die der Vor- tragend, Pfarrer SödIer, hierzu machte, oder dadurch, daß die Beschreibungen vorgele en wurden, die der Maler selbst zu einem Teil seiner Bilder geschrieben hatte. Der Abend war sehr gut besucht, eben'o die Wiederholung des Vortrages am Dienstagabend, so daß am Mittwochabend noch eine besondere Vorsührung für die Kinder stattsinden mußte, an der auch noch einige Erwachsene teilnahmen.
Kreis Alsfeld.
r. Ober-Ohmen, 6. Dez. 3m Laufe der letzten Woche wurde im Auftrag der Bürgermeisterei hier eine Sammelspende für die Unterhaltung der deutschen Kriegergräber in den ehemaligen Feind- buntifloaten burchgeführt. Die Kollekte ergab den Betrag von 72,25 Mk.
Schach-Ecke.
Bearbeitet von W Orbach-
Alle für die Aedaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers".
Problem Nr. 190.
Von Dr. F. Aduch, Eernowitz.
2. Preis im 9. Dreizügerturnier der „Trollhättan Schack^ällslap".
Schwarz.
2
6
5
4
3
8
7
a
h
3
7
6
5
8
4
2
1
d e
Weiß.
g h
b c d e t g
a b
i M !
W i
\
Weih zieht und setzt in drei Zügen matt. Weiß: 7 Steine. Ke3; Dg3; Te4; Lf3; Bc3, e6, g5. Schwarz: 10 Steine: Kd5; Dg8; Tc8; Bb5, b6, c5, d7, e7, f6, g7.
Partie Nr. 123.
3m „Derliner-Tageblatt"-Schachturnier gespielt. Spanisch.
Weiß: OttiL
Schwarz: Capablaora.
1. e2-e4 1. e7-e5
2. Sgl-f3 2. Sb8-c6
3. Lfl-b5 3. a7-a6
4. Lb5-a4 4. d7-d6
5. c2-c3 5. f7 — f5
Capablanca hat diesen Agressivzug auf seiner Europareise öfters mit gutem Erfolg angewandt. Auch hier nimmt die Partie für *2i£ä einen tragischen Ausgang. 3ohner erklärt in einer Besprechung 5. c3 als schwach, und empfiehlt hierfür 5.0—0. Dies ist jedoch ein 3rrtum: Dicht 5. c3 ist schwach, sondern der folgende weiße Zug, welcher die Mitte schwächt, ist der entscheidend Fehler.
6 d2-d4?
Verfehlt, d3 ist hier am Platze.
6...... 6. I5xe4
7. Sf3-g5 7. e5xd4
8. Sg5xe4
Hier sollte sofort 8. Dxd4 geschehen.
8..... 8. Sg8-f6
9. Lei -g5 9- Lf8—e7
10. DdlXd4?
Ein grober Fehler, der zu Figurverlust führt: gegeben war 10. Lxc6 +. Asti hatte bei der geplanten Kombination den 12. Zug des Gegners übersehen.
10..... 10. b7-b5
11. Se4>-f64- 11. g7xf6
12. Dd4-d5
Figurverlust läßt sich nicht vermeiden: wahr- scheiiüich hatte A6ti bei seiner Kombination vergessen, daß nun auch der Läufer auf a4 hängt. Falsch wäre: 12. ..., fxg5 wegen: 13. Ldll, DdZ 14. Lg4L Eapablanca fällt jedoch auf diesen Trick nicht hinein.
12...... 12. b5xa4
13. Lg5-h6 13. Dd8-d7
14. 0-0
Aochiert ins Matt.
14...... 14. Lc8-b7
15. Lh6-g7 15. 0-0-0!
16 Lg7xh8 16. Sc6-e5!
Der Degiirn einer glanzcnLen Schlußkombination.
17. Dd5-dl 17. Lb7-f3ü
18. g2xf3
Auf 18. Dd4 folgt .... DhS!
18 ..... 18. Dd7-h3
Aufgegeben, eine traurige Niederlage.
Losung des Problems Ar. 187.
Don K. Traxler.
1. Tf6-f4!, Th6-h8 (h7) 2. Da5-d8ufto.
1. ...n Kg3xf4 2. Lc5-d6+ usw.
1. ... n Tnö-bö-f- 2. Lc5xb6 ufto.
1. ...Sa7-c6 2. Lc5xe3! usw.
1..... Sa7-b5 2. Lc5-d6 ulto.
1..... Shl-f2 2. Sg7-f5 + usw.
1..... beliebig 2. Lc5-d6 ufto-
Lösung des Endspiels Rr.SS.
Don L. Holzer.
1. Sc4 - e5-f-!, Lc7xe5 «Erzwungen, denn sonst gewinnt Weih durch 2. Sd7-j- oder 2. Dxf4+ oder 2. Dxh5+ usw.) 2. Df3-g3+! (Die Pointe!) fx g3+ (sonst folgt Matt durch 3. Dg5) 3. Kh2-h3 (Schwarz kann die Pattstellung des Weißen mit seinem nächsten Zuge nicht auf heben.)
Oie Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedaktionStisch.
Die fliege.
Ein elegantes CafL in Berlin W. — Vor seinem fast biS zur Aeige geleerten Glas Pilsener sitzt Herr Metzer. Da fällt eine Fliege in fein Glas und ertrinkt. Weher hat eine 3i>ee.
„Ober," ruft er laut, „fef>en Sie mal her! Habe ich denn Pllsener mit Fliegen bestellt? Das trinke ich nicht. Ditte ein neues Glas!"
Der Geschäftsführer kommt hinzu, und um jede Auseinandersetzung zu vermeiden, weist er den
Ober an, ein neues Glas Pilsener ohne Berechnung zu bringen. Während der Kellner da« Bier holt, hat Meyer mit seinem Finger behutsam die tote Fliege aus dem Glase gefischt, si« auf den Tisch geworfen und den Rest ausgetrunken.
Da erhebt sich ein Gast vom Aebentisch, der mit 3nteresse den ganzen Vorgang beobachtet hat, tritt an Meyers Tisch und fragt höflich: „Gestatten Sie, daß ich auch über diese Fliege verfüge?" (Lust. BL)
klassisch.
A.: „Welche,: Gasthof würden Sie mir in dem Städtchen empfehlen — soll ich in die „Post" oder in den „Löwen" gehen?"
D.: „Gehen Sie in die „Post", es ist im „Löwen" häßlich eingerichtet!" (Luft. DL)
Umsteigen.
Auf dem Templiner See bet Potsdam führte ein Akrobat das Experiment vor, aus einem Ut voller Fahrt dahinsausenden Motorboot mit Hilfe einer herabhängenden Strickleiter in ein Flugzeug umzusteigen, das darüber hinflog.
Die Sensatton des kritischen Momentes lähmte alle Zungen.
Dur eine alle Dame plapperte: „Tjä —ich finde ja Llmsteigen auch immer furchtbar unbequem!** („3ugenb“.)
Alarm.
Aus der Feuerwache ertönte das Alarmzeichen. Sin Löschzug machte sich fertig, rückte au», donnerte mit Horn ruf und Aädergerassel die Straßen entlang, stoppte hart vor dem Feuermelder, dessen Scheibe eingeschlagen war.
Ein Heiner 3unge, ein wenig blaß, ein wenig schüchtern, stand da: er hatte ein Schulheft in der Hand, und er sagte zu dem ersten Wehrmann oben links auf dem Wager.:
„Dappa, ich tootlte bloß nal fragen, wann re* gierte Karl der Großes'(Luft. DL)
"0
f /REGEN, WIND U SCHNEE
„GEATR.ON”
L,IW"___
Ndürfiehes
Das fieiunilhellssaller
le an Weisel Giefeen, Sonnenstrabe 6, Telephon Sr. 88
Preis 20 Pfennig
Seht einmal her, so muß man’s machen»
1. Scheuerlappen anfeuchten
2. etwas „A t a" aufstreuen
3. Gegenstand reinigen und
4. sorgfältig trodeenreiben.
Das ist die ganze Scheuerkunst
Neu bleibt alles durch —
ATÜ HenkeFs bewährtes Putz» u. Scheuermittel,
Hasen
jedes Quantum, im ganzen u. im Ausschnitt empfiehlt billigst J. Zörb Wwe., Teleohon 813.
Marinierte MG
ver Stück 20 Ps.
J. M. Schulhof Marktktr. 4. Ein«. 8iir,mraben. ‘•"D
Restauration
«/3um schwarzen Walfische
Tel. 1786 Geltersweg 50 Tel. 1786 Samstag und Sonntag
Familien Konzert
Zum Ausschank Ihring-Melchior-Expori- bier. Dürgerlicher Mittagstisch, aud) im Abonnement, llm gütigen Zuspruch bittet
Kranz Goldan iutusd
ZWSWk
»ranffnrt Str. 83 morgen Samstag Schlacht fest
NMerier Lebkuchen
von Haeberlein-Metzger
Aachener LambertzPrinten
Gröfete Auswahl in
Gesdienkartikeln
BonbonniereDBiuiMarziDan in nur guter Qualität Ferner Kauf laden-und Puppenküchen- ArtikeJ empfiehlt 1U572D
Schokoladenbans Weilti
Inh.: A. Stöckel / Giefeen, Mäusburg 16
Zum Schwanen
Walltorstratze 28 08545
Morgen Samstag, 8. Dezember ■etzel- suppe.
Ab 9 Uhr
Wellfleisch mit Kraut. Wirtschaft „Zur Lahn" Gabelöberaerstraße — Ecke Hammstraße
SamStag, de« k. Dezember 1928 Metzelsuppe Ab morgens 9 Uhr: Wellfleisch mit Kraut.
ES ladet ein Heinrich Bönsel
Bekanntmachung.
Wie uns mitgetellt wird, so bestehen über den Schulbesuch der gewerblich tätigen Fortbildungsschülerlnneu noch vielfach irrige Auffassunaen. Wir machen dem- gegenüber darauf aufmerksam, daß die in einem gewerblichen Lehrverhältnis stehenden Schülerinnen, soweit sie hier beschäftigt Snd, ausnahmslos die an der hiesigen tädchenf. rtdildungsschule eingerichteten gewerblichen Fachklasfen zu besuchen haben. 10715C
Gießen, den 6. Dezember 1928.
Stadtschulamt. I. B.: Dr. Alles.
Submjsßonsholzverkalls.
Aus hessischen Staats- und Gemeindewaldungen verschiedener Forstamter der Forstbezirksgruppe Alsfeld kommen zum Submissionsverkauf: 10711D
Stammholz (Langholz und Abschnitte):
Fichte 5606 im, Kieser 7994 fm, Derbslangen: Fichte 3200 Stück, Kiefer 420
Stück:
Reisslängen: Fichte 49 400 Stück: ferner
Papierholz: Fichte 4305 na (aus dem gesamten hessischen Staats- und Gemeindewald).
Das Nähere gel)t aus dem Holzverzeichnis hervor, das ebenso wie die Zahlungsbedingungen und Angebotsoordrucke auf Anfordern kostenlos von unserem Sekre- tanat bezogen werden kann.
Gebote sind verschwssen mit der Aufschrift „Submissiousholzvertauf aus Staats- und Gemeiudewatd am & Januar 1929“ bis spätestens Dienstag, den 8. Januar 1929, vormittags 10 Uhr, bei dem Forstamt Alsfeld zu Alsfeld einzureichen. Gebote, die nach diesem Termin einlaufen, werden nicht berücksichtigt.
In den Geboten ist ausdrücklich anzu- neben, ober der gebotene Preis für geschältes oder nicht gefdMtes Holz gilt Falls nichts bemerkt ist, gelten die Gebote für nicht geschaltes Holz. In diesem Falle ist bei bereits geschällem Holz der Käufer oerpfltdjtet, den Schälerlohn zu ersetzen.
Für jedes Forstamt bzw. jede Gemeinde, jede Holzart und jedes £o: ist eia besonderer Angebotsoordruck zu benutzen.
Deffnen und Sortieren der Gebote: Dienstag, den S. Januar 1929, vormittags 10# Uhr, in Alsfeld, Hotel „Deutsches Haus". Daran anschließend Verlesen der hauptsächllchsten Gebote.
Darmstadt, den 3. Dezember 1928.
hessisches Ministerium der Finanzen.
Abteilung
für Forst- und Kameraloerwaltung.
Sofas, Chaiselongues
Klubsessel
rO2MV
udo soDtoiinta
I Inminoc PidseLMitesaer werdentneinijen kJ III CI I ICO Tagen durch da» Tdntversdiö- fnOQIphf ueruogsmitte! Venus (Stfirke A)
Ucblblll unter Garantie beseitig t Sic erzielen einen saznzn erweichen Teint
Nur zu haben bei /448A
Drog. O. Wint erhoff, KreuzpL 9/10 Hindenburg-Drog. Seltersweg 68a
erstklassig In jed. Beziehung. Zahlbar monatlhar Rm.10.— trotz biILPreise. Lleferwuzerfoigt franko tlaas. Lang- jähr.Garantie. Fragen Sied. Postk.«a Rich. Langenbach, Bürbach i.W.
Großer
Modell-Verkauf
Mäntel Kleider Pelze zu sehr niedrigen Preisen
CD A AI I Spezialhaus für l\M I V l\L- L. Damenbekleidung
Seltersweg 52
Beachten Sie gefl. unsere Schaufenster - Dekoration
10714 A
oon btci.Giokbandluna für sofort aelucht. Aenntnisse m Slenogravüie u. Maschinenschreiben SrbriftL Anaeboie
nut Anaabe settberigerTättakett und Bei- tünunn von Seugntönbidjithen uni. 1D689D an den Gießener Anomer erbeten.
mit 2- 4000 Mk. können hoben Verdienst eoil. ilc'ebenoerdtenst erwerben. Cff. um. Nr. <>30 an Mitteld. Anuoncen-Ervcd., Plockitrnbc 5. 0 539


