Ausgabe 
7.9.1928
 
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Die Sicherung von SislNbahnübergängen.

Dor einigen Lagen ist eine neue Fassung der Eisenbahn-Dau- und Drtriebs- vrdnung vom Iahro 1<M un Aeschsgefetzblatt beröfientliÄt vorder, Es ist nicht ohne 3me®efk. zu prüfen, mfotewri: Wt der In den lernen 24 Jahren erfolgten Entwicklung bet XrefiDerftbr* Rechnung getragen hol

3* der JbaMOtfodx* txmbcü es sich htzeäei um He Sicherheit des Derkehrs an den Heber wegen vergeht doch soft lauen ein Tag. ohne dal, Menschenleben der mangethakrn Sicherung an Kreuzungen zwilchen Eisenbahnen und Straßen zum Opfer lallen Erfreu lichrrweife find in der Deulassung der Drtrtebsordnung h*rtr Forttchritt«- zu ver­zeichnen Währe,td früher kOegii* bestrmmi war daß die Degeübergänge e* oanMt sich hierbei nur um Hauptbahnen mit Schranken ver­sehen sein müßten, können fetzt auch andere Dorrichtungen an beten Stelle treten Offenbar trügt man allo der Tatsache Rechnung daß die Schranken ihnen ursprünglichen Zweck als mecha­nisches Adspcrrnn Mr.iitel dem Kraftfahrzeug gegenüber nicht mehr erfüllen und daß es daher weckmLhig tft üraftfabc^euge durch anbere Mittel vom Dahnkdrper lernzuhalten. Auch für Uebcnbahnen verlangt btv neue D. 0. Schranken an txrfebrtteilen Niedergängen, wäh­rend früher Mt Anbringung fn da- Ermessen bet Aufsichtsbehörde peftdlt war. 4bcnfo find die Anforderungen an die Zu v« r! ä s sig kel t der Dedtenbarkelt von Schranken rntrschärft worben, e* muß ferner eine Srnrichtung vor- Händen fein, welche dein Wärter sedes unbe­fugte Oesfnen her Schranken bemerkbar nacht Don größter Bedeutung für den Straft- verkehr tft ober bk S.nführung von Warn­kreuzen. welche bei Hauptbahnen an allen, bei Beben bahnen an de» ix-r!rbrttxid). n oder unübersichtlichen Wege Übergängen aufgefteüt wer­den follen, und zwar an der Stelle, wo Fuhrwerke aller Art. Kraftfahrzeuge und Tiere angebalten werden müssen Für die Ausführung dieser Warnkreuze enthält die B. O. leine Bestimmun­gen. doch sollen nach den vorliegenden Entwürfen drei verschiedene Arien geschaffen wer­den. mbnlich ein liegendes Streua bei dem die unteren Irme verkür-t sind, für Ixlctranlte Heber- torge. ein liegendes gleicharmiges Kreuz für un­beschrankte uebenrege an eingleisigen Dahnen, und zwei liegen he übere tnanberg reif enbe Kreuze für unbeschrankte Heberwege an mehrgleisigen Baftma.

Wn «nheitllches Zvoruz würde vielleicht ein­drucksvoller sein und sich beui Auge besser cin- prägen. Die ReschSbohn ließ sich jrbod) von hem Deskrben leiten, nie Warnkreuze hinsichtlich threr Form möglichst den im Ausland üblichen Zeichen anzugleichen DaS liegt auch im 3nlevesfc der vom Ausland noch Deutschland kommenden Straft- fahvcr Infolge helfen auch im Interesse der deut­schen DerkehrSlicherbeit Mit der Unterscheidung ?wischen etn- und zweigleisigen Dohnen kann man sich recht einbcrflanhcn erNären, denn die 3i- fahrung lehrt daß zuweilen, während man an einem Uebetuxfl einen vorübersährenden Zug beobachtet, nach Passieren des letzten Wagens die Lokomotive eines aus entgegengesetzter Aich, tung kommenden, bisher durch den anderen Zug verdeckten Zuges ausiaucht. Was die Schran­ken anlangt, fo hat sich ge-ergt, daß sie fein

Allheilmittel gegen Unfälle bilden, ganz abgesehen davon, daß be Deschranlung der rund 41 CXX? unbeschrankten Heberwege in Deutsch­land geldUch gar nicht durchzuführen wäre Sbenso wichtig tme d.e Befchrankur.,-. ist He gute Sichtbarmachung der Heberwege. Da­für kommt in erfkr Linie Helle Deleuchrung in Betracht außerdem muh eine Art Dorsigual Verwendung finden. Auch dieses muß beleuchtet leui bzw selbst leuchtend gemach« werben, um nicht übvdcbm werden zu können. Kann man sich dazu nicht entschl'^.m. empfebü sich He An- brtngung einer größeren Zahl Bor' gnafe etwa in Äständ.rn von je W Meter ab 150 Meter vor beui Ikbergarg

Aus den erfreulichen Maßnahmen der neuen D O. her Reichsbahn erwachsen natürlich auch Derpslichtungen sürdie Krastsahrcr selbst, nämlich durch vorsichtiges Fahren zur Verminderung von Unfällen an Heberwegen bei­zutragen Daß dies bisher nicht immer ter Fall war darauf deutet die Staiiftil, nach welcher in den erften sechs Monaten biefcö Jahres die Zahl der Unfälle an beschrankten Heberwegea mit 308 faßt doppelt fo hoch war. als die an unbeschrankten mit 171. Andererseits muh fest- »llrilt werben, dah trotz der Zunahme junget Fahrer btc Unfälle bn Verhältnis zu der 3ahl der Krastsahrzeuge nur gan^ unbedeutend ge­stiegen «ft. Es entfiel nämlich ein Unfall im Jahre 1925 auf 914. im Iah» 1926 aus M3, «n Jahre 1927 aus 870 Kraftsahr^euge 3m Ausland hat m® durch scharfe Dcstünmangcn die Zahl der Unfälle zu vermindern vermocht. Sache des deut­schen Kraftfahrers wird und muß es fein, durch vernünftiges Fahren zu verhindern, daß in Deutschland äbnli^; weitgehende Deftünmungen getroffen werden, die für den Kraftfahrzeug-Der- kchr immer eine Hemmung und schwere Delüsti- gunfl darftellen würden.

Sezirls-Schöffengericht Gießen.

e Gießen 5 Sept. 6m Arbeiter aus Ober- Lais halte sich zu verantworten, da er mit Tieren widernatürliche Unzucht begangen hatte. 6r wurde nach nichtöffentlicher Verhandlung zu einer ®efänfnitfürafe von sechs Mo­naten und fünf Jahren Shrvevlust verurteilt.

Um einen höheren Steuerbelrag als ihm Zu­stand zuruckerstattei zu erhalten, hatte ein Av- berter aus Ober-Aosbach die Bescheinigung seiner Krankenkasse über die Dauer einer Krankheit gefälscht und dem Fmanzamt eingereicht. Dort merkte man die FLlchung aber, worauf Anzeige erfolgte. Das Dezirlsschöfsengericht verurteUte den Angeklagien wegen schwerer Urkundenfäl­schung in Ta'einheit mit Betrugs versuch zuzwei Wochen Gefängnis.

Die Ehefrau eines Arbeiters aus Densheim war angeklagt, anläßlich eines Zivtlvrozesse« vor dem Amtsgericht Dad-Dauhenn fahrlässigerweise einen Falscheid geleistet zu haben Sie wurde mangels Beweises feeigesprochen

Buntes Allerlei.

<tioc Plakette für die preußischen Olympiasieger

Die der Amtliche Breußische Pressedienft mit- teilt, hat der preußtsche Minister für Dolks- wohlsahrt den preußischen ersten Sie­ge r n u n b Siegerinnen bei den Olympi­

schen ©bieten in Amsterdam bte Pla­kette des Minister rums für Dvlksvwhlsahn verliehen. Demnach haben diefe erhalten Frau Aadke-Datschauer, Dreslau^ Zräulem Ä ilte Schrader. Magdeburg Herr Kurt Moe sch ter, Berliner Mcherk.a. ^clknl. Herr Bruno Müller. Derlmer Auderllub Hellas.

ktückketzr von Hifluj und Zimmer manu

Wie aus Moskau gemeldet werd frnb bte beider. Stiege : Aisticz und Zimmermann am Donnerstag noch Berlin abgeflogen.

Z rauen mord ie Zentrum Berlin*.

Zur Aufklärung eines neuen Frauenmor- beim Derlin wurde in der vergangenen Bucht die Mordlommttsion der Berliner Änmtnal- pvNzet nach dein Hauke Wallstraße 38 an der ®d<? der Inselstraße gerufen. Dort hatte man die 70 Jahre alte Hau» Verwalterin Marie Sa 1- b a <> unter twrbäcbt.gen Umständen tot auf- gesunden. H^u»beu.vhmr die bte alle Frau aeftem früh zum letzten Male gesehen hallen, hörten am Aochmittag und abends den Hund der Toten ängstlich wimmern. Als ihnen aus ihr Klopsen n.cht geöffnet wurde, alarmierten sie die Polt... die Frau Dalbach vollständig an­gel lei bet tot aus dem Boden liegend »and. Dre Mordkommission stellte leichte Kratzwunden an HalS und Wange und blutJiiierlaufenc Stellen an der Stirn, die von Schlägen herrüdren kön­nen, fest. Die Zimmer befanden sich m ziem- kicher Unoibnung. Ss wurde festgestellt. daß Frau Dalbach schon einen Teil der Mieten ein- tasstert. aber noch nicht abgefühlt batte. Erst die näfKrc Untersuchung wird ergeben können, ob xmb was an Geld und Wertsachen fehlt. Der Gerichtsarzl gib ein vorläufiges Gutachten dahin ab. daß der Tod durch Erwürgen ein getreten ist.

3m Pcrnftelnroerf verschüttet

Ein schweres Unglück ereignete sich, wie dieÄön.gSbetger 5>artungtche Zeitung" berich­tet. Donnerstag früh 3'/, Uhr am Ostende des Baggerwerks deS Bernsteinwerks Palm- nicken in der Bähe von Psessermüble lOslpreußtn). Die Erbmassen gerieten ins Dat­schen und begruben eine Anzahl der dort be­schäftigten 21rbciter. Während vier Arbeiter mit leichteren Verletzungen davonlamen, wurden zwei Arbeiter vollständig ver­schüttet und konnten erst gegen 11 Uhr als Leichen geborgen werden. Zvxi andere Ar­beiter erlitten schwere Derletzungen. da eine Daggerlokomolive mit siebe« Wagen in­folge des Erdrutsches umstürzte und die Qlr» beiter unter sich begrub. Die Aettungsarbeiten auf dem Daggerfeld wurden durch Der'agen der Säugpumpe erschwert, da der Sauglorb durch die Erdmassen verschüttet wurde.

)lach 2s Stauben lebend geborgen.

Die Dergleute Hofsmann und W i d d e l - mann aus A o then bach wurden auf der Gustavsgrube infolge du'ammenbrudico des Dcrglastens und Versackung eine» Stapels mit Geste lnsmassen von der Außenwelt abge­schlossen Sie blieben 28 Stunden in der Grube ei n g es ch!vs sen. Aach unermüdlichen Aettun^sarfeilen gelang es am Mittwochabend, die beibcn Dergleute wohlbehalten zu bergen.

Branbunglücf beim ßuchenbacken.

Am Dienstagabend, am Dorabend ihres Ge­burtstages, war die Ssjährige Ehefrau Olga

Hannig tn Tegel damit beschäftigt. Kuchen für den Festtag zu backen. Plötzlich schlugen au* der offenen Ofentür Helle Flammen und ergriffen dte Kleidung der Frau. Im Krankenhaus ist bte Unglückliche gestern, an ihrem Geburtstage, ihren schweren Ver­letzungen erlegen.

Tin 16fäbdger schießt auf feine Mutter

Mm Dienstagabend gab der 16jährige Sohn tfrnft der Eheleute Bregorn in Dortmund ün verlause einer Mueeinaoberjeßiing auf feine im Bett liegende Mutter dinteremandei mehrere bchüsje ab. wodurch die Frau lebensge­fährlich verletzt wurde. Dann ergriff er. nur mit einem Aemb bekleidet die Flucht Schon nach kurzer Zeit wurde der jugendliche Täler non der Mordkommission gestellt Bei seiner Vernehmung gab er an. daß Die Mutter sich seinem Wunsche. Chauffeur zu werden, enlgegengesetzt habe (!>.

Mord und Selbstmord.

Vie fluufnwnnjfrau Kühn aus Lodz warf gestern ihr achtjährige» Söhnchen aus dem vierten Stockwerk be» Hause» in statkow 1 tz auf den chos hinunter. Das stind war auf der Stelle tot. Die Frau ftürale sich hie raus selbst au» dem Fenster und sand ebenfalls den Tod. Frau Kuhn stammt aus einer der angesehensten und reichsten flaidmaniufanulicn in Lodz. Sie Dürfte die lat infolge Familienzwistigkeiten begangen haben.

Drei Kinder verbrannt

In der vergangenen Dacht wurden drei L o n- boner Kinder *®el Drüber und ihm Schwester, die ihre Ferien bei Staplehurst «Graff chatt Kent» verbrachte.,, und an der Hopfenernte teil* genommen hatten, tn einer Huite von einer Feuersbrunst überrascht. Alle dvei fmb verbrannt.

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SOiähvigen Subelfeste «-«- einen freundl. und würdigen Empfang $u bereiten,bitten wir die Einwohner­schaft Gießens im Zniereffe der guten Sache ihre Häuser zu beflaggen.

Gesangverein Heiierkeii Gießen. L. A.: Der Jestousschuß.

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